Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
heiʒen stV. (5035 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| beſeʒʒen, ſo ſi diſen lip begeben, die in vnſer herre gehaiʒʒen het, ʒv der ſi auch groʒ ʒuverſihte heten. Der ueſte | |
| herre in ſinem dinſt geſtetigt. Er hat ſi ſin friunt geheiʒʒen, wan ſi behielten elliu ſiniu gepot, von ſinem dienſt mohte | |
| leib mit vil manigen ʒaichen, das ſi die toten uf hieʒʒen ſten; die auer an der ſele tot waren, die erchucten | |
| ſin vnd iſt in liep, das ſiu die liute heilic haiʒʒen vnd ſi loben vmb iren magtum. Die fliſent da mit | |
| man in enphach, der wirt von den heiligen engelen, die haiʒʒent die toten a%:vf ſten; des eniſt nehain rat, alle die | |
| ʒe troſte vnd ʒe hilffe, auer diu hochcʒeit, die da haiʒʒent chirwei, die ſint vol frouden vnd genaden vnd ſalichait allen | |
| drier ſlaht. Eines iſt dacʒe himel, daʒ der ewig leip haiʒʒet, da er ſelbe iſt vnd alle die ſele, die in | |
| chomen. So iſt daʒ ander haus hie in erde, daʒ haiʒʒet diu heilige chriſtenhait. Swer in diſem huͤs hie in erde | |
| leib, da git er im ſin riche, als er ſelb gehaiʒʒen hat: #.,Non relinquo vos orphanos. Ecce ego vobiſcum ſum uſque | |
| almehtigen gottes. Nu ſult ir daʒ wiʒʒen, ſwie ir driu heiʒʒen, ſo werdent ſi doch hernoch ʒe einem, ſo daʒ ervollet | |
| bischofe dâ,/ und fuor er predigen anderswâ./ Sardiâ daz eine hiez,/ und der herre den er dâ liez/ ze fürsten über | |
| erschein in unser herre got/ des tages als er in gehiez./ unser vrouwen er sich bereiten hiez./ er sprach: ‘muoter, nû | |
| tages als er in gehiez./ unser vrouwen er sich bereiten hiez./ er sprach: ‘muoter, nû var/ vrœlich und âne angest gar/ | |
| geruoche dem edelen lîbe/ die reinen sêle wider geben/ und heiz si mit ein ander leben/ mit dir in dînem rîche/ mit | |
| stein von dem grabe./ dô der fürder wart genomen,/ dô hiez er balde wider chomen/ die sêle zuo dem lîchnamen/ und | |
| süeze/ daz er mich si grîfen liez/ und mich güetlîchen hiez/ daz ich nû geloubic wære/ und den zwîvel gar verbære./ | |
| wæren verswigen./ Nû hœret rehte waz ich las:/ ein jude, hiez Enêas,/ der marhte vil des dâ geschach,/ dô man an | |
| dar mit stangen,/ mit swerten und mit spiezen./ sumelîche si hiezen/ vachel und laterne tragen,/ ob er sich wolde entsagen,/ daz | |
| der bischof./ âne angest gienc er an den hof/ und hiez ouch in dar în verlân./ sus giengens zuo dem fiure | |
| oder noch erdenchen chan/ sâhen si mit im begân:/ si hiezen in gegen dem fiure stân,/ diu ougen si im verhiengen,/ | |
| er daz vertruoc/ und swaz si im anders tâten!/ si hiezen in denne râten:/ ‘Christ, dû solt uns wîssagen:/ wer ist | |
| ir willen er geschehen liez./ nâch sînem rehte er tragen hiez/ vor im sehs baniere./ nû quâmen ouch jene schiere/ mit | |
| zugen,/ sô wânde der rihtære/ daz er schuldic wære./ er hiez in vaste binden/ ze einer siul und niht erwinden/ unz | |
| dû gereist./ ich hœre gerne waz dû seist.’/ den schergen hiez er schrîen;/ eigen unde frîen/ juden unde heiden/ hiez er | |
| schergen hiez er schrîen;/ eigen unde frîen/ juden unde heiden/ hiez er gebieten beiden/ daz si geswîgen alle, unz er/ rehte | |
| wart sîn genâde chunt./ er machte mich ouch gesunt;/ er hiez mich schône ûf stân,/ mîn bette nemen unde gân/ ze | |
| mit dem vinger streich,/ daz was linde unde weich,/ und hiez mich ez waschen abe./ nû chieset ob ich ougen habe!’/ | |
| die ich hân genant/ gemerchet? waz in sî bechant,/ daz heizet iu si selben sagen./ ich wæne daz si iuch iht | |
| in dar an/ daz der griulîche man/ diu chint martern hiez/ und daz er in genesen liez?/ daz meinte daz er | |
| drî tage erstân/ und in Galylêa für iu gân.»/ nû heizet uns daz grap bewarn./ wir sorgen daz si her varn/ | |
| ir gevangen,/ dar quâmen si gegangen./ die tor si balde hiezen,/ rigel und tür entsliezen./ daz insigel ouch geschouwet wart./ dô | |
| dingen dahten./ dô si niht enmahten/ die wârheit widertrîben,/ si hiezen briefe schrîben/ und leiten ir insigel dar an/ und welten | |
| quæmen hin/ dâ si den herren liezen./ die tumben si hiezen/ belîben an ir gemache./ swâ man umbe solhe sache/ trahtet | |
| Ein stimme mich dâ gruozte,/ diu mir sorgen buozte;/ si hiez mich güetlîche ûf stân/ und sprach: «dû solt her gân,/ | |
| alle die hie sint;/ si wâren Symeôns chint./ der eine heizet Leoncius/ und der ander Karînus,/ die welle wir ze geziuge | |
| erlôst habe,/ und si zesamen stieze,/ hie mit ein ander leben hieze./ werbet irz mit der andâht/ daz iuwer bete an in | |
| gar mit worten für gelegen./ welt aber ir beiten,/ sô heizet uns bereiten/ schrîpgeziuge, sô schrîbe wir/ die wârheit und leset | |
| chomîn glüen und eiten/ und ander tormentâle./ maniger hande quâle/ hiez er bereiten vaste./ er sprach: «wir suln dem gaste/ der | |
| helle enchunde ir sêle niht/ in deheinem winchel bewarn/ ern hieze sie wider ûz varn./ dennoch hæte er eine chraft,/ swâ | |
| wie/ dich der engel niht enliez/ volvarn als ich dich hiez,/ dô ich dich hæte gesant/ hin wider in daz reine | |
| die wîsheit în stiez/ und in im ze êren sprechen hiez.’/ Nû sint die briefe gelesen./ ‘wir enwellen hie niht lenger | |
| ist die vorgenant praiten dez tyrkraizzes, die wir ain zaichen hizzen, und sein spitz ist in der erden mittelpunct. Und in | |
| verdorben/ unde ich lige erstorben/ durch daz keiserlîche wîp,/ sô heiz mir snîden ûf den lîp/ und nim dar ûz mîn | |
| dar umbe sîne hende/ der cneht vil jâmerlîche want;/ er hiez in snîden ûf zehant/ unde erfulte im sîne bete./ swaz | |
| niht mê gebeitet;/ der wirt gienc ezzen über tisch/ und hiez tragen alsô frisch/ die trahte sînem wîbe dar./ ‘frouwe’, sprach | |
| ich niemer mê/ dekeiner slahte dinges,/ wan des ungelinges/ daz geheizen ist der tôt./ ich sol mit sender herzenôt/ verswenden hie | |
| daz ersach ein helt,/ der was ein ritter ûzerwelt/ und hiez von Kempten Heinrich;/ sîn edel muot der hæte sich/ rîlicher | |
| wand er bekande wol, swaz er/ bî dem barte sîn gehiez,/ daz er daz allez stæte liez./ /Dâ von sprach er: | |
| daz er nâch tiutscher ritterschaft/ her ûz begunde senden./ er hiez in allen enden/ den herren künden unde sagen:/ swer iht | |
| triuwen und bî eiden./ den ritter wol bescheiden/ von Kempten hiez er für sich komen,/ er sprach: ‘ir hânt daz wol | |
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