d – dalmut dam – dancsagen dancwillen – dannen von dannen vür – dæren dâ(r)/ da(r) enbinnen – dâ(r)/ da(r) obe darre – dast dâte – deckeschûr deckevël – dëhsen dëhsîsen – denclîche dencliute – derpkuoche derpteic – diadrogant dîâken – diehter diehterîde – dienestbære dienestbærecheit – dienestman|erbe dienestmanguot – 2diep diep- – diernkint diernlach – dilde dille – dincphliht dincphlihte – dingelîn, dingel 1dingen – dirhalp dirre – distelîn distelsâme – diupe (?) diupguot, diubsguot (?) – dôfheit dôgen, dougen – donerec donergebirge – dorferlêhen dorfgebûwære – dorfschaft dorfsmit – dorneht dorneht – dörperdiet dörperecheit – dôʒen drabeknëht – drangen drangest – drî drîancasîne – drîgesæʒe drîgevar – dringen drî|nisse – drittelhof drittestunt – drîzëhen drîzëhenære – druc drûch – drüʒʒelstôʒ drûch stF. 1drûch stM 2drûch (?) drückære stM. drücken swV. druckunge stF. drüeselîn stN. drûhære stM. drûhe stM. drûhen swV. drum stN. drümel stN. drumen swV. drumsel stN. drumstücke stN. drumzei stN. druo stF. druos stF. druosebluome swFM. druoswurz stF. drusene stF. drüʒʒel stM. drüʒʒelbant stN. drüʒʒelslac stM. drüʒʒelstôʒ stM. du, dû – dumme dumpfe – duns dünsel – durchbittern durchbitzen – durchdœnen durchdrengen – durchgerne durchgesiht – durchgründen durchgrunthaftec – durchkifen durchkiusche – durchlësen durchlestern – durchlûʒen durchmâlen – 1durchrecken 2durchrecken – durchsaffen durchsagen – durchschrecken durchschrenzen – durchslac durchslahen – durchsprëchen durchspreiten – durchswingen durchtân – durchverwen durchvieren, durchwieren – durchvrô durchvrœnen – durchweichen durchweidec – durchziln durchzimbern – dûrliche durlinc – durstebërnde durstec – düʒʒec
|
drûch
stF.
→
truhe
stswF.
MWB 1 1384,13;
1drûch
stM
→
drûhe
MWB 1 1384,14;
2drûch (?)
Bed. unklar (Thema ist der komische Gegensatz zwischen Breite des Oberkörpers und
Schmalheit der Taille, vgl. Anm.z.St.):
er [der Mantel] ist so schentlîch gestalt: / oben
sam neyger drauch, / wâ im ruck unde bûch / in der twerpiunte sî, / des sinnes bin
ich leider frî Helbl
1,175
MWB 1 1384,15; Bearbeiter: Diehl
drückære
stM.
‘jmd., der Zwang ausübt’
wer er gesin ain trucker / siner gelider [bildl.
für Abhängige, Schutzbefohlene]
Teichn
574,30.
574,40;
dise unrehten twinger unde drücker PrBerth
1:331,35;
pressor: vehter oder drucker, scilicet pvnitor VocClos
Pr71.
–
so werdent die [
dy edlen lawt
] dann
prenner, rawber, mörder vnd armer lawt ächter vnd tzw dem jüngsten irer rechter
herren trukcher vnd verräter Schachzb
47,122
MWB 1 1384,22; Bearbeiter: Diehl
drücken
swV.
1 mit Akk., selten mit Dat. ( HvNstAp , GTroj ) 1.1
‘jmdn./etw. drücken, pressen’
1.2
‘jmdn./etw. unterdrücken, unter Druck setzen, bedrängen’
2 mit Akk. und präp. Erg. (meist zur Angabe der Richtung, überw. an )
‘jmdn./etw. irgendwohin drücken, pressen’
3 mit Refl.-Pron. 3.1
‘sich (weg-) drücken’
3.2 mit präp. Erg. oder Lokaladv. 4 intr. (vgl. 2
5 Mhd. Gr. § S 30,1)
1
mit Akk., selten mit Dat. ( HvNstAp , GTroj )
1.1
‘jmdn./etw. drücken, pressen’
alsô töunde druhte er in / daz im daz bluot zer nase
dranc Wig
5117;
si drukte im dannoch, das das plüt / in zu den oren auß
wüt HvNstAp
10084;
do ward mund rotten munde / güttlich an der selben stunde
/ getrukett inneklichen do GTroj
9127;
daz man die ölfrüht dreistunt twingt und druckt und
presst BdN
335,11;
daz sie schiere / druhten
[senkten] ir baniere / und sie begunden kêren
RvEAlex
7518;
erst wurden die ross getrukett, / mitt sporen serr
geschmukett / ze samen GTroj
1055;
dú trukendú burdi Seuse
126,11;
mit gedructen worten swinde / hôrte man si antwürte pflegen KlageC
3040;
zwuo stimme in irm [der prunksüchtigen Frau]
munde sint: / diu eine ist kleine, als ein kint / diu wort niht vol drücket
[hervorpresst, artikuliert] / und si halbiu
underzücket Renner
12291.
– mit Akk.d.S. und Dat.d.P.:
si druht’ im sîne hende, daz ûz den nageln
spranc / daz bluot NibB
675,2;
der hœhsten hant getrûwe ich wol, / daz si drucke und
ziehe mir den arm [führe die Hand]
Wh
150,15;
diu zwai geliebe ein ander zart / diu hændel dicke
dructen WhvÖst
2511.
– mit Ersparung des Obj.:
si [die Minne] derret unde brennet, / si
drücket unde bindet KvWPart
12189;
ein búrde heisset ein ding daz sere trucket oder swere
vellet Tauler
25,17
1.2
‘jmdn./etw. unterdrücken, unter Druck setzen, bedrängen’
ein künic der tet den juden übel unde wart si grœzlîchen
druckende BuchdKg
30,9;
RvEBarl
2198;
min vane sol fuͤr sich rucken, / der heiden her
so drucken / daz sie shiere ligen tot Rennew
21120;
die ubelen scult ir [als
Ritter] drucchen, die goͮten vristen
Spec
141,27;
ritter gnug die gern recht hulffen stercken und unrecht
trúcken Lanc
306,2;
dat de burgere van Kolne da ane ieman druckin ove drengin wolde
[...] mit gewelde inde zuͦnrehte
UrkCorp (WMU)
69AB,13;
daz du ritter leben
druckest [abwertest] / und knecht leben chuckest
StrKD
4,51;
dirre welte kint: / die drücket er und hœhet die / mit
rehter dêmuot wâren ie RvEBarl
13051;
[das Blei] drükt und senftigt etleich smerzen ain
weil BdN
481,12;
du vindest iemer etzwas das dich truket oder bisset in dinem hertzen
PrEngelb
195,58.
–
diu nahtigal unkäuscht etswenn mit der spirken
[Sperling] und læzt sich drucken von der
spirken BdN
221,15.
221,23
2
mit Akk. und präp. Erg. (meist zur Angabe der Richtung, überw. an)
‘jmdn./etw. irgendwohin drücken, pressen’
diu tet im umbevâhens schîn, / si druct in vaste an ir lîp
Parz
199,25;
Volmar
611;
die schoenen druhte ich her ze mir Tannh
2,61;
mische ole dar zoͮ. vnde druchez durch ein toͮc
Ipocr
16;
unt druht’ in ungefuoge zwischen die want und ein
schrîn NibB
672,4;
wan si druket ain ôr auf die erden BdN
262,22;
nu hat si mich gedruket in einen grundelosen sumpf
Mechth
6: 19,8.
–
uns drücke diu welt under sich RvEBarl
4559.
– oft in Kampfsituationen (z.T. mit Ersparung des Obj.):
dringen unde drucken / wart dâ sô grôz, / daz ein
widerstôz / in der stat wart, / [...] / zahei, wie dâ
wart gevohten! Ottok
50650;
Gracius uf in dructe / mit einir starkin sturien
Athis
A** 74;
KvWTurn
935;
mit maniger poinder / herter unde swinder / die heiden
an si dructen Ottok
50197;
di tjoste wart gedrucket dar gen dem Anschevine JTit
949,1;
do spranc der loͤwe zuo zim vf den sal. er drucket wol hundert
ritter v́ber ein ander hin zuͦ tal WolfdD
1825,4;
Suchenw
17,66.
–
‘etw. aufprägen’
swenne man iuch wîhet, sô wirt ein karacter gedrücket in iuwer sêle, dâ
man iuch iemer mêr bekennet PrBerth
1:362,8;
dâ was gedrucket in ein tuoch / daz bilde Jêsu Kristes KvWAlex
266;
der helle rigel / druhte da sin insigel / an die tür mit siner hant
Martina
221,76;
sins bildes ingesigel / got druckt in einen kloß
Mügeln
345,4.
–
‘etw. aus etw. pressen’
ole daz man drucket uon den olbern SalArz
16,13;
electuarium daz ist ein souch der wirt gedrucket uz den
wilden kumberlin ebd.
86,28.
– ein Ergebnis bezeichnend:
der wagin druckte den man ce tôde PrMd(J)
348,27;
der nem batonien, wegerich, ysenchrut aller gelich und
druche daz ze pulver BenRez
44
3
mit Refl.-Pron.
3.1
‘sich (weg-) drücken’
als er [der Reiher] des hanen wart gewar /
[...] / er begunde sich drücke Reiher
51;
swelch junger man sich drücket / und nû für Troie niht envert / der muoz
an wirde sîn verhert KvWTroj
27892;
daz wir trurig und vro / sin von natur und leben so / daz
wir uns nit gedruken / munt [können]
SHort
5345
3.2
mit präp. Erg. oder Lokaladv.:
und vloch ouh Adonẏas / hin da gotis altir was, / und
druhte sere sih daran RvEWchr
31549;
si umbeviengen sich mit armen / und dructen sich zesamme
Ottok
3383;
der heiden diet michel tropel / sich hêten zu hûfe in ein
kopel / gedruct, gedrungen herte gar Kreuzf
5749;
Minneb
137;
in di formen des ewigin lichtes sal sich druckin di edele sele
Parad
22,15;
[die Kräuter] habent wunderleicheu werch von der stern
kreften, die sich in ir form drückent BdN
379,35
4
intr. (vgl. 2
5Mhd. Gr. § S 30,1):
nu kam dort her gedruckt
[angaloppiert] / lo reys Appolonius
HvNstAp
18848
MWB 1 1384,31; Bearbeiter: Diehl
druckunge
stF.
‘Bedrückung’
lieben kinder, ich bevilhe úch
[...] under das gevengnisse des crútzes unsers herren
Jhesu Christi, das daz si in úch und usser úch, hinder úch und fúr úch, und mit
starker truckunge Tauler
396,6;
in trûrigkeit von kleiner rüerunge und druckunge Bosheit
457
MWB 1 1386,8; Bearbeiter: Diehl
drüeselîn
stN.
Dimin. zu druos, hier ‘Mandel’
glans druͦs vel tollis. glandula vel tosilla [d.i.
tonsilla
] : druselin SummHeinr
2:6,110.
2:318,136;
glandula: truͤselin VocClos
Gl14
MWB 1 1386,14; Bearbeiter: Diehl
drûhære
stM.
‘Fallensteller, Wilddieb’
sabbato omnis homo firmam pacem habebit preter [...]
illos qui sunt strikere et druhere MGHConst
2:394,34
(a. 1223);
man sal dem luzser die garn vf dem rvcke verbrennen, jtem eynem stricker den
rehten dvmen abslahen, jtem eynem druher den rehten fuͤz abslahen
UrkWürzb
39,278
(a. 1326);
WeistGr
6,396
(a. 1338)
MWB 1 1386,18; Bearbeiter: Diehl
drûhe
stM.
(auch drû, drûch; UrkCorp
dræuhe), auch stF.
‘Falle (z.T. Fallgrube), Fessel’
pedices: druhe SummHeinr
1:359,206;
mit drûhen jouch mit stricche besweich er die hasen vil
dicche Gen
1077;
Athis
D 148;
dem wolff legt man di trauch, / da vellet er in untz an den
pauch HvNstAp
12154;
diu drû den wolf versneit. / er wart bestümbelt Marner
15,137;
swer mit drævhen oder mit netzen oder mit strikchen oder mit dheiner
bereitschaft daz wilt væht tages oder nahtes UrkCorp (WMU)
475AB,34,9;
PsM
149,8.
– wohl hierher (vgl. FrlWB, S. 67):
ez went ein narre unwise, / spricht im ein wib gutliche zu, / der minnen dru,
/ der si zuhant uf siner wise gru Frl
6:9,3.
– übertr.:
daz ich niht læge in leides drû! SM:UvS
27: 5,4;
des jamers dru WhvÖst
1804;
daz der arme mensch zu ruͤ / kume uz der sunden dru TvKulm
654;
swie vil der tievel chunne, / ich wil nimmer in sinen drouch
StrKD
80,71;
in der helle druch HeslApk
13318;
Freid
36,14.
– auch ‘Not(-lage)’
Job ingrozen wirden saz / und lebete wol an alle dru / in
gemache und ouch in ru Hiob
283
MWB 1 1386,26; Bearbeiter: Diehl
drûhen
swV.
subst. ‘Fallen stellen, Wilddiebstahl begehen’ (vgl.
driuhen
):
wer belümündet wirt um luszen und druhen, als recht ist,
[...] wil sich der virantwortin, dem sol man sine
rechtin dage setzin WeistGr
6,397
(a. 1338)
MWB 1 1386,48; Bearbeiter: Diehl
drum
stN.
‘Ende, Grenze, Rand’
diu gotes genâde hât niender drum Kchr
12798;
zende an des steines drum / von karacten ein epitafum / sagt
sînen namen und sînen art Parz
470,23;
div stat heizzet Capharnaum / vnd stozzet an des meres drum
Wernh
A 1938;
in ditze lant [Palästina] / an des
gelouben drum Ottok
45781;
hin ze dem zil unt hin ze dem drume PrRoth
37;
die dâ gestriten heten hie / unz an des siges drum
[Entscheidung]
Ottok
17141.
– in Verbindungen mit anegenge u.ä., meist ‘Weltende,
Jüngstes Gericht’
von dem angenge unze an daz trum AvaLJ
207,2;
RvEBarl
7409;
untz hin an anticristum / vurbaz an der werlde drum
Daniel
6520;
diu geshuf den anevanc und daz drum Rennew
211.
– i.S.v. ‘Spitze’
des orses zoum diu linde / begriffen hete vaste, / ein drum
von einem aste Wh
69,22;
den baum betellium, / der von der wurtzel an daz drum / was
gemezzen [...] / wol zwaintzic clafter
WhvÖst
988;
sines vingers drum Daniel
4970;
ErzIII
59,50.
–
‘Endstück, Splitter’ (v.a. von Lanzen u.ä.):
Rennewart daz drum nam in die hant Wh
311,27;
dy sper sy zu prachen: / drummer flugen uber sich / als ain
stro das strewet sich HvNstAp
18879;
díu drum zuo den vrouwen in die schôze stuben Loheng
2442;
JTit
980,2.
–
‘Stück, Rest eines Tuchs’
sam tuont diu wîp: / [...] / nu sleier gel, nu
houpttuoch wîz, / nu diz drum hin, nu jenz drum her, / nu banier ûf, nu glunkeler
Renner
12601
MWB 1 1386,53; Bearbeiter: Diehl
drümel
stN.
Dimin. zu drum, (hier für die gekrausten Haarsträhnen, vgl. Heinzle,
Wh., S. 947):
[ihr Haar war] geflôrieret in mangen wîs. / mit spæhen
borten kleine, / die verwieret wâren mit gesteine, / het ieslîch triubel
[La. drümel
] sîn sunder bant, / daz man
niht ze vaste drumbe want Wh
154,17
MWB 1 1387,18; Bearbeiter: Diehl
drumen
swV.
1 intr. ‘zerbrechen’
2 tr. 2.1 überw. ‘etw. zerbrechen, zerteilen’
2.2
‘etw. zu seinem drum bringen’
2.3
‘etw. mit Stücken füllen, stopfen (?)’
1
intr. ‘zerbrechen’
vil manic swert sach man drumen / und bî in beiden bresten, / dô man die
nôtvesten / sach zuo einander springen Bit
10462
2
tr.
2.1
überw. ‘etw. zerbrechen, zerteilen’
sin schwertt die helm trunpte, / daz sy zerkluben von
siner hand GTroj
19686;
wie got an daz gerihte kumt / und elliu dinc ze nihte
drumt RvEAlex
17568;
RvEBarl
1272;
JTit
484,4.
– bildl.:
swer so drate / wolle werden vollenkumen, / der sal
gentzilich entzwei drumen / sin selbes wille, der in treit / zu eigenlicher
wisheit Vät
2860;
teilen unde drumen / in driu man iuch daz
[Brot] siht Ottok
52052;
bald aͤllú ding uz jetten / wir sont und von
dem herzen tromen [abtrennen]
SHort
3851.
– mit Refl.-Pron.:
ir milter wiplich muͦt sich drumen / liez von
dem zarten WhvÖst
18916;
und wirt dir doch der lop benant / der iemer wert und
sich niht drumet RvEWh
15183;
mit spern hurticlichen bedechet wart heid, anger, wis und brache, /
die sich in stucke drumten und ouch in sprizen cleine JTit
3941,1
2.2
‘etw. zu seinem drum bringen’
swenne aller herren herre kumet / mit zorne und er uns
eischet gelt, / so wirt daz reht vil kurz gedrumet. / daran gedenke, brœdiu welt
SM:UvS
35: 5,3
2.3
‘etw. mit Stücken füllen, stopfen (?)’
des prises ein rise und niht ein twerk, / dem alle tage volgen mite, / vil
edeler tugende niuwe, / nehein untugende an im sint, / in sich hat er gedrümt /
e(r)licher werke vollen kram Damen
6,3
MWB 1 1387,25; Bearbeiter: Diehl
drumsel
stN.
‘Endstück, Splitter’
sînen helm versneit des spers ort / durch sîn houbet wart gebort, / daz man
den trunzûn [La. daz drumzel
] drinne vant
Parz
106,17
MWB 1 1387,54; Bearbeiter: Diehl
drumstücke
stN.
‘Splitter’
durch ir helme wende / vertaten si diu sper mit ellens hende, / daz diu drum
stucke / ze schiveren slugen entwer Rab
241,1
MWB 1 1387,58; Bearbeiter: Diehl
drumzei
stN.
‘Ende, Bruchstück’
dô was ouch ir diu krucke enzwei: / sî nam daz lenger drumzei, / und
[wir] vâhten eine schanze BFrau
404
MWB 1 1387,62; Bearbeiter: Diehl
druo
stF.
→
drûhe
stM.
MWB 1 1388,1;
druos
stF.
sw. ClosChr .
1
‘(krankhafte) Schwellung, Beule’
2 Einzelnes
1
‘(krankhafte) Schwellung, Beule’
di wurzeln gesoten in wine vertribet di bosen geswer, di bosen
geswlst unde bosen druse Macer
22,6;
so daz fiuer ist uon einer heidrus oder uon einer druse vnder
den achseln. oder uon einen geswer an einer andern stat SalArz
68,27;
dy heylet alle fistulen vnde alle drose
OvBaierl
147,2;
der dirte [erg. siechtage
] sint klein
druͦsen ClosChr
117,21
2
Einzelnes:
–
‘Rachenmandel’
glans vel tollis: druͦs SummHeinr
2:6,110;
glandula: druͦs GlHvB
392,53.
–
‘Eichel’
glans fructus quercus, cibus porcorum id est eichila vel druͦs
SummHeinr
2:318,135
MWB 1 1388,2; Bearbeiter: Diehl
druosebluome
swFM.
eine Blume:
atila: druseblumen VocBV947
3:536,16
MWB 1 1388,15; Bearbeiter: Diehl
druoswurz
stF.
Name verschiedener Heilpflanzen:
1 Schwarzer Nachtschatten (solanum nigrum, vgl. Marzell 4,362ff.) 2 Knotenbraunwurz (scrophularia nodosa, vgl. Marzell 4,186ff.)
1
Schwarzer Nachtschatten (solanum nigrum, vgl. Marzell 4,362ff.):
maurela heizet druswurtz. di ist von vil kaldir nature. ir
saf in di oren gegossen vertribet den orswern Macer
56,1.
56,5;
maura: drǒswurz VocBV926
3:580,66
2
Knotenbraunwurz (scrophularia nodosa, vgl. Marzell 4,186ff.):
millemorbia: druswrz VocBV887
3:489,59;
VocBV945
3:481,56
MWB 1 1388,17; Bearbeiter: Diehl
drusene
stF.
→
trusene
MWB 1 1388,26;
drüʒʒel
stM.
auch stN. ( Pilgerf ).
‘Kehle, Schlund, Hals’ (von Mensch und Tier, vgl.
droʒʒe):
daz fleuma sich gesament hat in dem druzzel
SalArz
100,1;
der rätich [...] ist dem haupt
schad und den zenden und dem drüzzel und den augen BdN
418,36;
als ein nuwer boͤde der hait das druͤssel / und
hat balde gesaget und ertzelet / was das hertze hat ußerwelt Pilgerf
10569;
ab durch den druzzel get ein suze spruch Brun
3192;
swer mich unêret, / [...], / dem
heiz ich den drüzzel / slahen von dem lîb sîn EnikWchr
23582;
Walth
103,34.
–
‘Nasen-, Mundraum’ (vgl. nasedrüʒʒel):
sluͦch er den chunich nider unz oͮf die zende / durch daz hirn
nidere und durch den druzel dan Rab
436,2.
–
da brach der megede sluzzel / dem tuvele sinen druzzel, / mit
dem her die sele swalk / in sinen vurigen balk HeslApk
7636
MWB 1 1388,27; Bearbeiter: Diehl
drüʒʒelbant
stN.
‘Halsband’
ein drüzzelbant von einem swîn an sînen hals er legen sol Kolm(B)
120,24
(1KonrW/7/510b)
MWB 1 1388,44; Bearbeiter: Diehl
drüʒʒelslac
stM.
‘Schlag aufs Maul’
wil er es niht gerâten, einen drüzzelslac muoz er hân RosengD
124,2
MWB 1 1388,47; Bearbeiter: Diehl
drüʒʒelstôʒ
stM.
‘Schlag aufs Maul’
wes sich der tôre güffe, / vor im genæse niemen, würd joch im ein drüzzelstôz
Neidh
WL 11:5,9
MWB 1 1388,50; Bearbeiter: Diehl |