Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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d – dalmut
dam – dancsagen
dancwillen – dannen von
dannen vür – dæren
dâ(r)/ da(r) enbinnen – dâ(r)/ da(r) obe
darre – dast
dâte – deckeschûr
deckevël – dëhsen
dëhsîsen – denclîche
dencliute – derpkuoche
derpteic – diadrogant
dîâken – diehter
diehterîde – dienestbære
dienestbærecheit – dienestman|erbe
dienestmanguot – 2diep
diep- – diernkint
diernlach – dilde
dille – dincphliht
dincphlihte – dingelîn, dingel
1dingen – dirhalp
dirre – distelîn
distelsâme – diupe (?)
diupguot, diubsguot (?) – dôfheit
dôgen, dougen – donerec
donergebirge – dorferlêhen
dorfgebûwære – dorfschaft
dorfsmit – dorneht
dorneht – dörperdiet
dörperecheit – dôʒen
drabeknëht – drangen
drangest – drî
drîancasîne – drîgesæʒe
drîgevar – dringen
drî|nisse – drittelhof
drittestunt – drîzëhen
drîzëhenære – druc
drûch – drüʒʒelstôʒ
du, dû – dumme
dumpfe – duns
dünsel – durchbittern
durchbitzen – durchdœnen
durchdrengen – durchgerne
durchgesiht – durchgründen
durchgrunthaftec – durchkifen
durchkiusche – durchlësen
durchlestern – durchlûʒen
durchmâlen – 1durchrecken
2durchrecken – durchsaffen
durchsagen – durchschrecken
durchschrenzen – durchslac
durchslahen – durchsprëchen
durchspreiten – durchswingen
durchtân – durchverwen
durchvieren, durchwieren – durchvrô
durchvrœnen – durchweichen
durchweidec – durchziln
durchzimbern – dûrliche
durlinc – durstebërnde
durstec – düʒʒec

   drachwurz - drâst    


drachwurz stF. trachenwurz

MWB 1 1359,33;

Dragoditen Subst. sagenhaftes orientalisches Volk: den stain [Magnetstein] vint man datz den Dragoditen und datz den Inden BdN 452,9

MWB 1 1359,34; Bearbeiter: Schnell

drâhe Adv. ‘intensiv, schön duftend’ kúm du súndene uuínt [Wind von Süden] . dúrch uuâie [wehe] mînen gárton. dés de drâhor stínkent sîne pîmenton [Gewürzkräuter] Will 72,2; dîe árzat uvúrze. stínchent uíle drâho in únseren pórton ebd. 128,1

MWB 1 1359,37; Bearbeiter: Schnell

dræhe stF. ‘Duft’ mænich schone umbehanch, / [...] / waren gehangen umbe sie [edle Frauen] , / da von so suͦezzîu dræhe gie Ainune 78; dem paradis genehe hant richeit grozer krefte / der edeln wurtze drehe, sit gotes kraft pfligt solcher meisterschefte, / als er daz paradise hat geheret JTit 1679,2

MWB 1 1359,42; Bearbeiter: Schnell

dræhen swV. auch dræjen, dræn. 1 intr. ‘duften’
2 ‘riechen, Geruch wahrnehmen’
   1 intr. ‘duften’ ein smac uber al die tavelrunde drete JTit 1793,2; si riuchet unde dræhet / den besten würzen vil gelîch KvWTroj 20192. 20031; hant ir niht befunden / dez smackis hie zestunden / der so suoze drehet / allen smac vberwehet Martina 140,75. 247,110; wie mohte ein luft sô suoze dræjen KLD:HvA 2:1,3; Will 90,13; Parz 470,12    2 ‘riechen, Geruch wahrnehmen’ ir kunnet hœren unde sehen, / entseben unde dræhen: / daz solt iuch witzen næhen Parz 171,23; unser herre hât uns fünf sinne gegeben, / [...] / der kelen irn smac, der nasen ir drehen Renner 9636. – mit Akk.d.S.: swâ diu rebe sich blüemet, / dâ fliuhet daz gewürme dan. / des wînes blüete mag ez niht gedræhen noch gelîden KvWLd 32,245; wen alse sie [ein indisches Exotenvolk] einez stankez verstant [La. bósen smac drehent ] , so sterbent si sa Lucid(H) 12,15

MWB 1 1359,49; Bearbeiter: Schnell

dræ|holz stN. ‘Drehholz, Welle’ (Holzwalze für ein Mühlrad): ligna, que vocantur dreholcz WeistErf 44 (a. 1289)

MWB 1 1360,3; Bearbeiter: Schnell

dræhsel stM. ‘Drechsler’ álso dér dráhsel sámftor uuírchet. dánne ánder de hêin uuérchman Will 92,2. 113,7; ouch lebten dô mit der smiuge [in Armut] / schrôtær, dræhsel und die tuochweben Ottok 65675; das wir [...] der trehsil zúnf [...] stetigen mit guͦten trúwen UrkCorp (WMU) 155,5. – als Bestandteil von Personennamen: Ebirhart der Dræhsil UrkCorp (WMU) 539,30. – übertr.: al weinde diu frouwe reit, / daz si begôz ir brüstelîn. / als sie gedræt solden sîn, / diu stuonden blanc hôch sinewel: / jane wart nie dræhsel sô snel / der si gedræt hete baz Parz 258,28

MWB 1 1360,6; Bearbeiter: Schnell

dræhselære stM. auch dreseler. ‘Drechsler’ tornator: drehsilere SummHeinr 1:290,281; die mit îsenînen wâfen arbeitent unde wirkent: [...] daz sint goltsmide, pfennincsmide [...] unde steinmetzen und drehseler PrBerth 1:147,12. – als Bestandteil von Personennamen: Burchart der Dreseler UrkCorp (WMU) 1764,42

MWB 1 1360,18; Bearbeiter: Schnell

dræhselærinne stF. ‘Drechslerin’ tornatrix: dreschelerin VocClos To40

MWB 1 1360,25; Bearbeiter: Schnell

dræhseln swV. ‘drechseln’ meister Cuonrât ist an worten schœne, / diu er gar verre hât gewehselt / und von latîn alsô gedrehselt, / daz lützel leien si vernement Renner 1204

MWB 1 1360,27; Bearbeiter: Schnell

drâht stM. ‘Geruch, Duft’ (vgl. dræhen ): von dem grap auzgiench / ain drâct [Hss. draht, La. smac ] , den allez volk enphinch; / der waz sô edel und sô grôz / daz er sam ein tauw begoz / daz volk und gap sô starken smak AlexiusC 428; daz kumet von dem brâdeme oder von dem toume [La. von bradender draht ] des wînes Eckh 2:568,4

MWB 1 1360,31; Bearbeiter: Schnell

dræjen swV. auch dræn; Part. Prät. gedrât, gedræt, gidreit, getreyet, auch st. gedrân (2 5Mhd. Gr. § M 93, Anm. 3). 1 ‘(jmdn./ etw.) drehen’
2 ‘etw. formen, (als Töpfer oder Drechsler oder in der Art derselben) hervorbringen’ (meist Part. Prät.)
2.1 gegenständlich
2.2 übertr.
3 ‘wirbeln, heftig bewegen’
3.1 intr.
3.2 tr.
   1 ‘(jmdn./ etw.) drehen’ als ein kluel [Kugel] man si [die hl. Agatha] drete, / uf den koln her und dar Pass III 182,93; der engel drat / [...] den esel Mügeln 222,4    2 ‘etw. formen, (als Töpfer oder Drechsler oder in der Art derselben) hervorbringen’ (meist Part. Prät.)    2.1 gegenständlich: der havenære [...] hete æin vil schonez vaz [...] uf siner schiben gedræt Konr(Sch) 179,25; als ein kerze gedrân / was der stein [Felsen] âne mûre, / ein turn von nâtûre UvZLanz 7122. 8125; Herb 9253. – ‘etw. winden, drehen’ ouch habent si die lochel [Löckchen] / alsô chläine gedræt Priesterl 703; und nam denne dú drú teil des vadems und trate sú geswind zesamen Seuse 199,9; ir gürtel was ein snuor gedrân WvRh 13618; Parz 14,28; KvWTroj 15870; RvEBarl 6477. – ‘etw. drechseln’ Brun 269; sin stul was gut helphinbein, / woli gidreit undi irgrabin, / mid dim goldi was er bislagin LobSal 159; in der hende trûch er einen gêr / von golde gedrâjet vil hêr VAlex 898; BdN 237,31; WhvÖst 13859    2.2 übertr.: – vom Menschen, bes. von menschlichen Gliedmaßen: dîn nábelo íst gedráter náph: nîeuvanne drínchenes ânig Will 113,1; got dich [Maria] selbe nach wunsche drâte SM:EvS 1: 5,2; starkiu lide wol getân, / sinewel und wol gedrân RvEGer 3744; jane wart nie dræhsel sô snel / der si [die Brüste] gedræt hete baz Parz 258,29; din lútseligen hend, sinwel und eben und schoͤn, als ob sú getreyet sigint Seuse 552,14; si begund enkleiden ir gedreten brustel blank JTit 3827,2; Will 92,1; Tr 10953; EnikWchr 11189. – refl.: do sich ir [Sigunes] brustel dreten, und ir reid val har begunde brunen JTit 694,2. – Part. Prät. ‘krumm, verformt’ ein großer gebure ungestalt, / gedreet und wiederstalt Pilgerf 5009. 9122    3 ‘wirbeln, heftig bewegen’    3.1 intr.: die schefte dræten hôhe über des küneges sales want NibB 1880,4. 985,2; daz was ie der werlde stæte / daz der himel umbe di erde dræte WälGa 2224; ûz ir helmen dræten / fiwers vanken PleierGar 3640; GTroj 7623; HvFreibTr 2072; LvRegSyon 1754. aldar [zum edelsteinbesetzten Gürtel Alexanders] sie [die Natter] dræhet, / den stein mit bizze sie dar ûz brach UvEtzAlex 26174    3.2 tr.: als ein stoub, / den ein wint vil lichte schret / und von einander dret Pass III 484,20; von stoube der da wegete, / den der wint dar umme dregete Brun 885; wann aber die sunn ir bren / lat über der berge achsel dren Mügeln 257,6; Wh 190,14

MWB 1 1360,38; Bearbeiter: Schnell

dram stM. ‘Bedrängnis, Getümmel’ nur in Texten aus dem Umfeld des Deutschen Ordens; stets im Reim (vgl. nd. dram): di junger nich in sulchen dram / qwomen von der himelvart TvKulm 5530; so quellet uf in im [dem Menschen] by nam / musal und eyn sulcher dram / so daz er beginnet vlizen / und daz in da by verdryzen / dis lebens hy beginnet Hiob 3396; den iren czenden ich benam / den roub den ir hochvertik dram / nug mit uberger gewalt ebd. 11174. – in den Wendungen strîtes ~ , sturmes ~ ‘Kampfgetümmel’ unde dô des strîtis dram / ein ende lobelîch genam NvJer 8433. 629; und aldâ mit sturmis dram / dî burc Karchuis gewunnen nam ebd. 20954. 6799. – in den Wendungen sunder ~ , âne allen ~ ‘friedfertig, arglos’ diz wort Helyu dor uz nam / das Job dort sayte sunder dram Hiob 12686; beide becher und sper / heimlich sunder allen dram / Saulis zu sinen houbten nam HistAE 2069; sin bruder Jacob wider quam, / im er begeinte sunder dram / vridelich und vrogemut ebd. 1042. 4801

MWB 1 1361,26; Bearbeiter: Schnell

drâm stswM. Quantität unklar; vgl. dremel . 1 ‘Balken, dickes Brett’
2 phras.
   1 ‘Balken, dickes Brett’ ein vil chreftiger wint / sich dar nach erchüchte, / der abe dem münster druchte / bediu die træme unde daz dach Serv 1847; diu vier hölzer nam der kneht / und machet sî gar unreht, / wand er der mâze schiere vergaz / und die traem niht rehte maz Philipp 4283; rihtet rehte, menschen süne! / ein trâm ist grœzer denne ein büne [Brett] , / ein berc ist grœzer denne ein hûs, / ein helfant ist grœzer denne ein mûs Renner 8358; Marner 14,85; LvRegFr 1868; Cranc Ez 41,25    2 phras.: – Sprichw. (vgl. TPMA 1,294f.): swenn wir den grozzen tramen in unsern augen tragen, wie muͤg wir denn die chleinen agen in unsers pruder augen gesehen? PrOberalt 129,18. 129,40; Tauler 148,29; HeslApk 13246; Ammenh 4772. zuckers ~ ‘Zuckerbaum’, Mariensigle (vgl. Anm.z.St.): dû süeze zuckers trâmes wirz, / in dîns reinen magettuomes garten birtz / daz uns dort scheit von êwic vluoche wernde Loheng 7654

MWB 1 1361,47; Bearbeiter: Schnell

drâmboum stM. ‘Balken’ (im Sprichw., vgl. drâm): der mensche sol zuͦ dem ersten den tramen [La. tramboͮm ] usser sinem oͮgen werfen, e das er das stúppe beginne zerwerfen usser sines nechsten oͮgen Tauler 148,29

MWB 1 1362,4; Bearbeiter: Schnell

drâmen swV. ‘etw. mit Planken versehen’ gedillet und getrâmet diu schif man dô vant / gên wetere und gên strîte Kudr 269,1; sîn gestelle daz was ein wagen, / lîhte getræmet / unde alse ein schif geschræmet / daz ze Kölne solde fliezen Craun 639

MWB 1 1362,9; Bearbeiter: Schnell

drammen stN. ‘Drängen’ (vgl. nd. drammen): Aaron Nadab unde Abni / gebar, und daz wizzet hi, / daz di zwene ungeton, / geboren van Aaron, / Nadab und Abiu gewisse, / vorturben in der wiltnisse / van den himelischen vlammen, / van irem grozem drammen HistAE 1088

MWB 1 1362,14; Bearbeiter: Schnell

dranc Adj. ‘dicht gedrängt’ dher puneyz was so dhranc BraunschwRchr 6123

MWB 1 1362,20; Bearbeiter: Schnell

dranc, drange stswM. 1 ‘Gedränge’
2 ‘Bedrängnis’
   1 ‘Gedränge’ da was von gedrenge grozze not. / [...], / e er im bot den stump dare. / da was dranc vber gedranc Herb 4267; zuo dem tisch was manic gedranc [La. dranc ] / dô man in für den fürsten truoc EnikWchr 26568; er [der Kampfplatz] was in doch ein teil zû smal, / daz sie vor drange ûf dem wal / mochten sich nicht wol gescharn LivlChr 10616. – ‘Schlachtgedränge, -getümmel’ (swM., nur im Reim): du und din gesellen, / die dir mit triwen wellen / bi gestan in drangen WhvÖst 14057; dimpfen und schumen / diu ros man sach in drangen ebd. 14805. 8432    2 ‘Bedrängnis’ in disem Corpus misticum [...], do sol als gros eindrechtikeit sin als ir sehent das úwere gelider hant, / und ein ieklich gelide als fúr sich selber den andern dehein leit tuͦn oder drang Tauler 159,1; sîn spîse diu was harte kranc, / des gewan er grôzen dranc LBarl 15611; wolt ir daz widertrîben, / des möht ir belîben / zejungest in dem drange Ottok 17569

MWB 1 1362,22; Bearbeiter: Schnell

drangen swV. 1 ‘(sich) drängen’
1.1 intr.
1.2 tr.
1.3 refl.
1.4 subst. ‘Gedränge’
2 ‘drängen, drücken’
2.1 intr.
2.2 tr. ‘jmdn./etw. drängen, bedrängen, belästigen’
2.3 mit Akk.d.P. und Gen.d.S. ‘jmdn. zu etw. drängen’
2.4 mit Dat.d.P. ‘jmdn. drängen, bedrängen’
3 intr. ‘sich sehnen, fordern’
   1 ‘(sich) drängen’    1.1 intr.: gegen in die kristen drangen / sah man WhvÖst 14260. swer niht langen müge gedrangen, der gê für die tür KLD:UvW Leich 3,116; WernhMl 8890    1.2 tr.: da Ihesus gedranget ward: / allumb in wart vil enge, / von lúten gross gedrenge WernhMl 7438; juncfrouwe Elizabet / same ein lilje in mitten stet / mit dornen ummefangen: / waz si die wollent drangen, / so wesset doch ir edel ruch Elis 1042    1.3 refl.: sie drangint sich an dinen rat / vnd louint alle dine dat Elmend B 131; er dâhte wol und wiste, / daz er was gegangen / sich nâch minne drangen, / oder spreche sîn gebet RvMunre 466    1.4 subst. ‘Gedränge’ sam diu sunne dur daz glas, / ûz und in kan er gegangen, / senfteklîchen, âne drangen SM:EvS 1: 14,10; enge wart der rûm / von grôzem gedrangen Ottok 14653; gein im wart michel drangen / von maniger lob richen schar WhvÖst 2406; umm den [König] was auch ain drangen / von vrawen und von herren ebd. 13004. 15158. – ‘Andrang, Ansturm’ loͮffen und springen, / vechten und ringen, / stossen, bossen, drangen WernhMl 6997; si inmûstin von der stat / [...] / zu wer und zu strîte gân / von der vîende drangin NvJer 15253; WhvÖst 14057    2 ‘drängen, drücken’    2.1 intr.: du clopfest und drangst / an minem herzen so vriuntlich WhvÖst 7044    2.2 tr. ‘jmdn./etw. drängen, bedrängen, belästigen’ [ich] behefte dir dîniu bein / mit der îsenhalten, / [...] daz dû [...] / mich niemer gedrangest Greg 3013; er gedranget mich niht mêre dâ ze Riuwental Neidh WL 14:6,10; wil dû die ritter an dem reien drangen ebd. SL 23:6,2; ir hertz jamer dranget, / daz ir clainiu wiphait / sol tragen diu hertzenlait WhvÖst 11496. er [der Teufel] sus [mit den sieben Hauptsünden] wulde drangen / allez menschlich kunne / von der himel wunne Erlös 6782    2.3 mit Akk.d.P. und Gen.d.S. ‘jmdn. zu etw. drängen’ ir selbes willen si nu wielt, / alse ir der oheim hangete: / nieman si nihtes drangete Elis 5562; wi in [den Armen] die lobebere / gabe uzen handen lengete, / obe si des ieman drengete ebd. 7956    2.4 mit Dat.d.P. ‘jmdn. drängen, bedrängen’ auch was des herren minne groz, / daz in ir wise nicht verdroz, / wan daz er dogentlich enphing / was guder werke sie beging, / des er mit willen hangete / unde ir mit nichte endrangete Elis 1558    3 intr. ‘sich sehnen, fordern’ ey hertz, wie du nu drangest, / [...] nach ungewinne! WhvÖst 3478; des wart der jamer drangen / so vast in sinem hertzen ebd. 15974. 14094

MWB 1 1362,42; Bearbeiter: Schnell

drangest Subst. ‘Drangsal’ daz si [die Juden] Jesum nicht alleine / an sînem ûzern gebeine / nôten mit der marter angest, / sunder daz sîn pînic drangest / ergînge in dem innern swalle JvFrst 8582

MWB 1 1363,29; Bearbeiter: Schnell

drap stM. ‘Trab’ Lancelot reit synen vollen drab zur brucken wert Lanc 609,26; durch die punder ane drab [sehr rasch] / ilt er nach der fluht wit WhvÖst 8790. – adv. Gen. ‘im Trab’ der künic Poydwiz von Raabs, / weder stapfes noch drabs / kom er gevarn in den strît Wh 390,10. – übertr.: si brach den zelt [Passgang] vnd den trab / den zelt der welt gelucke / den trab ir boser trucke / der si hie spulget beider Martina 58,66

MWB 1 1363,33; Bearbeiter: Schnell

drâs stM. ‘Duft, Geruch’ der tras begunde in wisin / vur sines geuaterren ture ReinFu S1,650; si lechten in für den drüzzel dur salzes drâs, / sus wurden si irem rehten meister wilde Wartb Rs 44,9

MWB 1 1363,42; Bearbeiter: Schnell

drâsen, drasen swV. auch dræsen, dresen. ‘heftig durch die Nase atmen, schnauben’ do begunde im [dem Pferd] müede entwîchen. / ez dreste und grâzte [schnaubte] Wh 59,17; swer sehzic iar ergrifet / [...] / sin craft im entwichit / er draset vnde kichit Martina 124,82; Valchen [Dietrichs Pferd] habt er an so sere, / daz er dræste daz bluͦt Rab 960,4; verhab im dy naselœcher, untz iz begin tresen Albrant 1,1. 3,53; Helbl 1,377. in eime zorne ûf sprang er, / er lie hin gen dem kinde drasen [eilte, vgl. Anm.z.St.] , / daz dô was komen mit dem hasen Häslein 463

MWB 1 1363,47; Bearbeiter: Schnell

drâst stM. ‘Duft, Lufthauch’ (vgl. drâht ): der helle fivr wirt niht entzünt / als div wariv schrift künt / von holtze noch von blaste / noch von windis draste Martina 67,44; lat er [der Panther] einen süezen drast / und einen froderichen blast / der vertriffet alle wurzen ebd. 97,35

MWB 1 1363,59; Bearbeiter: Schnell