Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
heiʒen stV. (5035 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| der selben geschrift macht man gemezzen rede, die wir vers haizen, daz sint walzær oder kêrær, wan man muoz die red | |
| in etleich edel stain und allermaist in die, die corneoli haizent, und daz graben was sô gar behent, daz kain ir | |
| gaist, der si diu werk besunder lêrte. der grabær ainer hiez Beseleel und der ander Ooliab, die wâren sunderleichen gelêrt von | |
| vindet sein gar vil in der môrn lant, daz Ethyopia haizt, und in dem land India. man vint in auch in | |
| macht er die frawen liep iren mannen und dar umb haizt er ze latein allectorius, daz spricht ain zuozämer, und daz | |
| man in dem dritten stuck des wonhaften ertreichs, daz Asia haizt, in dem land Alabandra, und dâ von hât der stain | |
| stain für die kelsuht guot sei, diu ze latein squinancia haizt; und die drües, die von pœser fäuht koment an dem | |
| niden auz im. die kraft hât der weiz krotenstain, und haizent in die walhe crapadinam. man spricht auch, daz der stain | |
| klâr, daz er pei im naht zuo tag macht, und haizt der stain kriechisch antrax. der stain wechst in dem land | |
| Lybia und ist dreierlai. der êrst ist der wirdigist, der haizt carbunkel. der ander haizt rubein, der ist auch feurvar, aber | |
| der êrst ist der wirdigist, der haizt carbunkel. der ander haizt rubein, der ist auch feurvar, aber niht sô gar lieht | |
| dritt ist der pœst an varb und an kreften, der haizt balastus. iedoch acht man in pezzer wan den saphir oder | |
| weishait ist aigenleich ain spiegelschawen götleicher und übernâtürleicher ding und haizet ze latein sapientia. aber witz ist ain umbsihtichait in menschleichen | |
| werken, daz ze halden und daz ze lâzen, und daz haizt ze latein prudentia. von den zwain stainn würd ain guoteu | |
| auch guot wider die nagenden fäuht, diu ze latein flegma haizt. //VON DEM CRISOPRASSEN. /Crisoprassus ist ain edel stain mit zwain | |
| bestætigt uns in allen götleichen werken. //VON DEM SWALBENSTAIN. /Celidonius haizet swalbenstain. der ist ungestalt und klain und vindet man in | |
| under des menschen vel auf diezent. //VON DEM DONRSTAIN. /Ceraunus haizet donrstain. der ist gelvar und velt ze stunden mit dem | |
| vor der vinster des êwigen tôdes. //VON DEM SNECKENSTAIN. /Celonites haizet snekkenstain. der ist purpervar und manigverbik. den stain gibt der | |
| der môn allersmalsihtigist ist und sô er ze latein monoides haizt. der stain zerpricht niht von feur. //VON DEM CEGOLITEN. /Cegolitus | |
| aicheinz holz und sam ain nahtgleimel. //VON DEM WETZSTAIN. /Cos haizt ain wetzstain. der ist zwaierlai. der ain ist herter, der | |
| erlischt von paumöl, dâ mit man ander feur enzünt. molaris haizt ain mülstain. wer den besprengt mit ezzeich sô er zerriben | |
| dem leib und ist auch den haizen apostemen guot. silex haizt ain kisling, der ist hert und kalt und sleht man | |
| puoch ze latein von dem stain. //VON DEM DRACHENSTAIN. /Dracontides haizet ain drachenstain. den nimt man auz ains drachen hirn, und | |
| und sichert diu kint vor schaden. //VON DEM SUNNENWENDEL. /Elitropius haizt sunnenwendel. ist daz man den in ain vaz mit wazzer | |
| den menschen vor smerzen. wer daz kraut nimpt daz sunnenwerbel haizt oder ringelkraut und legt ez under den stain und beswert | |
| jâchants art und ist seines geslähts. //VON DEM AITSTAIN. /Gagates haizet ain aitstain oder prennstain. den vint man in dem land | |
| grüen stain und ist der zwelf stain ainer, die auzerwelt haizent und die Johannes sach. iedoch hât er rôteu tröpfel gesprengt | |
| irr mæzichait, wan diu selb tugent, diu ze latein temperantia haizt, kreftigt leipleichz und gaistleichz gesiht. //VON DEM JACHANT. /Jacinctus haizt | |
| haizt, kreftigt leipleichz und gaistleichz gesiht. //VON DEM JACHANT. /Jacinctus haizt jâchant. der stain ist gelvar und ist in der vinster | |
| herzen tragest für allez edelz gestain. //VON DEM REGENPOGEN. /Iris haizt der regenpog. der stain geleicht ainer cristallen und ist sehsekkot, | |
| edel stain. den nimt man auz aines tiers augen, daz haizt auch iena, und sprechent die alten maister, daz der stain | |
| in dem mund under der zungen. //VON DEM LUHSSTAIN. /Ligurius haizet luhsstain und ist der zwelf stain ainer, sam daz puoch | |
| kümt von den landen, dâ die läut wonent, die Medi haizent, und ist ain tail grüenlot. er hât guot kreft und | |
| er hailt auch der füez siehtum, der ze latein podagra haizt, und hailt die von iren sinnen koment in irem siehtum, | |
| iren sinnen koment in irem siehtum, die ze latein frenetici haizent. wenn aber man in zerlæzt in wazzer und in trinkt, | |
| wazzer wescht, den macht er plint. //VON DEM SPAT. /Nitrum haizt spat. der stain ist weizlot und durchsihtich nâhent sam ain | |
| ist der stain auch gevar sam ain vingernagel. dar umb haizt er in kriechisch onichinus, wan onichina in kriechisch haizet lidnagel. | |
| umb haizt er in kriechisch onichinus, wan onichina in kriechisch haizet lidnagel. den wân von dem stain hât diu alt glôs | |
| auz werd, sam man list von dem stain, der succinus haizt, und daz ist gar geläupleich. war auz nu der stain | |
| ist ain stain, der kümt von den läuten, die Perse haizent, und ist goltvar. iedoch ist etleicher gevar sam der chrisolit, | |
| stain ist guot wider die âdersuht, diu ze latein artetica haizt, und ist daz dû in vast in der hant druckst, | |
| smaragt auz dem stain. //VON DEM LEUTSSTAIN. /Piropholos mag leutsstain haizen. wan, sam der maister Eusculapius schreibt dem kaiser Octaviano Augusto, | |
| der leutsstain áin stain sei, der von der gemain lapis_humanus haizt. von dem spricht man, daz er den menschen behüet vor | |
| land der lebentigen, dâ niemant inn ersterben mag, daz dialle haizt oder drivallis. der stain ist etswie vil rôt und hât | |
| ist ain stain. der wirt in dem künigreich, daz Macedonia haizt, und hât an im weipleich art, wan er gevæht zuo | |
| der stain ist swangern frawen nütz. //VON DEM WITHOPFENSTAIN. /Quirin haizt withopfenstain. den vindet man in der withopfen nest. der ist | |
| und daz gesiht in dem slâf. //VON DEM GEIRSTAIN. /Quirindros haizt geirstain. den zeuht man dem geirn auz seim hirn und | |
| ganz in irr narung von nâtûr, diu ze latein vegetatio haizt, und senftigt die inwendigen prünst und verstellt den swaiz und | |
| und schäuht den grausamen siehtum, der daz antlütz negt und haizt ze latein noli me tangere, daz haizt: rüer mich niht. | |
| antlütz negt und haizt ze latein noli me tangere, daz haizt: rüer mich niht. aber er verleust sein varb dar nâch. | |
Ergebnis-Seite: << 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 >> |