hovelîche
stF.
‘höfisches Verhalten, Höflichkeit’
wil einer über sîn sekel gân, / der hanget im bî dem beine; / duͤ
hofliche dunkt mich kleine, / die er nu dâmit begât: / sô er sizet oder stât / bî
vrouwen, sô muos er von in gân / oder schameliche stân Ammenh
17784
MWB 2 1738,18; Bearbeiter: Diehl
hovelîcheit
stF.
‘höfisches Verhalten’
o Alexannder, in vier weise wetrachtenn wir die gehorsam der
herschung und der herscher [Herrschertugenden] , das ist an
der gotlichkait, an der lieb, an der hoflichait unnd an der
erwirdigkait [
in religiositate, dilectione, curialitate et
reverentia
]
HvHürnh
17,1.
23,4;
[Helena] an geburt, an schœne, an lîbe, / an namen,
an wirde, an guote, / an hoflicheit, an muote, / diu vorderst und diu hêrste
KvWTroj
45728
MWB 2 1738,24; Bearbeiter: Diehl
hoveliegen
stV.
‘im höfischen Umfeld schmeicheln, lügen’ (vgl. auch
hovegetiusche
,
hovelëckære
,
hoveslëcke
,
hovetiuschære
):
manc herre mich des vrâget / dur waz der gernden sî sô vil. /
[...] / dem wil ich tiuten, obe ichz kan, / wiez umb
die gernden sî. / ein gernder man der triuget, / der ander kan wol zavelspil, / der
tritte hoveliuget, / der vierde ist gar ein gumpelman, / der fünfte ist sinnen vrî
KLD: Kzl
2: 8,8
MWB 2 1738,34; Bearbeiter: Diehl
hövelîn
stN.
auch hövel, höveli; Dimin. zu hof.
1 kleines Anwesen 2 zum Haus gehörender Hof, Hofplatz 3 kleines Fest, Festlichkeit im Rahmen einer Hochzeit
1
kleines Anwesen:
drie velt acker, ligent ze Hessensheim, vnde ein hovelin, lit an den wasen
UrkCorp
N175,9
2
zum Haus gehörender Hof, Hofplatz:
ovch sol man dc wizzen dc dez hoͤvelin hinderm hus ist gemeine vnd daz
tach vnd der chenel vnd die stegen ime hus sol man gemeine machen vnd buwen
UrkCorp
436,17;
hinder dem vorgenanten hvse ein hoͤveli mit einre schvren ebd.
2729,15
3
kleines Fest, Festlichkeit im Rahmen einer Hochzeit:
ez sol ein ieclich burger und burgerin, si sein alte oder iunck, suln von
dehainer hohzeit wegen, die man haben wil, weder vor noch hinnoch niht mer hofelin
noch padlat [festl. Bad mit dem Brautpaar] haben, danne
mit der preute suln vier frauwen ze pade gen und niht mer NüP
184;
si wirt varn hin und dan. / wa ain hoͤfel wirt genant
/ oder ain hoch czeit in dem lant Teichn
470,95
MWB 2 1738,43; Bearbeiter: Diehl
hovelinc
stM.
‘Angehöriger einer Hofhaltung’ (vgl. AWB 4,1168):
aulicus: houedrut vel houelinc SummHeinr
2:15,318;
curialis: houelinc ebd.
2:219,184
MWB 2 1738,62; Bearbeiter: Diehl
hoveliute
stM. (Pl.).
neben hoveman(ne) auch Pl. zu
hoveman
.
1 Angehörige einer Grundherrschaft (zu den unterschiedlichen rechtl. Status vom
Besitzer bis zum Hörigen vgl. DRW 5,1277f. s.v. Hofleute und 1281f. s.v.
Hofmann ) 2 Angehörige einer adeligen Hofhaltung (vom Bedienten bis zum adeligen Lehnsmann)
1
Angehörige einer Grundherrschaft (zu den unterschiedlichen rechtl. Status vom
Besitzer bis zum Hörigen vgl. DRW 5,1277f. s.v. Hofleute und 1281f. s.v.
Hofmann):
die selben hoflvte die gebennd von dien acheren die siv bvwend ze Witellinchon
ierlich ze zinse dri mv́t kernen UrkCorp (WMU)
784,4;
dc sv in den selbin hof hoͤrin svn nach hove lvte rehte ebd.
N607,25;
daz wîr sullen wider geben den vorgenanten cloͤstern, iren hofluten
oder hubenern irru pfant UrkWürzb
41,417
(a. 1349);
abir di hofelûte [
coloni
] sprâchin
zuͦ ein ander: ‘dirre ist der erbe: kuͦmet, tôte wir en! und daz
erbe wirt unsir.’ EvBeh
Mc 12,7
2
Angehörige einer adeligen Hofhaltung (vom Bedienten bis zum adeligen
Lehnsmann):
nû vindet man selten âne nît / die bœsen hoveliute
Eracl
1221;
sîn gesinde er ûz las, / daz sîn hofliut [Hs.
hoflute
] hiez UvZLanz
9003;
Tr
14573;
er wil ebenhiuzen sich ze werdem ingesinde, / daz bî hoveliuten ist gewahsen
unde gezogen Neidh
WL 29:8,1;
so we dem hove, der so rehte unlobelichen ste! / so we dien
[
den
] hove liuten, we dien hove herren
we! TSchreiber (H)
12:5,2;
wan selten im [demjenigen] gelinget, / der wider
sînen orden ringet. / dîn ordenunge ist der phluoc. / dû vindest hoveliute genuoc
Helmbr
292;
wir setzen auch, daz des richez hof hab einen hofrichter, der
[...] sol [...] den
luͤten rihten die im clegn [...] aun
[
âne
] fuersten und ander hoflaeut
MGHConst
4,1:30,4
(a. 1298)
MWB 2 1739,1; Bearbeiter: Diehl
hoveman
stM.
im Pl. auch
hoveliute
.
1 Angehöriger einer Grundherrschaft (zu den unterschiedlichen rechtl. Status vom
Besitzer bis zum Hörigen vgl. DRW 5,1277f. s.v. Hofleute und 1281f.
s.v. Hofmann ) 2 Angehöriger einer adeligen Hofhaltung (vom Bedienten bis zum adeligen Lehnsmann)
1
Angehöriger einer Grundherrschaft (zu den unterschiedlichen rechtl. Status vom
Besitzer bis zum Hörigen vgl. DRW 5,1277f. s.v. Hofleute und 1281f.
s.v. Hofmann):
die klôster vrowen haten einen hofeman ûf deme lande HvFritzlHl
76,26;
ez sol ouch vnser vorgenannte hof gar entlediget sin der gúlte
[...], die Winther, etschwenne unser houeman, koufte
UrkCorp (WMU)
1480,17;
he sal och gebi dis richis hovimanni zueni phennigi
Mühlh
163,3.
– als Bestandteil von Personennamen:
Heinrich der houeman von Bernheim UrkCorp (WMU)
1121,38;
hubarius noster nomine hoveman DRW
5,1282
(PassauTrad. 303; 13. Jh.)
2
Angehöriger einer adeligen Hofhaltung (vom Bedienten bis zum adeligen
Lehnsmann):
nu warte sprach sie wie genir houe man / din vedir spil
irzogen hat Roth
1175;
als was der guote Tristan sider / ein lieber hoveman under
in. / künec unde gesinde hæten in / in guoter geselleschaft Tr
3487.
3452;
ob einer kan ein künstelîn, / der wil zehant ein hoveman sîn KLD:
Alex
2:15,5;
da fur der werde hoveman / der edel grave Panian Elis
7095;
wilt dû dich [...] gelîchen / dem wol gebornen
hovemann Helmbr
339;
noch gerner bin ich ein gebûr / danne ein armer hovemann ebd.
1107
MWB 2 1739,32; Bearbeiter: Diehl
hovemanschaft
stF.
‘Burgbesatzung’
sa [im Rahmen einer alleg. Auslegung der Burg] ist
die hofemanneschaft, / die auch die godeliche kraft / ie deme menschen svnder hat /
befolhen, sinis dorfis rat PrHess
54,69
MWB 2 1739,58; Bearbeiter: Diehl
hovemære
stN.
‘Hofgeschichten, -neuigkeiten’ (vgl.
hoverede
,
hovespël
,
hovesprâche
):
der höfsche hovebære / lie sîniu hovemære / und vremediu
zabelwortelîn / under wîlen vliegen în: / diu sprach er wol und kunde ir vil, / dâ
mite sô zierter in sîn spil Tr
2288.
13183;
si wæn^$’ des lîhte enbæren, der an der tür dâ stât, /
unt diu hovemære gesaget den Burgonden hât NibB
1959,4;
nû merket alle, wie daz zimt, / swâ man von hêrren höven disiu hovemære
vernimt RvZw
177,2;
den wïrt fragten sy [die Boten] zuhant / ob
im icht chund wer / umb dy hof mer Hawich
4885;
do der bote wider kam / vnd er die hoffmere vernam ErnstB (W)
1198;
LvRegSyon
3301
MWB 2 1739,63; Bearbeiter: Diehl
hovemarke
stF.
zu einem bäuerl. Hof gehörender Grund, Hofbezirk (vgl. differenzierter und mit
weiteren Belegen WMU 2,890f.; DRW 5,1286f.):
dâ man mich ligen siht, / daz ist mîn hofmarc. / daz wær ein
laster starc, / sold ich von hinnen fliehen Ottok
29010;
lehen, di avzwendich vnsern hofmarhen gelegen sint UrkCorp
(WMU)
1861,10;
di houemark ze Buntdorf vnd swaz dar zu gehoͤret, die mak vnser herre
der bischof oder sin nahkome wider loͤsen von vns oder vnsern erben
UrkWürzb
38,438
(a. 1309).
– bezogen auf die mit diesem Bereich verbundene Gerichtsbarkeit:
jst aber, daz ein ansprechman fur geboten wird vf die hofmarch vnd er
dinchfluhtich wirt UrkCorp (WMU)
1100AB,39;
wan wir in dev [Rechte] da mit niht abnemen noch
ringen an ir dorf gerichten, graschaften vnd hofmarchen UrkWittelsb
2,187
(a. 1311);
UrkEnns
4,106
(a. 1289)
MWB 2 1740,13; Bearbeiter: Diehl
hovemarschalc
stM.
Amtsträger zur Besorgung der Angelegenheiten eines Hofes,
‘Hofmarschall’
her Chvnrat von Braytenvelde, der hofmarschalch von Oesterreich UrkCorp
(WMU)
N360,42;
auch sulen wir [der Herzog von Kärnten] einen
hofmarschalk in Chernden seczen UrkÖsterrErbl
161,29
(a. 1307);
der undermarschalch sol fuͤrfaren vor dem hofmarschalch
[...] und zaigen di herwerg und der hofmarschalch sol
di herwerg geben UrkBrixen
1,172
(a. 1311)
MWB 2 1740,31; Bearbeiter: Diehl
hovemâʒ
stN.
1 an einem Hof gebräuchliches Maß (für Wein) (vgl.
hovemëʒ
) 2 Bezugsrecht an einer abgemessenen Sache (hier: Salz)
1
an einem Hof gebräuchliches Maß (für Wein) (vgl.
hovemëʒ
):
vier fuder weins hofmaz, die gerait worden fur zehen march
UrkBrixen
1,143
(a. 1309);
de illa mensura, que dicitur hoffmaz UrkSüdtirol
3,2:7
(a. 1281)
2
Bezugsrecht an einer abgemessenen Sache (hier: Salz):
das hovemaz, daz ir beider ist, ame salze, daz sal der vrowen halb bliben czu
irme libe UrkFreiberg
1:51,35
(a. 1318).
1:58,36
(a. 1333)
MWB 2 1740,41; Bearbeiter: Diehl
hovemâʒe
stF.
dem Hof angemessenes, entsprechendes Maßhalten:
diu [cleider] wâren ûzer mâze rîch,
/ [...] : / daz golt daz was dar în geweben / niht in der
hovemâze: / die sîdenen strâze / die kôs man kûmelîche dâ: / si wâren wâ unde wâ /
sô mit dem golde ertrenket / und in daz golt versenket, / daz man daz werc dâ kûme
sach Tr
11107
MWB 2 1740,50; Bearbeiter: Diehl
hovemeier
stM.
‘Inhaber, Verwalter eines Meierhofs’
welh reht der hofmeiger gen den burgern hat unde si gen im
StRAugsb
2,24
u.ö.
– als Bestandteil von Personennamen:
des sint gezivge [...] her Walther der hofmaier, her
Heinrich sin svn UrkCorp
736,37
MWB 2 1740,57; Bearbeiter: Diehl
hovemeister
stM.
leitender Bediensteter an einem Adelshof, überw. verantwortlich für den
Wirtschaftsbetrieb (vgl. differenzierter und mit weiteren Belegen WMU 2,891; DRW
5,1296-1300 sowie zur Sache 2HRG 2,1094f.; vgl.
kamermeister
), ‘Hofmeister’
her Soldemach dô niht liez, / für sich er im bringen hiez / hovemeister,
kamerære / und ambetliute, swaz der wære. / den tet er sînen muot bekant
Heidin III
4211;
ze hove sand er dô, / die sîn rede solden tuon, / den
hofmeister und den trûtsuon Ottok
82494;
truwe die sy hofmeister linde Minneb
1466;
Loheng
1001;
ich Hainrich Truchsæzze von Holenstein hofmeister des hochgelobten gewaltigen
herren kuͦnich Ludwiges Roͤmisches riches MGHConst
5:840,12
(a. 1324).
– auch Verwalter eines klösterlichen Wirtschaftshofs:
frater Hainricus conversus dictus hovemaister dictarum sororum
UrkWürtt
8,180
(a. 1279);
brvder Cvͦnrat, des klosteres hove meister UrkCorp (WMU)
2824,21
MWB 2 1740,63; Bearbeiter: Diehl
hovemëʒ
stN.
bei einem Hof gebräuchliches Maß (vgl.
hovemâʒ
):
da lit oͧch ein vorst ze Arnon; der giltet 2 malter habern hofmes
UrbHabsb
1:209,5;
drier fuͦder wingeltes uf iro keler hofmesz UrkMägdeb
299
(a. 1347)
MWB 2 1741,18; Bearbeiter: Diehl
hovemünech
stM.
auf höfische Weise (unstandesgemäß) lebender Mönch:
halp visch, halp man ist visch noch man: / gar visch ist visch, gar man ist
man, als ichz erkennen kan. / von hovemünchen unt von clôsterrittern kan ich niht
gesagen RvZw
129,6.
129,7;
hobemüniche unde klosterrittere sint schedeliche betelere
Meissner
17:13,10
MWB 2 1741,23; Bearbeiter: Diehl
hovemütte, -mutte
stN.
bei einem Hof gebräuchliches Hohlmaß für Getreide:
der metzen gent vii. an einen hofmvtt UrbBayS
4,80;
elliv jar schvͦlen si geben [...] fvͦmf
hofmvtte kerne vnde zehen hofmvtte habern UrkCorp (WMU)
1525,32;
UrkEnns
4,249
(a. 1296)
MWB 2 1741,30; Bearbeiter: Diehl
hovemüttel
stN.
Dimin. zu
hovemütte
:
darvon si [...] verdient haben aht hofmuͤtel
habern DRW
5,1304
(Aibling/ Rockinger; a. 1348)
MWB 2 1741,36; Bearbeiter: Diehl
hoven
swV.
1 intr. ‘Hof halten’
2 tr. ‘jmdn./etw. aufnehmen, beherbergen’ , in der Wendung: jmdn.
(von der Obrigkeit Verfolgten) hûsen oder/ unde hoven u. ä. (vgl.
hûsen
) ‘jmdm. Asyl gewähren’
3 mit Dat.d.P. ‘jmdn. verehren’
4 refl. ‘sich als dem Hof angemessen, höfisch gebildet
erweisen’
5 als Part. gehovet
5.1 oft ‘höfisch gebildet, erzogen; von höfisch angemessenem
Verhalten’ (vgl.
kurtois
) 5.2
‘auf dem Hof vorhanden, gelagert’
1
intr. ‘Hof halten’
fivnf stete ligent in Sahsen [...] da sol der kvnc
mit rehte hoven SchwSp
65a;
da got sitzet ans richteres ort / und mit sime vater hobet, /
als her uns dicke hat gelobet Brun
8698;
her Hof, müget ir iuch münchen, lat / die kloster hoven an iuwer stat
Frl
5:33,14
2
tr. ‘jmdn./etw. aufnehmen, beherbergen’, in der Wendung: jmdn.
(von der Obrigkeit Verfolgten) hûsen oder/ unde hoven u. ä. (vgl.
hûsen
) ‘jmdm. Asyl gewähren’
swer oͮch den, der [...] meineidic, bennic
[gebannt] oder ahtic wirt, behaltet, huset oder houet
UrkCorp (WMU)
1401,15 ;
schirmet oder huset oder hofet ebd.
816,5
u.ö.;
swer den æhter hûset oder hovet in steten, oder ûf bürgen,
oder in dörfern, oder swâ man in schirmet, [...], die sint
alle mit der selben schulde begriffen dâ der æhter inne ist SpdtL
225,1;
StRAugsb
103,22
u.ö.;
sleit her [der Besitzer] iz aber ûz, unde ne hovit
noch ne hûsit her iz [das Tier, das einen Schaden angerichtet
hat] , [...], sô ist her unschuldich
SSp
87,13
3
mit Dat.d.P. ‘jmdn. verehren’
dannoch diu vil reine [Maria] / wurde von in allen
niht vollobet / der al diu himelrotte hobet; swer sie niht lobet, / der selbe tobet
Damen
1,16
4
refl. ‘sich als dem Hof angemessen, höfisch gebildet
erweisen’
bringet iuwern prîsant [Gabe] / ze
hove nâch hovelîchem site: / dâ hovet ir iuch selben mite Tr
3054
5
als Part. gehovet
5.1
oft ‘höfisch gebildet, erzogen; von höfisch angemessenem
Verhalten’ (vgl.
kurtois
):
hêr Drances / ein harde gehovet man En
8529;
er sprach, als ein riter sol, / der riterlichen vnd wol / zallen dingen
sprechen chan, / vnd sam ein wol gehoft man Krone
4070;
Rennew
21492;
der hof hât drîer hande diet: / gehoft unt ungehoft, verhoft: der mir diu
driu beschiet, / der bat mich, daz ich wære bî den gehoften gerne zaller stunt
RvZw
194,2;
gehovet, verhovet unde ungehovet Walth
148,16.
–
die helde ûz œsterrîche heten ie gehoveten muot
Walth
36,7;
gehofte vreude solt du han, / die geu wise gar verlan Erz
III
36,145.
– subst.:
gewonheit ist noch richer dann nature, / daz merkent die gehoften baz
dann von rehter art ein viltz gebure JTit
5403,4
5.2
‘auf dem Hof vorhanden, gelagert’
dar nâ mût de vrowe jegen [d.i.
gegen
] den erven mûsteilen [zur Hälfte
abtreten] alle die gehovede spîse SSp
33,21
MWB 2 1741,39; Bearbeiter: Diehl
hove|nagære
stM.
‘jmd., der sich am Hof durchfrisst’
sô springet der grille hin und her / als loter [Taugenichts,
Gaukler] und ander hofenager, / die selber ungern wirte sîn
Renner
5636
MWB 2 1742,21; Bearbeiter: Diehl
hovenære
stM.
‘Hofbesitzer, -inhaber’
mansionarii de Synzeche, qui vulgo dicuntur hovinnere
UrkMarienstatt
20
(a. 1253)
MWB 2 1742,25; Bearbeiter: Diehl
hovenlich
Adj.
→
hovelich
MWB 2 1742,28;
hovephaffe
swM.
‘Geistlicher an einem Hof’
ob dehein graf, dehein freie, dehein dienstman, dehein hofpfaff oder dehein
vitztum gevangen werd, daz in di herren ped [beide]
ledigen svͤln UrkCorp (WMU)
1800A,28;
wir lazzen euch wizzen, daz wir hern Vlreichen den ersamen abtt
[...], in vnserem besundern scherm, genad vnd
sicherhait genomen haben also daz wir wellen, daz derselb ersam abtt fuͤrbas
vnser besunderer chapplan vnd hofpfaff ist vnd sein sol UrkAsb
147
(a. 1336);
also daz si [...] alle di recht haben, die ander
unser hofpfaffen habent, di tagleichen in unserm hof sint UrkEnns
6,240
(a. 1337)
MWB 2 1742,29; Bearbeiter: Diehl
hovephenninc
stM.
an den herrschaftl. Hof zu leistende Abgabe (vgl. Anm.z.St.):
mansus, in quo residet Swering, solvit in festo beati Georii 7 denarii, qui
dicuntur hofpfennige UrbGurk
105
u.ö.
MWB 2 1742,42; Bearbeiter: Diehl |