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ABCDEF s.VGHIJKL
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i – ie|besunder (?)
ieclich – iemerkæse
iemerkuo – iersch
iertes – iewëdersît
iewelich – ihten (?)
ihtesiht – îlunge
im – in
in – în bezûnen
în biegen – în brëhen
în brîden – inder(t)
in dës – inelende
în enthalten (?) – ingebër
în gebërn – ingesigelde
ingesinde – in guot
în gürten – în houwen
      în gürten swV.
      înguʒ stM.
      în haben swV.
      inhaber stM.
      în haften (?) swV.
      inhaftic Adj.
      în halten stV.
      în hangen swV.
      înhangunge stF.
      inhant Adv.
      inhant stF.
      inhart (?) Adj.
      în heften swV.
      inheimisch Adj., Adv.
      inhein Pron., Pron.-Adj.
      în heiʒen swV.
      inhelde (?) Adv.
      inhende stN.
      înhër Adv.
      inhitze Adj.
      inhitzen swV.
      inhitzic Adj.
      inhitziclîchen Adv.
      în holn swV.
      în houwen swV.
inhûs – în lâʒen
înlâʒunge – în lûchen
în luogen – inne halten
în neigen (?) – innergewant
innerhalbe – inniclich
innigen – în rüefen
în rüeren – inschrift
în sëgenen – în slahen
însleich – în springen
în spruʒʒen (?) – interpretieren
intestîn – în twingen
în ünden – în vleischen
învleischunge – înwander
inwaner – în wischen
în wîsen – ipocrisis
ipocrite – irhalp
irhære – irregunge
irrehaft – Ir|rîche
irricheit – îsenbû
îsendach – îsenkaste
îsenkëc – îsensacroc (?)
îsenschûfel – îserîn
îserkleit – isôpe
isôpensaf – îtelhant
îtelinc – itwinde
iu – îwînboum

   în gürten - în houwen    


în gürten swV. ‘etw. hineinschnüren’ [Vivianz wurde das Banner durch den Leib gestoßen] sô daz imz geweide / ûz der tjost übern satel hienc. / der helt die banier dô gevienc / und gurtez geweide wider în Wh 25,27

MWB 2 1898,42; Bearbeiterin: Baumgarte

înguʒ stM. 1 ‘Eingießung, Eingebung’ (vgl. îngieʒunge , îngoʒʒenheit )
2 Flüssiges, das jmdm. eingegeben wird (metonymisch zu 1 )
3 in der Astrologie wohl ‘Vorwärtsbewegung’ der Planeten (vgl. FrlWB 172)
   1 ‘Eingießung, Eingebung’ (vgl. îngieʒunge , îngoʒʒenheit ): gratie infusio. / daz sprichet in der diutsch alsô: / der genâden inguz LvRegSyon 3774; alsô kumet si [die Seele] zuo irm zil; daz ist der îngus des heiligen geistes ZweiWege 245    2 Flüssiges, das jmdm. eingegeben wird (metonymisch zu 1): ir [der Kichererbse] einguz ist guot für des zantflaisches smerzen BdN 389,18. 389,33    3 in der Astrologie wohl ‘Vorwärtsbewegung’ der Planeten (vgl. FrlWB 172): in irem lauff die sieben planeten, / ir einguß und ir aufzug FrlSuppl 11:201,58; wie gestecket in die firme / sint die sterne, [...], / die sich werren mit der irre, / inguz, wandel, nehe, virre Frl 1:17,25

MWB 2 1898,47; Bearbeiterin: Baumgarte

în haben swV. inne haben

MWB 2 1898,61;

inhaber stM. innehabære

MWB 2 1898,62;

în haften (?) swV. ‘anhaften’ (oder in hier Verneinungspartikel? vgl. Eckh 1:120,8 ): daz man kein ende habe, keinen ort und nirgin si ingeslozzin und nirgin inhafte Parad 47,29

MWB 2 1898,63; Bearbeiter: Hansen

inhaftic Adj. hier inhaeftich. ‘habhaft, innehabend’; in der Wendung ~ wërden mit Gen. ‘etw. erhalten’ vnd die punde [...]sullen als lang weren, vntz vnser iglicher seines tails inhaeftich wirt vnd im ein geantwurtet [überantwortet] wirt RegisterLudw 313a (a. 1331)

MWB 2 1899,3; Bearbeiter: Hansen

în halten stV. in der Wendung (sich) hart ~ ‘in (einen Kampf) heftig hineingehen, sich mit Kraft hineinbegeben’ der herre menlichen streit / vnde hilt sich in hart, / vnz im ein rum wart / hin zv den schiffen. / da weren sie besliffen, / wen daz er alleine / sie troste alle gemeine Herb 11841; die herren hilden in hart / vnde ir geferten. / den wiben [Amazonen] sie sich werten ebd. 14750

MWB 2 1899,9; Bearbeiter: Hansen

în hangen swV. in oder an etw. hängen, ‘inne- bzw. einwohnen, anhaften’ (vgl. lat. inhaerere; bildl. in myst. Texten, vgl. Egerding, Metaphorik 2,320. 322): – Part.-Adj.: die drie personen inhangende in einikeit dez wesens ist selikeit Seuse 186,27; die bewegunge dez menschlichen gemüetes, daz da inhanget dem bösen [ motus animi humani inhaerentis malo ] ThvASu 180,26; die inhangende habung ebd. 226,4 u.ö. – subst. (vgl. înhangunge ): er [Gott] ist ein înhangen in sîn selbes lûter weselicheit, dâ niht zuohangendes enist Eckh 1:56,5; die krefte, die under gote swebent, die hânt ein înhangen in gote ebd. 1:56,9; Eckh (Pf) 416,33

MWB 2 1899,17; Bearbeiter: Hansen

înhangunge stF. ‘Inne- bzw. Einwohnung, Anhaftung’ (bildl. in myst. Texten, vgl. în hangen ): nâch înhangunge der persônen in daz wesen, dâ ist werk únd wesen ein Eckh 3:133,1; ez ist zesagen, daz in der wirkünge der erbesünde zwei ding zebetrahten sint. daz erste daz ist sin inhangunge zuo dem gegenwurfe [ primo quidem, inhaerentiam eius ad subiectum ] ThvASu 188,6

MWB 2 1899,30; Bearbeiter: Hansen

inhant Adv. ‘öfter, wiederholt, immer wieder’ dô quam ouch zûgejagit sân / ein michil her Littouwin, / dî [...] an dî brûdre trâten / inhant mit strîtis schricke [ et ipsos sepius hostiliter invaserunt (S. 184)] NvJer 24974; doch inhant eine cleine schar / ûf dem velde her und dar / irschein ebd. 14409; ir [der Litauer] kunic daz vil harte / bevestent mit gebote, / daz inhant ein rote / mit irre wer darûffe [auf der Burg] lît / ûf eine vorbenante zît ebd. 23181. 3676 u.ö.; he ging nicht vel muzig noch phewin [bildl. ‘wie ein Pfau’ ] , sundern io ein hant [l. ie inhant; übers. saepius, vgl. Anm.z.St.] zoch her in daz Ostirlant Köditz 35,23

MWB 2 1899,38; Bearbeiter: Hansen

inhant stF. die hohle Hand (vgl. inhende ): vola: inhant VocOpt 1.171

MWB 2 1899,51; Bearbeiter: Hansen

inhart (?) Adj. herte Adj.

MWB 2 1899,53;

în heften swV. ‘etw. heftend befestigen, einheften’ diu vrouwe truoc ein vürspan / [...]; / dâ mit hafte si ir buosem în [damit befestigte sie das Brustteil ihrer Kleidung, verschloss sie ihr Kleid] Wig 10566

MWB 2 1899,54; Bearbeiter: Hansen

inheimisch Adj., Adv. 1 Adj.
1.1 ‘am Ort anwesend’
1.2 ‘im Ort oder Land beheimatet’ (im Ggs. zu gast )
2 Adv. ‘zuhause’
   1 Adj.    1.1 ‘am Ort anwesend’ is abir die wirt [der Herr des Hauses, in dem ein Geschädigter einen Dieb stellt] dinne nicht [nicht zuhause] , so sal he [der Geschädigte] sien also langi beiti [...], biz daz he din cumit, ab he inheimis is. inweri abir die wirt nicht inheimis, so sal he di nachiburi bite, [...] daz su umi den man bistetigin [festhalten] also langi, biz daz he nach mi richteri gige Mühlh 122,15. 134,22    1.2 ‘im Ort oder Land beheimatet’ (im Ggs. zu gast): – in der Wendung jmdn. ~ machen (mit refl. Dat.) ‘jmdn. bei sich aufnehmen, einbürgern’ aldâ nâhen bi der stat [Troppau] / gar rîchlich in [den Thüringer Ludwig von Medlitz] behûset hât / der vierde kunic Watzelabe, / [...]; / er machte inheimisch im den gast Kreuzf 5569    2 Adv. ‘zuhause’ die sich zu gote zihen, / tantzen, ballen entvlihen / [...], / in heimisch schemic wesen, / [...] / Jhesum den edlen jungen / lockent mit iren zungen, / [...] des kunges brut / werden sie, die so leben Daniel 2043

MWB 2 1899,59; Bearbeiter: Hansen

inhein Pron., Pron.-Adj. nehein

MWB 2 1900,16;

în heiʒen swV. ‘etw. heizen’ vmb aller heiligen tag sol man der korschuler stuben einhaicczen 2DWB 7:731,4 (samml. pädagog. schr.; a. 1343)

MWB 2 1900,17; Bearbeiter: Hansen

inhelde (?) Adv. wohl ‘den Berg herab, abwärts’ (zu halde swstF.; oder l. enhelde ‘am Hang’ ?): daz alliz daz gvͦt, daz inrunt den vier crivcin vnd von der obenendi der berge bi dir stat dis inhelde zitale lit [...], dc daz in dem selbin rehte stande alse Costinzer eigin an erbinne UrkCorp (WMU) 1453A,16

MWB 2 1900,20; Bearbeiter: Hansen

inhende stN. ahd. inhenti (vgl. AWB 4,1602). die hohle Hand (vgl. inhant ): vola: inhende Gl 3:354,1 (BStK927); ir: inhende SummHeinr 2:335,109.1

MWB 2 1900,27; Bearbeiter: Hansen

înhër Adv. ‘herein’ (s.a. → hërîn ): knappen er do komen sach / zu dem palaß in her HvNstAp 12268; ginch vil drat in diu stat und fuͤr inher die arm, die amuͤgeln, die blinten, die haltzzen uz den wegen und auz den strazzen PrOberalt 122,32

MWB 2 1900,30; Bearbeiter: Hansen

inhitze Adj. ‘inbrünstig, leidenschaftlich’ (vgl. inhitzic ): gottes licham wirdeclich enphangen machet inhitze zuo der minne Eckh (B) 117,17

MWB 2 1900,35; Bearbeiter: Hansen

inhitzen swV. enthitzen

MWB 2 1900,38;

inhitzic Adj. ‘sehr heiß, leidenschaftlich, inbrünstig’ (zum intensivierenden in- vgl. 1in- ): diser heilig caplan waz ein gotlich man in allem sinem tun. [...], und als er denne an sinem gebet was, so waz er so inhitzzig daz ez on maz waz EbnerChrist 40,28. 8,11; diu sêle, diu dâ ist gekêret mit aller kraft under daz lieht gotes, diu wirt inhizzic und inviuric in götlîcher minne Eckh 2:368,4; Seuse 386,17 u.ö.; cze dem vierden mâl schol man dis speis enpfâhen in gotleicher inhiczziger minne MvHeilFr 61. 39. 40. 59; nu pin ich inhizich / von sunden maniger hande, / der ich mich laider nie erchande GvJudenb 378

MWB 2 1900,39; Bearbeiter: Hansen

inhitziclîchen Adv. ‘inbrünstig, leidenschaftlich’ (vgl. inhitzic ): sant Johannes waz alse begirich unde bran sin herce alse inhizicliken von der minne unsers herren wort zehorenne daz er unserme herren nah gevolget heti uz der wͦsti PrHvKonst 40

MWB 2 1900,52; Bearbeiter: Hansen

în holn swV. ‘etw. oder jmdn. hereinholen, zu sich holen’ were der [Verstorbene] lichte als arm das er erberen bigrebide nith erzugen mohte den sullîn si reͥthen vnd holen mit ir koste ze Basil în vnd in da erberlich bestatten UrkCorp 155,31. – subst., bildl. in myst. Texten (vgl. înkêr 2): do muͦs ein kreftig inker geschehen, ein inholen, ein innewendig versamenen aller krefte Tauler 9,20

MWB 2 1900,57; Bearbeiter: Hansen

în houwen swV. ‘etw. hineinhauen, durch Hauen in etw. hineintreiben’ obene in die fossiure [Grotte] / dâ wâren niwan driu vensterlîn / schône unde tougenlîchen în / gehouwen durch den ganzen stein, / dâ diu sunne hin în schein Tr 17061. 16726

MWB 2 1901,1; Bearbeiter: Hansen