hufel
stM.
→
hübel
MWB 2 1771,49;
hûfel
FN.
→
hiufel
MWB 2 1771,50;
hûfelære
stM.
jmd., der ein bestimmtes Glücksspiel spielt, vgl.
hûfelen
:
swaz davor umbe die kegeler geschrieben ist, daz sol auh
staete sin umbe die riemenstaecher unde umbe die huffelaer StRAugsb
126,19
MWB 2 1771,51; Bearbeiter: Richter
hûfelen, hûfeln
swV.
hier subst. ‘Häufeln’, ein Glücksspiel:
omnes ludi cavillosi, haufeln, riemstechen et taxillorum falsitas praesentibus
inhibentur DRW
5,250
(VerhNdBayern; a. 1279);
dar vber allev valschev spil haevfeln, riemstechen vnd allev valschev würfel
spil mit disem brief sind verboten ebd.
5,250
(VerhNdBayern; a. 1321)
MWB 2 1771,55; Bearbeiter: Richter
hûfelîn
stN.
→
hiufel
MWB 2 1771,62;
hûfen
swV.
1
‘(auf-, an-) häufen’ (tr. und refl.) 1.1
‘vollmachen, füllen’
1.2
‘sich (auf jmdn.) niederlassen’
2
‘jmdn./ sich versammeln’ (tr. und refl.)
1
‘(auf-, an-) häufen’ (tr. und refl.):
Tyrus hat gebuwet sine vesten und hat gehufet silber als ein
erde und golt als der mist der gazzen [
et coacervavit argentum
quasi humum, et aurum ut lutum platearum
]
Cranc
Zach 9,3;
dort swenden hort, hie hûfen RvEBarl
4574;
KvWTroj
36479;
UrkCorp (WMU)
1168,23;
so wisze, daz sich haufe / ein schatz in dem hymel dir EvStPaul
374;
ir wart des jâmers fuoder / geschubert und gehouft
Ottok
1161;
got wil daz sich hufe / din selde Pass I/II (HSW)
9974;
Martina
60,63;
WernhMl
10359;
Pilatus
2,238.
–
mit gehûfeter mâʒe u.ä. ‘großzügig
bemessen’
uber daz sal er [der
schiltkneht
] strigelen, stemmen unde bursten geben
den brûderen unde vûter den bestien nâch der gewonheit mit gehûfeter mâze
ungedrucket StatDtOrd
110,3;
der [Gott] lônet mit voller hant, mit
übergênder mâze von freuden und mit gehûfter mâze der êwigen freude
PrBerth
2:153,33;
mit hûfender mâze ebd.
2:145,19;
ir gebent, uch wirt auch gegeben; / gut eine maz gehufet wol, / gestozen
uberfluszig vol EvStPaul
6790;
vgl.
mit wol gehufter lage / wart di sunde alzumale / geworfen in di schale
[Waagschale] / und gehufet als ein berc
Pass I/II (HSW)
15146
1.1
‘vollmachen, füllen’
‘[...] hufent waszers vol die cruge.’
/ sie guszen sin dar in die gnuge, / unz ez floz oben uber hin
EvStPaul
11119;
dem fullet man den metzen [das
(Korn-)Maß] wol / und biutet im danne die ere / und houfet in
im also sere, / daz allenthalben riset dar abe StrKD
115,10
1.2
‘sich (auf jmdn.) niederlassen’
uf wen du haufen / den geist sich syhest, vnd blibet bi ym, /
[...] / der ist, der in dem heiligen geiste / sol
daufen in warer volleiste EvStPaul
11018
2
‘jmdn./ sich versammeln’ (tr. und refl.):
si hatte [...] / vil malader lude / gehoufet an ir
mandat Elis
2957.
1700.
9482;
sîn samnunge ze Hoye hêt [hielt ab] / der von
Lütich [...]. / der Flemminge here sîn volc ze Brücke wolt
houfen Loheng
1713.
5150;
da mit gingen sie widder hin / vnd haufften sich widder als e
Krone
28661;
UrkCorp (WMU)
369,20;
EvStPaul
2030
u.ö.
MWB 2 1771,63; Bearbeiter: Richter
huffe
swstM.
→
hûfe
MWB 2 1772,41;
hüffebein
stN.
‘Hüftbein, Hüftknochen’
diu zwei hufbein [des erlegten
Hirsches] er dô nam / unde beschelte diu alsam Tr
2879.
2899;
den [Stenelus] stach der degen
wîte erkant / Hector, [...], / mit kreften dur daz
hüffebein, / daz er vil kûme sît genas KvWTroj
40472;
von der brust unz ûf daz hufbein RvEAlex
15542
MWB 2 1772,42; Bearbeiter: Richter
hüffehalz
Adj.
‘hüftlahm’
der heilant hiez [...] / die
hufhalzen springen Wernh
5412;
die blinden machete er gesehende, hvfhalze gereht, mænigen
siechen gesvnt Spec
26,10;
swas vihes sie toedent das hufhaltz oder lam ist DRW
6,20
(Schauberg, Beitr., a. 1331);
Barth (H)
510;
BvgSp
54.
– hier bildl. ‘hinkend’
si [die personif.
cristanheit
] ist oͮch huͦfhaltz an den
fuͤssen irer gerunge, wan si min selten und treglich gedenket
Mechth
5: 34,33
MWB 2 1772,49; Bearbeiter: Richter
hûffel
FN.
→
hiufel
MWB 2 1772,58;
hüffelbant (?)
stN.
‘Band um die Hüfte’ oder als hiufelbant
‘Band (am Helm) zum Schutz der Wangen’ (vgl. NeidhWB S.
134):
diu sînen [des eitlen dörpers
] rôten
buosemblech / diu sint ir [der Umworbenen] ungenæme dar,
dar zuo sîn hiufelbant [La. huffelbant
]
Neidh
WL 27:7,8
MWB 2 1772,59; Bearbeiter: Richter
hüffelîn, hüffel
stN.
auch hiffelin (
WolfdD
1159,1
); Dimin. zu
huf
.
‘Hüfte’ (oft die Zierlichkeit und den erotischen
Reiz betonend):
ir mâzen lange sîtelîn / ûf ir gedrollen
[wohlgeformten] hüffelîn / beslozzen, wol gedrungen,
/ moht balde widerjungen / hundertjæric alten, / solt er si blôz gesehen an
KLD: Namenlos
a46:114;
swa der gvͥrtel wol entsleif, / dvͥ
hvͥffel den mit senfte hielten TürlArabel
*A 280,3;
ûf ir hüffel borten rîche UvEtzAlex
14570.
16999;
Loheng
3127.
– hier wohl euphem. vom Schambereich:
er greif ir undern mantel dar: / ich wæne, er ruort irz
hüffelîn. / des wart gemêret sîn pîn. / von der liebe alsölhe nôt gewan / beidiu
magt und ouch der man Parz
407,3;
im gap dar diu küngîn ir hemde / blanc sîdîn, als ez ir blenke
[weiße Haut] ruorte. / ez ruorte ouch etwaz brûnes an
ir huf [La. -elîn
]
Tit (BH)
G 74,4;
entspr.:
iz ruͦrte ouch etwaz brunes [Laa. bi ir hvffel/
hvffelin
]
JTit
759,4;
unverwendeclîchen, wæn, er nâch ir hüffel greif Neidh
WL 11:6,9.
WL 20:3b,9
MWB 2 1773,1; Bearbeiter: Richter
huffenier
stN.
‘gesteppter Hüftschutz’ (vgl. Rosenqvist 2,273):
ûf der huf gedozzen / lag ein sîdîn huffenier, / von blankheit ein spaldenier
/ zieret^$’ im den lîp wol DietrGlesse
647;
seht, dâ wâfent(e) sich sân / manek vrouwe wol getân, /
[...], / sô wol gesteppet huffenier / begreif nie
mannes hant, / sô man an den vrouwen vant Frauenturnier
166
MWB 2 1773,22; Bearbeiter: Richter
hüffesiechtuom
stM.
‘Hüftleiden, Erkrankung der Hüfte’
si ist fur di gicht. vnde fur den huf sichtum. vnde fur den
lide sichtum. vnde fur den fuz sichtum SalArz
99,3
MWB 2 1773,30; Bearbeiter: Richter
hufhalz
Adj.
→
hüffehalz
MWB 2 1773,34;
hûfschotte (?)
swM.
evtl. ist mit h anlautendes ûfschotte anzunehmen, vgl.
auffer Schotten Schmeller, BWB 2,486f. s.v. Schotten (zum
h-Anlaut im Bair. s. Weinhold, Bair. Gr. § 190).
‘(süße?) Molke, Käsewasser’
visch in der sulcz mit honig, haufschotten vnd oͤphel
UrkKlostern
1,Einl. 45 Anm.8
(14. Jh.)
MWB 2 1773,35; Bearbeiter: Richter
hufte
Verschreibung zu
→
hulft
stF.
MWB 2 1773,42;
hûfunge
stF.
‘Versammlung’
swer dar uber kein haufunge machet in sime hus UrkCorp
903,22
(a. 1287);
swer aber zv sinen frunden zv der haufunge kvmmet ebd.
903,26.
903,25.
903,29
MWB 2 1773,43; Bearbeiter: Richter
hüge
stF.
auch swF. (
des wart der lantgrave gutis hogin Köditz
39,34
mit Anm.z.St.).
1
‘geistiges Inneres des Menschen, Sinn, Stimmung’
2
‘Erinnerung, Andenken’
3
‘Freude’
1
‘geistiges Inneres des Menschen, Sinn, Stimmung’
swar in [den Frauen] daz herze in
hüge lît, / dar wænents niemer komen enzît [rechtzeitig]
UvZLanz
8973.
6691;
als ime [Alexander] iht des gescach,
/ daz ime ubile ze hugen was, / sô sach er alse der wolf deit, / alser ubir sînem
âze steit SAlex
146;
ab sich irgent vorirret min sin, / so wizzit daz ich ein leie
bin. / zu der schrift han ich kleine hoge Brun
1826.
3541;
Vät
2642;
Pilatus
2,157;
MynnenR
84
2
‘Erinnerung, Andenken’
ein wol geküneget crônetrage / tuot dannoch mêre, er stillet witwen unde
weisen clage, / er süenet unde vridet unt ist bî liuten wol in êren hüge
RvZw
148,6;
zu hüge dem sinen hohen namen bürge und türne er valte
FvSonnenburg
52,12;
werdent im alsô bereit / mit helfebæren sachen, / daz er
beginne wachen / dar ûf mit êweclicher hüge, / daz er iu des gedanken müge
KvWTroj
30409
3
‘Freude’
den kunich si dô funden / in hogen unde in michelm mût En
3919.
1173;
wir wâren al gemeine in hugen: / wir wânden hân gewunnen EbvErf
2374;
est niht ein lüge: well ab iemen mîn herze verkêren, / der wecke mich, swenn
ich lige in der hüge KLD: SvL
2:2,7
MWB 2 1773,47; Bearbeiter: Richter
hügede
stF.
‘Gedächtnis, Erinnerung, Andenken’
disiu maget tete ûf diu ôren der hugede unde ir anedâhte
TrudHL
9,9;
die hie vor in grozen namen / diu reiche heten besezzen, / der ist nu gar
vergezzen: / mit dem leibe wart ir gehügede begraben Serv
13;
der die buͦch der hugede [Chroniken] lesen
wil latine, / der hatz fur kein getrugede JTit
4078,1.
5993,1;
Abor
102;
UrkCorp (WMU)
173,40
MWB 2 1774,9; Bearbeiter: Richter
hügel
stM.
‘Hügel’
noch der maynunge so frewten sich dy perge als dy stier, vnd der hoͤgel
als dy leͣmer der schaͤffen thyr [
montes
exultaverunt ut arietes, colles sicut agni ovium Ps
113,4]
PsMb
32(Glossar)
MWB 2 1774,17; Bearbeiter: Richter
hügelich
Adj. , -lîche
Adv.
adv. auch -lîchen; md. hoge-.
‘fröhlich, erfreulich, munter’
so sol ich es [Christi Leiden] ze
allen ziten in dem grunde mins herzen húgelichen tragen Seuse
277,4.
18,3;
lachen er begunde, / der furste hogelich gemuͦt Elis
3407;
den selben hüglichen mütt / der junge herr do gewan
GTroj
3234;
SM:Tu
6: 1,14;
Köditz
8,29.
– oft in Verbindung mit wîse/
site:
tröschel, lerch und diu zîse / dœnent hügellîcher wîse /
mit der frîen nachtegal SM: Tu
4: 1,9;
in einer húglichen wise Seuse
28,13;
in hügelîchen siten ErnstD
2563.
3442.
– subst.:
so út lútzeliges, út
vroͤliches oder húgliches in dinem muͦte oder libe uf stet
Seuse
311,16
MWB 2 1774,22; Bearbeiter: Richter
hügeliet
stN.
‘Freudenlied’
tageliet klageliet hügeliet zügeliet tanzliet leich er [
der
von Seven
] kan, / er singet kriuzliet twingliet
schimpfliet lobeliet rüegliet KLD: RdF
3:1,4;
der esel in dem grase wuot. / dâ schuof im sîn magenfröude, er sanc ein
hügeliet als ê Marner
15,130
MWB 2 1774,36; Bearbeiter: Richter
hügen
swV.
auch -ck- ( Will , Gen ,
VMos , Wernh );
mit ge- präfigierte Formen nur unter 1.
1
‘(ge-)denken, bedenken, sich erinnern’
1.1 mit Gen. 1.2 mit abh. Satz 1.3 mit präp. Erg. 1.4 mit Adv. (meist in Verbindung mit präp. Erg.) 1.5 in unklarem Zusammenhang 1.6 refl. 1.7 ohne Erg. 1.8 subst. 2
‘fröhlich gestimmt sein, sich freuen’
1
‘(ge-)denken, bedenken, sich erinnern’
1.1
mit Gen.:
in mînemo hérzen [...]
uuíl íh îemer gehúchcan. der sînero míchelen
gnâdon Will
20,5;
aldes ich gehugen mach, / daz wil ich allez gerne sagen
Kchr
12448;
bit, daz si dise drei tage / der sele mit bete gehügen Serv
1975;
Gen
2690;
VMos
38,20
1.2
mit abh. Satz:
nu solten wir gehuͦgen / waz wir sagen uon den
iuden VMos
48,17;
iz ne was dar nach ne borlanc / ê sich der herre uirsan, /
wes her willen habete, / do her uon den kriechen hugete [im Sinn
hatte] , / daz her ze Rome wolde uaren Ägidius
1352.
845;
zestunde / hiez er die iuden / gedenken vnde gehugen, /
ob si westen den list / wa der hailige Christ / solte werden geborn
Wernh
A 3992;
alda sich striten zilde [richtete] von kristen
gen den heiden, man ist hugende, / daz got den sinen ie half als Gedeone
JTit
4082,2;
BrZw
19;
Spec
46,26.
– mit Gen.-Korrelat im übergeordneten Satz:
so riet in doch der herre / daz sie des wole gehugeten
/ waz got durh sie habete / an deme cruce irlieden Ägidius
982
1.3
mit präp. Erg.:
–
ane:
des wis an uns gehugende Litan
218;
da sazzin si zvͦ dem wazzir da ze
Babyloniȩ unde wͦftin, swenne si gehugtin an Ierusalem
Spec
39,16.
41,26;
Ägidius
378;
JTit
6196,2.
–
nâch:
nach der schönen frowen huget mir der mut WolfdD (H)
30,1.
–
ûf:
dô hugetens alle ûf einen strît GFrau
1065;
Er
5249;
Flore (S)
7686.
–
ze:
die turin wigande / hvgitin do zo lande
Roth
2848;
swelhe in al jugente / sint ze gote hugente, / den
werdent die porte uf getan HimmlJer
72;
UvZLanz (K)
5407;
SAlex
4424.
– mit Pron.-Adv. (und abh. Satz):
wir mügen / dar an gedenken und gehügen, / daz er uns
mit unminnen / getriben hât von hinnen KvWTroj
7134;
er begunde in alle wîs / dar ûf gedenken und gehügen,
/ daz er mit valscher dinge zügen / gewerben möhte sînen tôt ebd.
6613;
daz si des niht vollenden mügen / dar ûf si denken unde hügen
StNik
253.
– mit präp. Erg. und Gen.:
ouch sult ir iuwer zühte, frouwe, an uns gehügen Kudr
1190,2;
wirf dîn leit zerucke, / unz got an dir gehucke /
sîner barmunge, / unt er dir ledigunge / mit sînem trôste welle geben!
Wernh
3234
1.4
mit Adv. (meist in Verbindung mit präp. Erg.):
do hugeter auer widere / mit sinen golt
wín [gekauften Freunden]
Rol
4674;
min herze hin zur minne huͤget
Rennew
4316;
daz wir heim zi der
mendin [Seligkeit] hugitin SuTheol
84.
–
do hugede iegelich man / wider heim in sin lant
Roth
4799;
der chunich unt sîne man / die hugeten haim ze lande
Kchr
11678;
nu hugten si heim ze landen KvFuss
1287
1.5
in unklarem Zusammenhang:
alle der werlde wetat, / die wir liden an uns nu / sin nicht wirdec wol
darzu, / daz si icht verdienen mugen / die groze vreude an uns hugen, / die uns
got dort wil geben Pass III
165,91
1.6
refl.:
gehuge dih, sun, vil wole / di wile daz du lebetis Glaub
2753.
– mit Gen.:
so snîde er si [Sünden] abe an der worcelin
alse vil so er mac, vnd gehuge sich der vreise Heli dez pristris von Sylô
[
memor periculi Heli sacerdotis de
Silo
]
BrHoh
2
u.ö.
1.7
ohne Erg.:
jb etswer aber als sumsulic vnde trage ist daz nit er wil
oder nit mag hugin oder lesin [
meditare aut
legere
] werde zuͦgiuͦgit im daz werke daz
er tuͦge. daz nit er uirrei [d.i. vîre
‘müßig sei’
]
BrZw
48.
58;
geschicht uns an dem lîbe wê, / daz bezzert uns vil dicke mê, / dan ez uns
geerger muge / wolle wir rehte gehuge Kröllwitz
4051
1.8
subst.:
ouch hât ir liebe mir verspert / hügen ûf die bluomen rôt
SM: Gl
3: 9,23;
um ir heil sin gehugen / was an deme herzen scharf Pass III
39,92
2
‘fröhlich gestimmt sein, sich freuen’
dur daz sî ist also guot / und so rehte wol gebâret / und so
lieblîch lachen kan, / dâvon hüget mir der muot SM: KvL
9: 2,4.
12: 2,4;
aber hüget mir der muot! / zwâr, ez meijet meijen bluot [
‘es mait die Maiblüte’
]
SM: AvR
1: 1,1.
– refl.:
des spruches ich mich hoge Brun
3800.
11309.
– mit Inf. mit ze:
sie hugeton hie [in der Welt (i.S.v.
weltlich)] ze lebinne, / sie gedahton
[dennoch] hin ze varne / ze der ewigin mendi, / da
sie iemer solton sin MemMori
17.
– häufig Part.-Adj.:
der vogele süezez schallen hât mich hügende brâht / daz mîn werndez leit
ein teil geringet ist KLD: Rub
17A:1,1;
mir ist komen ein hügender wân / und ein wunneclîcher
trôst, / des mîn muot sol hôhe stân MF: Mor
4: 2,5;
noch baz mîn herze ist hügende, / an fröuden sich vermügende
UvEtzWh
1113.
5997;
in wîplîcher güete / was hügende ir gemüete ebd.
7182;
MF:Reinm
13: 7,2;
SM:Ro
4: 2,3.
–
vröude verstärkend:
nv begvnde gehvͥgde froͤde mir wechen / oft
hie der kvͥneginnen blik TürlArabel
*A 234,20;
dû [Maria] solt in hügenden vreuden leben
LobGesMar
42,5;
vro an ganzir hugender vroude Brun
8542.
11819;
UvEtzWh
4776;
HvFreibTr
1653
MWB 2 1774,42; Bearbeiter: Richter
hügenisse, hügenissede
stF.
auch -nusse,
húgnúst Seuse
169,13.
‘Gedächtnis, Andenken’
an diseme briue, den wir dar uber geben zu hugnisse mit bruder Deymaris
[...] ingesigele UrkCorp (WMU)
239,20
u.ö.;
NvJer
12926;
swer vor gerihte mit nôten stê / und mîn hugnus begê, / hilf im von den nôten
/ und lâz in niht tôten MargAntioch VI
582;
din [Christi] heilsame tot haltet
min húgenisse lebendig in dir Mechth
2: 24,5;
Seuse
303,23
MWB 2 1776,11; Bearbeiter: Richter |