Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
heiʒen stV. (5035 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| und det mym herren Gawan ein cleyn thúr off und hieß yn darinn gan. Der pfaff der mit hern Gawan komen | |
| der sie da hien bracht hett, das er stund und hieß die spise bald bereiten. ‘Ir stinckender diep, ir hettent uns | |
| sie sint!’ Er sprang zuhant off von der tafeln und hieß im syn cleider bringen und sin wapen und wapente sich | |
| die porten off getorst thun, der wiß ritter hets dan geheißen. Des vierden tags umb primzytt sante der konig ein ritter | |
| underhanden, da getar auch nyman hien farn, er habs dann geheißen.’ Hie zwuschen was der ritter uß komen zu einer posternen | |
| der konig icht vil lút mit im hett; und hett geheißen, ob der konig zu tercie fur die port keme, das | |
| herre’, sprach die frauw. Der ritter rieff dem wechter und hieß im die port off thůn. ‘Gern, herre’, sprach er und | |
| warff das heubt off und sah Key den truchseßen. Er hieß yn das er fúr bald zur porten und besehe ob | |
| gande die yn geleitet het zu der Dolorosen Kartre; also hieß die burg da myn herre Gawan inne gefangen lag und | |
| bald zu dem wechter und sprach zorniclichen zu im: ‘Ich hieß dich doch die konigin inn laßen, warumb dethe du des | |
| vast beschloßen. Sie gingen in den kirchoff, und der konig hieß syn pfaffen lesen. Da myns hern Gawans name stunt geschriben, | |
| den hant die von der burg sere gewunt. Der ander heißet Lohos und ist des konig Artus sůn, den ist ein | |
| Key, das es der ritter was der die port hett heyßen off thun. ‘Ja’, sprach Key, ‘ir sint der der myner | |
| truchseß reyt hinweg und det als yn syn herre hett geheißen. Da er sie bracht hett, da fragt yn syn herre | |
| noch wiedder sie.’ Der konig sant zu den luten und hieß sie fragen warumb sie also geruffen hetten; sie warent allsamen | |
| ‘da lyt ein wunt ritter uff.’ Und der gewunt ritter hieß das tůch off heben und fragt were da were. ‘Ich | |
| han.’ Der konig mit den Hůndert Rittern wart darumb also geheißen das er kein zytt ußer @@s@sim land fure, er furt | |
| und sprang off und begreiff yn zwuschen syn arm und hieß yn got wilkum syn und im. Der ein was des | |
| und ritten furter mit ir ein ferren weg. Die frau hieß sie wiedder keren und reit furter yrem herren dem konig | |
| also von im das sie sin nit erkante. Der ritter hieß sich zu der stat furen da hin er sin knappen | |
| mit roten wapen, anders enwusten sie darumb nit. Der konig hieß im bringen einen schilt und ein spere und reyt zu | |
| ‘nu sagent mir uwern namen, herre!’ ‘Jungfrauw’, sprach er, ‘ich heiß Gawan.’ ‘Eya lieber herre’, sprach sie, ‘nu sint mir gott | |
| da er ist; so sag ich uch dann wie er heißt.’ ‘Das lone uch gott, jungfrauw!’ sprach myn herre Gawan; ‘hant | |
| der schlecht uch zu dot, mag er uch uberwinden.’ ‘Wie heißet er?’ sprach myn herre Gawan. ‘Er heißt Brune on Barmherczikeit.’ | |
| uch uberwinden.’ ‘Wie heißet er?’ sprach myn herre Gawan. ‘Er heißt Brune on Barmherczikeit.’ ‘Herre’, sprach die jungfrauw, ‘laßent uns einen | |
| andern tages det er mere krafft als yn der arczat hieß. Hůt ist der dritt tag das ich yn ußerthalb der | |
| uch wol’, sprach sie. ‘Nu sagent mir wie der ritter heiß.’ ‘Ich wil uch leyten’, sprach sie, ‘wolt ir mit mir | |
| pörtelin uff, und die jungfrauw gab im das fingerlin und hieß yn das ers der jungfrauwen gebe in dem thurne. Er | |
| das sie sie det innlaßen. Sie besah das fingerlin und hieß sie bald inn laßen. Der ander det die porten uff, | |
| des ritters namen nit der myn herren den konig herinn hieß komen.’ Die jungfrau die myn herren Gawan dar hett bracht | |
| nam urlob zu ir; er ging zu sym arczt und hieß yn das er sich bereit mit im zu farn. Die | |
| was. Sie ritten zu des einsiedels huß von Plaissie, also hieß er. Alda was Brandus von den Ylen gefangen gewesen, das | |
| herre Gawan. Der ritter deth im ein glene geben und hieß sin gesellschafft hinweg farn. Er reyt wiedder zu der jungfrauwen. | |
| ‘Ich bin ein ritter uß des konig Artus hof.’ ‘Wie heißt ir dann?’ ‘Ich heiß Gawan’, sprach er. ‘So wil ich | |
| uß des konig Artus hof.’ ‘Wie heißt ir dann?’ ‘Ich heiß Gawan’, sprach er. ‘So wil ich uch laßen farn’, sprach | |
| nit behalten. Von dem tag was die burg úmmer men geheißen die Jovise$/ garde. Der ritter reyt so lang biß das | |
| ander. Der von der burg det ein roß bringen und hieß yn daroff siczen. Er saß daroff, und ein gewapent ritter | |
| uch sagen, ich wurd anders meyneydig.’ //‘Herre’, sprach sie, ‘er heißt Lancelot vom Lac, des konig Bannes sůn von Bonewig. Er | |
| den schilt zuhant. Da sie den schilt gesah, $t sie hieß zuhant dem ritter wiedder ruffen. ‘Er ist der best ritter’, | |
| der herre von der herberg. Die frauw sprang off und hieß yn wilkum syn. ‘Herre’, sprach sie, ‘ir hant einen gast.’ | |
| das er sie an dem lib kestigen wolt thun. Er hieß ein groß fuer von dornen machen und hieß das man | |
| thun. Er hieß ein groß fuer von dornen machen und hieß das man fúnff zu dem fuer bereite, und die andern | |
| wolt farn schießen. Er saß eynes morgens frú off und hieß myn herren Gawan mit im farn und Key den truchses | |
| ‘mich dunckt wie ir sie nit wol erkennent, der túfel heißt uch schone frauwen besehen!’ ‘Warumb?’ sprach der fremd ritter. ‘Darumb’, | |
| sprachen sie alle die da waren, on einen ritter der hieß Galagwentins $t der Galois, der hett manig lant umbritten; der | |
| und kamen úber lang zu eyner großen stat, die man hieß den Berg von Moloant. Alda kamen zwen knappen zu yn | |
| seit im das sie wol zehen tusent ritter hetten. Galahut hieß yn zehentusent ritter nemen under konigen und under rittern, wen | |
| by was ein stat gelegen nit ferre dannen, die was geheißen Maloant. Die hielt ein frau, die het ein man gehabt | |
| wol off der fart uwer ere zu verliesen.’ Der konig hieß sin gesellen hinder sich wichen, und reit er allein mit | |
| die beßerst (die du gebicht hast) mit guten wercken, das heißt ware ruw und ist der recht weg der zu unserm | |
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