houf
stM.
→
hûfe
swM.
MWB 2 1725,48;
houfe
swstM.
→
hûfe
MWB 2 1725,49;
houft-
→
houbet-
MWB 2 1725,50;
höugabel
stF.
‘Heugabel’
er [
Ydrogant, ein
Ungeheuer] was geschaffen als ain strauß: / sein nasen krump als
ain schnabel, / sein vinger als ain haw gabel, / sein augen tieff, sein oren langk
HvNstAp
9104
MWB 2 1725,51; Bearbeiter: Diehl
höugadem
stN.
hier höuwe-.
‘Heuboden; Scheune, Gebäude zur Heuaufbewahrung’
fenile: howegaden VocClos
Fe35
MWB 2 1725,56; Bearbeiter: Diehl
houhen
swV.
→
huohen
MWB 2 1725,59;
höuhûs
stN.
‘Scheune’ (hier als Gebäudename):
usque ad domum lapideam dictam daz heuhus UrkWürzb
41,31
(a. 1344)
MWB 2 1725,60; Bearbeiter: Diehl
höumânôt
stM.
auch -mône, höuwe- (vgl. auch
höuwetmânôt
).
‘Monat der Heuernte’, überw. bezogen auf Juli, selten Juni (
MarcoPolo ):
dar umb, daz der selb stern aufgêt sumerzeiten in dem
häumônn, der ze latein julius haizt BdN
222,32;
iulius howemanoth SummHeinr
2:70,54;
VocOpt
56.012;
ouch richt man das hus uf in deme monen junio, das ist in deme hoy mone
MarcoPolo
21,19.
65,26;
NvJer
27389;
an dem sibenden tage hoymanez UrkCorp (WMU)
912,9
u.ö.
MWB 2 1725,63; Bearbeiter: Diehl
höumarket
stM.
‘Heumarkt’, als Bestandteil von Personennamen:
Antonj an dem hevmarkte UrkCorp (WMU)
1729,3
MWB 2 1726,9; Bearbeiter: Diehl
höumengære
stM.
‘Heuhändler’
houmenger DRW
5,914
(Hagström,KölnBein.; a. 1289)
MWB 2 1726,12; Bearbeiter: Diehl
höumône
stM.
→
höumânôt
MWB 2 1726,14;
höuprobst
stM.
‘herrschaftlicher Aufseher über das Heu’
meines herren heupräust DRW
5,914
(Schöpf, TirolId; a. 1330)
MWB 2 1726,15; Bearbeiter: Diehl
houpt-
→
houbet-
MWB 2 1726,18;
höuptel
stN.
→
höubetlîn
MWB 2 1726,19;
höuptinc
stM.
→
höubetinc
MWB 2 1726,20;
höurëht
stN.
‘Anspruch auf Heuzins’
medietatem feni de quibusdam pratis [...] praetextu
cuiusdam iuris quod hayrecht nuncupatur DRW
5,915
(Eichstätt/ Rockinger; a. 1314).
– Bed. unklar, hierher als ‘Lohn für das Heumachen’ (vgl.
Anm.z.St.) bzw. ‘Heuzins’ (vgl. DRW 5,912 s.v. Heugeld) oder zu
houwe
stF. ‘Lohn für die Feldbestellung mit der
Haue’ (?):
umb pfluͦgreht, howen reht, snitpfenninge und das das korn kost ze
troͤschende UrkFreiburgGr
13,219
(a. 1338)
MWB 2 1726,21; Bearbeiter: Diehl
höuschrëcke
swM.
swF. ( Pass III ), selten höuwe-.
‘Heuschrecke’ (vgl.
graslöufel
,
haberschrëcke
,
höustaffel
,
höuwesprinke
,
mateschrëcke
):
locusta: habervrez, hoͤusrech Volucr (L)
80;
locusta: howesreche SummHeinr (Ho)
10,59;
man liset von Johanne, deme heiligen manne, /
[...]. / er az unchundigez maz, ja hat bezaichenunge
daz: / hewscrichen unde rorhonich AvaJo
14,4;
dô kâmen sô vil häuschrecken geflogen von Ungern durch
Oesterreich und durch Paiern [...], daz si sô vil getraides
verderbten auf dem veld, daz manich gäuman verdarb BdN
75,34;
Mügeln
98,3;
Pass III
195,70.
– in Vergleichen im Hinblick auf Zahllosigkeit:
daz velt bedact was von der menge des volkis rechte also von den heuschreckin
Köditz
37,30;
das lant wer von in bedaht / in solicher craft als ob
dú schar / weren howschrecken gar, / so gros, so mehtig schein ir craft
RvEWchr
18345;
Cranc
Jes 40,22.
– im Hinblick auf Gefräßigkeit (in Tradition der bibl. Plagen):
in der finften harm schare / do chomen hovscrekken dare / si
namen in garten unde chorn VMos
39,6;
dine wartlute sint als di hoyschrecke und dine kindelin als
di hoyschrecken der hoyschrecken Cranc
Na 3,17;
ir burger in den steten, ir zelt einen man ob iuwerm tische umb einen
schillinc, der umbe sehs heller tiure genuoc kæme. daz ist allez unreht gewin. die
heuschrecken heten menschenantlütze PrBerth
1:418,6
u.ö.
– dagegen als Beispiel der Enthaltsamkeit (vgl. auch
PrBerth
2,144,17
):
ir sült iuch an dem lîbe enthaben als der heuschrecke; wan der ist dürre unde
swankel an dem lîbe. alsô sult ir ouch dorren an dem lîbe an dem dienste unsers
herren PrBerth
1:560,24
u.ö.
MWB 2 1726,31; Bearbeiter: Diehl
höuschrëckel
stM.
auch höuwe-.
‘Heuschrecke’ (vgl.
höuschrëcke
):
hastago grece, locusta latine: hovscrichel SummHeinr
1:168,775;
Gl
3:675,5
(BStK287);
PsWindb
108,23;
wan der gîtige ist an der natûre ein höuweschrickel. wan der höuweschrickel
hüpfet ze allen zîten in dem grase. sô ist sîn bûch doch mager
PrBerth
2:144,16;
si sprachen: ‘wiltu lazen niht / das gotis lút,
so wirt gesant / morgen her ubir al diz lant / hoͮschrichil alse vil das sie
/ gezent in dem lande hie / swas von dem hagil beliben ist!’
RvEWchr
10300.
– im Vergleich im Hinblick auf die große Menge:
ir hers craft was alse groz / das si bedahten uber al /
beidú berge unde tal, / unde schein als unzalhaft ir schar / als ez
hoͮschrickel weren gar / older dez wilden mers griez RvEWchr
16707
MWB 2 1727,1; Bearbeiter: Diehl
höuschrîbære
stM.
Bediensteter zur Verzeichnung von Heu und Futter:
bei des hoͤschribers haus SchwäbWB
3,1562
(a. 1349)
MWB 2 1727,17; Bearbeiter: Diehl
höustadel
stM.
auch höuwe-.
‘Scheune, Gebäude zur Heuaufbewahrung’
fenile: houbarn vel houstadil Gl
3:665,59
(BStK287);
palile, fenale id est houestadel SummHeinr
2:408,241.2
MWB 2 1727,20; Bearbeiter: Diehl
höustaffel
M.
auch -stüffel.
‘Heuschrecke’ (vgl.
höuschrëcke
):
locusta non plenum volatile id est [...] hovstaphel
SummHeinr
2:347,64;
lusinia: hoeistaffel VocOpt
44.142;
holtz apfel, / des âss er [Johannes der
Täufer] , und hóhstapfel. / er trang dez regen wasser
SHort
2394;
PrHvKonst
38;
von einer anbeize und einem höustüffel Boner
42,Überschrift
MWB 2 1727,24; Bearbeiter: Diehl
höuvorderunge
stF.
‘Erhebung einer Heuabgabe’
daz si fvͤrbaz von im vnde von allen sinen nach chomen von sogetaner
hæv vodervng gervet [d.i. geruowet
‘unbehelligt’
] beliben UrkCorp
(WMU)
2986AB,4
MWB 2 1727,32; Bearbeiter: Diehl
houwære
stM.
1 jmd., der mit der Haue (z.B. im Wald, Weinberg oder Bergbau) arbeitet,
‘Hauer’
2
‘Hauer, Stoßzahn’
1
jmd., der mit der Haue (z.B. im Wald, Weinberg oder Bergbau) arbeitet,
‘Hauer’
2 mader et 4 messores in curiam owe et 4 hovwer winegartin
UrkWürtt
4,Anh 29
(13. Jh.);
ist, [...] daz man schechte sinket oder kowen setzit
oder vert gedinge oder howet mit howeren StRFreiberg
226,29.
– als Bestandteil von Personennamen:
her Henning Houwere UrkCorp (WMU)
2265,1
2
‘Hauer, Stoßzahn’
der drittenlai zend sint hawer oder auzkrümler, als der
hawenden swein und der helphant zend, dâ mit si andreu tier verhawent
BdN
14,6
MWB 2 1727,37; Bearbeiter: Diehl
höuwære
stM.
‘Grasschnitter, Arbeiter in der Heuernte’
vnser meder, hoͥwer, sniter, leser vnde gemeinlich alles dc gesinde, dc
vnser kloster [...] an hoͥret UrkCorp
(WMU)
194,33;
messores et hoͮwer et alia omnia servitia UrkWürtt
4,Anh 27
(13. Jh.).
– als Bestandteil von Personennamen:
Heinrich der Hoͤwer UrkCorp (WMU)
1128,34
MWB 2 1727,49; Bearbeiter: Diehl
höuwærinne
swF.
‘Grasschnitterin, Arbeiterin bei der Heuernte’ oder
‘Frau eines höuwæres’ (hier als
Personenname):
min hus an dem graben entswichen der hoͤwerinvn hus vnde Hermans des
Emishovers hus UrkCorp (WMU)
2016,30
MWB 2 1727,56; Bearbeiter: Diehl |