Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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i – ie|besunder (?)
ieclich – iemerkæse
iemerkuo – iersch
iertes – iewëdersît
iewelich – ihten (?)
ihtesiht – îlunge
im – in
in – în bezûnen
în biegen – în brëhen
în brîden – inder(t)
in dës – inelende
în enthalten (?) – ingebër
în gebërn – ingesigelde
ingesinde – in guot
în gürten – în houwen
inhûs – în lâʒen
înlâʒunge – în lûchen
în luogen – inne halten
în neigen (?) – innergewant
innerhalbe – inniclich
innigen – în rüefen
în rüeren – inschrift
în sëgenen – în slahen
însleich – în springen
în spruʒʒen (?) – interpretieren
intestîn – în twingen
în ünden – în vleischen
învleischunge – înwander
inwaner – în wischen
în wîsen – ipocrisis
ipocrite – irhalp
irhære – irregunge
irrehaft – Ir|rîche
irricheit – îsenbû
îsendach – îsenkaste
îsenkëc – îsensacroc (?)
îsenschûfel – îserîn
îserkleit – isôpe
isôpensaf – îtelhant
îtelinc – itwinde
iu – îwînboum

   în rîsen - înschîn    


în rîsen stV. ‘hineinsinken, hineinfallen’ weishait ist ein innerew chrafft. / die muz nur von got in reysen; / sey chan niemand den andern weysen Teichn 564,539; suln wir got bekennen, daz muoz geschehen sunder mittel; dâ enkan niht vremdes îngevallen. bekennen wir got in disem liehte, daz muoz eigen sîn und îngezogen âne allez înrîsen deheiner geschaffener dinge Eckh 3:227,4

MWB 2 1932,35; Bearbeiterin: Baumgarte

în rîten stV. ‘hineinreiten, einreiten’ als Hector zv Troyge in reit, / sie wurden sin alle gemeit Herb 6009; Iw 6087; Parz 561,13; sus riten si gerottieret în, / zwên unde zwêne: als soltez sîn Tr 3207; Lanc 8,6; so der voit des abendes inritet so suln in die schultheizen enphahen mit eim vierteil wins vnde einre schuzeln mit vischen die vunf schillinge wert si UrkCorp 29,27. Terramêr reit wider în / zuo dem grôzen ringe sîn Wh 21,29. ritent für üch disen phat in / [...] / er wiset üch dar sicherlich ParzRapp 596,36. – subst.: ir înrîten was sô starc / daz nieman schaden war nam. / dâ von ez niht missezam, / sach man dâ ieman wunden Bit 9142. – sich zum Einlager stellen (von Bürgen, vgl. înlëger ): tvͦt er des nicht, [...], so sal er zvͦ Dreise inriten mit zêhen ritteren vnd leisten alse lange, biz daz er vns fvͦnfhvͦndert marg giebet UrkCorp (WMU) 599,27; so sul wi inrithen zcu Northusen und ligen dar also lange, wan daz widerthan werde, des unseme vorbenanthen herren oder sinen rittern broch [Schaden, Rechtsbruch] worden ist UrkMühlh 374 (a. 1324)

MWB 2 1932,43; Bearbeiterin: Baumgarte

în roten swV. ‘(Pfeile) in die (feindliche) Rotte hineinschicken’ ouch wart in widirstrittin / dêswâr mit wer vil harte / von der brûdre parte / obin ûf der veste; / sî grûztin dî geste / in des sturmis wîle / mit manchim scharfin pfîle, / den sî in înrottin NvJer 14281

MWB 2 1933,1; Bearbeiterin: Baumgarte

în rücken, -rucken swV. ‘einordnen, (in etw.) hineinrücken’ man vreget ouch waz der dritte himel sî. di êrsten sprechen: sinlîch gewerp des menschen ist der êrste himel; der ander himel ist redelîch gewerp des geistes; der dritte himel ist vernunftic gewerp des geistes, und hi wart her [der Geist in der Entrückung] în gerucket HvFritzlHl 98,17. 98,29

MWB 2 1933,7; Bearbeiterin: Baumgarte

în rüefen swV. ‘jmdn. hineinrufen’ (vgl. în ruofen stV.): der innewendige edel mensche der ist uz dem edelen grunde der gotheit heruzkummen [...] und ist do wider ingeladen und wider ingeruͤffet und wurt wider gezogen, das er alles des guͦtes teilhaftig mag werden Tauler 25,22

MWB 2 1933,15; Bearbeiterin: Baumgarte

în rüeren swV. ‘(ein Pferd beim Reiten in etw.) hineintreiben, hineinreiten’ (vgl. rüeren ): ûf sînen spanjôl saz er dô / er begunde vrôlîch unde vrô / ze Weisefort in rüeren Tr 9213

MWB 2 1933,21; Bearbeiterin: Baumgarte

în rûnen swV. ‘hineinraunen, einflüstern’ dar umbe, also balde es den geistlichen oren wurt in gerunet, so súllent sú rehte geswinde ane alles widerkriegen sich do von nebent sich keren uf daz neheste, daz sú sehent, hoͤrent oder wissent Seuse 504,18

MWB 2 1933,25; Bearbeiterin: Baumgarte

în ruofen stV. ‘jmdn. hineinrufen’ mit Dat.d.P. (vgl. în rüefen swV.): das du [...] sehest an [...] die grosse gehorsame gelossenheit die er [Christus] hette in alle wege, in alle wise, in alle die stetten do ime der vatter in rief Tauler 70,22

MWB 2 1933,31; Bearbeiterin: Baumgarte

ins- s.a. ents-

MWB 2 1933,36;

însagunge stF. ‘Einwand, Einspruch’ (vgl. nd. însage, DRW 2,1443f. s.v. Einsage): alse si [die jungen Mönche] vf stent zv gotis diniste so wecken si sich vnder ein ander gezoliche [l. gezogenlîche, übers. moderate ] dvrch der slaffigin insagvnge [ propter somnulentorum excusationes ] BrHoh 22

MWB 2 1933,37; Bearbeiterin: Baumgarte

în sæjen swV. ‘einsäen’ von disem innern edeln menschen, dâ gotes sâme und gotes bilde îngedrücket und îngesæjet ist Eckh 5: 113,2. 5: 110,8. 5: 111,18

MWB 2 1933,43; Bearbeiterin: Baumgarte

insam Adv. ensam

MWB 2 1933,47;

în sâmen swV. einsamen (Nachtr.)

MWB 2 1933,48;

în samenen swV. kontrahiert auch însamen. ‘etw. einsammeln’ waz tun ich, wen ich nicht habe beheltnyssis do ich muge in samen myne frucht EvBerl 111,1. – auch von Zins/  Abgaben ‘einsammeln, einziehen’ Franciske sol ze reht den cins einsamenen [ colligere ] [...] von weingarten und aeckern und von hofsteten UrbSonnenb 93

MWB 2 1933,49; Bearbeiterin: Baumgarte

insament Adv. ensamen

MWB 2 1933,56;

însaz stM. wohl die beim Salzsieden für einen Arbeitsgang in die Siedepfanne eingefüllte Menge (vgl. 2DWB 7,934): wir haben ouch ir iglichen [...] verlihen ze burchlehen also, daz vnser amptleute oder swer daz sieden bestet, ir iglichen alle wochen, [...], antwurten sullen in dem phanhaus ze einem insatze sechtzig fuder saltzes [das noch zu sieden ist] UrkEnns 5,37 (a. 1311). 5,40 (a. 1311)

MWB 2 1933,57; Bearbeiterin: Baumgarte

însæʒe swM. 1 ‘Bewohner’ (eines Landes)
2 ‘Einwohner’ (einer Stadt, eines Dorfes), mit bestimmten Rechten und Pflichten
   1 ‘Bewohner’ (eines Landes): als in dem lande Chanaan / di insezzen got dannen treyb / und dar di Ysrahelen schreyb Hiob 12927    2 ‘Einwohner’ (einer Stadt, eines Dorfes), mit bestimmten Rechten und Pflichten: swenne ein burger oder einer, der waht und stiure gît, mit einem andern burger oder însæze, der waht und stiure gît, iht ze schaffen hât mit dem rehten, daz der gebütel im die burger samnen sol StRMeran 428; dar nâch setze er einen burgen vor eine marg, daz er ein jâr ein recht inseze sî, wenne welcher vor dem jâr wider ûz zûge, der ist dem râte vervallen oder sîn burge eine marg. der burge sol eyn ingesezzen burger sîn, den man gemanen mag StRZwick 34; wer hie burger jnsaeß oder jnwoner ist StRDiessenh 37

MWB 2 1934,1; Bearbeiterin: Baumgarte

insch- s.a. entsch-, ents-

MWB 2 1934,17;

în schatzen swV. ‘etw. (Schätze) anhäufen, horten’ wen daz sie schatz in schatzen / und an der wollust vatzen / und gut noch gute gewinnen HeslApk 6827. – unter Ersparung des Obj.: die herren, die în schatzent Renner 15249

MWB 2 1934,18; Bearbeiter: Hansen

în schenken swV. ‘(jmdm.) etw. einschenken, eingießen’ (auch unter Ersparung des Obj.): so man anderwaid schankt ein, / so stiez der pot daz vaz / in den püsen [ließ der Bote den (goldenen) Becher in seiner Brusttasche verschwinden] GrAlex 2418. – bildl.: in voller maze er schenket in [ ‘er nimmt sich Großes vor’ (vgl. FrlWB S. 307)] , der vil lichte uz swumme, / sol er ein tiefez wazzer waten Frl 5:75,11; sus manchen minn ertrenket, / dem sie mit seime todes gall inschenket Mügeln 220,10; der dir inschenket ruwe, / der selb die sünde teret [schädigt] ebd. 336,15

MWB 2 1934,23; Bearbeiter: Hansen

în schepfen swV. ‘etw. hineinschöpfen, einfüllen’ swer ein potigen [Bottich] zu dem fewer schikchet, da man wazzer einschepfe, und bi dem prunne ste, dem git man vier pfenninge von der potigen UrkRegensb 727 (14. Jh.)

MWB 2 1934,35; Bearbeiter: Hansen

în schîben stV. ‘sich hineinwälzen’ hin durch daz tor în schîben / sach man die risen alle / mit ungehiurem schalle Reinfr 25596

MWB 2 1934,40; Bearbeiter: Hansen

în schieben stV. ‘(etw.) einfüllen, hineinschieben’ ein durcheler [durchlöcherter] sac / [...], / dâ man oben în schiubet / unt ez niden ûz stiubet Priesterl 744; dar umb muoz er [die Kropfgans] haben etleicheu pälgelein pei dem snabel, dâ er daz ezzen des êrsten ein schieb und ez dâ nâch in den rehten leib schieb BdN 209,28; übertr.: man sal di ruwe lieben, / daz gotes wort in schieben / den harten, die vorsteinet sint / unde an gote wurden blint HeslApk 2040. – ‘sich etw. in den Mund schieben, etw. essen’ daz krut brach si abe und az. / [...]. / do si daz krut hete ingeschoben, / daz si mit girekeit ouch nam, / seht, wa der tuvel in sie quam Pass III 287,34; sîn [des geizigen Gastgebers] gesinde mit vorhten vor im sitzet, / swenne er diu ougen gein in spitzet, / sô si sîn herze mit kîlen kliebent [bildl.: ‘sein Herz mit Brotkeilen spalten’ ] / die si ze grôz, ze dicke în schiebent Renner 5228

MWB 2 1934,43; Bearbeiter: Hansen

în schieʒen stV. 1 intr. ‘einen Pfeil (in etw.) hineinschießen’
2 tr. ‘etw. hineinwerfen, hineinschießen’ (nur bildl.)
   1 intr. ‘einen Pfeil (in etw.) hineinschießen’ do schoz im [Hektor] der kvnic Hunes / bi dem ougen in vnderdes / vnde wunte in ein kleine / vf dem ouge beine Herb 5762    2 tr. ‘etw. hineinwerfen, hineinschießen’ (nur bildl.): glicher wis also got den geist / der vil edelen sele inguzet / und in vlizende inschuzet, / also liphaftet di sele den lib Brun 7263. – Part.-Adj. in der Wendung în schieʒender gedanc ‘plötzlicher, spontaner Gedanke’ (vgl. schüʒʒic ): die liden [der Seele] daz sint [...] : zwifel an dem gloͮben, zwifel an gottes erbarmherzikeit, inschiessende gedenke wider got und sine heiligen Seuse 498,10; dem widerstuͦnd dú anvehtung mit einem inschiessenden gedank ebd. 8,26. 125,34

MWB 2 1934,61; Bearbeiter: Hansen

înschîn stM. ‘das Hineinscheinen, Einstrahlen’ (hier bildl.): zugegen dem inschine vnd uzschine der ewigen vnd der waren suͦnnen PrLpz (L) 27,18

MWB 2 1935,12; Bearbeiter: Hansen