Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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hâ – haber-
haberlîte – hachelen
hachelwërc – hage
hage- – 2hagen
hagen- – halbe
halbe – hallergëlt
hallergülte – halphimel
halp|hunt – halpvaste
halpvierteil – halser
halsgebeine – halsveste
halsvlinken – hamerslac
hamerslahen – hanef
hanef|âkambe – 1hansen
2hansen – hantgiften
hantgiftphenninc – hantsalbe
hantschmänt – hantvestlich
hantvestunge – hârbendelîn
hârblôʒ – hârlouf
harm – harnaffe
harnasch, harnas – 1harre
2harre – hartruore
hartsinnic – haselbir
haselbluome – hasenvleisch
hasenwint – havendierne
havengazzer – haʒʒiclich
haʒ|zorn – heberînmelwer
hebesal – 3hecken
heckenjeger – hegelîn
hegeln – heidenisch
heidenischheit – heilalle
heilant – heilige
heiligeistlîcheit – heilvuorlich
heilwâc – heime suochen
hei|metze – heimvart
heimvartlich – heitber, heidelber
heiter – heiʒmuot
heiʒsühtic – hëlfebære
hëlfebërnde – hëlkleit
helle – helleglocke
hellegluot – hellemunt
hellemünzer – hellerigel
hellerîs – helle-
hellesun – hellevreisærin
hellevunke – hëllunge
helm – hëlmschîn
hëlmschirbe – helwërtwitze
      hëlmschirbe swM.
      helms|horn stN.
      helmsmit stM.
      hëlmsnuor stF.
      hëlmspitz M.
      hëlmstric stM.
      hëlmswende stF.
      hëlmvaʒ stN.
      hëlmvënster stF.
      hëlmvuoter stN.
      hëln stV. (IIIb)
      hëlnde Part.Präs.
      helselîn stN.
      helsen swV.
      helser stM.
      helsinc stM.
      helt stM.
      heltære stM.
      helte swF.
      heltknebelîn stN.
      hëlunge stF.
      hëlvaʒ stN.
      hëlwe swstF.
      helwërt stNM.
      helwërtwitze stF.
hely – hendewinden
hendewringen – hennenvuoʒ
hentschuocher – herbërgen
herbërgerîe – hêre
herebërge – hergesidele
hêrgesidele – hêrischheit
hërkêre – Herodære
Herodiane – hêrrennôt
hêrrenphruonde – herschrîære
hêrschunge – hertes
hërtgëlt – hërverloufen
herverten – hërzeblüete
hërzebluot – hërzekrachen
hërzekranc (?) – hërze|nabele (?)
hërzenandâht – hërzenvride
hërzenvrô – hërzestôʒ
hërzesüeʒe – hërzevrouwelîn
hërzewaʒʒer – heselîn
heselîn – hîbære
hichela – hierunder
hiesch – himelbalsem
himelbære – himelgesanc
himelgesinde – himelknabe
himelknolle – himelpalas
himelphat – himelschheit
himelschlich – himelstîge
himelstîgunge – himelval
himelvane – himelvürste
himelvürstin – hinde
hinden – hindergêunge
hindergrîfen – hindernisse
hinderrât – hinderstelle
hinderstellic – hinderwërtlingen
hinder wîchen – hinker
hinkêre – hinnëben
hin nëmen – hînt
hintber – hinwërt
hinwësunge – hirngupfe
hirnhût – hirtelîn
hirtelôs – hirʒmilch
hirʒ- – hiu
hiubelhuot – hiuten
hiutezucker – hôchgebirge
hôchgebluomet – hôchgenant
hôchgenende – hôchgewaltic
hôchgewîht – hôchmeister
hôchmësse – hôchvart
hôchvart – hôchzîtkleit
hôchzîtlich – hœhe
hôheclich – holde
hölde – hol|loch
hol|louch – holzapfelîn
holzban – holzheit
holzhërre – holzschuoherin
holzstîc – honec
honec|bluome (?) – honec|tranc
honec|triefende – hônheit
honic – hopfenziech
hopferebe – horgen
horgewat – hornicsprenget (?)
hornîn – horten
hortgadem – hospitâl
hossen – houbeten
houbet|êre – houbetkleit
houbetklôster – houbetman
houbetman|ambet – houbetsachwaltære
houbetschande – houbetsünde
houbetsündic – houbetwaʒʒer
houbetwëgen – höuptinc
höurëht – höuwezëhende
houwic – hovegeselle
hovegesinde – hovelich
hovelîche – hovephenninc
hovephliht – hoveschar
höveschære – hovestatzins
hove|stetære – hovezins
hovezorn – 1hûchen
2hûchen – hüenerhirne
hüenerhûs – hûfeht
hufel – hügenisse
hügenumft – hüllenwëbære
hüllenwëbærinne – humerâl
hummen – hundertweide
hundesber – hungergîtic
hungerhâr – hunt
huntaffe – huobdinc
huobe – huof
huofblat – huorgelust
huorgelustic – huotelôs
huote|strëbe (?) – hurmelen
hurnaʒ – hurticlich
hurtieren – hûs|êre
hûsgëlt – hûslode
hûslôs – hûsvrouwe
hûswer – hûwen
hûwen – hy

   hëlmschirbe - helwërtwitze    


hëlmschirbe swM. ‘Helmsplitter’ helme schirm [ La. schirbe ] und sarwat [Rüstung] mit den ringen, / di meister hend mit flize worhten lange JTit 931,2

MWB 2 1348,47; Bearbeiterin: Herbers

helms|horn stN. ‘Helmhorn’ (Verzierung am Helm aus tier. Horn): der wil man niht ember / brustleder, [...] helmshorn KgvOdenw 1,77

MWB 2 1348,50; Bearbeiterin: Herbers

helmsmit stM. ‘Helmschmied’ Goͤtfrit dez helmsmitz amman UrkRegensb 740 (ca. 1325-1350); Herman dez helmsmitz schreiber ebd. 741 (ca. 1325-1350) u.ö. – als Teil eines Personennamens? (vgl. Heimpel, Gewerbe, § 6): Hainreich helmsmit UrkRegensb 737 (ca. 1325-1350) u.ö.

MWB 2 1348,53; Bearbeiterin: Herbers

hëlmsnuor stF. ‘Helmschnur’ wâ hât diu helmsnuor ir stric [Knoten] ? / des turkoyten tjost in traf aldâ Parz 597,28. 444,20; dirre sluͦg, jener stach / [...] die helmsnuͤre si versnittent RvEWh 1466

MWB 2 1348,59; Bearbeiterin: Herbers

hëlmspitz M. ‘Helmspitze’ conus: helnspitz VocOpt 29.080; apex: helnspitz ebd. 29.079

MWB 2 1348,63; Bearbeiterin: Herbers

hëlmstric stM. ‘Helmband’ do wurden helm stricke von manger tjost enbunden JTit 916,1

MWB 2 1349,1; Bearbeiterin: Herbers

hëlmswende stF. ‘Helmzerstörer’ so manges recken vorchte wart nie gen einer hende, / di solche wunder worchte, di da heizent sper, schilt, helme swende JTit 922,2

MWB 2 1349,3; Bearbeiterin: Herbers

hëlmvaʒ stN. ‘Helm’ (s.a. Siebel, Harnisch und Helm, 147-149): ir wol gezirten helmuaz / waren alle bli waich Rol 4304; diu liehten helmvaz / [...] von bluote rôt unde naz NibB 2279,3. 1839,2; von in wart enbunden / vil manec dürkel [durchlöchertes] helmvaz KlageB 695; Ottok 25374; WolfdD 1244,3. 2016,3; Bit 1601. 12676

MWB 2 1349,7; Bearbeiterin: Herbers

hëlmvënster stF. ‘Helmfenster, Visier’ der edel voget von Berne durch helmes venster sach RosengD 547,1; er kan zer tjoste schilte und dar zuͦ helm venster wit entrennen [spalten] JTit 1374,2

MWB 2 1349,14; Bearbeiterin: Herbers

hëlmvuoter stN. ‘helmähnliche Tasche’ cassidile: helmfuͦter SummHeinr 2:226,257

MWB 2 1349,18; Bearbeiterin: Herbers

hëln stV. (IIIb) auch hellen ( Ottok 92569. 82126 ). ‘verheimlichen, verbergen’ 1 abs.
2 mit Gen.d.S.
3 mit Akk.d.S.
3.1 ohne Angabe der Person
3.2 und Akk.d.P.
3.3 und Dat.d.P.
3.4 und Präp. vor + Dat.d.P.
4 mit Akk.d.P.
5 refl. ‘etw. (Gen.) für sich behalten’
6 mit Obj.-Satz
7 Part.Präs., passivisch gebraucht (vgl. Grimm, Dt.Gr. 4,68; zu hel(e)de ohne Nasal vgl. 2 5 Mhd. Gr. § L 95, Anm. 4) ‘verborgen, heimlich’
   1 abs.: ir wâret ritter unde diep, / ir kundet dienen unde heln Parz 8,23; wer ist ein diep wan der dâ stilt? / nû heln unt steln! RvZw 128,12. – sprichw. (vgl. Friedrich, PhrasWB, 208): her ist so schuldic der da hilt, / als der dieb der da stilt HeslApk 2963; HeslNic 5067. – subst.: ez sprichet sundir helen / Augustinus der lerer Daniel 6788; [das Kind] began / antworten ane helen ebd. 7715    2 mit Gen.d.S.: vil dicke ich eines dâ bî wünsche, des ich niemen hil KLD:UvL 14: 4,5; dâ was gebresten alsô vil / von hunger, des ich niht enhil EnikWchr 5794; swaz man mit im geret / heimlichen hât, / des er selbe bat / helen und verdagen Ottok 89339; so git er uns suͦzze antlaz nach der buͦzze der súnden der wir haben ueriehen, niht der wir wellen helen GenM 22,14. – Part.-Präs.: des wart michel lachen von den, di man der mere / niht wolde helnde machen (si waren doch uber al niht sagebære) JTit 2488,2    3 mit Akk.d.S.    3.1 ohne Angabe der Person: ih ne wil iz niwit langer helen SAlex 7003; MF:Reinm 23: 3,6; Ottok 59439; dô hal er sîne stimme, daz er niht ensprach NibB 667,1; durh zuht solt ich minne heln Parz 814,9. 643,2; si verswigen ouch ir dinc / und hâlen ir hælinc Tr 13084. 16449; di rephuner ein ander stelent / ir eier, daz si sere helnt Erz III 116,2; HvBurg 6146; StatDtOrd 127,36    3.2 und Akk.d.P.: der swuor im zwên aide, / daz er in daz wol hæle, / daz er sich in der frowen chemenâten verstæle Kchr 12231; lieber man, / dvͦ has uiel ubile getan, / daz dvͦ mich daz hele, / daz dvͦ so guͦt arzet were TrSilv 181; die wârheit ich dich niht enhil Winsb 17,5; StrKD 58,I 9; Parz 117,28    3.3 und Dat.d.P.: ich mîne missetât der welte hal Walth 123,37; so ist ez also wehe [angemessen] , / daz ich dir sage minen mvt, / [...] als ich ez dir lenger hele Herb 12133; ‘ich enhil iuch nihtes’ sprach der degen UvZLanz 521    3.4 und Präp. vor + Dat.d.P.: den rehten brief si im stal. / daz selb si vor den liuten hal EnikWchr 27024; vor nieman ich die red hil ebd. 11584. 12166 u.ö.; diu müese ir spîse steln: / die dörfte niemen vor mir heln Parz 185,4. 55,4; swie er ez helen unde stillen / muoz vor den andern kurhern Ottok 59418; Tit 98,3; Daniel 82    4 mit Akk.d.P.: ‘niht lenger wil ich dich hellen’, / der kunic ze sînem eidem sprach Ottok 82126    5 refl. ‘etw. (Gen.) für sich behalten’ [ sanct Sixtus ] wære der christenhaite lêrære / und daz er sih des niene hæle Kchr 6170; si sich niht gehelen kan / der grôzen liebe, die sim treit Tr 13710; dû soltest dich ê der sünden helen danne dû dich ir rüemtest PrBerth 1:527,4; HimmlJer 193; Parz 661,21; Kreuzf 1478. – ohne Gen. ‘sich verbergen’ er hal sich als sî im geriet Iw 2180. 6884; sô lieze er sich dâ gerne heln / in eines wîbes wæte KvWTroj 14846; ir jâmer hal sich lenger niht Wig 1387; StrDan 5281; Tr 8707. 8756; VAlex 1280    6 mit Obj.-Satz: do fuor daz mære uber al daz niemen nehal, / daz got geborn was AvaLJ 19,5; er hal si sît vil lange, daz er ir hete brâht NibB 684,2; die phaffen mohten niht geheln, / daz si sîns tôtes heten haz Ottok 120. 92569; MF:Rugge 8:1,5    7 Part.Präs., passivisch gebraucht (vgl. Grimm, Dt.Gr. 4,68; zu hel(e)de ohne Nasal vgl. 2 5Mhd. Gr. § L 95, Anm. 4) ‘verborgen, heimlich’ ob ir der zuht ir reht nu tuot, / hêr, diu lêrt iuch helenden muot [Diskretion] Parz 634,6; ir helendiu zuht ebd. 393,3; den heleden sprunc ebd. 466,22; der helden minne ir klage / du sunge ie gên dem tage MF:Wolfr 4: 1,1

MWB 2 1349,20; Bearbeiterin: Herbers

hëlnde, hëlde Part.Präs. hëln 7

MWB 2 1350,27;

helselîn, helsel stN. ‘kleiner Hals’ er begonde nâher grîfen, / den armen liez er slîfen / und leite in under ir helselîn HvFreibTr 755; ir wengel lieht, ir helsel wîz EnikWchr 9780

MWB 2 1350,28; Bearbeiterin: Herbers

helsen swV. Prät. und Part.Prät. auch hals(e)te, gehalset. ‘(jmdm.) um den Hals fallen, jmdn./etw. umarmen’ dô halst er sie vil schône EnikWchr 2295; sie helsten in und weinten Vät 37597; sie helsete ez [das Hündchen] und smucte / gar lieplîch ûf ir bruste HvFreibTr 4576; do dructe er Paulum an sich, / sie helseten vil lieplich Pass I/II (HSW) 19926; EvBerl 15,7; Volmar 839. – Part.Prät.: der bote kam schiere hin / dâ die gelieben lâgen / gehelset, als sie pflâgen Flore (P) 6330; sô giengen sie [...] / gehalset und bî handen ebd. 811. – oft in Paarformeln mit küssen, vgl. Friedrich, PhrasWB, S. 193: die frowen er halste unde kuste Kchr 12772; si halste in unde chuste, / si druchte in an die bruste Wernh 1007; Theodora daz kint da nam, / daz si helsete unde kuste / nach lieblicheme geluste Pass III 324,87; KvWTroj 22907; HlReg 4,19; Lanc 343,4. – subst. ‘das Umarmen’ wol zimet ir daz helsen: / des wart ich an ir wol gewar / in herzeliebem wâne Virg 406,6. 957,5; er umbfieng sie mit den armen, faste er sie umbschlosz, / sin helsen und sin truten was uzermaszen grosz WolfdD (H) 92,2. 93,2; helsen küssen umbevâhen, / die alliu dô geschâhen Flore (P) 5849; Elis 4264; WhvÖst 11692

MWB 2 1350,32; Bearbeiterin: Herbers

helser stM. ‘Liebhaber’ ich waz eyn helser, / ich helste dyͤ mayt um̄ eyn lot, / dyͤ frawen um̄ eyn brot OsterSpI 399

MWB 2 1350,56; Bearbeiterin: Herbers

helsinc stM. zu hals . ‘(Hals)strick’ (zum Hängen): wir süllen mînen [toten] man engraben, / und müezen einen helsing haben, / [...] und henken’n an des diebes stat Boner 57,92

MWB 2 1350,59; Bearbeiterin: Herbers

helt stM. auch helet, helit, heled. 1 ‘Held’
1.1 allg. ‘Kämpfer, Krieger’ , insbes. in höf. Epik und Heldenepik
1.2 häufig mit Attributen, die die herausragende Stellung eines Helden hervorheben
1.3 bezogen auf bestimmte Personen
1.4 für Personen in relig. Kontext
1.5 als Anrede
1.6 iron.
2 in bestimmten Wendungen
2.1 heldes werc (wirken, werben)
2.2 des heldes hant , als pars pro toto die Person bezeichnend (s.a. hant 6.1 )
3 jmd. ist ein helt in Bezug auf etw. (s. Grimm, Dt. Gr. 4,876)
3.1 mit Gen.d.S.
3.2 mit Präp.
4 formelh., jmd. ist ein helt ze sînen/  den handen, ze sîner/  der hant u.ä. ‘ein tatkräftiger Kämpfer’ (s.a. hant stf 4.12 , Grimm, Dt. Gr. 4,876)
5 als Bestandteil von Personennamen
   1 ‘Held’    1.1 allg. ‘Kämpfer, Krieger’, insbes. in höf. Epik und Heldenepik: der kaiser erwelte im selbe / zehenzec tusent helde Rol 7872; vünfhundert ritter [...], / der ieteslîcher sî ein helt HvFreibTr 1337; dô brâhte man der helde driu tûsent oder mêr NibB 1473,3. 1724,4; der helt [Gawan] nâch âventiure reit Parz 679,12; VAlex 1519; Rennew 829    1.2 häufig mit Attributen, die die herausragende Stellung eines Helden hervorheben: uns ist in alten mæren wunders vil geseit / von helden lobebæren NibB 1,2; die helde küene unde guot ebd. 403,4; des vroute sich der helt balt Gen 1738; ir mæren helde Kudr 1465,1; helde unwandelbære RvEGer 2708; zieren helde, edelen rittere von tivtscheme lande UrkCorp (WMU) 93,19; vil helde stolz EnikFb 3031; RvEAlex 2509; Kudr 1354,4; Anno 24,10; Parz 263,9. – allg. für ‘Mann’ den jungen niuwen helden sâ / gurten stolze rîter wert / umbe nâch ir rehte ir swert RvEGer 3600    1.3 bezogen auf bestimmte Personen: der helt Hercules BdN 273,26; du Rennewart, / in strites vart, / dich, helt, von der Hoye Gerhart, / meine ich Frl 5:9,17; ich meine Conrat, / den helt von Wirzeburc ebd. 8:26,21; die helde ûz œsterrîche heten ie gehoveten muot Walth 36,7; hie kumt der starke Sîvrit, der helt von Niderlant NibB 90,3; der helit Tristrant Eilh St,7204; Alexander was ein helt frumeclîch VAlex 537; Dietherich der helit balt Roth 2636. 2603; uf spranc der helt Roͮlant Rol 1364    1.4 für Personen in relig. Kontext: wachen unde vasten / die liezen selten rasten / disen reinen gotes helt / mit spotte wart er vil gequelt AlexiusE 489; der mensche [...] muͦs ie liden, die dem vigende dienent in der welte. sehent wie maniger stolzer helt und frisch geselle ir leben wogent Tauler 327,13. – für einen Bischof: mit dem heiligen ol / wart dem tugenthaften man / allez sîn reht getân. / an dem andern tac / het des siechtums slac / oberhant gewunnen, / sô daz der helt versunnen / kûme des wîle het, / daz er sîn geschefte tet Ottok 38233. – bezogen auf die Päpstin Johanna, die sich als Mann verkleidete: dâ ze Rôm was ein wîp, / diu [...] het sich gestellt als ein man. / nieman für ein wîp sie kunde hân. / diu wart ze bâbst dâ erwelt, / wan man sie hêt für einen helt EnikWchr 22300    1.5 als Anrede: dô sprach frouwe Brîde: / ‘helt, die rede laz belîben! [...]’ Orend 3711; si schre ‘ [...] was wiltu, helt, an mir pegan [...] ?’ HvNstAp 15340; wie nv, helt, kvne degen? Herb 12459; Parz 411,19; Wildon 2,307. – für ein adliges Publikum: nu ratet, helde, ratet, daz der triuwe craft / in meisterschaft / ir secht an disen sachen Frl 5:75,1    1.6 iron.: enkan einer singen noch sagen, / man sprichet, er sii ein swerer helt MinneR 52 49    2 in bestimmten Wendungen    2.1 heldes werc (wirken, werben): dô daz her daz vernam, / mit grôzem schall ez ûf kam, / ieslîcher worht dâ heldes werc EnikWchr 16659; dar zuo sô schult ir heldes werc / werben gegen den heiden EnikFb 1342; si worhten erst heldes werch, / si schriͤten hiͤrn unde verch / durch helm und durch patwat Dietr 9046. mit heldes handen werben: uz sinen witen landen was da manic edel furste, / di mit heldes handen ellenthafte wurben mit geturste JTit 2014,2    2.2 des heldes hant, als pars pro toto die Person bezeichnend (s.a. → hant 6.1): die küenen Nibelunge [Akk.] sluoc des heldes hant NibB 87,2. 100,2; vil starker sper des heldes hant / mit hurte verswande Parz 72,4. 270,13; dô vertrat des heldes hant / sich und ouch sîne man Bit 1083; Herb 2120    3 jmd. ist ein helt in Bezug auf etw. (s. Grimm, Dt. Gr. 4,876):    3.1 mit Gen.d.S.: – häufig in Bezug auf lîp ‘an Kampfeskraft ein Held’ ein diutscher bruoder guot, / der [...] was des lîbes gar ein helt, / an manheit vil ûz erwelt EnikFb 1261. 3921; er wirt des lîbes gar ein helt / und des muotes ellenthaft KvWTroj 4582. 17979; des lîbes ist er gar ein helt / und ist truhsæze hie Wig 3926; Renner 13333; LBarl 75; UvZLanz 1749; Serv 3388; Lanc 529,28. – mit anderen Bezugsgrößen: die ê wâren siges helede / die wurden alle fremede Kchr 1057; Rol 6328. 5603; Segramors ein strîtes helt Parz 305,3. 335,17; man zalte in bî den jâren / vür einen ritter ûz erwelt, / der alles dinges was ein helt, / des man ze frumekeite darf KvWTroj 6882    3.2 mit Präp.: Naaman; der was rîch [...] unde was ein helt von dem lîbe unde gesigete ofte BuchdKg 45,10; er wær an êren gar ein helt, / an manheit gar ûz erwelt EnikFb 127; driu hundert man, / die wârn ouch ûz erwelt / und ouch ze strît frum helt EnikWchr 15772    4 formelh., jmd. ist ein helt ze sînen/  den handen, ze sîner/  der hant u.ä. ‘ein tatkräftiger Kämpfer’ (s.a. → hant stf 4.12 , Grimm, Dt. Gr. 4,876): der künic Rôaz [...] / was ein helt ze sîner hant Wig 7534; Kudr 476,4. der was ein helt zen handen NibB 1603,4; Parz 48,30; Rol 7771; StrKarl 4483; ein helt zer hande Bit 5078; ein helt zer hant NibB 1518,1. 1584,2.    5 als Bestandteil von Personennamen: dis sint gezivge [...] her Bvrchart von Tanhein, Kvnrat der Helt UrkCorp (WMU) 219,25; daz ich [...] minen kneht Hainrich den Helt zainem pfande gesezzet han ebd. 2898,29

MWB 2 1350,63; Bearbeiterin: Herbers

heltære stM. haltære

MWB 2 1352,39;

helte swF. vgl. AWB 4,646 s.v. halta (sw.?) f. ‘Fessel’ vinculum vel compedes: isanhilta, heilte SummHeinr 2:40,170; [will der Gläubiger den Schuldner] spannen mit einer helden, daz mag her wol tûn SSp (W) 3:39,1

MWB 2 1352,40; Bearbeiter: Plate

heltknebelîn stN. ‘Heldenkind’ nuͤ sage helt-knebelin, / wyͤ ist geheißen der name din? / here, ich heiße Pastuͤche OsterSpI 594

MWB 2 1352,45; Bearbeiterin: Herbers

hëlunge stF. hëllunge

MWB 2 1352,48;

hëlvaʒ stN. ‘verbergendes Gefäß’, hier für einen verschwiegenen Menschen: er sprach: "ich bin wol gewun, / du bist ein gut heluaz." Herb 13541

MWB 2 1352,49; Bearbeiterin: Herbers

hëlwe swstF. ‘Spreu, Hülse; Abfall’ paleę: hellewn / sprv (vel spra) SummHeinr 1:207,468; palea: helwa VocOpt 13.169; palea quisquilia: helevve Gl 3:681,8; swer helwen gar ûz swunge, / der sâme wurde guot KLD:Kzl 1: 3,11. 1: 3,14; si tumbin die helewa lasen. unt uerlurn daz chorn JPhys 17,25; Frl 5:72,5. – sprichw. ‘Spreu vom Korn trennen’ (Friedrich, PhrasWB, 243f.): an dem iungesten dage scheident die engele die guͦten von den úbelen alse daz corn von den helwen Lucid 140,7; SuTheol 302; refl.: da sceidet sich diu helewe von dem chorne AvaJG 25,1

MWB 2 1352,52; Bearbeiterin: Herbers

helwërt stNM. hallerwërt

MWB 2 1352,64;

helwërtwitze stF. hallerwërt

MWB 2 1353,1;