Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
von adv_prp (8315 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| geheize iu wol daz,/ mîn vrouwe enbîzet iuwer niht./ swem von dem andern geschiht/ sô leide als ir ir habt getân,/ | |
| wære harte unwîplich./ her Îwein, niene verdenket mich,/ daz ichz von unstæte tuo,/ daz ich iuwer alsô vruo/ gnâde gevangen hân./ | |
| rîters geburt und vrümekheit/ ze der schœne die sî sâhen,/ von rehte sî des jâhen,/ ez wære vrume und êre./ waz | |
| waz si an in selben rechent,/ die alsô vil gesprechent/ von ir selber getât,/ sô ins nieman gestât./ ez ist ze | |
| guot./ ez ist reht daz mir gelinge:/ wan ezn sprichet vonme dinge/ nieman minre danne ich./ iedoch sô vürdert er sich,/ | |
| sî verzwîvelt nâch./ dô wart dem hern Îwein gâch/ gewâfent von der veste;/ wander sâ wol weste,/ ern beschirmte sînen brunnen/ | |
| sprach ‘diz ors hân ich genomen:/ herre, heizet etewen komen/ von iuwerme gesinde,/ der sichs underwinde./ ich enger niht iuwer habe,/ | |
| unsers werden gastes./ zewâre dû hastes/ iemer lôn wider mich.’/ von schulden vreute sî sich:/ wan sî was unz an die | |
| kumber genas/ und dâ ze lande herre was,/ daz ergienc von ir schulden./ des gnâdet er ir hulden./ wan zewâre ez | |
| êre hât gevüeget,/ der in durch reht genüeget./ er hât von iu ein schœne wîp/ ein rîchez lant und den lîp/ | |
| ich iu ze lône/ umb mîns gesellen krône,/ die er von iuwern schulden treit.’/ hie wart mit stæter sicherheit/ ein geselleschaft | |
| solden,/ her Gâwein der getriuwe man/ vuorte hern Îweinen dan/ von den liuten sunder./ er sprach ‘ezn ist niht wunder/ umb | |
| ich iuch wol/ iuwer êre bewarn./ ir sult mit uns von hinnen varn:/ wir suln turnieren als ê./ mir tuot anders | |
| liebe tuo,/ dâne geziehe si niemer zuo:/ wan ir ist von herzen leit/ sîn unwirde und sîn verlegenheit./ swie rehte liep | |
| man./ her Îwein, dâ gedenket an,/ und vart mit uns von hinnen,/ und gewinnet mit minnen/ der küneginne ein urloup abe/ | |
| gemuot:/ sô wirt diu rîterschaft noch guot/ in manegem lande von uns zwein./ des volget mir, her Îwein.’/ //Nû versuochter zehant/ | |
| widere ze hûs./ //Dô vrâgte mich vrou Minne/ des ich von mînem sinne/ niht geantwurten kan./ sî sprach ‘sage an, Hartman,/ | |
| der wart sîn ungevelle./ durch nôt bescheid ich iu wâ von:/ wan diu werlt ist des ungewon,/ swer vrumen gesellen kiese,/ | |
| ougest gienc./ //Nû wâren sî beide/ mit vreuden sunder leide/ von einem turneie komen/ und hete her Îwein genomen/ den prîs | |
| swâ man mit worten hie gesaz,/ diu rede was wan von in zwein./ nû kam mîn her Îwein/ in einen seneden | |
| gedanc:/ er gedâhte, daz twelen wær ze lanc,/ daz er von sînem wîbe tete:/ ir gebot unde ir bete/ diu heter | |
| seht wâ dort her reit/ sîns wîbes bote, vrou Lûnete,/ von der râte und von der bete/ daz von êrste was | |
| reit/ sîns wîbes bote, vrou Lûnete,/ von der râte und von der bete/ daz von êrste was komen/ daz sî in | |
| vrou Lûnete,/ von der râte und von der bete/ daz von êrste was komen/ daz sî in hâte genomen./ sî gâhte | |
| lant:/ unde daz gebôt sî mir/ daz ich iuch gruozte von ir,/ und iuwer gesellen über al;/ wan einen: der ist | |
| Îwein,/ der niender in den siten schein,/ dô ich in von êrste sach,/ daz untriuwe ode ungemach/ ieman von im geschæhe/ | |
| ich in von êrste sach,/ daz untriuwe ode ungemach/ ieman von im geschæhe/ dem er triuwen verjæhe./ sîniu wort diu sint | |
| geschæhe/ dem er triuwen verjæhe./ sîniu wort diu sint guot:/ von den scheidet sich der muot./ ez schînet wol, wizze Krist,/ | |
| lân:/ ze welhen staten ich iu kam,/ dô ich iuch von dem tôde nam./ ez wære umb iuch ergangen,/ het ichz | |
| mîn bete/ daz sî leit und ungemach/ verkôs der ir von iu geschach:/ wand ich het ir ze vil geseit/ von | |
| von iu geschach:/ wand ich het ir ze vil geseit/ von iuwer vrümekheit;/ unz daz sî iu mit vrîer hant/ gap | |
| ze gâch./ dâ stüende bezzer lôn nâch/ dan der uns von iu geschiht:/ ouch gehiezet irs uns niht./ //Mîner vrouwen wirt | |
| an einer ungetriuwen hant:/ sî hât mich her darnâch gesant.’/ von herzeleide geschach im daz/ daz erz verdulte und versaz/ daz | |
| ab der hant gewan./ sî neic dem künege und schiet von dan./ //Daz smæhen daz vrou Lûnete/ den herren Îweinen tete,/ | |
| gæhe wider kêren,/ der slac sîner êren,/ daz sî sô von im schiet/ daz sî in entrôste noch enriet,/ daz smæhlîche | |
| wart gelîch einem môre/ an allem sînem lîbe./ ob im von guotem wîbe/ ie dehein guot geschach,/ ob er ie hundert | |
| geschach./ und alsô schiere do in ersach/ diu eine vrouwe von den drin,/ dô kêrte sî über in/ und sach in | |
| ir höfscheit unde ir güete/ beswârten ir gemüete,/ daz sî von grôzer riuwe/ und durch ir reine triuwe/ vil sêre weinen | |
| er in den schanden wart gesehen./ //Ez was diu eine von den drin/ der zweier vrouwe under in:/ nû sprach sî | |
| ir muget wol schouwen/ daz er den sin hât verlorn./ von bezzern zühten wart geborn/ nie rîter dehein/ danne mîn her | |
| swache sihe leben./ im ist benamen vergeben,/ ode ez ist von minnen komen/ daz im der sin ist benomen./ und ich | |
| willen hât,/ der wirt iu buoz unde rât,/ ob er von uns wirt gesunt./ mir ist sîn manheit wol kunt:/ wirt | |
| vrô./ sî sprach ‘und ist der suht alsô/ daz sî von dem hirne gât,/ der tuon ich im vil guoten rât,/ | |
| heil./ ouch sante sî bî ir dan/ vrischiu kleider, seit von gran/ und cleiner lînwæte zwei,/ schuohe unde hosen von sei./ | |
| seit von gran/ und cleiner lînwæte zwei,/ schuohe unde hosen von sei./ //Nû reit sî alsô balde/ daz sî in in | |
| truoc/ (ouch was der zoum rîche gnuoc,/ daz gereite guot von golde),/ daz er rîten solde,/ ob ir daz got bescherte/ | |
| und dô sîz gar an in gestreich,/ vil drâte sî von im entweich,/ wand sî daz wol erkande/ daz schämelîchiu schande/ | |
| mir nû troumte, unmanegen tac,/ unz mich der künec Artûs/ von ir vuorte ze hûs./ mîn geselle was her Gâwein,/ als | |
| diu nie man/ alsô gerne gesach./ man schuof im guoten gemach/ von cleidern von spîse und von bade,/ unz daz im aller | |
| alsô gerne gesach./ man schuof im guoten gemach/ von cleidern von spîse und von bade,/ unz daz im aller sîn schade/ | |
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