Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
durch adv_prp (3473 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb. Findeb.
| oͮch von gotte gespiset. <KAP><N>XXVIII</N>. Von fúnfleie craft der minne. Dur krankheit der lúte und dur valscheit der welte můs man | |
| Von fúnfleie craft der minne. Dur krankheit der lúte und dur valscheit der welte můs man swigen der warheit</KAP> Dis bůch | |
| alse du swigest in dem munde dins sunes albrimmende $t dur die krankheit der lúten, und alse min menscheit sprach albibende | |
| schoͤni der minnenden sele <N>V</N>. Von einer beginen vegefúr, der dur eigenen willen kein gebet half <N>VI</N>. Wie dú sele lobet | |
| da von nehet der sele <N>XXXIV</N>. Von fúnfleie núwen heligen, dur boͤse lúste gesant, und wie got wil weschen die cristanheit | |
| fúrhtent die túfel also sere, das si niemer getoͤrrent gevaren dur die heligen strale. Des lident si manige smacheit: Die wege, | |
| ist vil nútze, die der mensche im selber an leit dur got mit rate. Die pine ist aber also vil edler | |
| bi allú dú unschuldigú pine, smacheit und herzeleit, das ie dur Christi liebin von menschen wart gelitten. Ja, so gat es | |
| vil habent. Der megde blůt von nature, der martrer blůt dur den cristanen geloͮben und ander mansclahtig blůt, das ane schult | |
| minne gan; doch sint si ir undertan. Die minne wandelet dur die sinne und stúrmet mit ganzen tugenden uf die sele. | |
| alvliessende gegen das wunder, das ir gemuszet. Si smelzet sich dur die sele in die sinne; so můs der lichame oͮch | |
| sin lob dar an.</VERS>/ <KAP><N>V</N>. Von einer beginen vegefúr, der dur eigenen willen kein gebet half</KAP> <FOLIO>(80#’r)</FOLIO> Owe súnde, das du | |
| das ein mensche ze pine moͤhte komen, der sich hie dur sine liebi so heliger pine hette angenomen. Do sprach únser | |
| sich die túfele uf das wasser aber und taten si dur ire zegel und vischeten si und sutten si und doͤweten | |
| die Christus an ime leit, der ein ware mensche was dur úns und mit úns. Mere were dú súnde alleine mensclich, | |
| wol, ich můs mine maht enthalten und verbergen mine klarheit, dur das ich dich deste langer behalte in der irdenscher jamerkeit, | |
| und bitte si, das si dir sagen ir heimliche not, dur das du inen moͤgest ze helfe komen. Owe, das man | |
| der menscheit und mit der edelen gevůgheit des heligen geistes dur den ganzen lichamen ires magtůmes in der vúrigen sele irs | |
| menschlichen warheit, der helig geist mit siner cleinlichen suͤssekeit ging dur die ganzen want Marien lichamen mit swebender wunne ane alle | |
| fúnf<FOLIO>(93#’r)</FOLIO>te sun das waren die reinen jungfroͮwen, die ir kúscheit dur gottes liebi hant behalten; die moͤgent den himelschen vater fúr | |
| siben jungfroͮwen an ir kúscheit behielt mit manigen arbeiten alleine dur mine liebin; und eweklich soͤnt si alle sine wirdekeit zieren | |
| der vleke us het gewiset. <KAP><N>XXXIV</N>. Von fúnfleie núwen heligen, dur boͤse lúte gesant, und wie got wil weschen die cristanheit | |
| marter únsers herren, das was Christi blůt, wan si litten dur sine liebi den seligen tot. Das ander blůt, das was | |
| heligen geistes andaht wart nie gůttat vollebraht. Der martrer blůt dur Christum das gibet geselleschaft und cronen. Des vatter blůt in | |
| bitte dich aber, vil lieber, vúr alle gepinegeten selen, die dur únsere súnde in das vegefúr sint gevarn, die wir mit | |
| ervúllunge allen den binamen, die min ellende, herre, mir armen dur dine liebin helfent hie tragen an libe und an sele. | |
| an libe und an sele. Ich bitte dich, richer got, dur dinen armen sun Jhesum, das du die pine mines geistlichen | |
| allen den binamen, die geistlichen schin und geistlichen gewalt alleine dur dine liebi tragent. Ich bitte dich, milter got, umb ware | |
| allen ziten umb alle dine gaben den ze helfe, die dur dine liebi kumberliche $t burdin tragent. Ich bitte dich, heliger | |
| muͤssen spilen und dine suͤssú minnelust us diner goͤtlichen brust dur mine sele muͤsse sweben. Per dominum nostrum Jhesum_Christum filium tuum, | |
| das ist alles vor gotte tot. Swenne alleine der mensche dur gottes liebi und nit durch irdensche miete den tumben leret | |
| Er sol nieman haben in siner koste durch herschaft noch dur miete; mere er sol halten reine botten zů siner rehten | |
| mere si enpfahet si, als eb es ein bekorunge si, dur den angel der girekeit und der italen ere, die mangen | |
| der mag des nit erliden, das er mich alleine minne dur mich; mere er můs mich minnen in den creaturen; so | |
| ist ein geistlich mensch, von dem lide ich manig not dur sine boͤsen sitten, also das mir der mensche an keinen | |
| handen werdent geloͤset, so brinnent si in in selben pinliche dur cleine not. Dar nach koment si mit helfe und lidunge | |
| got den seligen sehen, das mir e nit mohte geschehen dur sine unkúsche pine, die min sele nit mag erliden; do | |
| herre, eines dinges vragen, das kan ich nit langer vertragen dur die grosse blintheit, die ich dar an erkenne.» Das ist, | |
| von diner heligen drivaltkeit also suͤsse har nider swinget und dur die sele so kreftekliche dringet, das der lichame verlúret alle | |
| das der mensche nit eine cleine súnde beget, die in dur zergengliche sache von ime wiset. Owe unedel sele, wie mahtu | |
| herre: «Din gerunge sol leben, wan si mag nit sterben, dur das si ewig ist. Erbeitet si alsus dur mich untz | |
| nit sterben, dur das si ewig ist. Erbeitet si alsus dur mich untz in die jungesten zit, so kumt wider zesamne | |
| dem ersten beginne, wan du woltest mit Adame untz har dur mine liebi gewesen sin, alsust woltestu aller menschen kumber und | |
| alsust woltestu aller menschen kumber und aller menschen dienest vollebringen dur mich; ich sprich me: Din wesen sol stan untz an | |
| und er wirt an ein hohe crúze gebunden und genegelt dur sin hende. Das tůnt si dur den grimmen has, das | |
| crúze gebunden und genegelt dur sin hende. Das tůnt si dur den grimmen has, das er ie von dem heligen crúze | |
| Christo da an geschach. Si gebent ime keinen tot, wan dur das er also lange qwele, das er vorsache der cristanen | |
| des nit, das man den gottes trut it #.[múge begraben#.] dur das er wil, das die cristane alle versachen. Dar an | |
| [alsus]: «Du bist aller welte ein geisel, gesant von gotte dur der boͤsen bosheit und dur der gůten helikeit. Du kanst | |
| ein geisel, gesant von gotte dur der boͤsen bosheit und dur der gůten helikeit. Du kanst wol die schrift der alten | |
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