Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
heiʒen stV. (5035 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ez tet diu hûsvrouwe $s durch einen grôzen nît,/ si hiez vil übellîche $s Kriemhilde stille stân:/ »jâ sol vor küniges | |
| $s und alle Burgonden man./ Dô sprach diu küneginne: $s »heizet here gân/ den fürsten vonme Rîne. $s ich wil in | |
| $s der helt ûz Niderlant.«/ den Kriemhilde vriedel $s den hiez man bringen sâ zehant./ Dô der herre Sîfrit $s die | |
| aller valschen dinge $s wil ich dich ledic lân.«/ dô hiez man zuo dem ringe $s die stolzen Burgonden stân./ Sîfrit | |
| des antwurte Hagene: $s »ich wilz iuch hœren lân./ wir heizen boten rîten $s zuo z$’uns in daz lant/ widersagen offenlîche, | |
| daz Guntheres lant./ Die boten er dô gruozte $s und hiez si sitzen gân./ ir einer sprach dar under: $s »herre, | |
| künic begonde zürnen, $s do er diu mære bevant./ Dô hiez man die meinræten $s zen herbergen varn./ wie mohte sich | |
| und den sînen $s ze sehen ez was getân./ dô hiez er sich bereiten $s die von Niderlant./ die Sîfrides recken | |
| ein künic sô rîche $s vil harte billîchen hât./ Si hiezen herbergen $s für den grüenen walt/ gên des wildes abloufe, | |
| man des zer kuchen $s des küneges ingesinde truoc!/ Dô hiez der künic künden $s den jegern ûz erkorn,/ daz er | |
| ir man./ der ber begonde zürnen: $s der künic der hiez dô lân/ allez daz gehünde, $s daz an den seilen | |
| $s er wære ein kreftec man./ die stolzen jagetgesellen $s hiez man zen tischen gân./ ûf einen schœnen anger $s saz | |
| rât mit meine $s von den recken getân./ Diu tier hiez man ûf wägenen $s füeren in daz lant,/ diu dâ | |
| muget ir hœren sagen,/ und von eislîcher râche. $s dô hiez Hagen tragen/ Sîfrit alsô tôten $s von Nibelunge lant/ für | |
| lant/ für eine kemenâten, $s dâ man Kriemhilde vant./ Er hiez in tougenlîchen $s legen an die tür,/ daz si in | |
| gerâten Prünhilt, $s daz ez hât Hagene getân.«/ Diu vrouwe hiez sich wîsen, $s dâ si den helt vant./ si huop | |
| weinten mit den vrouwen $s der guoten burgære wîp./ Smide hiez man gâhen, $s wurken einen sarc/ von silber und von | |
| silber und von golde $s vil michel unde starc./ man hiez in vaste spengen $s mit stahel, der was guot./ dô | |
| naht was zergangen: $s man sagte, ez wolde tagen./ dô hiez diu edel vrouwe $s zuo dem münster tragen/ Sîfriden den | |
| vant der armen, $s die es niht mohten hân,/ die hiez man doch zem opfer $s mit dem golde gân/ ûz | |
| gesanc,/ mit ungefüegem leide $s vil des volkes ranc./ man hiez in ûz dem münster $s zuo dem grabe tragen./ die | |
| in ze wesen leit./ den vrouwen unt den megeden $s hiez man suochen diu kleit./ Dô der künic Sigemunt $s wolde | |
| got bevolhen varn./ man gît iu guot geleite $s (ich heiz$’ iuch wol bewarn)/ zuo Sigemundes lande. $s mîn liebez kindelîn/ | |
| trûwes niht«, sprach Hagene, $s »daz daz immer geschehe.«/ Dô hiez er Ortwînen $s hin ze hove gân/ unt den marcgrâven | |
| und ouch ein teil ir mâge. $s den schaz den hiez man dan/ tragen zuo dem sêwe $s an diu schiffelîn./ | |
| mit dem golde, $s wir soldenz in den Rîn/ allez heizen senken, $s daz ez nimmer wurde man.«/ si gie vil | |
| Gunther und Gêrnôt, $s die edeln ritter guot,/ der dritte heizet Gîselher: $s ir ietslîcher tuot,/ swaz er der besten êren | |
| $s sô rehte verre getân./ Ûzer mîner kameren $s sô heiz$’ ich dir geben,/ daz du unt dîne gesellen $s muget | |
| rossen und von kleidern $s allez daz du wil./ des heize ich iu bereiten $s zuo der botschefte vil.«/ Des antwurte | |
| zuo dem sedele, $s dâ er selbe saz./ den gesten hiez man schenken $s (vil gerne tet man daz)/ met den | |
| sô sol si krône tragen/ vor Etzelen recken, $s daz hiez ir mîn herre sagen.«/ Dô sprach der künic rîche $s | |
| sold$’ ich Etzeln versagen?«/ Die wîle man den gesten $s hiez schaffen guot gemach./ in wart dâ sô gedienet, $s daz | |
| sprach aber Hagene: $s »ez gerætet nimmer mîn lîp.«/ Man hiez nâch Gêrnôten $s und nâch Gîselheren gân,/ ob die herren | |
| oder krône solde tragen./ ez werbent ritter edele: $s daz hiez iu iuwer bruoder sagen.«/ Dô sprach diu jâmers rîche: $s | |
| ich immer unbekant.«/ Si sprach: »ir sult in morgen $s heizen her gân/ zuo mîner kemenâten. $s ich wil in hœren | |
| im grôzen dienest; $s irn kômen hôher boten nie./ Man hiez den herren sitzen $s unde sîne man./ die zwêne marcgrâven | |
| degen balt./ »Dar zuo gît iu mîn herre, $s daz heizet er iu sagen,/ ob ir geruochet krône $s bî dem | |
| guot./ Dô si zen herbergen $s alle kômen dan,/ dô hiez diu edel vrouwe $s nâch Gîselheren gân,/ und ouch nâch | |
| lant./ die vrouwen ir deheiner $s lützel vrœlîche vant./ Dô hiez man dar gewinnen $s die Etzelen man,/ die nu mit | |
| mant der mære, $s daz ich michs nimmer gescham./ Nu heizet iu bereiten $s iuwer pfertkleit!/ die Rüedegêres ræte $s iu | |
| für,/ ze drîzec tûsent marken $s oder dannoch baz./ er hiez iz nemen die geste; $s liep was Gunthere daz./ Dô | |
| solde lützel rüeren $s mîn oder der küneginne hant./ Nu heizet ez behalten, $s wand$’ ich es niht enwil./ jâ fuort$’ | |
| grôzen vreuden benomen./ Dô si in hete enpfangen, $s er hiez si ûf daz gras/ erbeizen mit den vrouwen, $s swaz | |
| maniger künde, $s die in vil vremede wâren ê./ Man hiez den vrouwen schenken, $s ez was wol mitter tac./ daz | |
| in die geste, $s die man vil gerne sach./ den hiez der wirt vil edele $s schaffen guoten gemach./ Diu Rüedegêres | |
| eine burc vil rîche, $s diu was vil wol bekant,/ geheizen Zeizenmûre: $s vrou Helche saz dâ ê/ und pflac sô | |
| Ein stat bî Tuonouwe $s lît in Ôsterlant,/ diu ist geheizen Tulne: $s dâ wart ir bekant/ vil manic site vremede, | |
| wil enpfâhen $s hie der künic hêr./ swen ich iuch heize küssen, $s daz sol sîn getân:/ jane muget ir niht | |
| sô stuont vil nâhen $s des küniges bruoder Blœdelîn./ Den hiez si küssen Rüedegêr, $s der marcgrâve rîch,/ unt den künec | |
| den künec niht wolde lâzen $s Kriemhilde heinlîche pflegen./ Dô hiez man lân belîben $s den bûhurt über al./ mit êren | |
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