d – dalmut dam – dancsagen dancwillen – dannen von dannen vür – dæren dâ(r)/ da(r) enbinnen – dâ(r)/ da(r) obe darre – dast dâte – deckeschûr deckevël – dëhsen dëhsîsen – denclîche dencliute – derpkuoche derpteic – diadrogant dîâken – diehter diehterîde – dienestbære dienestbærecheit – dienestman|erbe dienestmanguot – 2diep diep- – diernkint diernlach – dilde dille – dincphliht dincphlihte – dingelîn, dingel 1dingen – dirhalp dirre – distelîn distelsâme – diupe (?) diupguot, diubsguot (?) – dôfheit dôgen, dougen – donerec donergebirge – dorferlêhen dorfgebûwære – dorfschaft dorfsmit – dorneht dorneht – dörperdiet dörperecheit – dôʒen drabeknëht – drangen drangest – drî drîancasîne – drîgesæʒe drîgevar – dringen drî|nisse – drittelhof drittestunt – drîzëhen drîzëhenære – druc drûch – drüʒʒelstôʒ du, dû – dumme dumpfe – duns dünsel – durchbittern durchbitzen – durchdœnen durchdrengen – durchgerne durchgesiht – durchgründen durchgrunthaftec – durchkifen durchkiusche – durchlësen durchlestern – durchlûʒen durchmâlen – 1durchrecken 2durchrecken – durchsaffen durchsagen – durchschrecken durchschrenzen – durchslac durchslahen – durchsprëchen durchspreiten – durchswingen durchtân – durchverwen durchvieren, durchwieren – durchvrô durchvrœnen – durchweichen durchweidec – durchziln durchzimbern – dûrliche durlinc – durstebërnde durstec – düʒʒec
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dewëder
Pron., Adv.
1
‘einer von zweien’
2
‘beide von zweien’
2.1
‘jeder’
2.2
‘keiner’ (zur Frage der Negation vgl.
2
5 Mhd. Gr. § S 126) 2.2.1 mit Negation 2.2.2 ohne Negation 3 in Korrelation zu alde , oder , noch ; die
aufeinander bezogenen Glieder können in disjunktivem oder adjunktivem Verhältnis
zueinander stehen 3.1
‘entweder ... oder’
3.2
‘weder ... noch’
1
‘einer von zweien’
ist unser dweder ein Anschevîn, / daz sol ich von arde sîn Parz
746,11;
were aber daz, daz vnser deweders daz bræche, ich Walther oder ich Hemma
UrkCorp (WMU)
260,15
u.ö.
2
‘beide von zweien’
2.1
‘jeder’
ir deweder sach den andern an, / er daz wip, sie den man
Herb
2521;
dô wart ein minne gerndez wehen, / des ie dewederz wol enphant
HeidinII
1493
2.2
‘keiner’ (zur Frage der Negation vgl.
2
5Mhd. Gr. § S 126)
2.2.1
mit Negation:
si lie si ligen sunder durch ir ungemach, / daz ir
sît dewedere den andern nie gesach NibB
2366,2;
iz inmac abir diwedir an din andirin getu
Mühlh
144,3;
nûne wirt ir deweders rât Iw
3010
2.2.2
ohne Negation:
ein dinc ich iu wol sage, / daz ir deweder was ein
zage Iw
1046.
4164;
ir itweder fur sine fart. / ir der weder gewar wart,
/ wer der ander were Herb
2412;
iu enwirt mêr niht geseit / von ir dewederem ein wort
UvZLanz
3675
3
in Korrelation zu alde, oder, noch; die
aufeinander bezogenen Glieder können in disjunktivem oder adjunktivem Verhältnis
zueinander stehen
3.1
‘entweder ... oder’
deweder mâc alde man, / dem lôn ich sô ich beste kan
UvZLanz
2287;
swaz man von spæhen mæren sol / deweder singen oder sagen
ebd.
3449;
daz dû niht weist, wie ez sol gân / deweder nâch oder vor
RvEBarl
12853
3.2
‘weder ... noch’
íetemer múgin dih geírren devuéder pagani. óder mali
christiani Will
27,4;
deweder nach noch e / quam ir zv samne nie me
Herb
3419;
daz deweder sin noch muot / noch weltlich rât noch wîp
noch man / der welte geebenmâzen kan RvEBarl
6094;
Iw
6880
MWB 1 1264,40; Bearbeiter: Diehl
dewëderhalp
Adv.
auch dewederthalp.
1
‘auf einer von beiden Seiten’
2
‘auf keiner von beiden Seiten’ (vgl.
dewëder
2.2 )
1
‘auf einer von beiden Seiten’
swa man dewederthalb sach komen / des ainen lút ins andern
lant RvEWh
276;
nune wart der strît niht mêre / dewederhalp gelenget StrKarl
6355;
UrkCorp (WMU)
1447,40
2
‘auf keiner von beiden Seiten’ (vgl.
dewëder
2.2):
zeiner âmîen / sult ir si hân [...] / zeim hêrren und
zeim âmîs / sol si iuch immer gerne hân. / ine wils iuch dwederhalb erlân
Parz
396,18;
der bâbest sich niht kêren / twederthalben wolde Ottok
5423;
daz [...] man [...] dekeine
pfendunge noch bekumberunge dewederthalb gegeneinander tvͦn sol
UrkCorp (WMU)
N126,32
MWB 1 1265,9; Bearbeiter: Diehl
dewëderunt
Adv.
‘auf der einen oder anderen Seite, beiderseits’
swas dewedrunt vnz her beschehen ist an disen tag, des sin wir nút ein andren
gebunden UrkCorp (WMU)
1477,7,21
MWB 1 1265,22; Bearbeiter: Diehl
dewëlch
Pron.
‘welch’
in dewelher wîse dû in verlogen hâst, in der selben wîse soltû in entreden
wider allen den dû in verlogen hâst PrBerth
1:284,28
MWB 1 1265,26; Bearbeiter: Diehl
dia-
Präf.
zur Bildung von Subst.
‘Dia-Mittel’, lat. Präfix (nach der griech. Präp.
διά^
‘aus, mit’ zur Bildung von Bezeichnungen für Arzneimittel, die
nach ihrem Hauptinhaltsstoff benannt sind (vgl. LexMA 3,968), z.B.:
diapapaveron, daz ist ain electuari gemacht auz mâgensâmen
und auz lakritzenzahersaf BdN
414,15;
diacinciber ebd.
425,34;
zu zwen aloez tu ein dyagridii Macer
88,15;
dyaltea BdN
5,30;
dyamargariton ist ein electuarium di ist gut fur des herzen
krancheit SalArz
105,43;
BdN
429,36;
sein saf haizt dyameron ebd.
330,18;
diapopylion ebd.
340,6;
diasandali ebd.
376,14;
dyagardian HvNstAp
2717
MWB 1 1265,30; Bearbeiter: Diehl
diabetes
Subst.
‘Harnruhr (Diabetes)’
[ein] sichtum der heizet dyabetes. daz ist so der harn
unuerdewet uz get SalArz
111,49
MWB 1 1265,43; Bearbeiter: Diehl
diacoda, diacodus
Subst.
ein Edelstein (evtl. entstanden aus verschriebenem diadochus; vgl.
Rosenqvist 1,98):
dîacodâ ist ouch ein / harte wunderlîcher stein. / des varwe
ist getân alsus: / vil nâch als der berillus Volmar
675;
dyacodus HvNstAp
18154
MWB 1 1265,46; Bearbeiter: Diehl
diadêm
Subst.
‘Diadem, Kronband’ meist als Herrschaftszeichen in Verbindung
mit dem Zepter:
der zepter und der diadem / die zierent dich KvWGS
516;
KvWTroj
24917;
daz keiserliche dyadema LAntichr
167;
der zepter und diu diadêm / ist dir geben dâ ze lône MarlbOmd
408
MWB 1 1265,52; Bearbeiter: Diehl
diadochus
swM.
ein Edelstein (vgl. diacodus):
sîn spanbette was noch paz / gehêrt mit edelen steinen, /
[...] / melochîtes unt dîadochîs Parz
791,28;
von dem dyadochen. dyadochos ist ain stain,
[...] der [...] geleicht ainem
berillen BdN
444,24
MWB 1 1265,58; Bearbeiter: Diehl
diadrogant
stM.
ein Baumharz:
von dem diadragant. diadragantum ist kalt und fäuht,
[...], und ist ain harz oder ain zaher, der fleuzt auz
ainem paum gegen der sunnen aufganch BdN
366,21
u.ö.
MWB 1 1265,63; Bearbeiter: Diehl
dîâken
stM.
‘Diakon’ (vgl. LexMA 3,940ff.)
1 meist Geistlicher mit dem letzten Weihegrad unterhalb der Priesterwürde 2 historisierend, auf frühchristliche Gemeindeverhältnisse oder den alttest. Leviten bezogen
1
meist Geistlicher mit dem letzten Weihegrad unterhalb der Priesterwürde:
der dyacon bezeichent iemer den prediger Lucid
93,5;
alle die priesterlîche wîhe enpfangen hânt unde diakene unde subdiakene: mit
den mac niemer deheine frouwe dekeine ê gehaben PrBerth
1:315,35;
alle phaffen die man in lithusern vindet, ez sin briester,
dyaken, subdyaken oder acoliti StRAugsb
119,5.
– lat. flektiert:
darnach liset der dyaconus daz ewangelium
Lucid
96,13
u.ö.
2
historisierend, auf frühchristliche Gemeindeverhältnisse oder den alttest. Leviten
bezogen:
do sante mit den meren / sinen dyaken bischof Nonnus Vät
29991;
der levita, den wir heizin ein diaconum PrLpz
124,31
MWB 1 1266,3; Bearbeiter: Diehl
dialectike
F.
‘Dialektik’ (als Kunst des Disputierens und der logischen
Schlüsse Bestandteil des Triviums im System der artes liberales, vgl. LexMA
3,944ff.):
alle sprâche si wol sprach, / latîn, heidensch, franzoys. / si was der witze
kurtoys, / dîaletike und jêometrî Parz
312,23;
alle die och hant vernunst / von dyaletica der werden kvnst Martina
245,106;
Dyaletica / (sie heißet auch Loyca) HvNstGZ
811;
Krone
10811.
– allgem. ‘philosophisches Verfahren’
swaz Plato gescriben hat, / sine kvnst vnde sine list, / die
zv Paris genge ist / me denne anderswa: / daz ist dialetica Herb
10674
MWB 1 1266,18; Bearbeiter: Diehl
diamant
stM.
sw.
Minneb
179;
auch diemant (
Walth
80,35 ).
‘Diamant’, wertvoller, v.a. für seine Härte bekannter Stein
(vgl. LexMA 3,967 und Engelen, Edelsteine, S. 297-310; s.a.
adamas):
ein stein heizet dîamant, / der ist niht vil liuten bekant. /
er ist lûter unde klâr / [...] / und sage iu daz wærlîch /
daz der stein ist alsô hart / daz nie sô hartes niht enwart Volmar
289;
harter dann eine want / und harter dan ein dyamant Pilgerf
5585;
Minneb
266;
guͦt gesteine, / smaragden, jachande, / robine unde diamande
Elis
518.
– übertr. in Vergleichen zum Ausdruck der Beständigkeit:
auch muͦz er ane schant / gelich dem dyamant / sin an rehter
kuͤschekait WhvÖst
4090;
Sisenes, der triuwe ein diamant, / an dem man nie untriuwe vant
UvEtzAlex
6719
MWB 1 1266,31; Bearbeiter: Diehl
diametrum
Subst.
‘Durchmesser’
in der krum / di man nennet djametrum JvFrst
9852
MWB 1 1266,47; Bearbeiter: Diehl
diapason
Subst.
‘Oktave’ (vgl. LmL 1,826ff.):
uß der octaven wie zutal / die wise louft diapason, / das
leret gar uns musica die frie Mügeln
286,8;
MügelnKranz
442
MWB 1 1266,49; Bearbeiter: Diehl
diapente
Subst.
‘Quinte’ (vgl. LmL 1,856ff. und 866ff.):
wie diapente sal / han uß der quinten iren fal, /
[...], / das leret gar uns musica die frie
Mügeln
286,5;
MügelnKranz
443
MWB 1 1266,53; Bearbeiter: Diehl
diaphan
Adj.
‘durchscheinend’
wa sich duͤ sunn der welt ker / durchluͤchtiklich ist si dyaphan
/ luter clar ir corper gran / ganzes liechtez ist si vol MinneR 276
259
MWB 1 1266,57; Bearbeiter: Diehl
diasper
M.
‘Diasper’, Bezeichnung für eine Art Seidenstoff (vgl. LexMA
3,971):
sine cleider waren wijsz ─ / dar an lag michel flijsz ─, / von einem dyasper
gesnitten Krone
29217.
14764.
514;
cyclât unde cornît / dîasper und samît Eilh(L)
2080
MWB 1 1266,61; Bearbeiter: Diehl
diatesseron
Subst.
‘Quarte’ (vgl. LmL 1,861ff. und 916ff.):
wie uß der quart sich lösen wil / die wise diatesseron, /
[...], / das leret gar uns musica die frie
Mügeln
286,4;
MügelnKranz
446
MWB 1 1267,1; Bearbeiter: Diehl
dicke
Adj., Adv.
1
‘dicht, massig’
2
‘dick’ (im Hinblick auf Breite, Umfang, Durchmesser) 3 Adv., meist steigernd im Hinblick auf Häufigkeit und Intensität ‘sehr,
besonders, oft’
1
‘dicht, massig’
so den himil habent bezogen / dei tunchelen jouch dei dichen
regen wolchen Himmelr
4,29;
daz der luft da neblik ist und dikke oder gar tunkel
KvMSph
51,3;
daz der dunst dicker ist und zæher an im selber
BdN
89,2.
81,22.
–
anabula ist ein krut. vnde hat einen langen stengel. vnde
einen dicken wipfel uon bletern SalArz
87,25;
umb dem waßer was ein hag gewahsen sere dick von
starcken baumen Lanc
374,33
u.ö.;
er brach nit anders durch die shar / wan als ein hirz durch dickes holtz
Rennew
23485.
–
der tzvn dovcht in ze
dicke [undurchlässig] vnd ze hoch
ReinFu
K,47.
–
in ist daz hare zu rehte, / genuck dicke, velwelehte
Physiogn
48;
ir berte wâren wol gestalt, / lanc, dic, ze mâze breit
Wig
7094;
Herb
17927;
VAlex
129.
–
si [die sündigen Engel] vielen
eben alle / dri tage volle / so diche, so der regen tuot Hochz
1012;
phîle vil dickir dan ein hagil / schuzzin schutzin im
ingegin Athis
E 146;
Herb
4231;
Lanc
66,14.
–
‘zähflüssig’
das das waßer alles dick wart vor blut
Lanc
460,5;
hechede oder bersige geworfen in eine dicken mandelmilch,
wol gemenget mit rys mele BvgSp
56;
daz schol man dann sô lang sieden mit enander, unz ez
sich verb und dick werd BdN
344,30;
SalArz
37,9.
– subst.:
daz dicke von der mandel milich BvgSp
13;
SalArz
1,41.
–
‘gedrängt’
Turpin unt di sine / di huben sich mit nide / an di uil
dicken scâr Rol
4423.
4527;
Roth
2737;
breit lanc und dicke / kom diu schar Wh
393,26;
dâ mite liezens strîchen dar / ûf die dickesten schar, /
dâ man die meisten herte vant UvZLanz
3286;
gein dem strit da sie yn allerdickst sahen und da der
sahsen allermeist zu hufen waren Lanc
473,34
u.ö.
–
‘eng, dicht’
von diu sol der man unde daz wip / sin als ein
lip [Mt 19,5f.] . / wande die diche samet stant /
unde sizzent unde gant, / zwei samet enbette gant VRechte
359;
hierher oder zu 3 (?):
er îlte zuo dem hailigen man, / er viel im diche an die
vuoze Kchr
10353
2
‘dick’ (im Hinblick auf Breite, Umfang, Durchmesser):
er stach Marcellen, / [...], / durch
ainen schilt dicken / den spiz unz an daz mittel Rol
4325;
von der trüchen wirt ein igelich dinch smal oder dunne, von der
fiuhte wirt ein igelich dinch dicke Barth
128,2;
die wange niht zu dicke, / wolgetan hat gut geschicke
Physiogn
213;
man saget, daz Eneas / ein kvrtzer dicke man was
Herb
3210.
– mit Gen.:
der schilt was under buckeln,
[...], / wol drîer spannen dicke
NibB
437,2;
eyne iunge buche, di do si eynis beynis dicke
Pelzb
121,30;
der was wol vier fúß breit und zweyer dick
Lanc
615,17
3
Adv., meist steigernd im Hinblick auf Häufigkeit und Intensität ‘sehr,
besonders, oft’
er chuste in vil dicche und sûfte ob ime ofte
Gen
2536;
ir sult dicher ze chirken gen Spec
45,24;
in dînero prędicatione gehúge áller díkkost mîn
Will
43,9;
swer unrehte mizzet, der sol geben 30
[Pfennig] , als dicke er daz tuͤt
WüP
19,3;
UrkCorp (WMU)
N332,18.
383,19;
wil er ez vlîziclîchen üeben und dicke Eckh
5: 208,3;
ofte und dicke Iw
3796;
dicke und ze manegem mâle Tr
11517;
das dich got minne sere, dik und lange Mechth
1: Reg. 26;
sî müet, ist er ir ze dicke bî Iw
2872;
Eracl
2314;
dick schöner sun Dorin, vil liebes kint, ußermaßen schoner
ritter Lanc
61,28.
– phras.:
daz dikk genant holtz UrkCorp (WMU)
3070,4;
dem dikke unde dikke gesprochenen goteshuse ze Bregenz ebd.
2279,38.
–
man sagt dick me ubels von einem menschen dann an im sy
Lanc
98,17
MWB 1 1267,5; Bearbeiter: Diehl
dicke
F.
stN. WhvÖst
4760.
1
‘Dichte’
2
‘Dicke, Breite’
1
‘Dichte’
der wolken dicke Vät
15352;
die von der dicke [der Finsternis] irstichten
RvEWchr
10385;
Wh
40,14;
des harnes substantia ist sin dicke vnde sin dunne
SalArz
110,37.
–
‘Dickicht’
doch wil ich bî dem holze gên: / ob er mich lîhte wil bestên, / sô vliuhe
ich snelle an die dicke: / ich vürht vil harte sîne blicke WälGa
13317;
swâ ein birsær mûzet / bî wilde in einer dicke Hadam
543,2;
Wh
88,28;
die uͤbeln vraidigære / heten die magt wunnenclich
/ von den strazen in ein tich / gefuͤrt WhvÖst
4560.
–
‘dichte Schar, Gedränge’, meist
‘Schlachtgetümmel’
Jacob unde sine sun [...] / die chomen in einer
diche GenM
102,29;
Salustîn der vuorte / den uanin vnd ruorte / manlichin in
die dickin / daz ime moht ir stickin / sin ors uon gedrange Athis
E 83;
si cherten an die dicke, / si ualten in ainem blicke /
mer denne sechs tusent mán Rol
4283;
Roth
2743
u.ö.;
Loheng
3187
u.ö.;
Ottok
7185;
er brach si von ein ander, die dicke macht er dunne JTit
4256,1;
WhvÖst
4760
2
‘Dicke, Breite’
sie heitten de hein vnderscheit, /
[...], / weder an dicke noch an lenge
Herb
2921;
deu diken dez ertreichs hat sehs tausent und vier hundert und
neunzig meil KvMSph
19,6;
daz wir [...] ain mawr machen wellen
[...] in der hoehe vnd in der dike als vns die
beschaiden liͤvte [...] beweisent
UrkCorp (WMU)
3056,45;
Lanc
80,30
MWB 1 1268,12; Bearbeiter: Diehl
dickeleht
Adj.
‘dicklich, voll’
sin lefczen warent dikelecht, / nút dúnne, gar zemaͮsse recht
WernhMl
5883
MWB 1 1268,40; Bearbeiter: Diehl
dicken
swV.
1 intr. ‘dick werden, sich verdichten’
2 tr. ‘dick machen, verdichten’
1
intr. ‘dick werden, sich verdichten’
daz wazzer begunde / dicken von des nebels kraft
Wig
6871.
–
sin hals, houbt wol gedicket [zu rechtem
Umfang ausgebildet?] / und ist ouch scharfes sinnes fri
Mügeln
303,11.
– refl.:
daz sich der dunst dicket und in wolken verkêrt
BdN
96,30
2
tr. ‘dick machen, verdichten’
dâ wirt der dunst dann aber gedicket an im selber von der
sänften kelten BdN
87,29
MWB 1 1268,43; Bearbeiter: Diehl
dictam
M.
→
diptam
MWB 1 1268,52;
dieb-
→
diub─
MWB 1 1268,53; |