Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
heiʒen stV. (5035 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sendet na iren husfroͮwen und nach iren schoͤnen kinden. So heisset man die man kiesen, weder si lieber behalten in dem | |
| stetem vlisse din gebruchent, und die dich in minnenklicher gere heissent, das du von inen vliehest. Der ist aber vil, die | |
| von aller eisunge, do ich die gabe enpfieng, die man heisset bekantú minne. So valle ich zehant uf die erde und | |
| ir arbeit und mit suͤssen worten solt du si us heissen gan predien kuͤnlich und bihte hoͤren vroͤmelich, wan si got | |
| spise sol wesen der boͤken.» Glosa: Das got die tůmeherren heisset boͤke, das tůt er darumbe, das ir vleisch stinket von | |
| bihte, so soͤnt si einer hande lamber werden, die man heisset wider, lamber mit hornen.» Die horn das ist geistliche gewalt, | |
| nit ein swere burdin sint, der mag vor gotte nit heissen ein warer geistlich mensche. Darumbe sprach únser herre alsus: «In | |
| ilen.» «Nu vrage ich dich in der ewigen warheit: Wie heissest du?» Do sprach der túfel: «Ich heisse Widerhak und dise | |
| ewigen warheit: Wie heissest du?» Do sprach der túfel: «Ich heisse Widerhak und dise schar, die du hinderwert sihest, sint alle | |
| menschen zal. Do vragete ich si, wie die vier vúrsten hiessin. Do sprach si: «Der erste heisset kraft, der ander heisset | |
| wie die vier vúrsten hiessin. Do sprach si: «Der erste heisset kraft, der ander heisset gerunge, der dritte heisset gůt wille, | |
| hiessin. Do sprach si: «Der erste heisset kraft, der ander heisset gerunge, der dritte heisset gůt wille, der vierde heisset stetekeit; | |
| «Der erste heisset kraft, der ander heisset gerunge, der dritte heisset gůt wille, der vierde heisset stetekeit; wand mit disen vier | |
| ander heisset gerunge, der dritte heisset gůt wille, der vierde heisset stetekeit; wand mit disen vier tugenden han ich úberwunden alles | |
| das ist von eime sunderlichen vorrate des willen gottes; damitte heisset si Endecrist henken an die boͮme. Da hangent si und | |
| ich keinen grunt; das ist: alles, das ich lide, das heisse ich nit pine, wan ich were gerne fúrbas in der | |
| cristanheit und ich danke des gotte, das ich ein cristan mensche heisse und bin ze warem cristanen geloͮben komen; und blibe ich | |
| ist bitter. So malen wir dar zů eine wurzen, die heisset: gerne liden. Die andere wurtze heisset: gedult in der pine, | |
| zů eine wurzen, die heisset: gerne liden. Die andere wurtze heisset: gedult in der pine, die ist oͮch bitter. So malen | |
| oͮch bitter. So malen wir dar zů eine wurtzen, die heisset: heligú innekeit, die machet die gedult suͤsse und alle únser | |
| vil bitter. So malen wir dar zů ein wurzen, die heisset: mit vroͤden unverdrossen. Eya lieber herre, woͤltestu mir dis trank | |
| ze únserm herren: «Herre, ich wone in eime lande, das heisset ellende, das ist disú welt; wand alles, das da inne | |
| gevroͤwen ane pine. Da inne han ich ein hus, das heisset pinenvol, das ist das hus, da min sele inne gevangen | |
| geistlich vernemen. In disem hus han ich ein bette, das heisset unrůwe, wan mir ist mit allen dingen we, die gotte | |
| zů hoͤrent. Vor dem bette habe ich einen stůl, der heisset ungemach. Das ungemach git mir vroͤmde súnde ze bekennende, der | |
| wart schuldig. Vor dem stůle han ich einen tisch, der heisset unwille, das ich geistliches lebendes under geistlichen lúten so cleine | |
| Uf dem tisch lit ein tischlachen, das ist reine, das heisset armuͤte; das hat in ime vil manige helige guͤte. Wolte | |
| ein diep#.]. Uf den tisch kumt mir ein spise, die heisset bitterkeit der súnden, dar zů sol das heissen gůtwillig arbeit. | |
| spise, die heisset bitterkeit der súnden, dar zů sol das heissen gůtwillig arbeit. Das drank heisset kume loben, wan ich leider | |
| súnden, dar zů sol das heissen gůtwillig arbeit. Das drank heisset kume loben, wan ich leider alze kleine gůter werke an | |
| meinunge ist gůt und bessor denne gůt; wand manig ding heisset gůt, das also gůt nit enist als das dine, das | |
| minnen? Wir soͤllen alles das minnen, das die helige drivaltekeit heisset. Got hat die súnde nit geschaffen, darumbe hasset er si | |
| die bi mir gat, die ist worden min genos; die heisset barmherzekeit. Alle die si sůchent und steteklich anruͤffent, die úberwindent | |
| sünde,/ die sî an ir vründe/ her begangen hât./ /Sîn hiez mir nie widersagen/ unde warp iedoch/ unde wirbet noch hiute | |
| er dô begie,/ Dô er mich trûren lâzen bat/ und hiez mich in vröiden sîn./ von sînen trehenen wart ich nat/ | |
| si sihe, mir sî von herzen wol./ /Sît si herzeliebe heizent minne,/ so enwéiz ich, wie diu liebe heizen sol./ liebe | |
| si herzeliebe heizent minne,/ so enwéiz ich, wie diu liebe heizen sol./ liebe won mir dicke in mînen sinnen./ liep haet | |
| weinet/ únde ér sîn niemen kan gesagen./ /Sît siu herzeliebe heizent minne,/ so enwéiz ich niht, wie diu liebe heizen sol./ | |
| herzeliebe heizent minne,/ so enwéiz ich niht, wie diu liebe heizen sol./ herzeliebe wont in mînem sinne./ liep hân ich gerne, | |
| daz ein sieche verboten wazzer tranc./ /Ascholoie/ diu vil guote heizet wol./ erst von Troie/ Paris, der si minnen sol./ Obe | |
| bleich und eteswenne rôt,/ alse verwet ez diu wîp./ Minne heizent ez die man/ únde mohte baz unminne sîn./ wê ime, | |
| gân,/ #s+sît#s- #s+ich#s- sô grôzer leide pflige,/ daz minne riuwe heizen mac./ waz hulfe danne mich ein strît,/ den ir mit | |
| ich, daz sî dâ hât verborgen:/ daz vil süeze wort geheizen jâ./ /Swem von guoten wîben liep geschiht,/ der hât aller | |
| ob ich kan./ sîn vil mánigiu tugent mich daz leisten hiez."/ /‘Wahtaer, du singest,/ daz mir manige vreude nimt/ unde mêret | |
| hat dise welt in driu also geteilit: [Zeichnung] Daʒ minste heiʒit Europa, Daʒ ander affrica, Daʒ dritte asya. Von dem ertriche | |
| die andern alle. der nach artent die lute, die da heiʒint colorici. die sint los, drugenhaft, zornic, gebinde unde geturstic, ruh, | |
| ein gar luter gegni an, der sibin sternen, die da heiʒint planeten. die gant anders danne ander $t sternen, daʒ man | |
| wirde, sint alle sternen, unde alle sternen an dise siben heiʒent die steten sternen oder die gesteten, wonde si gestetent sint | |
| gesteten, wonde si gestetent sint in die witen, die da heiʒit daʒ firmamentum, $t daʒ siu gelich balde gant mit dem | |
| allir mittelsten puncten, der enmitten in dem ertriche stat. der heiʒit daʒ centrum, also der puncte der enmitten in eime umbecreise | |
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