Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
heiʒen stV. (5035 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| mundes stanc. Das selbe benimt ouch di vͤrdruͤzzecheit. Einerhande suche heisent emorroyde; das ist also von dem menschen nidene blůt uz | |
| das mal, ob mans an das ouge strichet. // Sinape heiset zu dute semf. Der ist heiz unde trocken in dem | |
| hilfet. Der senf gessen vertribet das unreine vleisch, das da heiset di swemme. Das man sich mit dem senfez crůte burnet, | |
| manz nicht tůn, wen zu grosser suche. Plynius, ein meister, heiset des senfez [16r] wurzeln in most legen; unde so der | |
| das houbt besmeren unt das plaster druf lege. Di suche heist letargia. Dez senfes same gestosen unde mit honege gemischet, hilfet | |
| schurvechte houbt, ob manz da mit dicke bestrichet. // Pastinaca heiset zu deute morche. Der craft liet an der wurzeln und | |
| kint tragen. Kein wurzel gipt bezzer smac. [16v] // Serpillum heiset veltcolle. Di ist heiser unde trockener nature. Di veltcolle gesoten | |
| mit beten. Daz selbe getrunken hilfet den lebersuchtigen. // Cerifolium heiset zu dute kerbele. Di ist trockener unde heiser nature. Di | |
| ist ouch gůt uf di drůsse geleit, di da scrofule heisent, wen das si swendet. Iz sagent ouch sumeliche meister: swer | |
| stetecliche gessen brenget den tot oder grosse suche. // Papaver heiset zu dute m#;ean. Der ist kalt unde trockener nature. Der | |
| tu das in das swernde ore, iz hilfet. // Iris heiset zu dute swertele. Di ist heiz unde trocken in dem | |
| der di stat verhertet ist, da di geburt ligt. Di heiset in latine stera. Si sol sich ouch da mite behen | |
| swerteln wurzel gestosen mit honege vertribet den wiben secundas, daz heiset zu dute di ander geburt, ob si dar an versumet | |
| an daz bein. Swertel wurzeln pulver unde wiz elleborum, daz heiset zu dute nieswurtz, gepulvert zu dem dritten teil gein ieme, | |
| unde in ein tych geworfen, totet di vische. Durch das heiset man si der erden vergift. // Marrubium heizet zu dute | |
| den, die lendensich sin oder in der blasen. // Altea heiset zu důte ybische oder wilde pappele. Der ybischen blůmen gestossen | |
| das subert si. Daz selbe zutribet di druse, di scrofule heisent. Das selbe genutzet hilfet den zubrochen in dem libe. Die | |
| her dowet wol unde ist dem magen gut. // Strucion heiset burnkresse zu dute. Di ist heizer unde trockener nature. Di | |
| gestossen unde mit tismen gekneten vertribet einerhande bose swern, di heizen antrach, ob manz druf legt. Das selbe geleit uf di | |
| mit honege gestossen unde gessen vertribet den hůsten. // Atriplex heiset melde. Di ist kalt in dem ersten grade unde fůcht | |
| smac. Daz crůt ist gůt mit latichen gessen. // Bogloza heiset ochsenzunge. Di ist gut genutzet den lungensichen. Daz saf mit | |
| in der wirtschaft, iz machet di geste vro. // Origanum heiset toste. Di ist heiz unde trocken in dem dritten grade. | |
| saf getrunken hilfet allen den liͤp bi innen. // Wulgago heiset haselwurz. Di ist heiz unde trocken in dem dritten grade. | |
| zusamne gestossen, hilfet di suche an den fuzin, di da heiset podagra. Der romisch col gessen merit den wiben di milch | |
| der vrost slet ůz unde wirt im senfter. // Seniceon heiset zu dute rotescal. Der ist kalder nature. Di wurzele intouc | |
| Daz crůt gestosen mit salze swendit di drůse, di scrofule heisent. Swem di zene swernt, der sal daz crůt umme crisen | |
| alz e. Plynius giet: si geswern nimmer mer. // Celydonia heiset schelwurtz. Di ist zu den ougen gut. Swenne di schelewurz | |
| ein plaster uf di vlecke geleit, vertribet sie. // Elleborum heiset wizwurtz. Di ist zweierhande: di eine ist wiz unde subert | |
| nimet. Swer daz nicht tůt, iz missekumt im. Der meister heiset iz in grutze oder in linsen siden unde so nemen, | |
| sal man erst entgizen uber nacht unde denne truckenen. Daz heiset polenta in der artztige. // Caniculata heizet bilse. Di ist | |
| selbe tůt daz saf in di wunden gegossen. // Cepa heiset zwibollen. Di ist heiz unde trocken in dem vierden grade. | |
| suche. Daz selbe hilfet ouch daz swerende houbt. // Pyonia heiset bonenie. Di ist heiz unde trocken in dem ander grade. | |
| widir der blasensuche. Das selbe hilfet vor eine suche, di heiset scotosis, das ist, daz man mit schonen ougen nicht insiet. | |
| zu vil dingen, di ich wol genennen kan. // Verbena heiset isernhart unde ist zweierhande unde habnt beide eine craft. Verbena | |
| der rouch dem munde in gegossen, vertribet eine suche, di heiset lienis. Swelch gesunder sich mit berouchet, im wirt deste lichter. | |
| Daz crut gestossen mit salze vertribet di drůse, di da heizen scrofule. Das selbe vertribet emorroydas. Der saf mit salze gesoten | |
| gestossen, di saf zusamne genutzet vertribet daz blůt. // Sambucus heiset holunder. Daz ist heiz in dem andern grade unde trocken | |
| swo mans bedarf unde swo is we tůt. // Anisium heiset aniz. Daz ist heiz unde trůcken in dem dritten grade. | |
| heilet man mit stures saffe getempert mit ezsige. // Pepones heisent pfedemin. Di sint senfte zu essene. Man douͤwet si doch | |
| al sin leven./ //Der selen mörder, de wiʒlich diͤf,/ he hiͤʒ in schriven einen briͤf,/ de der manschaf wer al zit | |
| man in trekde inde stiͤʒ,/ dat man in ein verreder hiͤʒ,/ dat du in hords vermaledien,/ dat du sin antlitz segs | |
| man im sin ougen verbant,/ dů men in slůch ind hiͤʒ in war sagen,/ wat bittercheit můst din herze dragen!/ //Ich | |
| minne,/ he krenkt ind si sterkt din sinne./ de r#;iu heiʒt dich sin wunden vliͤn,/ diͤ minn$’ deit dich si anesiͤn./ | |
| du bis diͤ vrow, diͤ allererst verwan/ den slangen, de heiʒet Leviathan./ //Dat is de slang, de in waʒʒer geit/ (waʒʒer | |
| üver al,/ üver $’n himel ind der erden dal./ ////Du heiʒes vrow ind bis also,/ wand du, vrowe, has gemachet vro,/ | |
| in himel ind in erden is./ du vrow van vröuden geheiʒen bis,/ wand diͤ truricheit enrůrd dich niͤt,/ diͤ allen vroun | |
| dat si de engel niͤt endrouch,/ de si $’t kint hiͤʒ zů Bethlehem sůchen/ in einer kribben bewunden bit důchen./ si | |
| lif entfiͤnc,/ dů din liͤve sun engegen dich giͤnc/ ind hiͤʒ dich so vrölich wilkumen sin./ //He nam dich bit der | |
| si den herlichen namen můst haven,/ dat si godes můder hiͤʒ ind were/ ind doch des magtdůms niͤt enbere?/ //Dit sold | |
| begrifen mine sinne,/ vrow, diner vröuden aneginne!/ //Sal ich si heiʒen din of min?/ ich wen, si suln gemeine sin,/ wand | |
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