Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
under a_prp (1283 Belege) Lexer Lexer Lexer Lexer-Nachtr. BMZ BMZ Findeb. Findeb. Findeb.
| vil nâch verlorn unde ir sin./ //Nu sprach ir einer under in:/ ‘ir hêrren alle, sammir got,/ mich dunket, diz sî | |
| ûf sîne kumberlîche vart,/ dô ime diu vart unwendic wart:/ under sînen gürtel zôher/ sînen roc ein lützel hôher;/ den mantel | |
| ich lebe./ aller sorgære râtgebe,/ got hêrre, nu gevüege daz!’/ //Under diu dô er sô saz/ clagende, als ich gesaget hân,/ | |
| der kêrte mit in hin./ hie mite sô huop sich under in/ maneger slahte mære;/ //Tristan der hovebære/ der was mit | |
| hovegesinde/ daz lief engegen dem kinde/ und condewierte ez schône/ under armen vür die crône./ ouch kunde er selbe schône gân./ | |
| mîn jegermeister sîn!’/ hie wart ein michel lahter van./ hier under sprach dô Tristan:/ ‘hêrre, gebietet über mich./ swaz ir gebietet, | |
| niht bewarn./ die jegere müezen selbe varn/ und sich verrihten under in.’/ hie mite kêrten die jegere hin/ und koppelten ir | |
| wider./ als was der guote Tristan sider/ ein lieber hoveman under in./ künec unde gesinde hæten in/ in guoter geselleschaft./ ouch | |
| vil manegen tac getriben/ und zwâre ich bin derbî beliben/ under mâlen kûme siben jâr/ oder lützel mêre, daz ist wâr./ | |
| versuohte in sâ zestunde:/ dirre sus und jener sô./ hier under antwurter dô/ höfschlîche ir aller mæren:/ //Norwægen, Îrlandæren,/ //Almânjen, Schotten | |
| man/ ze dirre werlde gehaben kan.’/ ouch macheten si hier under/ mit rede michel wunder:/ ‘hôrâ!’ sprach diser, ‘hôrâ!’ sprach der/ | |
| truoger âne mantel an./ diu cleider, diu der guote man/ under sînem rocke truoc,/ diu wâren armeclîch genuoc,/ vernozzen und verselwet | |
| benomen./ alsus was er vür Marken komen,/ daz er im under ougen sach./ //Marke ze Tristande sprach:/ ‘sag an, Tristan, wer | |
| und gestuont ouch daz nie manne baz,/ wan er was under ougen rîch:/ sîn geschepfede was hêrlîch./ //Tristan der nam in | |
| er in dô starke/ und sêre wol gevallen./ si sprâchen under in allen:/ ‘nu kieset, wie schiere edeliu wât/ den man | |
| sol:/ drî süne, wær ich gewesen bî in,/ daz eteslîcher under in drin/ iezuo wol ritter wære -/ hæt ich die | |
| guot unruochet,/ dâ ez daz alter suochet,/ wie si sich under in beiden/ ie kunden sô bescheiden,/ daz ietwederre besunder/ sîner | |
| ie kunden sô bescheiden,/ daz ietwederre besunder/ sîner ger hier under/ und sînes rehtes wielte,/ sô daz Rûal behielte/ die mâze | |
| gemeiner ger,/ daz dirre gerte alse der./ alsus sô wârens under in zwein/ mit willen und mit muote al ein./ hie | |
| tugent;/ alhie viel hôher muot in sin;/ hie mite behieltens under in/ //Tristan sîn reht an muote,/ //Rûal die mâze an | |
| diu wort, daz ist der sin:/ diu zwei diu harpfent under in/ ir mære in vremedem prîse./ der selbe wortwîse,/ nemt | |
| vremedem prîse./ der selbe wortwîse,/ nemt war, wie der hier under/ an dem umbehange wunder/ mit spæher rede entwirfet;/ wie er | |
| zwein geræten tuot/ bescheidenheit und höfschen sin,/ diu vieriu würkent under in/ als wol als ieman ander./ jâ Vulkân und Cassander/ | |
| hêrren Tristandes hant:/ si swuoren hulde und wurden man./ hier under hæte ie Tristan/ den tougenlîchen smerzen/ verborgen in dem herzen,/ | |
| nu hiez er îlen balde,/ die ritter sich bereiten/ und under ir rocke leiten/ ir halsperge unde ir dinc,/ und sô | |
| hæten die,/ die mit Tristande kêrten hin,/ wol drîzec ritter under in;/ jene an der widerkêre/ wol sehzic oder mêre./ vil | |
| alle samet gevlogen/ mit vliegenden banieren./ dâ wart michel crôieren/ under ir massenîe:/ ‘schevelier Parmenîe!/ //Parmenîe schevelier!’/ dâ jagete banier und | |
| sô vil geriefen unde getriben./ des wârens âne wer beliben:/ under in was wer noch kêre/ noch keines strîtes mêre/ wan | |
| jâr und mîne tage.’/ hie wart grôz jâmer unde clage/ under aller dirre ritterschaft;/ si wurden alle unherzehaft;/ ir muot, ir | |
| ir muot, ir trôst was aller hin:/ ‘â hêrre’ sprâchens under in/ ‘nu wære uns michel baz geschehen,/ und hæte wir | |
| arc,/ daz wider in lützel kein man,/ sach er in under ougen an,/ getorste wâgen den lîp/ ihte mêre danne ein | |
| daz ist iu lîhte geseit:/ //Tristan wart von der wârheit/ under allem dem gesinde/ von keinem muoterkinde/ noch ouch von Markes | |
| ein man./ kein ander nôt enist hier an;/ und enkunnet under iu allen/ an einen niht gevallen,/ der wider einen man | |
| ir iu kieset einen man,/ swâ sô man den vinde/ under disem lantgesinde,/ der ze kampfe sî getân/ und an gelücke | |
| sîn an manege sprâche komen/ und enkunden doch dekeinen nie/ under uns vinden, ern wolt ie/ sîn kint vür eigen gerner | |
| mære,/ ich wæne, ez iu guot wære;/ wan swaz hier under rede geschiht,/ wirn lâzen doch dar umbe niht,/ des wir | |
| iuwer triuwe und iuwern eit/ und alle die sicherheit,/ diu under uns allen ie geschach.’/ der höfsche Tristan aber dô sprach:/ | |
| triuwe noch eit./ ein gelübede unde ein sicherheit/ wart wîlent under iu getân,/ die sol man ouch noch stæte lân:/ dazs | |
| gewis und ouch gewert./ ez müezen doch sper unde swert/ under uns und iu bescheiden:/ nu kieset under den beiden/ ir | |
| sper unde swert/ under uns und iu bescheiden:/ nu kieset under den beiden/ ir einez unde saget uns daz:/ der zins | |
| gespart zÎrlanden:/ wir suln ez hie mit handen,/ wir zwêne under uns beiden/ in einem ringe scheiden,/ weder ir reht habet | |
| mit gotes helfe erzeigen,/ und müeze den geveigen,/ der unreht under uns beiden habe!’/ sînen hantschuoch zôher abe;/ er bôt in | |
| sô rehte wol ein ander an,/ als ob si wæren under in zwein/ mit ein ander unde in ein/ alsô gewahsen | |
| gartet und sô guot,/ daz edeler muot und reiner art/ under helme nie bedecket wart./ //Sus was den kempfen beiden/ ein | |
| sprach:/ ‘der zins muoz vürder sîn getân,/ sol kein suone under uns ergân.’/ ‘entriuwen’ sprach der ander dô/ ‘diu suone wirdet | |
| habt irz vür wâr vernomen,/ daz hie zesamene wæren komen/ under einem helme ieweder sît/ vier ritter oder vier ritter strît;/ | |
| hæte benomen./ wær ime der schilt ze staten niht komen,/ under dem er sich mit listen/ kunde schirmen unde vristen,/ weder | |
| daz ez allez hier an sî beliben./ der kampf ist under uns beiden/ ie noch vil ungescheiden./ der zins ist dîn | |
| wellen,/ des nimt mich michel wunder./ si sûment sich hier under:/ ir rotte und ir geselleschaft/ diust sêre worden schadehaft;/ sin | |
| covertiure er sluoc/ //Tristandes orse abe den buoc,/ daz ez under ime dar nider gesaz,/ und er tet weder wirs noch | |
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