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ABCDEF s.VGHIJKL
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i – ie|besunder (?)
ieclich – iemerkæse
iemerkuo – iersch
iertes – iewëdersît
iewelich – ihten (?)
ihtesiht – îlunge
im – in
in – în bezûnen
în biegen – în brëhen
în brîden – inder(t)
in dës – inelende
în enthalten (?) – ingebër
în gebërn – ingesigelde
ingesinde – in guot
în gürten – în houwen
inhûs – în lâʒen
înlâʒunge – în lûchen
în luogen – inne halten
în neigen (?) – innergewant
innerhalbe – inniclich
innigen – în rüefen
în rüeren – inschrift
în sëgenen – în slahen
însleich – în springen
în spruʒʒen (?) – interpretieren
intestîn – în twingen
în ünden – în vleischen
învleischunge – înwander
inwaner – în wischen
în wîsen – ipocrisis
ipocrite – irhalp
irhære – irregunge
irrehaft – Ir|rîche
irricheit – îsenbû
îsendach – îsenkaste
îsenkëc – îsensacroc (?)
îsenschûfel – îserîn
îserkleit – isôpe
isôpensaf – îtelhant
îtelinc – itwinde
iu – îwînboum

   în strîchen - intremeis    


în strîchen stV. 1 ‘an einen Ort kommen, einfahren’
2 ‘jmdm. Essen in den Mund geben, jmdn. füttern’
   1 ‘an einen Ort kommen, einfahren’ got [...] schuof in süezen senften wint, / [...]. / als sie dem mere entwichen, / ze Bâre sie înstrichen ErnstD 5242    2 ‘jmdm. Essen in den Mund geben, jmdn. füttern’ sô machet im [dem Kind] diu swester ein muoselîn unde strîchet im eht în PrBerth 1:433,33; iezuo nimt ez [das Kind] sîn muome oder sîn base her und strîchet im în ebd. 2:205,29 u.ö.

MWB 2 1946,38; Bearbeiter: Hansen

în stricken swV. ‘etw. einknüpfen, einflechten’ si gedâhte her unde hin / und gedâhte an daz vingerlîn, / daz er ir het gestricket în [in das Gebende] Heidin II 1002. – bildl. auf die Trinität bezogen (vgl. FrlWB S. 350 s.v. stricken): gevlochten uz, gestricket in, / ane ende und ane beginnes schin Frl 7:4,17

MWB 2 1946,47; Bearbeiter: Hansen

instrument stN. 1 ‘Werkzeug, Mittel, Instrument’
2 ‘(Beweis-)Urkunde’
   1 ‘Werkzeug, Mittel, Instrument’ die sel hat muglichait und ist instrument oder geschirr got zebekennen vnd zeminnen aus natur Gnadenl 3:M1,117; die sele die hat eigenmacht vnd bereitschaft oder instrumente, got zuͦ bekennende vnd zuͦ minnende von nature ebd. 3:O1,115; zúhet dich Cristus, so lo dich ime sunder forme und sunder bilde, und lo in wúrcken, bis [sei] sin instrumente Tauler 71,4. 14,23    2 ‘(Beweis-)Urkunde’ da sol er sweren vmb die erchantnus der sum, daz er also vil sol haben von dem schuldiger, vnd sol ym machen ein glauben mit einem offen justrument [l. instrument ] StatTrient 179; vnd waren vns des ze beiden teilen vergichtig vor einem publico, dar vmbe wir von dem selben publicus sin eigen instrument namen, vnd lobten oͮch, das ze beiden teilen stêt ze habenne UrkCorp (WMU) N243,13

MWB 2 1946,54; Bearbeiter: Hansen

în stürzen swV. ‘etw. hineinschütten, hineingießen’ (bildl. vom Wirken Gottes): kinder, es muͦz gar luter sin do got sin unsprechenlichen heilikeit instúrtzen und ingiessen sol Tauler 128,31. – mit Dat.: nút enwarte das dir got die tugende in stúrze sunder din arbeit Tauler 179,11

MWB 2 1947,8; Bearbeiter: Hansen

insüeʒe Subst. eine Farnpflanze, ‘Engelsüß’ (vgl. Marzell 3,945; s.a. engelsüeze , ingesüeʒe ): polipodium VocClos Po33; driorteris, polipodium: insuce Gl 3:487,32 (BStK887); polipodium: insuza ebd. 3:490,34 (BStK887)

MWB 2 1947,14; Bearbeiter: Hansen

insule swstF. insele

MWB 2 1947,19;

insunder, insundern, insunders Adv. ‘gesondert’ genâde, lob, vrid unde segen, / der wünschent zallen zîten dir / der himelischen tugenden gir, / die dû hâst in niun schar / insunder geordent gar RvEGer 338; uberlût unt stillen / kunde sie sîns willen / harte wol gevâren. / heimelîch sie wâren, / sie ensliefen niht in sundern EbvErf 1189; ein ieliche [...] sol slâfin insundirs in eim bette [ singuli per singula lecta dormiant ] BrEng 22; vnde sun si [die Kranken] han insvndirs ein hvs ebd. 36. 53 u.ö.

MWB 2 1947,20; Bearbeiter: Hansen

inswarz (?) Adj. wohl ‘intensiv schwarz, tiefschwarz’ (mit intensivierendem in-, vgl. 1in-; vgl. aber auch La.z.St.): swelch harn ist misseuar. vnde ein teil inswartz [La. (Hs. C) vn̄ in im swarz ] SalArz 115,25

MWB 2 1947,31; Bearbeiter: Hansen

în swëben swV. ‘hineinschweben, hineinwehen’ (bildl. in myst. Texten, vgl. Egerding, Metaphorik 2,550f.): – subst.: dâ der vater sînen sun gebirt in dem innersten grunde, dâ hât ein însweben disiu natûre Eckh 1:87,7. 1:158,6. – Part.-Adj.: in der inswebenden frîheit des geistes Eckh (Pf) 416,12. 416,21. 417,36; daz im soͤlichú inswebendú gnade alle tag gemeinlich zwirent von got ward Seuse 173,18; war und warheit na ewiger inswebender einikeit ebd. 88,12; ein stillú inswebende dúnsterheit ebd. 330,14 u.ö.

MWB 2 1947,36; Bearbeiter: Hansen

înswëbunge stF. ‘das Hineinschweben, Hineinwehen’ (bildl. in myst. Texten): daz er [ geist ] aber wonen sol in al, daz ist, daz er wonen sol in einer stêter stilheit, daz ist: in einer înswebunge in sînem êwigen bilde Eckh (Pf) 600,36

MWB 2 1947,47; Bearbeiter: Hansen

în swingen stV. ‘etw. schwingend hineinbewegen’ (bildl. in myst. Texten, vgl. Egerding, Metaphorik 2,560): und [ der creatúrlich geist ] wirt da mit den drin personen wider in daz abgrúnd nah inswebender einvaltekeit in geswungen Seuse 193,22

MWB 2 1947,52; Bearbeiter: Hansen

int Adv. ie

MWB 2 1947,57;

int- s.a. en-, end-, ent-

MWB 2 1947,58;

interment, intermoisse stN. intremeis

MWB 2 1947,59;

interpretieren swV. ‘etw. erklären, deuten, übersetzen’ Seraphin, den nunden grat, / den hosten chor got selbe hat / an sich geordenieret. / er ist interpretieret / in den schriften ‘ein brunst’ Pass I/II (HSW) 37242; der nunde chor seraphin, / den got so hohe zieret, / ‘ein brunst’ interpretieret [bedeutet] ebd. 37520

MWB 2 1947,60; Bearbeiter: Hansen

intestîn stN. ‘Darm, Wurst’ (zu lat. intestinum): mit pardris und lampriden vil manigen da genuͦgte. / [...] etlichen andern fuͦgte / ein intestin uf einem kol erkrammet [ausgedrückt] JTit 631,3

MWB 2 1948,3; Bearbeiter: Hansen

inthecken swV. endecken

MWB 2 1948,7;

intiefe stF. ‘innerster, tiefster Grund’ (mit intensivierendem in-, vgl. 1in-; vgl. auch ingrunt und lat. altum;): wesen unde nâtûre ist ein lieht in liehtes eigenschaft. des liehtes ist daz wesen ein ingrunt und ein intiefi. har umbe ist ez wesen Eckh (Pf) 669,33

MWB 2 1948,8; Bearbeiter: Hansen

intp- enb-

MWB 2 1948,14;

intpf- entv-

MWB 2 1948,15;

intph- entv-

MWB 2 1948,16;

int|qu enk-

MWB 2 1948,17;

întrac stM. ‘Beeinträchtigung, Schaden’ (vgl. DRW 2,1473): an den orten, da si [die auswärtigen Metzger] vor alter here gepflegen von morgen an bis zu abent stehen mogen on eintrag und verhinderung der statmezler WüP 6e,8

MWB 2 1948,18; Bearbeiter: Hansen

în tragen stV. auch inne tragen ( ThvASu ). 1 ‘etw./jmdn. (in einen Raum) hineintragen’
1.1 allg.
1.2 ‘etw. einsammeln, heimbringen, (als Ernte) eintragen’
1.3 ‘etw. (in den Körper) hineinleiten, ins Innere befördern’
1.4 bildl. in myst. Texten ein (Hin)Einbringen in den Menschen oder seine Seele (vgl. Egerding, Metaphorik 2,570. 574. 576)
2 ‘etw. einweben, einwirken’ (nur part.)
3 ‘etw. zur Folge haben, einbringen’
4 ‘etw. rauben, entwenden’ (verschrieben aus entragen ?)
   1 ‘etw./jmdn. (in einen Raum) hineintragen’    1.1 allg.: ir kamergwant truoc man în / und entladete den helfant Wig 11460; bi einer wîle giengen schenken für / mit gezierd von Azagouc, / dar an grôz rîcheit niemen trouc: / die truogen junchêrren în Parz 84,23. 182,3; in diseme leitschalle / wart her Lînier în getragen. / beidiu wuof unde clagen, / des was vil ob dem wirte UvZLanz 2121; Wh 259,22. – übers. lat. importare ‘hineinbringen’ also innetreit daz beginne unde daz ende ein ordenunge, unde also treit ouch inne daz mittel ein ordenunge ThvASu 50,7. 28,21 u.ö.    1.2 ‘etw. einsammeln, heimbringen, (als Ernte) eintragen’ vnde so er in gat frvge vnde ze miteme dage vnde ze naht, so sol er ze ieglichem male intragen einre garben seil vol kornes, das er vor den sniteren het gesniten UrkCorp (WMU) N816,7. – von Insekten: die jungen [Bienen] vliegent auz ze würken und tragent ein honig und wahs BdN 289,30; si [die Ameisen] peizent daz korn enzwai daz si eintragent, daz ez icht anderwaid keimel und grüen ebd. 302,6; Renner 5565. – unter Ersparung des Obj.: si [die Bienen] samnent sich all umb irn tôten kaiser und tragent niht mêr ein noch vliegent auz BdN 292,4; alsô mit grôzem vleiz arbaitent si [die Ameisen] und tragent ein ebd. 301,33    1.3 ‘etw. (in den Körper) hineinleiten, ins Innere befördern’ álse der háls dáz ézzan ín tréget. unte ábo dîe stímma ûz tréget Will 58,9; dar umb, daz si [die Luftröhre] [...] tregt den luft auz und tregt ain von des menschen mund zuo der lungen BdN 18,6. – refl. ‘sich im Körper verteilen’ glicher wise also obe die lipliche spise blibe in dem magen und sich nút fúrbas ingetruͤge noch mitte enteilte dem hertzen noch dem hoͮbte Tauler 122,20    1.4 bildl. in myst. Texten ein (Hin)Einbringen in den Menschen oder seine Seele (vgl. Egerding, Metaphorik 2,570. 574. 576): in irem ersten anevang wurden ir [Elsbeth Stagel] ingetragen von neiswem hohe und vernúnftig sinne Seuse 97,10; bis lidig alles dez, daz dú usluͦgendú beschaidenhait us erwellet, daz den willen beheftet und der húgnúst wollust in trait ebd. 169,13 u.ö. – subst.: die fúnfte porte ist daz der mensche gotte steteclichen ein wieder in und uftragen habe, also daz man von ime enpfangen hat luterlichen, also wider in den ursprung, in den grunt do es uzgeflossen ist Tauler 37,15; in einem úber substentklichen intragende des geschaffenen geistes in den ungeschaffenen geist gotz ebd. 169,17. – spez. von Sinneswahrnehmungen: swer âne allerleie gedenke, allerleie lîphafticheit und bilde inne bekennet, daz kein ûzerlich sehen îngetragen enhât, der weiz, daz ez wâr ist Eckh 5: 60,20; ez mac des himels îndruk sîn, oder ez mac sinnelîche îngetragen sîn ebd. 5: 220,4    2 ‘etw. einweben, einwirken’ (nur part.): do wirkit man alczugute sidyne tuch mit golde ingetragin MarcoPolo 25,30; diu tassel dâ diu solten sîn, / dâ was ein cleinez snuorlîn / von wîzen berlîn în getragen Tr 10937    3 ‘etw. zur Folge haben, einbringen’ daz vor schaden man vorslûc, / vil grôzen vromen daz întrûc NvJer 27598    4 ‘etw. rauben, entwenden’ (verschrieben aus entragen ?): und der christen sprech, im sei daz selb phant vorstoln oder enphuert oder eintragen deupleich StRBrünn 368

MWB 2 1948,23; Bearbeiter: Hansen

intremeis, interment stN. auch intermoisse (wohl in Anlehnung an gemüese). ‘Zwischengericht’ (zu afrz. entremes, vgl. Rosenqvist 2,276): dabunt tria bona fercula et unum intremeis et unum gemuͦse UrkKölnZunft 1:196,15 (1. H. 14. Jh.); dat ander gerichte sal sijn eyn gemuͦse mit guͦden visschen of eyn guͦt interment ebd. 1:57,6 (a. 1344); dat ander gereichte sal sijn eyn gemoisse ind eyn goit intermoisse ebd. 2:182,6 (a. 1344-1359)

MWB 2 1949,26; Bearbeiter: Hansen