d – dalmut dam – dancsagen dancwillen – dannen von dannen vür – dæren dâ(r)/ da(r) enbinnen – dâ(r)/ da(r) obe darre – dast dâte – deckeschûr deckevël – dëhsen dëhsîsen – denclîche dencliute – derpkuoche derpteic – diadrogant dîâken – diehter diehterîde – dienestbære dienestbærecheit – dienestman|erbe dienestmanguot – 2diep diep- – diernkint diernlach – dilde dille – dincphliht dincphlihte – dingelîn, dingel 1dingen – dirhalp dirre – distelîn distelsâme – diupe (?) diupguot, diubsguot (?) – dôfheit dôgen, dougen – donerec donergebirge – dorferlêhen dorfgebûwære – dorfschaft dorfsmit – dorneht dorneht – dörperdiet dörperecheit – dôʒen drabeknëht – drangen drangest – drî drîancasîne – drîgesæʒe drîgevar – dringen drî|nisse – drittelhof drittestunt – drîzëhen drîzëhenære – druc drûch – drüʒʒelstôʒ du, dû – dumme dumpfe – duns dünsel – durchbittern durchbitzen – durchdœnen durchdrengen – durchgerne durchgesiht – durchgründen durchgrunthaftec – durchkifen durchkiusche – durchlësen durchlestern – durchlûʒen durchmâlen – 1durchrecken 2durchrecken – durchsaffen durchsagen – durchschrecken durchschrenzen – durchslac durchslahen – durchsprëchen durchspreiten – durchswingen durchtân – durchverwen durchvieren, durchwieren – durchvrô durchvrœnen – durchweichen durchweidec – durchziln durchzimbern – dûrliche durlinc – durstebërnde durstec – düʒʒec
|
diutschen
swV.
1
‘etw. verständlich machen, auslegen’
2
‘etw. ins Deutsche übertragen, verdeutschen’
1
‘etw. verständlich machen, auslegen’
diz wort wil ich diutschen, daz sant Paulus sprach Eckh
1:196,4
2
‘etw. ins Deutsche übertragen, verdeutschen’
diz buͦch heizet Lucidarius. / daz wirt getútzet alsus: /
daz ist ein lúthere Lucid
1,2;
franzeis ich niht vernemen kan, / daz tiutschet mir sîn künstic munt
KvWPart
213;
WhvÖst
19568
MWB 1 1332,1; Bearbeiter: Schnell
diutschlîchen
Adv.
‘auf deutsche Weise, nach Art der Deutschen’
ich wil durch kurze wîle, / [...] / ein âbentmærlîn
welzen, / unt tiutschlîchen velzen / dise rîmes ende Häslein
8
MWB 1 1332,9; Bearbeiter: Schnell
diutschman
stM.
‘Deutscher’
wer niht betwungen welle sîn, / der var abe und ziehe hin, /
er sî walh oder burgundois, / dûtschman oder franzois Kreuzf
4724
MWB 1 1332,13; Bearbeiter: Schnell
diutunge
stF.
1
‘Auslegung’
2
‘Bedeutung’
1
‘Auslegung’
di bvch [Altes und Neues Testament] werden geleisen
[...] ovh ir divtvnge BrHoh
9;
des troumes dutunge / sagete ir alsus ein wiser man Pass III
395,56.
38,83;
vernemet ein dutunge / mit glosen uzlegunge! / nu sul wir
abir verstan / disse rede Daniel
3909;
vil richú kleinoͤde gemeit / gehiezins ir bi grozer dro / das si in
irfuͤre do / der reteschen tútunge [die Auflösung des
Rätsels]
RvEWchr
20638.
33220;
PassI/II
296,68;
JvFrst
8750.
–
do was ein dutunge [Offenbarung] / an sime
brote irzeiget Vät
4726
2
‘Bedeutung’
wan ‘parce’ sprichet durch, / ‘val’ ein tal oder ein
furch. / also hat in vnser zvnge / sein nam [Parzival]
diu deutvnge Krone
6393;
do sprach er [der Apostel]
[...] / in ebreischer zunge / daz siner dutunge / die
anderen kunden nicht verstan Pass I/II
259,34.
MWB 1 1332,17; Bearbeiter: Schnell
diuwe
stF.
→
diu
stF.
MWB 1 1332,34;
dô
Adv., Konj.
auch duo. Seit dem 13. Jh. Vermischung mit lokalem dâ/ dâr ( →
dâr
; vgl. 2
5Mhd. Gr. § S 173.1 mit
Lit.).
1 Adv. 1.1 temporal 1.1.1 einen meist in der Vergangenheit liegenden Zeitpunkt bezeichnend
‘da, damals, zu diesem Zeitpunkt’
1.1.2 semantisch abgeschwächt, den bloßen Fortgang eines Berichts andeutend
‘da, dann, darauf’
1.2 mit schwach adversativer Bedeutung ‘dennoch, aber’
1.3 korrelatives Adv., in der Wendung wand(e) ... dô (vgl.
2
5 Mhd. Gr. § 176.3) 1.4 in der Frage wie dô?
‘wie nun?’
1.5 lokal ‘da, dort’ (siehe unter dâr ) 1.6 zur Partikel abgeschwächt nach Rel.-Pron. (vgl. 2
5 Mhd.
Gr. § S 121, weitere Belege siehe unter dâr ) 2 unterordnende Konj. 2.1 temporal, gleichzeitig ‘als’
2.2 temporal, vorzeitig ‘nachdem’
2.3 temporal, häufig in korrelativer Konstr. dô ... dô
‘als ... da’
2.4 relativisch/ lokal ‘wo’ (vgl. dâr )
1
Adv.
1.1
temporal
1.1.1
einen meist in der Vergangenheit liegenden Zeitpunkt bezeichnend
‘da, damals, zu diesem Zeitpunkt’
– am Satzanfang:
an deme anderen tage / do gi dev chuneginne ze
bade VMos
32,16;
do sprach die maget here Martina
186,13;
do stunden mir min cleider uz der mazen wol Frl
1:14,5;
als sie lang großen jamer gemacht hett, da gedacht
ir wie ir kint was bliben ligen vor der pferd fuß Lanc
14,7;
Iw
11.
– in der Satzmitte:
beide do vnde sint Herb
10102;
die do an in gelaubten und die nu an in gelaubent
PrOberalt
92,11;
der kuninc do nicht ne sprach Roth
2731.
– am Satzende:
Achilles ermannete du; / vil menliche er sprach,
/ daz im zv sprechene geschach Herb
11486;
ôwê daz er niht vrâgte dô! Parz
240,3;
Parzivâl si werte dô ebd.
309,2;
Rother swigete do Roth
5146;
waz tet er do? Spec
62,19;
lip, wa was ich do? Frl
14:28,5;
Rol
3709
1.1.2
semantisch abgeschwächt, den bloßen Fortgang eines Berichts andeutend
‘da, dann, darauf’
unde alsô daz was gendet, / dô wart ein bote gesendet
VAlex
442.
136;
dvͦ hiez her sinen capelan / sente Petirs
bielede vnde sente Paulses dar uor tragen TrSilv
229;
duo sprach Joseph zuo sînem vater Jacob
Gen
2540;
dâ geschieth sich daz volcwîc VAlex
1528;
als der wissage da sprach PrBerthKl
7,57;
da wart michil woͮffin, / weinin unde
ruͦfin Rol
1542;
dâ vlôch man unde wîp [vor dem
Löwen] / durch behalten den lîp Iw
7735;
VEzzo
186;
RvEAlex
11267
1.2
mit schwach adversativer Bedeutung ‘dennoch, aber’
zdem herzogen wold er gên, / ob er ez möht understên; /
dô wold er in niht sehen Ottok
31632;
Dancwart der was marscalch, dô was der neve sîn / truhsæze
des küneges NibB
11,1.
2124,3;
als er dô sluoc, / es wær ze dem tôde genuoc: / dô truoc
in daz ors dan / unz daz er daz swert gewan. / sâ kêrter wider ûf in
Iw
5039;
ich soltz iu ê hân gesagt. / dô was mîn bezzer sin
verzagt Parz
343,12;
Wig
1989
1.3
korrelatives Adv., in der Wendung wand(e) ... dô (vgl.
2
5Mhd. Gr. § 176.3):
wand sî mir dô tâten / michel unreht
[...], / dô wart mîn leit vil manecvalt
Iw
4136;
wandez an in was verlân, / sô wart [La. do
was
] ez wol verendet ebd.
7719
1.4
in der Frage wie dô?
‘wie nun?’
wie dô? wie ist mir sus geschehen? Tr
5227;
wie dô? sprach Môrolt wiltû jehen? ebd.
6931;
wie dô, wie dô? sprach Tristan ebd.
7065
1.5
lokal ‘da, dort’ (siehe unter dâr):
stant v̈f, Ioseph, [...] vnd
fliuch in Egyptum vnd wiz [sei] do vnz der vnselig
Herodes sterbe Konr
4,15;
Parz
237,13
1.6
zur Partikel abgeschwächt nach Rel.-Pron. (vgl. 2
5Mhd.
Gr. § S 121, weitere Belege siehe unter dâr):
dar nach ein hunt erbal, / daz alle liute, die do lebten,
horten sinen schal Tannh
16,10;
Wig
155
2
unterordnende Konj.
2.1
temporal, gleichzeitig ‘als’
dô in der rise komen sach, / daz was sîn spot
Iw
4991;
dô diu marcgrâvinne die botschaft vernam, / ein teil was
ir leide NibB
1161,1;
dô si der meister ane sach, / in sînem herzen er des jach AHeinr
1197;
RvEAlex
1105;
Er
5956;
RheinauGeb
34;
UrkEnns
6,252
(a. 1337).
– rechtsspr. häufig in der Datierungsformel:
jn dem jare, do von vnsers herren gebúrte zewelf hundert jare vnd triv
vnd ahtzich warent UrkCorp (WMU)
584,21;
an sant Vrbans tag, do jndictio wc dv̂ vierde ebd.
1422,43;
MfrkReimb
485
2.2
temporal, vorzeitig ‘nachdem’
dô Alexander gelas, / daz an den brieb gescriben was, /
[...] / den mâhen er frôlîche entfienc
SAlex
2063;
owe, bitterliche tot, / daz du an mich nicht ne queme, /
do du Bonifaiten neme, / den tuweren unde den guten, / den senften
GrRud
Kb 63;
friunt, wie pistu da her in chomen, do du des gewandes niene hetest, daz
miner prutlouft gezame? Konr(Sch)
163,24
2.3
temporal, häufig in korrelativer Konstr. dô ... dô
‘als ... da’
do menniske in êren was done chund er daz uernemen. do do
wart er tumben fihen gebinmazzet. unde wart in gelich getan JPhys
5,22;
do do div frove gesach / daz ez ein so schone kint was /
do hiz si ilen gengen VMos
32,18;
dô disiu rede was getân, / dô sprach aber der guote man
Parz
457,2;
dô si zem hove wâren komen, /
[...] / dô mohte man schouwen ûf der plân / vil
manic hêrlîch gezelt Wig
9254;
wan dô unser herre den fride gebôt, dô gebôt er den reinen fride
PrBerth
2:127,4;
dâ si sich verslouf in mîn herze alsô, / dâ möhte ez vor
nôt sîn zerspannen SM:UvB
5: 2,7;
da Aramunt sah das im Claudas wiedersaget syner herschafft
mit der romer gewalt, da bestund er yn mit urlage Lanc
1,23;
Iw
383.
–
dô ... nû:
dô sî in ligen sach als ê, / nûne twelte sî niht mê
Iw
3467;
dô diu juncvrouwe gereit, / nû was dem künege starke
leit / hern ebd.
3239
u.ö.
2.4
relativisch/ lokal ‘wo’ (vgl. dâr):
daz [...] die nehsten, die da bi gesezzen sin, do
der bruch geshehen ist, den lantfriden beschirmen UrkCorp (WMU)
879W,31
MWB 1 1332,35; Bearbeiter: Schnell
doben
Adv.
→ dar obene
MWB 1 1334,7;
doch
Konj., Adv., Partikel
1 Konj. (meist satzeinleitend) 1.1 konzessiv ‘obwohl, obgleich, wiewohl’ (zunächst mit
Konjunktiv, später auch mit Indikativ; seit dem späten 13. Jh. durch
swie ersetzt, vgl. 2
5 Mhd. Gr. § S 175.1) 1.2 adversativ bzw. restriktiv ‘aber’
1.2.1 als Gegensatz zum zuvor Gesagtem 1.2.2 als Einschränkung gegenüber zuvor Gesagtem 2 Adv. (meist satzeinleitend, nicht immer von der adversativen oder restriktiven
Konj. zu unterscheiden) 2.1 konzessiv ‘dennoch, trotzdem’
2.2 adversativ bzw. restriktiv 2.2.1 als Gegensatz gegenüber zuvor Gesagtem ‘hingegen,
jedoch’
2.2.2 als Einschränkung gegenüber zuvor Gesagtem ‘allerdings, nur,
wenigstens’
3 Partikel ‘doch’
3.1 Abtönungspartikel (vgl. Hentschel, Partikeln, S. 110-115; Eroms,
Abtönungspartikeln, S. 118f.) 3.1.1 in Aussagesätzen 3.1.1.1 zur Unterstreichung einer unbestreitbaren Tatsache 3.1.1.2 mit Widerspruch auf Vorangegangenes 3.1.2 in Aufforderungssätzen 3.1.3 in Fragesätzen 3.1.4 zur Verstärkung 3.2 Antwortpartikel
1
Konj. (meist satzeinleitend)
1.1
konzessiv ‘obwohl, obgleich, wiewohl’ (zunächst mit
Konjunktiv, später auch mit Indikativ; seit dem späten 13. Jh. durch
swie ersetzt, vgl. 2
5Mhd. Gr. § S
175.1):
toh ir chomint alle von einiman / ir bint iedoch geskeiden
/ mit manicvalten listen MemMori
57;
doh er [Laa. swie er doch,
doch wie er
] wære ain kindelîn, / si muosen alle
under im sîn Kchr
7626;
doch er guot ellen trüege, / Êrec in von dem rosse schiet Er
821;
doch iz dir, hêrre, wêre leit: / er seite dir dî wârheit JJud
1275;
Will
37,3;
Parz
462,11.
– mit Indik.:
doh si mih in gelêrt hât, / si newaiz selbe wiez umbe
in stât Kchr
2463;
wir wâren gar al ein, / doch ez an drîen stücken
schein Parz
752,10;
doch jener die besten würfe warf / [...], /
dô half disen daz ern nie / ûz den slegen komen lie Er
942;
MF:Hartm
3:6,3;
MüOsw
29.
– zur Anknüpfung von Satzteilen:
Ithêrn von Gaheviez / er jæmerlîche ligen liez. / der
was doch tôt sô minneclîch Parz
159,7;
volleclich stimme, doch niht hart, / sol man han von
guter art Physiogn
251;
den du [Maria] maget
doch [obgleich du Jungfrau warst] gebære
SM:EvS
1: 14,5
1.2
adversativ bzw. restriktiv ‘aber’
1.2.1
als Gegensatz zum zuvor Gesagtem:
der werde künec milte / muose ab dem vurte entwîchen,
/ doch unlasterlîchen Wh
436,26
1.2.2
als Einschränkung gegenüber zuvor Gesagtem:
dizce wort [
scandalum
] stet
[...] in ubeler bezeichenunge. doh so me iz
rehtiste unde eiginlichiste gediuten mach. so chiut iz wirserunge
PsWindb
105,36 Randgl.;
ir tiuvel, iu werdent dise kristenliute niht gar. ir engele, sie
werdent ouch iu niht gar, doch diu kleinen kint PrBerth
2:169,35;
wir setzen, das diejenigen mezlere
[...] das flaisch
[...] verkauffen, die vor alter darzu verordnet
sein; doch das dieselbigen von den frembden kain flaisch kauffen
WüP
6g,2
2
Adv. (meist satzeinleitend, nicht immer von der adversativen oder restriktiven
Konj. zu unterscheiden)
2.1
konzessiv ‘dennoch, trotzdem’
swer was ze Bêârosche komn, / doch hete Gâwân dâ genomn /
den prîs Parz
398,2;
der eine was ime uon chunne lieb; / doch nelie daz der heideniske man
nieht, / erne rafstin mit slegin suâre Exod
280;
der sol von der stat varn vnd niemer wider in komen
[...]. doch sol er ein wuchen han ze beratenne sih
UrkCorp (WMU)
26AB,16;
sît ich dich niht erwenden mac, / sô tuo doch ein dinc, des ich ger
Walth
101,15;
michels minner ich daz [Gott loben] chan. /
darumb wil ich doch nicht lân MvHeilFr
3;
NibB
638,3;
Iw
1703.
– in Verbindung mit unde:
[sie] heten in vil schier erslagen, / und doch
unglîch einem zagen Iw
6788;
si wârn ein ander unbekant, / unt beslôz se doch ein
porte Parz
637,21;
die beide von windischer art sin here komen vnd doch nine Winede sin
UrkCorp (WMU)
51,12.
3260,9;
Walth
14,7
2.2
adversativ bzw. restriktiv
2.2.1
als Gegensatz gegenüber zuvor Gesagtem ‘hingegen,
jedoch’
Turnûs was des slages gemeit, / doch was ez Ênêase leit En
12426;
dô lac frou Jeschûte / al weinde bî ir trûte, / vor
liebe, unt doch vor leide niht, / als guotem wîbe noch geschiht
Parz
272,9;
ich pin doch wol sô wîse ebd.
612,4;
von ir der kumber mîn ist niuwe, / doch dunket mich,
der selbe pîn / hab wol tûsent jâr gewert SM:Ro
6: 1,5
2.2.2
als Einschränkung gegenüber zuvor Gesagtem ‘allerdings, nur,
wenigstens’
die pfaffen striten sêre, / doch wart der leien mêre Walth
9,29;
der selb vnser rat sol och von sin selbes hvs, da er selb wil, ze
herberg inne sein, daz doch vngelthaft sol sein UrkCorp (WMU)
1975AB,33;
habe guͦt geleite! / doh solt du niht uon hinne chomen, / e du
min urlop hast genomen OsterSpM
3,39;
nû ist zît dc dû chomest, ube dû wellest in dîner
iugende odir doch in dîneme altere TrudHL
136,20;
MF:Hartm
17:2,3;
Wernh
4116
3
Partikel ‘doch’
3.1
Abtönungspartikel (vgl. Hentschel, Partikeln, S. 110-115; Eroms,
Abtönungspartikeln, S. 118f.)
3.1.1
in Aussagesätzen
3.1.1.1
zur Unterstreichung einer unbestreitbaren Tatsache:
wolt ir wider Elenam, / durch die doch dise vehe
quam Herb
15298;
wes wende ich sîn gebot, / der doch ist der
hœhste got? Parz
119,14;
ez sint doch allez meistec kint, / die mit dem
künec dâ komen sint ebd.
356,3.
749,19;
Tristan, ich hôrte dich doch ê / britûnsch singen
und gâlois Tr
3690;
nû wâren doch alle tugende volkomenlîche in unser
vrouwen Eckh
5: 407,1;
Roth
1993;
Iw
6932
3.1.1.2
mit Widerspruch auf Vorangegangenes:
warvmbe stellet ir dise not? / ez ist doch niet
wen ein tot Herb
9822;
wer gab ez [Tristans
Schwert] disem spilman? / der ist doch Tantris genant
Tr
10099.
4143;
ôwê, liebe schoene vrowe mîn, / nû bin ich doch
dîn, / mahtu troesten mich vil senenden man! MF:Mor
12: 2,7;
alle die von dißem land sint doch myn man
Lanc
54,33.
64,16;
Iw
2258;
KLD:BvH
6:4,11;
Eckh
5:279,14
3.1.2
in Aufforderungssätzen:
‘waz mære hâstû vernomen?’ /
‘guotiu mære.’ ‘sage doch, wie?’ Iw
2207.
5491;
nv tut ez doch gote zv eren Herb
12634.
7276;
dâ merkent doch ein wunder an MF:Reinm
20: 1,5;
so hab doch gervnge nach der girde als der wissage
PrBerthKl
7,56.
7,18;
KLD:GvN
28:3,8;
Konr
16,70;
Tr
4028
3.1.3
in Fragesätzen:
ein jude [...] sæit im, daz ez
[sein angeblich verstorbenes Kind] lebte
noch. / ‘wer got’, sprach er: ‘tut ez doch?’
Jüdel
346
3.1.4
zur Verstärkung:
– von konzessiven Nebensätzen (in Verbindung mit
swie):
ich lob ir lîp, / swie ich sî doch nie niht gebæte Walth
111,16;
swie manhaft er doch wære /
[...] im ein krankez wîp / verkêrte sinne
unde lîp Iw
3251;
swie doch die táglichen svnden niht mvgen ze
totsvnden werden, so ziehent si doch ze totlichen svnden
PrBerthKl
2,58.
3,50;
vnd swie doch ich ez an meiner chinde vnd erben hant wol mohte
getvͦn UrkCorp (WMU)
3401,42;
RvEGer
1454;
Eckh
5:208,2.
– von Konditionalsätzen:
wê der klage / unde owê. / hete ich doch noch wân
als ê, / sô möht ich / fröiwen mich KLD:UvL
21: 2,8.
– von Wunschsätzen:
wan het ich doch mîn swert! Parz
407,25
3.2
Antwortpartikel:
der seite im aller hande, / [...] / waz
engeslîcher swære / dem lande erstanden wære. / ‘doch’ sprach er
‘sît daz ir enzît / ze trôste uns allen komen sît /
[...], / sô sol sîn alles werden rât’
Tr
1601
MWB 1 1334,8; Bearbeiter: Schnell
doctrinâl
stM.
‘Lehre’
der ritterscefte doctrinael / den lerte ich en so das er leit quael / der
ritter usherwelte guͦt MinneR 481
197
MWB 1 1336,6; Bearbeiter: Schnell
dôfheit
stF.
→
tobeheit
MWB 1 1336,9;
dôgen, dougen
swV.
‘etw. dulden, hinnehmen’ nur in Texten aus dem rhein./mnd.
Übergangsgebiet (aus mnl. dogen):
dair af ich toge mengen rouͦwe MinneR 336
236;
wie menich zwaer und groeß verdries / men om die mynne dogen moet ebd.
541;
hi wolde doch noet dorch mynne dogen MinneR 497
265;
jst bit rethe [mit Recht] , so salt de sun dovgin,
ist unret, so sal dir vadir den sun widir insetzin UrkCorp (WMU)
21A,20
MWB 1 1336,10; Bearbeiter: Schnell
doh|ie
Adv.
‘ewig’
den einan waren trohtin got alemahtigen glóub ich uor allen werltzîtan dohie
wesenten, unde glóubo in an ewa iemer ane einde wesenden BambGlB
136,9
MWB 1 1336,19; Bearbeiter: Schnell
dol
stFM.
(stN. WhvÖst
11560).
‘Leid, Erdulden’
von fuoze ûf gewâpent wol / wart Parzivâl mit gernder dol Parz
157,16;
minne [...] stricket beidiu herze in
ein und wendet kumberlîche dol KLD:GvN
22: 2,11;
diniu herzenclichen dol / werdent dir verwandelt / ob dich ir wiphait handelt
WhvÖst
11560;
ir mynne im in das hertze stieß / payde freud und dol. / im
was we und auch wol HvNstAp
1796;
seht rechte an dem selbin dol Brun
672;
Wh
399,8;
KvWSilv
1374;
EvStPaul
7599.
– übertr.:
der kill gieng eben unde wol, / kreftenklich on allen dol
[Beeinträchtigung]
GTroj
15108
MWB 1 1336,23; Bearbeiter: Schnell
dol
Subst.
→
tole
MWB 1 1336,35;
dolinc
Adv.
‘duldsam, nachsichtig’
ich weiß wol, got ist also gut, / daz er durch sin barmhertzekeit / enleßet
vns vnser dorheit / doling entgelden ThürJungfrSp
B 331;
wir enwullen ioch toling haben vnmut! ebd.
B 327
MWB 1 1336,36; Bearbeiter: Schnell
dollîche
stF.
‘Dulden, Leidensfähigkeit’
[der Heilige Geist] garte in
[Christus] in den mantel des inphindennis unde der
dollîche TrudHL
9,19
MWB 1 1336,41; Bearbeiter: Schnell
doln
swV.
1
‘etw. dulden, ertragen’
1.1 mit Akk.-Obj. 1.2 mit Gen.-Obj. 1.3 mit Obj.-Satz 2 intr. ‘leiden’
3
‘etw. büßen’
1
‘etw. dulden, ertragen’
1.1
mit Akk.-Obj.:
si wolten den grimmigen tot dolen Rol
5459;
swaz die moder redde / die tocher iz alliz dolete
Roth
3264;
ouch ergienc sîn gerihte / über si, daz grœzer nôt / wîp
nie gedolte Parz
264,14;
swaz ich durch si lîden sol, / daz ist kumber, den ich
harte gerne dol MF:Reinm
18: 4,6;
Kchr
6772;
StrKD
4,681;
TannhHofz
175.
–
‘etw. (Angenehmes) erfahren’
dâ solten kurzwîle dolen / der wirt und sîne geste /
âne jâmers überleste Wh
268,10;
ir habt gedolt / in Franchrîche mangen prîs ebd.
303,6
1.2
mit Gen.-Obj.:
mîn gir [La.
sin
] kan sölher wünsche doln [ich weiß mich
mit solchen Wünschen zu begnügen] , / daz et ich besæze ûf dem
voln Parz
75,21
(Bartsch/Marti, Parz. u. Tit. fassen doln als subst. Inf. auf;
Martin, Parz. erwägt ‘verzichten’).
1.3
mit Obj.-Satz:
er íst mir so hóld. daz er nîeth dólan ne uuíl. daz míh
îeman sîner mínnon írre Will
34,2;
er dolt, daz man in retotit [l.
ertotit
] , / e man in des genotte, / daz er
wantele sin sinne HimmlJer
201;
ich erledige si, oder ich dol / swaz ze lîden mir
geschiht Wig
9887;
Rol
5542
2
intr. ‘leiden’
si [Brangæne] dolte sô gemache, /
daz ez gar âne braht beleip Tr
12598;
diu herberge dûht in guot. / alsô stuont des heldes muot: / si dolt ouch wol,
diu wirtîn Parz
64,11;
vröwe mit rede daz herze mîn, /
[...] / jâ verdien ich ez wol. / muge ez vor liebe niht
gesîn, / sô soltu, saelic wîp, / dur ein wunder doln MF:Reinm
41: 2,6
3
‘etw. büßen’
ir müzt mirs dolen, / wan ir seit ain rechter dieb StriegelW
394
MWB 1 1336,44; Bearbeiter: Schnell
dolorose
Adj.
nur in Dolorose Garde
‘Schmerzerfüllte Wacht’ (ausschließlich
Lanc ):
die burg was geheißen die dolorose garde, darumb das kein
ritter dar enkame, er stúrbe zuhant Lanc
155,11.
166,23
u.ö.
MWB 1 1337,11; Bearbeiter: Schnell
dolunge
stF.
‘Leiden, Qual’
gescihet uns liep oder not, / so haben wir ebendolunge [La.
êwige dolunge
] , dar nach chumt ein hellunge
AvaLJ
212,6
MWB 1 1337,16; Bearbeiter: Schnell
dominê
M.
‘Herr’ (lat. Anrede, hier an einen Arzt):
er [der junge Artz Filomein] was
des maisters junger ee. / er sprach ‘maister und dominen [La.:
domine
] , / von wannen ist der tode komen?
[...] ’ HvNstAp
2668
MWB 1 1337,19; Bearbeiter: Schnell
don
Adj.
‘prall, gespannt’ (vgl.
donen
swV.):
ir [Marias] licham was doch alvol
don, wan si hatte da inne umbevangen den volgemachten gottes sun
Mechth
5: 23,39;
der geseligten lon / ist uber aller mazen don
[übervoll]
HvNstGZ
7771
MWB 1 1337,24; Bearbeiter: Schnell
don
stF.
‘Anstrengung, Mühsal’
dî vrostis wâren ungewon, / vorturbin von der kelde don NvJer
25773;
er [Paulus] entsagete in steter done Pass
I/II
185,72;
des [Gottes] vorbesehen also lit / daz er in di
kumphtige zit / vorbesyet der gerechten lon / und den sundern der pine don / in
grulichem angesichte Hiob
7866;
MinneR 480
169
MWB 1 1337,29; Bearbeiter: Schnell
don
Subst.
(zum Genus vgl. Beckmann, WhvÖst. Anm.z.St. 13216).
‘Strom, Fluss, Strömung’
durch diu bilde gat ain don / diu [La.
der
] von dem ursprinc rinnet WhvÖst
4324;
in sie [sieben Röhren Merlins] gie
maniges luftes don ebd.
11864;
ahy, kunst fluͤz la mir ain don / fliezzen in die
zirke / der sinne ebd.
13216;
nu ziuh ichz aber in die don [Laa. die/den
tan, den don
] / da abentuͤr rinnet ebd.
14418
MWB 1 1337,36; Bearbeiter: Schnell
dôn
stM.
‘Ton’
1
‘Schall’
1.1
‘Geräusch, Laut, Lärm’
1.2
‘Klang, Schall’
2
‘Melodie, Gesang, Lied’ (wegen der Unschärfe der Belege ist die
Zuordnung oft unsicher) 2.1
‘Melodie’ (die auf Instrumenten vorgetragen wird) 2.2
‘Gesang’
2.3
‘Ton, Lied’
2.3.1 allgemein 2.3.2
‘Strophenform und Melodie’
2.4
‘Musik, (Kirchen-)Tonart’
2.5
‘einzelner Ton’
3
‘Ruf, Rede, Stimme’
3.1
‘Ruf, Laut’
3.2
‘menschliche Rede, Redeweise, Tonfall’
3.3
‘Stimme’
3.4
‘Wortlaut’
4
‘Art und Weise’
5
‘Streich, Hinterhältigkeit’ (?) oder zu 3.1
‘Tonfall’
1
‘Schall’
1.1
‘Geräusch, Laut, Lärm’
man hôrte dâ manegen kraches dôn, / swa der grôze puneiz
ergienc Wh
384,12.
299,22.
456,14;
daz stoup von in [den Kämpfern] als molte von
windes dône [vom Brausen des Windes]
Loheng
5416;
an der mitternaht geschach / ein dôn sam ein donerslac Philipp
9317;
den dôn oder daz kläppern fürht er [der
Drache] und entweicht und wirt gehôrsam BdN
270,16;
Parz
814,28
1.2
‘Klang, Schall’
nâch herzen jâmers dône / si schrînde von dem pfärde
spranc Parz
692,6;
ez [das, was durch Augen und Ohren wahrgenommen
wird] ist verwunden mit varwe und mit dône und mit lîphaftigen
dingen Eckh
2:192,4;
BdN
314,24.
– in der Gegenüberstellung dôn und wort, unklar ob
‘Wortlaut/ Klanggestalt vs. Wortsinn’ oder
‘Buchstabensinn vs. geistiger Sinn’, vgl. Heinzle,
Wh., S. 820f.:
der rehten schrift dôn und wort / dîn geist hât
gesterket Wh
2,16.
–
sin name hatte den don: / er [Kurzform von
hêrre
] Nabuchodonosor Daniel
116
2
‘Melodie, Gesang, Lied’ (wegen der Unschärfe der Belege ist die
Zuordnung oft unsicher)
2.1
‘Melodie’ (die auf Instrumenten vorgetragen wird):
er [Volker] videlte süeze dœne
und sanc ir sîniu liet NibB
1705,3.
1964,4;
der dôn [von Posaunen und
Trommeln] iedoch gemischet wart / mit floytieren an der vart:
/ ein reisenote si bliesen Parz
63,7;
ich tun iu kunt / mit worten und mit dönen Frl
5:115,9.
5:118G,6;
SAlex
210;
Helbl
2,1329;
RvEBarl
9755.
– bildl.:
sîne leiche lûtent übele, sîne züge die sint rôt: /
jâ vellent sîne dœne vil manigen helt tôt NibB
2002,2
2.2
‘Gesang’
der wechter vf der zinnen saz, / sine tageliet er sanc, /
daz im sin stimme erklanc / von grozme done Herb
4181;
MF:Wolfr
2:5,8;
dô huop daz israhêlsche her / ze gote lobelîchen dôn
RvEBarl
2225;
der Mîssenær hât sanges hort in sînes herzen schrîne, /
sîn dôn ob allen ræzen dœnen vert in êren schîne KvWLd
32,287;
[alle, die Marias Fürsprache brauchen,] die schuln
dienistes phlegen / in dirre werlt sô schône / mit geistlîchem dône
Wernh
3102;
Seuse
491,24;
KvWGS
150.
– von Vögeln:
dâbî hœrt man süezze dœne / von den kleinen vogellîn
SM:KvL
8: 1,5;
do ward [von den Vögeln]
ain don und ain gesang / das die purgk alle klang HvNstAp
13159;
ûz der blüete clenket / vil süezen dôn / manec wildiu
nahtegal KvWLd
4,21;
KLD:GvN
17:1,2;
Tannh
2,15;
MF:Mor
25:3,6
2.3
‘Ton, Lied’
2.3.1
allgemein:
welhiu [der
Nachtigallen] sol ir baniere tragen, / sît diu von
Hagenouwe [wohl Reinmar der Alte] , / ir aller
leitevrouwe / der werlde alsus geswigen ist, / diu aller dœne houbetlist /
versigelt in ir zungen truoc? Tr
4782.
4791;
dô er drî dœne sunder vol gesanc, / alle die ez hôrten, dûhte ez niht
sô lanc Kudr
384,1;
ez sint manger hande dœne, / die da liebent guoten
muot; / darûz ich ir einen krœne, / der dem herzen sanfte tuot
SM:WvK
8: 1,1;
Frl
1:18,1.
2:6,3;
MügelnKranz
463;
KvWLd
32,291.
– wohl hierher:
er [ein Adler aus Gold] was
innân aller hol / und sanc prîslîchen wol / einen wunderlîchen dôn
UvZLanz
4797;
zweier minner sehtzig dœne ich hân / gesungen: die stânt gar hier an
UvLFrd
592,11
2.3.2
‘Strophenform und Melodie’
in dem dône [des Reinmarliedes] : ich wirbe
umb allez daz ein man Walth
111,22;
daz êrste singen [...] in des edeln vürsten
dôn / von Düringenlant Wartb
Fl 1,2;
[dieses Werk möge allen von Nutzen sein,] diez
lesen oder hoͤren, und der iz sag oder in dem done singe JTit
6077,4;
des dones kürze muß von not der farben nam verdagen, / wann sie nicht
möchten hie gestan MügelnII
La 3,15
2.4
‘Musik, (Kirchen-)Tonart’
ein ieglich don, der hat uß musica sin zil MügelnII
La 6,1;
uns leret Musica hie schon / wie sich gebirt ein ieglich don
MügelnKranz
418b
u.ö.
2.5
‘einzelner Ton’
armonia, das ist ein guͤte vnd edle samnung der doͤn, die
ein suͤssichait macht KvMSel
280
3
‘Ruf, Rede, Stimme’
3.1
‘Ruf, Laut’
ein ir ruof was Narbôn; / sus hal dâ der ander dôn /
[...] Brûbant Wh
397,10;
Ernalt, fîz cons de Narbôn, / erhôrt den jæmerlîchen
dôn [Jammerklage] / den man in al den gazzen rief
ebd.
115,8.
255,22;
frouwe, iurs mundes dôn / wil mich von triwen scheiden
Parz
370,8;
sîn wârez lop erhal in manigem dône Loheng
6596;
RvEBarl
12506.
– vom Bellen der Hunde:
ein hövescher hunt, der spilte gegen sînem herren
schône, / wand er sprang ûf in unde bal in süezer stimme dône
KvWLd
32,167;
wist, wo junge welffe / nach einem hirtzen schone / her jagen in sußem
done Minneb
1638;
dô hôrt man ouch von jagen süeze dône Hadam
510,4.
389,7;
KvWPart
2654.
344
3.2
‘menschliche Rede, Redeweise, Tonfall’
Bâbilôn, / dâ rehter sprâche ganzer dôn / gebrochen unde
geschendet wart / von unrehter hôhvart RvEBarl
12740;
Joseph von Aromate [...] / der behielt die
schuzzel tougen schone, / untz mirs [Titurel] der
engel brahte, benennet ‘gral’ in engelischem done JTit
6296,4;
der sun zv dem vadere sprach / in liebelicheme done PassI/II
225,6;
ir [der Natur] stimme hal gar
schone: / uz herlichem done / sie sprach: o sußen frauwen!
HvNstGZ
344;
KvWEngelh
395
3.3
‘Stimme’
hin vm die zit der none / Ihesus in grozem done [
voce
magna Mt 27,46] / gerief er sus: Heli, Heli
EvStPaul
2108
3.4
‘Wortlaut’
dyse wort / [...] die gesprochen dort / hat der
prophete in dysen don EvStPaul
581;
eins dones sie [Musica] doch kunde nicht, / den
an dem krüze hat geticht / der meide kint MügelnKranz
831
4
‘Art und Weise’
als man zwêne ritter sol / zieren harte schône / in einem slehten dône
KvWEngelh
4702;
er [der Weintrinker] lebet in eime suͥzen
tone Tavernenl
20;
troumgesihte unde wârsagunge loufent in einem dône unde sint vil dicke gelogen
DvASchr
337,5;
sant Dominicus brahte bruͦder Heinrich ze gegene ein
lúhtende crone, die spilete in ir blikunge also schone als dú sunne in irm
liehtosten done [in ihrem hellsten Leuchten]
Mechth
4: 22,24;
kom ich [die Braut] widir zur
werlde done, / ich mache di sele widir unschone Brun
7968;
GTroj
1999.
– in der Wendung tôdes ~
wohl hierher:
geit si [die Bosheit] dir vur
gotes lon / des immer wernden todes dôn StrKD
4,464.
66,10
5
‘Streich, Hinterhältigkeit’ (?) oder zu 3.1
‘Tonfall’
Reinhart konde mangen don: / ‘von dir wil im keinen lon
/ min meister Bendin, / wen eines bibers hvt.’ ReinFu
K,1979
MWB 1 1337,45; Bearbeiter: Schnell
donder-
→ doner─
MWB 1 1339,46; |