hâ – haber- haberlîte – hachelen hachelwërc – hage hage- – 2hagen hagen- – halbe halbe – hallergëlt hallergülte – halphimel halp|hunt – halpvaste halpvierteil – halser halsgebeine – halsveste halsvlinken – hamerslac hamerslahen – hanef hanef|âkambe – 1hansen 2hansen – hantgiften hantgiftphenninc – hantsalbe hantschmänt – hantvestlich hantvestunge – hârbendelîn hârblôʒ – hârlouf harm – harnaffe harnasch, harnas – 1harre 2harre – hartruore hartsinnic – haselbir haselbluome – hasenvleisch hasenwint – havendierne havengazzer – haʒʒiclich haʒ|zorn – heberînmelwer hebesal – 3hecken heckenjeger – hegelîn hegeln – heidenisch heidenischheit – heilalle heilant – heilige heiligeistlîcheit – heilvuorlich heilwâc – heime suochen hei|metze – heimvart heimvartlich – heitber, heidelber heiter – heiʒmuot heiʒsühtic – hëlfebære hëlfebërnde – hëlkleit helle – helleglocke hellegluot – hellemunt hellemünzer – hellerigel hellerîs – helle- hellesun – hellevreisærin hellevunke – hëllunge helm – hëlmschîn hëlmschirbe – helwërtwitze hely – hendewinden hendewringen – hennenvuoʒ hentschuocher – herbërgen herbërgerîe – hêre herebërge – hergesidele hêrgesidele – hêrischheit hërkêre – Herodære Herodiane – hêrrennôt hêrrenphruonde – herschrîære hêrschunge – hertes hërtgëlt – hërverloufen herverten – hërzeblüete hërzebluot – hërzekrachen hërzekranc (?) – hërze|nabele (?) hërzenandâht – hërzenvride hërzenvrô – hërzestôʒ hërzesüeʒe – hërzevrouwelîn hërzewaʒʒer – heselîn heselîn – hîbære hichela – hierunder hiesch – himelbalsem himelbære – himelgesanc himelgesinde – himelknabe himelknolle – himelpalas himelphat – himelschheit himelschlich – himelstîge himelstîgunge – himelval himelvane – himelvürste himelvürstin – hinde hinden – hindergêunge hindergrîfen – hindernisse hinderrât – hinderstelle hinderstellic – hinderwërtlingen hinder wîchen – hinker hinkêre – hinnëben hin nëmen – hînt hintber – hinwërt hinwësunge – hirngupfe hirnhût – hirtelîn hirtelôs – hirʒmilch hirʒ- – hiu hiubelhuot – hiuten hiutezucker – hôchgebirge hôchgebluomet – hôchgenant hôchgenende – hôchgewaltic hôchgewîht – hôchmeister hôchmësse – hôchvart hôchvart – hôchzîtkleit hôchzîtlich – hœhe hôheclich – holde hölde – hol|loch hol|louch – holzapfelîn holzban – holzheit holzhërre – holzschuoherin holzstîc – honec honec|bluome (?) – honec|tranc honec|triefende – hônheit honic – hopfenziech hopferebe – horgen horgewat – hornicsprenget (?) hornîn – horten hortgadem – hospitâl hossen – houbeten houbet|êre – houbetkleit houbetklôster – houbetman houbetman|ambet – houbetsachwaltære houbetschande – houbetsünde houbetsündic – houbetwaʒʒer houbetwëgen – höuptinc höurëht – höuwezëhende houwic – hovegeselle hovegesinde – hovelich hovelîche – hovephenninc hovephliht – hoveschar höveschære – hovestatzins hove|stetære – hovezins hovezorn – 1hûchen 2hûchen – hüenerhirne hüenerhûs – hûfeht hufel – hügenisse hügenumft – hüllenwëbære hüllenwëbærinne – humerâl hummen – hundertweide hundesber – hungergîtic hungerhâr – hunt huntaffe – huobdinc huobe – huof huofblat – huorgelust huorgelustic – huotelôs huote|strëbe (?) – hurmelen hurnaʒ
– hurticlich hurtieren – hûs|êre hûsgëlt – hûslode hûslôs – hûsvrouwe hûswer – hûwen hûwen – hy
|
hækelîn, hækel,
heckel
stN.
auch hakkel stM.
Dimin. zu hâke
1
‘kleiner Haken’
1.1 allg. 1.2 als Strafwerkzeug (vgl. hâke 1.2 ) 2 übertr. (vgl. hâke 1.4 )
1
‘kleiner Haken’
1.1
allg.:
ein krumber steft an der geisel, der waz gestalt als ein
heggli Seuse
43,19.
–
ein
~ in etw. slahen
‘etw. festhalten’
waiz er indert ain gewin, / so slecht er sein haekel drin
Teichn
83,36
1.2
als Strafwerkzeug (vgl. hâke 1.2):
swer got oder die hæiligen schildet oder vater vnd mvͦter, dem sol
man div zvnge an daz hækel legen UrkCorp (WMU)
3452,21
2
übertr. (vgl. hâke 1.4):
ich ahte, daz sie [die Frau] biderb sî / und doch
niht arger liste frî, / dâ sî vil lîht ein hekel [verborgener
Nachteil] bî Helbl
1,1092;
valsch [Betrug] ist gemischet ze manigen dingen, /
diu heil und sêlde uns sölten bringen: / predigen und messe sint niht frî / da ensî
etswâ ein hêkelin [Fehlerhaftes] bî Renner
13646;
so ist daz der hakkel [Nachteil,
Schaden] dran / daz dw miet hintz hell trait Teichn
302,38
MWB 2 1105,30; Bearbeiter: Gärtner
hal
stF. →
hale
MWB 2 1105,48;
hal
stM.
‘Hall, Schall’
der [Daniel] dir
[Nebukadnezar] sal / kunden dines
troumes [von den vier Weltreichen] hal
[Getöse]
Daniel
718;
gedrenge der heiden in der erden vor der schendvnge des mires
hal vnd der flüzze [
prae confusione sonitus maris et fluctuum
Lc 21,25]
EvAug
196,10;
da was von vröuden michel schal / der tamburn gen der videlen hal
RuprvWü
199;
schon [lass sein] , wachter, schon den hal, / was
hilft dich sölichs schimpffen? Hätzl
1:23,10;
ze glîcher wîs, als ob einer stüende vor einem hôhen berge und ruofte:
‘bistû dâ?’ der gal und der hal ruofte wider: ‘bistû dâ?’
Eckh
1:383,2
MWB 2 1105,49; Bearbeiter: Gärtner
hal
stN.
‘Salzquelle’
der selbe berc, / dâ des bischolfs hal / in dem Kucheltal /
ûz rint und fluz gît Ottok
67587;
ze guotem gewinne / lît daz lant über al, / beidiu ûf unde ze tal: / wilt zam
und verderspil, / des mac man hie haben vil. / hal sint ouch dar inne Bit
13319
MWB 2 1105,62; Bearbeiter: Gärtner
halbe
Adv.
→
halp
Adj.
MWB 2 1106,4;
halbe
Präp.
→
halp
Präp.
MWB 2 1106,5;
halbe
swstF. , halp
stF.
selten st. flekt. (-e
SAlex
3324;
UrkCorp (WMU)
2054,13-15;
endungslos
Spec
84,8;
En
7687,
vgl. dazu Etymol.Wb.d.Ahd. 4,757 s.v. halb3
und hier →
halp, halbe Präp.).
1
‘Hälfte’
1.1 eigentl. 1.2 übertr., ‘Gut, Grundstück, wovon die Hälfte des Ertrags vom
Pächter (dem halber) als Zins zu entrichten ist’
2
‘Seite’ , 2.1 eigentl. 2.1.1 allg. 2.1.2 mit den Zahlwörtern beide , vier
verbunden 2.1.3 in Verbindung mit al
2.2 übertr., fast ausschließlich in der Verbindung von ...
halben
2.2.1 auf Verwandtschaft (väterlicher-, mütterlicherseits) bezogen 2.2.2
‘von Seiten jmds., von jmdm.’
2.2.3
‘in jmds. Namen, Auftrag’
2.2.4
‘durch jmds. Zutun, Wirken’
2.2.5
‘wegen einer Sache, durch etw.’
2.2.6
‘in Bezug, im Hinblick auf etw.’
3 selten ‘Gegend’ ;
1
‘Hälfte’
1.1
eigentl.:
die brâhten ime an einer schar / vünfhundert covertiure
dar [...]. / die halben [La.
halbe
] er ze Karke liez Tr
18801;
die [Lehen] solen halbe [halbpräd.
Adj. ‘zur Hälfte’
] weesen des graven und die ander halbe
des, an deme der brech geschiit UrkCorp (WMU)
904,3
(oder beide Belege zu halp Adj.? s. dort unter
1.3)
1.2
übertr., ‘Gut, Grundstück, wovon die Hälfte des Ertrags vom
Pächter (dem halber) als Zins zu entrichten ist’
dc wir den wingarten unde unser reben [...]
fuͥrluͥwen han ze rechter halben Ruͦdolfe deme Klingenower
unde Felix sime sun, [...] also dc si den wingarten
umbe den halben teil des wines buͥwen sun UrkZürich
7,188
(a. 1301);
ist aber, das der halber [...] sin halbun uf wil
geben, die sol der herre, des die reban sint, nit uf nemen, e im der halber git
von ieglicher iucherte ein pfunt StRZürich (B)
168,22.
167,38;
das er [
der halber
] denne ane alle
widerrede von der halbe vnd von dem guͦte gienge noch niemer
[...] kein ansprache [...]
drumbe gehette, weder vmb die halbe noch vmb besserunge der halbe, in swelhem
buwe das guͦt were UrkCorp (WMU)
2054,13-15
2
‘Seite’,
nur mit Präp. oder in erstarrten adv. Kasusformen, artikellos außer
SalArz
29,23.
39,52;
HeslNic
1983
(s. unter 2.1.1, 2.1.2 und
2.2.6)
2.1
eigentl.
2.1.1
allg.:
unde laz denne den dunst also warm in daz ore gen.
unde decke daz houbit an der halben [wo das kranke Ohr
ist] gar, daz in [den Kranken]
swizzinde werde von deme dunste SalArz
39,52;
si [...] sturben durh ir
vehten / in Darien halbe [weil sie auf Darius’ Seite
gekämpft hatten]
SAlex
3324.
– adv. Akk. Sg.:
selbe nehast du
[Gott] anegenge noch
[...] ente, / dannen nemagen dich die stete
noch die wente / deheine halben [auf irgendeiner
Seite] umbegeben noch umbescriben
Himmelr
2,3
2.1.2
mit den Zahlwörtern beide, vier
verbunden
(s.a. beidenthalben Adv. und Präp. unter →
beidenthalp [auch frmhd.:
Anno
34,12.19;
SAlex
1744.
2393.
3216
] und s.a. →
vierhalben Adv.):
nû lâze wir di here stân / und in beidenthalben fride
hân SAlex
4627.
1320;
[Gott] het ez dort unde hie [im
Himmel und auf Erden] / enbêdenthalben sô bedâht
Aneg
761;
von beidenthalben flouch daz scoz [flogen
die Geschosse]
SAlex
3235;
En
7959.
8879;
Athis
C 50;
Lanc
237,23.
–
allen vierhalben [auf/ von
allen vier Seiten] si siu an ranten Kchr
5332;
[aus der Paradiesquelle] fluzzen vier wazzer
vͦz en vier halben in das paradyse Konr
17,17;
[in das himmlische Jerusalem] gent von vier
halben zwelf burgetor Himmelr
3,15;
von den vir halben des libes kumit in di lute vir
suche SalArz
29,23
2.1.3
in Verbindung mit al
(s.a. →
allenthalben Adv.).
–
an/ in allen halben
‘auf allen Seiten, allerseits, überall’
dô gesach ich / in allen enden [La.
an allenthalven
] umbe mich / wol tûsent
tûsent blicke Iw
648;
[ein Edelstein ist purpurn gesprenkelt] in
allenthalben hie und dar Brun
1715;
SAlex
2189.
2441;
(bildl.:)
geruͦch min dürre herze salven, / dat ich
[...] entgruͦn in allen halven
MarlbRh
2,8;
mit Gen.d.P.:
di toten lagen in allenthalben
sin [um ihn her]
Rol
4146.
4478.
6665.
–
von allenthalben liute kâmen / ze Marîen Philipp
8998;
sô gar het er
[König] sich wîten / gesamt
[Streitkräfte um sich gesammelt] von
allenthalben Ottok
15381
2.2
übertr., fast ausschließlich in der Verbindung von ...
halben
(selten von ...halp, s. unter 2.2.2; vereinzelt
von den halben, s. unter 2.2.6)
mit Gen. oder Poss.-Pron., nur unter 2.2.1 auch mit attr.
Adj.
– daneben vereinzelte Belege mit Präp.
in:
wil dû nû wizzen rehte, / waz diu buhse bedûte
[...], / merke in allenthalben
[höre genau zu] : / si bezeichent
[...]
En
9941;
man sal got in beiden halve [l. halven (Dat.),
‘auf beide (nachfolgend genannte) Arten’
] minnen
Lilie
53,29
2.2.1
auf Verwandtschaft (väterlicher-, mütterlicherseits)
bezogen:
edel kint van beiden halven MarlbRh
2,5;
sie ist von zwein halben kebschkint
Lanc
494,4;
von wes halben mocht er syn nefe syn? ebd.
95,34.
–
alle die von riter art nicht ne sin von irs vater halven noch von
ir eldirvatir [
ex parte patris eorum et
avi
] , die ne haben nehein lenrecht
RbGörlitz
21.
110;
[Kinder eines der Mutter nicht ebenbürtigen
Vaters] nemen [...] der mûter
erbe nicht noch niemannes, der ir mâc von mûter halben ist SSp
(W)
3:73,1;
der Swâb en mag ouch von wîbes halben chein erbe nemen, wenne
[...]
ebd.
1:17,2;
Lanc
92,26
2.2.2
‘von Seiten jmds., von jmdm.’
sogetanin gewalt habint die bischoffe
[...] von s. Petirs halb [vom hl.
Petrus her]
Spec
84,8;
vort so suͦlen die buͦrgere van Kolne beide in dem
waszere inde vͦppe deme lande van des bischofs halven vngetollit sin
UrkCorp (WMU)
78,42;
[Einlager] in zwein husen ce Kolne, da si inde
wir jn bewisit werden van ierent haluen ebd.
76,25.
268A,19;
En
7687;
Yolande
3751.
–
von gerichtes halben:
swer sînes vormunden zu hant nicht enhât, der sal in bringen zû
deme nêsten tage, der ûz geleget wirt von gerichtes halben umbe sîne
clage SSp (W)
1:42,1;
der vormunde von gerichtes halben [vom Gericht
bestellte Vormund (einer Frau)] sal ouch gewere vor
sie geloben und entphân, und sider cheine nôt dâr umbe lîden, wen daz
her der wârheit bekenne, swenne ers von gerichtes halben gevrâget werde
ebd.
1:47,2.
1:41.
3:82,2
2.2.3
‘in jmds. Namen, Auftrag’
dú rede [Scheltrede des Semei
gegen David] wart genomen / von gote: er hat die warheit /
von gotis halbin mir geseit [vgl. II Sm 16,5-10]
RvEWchr
29632;
dar wart he [Joseph] geweldich imme lande
von Pharaones halven SächsWchr
71,29;
ez ensal ouch der meister noch niman von sînenthalben
[...] des hûses eigen verkoufen
StatDtOrd
102,6;
daz ich in [Gott den
Hiob] nu han [...] betrubet / von
dinenthalben [auf dein (Satans) Betreiben hin]
Hiob
971;
UrkCorp (WMU)
255,39;
SSp (W)
2:58,3.
3:85,4
2.2.4
‘durch jmds. Zutun, Wirken’
ich hân [...] kint, / diu
mîn von gotes halben sint Tr
4130;
[ein Kranker hofft auf Heilung durch Jesus:] daz
ich von sinenhalben genise HeslNic
3871;
daz die brudere vurbaz an dem guͦte von miner swager halben iht
schadehaft mvͤgen werde UrkCorp (WMU)
124,20;
SSp (W)
Reimvorr. 157
2.2.5
‘wegen einer Sache, durch etw.’
solt ieman ûf der erden / von triuwen halben werden /
künic oder künigîn, / binamen daz möhten si wol sîn Tr
1812;
an dem houbte [...] di
vlecke [kahlen Stellen] , da hars von sers
halben gebrichet Macer
25,27;
wir suln haben die barmherzichait, von der halben wir erlost sin
PrLpz (L)
30,8.
29,26
2.2.6
‘in Bezug, im Hinblick auf etw.’
so bin ich [Jesus am Kreuz] wol vorlazen /
von den halben des vleisches, / wen du
[Gottvater] iz niht irvreisches / noch
intsebes des smerzen, / den ich in mime herzen / lide durch Adames mein
HeslNic
1983
3
selten ‘Gegend’;
auf den Himmel bezogen:
plaga: pars celi, pars halba SummHeinr
1:93,819.
–
in halben adv.:
[...] v̂f den bergin Ararat. / man sagit, daz
dar in halvin [in dieser Gegend, in diesen
Landstrichen] noch sîn, / die dir diutischin sprecchin
Anno
20,21
MWB 2 1106,6; Bearbeiter: Bohnert
halben
Präp.
mit vorangestelltem Gen.
erstarrter Akk. Sg. oder Dat. Pl. von →
halbe swstF.
– Verbindungen von halben mit artikellosem oder pronominalem Gen.
können als Kompos. gelten und erhalten eigene Wortartikel.
1 mit Gen.d.P. 1.1 räuml., ‘an jmds. Seite, neben jmdn./jmdm.’
1.2 auf eine Partei eines Kampfes, einer rechtl. Vereinbarung bezogen,
‘auf/ von jmds. Seite, seitens jmds.’
1.3
‘um jmds. willen, im Hinblick auf jmdn.’
1.4
‘in jmds. Namen, Auftrag’
1.5 in Kompos. mit pron. Erstglied, s.
mîn-, sîn-, unserhalben
2 mit Gen.d.S. 2.1
‘auf der Seite von etw.’ , nur in Kompos.; 2.2
‘betreffs einer Sache, mit Bezug, im Hinblick auf etw.’
2.3
‘wegen/ infolge einer Sache’ ,
1
mit Gen.d.P.
1.1
räuml., ‘an jmds. Seite, neben jmdn./jmdm.’
[
ein suntigez wip
] brahte ir salbe, si gie
Christes halbe [La. halben
] . /
[...] mit trahenen si si [seine
Füße] badete, mit der salben salbete [vgl. Lc
7,37f.]
AvaLJ
79,1.
– übertr., etw. stât jmds. halben, übertr.,
‘etw. steht bei jmdm., hängt von jmdm. ab’
Artus und Ginover [...], / diu waren vol der
wirde. / dar an si niht enirde / swa ez ir halben stuont, / wan ez
[die Ausrichtung eines Hoffestes] manec
tusent phunt / koste zem ringesten Mantel
212
1.2
auf eine Partei eines Kampfes, einer rechtl. Vereinbarung bezogen,
‘auf/ von jmds. Seite, seitens jmds.’
sie sahn harte ungewegin / den strit irs herrin halbin
wesin / vndaz er mochte nicht genesin Athis
C 83;
mit gemach si wider kômen / der Franzois halben
ungestriten Ottok
395.
–
vmb den gebresten, der des hertzogen Ludwigs halben von dem vitztum,
dem Chrandorfer, vnd des hertzogen Otten halben von dem Schenchen von
Fluͤgelsperch gewesen ist UrkCorp (WMU)
1274A,10
1.3
‘um jmds. willen, im Hinblick auf jmdn.’
wis vorsprech gotes halben / und niht durch hantsalben
[Bestechung] . / [...]
riht nach dem der dich [beim Jüngsten Gericht] rihten
sol Erz III
36,59
1.4
‘in jmds. Namen, Auftrag’
er muß faren vechten myns herren halben fur die frauwen
von Noaus Lanc
139,4
1.5
in Kompos. mit pron. Erstglied, s. →
mîn-, sîn-, unserhalben
2
mit Gen.d.S.
2.1
‘auf der Seite von etw.’, nur in Kompos.;
räuml.,
s. →
rückes-, vëldes-, zëswenhalben.
– übertr.,
s. →
brôtes-, swërteshalben
2.2
‘betreffs einer Sache, mit Bezug, im Hinblick auf etw.’
den kunic begunde rüeren / zorn unde unmuot; / er jach,
si [Boten] müesten unbehuot / sins geleites halben
kêren Ottok
1633.
– in den Kompos. →
dës-
(
GTroj
235
), geistes-, gerihtes- (
Ottok
17251
), lîbes-, tôdes-, viures-, vleischeshalben
2.3
‘wegen/ infolge einer Sache’,
nur im Kompos. →
dëshalben (
HeslApk
4431
)
MWB 2 1108,23; Bearbeiter: Bohnert
halben
swV.
1 tr. 1.1
‘etw. in zwei Hälften teilen, halbieren’
1.2
‘etw. entzweibrechen, zerschlagen’
2 intr.
1
tr.
1.1
‘etw. in zwei Hälften teilen, halbieren’
vor im fuort man ein banir, / zetal gehalbet wîz unde rôt UvLFrd
246,23;
[auf einem Wappen ist] ein gelwes kunder, / tier und
vogel beide, gehalbet vogel uf und tier hin under JTit
4682,4;
in der naht gehalbet [La. enmitten, ‘mitten in
der Nacht’
]
ebd.
6210,4.
1694,1.
– interl. für lat. dimidiabunt:
halbent, teilent [Doppelglossierung]
PsWindb
54,24;
gehalbent PsM
54,24;
PsTr
54,28
1.2
‘etw. entzweibrechen, zerschlagen’
die vyol ist vervalwit, / ir
stift [Stengel] entzwei gehalwit
Daniel
2606;
bildl.:
mit vleglen muz man halben / bosheit in kestigunge ebd.
2352
2
intr.:
vil nach [...] gehalbet ir walap in rabine
[fast halbierte sich ihr Galopp in der Karriere, d.h. erschien nur
halb so schnell wie diese]
JTit
Strophe hinter 3938,4(App.)
MWB 2 1109,3; Bearbeiter: Bohnert
halbenunge (?)
stF.
Bed. unklar (Verschreibung?), in der Übers. des Namens Munt
Salvasch
(vgl.
JTit
305,2
):
Berk der Behaltenunge [La. halbenunge
]
JTit
6294,3
MWB 2 1109,19; Bearbeiter: Bohnert
halber
stM.
‘Halbbauer’, ein Lehensmann, Pächter, der eine →
halbe swstF. 1.2 bewirtschaftet (s.a. SchweizId
2,1170):
das ein stoz [Streitigkeit] waz zwischen den
erberen vrowen, der ebtissin vnd dem conuent der swestron von Seldenôwe, einhalb vnd
Jacobe von Valtersbach, der ir lenman vnd ir halber ist vf ir guͦte
[...], anderthalb UrkCorp (WMU)
2054,5;
ein halber, der uf eins burgers wingarten sizzet, der sol
[...] alles das recht han, das ein ander gesessen
lenman der burger hat StRZürich (B)
166,30;
ist aber, das der halber [...] sin halbun uf wil
geben, die sol der herre, des die reban sint, nit uf nemen, e im der halber git von
ieglicher iucherte ein pfunt ebd.
168,21;
swa ein burger einen halber hat ze sinen rebon ebd.
167,9;
RbrfSchaffh
123,1.
124,2
MWB 2 1109,23; Bearbeiter: Bohnert
halbes
Adv.
erstarrter Gen. Sg. Neutr. von halp Adj.; teilw. ist auch Auffassung
als halbpräd. Adj. halbez möglich. –
‘halb, zur Hälfte’
guͦter brot fumf hundert [...], di von fumf
mutten halbes waize halbes rokken gebachchen werdent UrkCorp
N749B,28.
N748,22;
und kom doch niht halbes dar [es kam nicht
einmal zur Hälfte dazu, wurde nicht einmal halb erreicht] , / daz
den heiden gar / aller hande hab / wart gebrochen ab Ottok
84823;
ræche er [Gott] halbes, daz er mac, / sô stüend diu
werlt niht einen tac Freid
3,25.
–
solt ich dir halbes [auch nur zur Hälfte] han
geseit, / wie rein sin leben were [...], / daz wer ein
langes mere HeinzelJoh
34,1;
ichn mac ez halbez niht gesagen, / waz wirtschaft in dâ wart
geboten KvWTroj
7380;
Reinfr
23534;
HvNstAp
7098.
–
~ als vil:
daz fiwer het ze leide brâht / [...]
wîp und kint niun hundert. / der manne zal wart gesundert, / daz der wol halbes als
vil wære Ottok
9172;
BairFärb
14,1;
SchwSp (R)
79,133
MWB 2 1109,39; Bearbeiter: Bohnert
halbieren
swV.
1
‘etw. in zwei Hälften teilen, halbieren’ , nur Part.-Adj.
gehalbieret
‘zweigeteilt’
1.1 eigentl. 1.1.1 bezogen auf eine Sache, die je zur Hälfte unterschiedlich gestaltet,
gefärbt ist. 1.1.2 bezogen auf zwei Sachen, die je unterschiedlich beschaffen sind 1.2 übertr., vom Willen, ‘zwiespältig, uneinheitlich’
2
‘etw. um die Hälfte verringern’ , nur Part.-Adj. gehalbieret
‘halb: nicht ganz, unvollkommen’
3
‘etw. zur Hälfte erreichen’
1
‘etw. in zwei Hälften teilen, halbieren’, nur Part.-Adj.
gehalbieret
‘zweigeteilt’
1.1
eigentl.
1.1.1
bezogen auf eine Sache, die je zur Hälfte unterschiedlich gestaltet,
gefärbt ist.
– Wappenschild:
ich sagiu, wie er fuort den schilt. / gehalbirt nâch dem swerte
zetal. / daz ober teil daz was gemâl / reht als ein lieht saphîre plâ
[...]. / daz nider teil
[...]
UvLFrd
171,5;
daz [...] die schilte / geteilet wâren in
zwei vach, / von obene dur des randes tach / gehalbieret dur den spiz
Reinfr
835;
RvEWh
6006.
– Pferdedecke, Kleidung (vgl. Brüggen, Kleidung S. 65ff.):
sîn decke was gehalbieret
[...] : / blâ zendâl unde rôt
EnikFb
3139;
scharlach, rôt und brûn, / was sîn mantel gehalbieret Wigam
(B)
4685;
ein überzogen huot / von zendal
[...], / gehalbieret wîz und rôt
Ottok
7854;
hüete [...] / mit zendal
gehalbieret ebd.
8134
1.1.2
bezogen auf zwei Sachen, die je unterschiedlich beschaffen sind:
mit zwein sùlen süszen / was iglich venster geziert, / an der varbe
gehalbiert: / es waren zwen vnglich steine, / ein emetin was der ein, / der
ander ein grüner iaspis Krone
15778
1.2
übertr., vom Willen, ‘zwiespältig, uneinheitlich’
und sol aber [der Wille, nicht mehr zu
sündigen] ein ganzer wille sîn, nit ein gehalbierter
[La. halber
] wille: ‘ich enweiz
ob ich ez aber morne tuon.’ den willen meine ich nit; ez muoz ein stêter
wille sîn PrNvStr
273,21
2
‘etw. um die Hälfte verringern’, nur Part.-Adj. gehalbieret
‘halb: nicht ganz, unvollkommen’
swes minne mit der liebe hat / staͤte geselleschaft, /
da genzet sich der minne kraft: / ane liebe ist ir gewalt / gehalbieret und ainvalt
RvEWh
5006
3
‘etw. zur Hälfte erreichen’
manne bluͦtiger su̍nden vnd die trieglistigen su̍lent
nu̍t halbeieren ir tage [
non dimidiabunt dies suos,
werden die Hälfte ihrer Lebenstage nicht erreichen]
PsAlem
54,24
MWB 2 1109,59; Bearbeiter: Bohnert
halde
swstF.
auch helde und assimiliert halle.
‘(Berg-)Abhang, abschüssiges Gelände’
clivus: halda / helda SummHeinr
1:228,382.
2:226,260;
VocOpt sigle>
53.021;
der kuninc [...] betwanc die werlt alle, / ez were
berc oder halle Macc
776;
der templeis / von dem orse in eine halden
[Schlucht] reis, / sô verr hin ab (diu was sô tief)
Parz
444,24;
eins tages gieng er [Parzival] den
weideganc / an einer halden, diu was lanc ebd.
120,12.
445,9
u.ö.;
ane halden und an ouwen / hiez er stille haben sîn her
Wh
319,8;
Ottok
15934.
77255;
in der halden lit ein garte UrbHabsb
1:89,4
u.ö.;
UrkCorp (WMU)
1737,33
u.ö.;
ûf der halde KLD:GvN
46: 2,1.
–
sô sich muoz diu werlt verkêren, / erde neben himel valden, / dû
[Maria] bist sicher in den halden MarGr 18
484
MWB 2 1110,32; Bearbeiter: Gärtner
halden
swV.
‘sich als Halde erstrecken’
vnd dannan vf diͤ richte vnz an dc gvͦt von Vlmiz, vnd denne,
als ez ze beide siten von den Eggea nider haldet in den bach UrkCorp (WMU)
460,15;
MWB 2 1110,48; Bearbeiter: Gärtner
1hæle
Adj.
1 eigentl., ‘glatt, rutschig, schlüpfrig’
2 übertr. 2.1
‘sich hin und her bewegend, unstet, unbeständig’
2.2
‘bedenklich, gefährlich’ , subst.
1
eigentl., ‘glatt, rutschig, schlüpfrig’
lubricum: hæle, sliphich [Doppelgl.]
PsWindb
34,6;
si fuͦrent slifend uf dem grase / als uf ainem haͤlen glase
EckenlE2
126,5
(weitere Vergleiche mit glas:
Parz
566,13;
Krone
6795;
JTit
6152,4
);
ûf hælem îse Litschauer
1:4,1;
kain wafen in [einen
Edelstein] verkretzet, / so hæl ist er und so glat
WhvÖst
13867;
gedenk wie gar kurtz daz leben ist und wie haͤl
[rutschig] der weg ist PrGeorg
332,12;
sine [des Löwen] clawen waren hæle Martina
181,70;
den helen [schlüpfrigen] visch, der
da heisset ein al Seuse
9,16;
[Malven] machen den buch wich vnde hel
SalArz
85,5.
84,50;
Eracl
3885;
BdN
321,15.
– hierher oder zu hël Adj.? von einer Person,
‘geschniegelt’
wol gevalten, sôst er [ein Modegeck] in dem
roke, / vil ebene geschürzet. / nieman sol in ungetwagen rüeren! / er ist so
hel, o wurra wei, / wer kunde im gelîchen? SM:Go
4:3,7
(Haupt konjiziert
hæle, wurrâ wei Neidh (HW)
24,13
)
2
übertr.
2.1
‘sich hin und her bewegend, unstet, unbeständig’
oculi [...] lubrici: div ovgen
[...] hæ̂le PsM
H 22,3;
minn ist ein sache hæle / alsam ein schalelôsez ei Reinfr
10810;
scham unde maget [...], / diu
sint ein alsô hæle dinc, / sô kurze wernde ein ursprinc: / sin habent sich niht
lange wider Tr
11833
(oder zu
2hæle Adj. 1? vgl. Tr
(BG) z.St.; viell. Sprichw. oder Sentenz, vgl. Scholz, Tr.
z.St.)
2.2
‘bedenklich, gefährlich’, subst.:
discedat omne lubricum: entwiche allez hæle PsM
H 28,1
MWB 2 1110,52; Bearbeiter: Bohnert
2hæle
Adj., Adv.
auch hël (vgl. hëln stV.)?
EnikWchr
17972.
‘verborgen, heimlich, geheim’
1 allg. 2 jmd./etw. hât/ nimt sich ~
(vgl.
2hæle
stF. 2 ) 3 jmdm. ist ~
mit Gen.d.S. ‘jmd. hält etw. geheim’
1
allg.:
ez inist nit so hæle, ez inwerde wol uffinbære JGerichtH
4,5;
du selbe hâst getân / offen mînen hælen rât LBarl
9775;
bildl.:
ir [der merkære
] hæler
[schleichender] gang ist tuginde frî. / si sehent umb
sam diu katze nâch der mûs SM:Had
3: 5,4.
– hierher oder zu →
1hæle Adj. 2.1?
scham unde maget [...], / diu
sint ein alsô hæle [rätselhaftes] dinc
Tr
11833.
– Adv.:
[in erotischem Zusammenhang:] wie do yman hele / in
ir duphus [‘Diebshaus’ oder
‘Taubenhaus’?] sliche ZweiMaler
254,11
2
jmd./etw. hât/ nimt sich ~
(vgl.
2hæle
stF. 2):
ich wil mich niht haben hel [verborgen
halten]
EnikWchr
17972;
do im Sigun enblenken solt ir lip biz dar sich leit der borte. / daz ander was
verhullet mit der fæle / von Teserat der siden, daz sich da nimt mit namen gerne
hæle JTit
4159,4.
– mit Gen.d.S.:
des nam er hêle sich [das hielt er
geheim]
Kreuzf
7604;
etwenne hât er grôze andâht [...], unde des nimt
er sich hæle [stellt sich, als suche er es zu
verbergen] , alsô doch daz manz merke, wie diemüetic er sî
DvASchr
313,5.
– mit Präp. vor:
hohiu kunst, diu nimt sich vor mir hæle JTit
4890,2
3
jmdm. ist ~
mit Gen.d.S. ‘jmd. hält etw. geheim’
nû lât iu wesen hæle dirre worte [haltet diese W.
geheim]
Kchr
11786
(oder zu
2hæle stF. 3?)
MWB 2 1111,18; Bearbeiter: Bohnert
1hæle
stF.
zu
1hæle Adj.
‘glatter, schlüpfriger Ort’
ein vogel an dem perge pechleben mag nicht von der hæle slichte JTit
6152,4(App.);
als er sî an einer hæle, dâ er hin und her slîfet DvASchr
389,7
MWB 2 1111,46; Bearbeiter: Bohnert
2hæle
stF.
md. auch umlautlos hâl(e);
eine Variante hël (vgl. hëln stV.) scheinen
die Reime auf snel, kastel
TürlArabel
*R 34,31.
*A 238,24
zu zeigen.
– zu
2hæle Adj., Adv.
–
‘Verheimlichung, Heimlichkeit, Geheimnis’
1 allg. 2 jmd./jmdn. hât ~
, jmdn. nimt ~
mit Gen.d.S. ‘jmd.
verheimlicht etw., hält etw. geheim’
3 jmdm. ist ~
mit Gen.d.S.
1
allg.:
unse hale worde offenbare KarlGalie
8841;
si aliquis nostrum prodiderit secreta sive hele littere nostre presentis
UrkKölnAmtl
25.
– mit Präp. (âne/ sunder, in):
nv wart dvͥ rede schier ane
hel [öffentlich, bekannt] , / daz dvͥ
kvͥnegin wunschte min TürlArabel
*A 238,24;
[Darius] gebot gar ane hel / en
[Daniel] uz nemen [aus der
Löwengrube]
Daniel
5440.
7355;
HvNstAp
18734;
sin tat sich zeiget svnder hel TürlArabel
*R 34,31;
gesell, ich sag dir sunder hæl, / für die wârheit dûz vernim Helbl
8,102;
[die spröde Geliebte] wer ein diep, wann zwor sie stel
/ synne und muͦt und hertz in hel [heimlich]
Minneb
1374
2
jmd./jmdn. hât ~
, jmdn. nimt ~
mit Gen.d.S. ‘jmd.
verheimlicht etw., hält etw. geheim’
(s.a. Grimm, Dt. Gr. 4,286f.; vgl.
2hæle Adj.
2):
swer des tiuvels werc begât / und des hæle niht enhât Freid
70,13;
daz si [
di vrowen
] vor deheinem man / jr
red wellent hæl han Krone
3471;
si [Sg., Nom. oder Akk.] hetes
vaste hæle NibB
1371,3;
der wunden zeichen barc er under / und [
er oder
in
] het ir grôze hæle LvRegFr
3436;
Bit
2188;
HagenChr (G)
3322.
–
daz si [
diu
kint
] niemen sageten, / wannen si komen wæren. / des nam si
[die Kinder] grôz hæle Kchr
1426;
des nam in michel hâle En
5634.
859.
10585.
10811;
nimts iuch niht hæl, gern ich vernim / waz ir kumbers
unde sünden hât Parz
467,20;
der batschaft nam in hâle, / als her zu rechte tete Eilh (L)
6822.
2031.
8226;
Tit
158,2;
RvMunre
1109;
WhvÖst
7000
3
jmdm. ist ~
mit Gen.d.S.:
nû lât iu wesen hæle dirre worte [haltet diese W.
geheim]
Kchr
11786
(oder zu
2hæle Adj. 3?)
MWB 2 1111,50; Bearbeiter: Bohnert
hale, hal
stF.
‘Hülle, Schale’
die hal, dâ die nüze inne sint Barth
147,15.
– bildl.:
diu nuz [die den weltlichen Menschen
bezeichnet] hât zwô hûte [...] swaz
weteres in ane gêt [...] der dekket sînen rîchtuͦm
dar ubere unde sîne chreftigen friuunt. die scirmint in alsô die hale unde diu scale
die nuz dekkęt TrudHL
101,30
MWB 2 1112,23; Bearbeiter: Gärtner
halfter
F.
‘Halfter’ (bes. von Pferden):
succinctorium vel brachiale: halftra SummHeinr
1:332,238;
capistrum: quo equi capiuntur: halftra ebd.
2:236,406.
2:36,117;
capulum: halfter VocOpt
26.011;
‘hettestu den zoum vermiden / und weres mit der halfter geriten / da
heim, so enwerestu nicht besenget [...]’
Brandan
610;
ein bästîn halfter Parz
256,21;
die halftern lôster vome pfert ebd.
514,12;
der brûder von dem satelhûs sal den brûderen geben riemen zu
stegereifen, zugele, halfteren, darmgurtelen [...]
StatDtOrd
110,12.
118,1;
MarcoPolo
21,6
MWB 2 1112,30; Bearbeiter: Gärtner
halgrâve
swM.
‘Hallgraf’, Vorsteher oder Richter in Sachen des Salzwesens(?):
a domino Dieterico quondam halgravio UrkEnns
1,259
(a. 1182).
Weitere Belege DRW 4,1478.
MWB 2 1112,41; Bearbeiter: Gärtner
hælinc
Adj. , hælinge(n)
Adv.
‘heimlich, im Geheimen’
1 Adj. 2 Adv.
1
Adj.:
der selbe hât betwungen mich / gar âne hælingen slich
Parz
222,4
2
Adv.:
dem andern sô enbiute dâ, / daz er ze mitter naht nu sâ / kome hart hælinge /
und ouch sîn silber bringe Niemand
173;
si gie helingen in daz gadem HlReg
34,7.
– etw. ~
sagen:
‘[...] dû salt ir daz vingerlîn / zu einem
wortzeichen bringen / und salt gar hêlingen / dîn zûkunft dîner tochtir sagin /
[...]’ Eilh (L)
9300.
9324;
~
sprechen
ebd.
1426
MWB 2 1112,45; Bearbeiter: Gärtner
hælinc
stM.
‘Geheimnis’
der gotes hælinc / selben wart offenbære KvFuss
270;
WhvÖst
15995;
sîn tougen was vermæret, / sîn hælinc goffenbæret
Tr
13636;
si verswigen ouch ir dinc / und hâlen ir hælinc ebd.
13084
u.ö.;
ein heling riche, den solte ich dir sagen WolfdD
116,3;
WolfdB
111,3;
vernim den helinc uber lut / aller der geschihte Elis
5288;
KvWTroj
15756.
4946;
ich wil [...] en nemen sonder heling
MinneR 481
573
MWB 2 1112,55; Bearbeiter: Gärtner
halle
stswF.
1
‘Halle’
1.1
‘Verkaufshalle’
1.2
‘Vorhalle des Tempels’
2
‘Siedehaus’
1
‘Halle’
1.1
‘Verkaufshalle’
cum obumbraculis que vulgo hallen appellantur UrkKölnSchr
1,16
(a. 1135–1142);
ouch sollen si nicht vinnecht [mit Finnen
behaftete] suͤwen adder wandelbar fleichs vorkoffen, si
en vorkouffen eß dan puͤßen den hallen StRHeiligenst
69.
67;
von den [den
burgærn
] si in der hal / kouften ir gewant
Ottok
76346
1.2
‘Vorhalle des Tempels’
in der tur des templis des herren zwuschen der hallen des templis und dem
altir [
inter vestibulum et altare
]
Cranc
Ez 8,16
u.ö.
2
‘Siedehaus’
vendidi [...] quartam partem unius domuncule dicte
teutonice halle, que vocatur Struvelle halle UrkWürtt
8,109
(a. 1278)
MWB 2 1113,1; Bearbeiter: Gärtner |