i – ie|besunder (?) ieclich – iemerkæse ieclich Indef.-Pron., Pron.-Adj. iedër, iediu, iedaʒ
Indef.-Pron., Pron.-Adj. iediclich Indef.-Pron. iedoch Adv., Konj. ie|einic Indef.-Pron. iegeborn Part.-Adj. iegelich Indef.-Pron., Pron.-Adj. iegenôte Adv. iegeslich Indef.-Pron., Pron.-Adj. iegetaget Part.-Adj. iegewâ Adv. iegewëder Indef.-Pron., Pron.-Adj. iegewëderhalp Adv. iegewedersît Adv. iegewelich Pron.-Adj. iege|wër (?) Indef.-Pron. ieglich Indef.-Pron., Pron.-Adj. ielanc Adv. ielich Indef.-Pron., Pron.-Adj. ieman Indef.-Pron. iemer Adv. iemeren swV. iemerêwic Adj. iemerêwiclich Adj. iemerkæse stM. iemerkuo – iersch iertes – iewëdersît iewelich – ihten (?) ihtesiht – îlunge im – in in – în bezûnen în biegen – în brëhen în brîden – inder(t) in dës – inelende în enthalten (?) – ingebër în gebërn – ingesigelde ingesinde – in guot în gürten – în houwen inhûs – în lâʒen înlâʒunge – în lûchen în luogen – inne halten în neigen (?) – innergewant innerhalbe – inniclich innigen – în rüefen în rüeren – inschrift în sëgenen – în slahen însleich – în springen în spruʒʒen (?) – interpretieren intestîn – în twingen în ünden – în vleischen învleischunge – înwander inwaner – în wischen în wîsen – ipocrisis ipocrite – irhalp irhære – irregunge irrehaft – Ir|rîche irricheit – îsenbû îsendach – îsenkaste îsenkëc – îsensacroc (?) îsenschûfel – îserîn îserkleit – isôpe isôpensaf – îtelhant îtelinc – itwinde iu – îwînboum
|
ieclich
Indef.-Pron., Pron.-Adj.
→
iegelich
MWB 2 1842,21;
iedër, iediu, iedaʒ
Indef.-Pron., Pron.-Adj.
traditionell als Kürzung von ietwëder gedeutet (vgl. etwa DWB 4,2,2285); nach neuerer Ansicht aber wohl Zusammenrückung von ie und dër (bereits eingesetzt, jedoch noch nicht abgeschlossen; vgl. Fobbe, Indef.-Pron., S. 182-184; Mhd. Gr. (KSW) 2 § P 336).
alle einzelnen einer Gruppe bezeichnend ‘jede(r/ s)’
man sach da manigen roten mund / jamern zu der selben stund: / ir klag was unmassen groß / iede umb iren liben slaf genoß HvNstAp
3131
u. ö.;
ez sol auch bi iedem tische in dem broͤthuse und an iedem burgtoͤr und auch uf der tuͤmprobstie, [...], ein wage sin mit eime gewihte WüP
89,26
u. ö.;
ez waz ein wares liht, daz eben / erluhtet ie des menschen leben EvStPaul
10920;
PrHess
70,922
u. ö.;
BdN
199,22
u. ö.
– wohl eher dualisch zu verstehen:
fvnf fingere, daz si vch geseit, / ist ie der hende hie benant PrHess
62,153;
auch sint läut, die hinder sich gekêrt hend habent und an iedem fuoz aht zêhen BdN
490,2
u. ö.
– in der syntakt. Fügung iedër man
‘jeder(-mann)’ (zur weiteren Entwicklung vgl. Frnhd. Gr. (MSB) 7,109):
zwei hundert phenninge vmme brot / gar lutzel da zu staden queme, / daz ieder man ein wenig neme EvStPaul
11831;
si gab in ander weide / ie dem man ein simelbrot Elis
2951;
alsuͦs sol man sweren ieder man arm und riche, daz er alle die gesetzede stete halte WüP
7k,8
u. ö.;
Lanc
236,2;
PrHess
11,115;
Hadam
485,7.
– Form des Nom. Sg. auf Dat. Sg. übertragen:
so wil er lonen ie der man / waz er hie hat getan HvNstGZ
4837
MWB 2 1842,22; Bearbeiter: Luxner
iediclich
Indef.-Pron.
‘jede(r/ s) einzelne’
wem si daz geben machen oder verkaufen an libe oder an tode ir iedeklichem besunder zu sinem teyl UrkWürzb
41,182
(a. 1345)
MWB 2 1842,54; Bearbeiter: Luxner
iedoch
Adv., Konj.
auch îdoch, êdoch sowie iedo (
Elis
6363
).
mit restriktiver oder adversativer Funktion; beide Funktionen nicht immer deutlich trennbar.
1 restriktiv; einen Aspekt der vorhergehenden Aussage einschränkend bzw. relativierend ‘(je-)doch, allerdings, aber’
2 adversativ; Gegenteiliges einer (vorhergehenden) Aussage, eines Sachverhalts oder einer Erwartung ausdrückend ‘trotzdem, dennoch, doch’
1
restriktiv; einen Aspekt der vorhergehenden Aussage einschränkend bzw. relativierend ‘(je-)doch, allerdings, aber’
ir birt rêin, idoch niht alle Spec
52,23;
der ander lebete dannoch: / der muose sich im iedoch / gar in sîn genâde geben Iw
6792;
prasius ist ain grüener stain gar schœner. iedoch ist sein grüen vaizter wan des smaragden BdN
456,3;
ich enbin leider nv niht wis; / iedoch daz min bruder Paris / itzvnt gesprochen hat, / des folgen wir, daz ist min rat Herb
2226;
idoch sage ich dir, herre: / wir sculn bi dir ersterben / oder din ere erweruen Rol
8396;
iedoch sô weiz ich einen man, / den ouch die selben vrowen dunkent guot MF: Mor
28: 2,6;
SalArz
11,42;
Roth
3948;
UvZLanz
4514
2
adversativ; Gegenteiliges einer (vorhergehenden) Aussage, eines Sachverhalts oder einer Erwartung ausdrückend ‘trotzdem, dennoch, doch’
toh ir chomint alle von einiman / ir bint iedoch geskeiden / mit manicvalten listen MemMori
58;
al eine und sîn si lange tôt, / ir süezer name der lebet iedoch Tr
223;
den busch du flamme bevienc, / ie doch her niet necegienc MarldA
49;
jedoch suln wir geluͦben, daz er ie waz vnde iemer ist Lucid
5,3;
wol gedingen und iedoch niht volle wol geleben, / so vürhte ich vil lîhte ein ende nemen SM: UvS
1: 2,1;
daz kraut und auch sein sâm ist ain pfärdfuoter, idoch fuoret ez diu pfärt niht wol BdN
424,22;
Wig
4318;
Wahrh
65;
MarseqM
32
MWB 2 1842,58; Bearbeiter: Luxner
ie|einic
Indef.-Pron.
‘(jemals) irgendeine(r/ s)’
alle willent si dat guͦt haven, / van der wigen bize zuͦ deme grave, / inde die maze satte he ime cuͦme ieinich man, / de guͦdes ieinich deil gewan Lilie
21,5
MWB 2 1843,26; Bearbeiter: Luxner
iegeborn
Part.-Adj.
bezogen auf die Präexistenz Christi ‘(schon) immer existent, ewig’ (vgl.
iegetaget
):
also wart die maget gerurt / do der aller meiste / bi sines selbes geiste / sant ir sin ie geborne wort, – / nicht wort daz oren wirt gehort, / noch daz man sprichet mit lefsen, / [...] / Maria gebar daz wort hie / daz dort mit gote wonte ie / mit ewigen wonungen HeslApk
621
MWB 2 1843,31; Bearbeiter: Luxner
iegelich, iegeslich
Indef.-Pron., Pron.-Adj.
auch iclich u.ä.; ieclies (
Ipocr
200
).
‘jegliche(r/ s), jede(r/ s)’ (s.a.
ieslich
und
ieteslich
, vgl. Mhd. Gr. (KSW) 2 § P 330f., 337-339, zur Verwendung und Position im System der Indef.-Pron. § P 282)
1 pron. 1.1 allg. 1.1.1 mit vorangest. ein (unsicher, ob zum folgenden [1.1.2] , vgl. Fobbe, Indef.-Pron., S. 179f. u. 184) 1.1.2 in Verbindungen, die die distributive Sicht verstärken 1.2 mit partit. Gen. 1.2.1 mit al im Gen. Pl. 1.2.2 mit besunder/ sunderbar/ sunderlich die distributive Sicht verstärkend 2 attr. 2.1 allg. 2.2 mit vorangest. ein (unsicher, ob zum folgenden, vgl. Lit. unter 1.1.1 ) 2.3 mit besunder/ sunderbar/ sunderlich die distributive Sicht verstärkend
1
pron.:
1.1
allg.:
wol sie sie enphingen, / herren vnde die knechte, / iegelichen nach sime rechte Herb
520;
sus fuor der her, der ander hin, / ieglîcher als im geboten wart, / alsô schihte sich ir vart KvHeimHinv
163;
iegeslîcher dar umbe vuorte / gewâpentiu ors und harnasch gar Wh
239,24;
Gen
66;
SalArz
6,17;
Eckh
5: 8,14.
– mit Präd. im Pl. i.S.v. ‘alle’
ieglich fuͦren zuͦ ir haubtstat PrOberalt
17,14.
– hier wohl verschrieben für ëtelich (vgl. Anm.z.St.):
die frouwen hetten einen strit; / [...] / wer da nest Ectore / hette prises gwunnen me. / igeliche sprach, daz Paris / nehest im hette den pris; / etliche, daz Troylus, / etliche, daz Deiphebus Herb
6043
1.1.1
mit vorangest. ein (unsicher, ob zum folgenden [1.1.2], vgl. Fobbe, Indef.-Pron., S. 179f. u. 184):
da wirt ainem iglichen gelonet nach sinen werchen PrOberalt
14,14;
do fur ein iglicher zuͦ seiner haubstat ebd.
17,2;
ein iegeslîcher SM: UvS
29: 2,8;
Spec
19,11
1.1.2
in Verbindungen, die die distributive Sicht verstärken:
– mit besunder/ sunder/ sunderlich:
nu wart in gebettet wol, / als man lieben gesten sol, / iegelîchem besunder UvZLanz
833;
so mahtu machen hechde, foͤrheln, brasmen, vnd backe ieglichez besunder in sime teyge BvgSp
19;
SalArz
7,40;
Tr
10797;
iegeslîchen er sunder nande Wh
245,24;
herumb ducht mich gut das wir uns schieden und ieglicher sunderlichen fure Lanc
310,26
u.ö.
– in Gegenüberstellung mit al:
Lanzelet niht vergaz, / daz er alle die gesellen sîn / und iegelîches vriundîn / mit im füeren solte UvZLanz
8792;
mit urloube ritens alle dan, / als ich iu geseit hân, / iegelîcher heim ze lande Wig
1712.
1688;
daz boumelîn, daz ist daz leben, / daz uns allen ist gegeben, / ieglîchem nâch sîner maht RvEBarl
4719.
3910.
–
~
vür sich:
dô swuor igelîcher vür sich / bî sîner triuwe, ez wære wâr StrAmis
888
1.2
mit partit. Gen.:
der helidi igilich / druc sin swert umbi sich LobSal
177;
ir igeslîcher het wol gesworn StrAmis
722;
do qvamin schire sechs man, / der ieglicher ein stange zoch ReinFu
K,517;
aber dirre [
gebresten
] ieklich bekam Christo niht [übers. quorum neutrum convenit Christo
]
ThvASu
86,24;
Tr
137;
Mechth
3: 9,7.
– flekt. und unflekt. unterschiedslos verwendet:
ir igelich dar ane nam / alsez sin girde wolte haben VMos
47,24;
ir îgelicher dar ane nam / alsez sin girde wolte haben ebd.
78,25
1.2.1
mit al im Gen. Pl.:
der áller îegelîch habet sîn suért in hánton Will
51,16;
der sternen aller iegelich, / der teilet uns daz sin lieht VEzzo
121;
der steine allir iegelich / treit ein lieht also erlich / widir den andiren besundir Hochz
443;
Rol
5802
1.2.2
mit besunder/ sunderbar/ sunderlich die distributive Sicht verstärkend:
es nie geschah das ein ritter dry zu einem kampff bestunde, wann aller yglichen besunder Lanc
527,4;
Rol
1171;
der ieglicher sunderbâr / mit zuhten und mit sinne / von der kuniginne / urloup dô nam Ottok
90928;
nu sulle wir sagen uon der dinge iglichem sunderlichen, waz ir iglichez bezeichen an dem harne SalArz
110,42
2
attr.:
2.1
allg.:
der erde gebôt er [Gott] / daz si wuocher brâhte alsô siu natûre hâte: / wurze unde sâmen nâch iegelicheme geslahte getân Gen
65;
undi sal iclich man daz sueri Mühlh
119,14;
die stat, / da ieklich mensche erkennet sîne schulde SM: JvR
1: 6,8;
Heimrîch und iegeslîch sîn sun Wh
245,13;
sîn ieglich friunt Ottok
56787;
UvZLanz
2965;
PrBerthKl
4,36
2.2
mit vorangest. ein (unsicher, ob zum folgenden, vgl. Lit. unter 1.1.1):
ein ieglich ungefuͤger bauch, / der ist ein trencker und ein slauch Physiogn
345.
137;
so scol diu erbarmede von uns gan uber einen iegelichen man AvaLJ
215,5;
daz müezzen klagen wir, / ich unde ein iegeslich / siech sender man SM: Gl
1: 3,22;
in eime ieglichen winhofe WüP
53,2;
Will
63,8;
Lucid
62,1;
StRAugsb
38,18
2.3
mit besunder/ sunderbar/ sunderlich die distributive Sicht verstärkend:
nû begund in vor lesen / der mitterkirchære, / wie ez ergangen wære / besunder ieglich dinc Ottok
54715;
Himmelr
7,10;
umb ieglich sache sunderbâr Ottok
71670;
ein ieklich sünderlichü maht der sele ThvASu
56,34.
94,5
MWB 2 1843,39; Bearbeiter: Richter
iegenôte
Adv.
1
‘jetzt (bereits), nun, gegenwärtig’
2
‘mit Eifer, (immer) eifrig; immerfort, immer wieder’ (oder Syntagma? vgl.
genœte
2.1.1 )
1
‘jetzt (bereits), nun, gegenwärtig’
wir graue Conrat, [...], tvͦnt kvnt [...], daz wir vuͤr vns, [...], vnd alle vnsere helfer, die wir iegenote haben, oder har nach gewinnen moͤhten, hant getroͤstet vnd troͤstent mit diseme gegenwertigen briefe UrkFreiburgGr
12,365
(a. 1321);
swenne ich dâ vereinet bin, dâ alliu dinc gegenwertic sint, diu dâ vergangen sint und diu iegenôte [La.: ingnote
] sint und diu künftic sint Eckh
3:102,3
u. ö.;
enzürnet hiute niht / sô vaste wider einen man, / der iegenôte und allezan / gelegen ist iu nâhen bî KvWPart
8790;
RosengD
369,3;
Erlös
1715.
– hierher(?):
hie ist ain kint, / daz hat fúnf girstinun brot / und zwen visch; aber iegenot / was trait daz so vil lútes fúr / sam ich alhie gesamnot spúr? SHort
8814
2
‘mit Eifer, (immer) eifrig; immerfort, immer wieder’ (oder Syntagma? vgl.
genœte
2.1.1):
er schouwete ie genôte / sînes herzen wunne Îsôte Tr
17557
u. ö.;
er blies dâ bî der zîte, / als ob man z’eime strîte / solt îlen iegenôte KvWTroj
28477;
swie wê si mir nu lange hât getân, / als swîgende iegenôte MF: Mor
17: 2,5;
sente Stephanus der sag och got in himelriche stan, do man in igenote steinete HlReg
55,33;
Elis
6368.
–
‘völlig, ganz’
diu wunderlîche schœne / der blüejenden Îsôte / diu blante ie genôte / Marken ûze und innen / an ougen unde an sinnen Tr
17806;
swer den met giuzet / in ein semel [...], / der weiz wol daz in dem met / daz brôt ist unde in dem brôte / der selbe met ie genôte LvRegSyon
4205.
–
‘nur, ausschließlich’
ez ist geschriben / daz man niht iegenot / lept ain von dem prot SHort
4483
MWB 2 1844,63; Bearbeiter: Luxner
iegeslich
Indef.-Pron., Pron.-Adj.
→
iegelich
MWB 2 1845,31;
iegetaget
Part.-Adj.
bezogen auf die Präexistenz Christi ‘(schon) immer existent, ewig’ (vgl.
iegeborn
):
do sante got der heren maget / ein wort, daz dort waz ie getaget HeslApk
576
MWB 2 1845,32; Bearbeiter: Luxner
iegewâ
Adv.
‘überall’ (vgl.
iewâ
):
der selbe got der ist iegewa / beide uerre unde na Glaub
125
MWB 2 1845,36; Bearbeiter: Luxner
iegewëder
Indef.-Pron., Pron.-Adj.
‘jede(r/ s) von beiden, beide’ (s.a.
ietwëder
u.
iewëder
, vgl. Mhd. Gr. (KSW) 2 § P 340-344, zur Verwendung und Position im System der Indef.-Pron. § P 282)
1 pron. 2 attr.
1
pron.:
ir iegweder den anderen stach / nider zô der erden SAlex
1730;
dye sulen wir [...] haben glich mit ein andir zu dyniste vnde zu nuzze, vnsir yqueder gliche halb mit alleme rethe UrkCorp (WMU)
1200,42;
nim chrichisch pech vnde uon sisamo icweders gelich. da uon mache ein salben SalArz
80,24.
93,34;
NvJer
20157.
–
der phenic [Fench, Fennich (panicum), eine Hirseart] ist deme hirse gelich. an siner nature. jdoch spiset her den lip ein weinich minner. denne der hirse. swenne man icwedir [das eine oder das andere] ezzen wil. so bedarf iz wol veiztis uleischis SalArz
10,2.
– selten mit Präd. im Pl. ‘beide’
ciseren [Kichererbsen] sin tzueir slachte. eine sin wiz. di anderen rot. [...]. jcweder spisen wol [sind nahrhaft]
SalArz
10,36
2
attr.:
ir vanen si ûf bunden / under iegwederme here SAlex
2716;
niderhalp des enkeles an icwederem vuze SalArz
30,34;
als daz swert itwedir [La. yquedir
] sît / ist gescherfit NvJer
2498;
PrWack
8,88
MWB 2 1845,38; Bearbeiter: Richter
iegewëderhalp
Adv.
‘auf beiden Seiten’ (s.a.
ietwëderhalp
u.
iewëderhalp
):
swer di uic blater [Feigwarzen] ^$t hat uon grozir vuchte di leimic ist. der hat bladem [Blähung] des zu uil ist icweder halp bi den siten. vnde gurgelt in dem buche SalArz
52,41
MWB 2 1845,62; Bearbeiter: Richter
iegewedersît
Adv.
‘auf beiden Seiten, beiderseits’ (s.a.
ietwëdersît
u.
iewëdersît
):
were aber [...], daz der zvaiger ainer oder sie baide abe giengen oder enweren, so súln sie jegwedir site mit an ander ainen ander an des stat weln UrkCorp (WMU)
2249,17;
diselben zwene, die da benant sin, der muz iquedersit einer gewest sin an deme rate [...]; so volkumit he mite zu rechte. sint aber si einsit gewest beide, so mac he nicht volkumen StRFreiberg
111,11.
113,18
MWB 2 1846,4; Bearbeiter: Richter
iegewelich
Pron.-Adj.
‘jegliche(r/ s)’ (s.a. Mhd. Gr. (KSW) 2 § P 333, Anm. 2):
ein iegwelich octava beceichinot den ewigin lib PrWack
4,5
MWB 2 1846,14; Bearbeiter: Richter
iege|wër (?)
Indef.-Pron.
zu ahd. iogi(h)uuer (AWB 4,1682) oder zu asächs. iogi(h)uuê (AWB 4,1678)/ mnd. ioiewê (MNDWB 2,465, M. Jaatinen, Pronomen ‘jeder’ im Mnd., in: Zs. f. Mundartforschung 28,4 (1962), S. 310-375, hier 314).
‘jede(r/ s), jegliche(r/ s), wer auch immer’ (s.a.
ieswër
):
waz achte ich uf unrechten nit, / iegeweme ich rechtes gutes gan SSp
3,20
MWB 2 1846,17; Bearbeiter: Richter
ieglich
Indef.-Pron., Pron.-Adj.
→
iegelich
MWB 2 1846,25;
ielanc
Adv.
mit Komp. ‘stetig, kontinuierlich’ (s.a.
ie
3.1):
der tac ie lanc hôher schein Parz
282,8;
nu wuͦs [l. wuohs
] di juncfrouwe ielanc baz Elis
747
u. ö.
– mit sô und Komp.:
der welte schancz [der Lauf der Welt] ist wunderlich, / [...], / alle tag so wechselt sy sich, / wyers yelangk so lenger HvNstAp
3
MWB 2 1846,26; Bearbeiter: Luxner
ielich
Indef.-Pron., Pron.-Adj.
‘ein(e) jegliche(r/ s), jede(r/ s)’ (s.a.
iewelich
, vgl. Mhd. Gr. (KSW) 2 § P 332f.)
1 pron. 2 attr.
1
pron.:
ielich [von zwei Verliebten] des andern libe entsuͦb [spürte]
Elis
1490;
nah ielichs wielichi [
secundum uniuscuiusque qualitatem
]
BrEng
2.
– mit sunderlich die distributive Sicht verstärkend:
wan [l. man
] sol abir den vier und zweinzigen ielichem sunderligen dar gebieten StRFreiburg
668.
– mit vorangest. ein:
ein ieliche der sich irhohit [
omnis qui se exaltat
] der wirt gediemvͦtit BrEng
7;
diz gvͦt wart geteilt dar nah als eim ielichin dvrft was [
dividebatur singulis prout cuique opus erat
]
ebd.
34.
– mit partit. Gen.:
der sternen aller ielich, / ter teilet uns daz sin lieht SEzzo
65;
si [
die minner werlt, d.i. der menschliche Körper] ist von vier vuchtin tzusamene kumen, der man ilich vindit sichtechlichen an im vnde allen sinen liden SalArz
1,33;
PrWack
17,12
2
attr.:
ein ielich burger ist genoze / sines guͦtes daz er koͧfet / noh en git ouch en hein burger dem andirn voget stûre StRFreiburg
667;
von ielicher zv́nfte UrkCorp (WMU)
1798,6.
– mit vorangest. ein:
dv oͥgin vnsirs herrin an einr ielichir stat [
in omni loco
] schowen beidv die vbiln vnde die gvͦtin BrEng
19;
ein ielichs altir vnde ein ielichv virnvnst [
omnis aetas vel intellectus
]
ebd.
30;
ein ielich vriman UrkCorp (WMU)
494,12
MWB 2 1846,33; Bearbeiter: Richter
ieman
Indef.-Pron.
auch iemant mit epithetischem t; abgeschwächt auch iemen; auch îmin ( Mühlh ) und geman (
Roth
1563
); flekt.: Gen. ieman(ne)s, Dat. ieman(ne), Akk. ieman und iemanne (
VisioPaul
2:2,12
) sowie iemannen (vgl. WMU 2,913); vgl. Mhd. Gr. (KSW) 2 § P 116-122, zur Verwendung und Position im System der Indef.-Pron. § P 282.
1
‘(irgend-)jemand’
1.1 allg. 1.2 näher best. (durch Rel.-Satz, explikativen oder partit. Gen., Präp. u.ä.) 2 im abh. Satz auch ‘niemand’
1
‘(irgend-)jemand’
1.1
allg.:
daz er nîeth dólan ne uuíl. daz míh îeman sîner mínnon írre Will
34,2;
diz buch, daz lert uzzen sehen, / waz gemutes man sull ieman iehen Physiogn
30;
verliusest aver dû iemens hulde Barth
155,33;
wie mochte der iemanne gehelfin, der ime selbir nicht gehelfin mochte? PrMd (J)
342,10;
weiz ieman noch, ob daz hvn / mit petersilien versoten si? ReinFu
K,2082;
fröide ist also tiure / [...], / daz si kûm ieman vergelten kan SM: KvL
17: 4,3;
KvWHerzm
564;
Himmelr
1,6;
BdN
401,25
1.2
näher best. (durch Rel.-Satz, explikativen oder partit. Gen., Präp. u.ä.):
ist hi imen / der mir zeder note gestat Rol
5450.
1342;
ist imant der icht gutes kan Macer
Reimvorr. 4;
swa ich aver iemannen vant, / der ein irrære was SüklV
547;
Lucid
142,11;
Herb
8397;
PrOberalt
65,38;
war och, daz ieman der burgar korn vz vurt heimlich UrkCorp (WMU)
680,24;
daz ich iemen guoter ane sehe / mit so süntlîchen ougen Greg
3510;
kom ieman armer liute her Tr
2991;
hân ich getriuwer iemen NibB
147,3;
Boner
53,84;
Iw
6229;
swer ieman von Lvzzerron ansprichet vmb totgerehte UrkCorp (WMU)
18,43.
– mit ander:
hetz anders iemen mir gesagt Parz
189,22;
vnd sol enkain vnser erbe gewalt han, das selbe lehen iemanne anderm ze lihinne UrkCorp (WMU)
2596,46
u. ö.;
ube iz ander ieman sâhe Gen
751;
diu vieriu würkent under in / als wol als ieman ander Tr
4971;
Spec
3,7;
NibB
355,4
2
im abh. Satz auch ‘niemand’
trinke ouch in der maze so, dazz ieman missevalle Tannh
12,47;
swenne si des ersten swanger werden so sal man bewarn daz in imant uor nenne di spise der man zu der cit nicht gewinnen mac SalArz
65,24;
bat si den almehtigen got, das er si von diser werlte neme, das von ir ieman in deheine vnrehte girde geviele Konr
12,29;
NibB
1051,2;
VRechte
276.
– fraglich, ob auch im selbständigen Satz:
wil aber ieman wesen vrô, / daz wir in den sorgen iemer niene leben? Walth
42,31
MWB 2 1846,60; Bearbeiter: Luxner
iemer, immer
Adv.
auch imer, inmer und ummer.
1 temporal (für eine detaillierte, syntaktische Analyse vgl. Wiktorowicz, Temporaladv., S. 47ff.; Burger, Zeit, S. 299ff.); häufig mit verstärkendem mêr(e) (spätmhd. wohl bereits univerbiert; vgl. FWB 8,42f.) 1.1 Wiederkehr oder Zeitdauer eines Sachverhaltes/ einer Handlung ausdrückend (sowohl im Haupt- als auch Nebensatz; iterativ und durativ nicht immer unterscheidbar) ‘(für) immer, die ganze Zeit; jedesmal’
1.1.1 i. d. R. mit Präd. im Präs. (der andauernde Vorgang erstreckt sich in der Regel auch in die Zukunft) 1.1.2 seltener mit Präd. in Vergangenheitsform (es kann sich dabei um einen bereits abgeschlossenen oder noch andauernden Vorgang handeln) 1.2 einen unbestimmten Zeitpunkt kennzeichnend (meist in Fragesätzen, negierten Haupt- oder Nebensätzen sowie in Nebensätzen, deren übergeordneter Satz eine Negation oder einen mit einer verneinenden Vorstellung verbundenen Ausdruck aufweist) ‘je, jemals’
1.2.1 mit Präd. im Präs. (der andauernde Vorgang kann sich dabei auch in die Zukunft erstrecken) 1.2.2 mit Präd. in Vergangenheitsform (es kann sich dabei um einen bereits abgeschlossenen oder noch andauernden Vorgang handeln) 1.3 im abh. Nebensatz mit Konjunktiv auch neg. ‘nie, niemals’
2 modal, verstärkend oder verallgemeinernd (nicht immer deutlich von 1 zu trennen) ‘überhaupt, auch nur’
1
temporal (für eine detaillierte, syntaktische Analyse vgl. Wiktorowicz, Temporaladv., S. 47ff.; Burger, Zeit, S. 299ff.); häufig mit verstärkendem mêr(e) (spätmhd. wohl bereits univerbiert; vgl. FWB 8,42f.)
1.1
Wiederkehr oder Zeitdauer eines Sachverhaltes/ einer Handlung ausdrückend (sowohl im Haupt- als auch Nebensatz; iterativ und durativ nicht immer unterscheidbar) ‘(für) immer, die ganze Zeit; jedesmal’
1.1.1
i. d. R. mit Präd. im Präs. (der andauernde Vorgang erstreckt sich in der Regel auch in die Zukunft):
so vert er in die hella; / da muoz er iemer inne wesen MemMori
73;
wie cumet daz der himel iemer loufet? Lucid
11,5;
wil diu sældenrîche, / daz ich iemer mich gelîche / zuo dien, die ungelüke hânt SM: Had
26: 2,2;
daz disev rede [...] also stet sei vnd immer vestichait hab UrkCorp (WMU)
1618,6;
het ichs niht immer schande, ir soldet vliesen daz leben NibB
2312,4;
ich sal iͤmer zuͦ dinen vuͤzen ligen, / niͤmer ^$’n sal min herz geswigen MarlbRh
41,7;
sô [...] loket [
er
] sein undertânen ümmer in daz êwig leben BdN
214,22;
Parz
254,24;
Iw
6912;
Mechth
7: 48,90;
MarldA
324.
–
daz ich mit bedachtem mvͤte min hoͤf [...] han geben ze Wihenberc vf vnserre vrowen sante Marien alter [...] ewecliche ze habenne vnd ze niezenne vmmer vnd vmmer UrkCorp (WMU)
2129,6.
–
ane liep sô manic leit / wer möhte daz erlîden iemer mê! Walth
90,16;
lob unde ere / nu unde iemir mere / sage wir dir, heilige Crist Rol
776;
Er
5392;
Eckh
5: 246,1;
Eilh
St,7178.
– subst.:
sa wil ich ummer sin mit dir / in ummer werndes ummer: / von dir gescheide ich nummer Elis
5327;
din ewic immer Frl
7:1,1;
JTit
1,3.
– für die Verbindung mit ie, welches in Bezug auf Vergangenes gebraucht wird, vgl.
ie
1.1.1
– mit Konj. swenne
‘jedesmal wenn’
immer swenn si kumt, ir mûl dort stêt, / dâ der brunne ûzem velse gêt Parz
442,19.
391,1.
–
iemer tac
‘fortwährend, immerfort’
swer sich dur sînen herren sûmet iemer tag, / daz er sîn selbes ding niht schaffet, obe er mag, / der effet sich KLD: Schulm
4:8;
JMeissn
A1:12,18.
–
iemer wërnde
‘fort-, immerwährend, ewig’ (spätmhd. wohl bereits als Part.-Adj. univerbiert, vgl. FWB 8,44f.):
Krist / [...] / der dir mit endelôser zît / ein iemer werndez leben gît RvEBarl
12110;
so wurt ein solich unlidelich ewig iemerwerende unfride, von dem alle menschen erbiben súllent Tauler
392,9;
daz [von Gott Gegebene] mag wol komen / ze trôste der sêle und vristen vor dien iemer wernden grôzen starken leiden SM: JvR
1: 9,6;
Elis
5327;
Frl
5,52,19
1.1.2
seltener mit Präd. in Vergangenheitsform (es kann sich dabei um einen bereits abgeschlossenen oder noch andauernden Vorgang handeln):
du hast mich iemir gwunnen Rol
2538.
3650;
dâ wart sumelîcher wunt, / daz er ûf die erden saz / unde strîtes immer vergâz LivlChr
6212;
daz diz zergänclîche guot / iemer wer, des doch niht ist RvEBarl
355;
Tr
6529;
Lanc
563,20;
swâ der pflaster deheinez lac, / dâ was immer süezer smac Wh
451,24;
die sint imer sît gewesen / durch ir willen âne man UvZLanz
9155.
7092;
iemer hôrt ich gerne sîniu maere MF: Reinm
55: 2,11;
Ägidius
721;
Rol
7945.
–
si minten alle gotliche lere / unt lobeten in imir mere / daz er diu wunder zu in hete getan Rol
356;
der künic und diu künigîn / besâzen dâ ir eigen lant, / dâ man sît immer mêre vant / vreude nâch des herzen gir Wig
11608;
UvLFrd
30,17;
KvHeimHinv
1051;
Frl
5:104,7
1.2
einen unbestimmten Zeitpunkt kennzeichnend (meist in Fragesätzen, negierten Haupt- oder Nebensätzen sowie in Nebensätzen, deren übergeordneter Satz eine Negation oder einen mit einer verneinenden Vorstellung verbundenen Ausdruck aufweist) ‘je, jemals’
1.2.1
mit Präd. im Präs. (der andauernde Vorgang kann sich dabei auch in die Zukunft erstrecken):
si negerent durh den durst iemer metes noch wines Himmelr
9,15;
ez ist ungelouplîch, / [...], / daz immer mensche erstê / dar an der tôt sîn reht begê KvHeimUrst
953;
owê, daz iemer wîb ir êr engentzet / dur valscher minne girde SM: Tu
1: 2,5;
Hetele der enruochte, ob si immer ûf daz mer / mit ir kriuze kœmen Kudr
844,1;
dû enwirbest niemer daz, / daz dû iemer werdest âne haz Tr
8410;
um si begunde sorgen wîb unde man, / ob si immer komen solden heim wider in daz lant NibB
67,3;
Lanc
385,26;
Priesterl
520.
– wohl hierher (anders BMZ 2,1:149b,49ff. sowie Komm. z. St.):
solt iemer man beliben sîn / durch liebe oder durch der minne rât, / sô waere ich noch alumbe den Rîn MF: Hausen
7:1,2.
–
he hatte keine trachtunge me daz he Doringenlant ummer mer solde gesee Köditz
56,25;
‘ouwê’, sprach er, ‘sun mîn. / sol ich dich immer mêr gesehen? Wh
421,3;
MF:Mor
30: 1,2;
Parz
536,5;
Volmar
1001
1.2.2
mit Präd. in Vergangenheitsform (es kann sich dabei um einen bereits abgeschlossenen oder noch andauernden Vorgang handeln):
wie mohte mich sin hulde / iemer sanfter ane chomen? StrKD
59,127;
din vil reinu scam / irscrach von deme mære, / wie magit ane man / iemir chint gibare MarseqM
27;
got müeze si vellen / die dem immer swert gegeben / der daz rîterlîche leben / niht behalten künne Wig
2340;
iz was von im ungehôret, / daz er sich iemer hête gekêret / an sô getâne trugehait Kchr
8221;
der selbe gotis bote, der was der mildeste man, der immir mochte werdin PrMd (J)
341,24;
Tr
10982;
Georg
1313.
–
ez was diu leste gâbe, die sît immer mêr / gebôt deheinem degene von Bechelâren Rüedegêr NibB
2197,3;
swer deheinen eit zebrach, / swâ man den immer mê gesach, / der was ungenæme, / den liuten widerzæme Wig
2149
1.3
im abh. Nebensatz mit Konjunktiv auch neg. ‘nie, niemals’
der künic hiez die sîne gar, / [...], / daz sie sîn huoten ûf dem wege, / daz er iemer gesæhe / dekeine sache smæhe / und niemer vür in kæme, / swaz wære widerzæme RvEBarl
1155;
bisnîdet iweriv oͮgin uon unsalichlichem gesûni, [...], iwer hente uon ubeln griffen, daz der ubele tôt imer chomen mêgi zvͦ unser sêle Spec
17,16;
si wânden, soltens einen tac / von einander sîn gewesen, / daz si iemer möhten genesen GFrau
100;
Parz
810,16;
Tr
7354.
–
waenent ir, ob ir mich toetet, / daz ich iuch iemer mêr beschouwe? MF: Mor
34: 6;
herre, blende ir herze sin, / daz sie niht sehn, daz ich an in / mîne erbärmede iht begê / und daz ich sie iemer mê / an mich lâze wider komen RvEBarl
2810;
NibB
669,4;
in Sperrstellung:
dô wânde ich sie ze gote alsô bestaeten, / daz si iemer vuoz ûz sîme dienste mêr getraeten MF: Reinm
31: 1,6
2
modal, verstärkend oder verallgemeinernd (nicht immer deutlich von 1 zu trennen) ‘überhaupt, auch nur’
wie mohte die selbe wile iemer heiliger werden, wen an der selben wile brach vnser herre die helle vnde nam dar uz alle sine holden Lucid
82,8;
daz ichz immer einen tac / sol gevristen, deist ein klage, diu mir ie bî dem herzen lac Walth
114,15;
hettich nu sigen in gvt / des dir immir wurde not Roth
2814;
VAlex
380;
Tr
12742.
– am Satzanfang, das zuvor Gesagte fortführend oder zusammenfassend ‘so, also’
iemer dar nach als wir hie rich sint an heiligen tugenden, also sint únser dienstman edele Mechth
4: 14,47
MWB 2 1847,43; Bearbeiter: Luxner
iemeren
swV.
hier immern.
‘immer währen, ewig andauern’
‘ir glichet den lebenden steinen / die dar in [im Tempel Gottes] sin gezimmert.’ / daz spricht: daz immer immert / und des nimmer mac zu gen [vergehen] , / die sule die dar inne sten [vgl. I Pt 2,4f.]
HeslApk
6278.
– Part.Prät.: ‘für die Ewigkeit gemacht, ewig’
ez muoz sich alles enden, / ân die gotes trinitât, / diu ist geimmert sô daz sie niht endes hât Loheng
985
MWB 2 1849,60; Bearbeiter: Luxner
iemerêwic
Adj.
‘ewig, immerwährend’
daz er [Gott] uns geruoch ze geben / mit freuden daz êwic leben, / und uns got durch sînen tôt / die immerêwigen nôt / von sînen gnâden wende Helbl
3,258;
wer dan diz brot yszet eben, / dem wirt ein vmmerewig leben EvStPaul
12041
MWB 2 1850,5; Bearbeiter: Luxner
iemerêwiclich
Adj. , -lîchen
Adv.
‘ewig, immerwährend’
die stymme min gehorent ie / die minen schaf [...], vnd ich yn geben / ein vmmerewicliches leben EvStPaul
12851;
daz ir in sime namen hant / ein leben, daz kein ende enhat / vnd vmmerewiclichen stat ebd.
14617.
1577
MWB 2 1850,11; Bearbeiter: Luxner
iemerkæse
stM.
ein von der →
iemerkuo
stammender und als Abgabe verwendeter Käse:
item habemus unum sweichlehen ibidem, in quo servantur nobis VI immerchvͤwe per hyemen et estatem, et de qualibet vacca dantur L immerchæse UrbNAlteich
169;
predicta vidua et filius eius teneat hereditatem H. quondam mariti eius et serviat de ipsa ecclesie L caseos qui dicuntur ymmerches DRW
6,202
(NotizBlÖst.; a. 1264)
MWB 2 1850,17; Bearbeiter: Luxner |