i – ie|besunder (?) ieclich – iemerkæse iemerkuo – iersch iertes – iewëdersît iewelich – ihten (?) ihtesiht – îlunge im – in in – în bezûnen în biegen – în brëhen în brîden – inder(t) in dës – inelende în enthalten (?) – ingebër în gebërn – ingesigelde ingesinde – in guot în gürten – în houwen inhûs – în lâʒen înlâʒunge – în lûchen în luogen – inne halten în neigen (?) – innergewant innerhalbe – inniclich innigen – în rüefen în rüeren – inschrift în sëgenen – în slahen însleich – în springen în spruʒʒen (?) – interpretieren intestîn – în twingen intestîn stN. inthecken swV. intiefe stF. intp- intpf- intph- int|qu întrac stM. în tragen stV. intremeis stN. în trenken swV. în trëten stV. în trîben stV. întrit stM. în tropfen swV. întrouf stM. în troufen swV. intrucken swV. intrünnen stV. intsam Adv. int|t- în tunken swV. în tuon V. int|v- în twingen stV. în ünden – în vleischen învleischunge – înwander inwaner – în wischen în wîsen – ipocrisis ipocrite – irhalp irhære – irregunge irrehaft – Ir|rîche irricheit – îsenbû îsendach – îsenkaste îsenkëc – îsensacroc (?) îsenschûfel – îserîn îserkleit – isôpe isôpensaf – îtelhant îtelinc – itwinde iu – îwînboum
|
intestîn
stN.
‘Darm, Wurst’ (zu lat. intestinum):
mit pardris und lampriden vil manigen da genuͦgte. / [...] etlichen andern fuͦgte / ein intestin uf einem kol erkrammet [ausgedrückt]
JTit
631,3
MWB 2 1948,3; Bearbeiter: Hansen
inthecken
swV.
→
endecken
MWB 2 1948,7;
intiefe
stF.
‘innerster, tiefster Grund’ (mit intensivierendem in-, vgl.
1in-; vgl. auch
ingrunt
und lat. altum;):
wesen unde nâtûre ist ein lieht in liehtes eigenschaft. des liehtes ist daz wesen ein ingrunt und ein intiefi. har umbe ist ez wesen Eckh (Pf)
669,33
MWB 2 1948,8; Bearbeiter: Hansen
intp-
→
enb-
MWB 2 1948,14;
intpf-
→
entv-
MWB 2 1948,15;
intph-
→
entv-
MWB 2 1948,16;
int|qu
→
enk-
MWB 2 1948,17;
întrac
stM.
‘Beeinträchtigung, Schaden’ (vgl. DRW 2,1473):
an den orten, da si [die auswärtigen Metzger] vor alter here gepflegen von morgen an bis zu abent stehen mogen on eintrag und verhinderung der statmezler WüP
6e,8
MWB 2 1948,18; Bearbeiter: Hansen
în tragen
stV.
auch inne tragen
(
ThvASu
).
1
‘etw./jmdn. (in einen Raum) hineintragen’
1.1 allg. 1.2
‘etw. einsammeln, heimbringen, (als Ernte) eintragen’
1.3
‘etw. (in den Körper) hineinleiten, ins Innere befördern’
1.4 bildl. in myst. Texten ein (Hin)Einbringen in den Menschen oder seine Seele (vgl. Egerding, Metaphorik 2,570. 574. 576) 2
‘etw. einweben, einwirken’ (nur part.) 3
‘etw. zur Folge haben, einbringen’
4
‘etw. rauben, entwenden’ (verschrieben aus
entragen
?)
1
‘etw./jmdn. (in einen Raum) hineintragen’
1.1
allg.:
ir kamergwant truoc man în / und entladete den helfant Wig
11460;
bi einer wîle giengen schenken für / mit gezierd von Azagouc, / dar an grôz rîcheit niemen trouc: / die truogen junchêrren în Parz
84,23.
182,3;
in diseme leitschalle / wart her Lînier în getragen. / beidiu wuof unde clagen, / des was vil ob dem wirte UvZLanz
2121;
Wh
259,22.
– übers. lat. importare
‘hineinbringen’
also innetreit daz beginne unde daz ende ein ordenunge, unde also treit ouch inne daz mittel ein ordenunge ThvASu
50,7.
28,21
u.ö.
1.2
‘etw. einsammeln, heimbringen, (als Ernte) eintragen’
vnde so er in gat frvge vnde ze miteme dage vnde ze naht, so sol er ze ieglichem male intragen einre garben seil vol kornes, das er vor den sniteren het gesniten UrkCorp (WMU)
N816,7.
– von Insekten:
die jungen [Bienen] vliegent auz ze würken und tragent ein honig und wahs BdN
289,30;
si [die Ameisen] peizent daz korn enzwai daz si eintragent, daz ez icht anderwaid keimel und grüen ebd.
302,6;
Renner
5565.
– unter Ersparung des Obj.:
si [die Bienen] samnent sich all umb irn tôten kaiser und tragent niht mêr ein noch vliegent auz BdN
292,4;
alsô mit grôzem vleiz arbaitent si [die Ameisen] und tragent ein ebd.
301,33
1.3
‘etw. (in den Körper) hineinleiten, ins Innere befördern’
álse der háls dáz ézzan ín tréget. unte ábo dîe stímma ûz tréget Will
58,9;
dar umb, daz si [die Luftröhre]
[...] tregt den luft auz und tregt ain von des menschen mund zuo der lungen BdN
18,6.
– refl. ‘sich im Körper verteilen’
glicher wise also obe die lipliche spise blibe in dem magen und sich nút fúrbas ingetruͤge noch mitte enteilte dem hertzen noch dem hoͮbte Tauler
122,20
1.4
bildl. in myst. Texten ein (Hin)Einbringen in den Menschen oder seine Seele (vgl. Egerding, Metaphorik 2,570. 574. 576):
in irem ersten anevang wurden ir [Elsbeth Stagel] ingetragen von neiswem hohe und vernúnftig sinne Seuse
97,10;
bis lidig alles dez, daz dú usluͦgendú beschaidenhait us erwellet, daz den willen beheftet und der húgnúst wollust in trait ebd.
169,13
u.ö.
– subst.:
die fúnfte porte ist daz der mensche gotte steteclichen ein wieder in und uftragen habe, also daz man von ime enpfangen hat luterlichen, also wider in den ursprung, in den grunt do es uzgeflossen ist Tauler
37,15;
in einem úber substentklichen intragende des geschaffenen geistes in den ungeschaffenen geist gotz ebd.
169,17.
– spez. von Sinneswahrnehmungen:
swer âne allerleie gedenke, allerleie lîphafticheit und bilde inne bekennet, daz kein ûzerlich sehen îngetragen enhât, der weiz, daz ez wâr ist Eckh
5: 60,20;
ez mac des himels îndruk sîn, oder ez mac sinnelîche îngetragen sîn ebd.
5: 220,4
2
‘etw. einweben, einwirken’ (nur part.):
do wirkit man alczugute sidyne tuch mit golde ingetragin MarcoPolo
25,30;
diu tassel dâ diu solten sîn, / dâ was ein cleinez snuorlîn / von wîzen berlîn în getragen Tr
10937
3
‘etw. zur Folge haben, einbringen’
daz vor schaden man vorslûc, / vil grôzen vromen daz întrûc NvJer
27598
4
‘etw. rauben, entwenden’ (verschrieben aus
entragen
?):
und der christen sprech, im sei daz selb phant vorstoln oder enphuert oder eintragen deupleich StRBrünn
368
MWB 2 1948,23; Bearbeiter: Hansen
intremeis, interment
stN.
auch intermoisse (wohl in Anlehnung an gemüese).
‘Zwischengericht’ (zu afrz. entremes, vgl. Rosenqvist 2,276):
dabunt tria bona fercula et unum intremeis et unum gemuͦse UrkKölnZunft
1:196,15
(1. H. 14. Jh.);
dat ander gerichte sal sijn eyn gemuͦse mit guͦden visschen of eyn guͦt interment ebd.
1:57,6
(a. 1344);
dat ander gereichte sal sijn eyn gemoisse ind eyn goit intermoisse ebd.
2:182,6
(a. 1344-1359)
MWB 2 1949,26; Bearbeiter: Hansen
în trenken
swV.
‘jmdm. etw. heimzahlen, vergelten, eintränken’
der tiufel uns allen vil verhenget, / daz er hin nâch uns trenket în / sô wir gar sicher wöllen sîn Renner
8305;
und will mir helffen got: / ich entrenck im ein disen spot HvNstAp
6302;
ich getrenke in in ir spot Rennew
16738;
OsterSpI
958.
–
eʒ jmdm. ~
‘es jmdm. heimzahlen’
er sol dir wol vergelten, swaz du mir hâst getân, / und sol dir^$’z în trenken, mich triege dan mîn wân RosengD
553,4;
ir müezent ez gelten, ez wirt iu wol în getrenket PrBerth
2:111,25;
Neidh
WL 10:6,3
MWB 2 1949,35; Bearbeiter: Hansen
în trëten
stV.
1
‘eintreten, einen Raum betreten’
2
‘antreten (etw. zu tun), beginnen’
3
‘sich ereignen, eintreten’
4 rechtssprachl. ‘für jmdn. eintreten, die Rechtsnachfolge antreten’ (vgl. DRW 2,1474f.)
1
‘eintreten, einen Raum betreten’
der vilân trat wider în Parz
570,25;
do Maria in trat, / Elyzabet wart uffer stat / ervullet von dem geiste Pass I/II (HSW)
1345
u.ö.;
in gedrat nu vil gewis / die dohter Herodiadis EvStPaul
3290.
5322.
14503;
NvJer
19441.
– bildl.:
uil beszer ist, daz du / ein auge habest vnd auch zu / dem leben frolich in gedredest EvStPaul
155
2
‘antreten (etw. zu tun), beginnen’
also sprach Salomon: ‘sun min, wanne du intrittest gotte zuͦ dienende, danne alzuͦhant so bereite din hertze gegen der bekorunge’ Tauler
51,26
3
‘sich ereignen, eintreten’
du der abin intrait und der tac vil Parad
61,35
4
rechtssprachl. ‘für jmdn. eintreten, die Rechtsnachfolge antreten’ (vgl. DRW 2,1474f.):
suln die, den ich iz han vergiftet [denen ich das Vermögen vermacht habe] , zuhant, wan ich embin, intredin UrkFrankf
2:181
(a. 1323)
MWB 2 1949,47; Bearbeiter: Hansen
în trîben
stV.
1
‘etw./ jmdn. hineintreiben’
2
‘jmdm. etw. vergelten’ (vgl.
în trenken
)
1
‘etw./ jmdn. hineintreiben’
ouch half in [den Griechen] die nacht, / die die von Troyge in treip, / daz in der schiffe ein teil bleip Herb
11939;
er müese uns rinder unde swîn / trîben ûz unde in Greg
1351;
dem kunic si rât gâben, / wie er den hof solt haben / und sazten im amtliute / dise morgen, jene hiute / triben si in Ottok
41499.
– bildl. ‘etw. beibringen’
nû sol ich ouch betichtin, / betichtinde intrichtin, / [...], / beschrîbinde întrîbin / und înbrengin dirre schrift, / [...] / waz pêbste unde keisre sît / sîn gewesin NvJer
1195.
– med. vom Einbringen arzneilich wirksamer Substanzen in den Körper:
centauria gesoten unde hindene mit einem clister [Einlauf] in getriben, vertribet scyasim Macer
33,3;
enciane gemullet [zerstoßen] unde mit warmem wasser zutriben unde in di heimeliche stat mit eime pessario [Vaginalzäpfchen] in getriben, brenget di ander geburt ebd.
63,4.
8,8
2
‘jmdm. etw. vergelten’ (vgl.
în trenken
):
und gewint ain frowe gütt / ain kind daz schalkhaften man / sin bosshaitt in getriben kan GTroj
10050
(vgl. auch Anm.z.St.);
der andir [der falschen Mutter] tet man schiere schin / das si was ein iubil wip: / wan zirberte ir den lip / mit einim reitel gruͤne: / also wart ir ir chuͤne / in getribin RvEWchr
32301
MWB 2 1950,1; Bearbeiter: Hansen
întrit
stM.
‘Eingang’ (bildl. von Grenzland):
und [die Feinde] benâmin irre hant [aus ihrer (der Israeliten) Hand, d.i. aus ihrem Besitz] / nicht eine daz gelobte lant, / sundir ouch dâmitte / dî lant von dem întritte / des rîchis zu Egipten NvJer
21851
MWB 2 1950,27; Bearbeiter: Hansen
în tropfen
swV.
mit Dat.d.P.
1 intr. ‘auf jmdn. eintropfen’ (hier bildl.) 2 tr. ‘jmdm. etw. tropfenweise zuführen, einträufeln’
1
intr. ‘auf jmdn. eintropfen’ (hier bildl.):
also han ich selden ganzen regen. / ez mvz mir einzeln tropfen in, / daz mir weichen sol den sin Herb
39
2
tr. ‘jmdm. etw. tropfenweise zuführen, einträufeln’
der vogel hât die art [...], daz er seinen kinden ain fäuhten eintropft sam milch BdN
224,18.
– bildl.:
er [Merkur] haizt auch in kriechisch stilbôn, daz ist ze däutsch guot tröpfel, dar umb, daz er guot genâd geuzet und eintropft den kinden, der herr er ist BdN
64,16
MWB 2 1950,32; Bearbeiter: Hansen
întrouf
stM.
‘Flüssigkeit, die in etw. (die Augen) eingeträufelt wird’
hastu aber bosez gesichte von der vuchte, di sich gesamenet hat in den ougen, so mache einen introuf von galle der vogele, di nuwan vleisch ezzen [...]. der galle mische mit honige, [...]. daz la in di ougen SalArz
39,14.
35,47.
88,54
MWB 2 1950,43; Bearbeiterin: Baumgarte
în troufen
swV.
‘tropfenweise in etw. hineingeben, einträufeln’
des wildes crûtes gruose, / die Schŷron mit sîner hant / ûz den wurzen dicke want, / diu wart im [dem Kind Achilles] în getroufet KvWTroj
6075;
si truoc an ir daz beste cleit, / daz ie von hende wart genât. / in einen blâwen plîât / diu schœne was gesloufet, / dâ wâren în getroufet / von golde tropfen cleine ebd.
7466.
– bildl.:
die suze milch enkomme dar zou / der himelischen libnar, / die vor hunger uns bewar, / vor mit der milch uns soufe, / daz honic nach in troufe / siner gotlichen wisheit HeslApk
7010.
2291.
4196
MWB 2 1950,50; Bearbeiterin: Baumgarte
intrucken
swV.
→
în drücken
MWB 2 1950,62;
intrünnen
stV.
→
entrinnen
MWB 2 1950,63;
intsam
Adv.
→
ensam
MWB 2 1950,64;
int|t-
→
en|d-, → en|t-
MWB 2 1951,1;
în tunken, în dunken
swV.
‘etw. eintauchen’ (übers. lat. intingere, vgl. Mt 26,23, Mc 14,20):
dem ich [Jesus] bît daz nazze brôt / îngetunkt, er willen hât / mich geben mit verrêtnis JvFrst
2736.
2810.
2888;
der da sîne hant mit mir în dunkit in den steinnapf, dirre vorrêtit mich EvBeh
Mt 26,23
MWB 2 1951,2; Bearbeiterin: Baumgarte
în tuon
V.
1
‘jmdn./etw./sich hineintun, hineinbringen; hineinnehmen’
1.1
‘jmdn./ein Heer wieder in eine Festung/ Stadt zurück drängen’
1.2
‘sich ins Kloster begeben, einer klösterlichen Gemeinschaft beitreten’
2
‘jmdn./etw./sich einschließen, umschließen’
2.1
‘jmdn./etw. einsperren’
2.2
‘ein Heer (mit dem eigenen Heer) einschließen, umzingeln’ (vgl. 1.1 ) 2.3
‘sich zurückziehen’
3
‘jmdn. bedrängen, in die Schranken weisen, besiegen’ (übertr. aus 1.1 ?)
1
‘jmdn./etw./sich hineintun, hineinbringen; hineinnehmen’
tuo wazzer etswar ein BdN
360,6;
do tet man ein witwen do zu dem selben closter ein AdelhLangm
32,21;
sint si [
geistliche liute
] mit gote ingetan [wie die Hand (im Gleichnis) ins Gewand hineingesteckt ist] / so mugen si reinev werch han / sint si uz vone gote gezogen / so ist ir zuht vil gar relogen [erlogen]
VMos
35,26.
– in myst. Texten ‘jmdn. (Gott)/etw. hineinnehmen (in sich aufnehmen)’
in dem, daz sich der mensche entuot, sô întuot er Kristum, got, sælicheit und heilicheit Eckh
1:414,2;
sant Paulus sprichet: ‘întuot iu’, inniget iu ‘Kristum’ ebd.
1:414,1.
1:414,6
1.1
‘jmdn./ein Heer wieder in eine Festung/ Stadt zurück drängen’
Morgân [...] tet im, swaz er mohte, / daz doch niht vil entohte, / wan in tet iemer Riwalîn / mit grôzem schaden wider în Tr
377;
die Mâzen tâten wider in / die von Aridêâ RvEAlex
2486.
6977;
Munschoy wart geschrît, / do er uns vlühtic wider în / tet Wh
116,12.
178,21;
Iw
3711
1.2
‘sich ins Kloster begeben, einer klösterlichen Gemeinschaft beitreten’
dc wir [...] haben Heinrich Vúhslin erloͮbet, dc er sich hat bigeben vnd dc er sich hat gemachet vnd in getan ze Diessinhovin in der vroͮwen cloͮster UrkCorp (WMU)
2301,15.
969,15.
572,1
2
‘jmdn./etw./sich einschließen, umschließen’
2.1
‘jmdn./etw. einsperren’
wirt aber fremede vihe dem meiger gentwrtet alde ingetan, daz niht in den ban horet, daz sol ze dem ersten male fivnf s(chillinge) ze schvze gen UrkCorp (WMU)
383,7;
Buzival, ein ros vil swinde. / daz hât iuwer vater în getân VAlex
293.
– übertr.:
sît daz der winter hât die bluomen in getân KLD: WvB
2:1,1;
tut got dy wazzer in, / so daz her nach dem willen sin / von obn her nedir reyne [regne] nicht Hiob
4667
2.2
‘ein Heer (mit dem eigenen Heer) einschließen, umzingeln’ (vgl. 1.1):
daz mac nu sin dú iner schar, / wan si die usern rotten gar / taͤte in mit ritterschaft RvEWh
6741
2.3
‘sich zurückziehen’
iuwer keiner kome dar vür [vor die Schiffstür] ! / swîget unde tuot iuch în Tr
8699;
swenne er sich in tæte, / als er gevech [feindselig] wære. / im wrde froude unmære, / swenne er sich so versluzze, / daz diu werlt sin verdruzze StrKD
161,248.
– übertr., hier Part.-Adj. ‘in sich gekehrt’
hab einen ingetanen wandel und bis nút usbrúchig weder an worten noh an wandel Seuse
163,15;
dir gezimt ein ingetane demuͤtige wandel ebd.
167,1
3
‘jmdn. bedrängen, in die Schranken weisen, besiegen’ (übertr. aus 1.1 ?):
swa sich ein Peier drung / ze velde mit einem Osterman, / der wart also in getan, / von siner kunst, im enwage heil, / daz im geviele daz winster teil Krone
2975;
die andern tet er so gar in / mit siner sigehaften hant / das er dekaine wer da vant RvEWh
7782;
si [die Gegner im Turnier] wurden alsus în getân / daz si verlust dâ nâmen / und zeinem valle quâmen / an werltlichen êren KvWTurn
1144;
Bîspel (Pf)
36,33
MWB 2 1951,8; Bearbeiterin: Baumgarte
int|v-
→
ent|v-, ent|w-
MWB 2 1952,3;
în twingen
stV.
1
‘etw. einfordern, erzwingen’
2
‘(hin-)einzwängen’
1
‘etw. einfordern, erzwingen’
es sol niemant dem andern seinen aigen man vorhaben [...] geit er im in daruber [trotz gerichtlicher Aufforderung] nicht wider, so sol er geben dem herren zehen phund und dem richter fuͤnf phund, und sol der richter dem herren das guͦt intwingen UrkÖsterrErbl
60,24
(a. 1237 kopial).
66,6
(a. 1237 kopial);
vnd den selben schaden [Schadenersatz] haben wir vnserem vor genanten oͤheim brobst Emichen [...] gehaizzen in zedwingen UrkCorp (WMU)
2814,18;
vnd sol man sogtan vrchvnde indwingen [
copiam necessariam conpellantur
1197A,35
] an swelicher stat si ez vordernt ebd.
1197B,38
2
‘(hin-)einzwängen’
ez sol ouch ir deheine keinen barchenrock, underrock oder oberrock zuͦ den siten brisen [schnüren] oder durch engenisse mit snuͤren inziehen, odir ir lip oder ir bruͤste mit engenisse intwingen oder binden SpeyrerP
59;
er mûste gar cleinfûge sîn / der sich dâ solde twingen în [in das Kampfgedränge]
Kreuzf
1956
MWB 2 1952,4; Bearbeiterin: Baumgarte |