Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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d – dalmut
dam – dancsagen
dancwillen – dannen von
dannen vür – dæren
dâ(r)/ da(r) enbinnen – dâ(r)/ da(r) obe
darre – dast
dâte – deckeschûr
deckevël – dëhsen
dëhsîsen – denclîche
dencliute – derpkuoche
derpteic – diadrogant
dîâken – diehter
diehterîde – dienestbære
dienestbærecheit – dienestman|erbe
dienestmanguot – 2diep
diep- – diernkint
diernlach – dilde
dille – dincphliht
dincphlihte – dingelîn, dingel
1dingen – dirhalp
dirre – distelîn
distelsâme – diupe (?)
diupguot, diubsguot (?) – dôfheit
dôgen, dougen – donerec
donergebirge – dorferlêhen
dorfgebûwære – dorfschaft
dorfsmit – dorneht
dorneht – dörperdiet
dörperecheit – dôʒen
drabeknëht – drangen
drangest – drî
drîancasîne – drîgesæʒe
drîgevar – dringen
drî|nisse – drittelhof
drittestunt – drîzëhen
drîzëhenære – druc
drûch – drüʒʒelstôʒ
du, dû – dumme
dumpfe – duns
dünsel – durchbittern
durchbitzen – durchdœnen
durchdrengen – durchgerne
durchgesiht – durchgründen
durchgrunthaftec – durchkifen
durchkiusche – durchlësen
durchlestern – durchlûʒen
durchmâlen – 1durchrecken
2durchrecken – durchsaffen
durchsagen – durchschrecken
durchschrenzen – durchslac
durchslahen – durchsprëchen
durchspreiten – durchswingen
durchtân – durchverwen
durchvieren, durchwieren – durchvrô
durchvrœnen – durchweichen
durchweidec – durchziln
durchzimbern – dûrliche
durlinc – durstebërnde
durstec – düʒʒec

   drieide (?) - drîhundert    


drieide (?) Subst. Bed. unklar (verderbt?, vgl. App.z.St. und DWB 11,1,2,489 s.v. Triet): cidus, sucus: drieide VocBV887 3:487,17

MWB 1 1368,26; Bearbeiter: Diehl

drîeinecheit stF. ‘Dreieinigkeit, Trinität’ des helfe uns diu drîeinicheit in éiner götlîcher natûre Eckh 2:571,15; Eckh (Pf) 520,38

MWB 1 1368,29; Bearbeiter: Diehl

drî|eit stM. ‘dreifacher Eid’ (in Ermangelung von zwei weiteren Zeugen zu sprechen): so westet der chlager selbdritt auf dem rosse mit aiden, oder mag er niemant zue im gehaben, so swer er ain dreiaid auf dem rozz StRWien 75; so sol er ein dreyaid swern darauf StRMünch 330,24

MWB 1 1368,32; Bearbeiter: Diehl

drîen Adv. ‘dreimal’ der muͤchte eß [ daz vitzduͦmes ding ] des iares drywen siczen StRHeiligenst 93

MWB 1 1368,38; Bearbeiter: Diehl

drîen swV. ‘etw./sich zu einer Dreiheit machen, zu drei werden’ (überw. bezogen auf die Trinität): gotlich ein lamp, [...], einvalt und doch gedrîget SM:EvS 2: 1,2; wie mag daz und daz gesein, / wie sich ainer müg gedrein / und doch ainer sey da pey Teichn 564,3974; an dem frîtage wurden wir vor der helle gefrîet / von dem, der sich drivalteclîch in ein hât gedrîet Walth 36,32; JTit 4975,4; WhvÖst 1112. von der gedrîeten nôt / wart aber des landes clage dô mê Tr 1830; daz diz buch [Apokalypse] gedriet ist / und sprichet von drien sachen HeslApk 17754; hôhvertic ses, nû stant gedriet Walth 80,8

MWB 1 1368,40; Bearbeiter: Diehl

drîerhande Adj. hant

MWB 1 1368,53;

drîerleie Adj. leie stF.

MWB 1 1368,54;

drîerslahte Adj. slahte

MWB 1 1368,55;

drîerwarbe Adv. warp

MWB 1 1368,56;

drîes Adv. auch drîs. ‘dreimal’ swer mit sulcher sunde unvlat / sich besulwit [ [...] ] , / den sal man strafen touge zwer / oder dries HeslApk 23036; wart er zer stupen wol dris / geslagen daz die besem ris / im zerissen sine hut PassI/II 184,24; der töufer crucewis / daz kint in di toufe drys / [...] senket TvKulm 3252; die [Prozessparteien] muͦzen wol gespreche haben vmbe iewelche rede dries UrkCorp (WMU) 51,1; Daniel 5126; Frl 1:18,3

MWB 1 1368,57; Bearbeiter: Diehl

driesch stMN. (nd. ?) ‘brachliegendes Ackerland’ (vgl. W. Foerste, Die Herkunft des Wortes Driesch, in: Niederdt. Wort 6 [1966], S. 57-69): terram incultam quae in vulgari drysch vel venne dicitur UrkNiederrh 1,397 (a. 1200)

MWB 1 1369,3; Bearbeiter: Diehl

drieʒ stM. ‘Unwillen, Überdruß’ si [Elisabeth] sumet uwer hochzit. / [...] / si lazzet uwer wirdekeit, / [...] / mit driezes uberleiste [l. überleste ] Elis 2678

MWB 1 1369,8; Bearbeiter: Diehl

drieʒen stV. (II) ‘drohen, drängen’ subst.: von reisen [Kriegszügen] hœre ich niht mêr sagen / denne dort hin trîben, dâ her jagen, / [...] / schiezen, niezen, diezen [La. driezzen ] , brehten, / [...] / unfuor trîben, slinden, frezzen Renner 6767; sunder driezen / ist er [der Quell] und luter vrisch, vil gar mit guͤte JTit 6274,2

MWB 1 1369,11; Bearbeiter: Diehl

drîformelîche Adv. ‘dreigestalt’ alsô ist der vierzcênde numerus drîformelich gesatzet EvBeh 7

MWB 1 1369,18; Bearbeiter: Diehl

drîgesæʒe stN. ‘Festsaal, Speiseraum’ (zur Übers. von triclinium): abir an dem geburtlîchen tage Hêrôdis spranc Hêrôdiadis tochtir [Salome] in mitten dem drîgesêze, und iz behagite Hêrôdes EvBeh Mt 14,6

MWB 1 1369,20; Bearbeiter: Diehl

drîgevar Adj. ‘dreifarbig’ (vgl. drivar): der drie gevar amechtist HeslApk 22098; vgl. ebd. 22038ff.

MWB 1 1369,25; Bearbeiter: Diehl

drîglestec Adj. ‘dreifach glänzend’ durchtrechtic wart der gotlich gadem / driglestic vunkenricher kunft Frl 7:1,11

MWB 1 1369,27; Bearbeiter: Diehl

drîgülte stF. ‘dreifache Strafleistung’ swelich rihter der sætze ainen vbergriffet, der gelt mit der drigult also, daz dem chlager werd ein tail vnd dem herren div zwai tail UrkWittelsb 2,32 (a. 1293)

MWB 1 1369,30; Bearbeiter: Diehl

drîgülten swV. ‘jmdm. dreifache Strafleistung auferlegen’ swem vnzint har dv́ stat was verbotten von des râtes gewalt vnde von sime gerihte, brach er daz erste gebot, dem zwigúlt mans, brach er das andir, wan [l. man ] drigult jms UrkCorp (WMU) 1054,43,2

MWB 1 1369,35; Bearbeiter: Diehl

drîhe swF. ‘Sticknadel’ ein wâfenroc wart dar getragen, / der was, [...], / mit drîhen in den spelten / zen vuogen und zen velten, / [...] / mit vrouwînen henden / [...] vollebrâht Tr 6555; wipliche kunst / mit nadiln und mit drihin: / nejen, brettin, rihin RvEWchr 543; Tit 137,2. – übertr.: doch wünsche ich daz ir an ir ram / mîn drîhe alsô schône müge erklingen KLD:KvN 4,6; – hierher wohl auch (Verschreibung?): die rein es in ir kuͦsche wap / mit der dringen [La. drien ] in der ramen HvNstGZ 2049

MWB 1 1369,41; Bearbeiter: Diehl

drîheit stF. ‘Dreiheit’ so schoͮwe denne, wie dú driheit der anderen schar, die herscher, kreftger und gewaltscher ordenlichen volbringent die wúnklichen ewigen ordnunge Seuse 243,17. – meist ‘Trinität’ (s.a. drîkeit ): Arrius, der da sast mit der driheit der personen driheit der substancien ThvASu 312,31; dú driheit der personen ist in der einikeit der nature Seuse 185,8 u.ö.; Teichn 448,74

MWB 1 1369,52; Bearbeiter: Diehl

drîhen swV. ‘etw. mit der drîhe bearbeiten, besticken’ er [der Gürtel] was och niht gestrickit / [...] / gezettilt noch gedrihit Martina 22,17

MWB 1 1369,60; Bearbeiter: Diehl

drîhêrschaft stF. ‘Dreierherrschaft, Triumvirat’ al die werlt was in dri do / geteilet ouch in den tagen, / (niht wan dri heren ir pflagen), / die driherschaft solde kumen / in ein hernach Macc 13185

MWB 1 1369,63; Bearbeiter: Diehl

drîhouptec Adj. ‘dreiköpfig’ sie hatten [...] daz getwerk Alberiche / vnde einen drihavbtigen tvrsen Wachtelm 117

MWB 1 1370,3; Bearbeiter: Diehl

drîhundert Num. ‘dreihundert’ daz mir die burgere von Colmere hant druhvndert marg silbers geben UrkCorp (WMU) 2332,18; drihundert gire ließ er fan Mügeln 45,11. – zur Bildung weiterer Num.: fenix ist ain vogel [...] und lebt dreuhundert und vierzig jâr BdN 186,18; daz hât an den himel dreihunderttausent und neuntausent und drei hundert und fünfundsibenzig meil ebd. 106,8

MWB 1 1370,6; Bearbeiter: Diehl