hûswer
stF.
‘Schutz und Verteidigung des Wohnsitzes, Hauses’
dâ wart ein hûswer getân / diu nie von helden mêr geschach Bit
12178;
darumb ie der herre sande / daz best, daz er het in dem her
/ hin heim ze hûswer Ottok
43148.
57187
MWB 2 1832,7; Bearbeiter: Luxner
hûswirt
stM.
1 Oberhaupt eines Haushalts ‘Hausherr, Familienoberhaupt;
Ehemann’
1.1 allg. 1.2 übertr. 2
‘Schutzheiliger, Schutzpatron’
1
Oberhaupt eines Haushalts ‘Hausherr, Familienoberhaupt;
Ehemann’
1.1
allg.:
hat er aber iemen gewundet in dem hause, so geb
[er] dem richter dreu phunt und dem hauswirt dreu
und dem wunden zwai UrkBabenb
2:291,10
(a. 1244);
sy begonden czu murmelen kegen dem huswirtte
[
murmurabant adversus patrem
familias
]
EvBerl
15,25.
15,20;
want weste der huswirt / wenne der dieb durch steln
queme, / so wachte her daz her nicht neme HeslApk
4586
u. ö.;
Boner
34,6;
HvHürnh
23,13.
–
und er [Luzifer] do durh
die hohfart / huswirt in der helle grunde wart RvEWchr
24002.
– als Ehemann:
und daz kom von der widerwertigen unglichheit, so si
und ire huswirt haten: si waz vol gotes und heti gern dar nah
goͤtlich gelept, do waz er der welt vol und zoh mit strenger
hertikeit da wider Seuse
142,19;
Stagel
97,9;
EbnerChrist
17,35
1.2
übertr.:
allez daz uff ertrich ist, daz waͤri da ain nihtes nit: won
únser herre der da ist huswirt, der ist daz beste guͦt, daz
obrost guͦt PrGeorg
310,8;
der hêre hûswirt / mit zorne beginnet scheiden / die
lieben von den leiden, / sîniu kint von den chnehten, / die sundâre von den
rehten, / die ubelen von den guoten Wernh
3066;
diser huswurt daz ist unser herre Jhesus Cristus, sin hus
daz ist himelrich und ertrich, vegefúr und helle Tauler
29,2;
Seuse
24,21;
SchlierbAT (LS)
1,164.
– in bibl. Gleichnissen (vgl. Mt 13,52. 20,1):
ein ieglich schriber gelerter in dem riche der himel
ist glich dem menschen eim huswirte EvAug
32,8;
SchlierbAT (LS)
2,20;
dc himelrich dc ist gelicht ainem hûsewierte. der zem ersten
vruͦ ûz gât. darumbe dc er dingede wercheluͥte in sinen
wîngarten PrSchw
2,45;
EvAug
46,17;
EvBerl
15,11;
Tauler
28,24
2
‘Schutzheiliger, Schutzpatron’
sente Stephân / hûswirt der mertelêre EbvErf
1127;
swas ouch die vrowe innan des da gebvwen hettin, olt swas inen dar geben were,
das sol beliben der kilchvn vnd sant Vͦlrich, der da huswirt ist
UrkCorp (WMU)
506,30
MWB 2 1832,12; Bearbeiter: Luxner
hûswirtinne
stswF.
‘Ehefrau, Gattin’
ich, Kuͤzeli von Phefingen, vnd min huswirtenne Adelhaiet
UrkCorp (WMU)
3357,21;
alles das guͦt, das [...] min huswirtin bi
jrme lebende mit mineme guͦten willen lidechliche gab deme goteshus von sante
Meriunowe bi Brisach ebd.
99,15;
mit miner froͤwen, siner elicher hvswirtennvn fron Annvn der
margrefennvn, ingesigeln ebd.
793,17
MWB 2 1832,52; Bearbeiter: Luxner
hûswonunge
stF.
‘Wohnsitz’
domicilium: huswonung VocOpt
5.002
MWB 2 1832,60; Bearbeiter: Luxner
hûswurz
stF.
‘Dach-Hauswurz’, eine Pflanze (Sempervivum tectorum L., vgl.
Marzell 4,425ff. und
hûslouch
):
semperviva vel ayzon vel semperfolium vel florium vel ambrosia vel bustalmos:
huswrz SummHeinr
1:192,278.
2:51,329;
louis barba: husvvz Gl
3:680,22
(BStK287)
u.ö.;
huswrze sohc [l. soc(h), d. i.
Saft] ist goͮt den der ubele gehoͮret
PrüllK
26;
barba jovis haizet hauswurz BdN
387,20
u. ö.;
OvBaierl
81,2
u. ö.;
BenRez
37
MWB 2 1832,62; Bearbeiter: Luxner
hûszins
stM.
Miete für den Wohnsitz oder eine Unterkunft (vgl. DRW 5,486ff.):
swenn der wirt daz ingesind nicht lenger behalten wil umb
sogtan schuld, [...] sol man im seinen gemach rawmen und
sein verdienten hawszins geben StRMünch
332,19
u. ö.;
der huszins ze Wintertur und das marchrecht, das an wingarten und an ackern
lit UrbHabsb
1:336,1;
swer die puͤtel und die angiezzer [Bedienstete zur Eichung
von Gefäßen] uͤbel handelt, [...],
der muͦz auch geben fuͤnf pfunt haller,
[...]. und muͤgen auch die puͤtel wol pfandes
helfen umbe dreizig haller und darunder, ane hauscins NüP
189
MWB 2 1833,7; Bearbeiter: Luxner
hût
stF.
auch huͦt (
ReinFu
S3,1591
).
äußere bedeckende Schicht ‘Haut’
1 beim Menschen 1.1 allg. 1.2 in der Wendung
~ unde hâr als (rechtl.) Paarformel (vgl. DRW 5,489ff. und Friedrich, PhrasWB, S. 232f.) 2 bei Tieren, auch ‘Fell, Pelz’
3 bei Pflanzen und Früchten 4 auf Flüssigkeiten
1
beim Menschen
1.1
allg.:
swære winde tuont an linden hiuten wê SM:
Had
18: 4,10;
jn fúnf dagen wessit ime die hut. alsuz wirt der
mensche geschafen in viercic dagin Lucid
62,10;
er badet^$’ sich in dem bluote: sîn hût wart hurnîn
NibB
100,3;
senef genvwen mit honege gemisket. ist goͮt ze der
uzgebliuhten hutte PrüllK
21;
Renner
21372;
BenRez
23;
Parz
256,18;
BdN
388,28.
– bei Organen o. ä.:
ist diu plâse gesament auz zwain röcken oder auz zwain
häuten BdN
34,14.
– meton. für den Menschen, v. a. in der Wendung ein übel/
bœsiu ~
u. ä. (v. a. als Schmähung für Frauen; vgl.
Friedrich, PhrasWB, S. 232):
ez wirt ofte ein übel hût / eines rîchen mannes brût
Eracl
2621.
4219;
do sprach das weib uberlautt / ‘si ist ain
recht pöse haut.’ HvNstAp
15296;
die giengen da beide uz und in / als ungeneme hute
[schlechte Menschen]
Pass III
243,7;
Renner
4100;
SHort
2905;
da wart manec verhouwen hût [zerschundene
Kämpfer] / mit unkunder spîse erschoben Wh
447,28;
ein vrage die hastu getan, / do lit so groz wunder an, / daz ez von
menschlicher art / vil kume ie begriffen wart. / wie mac man ez denn beduten
/ in totlichen huten [
in mortalibus
pellibus
] ? Secret
238.
– übertr. auf das Leben:
sollen wir trahten umb daz leben: / er muͤs sin
huͤt dar umb geben HvNstGZ
1454;
im sî der lîp nie sô trût, / er mûz wâgen die hût /
mit uns oder unritterlich / er mûz eine hinnen machen sich
Kreuzf
3588;
Mügeln
60,13;
HvNstAp
9241.
–
~ umbe ~ gëben als Sprichwort? (vgl.
Friedrich, PhrasWB, S. 233):
man sol hut umb hut geben, / daz wil ich uf min
trúwe nemen Seuse
398,2
1.2
in der Wendung
~ unde hâr als (rechtl.) Paarformel (vgl. DRW
5,489ff. und Friedrich, PhrasWB, S. 232f.):
swâ der rihter niht enist der umbe wunden rihten sol, dâ
mac man wol einen kiesen der ze hût unde ze hâre rihte SpdtL
163,19
u. ö.;
StRMünch
271,7.
– in anderen Kontexten i.S.v. ‘vollständig, ganz und
gar’ (wohl auch noch wörtl. zu verstehen):
von Silviô sal ein helt komen, / [...] / der
sal dir gelîchen al / an hûte unde an hâre En
3661;
ein ors vil starc und ûz genomen / wirt iu von mir gelihen dar. / daz
ist als ein snê gevar / an hiute und an dem hâre KvWPart
12999;
HvNstAp
5391
2
bei Tieren, auch ‘Fell, Pelz’
nv wil ich îu sagen welich des helphantis pein und sin hût ist
JPhys
8,32;
er hiez den biber fvr sich stan, / do mvst er die hvt da lan
ReinFu
K,1986;
tuͦ dar zvͦ ro eyer vnd saffran vnd
fuͤlle die hut des hechdes BvgSp
36;
zu silber, ze golde, ze kupher,
[...], ze haeringe, ze husen, ze huten, ze vaellen die
man samt verkaufet StRAugsb
69,21;
Parz
570,2;
Tr
2881.
– als Material zur Herstellung verschiedener Gegenstände (Kleidung, Zelte,
Instrumente etc.):
von einer hût zwei ribbalîn / nâch sînen beinen wart
gesnitn Parz
127,8;
Wig
6612;
NibB
953,2;
so was ein gezelt uil breit /
[...] / uon hivten hiz man ez mahchen
VMos
81,10.
55,28;
Will
9,5;
nu heiz den sumber rüeren! / der tôn durh die hiute, /
seht, der machet klaffente helze SM: Go
2: 6,2.
2a: 5,2.
–
‘Pergament(-blatt)’
ein groze ungefuͤge huͤt / wirt vor den
armen uf getan: / alda stet entworfen an / die freude und trinitat / die er mit
sinen frunden hat HvNstGZ
7353;
daz moht nit geschriben stan / an ainer gantzen
hút SHort
5015.
–
sîne ~ ze markte tragen (hier noch wörtl.; vgl. Friedrich,
PhrasWB, S. 233):
sîn hût er [der Esel] selb ze margte truog
Boner
53,41
3
bei Pflanzen und Früchten:
suze winber tribent ab si dunne hute haben
SalArz
16,2;
nim hantige [bittere] mandilkernen.
vnde zuch den di hut abe ebd.
28,9.
44,55;
der ruten saf in eines mala granatis huͦt in der aschen
gesoten unde das warm in das ore gelassen, vertribet den orswern
Macer
8,16.
31,4;
Pelzb
133,18.
–
‘Schale’ eines Getreidekorns:
nim wize gerstin. vnde stoz di so lange in eime mosere biz
daz si sich uzer hut laze SalArz
9,43.
–
‘Rinde’
schinde dy obirste hut von deme wynstocke
Pelzb
131,21.
122,10
4
auf Flüssigkeiten:
daz dritte alse der leime, daz ist hut uf dem moste geist
SalArz
2,1.
2,10
MWB 2 1833,20; Bearbeiter: Luxner
hutschen
swV.
‘(auf dem Boden) rutschen’
Giseler, der hatte einen jungen son, [...] he was
lam, daz her muste hutschin unde muste sich sture unde halde an stulen unde an
benkin, wenne he vor baz wolde Köditz
73,9;
hin den berg ich uff reiste, / [...] / ich sach
hinden unde vorn / nicht dann bramen [Dornsträucher] unde
rutschen [Abhänge] . / uff climmen unde hutschen / must
ich biz uff daz hoeste Baldem
64;
die steine solden wischen / mit kraft zusamne hutschen / und also zurknutschen
/ die heiligen iuncvrowen Pass III
484,9
MWB 2 1834,39; Bearbeiter: Luxner
hutte
swF.
ein Rückentragkorb; hier als Maß (vgl. Besse, Gefäß- u. Hohlmaßbez., S.
217-223):
swer stahel und isen mit einander veil hat, der git von der huͦtten 30
imperial UrbHabsb
1:529,4
MWB 2 1834,50; Bearbeiter: Luxner
hütte
stswF.
auch hude (
StRechAachen
405,21
).
1
‘Hütte, Zelt, Unterschlupf’
2 bergm. ‘Schmelzhütte’
3
‘Verkaufsstand, -bude’
1
‘Hütte, Zelt, Unterschlupf’
tugurium: hutta SummHeinr
1:270,296;
umbraculum: hutta ebd.
2:534,284;
diu banier vlugen über velt. / vil mange hütte und gezelt /
diu starken mûle truogen Wig
10708;
dâ er mit kostlicher zer / die Unger ligen sach / under
maniger hutten dach Ottok
42986
u. ö.;
da lohete holtz vnde schoup. / beide hutte vnde stal / wart
zv aschen vber al Herb
16132.
8712;
daz er im herberg gæbe schôn – /
[...] / reht zuo der hütte sîn EnikWchr
15491;
drie ackere [...], die [...]
gelegen sint zwene amme Swarzwage vnd einre obe der hutten UrkCorp
(WMU)
N162,39;
NibB
594,3;
UvZLanz
5690;
RvEWchr
12274.
– übertr.:
daz herz ist gesetzt in ain pälglein, daz ist wol als
dicke sam aines menschen haut, und daz haizt des herzen hütt oder sein kasel
BdN
27,28;
‘celum’ lûtet als vil als ein ‘hütte der sunnen’
Eckh
2:569,5.
2:554,5.
–
eine ~ (ûf-)slahen (mit präp. Erg.):
pey dem gezelde was geslagen / ain hutten, und laub
darauf getragen HvNstAp
18588;
KvWHvK
531;
uf das velt / sluͦgen si uf ir gezelt / und ir
hutten uf den plan RvEWchr
11498;
Eracl
1866;
Wh
16,7;
UvLFrd
480,14.
–
eine ~ (ûf-)spannen (mit präp. Erg.):
dô hiez man ûf den griezen manige hütten spannen / mit sîdînen snüeren dem
herren Hartmuote und sînen mannen Kudr
980,3.
467,1;
dô sah man ûf gespannen hütten unt gezelt
NibB
1304,2
u. ö.
–
~ stellen:
Agamennon die crichen bat, / daz sie breiten vf daz felt
/ ir pafilune vnde ir gezelt, / vnde hiez sie hutten stelle Herb
4607
2
bergm. ‘Schmelzhütte’
ist ouch, daz he kumit uffiz gebirge, daz her in diz gerichte horet, oder in
di hutten, di ouch herin gehoren [in das Gericht der
Stadt]
StRFreiberg
212,16
u. ö.;
nu sulle wir zu der hutten varn, / daz muge wir lenger niht gesparn Erz
III
56,193
3
‘Verkaufsstand, -bude’
wer ein hutten will setzen, der sol geben dem zoller vier pfenning vnd dem
abbt seinen zinsz WeistGr
4,187
(a. 1339)
MWB 2 1834,54; Bearbeiter: Luxner
hütteboum
stM.
→
huoteboum
MWB 2 1835,30;
hüttegîr (?)
stM.
wohl eine best., evtl. für die sog. Hüttenjagd verwendete Geier- bzw.
Greifvogelart (evtl. auch Zusammenhang mit schweizerdt. Hutz-,
Ghutz-Gür(i) möglich; vgl. SchweizId 2,411f. s.v.):
mit den sînen tet er kêre / von Ôsterrîch hinz Stîr. / als
ein huttegîr / gert zuo dem âs Ottok
28875;
nw geschach, daz ein chünig tzw Babilon was, der hies Euilmaradach; der was
als fraisleich, daz er seins vater leib in drew hundert tail slueg vnd gab daz
fleisch drein hundert hüttgeirn Schachzb
26,38.
– übertr. für den kriegslüsternen Abt Heinrich von Admont:
under manigem schaden, den er tet / dem lande hie ze stîr /
der selbe huttegîr, / sô was daz ein schade grôz, / daz er machen wolt genôz / von
arte edelen knehten / gebûren süne Ottok
26175
MWB 2 1835,31; Bearbeiter: Luxner
hütteholz
stN.
Holz zum Bau einer (Belagerungs-)Hütte:
man sach do arbaiten / an tagelon manigen werden man: / jenen
rennen, disen gan / sach man nach huͤtte holtz / vil der haiden stoltz
WhvÖst
6491
MWB 2 1835,47; Bearbeiter: Luxner
hüttekost
stF.
auch hut-.
‘Kosten der Verhüttung’
wir haben gesoten und gebroten, / swi wir dem erzt taten, / wir leitens an vil
mange not. / do gab iz niht wan siben lot. / di bliben fur die hutte chost alda
Erz III
56,227;
wi vil silbers her schulle geben uber di hutkost BgRIglau
299,10
u. ö.
MWB 2 1835,52; Bearbeiter: Luxner
hüttelîn
stN.
Dimin. zu
hütte
.
‘kleine, ärmliche Hütte’
die macheten in selbin sa / von gerten kranchú
hútelin / mit rore bedaht RvEWchr
20012;
sus gie diu reine zarte / under ein swache hüttelîn, / und lie niemen bî ir
sîn / wan ir juncfrouwen eine Reinfr
2941.
2953;
das vnser voruar selige, ebtissin Elsebete, ir hútteli ze
Zúrich [...] mit dien vachen beiden
[...] ze koufenne gab UrkCorp (WMU)
3049,35.
3049,45
MWB 2 1835,58; Bearbeiter: Luxner
hütten
swV.
1 intr. 1.1
‘(sich) Hütten oder Zelte bauen, aufstellen’ (mit Präp.
ûf ) 1.2
‘sich niederlassen; wohnen, verweilen’
2 tr. ‘jmdm./etw. Wohnung geben, jmdn. beherbergen’ (hier übertr.)
1
intr.
1.1
‘(sich) Hütten oder Zelte bauen, aufstellen’ (mit Präp.
ûf):
dâ hæte diu geselleschaft / vrô unde sêre vröudehaft /
gehütet ûf daz grüene gras Tr
589;
ich hân ûf diz gevilde / vor disen hof gehüttet; / zerstœret und
zerüttet / ist leider al mîn hûsgemach Schrätel
129;
vnde swenne ez chvmt zem ostermarkte, so sol man hvtten vf den kornmarkt
vnde an die mvre UrkCorp (WMU)
560,13;
UvEtzAlex
Anh. 523.
–
~ mit (einem best. Material):
so huͤtten sie mit dem stro KgvOdenw
5,197;
der huͤttet, genr [l.
jëner
]
barnet [errichtet einen Lagerplatz] / mit
manigem tiuren tuͦch WhvÖst
15398;
genuoge man gehütet sach / mit loupgrüenen esten
Tr
598.
– subst.:
do die herren sich gelaiten / und ir arbeiten / von
huͤtten ende namen, / zehant in do botschaft kamen
WhvÖst
6595.
– refl. sich ~
‘eine Hütte bilden’
und [es] lenget und breitet und hüttet
sich, daz diu sunne und der sternen kraft vil in in mügen würken,
[...], alsô sul wir hütten und lengen und
breiten, daz got vil in uns gewürken müge Eckh
2:568:23
1.2
‘sich niederlassen; wohnen, verweilen’
daz hête dâ gehuttet / in einem engen
luoge [Höhle]
Wernh
4168;
dâ sol si [Seele] hütten und niht widerkêren
Eckh
2:557,3;
dâ heten in gehüttet / die ellende geste: / wand in was nôt reste, / si
heten wâzzernôt erliten Mai
207,8
2
tr. ‘jmdm./etw. Wohnung geben, jmdn. beherbergen’ (hier
übertr.):
swaz man geworten mac, daz hüttet got und leget im zuo Eckh
2:571,13.
2:569,6
MWB 2 1836,3; Bearbeiter: Luxner
hüttenliute
stM. (Pl.)
Arbeiter in einer Schmelzhütte:
alle burger unde kouflute, [...], unde alle berclute
unde huttelute, [...], di mugen tragen unde vuren allerleie
gewere, waz si haben, in diseme lantgerichte StRFreiberg
233,17
MWB 2 1836,33; Bearbeiter: Luxner
hüttenstat
stF.
hier hut-.
Bauplatz für eine Schmelzhütte:
als ir uns gevraget habt um hutstete auf neuwem perkwerk
BgRIglau
481,20
MWB 2 1836,38; Bearbeiter: Luxner
hüttenzins
stM.
Abgabe einer Schmelzhütte:
ist daz ymant hutten buwet uff eynes herren gute,
[...], da daz bergwerg uff lyt, zo zol der huttezcyns
syn von rechte der furstyn UrkFreiberg
2:299,9
(14. Jh.)
MWB 2 1836,41; Bearbeiter: Luxner
hüttesnuor
stF.
Schnur zum Aufspannen eines Zeltes (vgl. auch
zëltsnuor
):
dâ jagete banier und banier / schaden und ungevüere / durch
die hütesnüere Tr
5580
MWB 2 1836,46; Bearbeiter: Luxner
hützel, hutzel
swF.
‘Dörrobst, -birne’ (vgl. RheinWB 3,1052):
mich endarf ouch nieman dinsen / umbe hützeln noch umbe linsen
[niemand kann mich auch um Hutzeln oder Linsen angehen (Übers. nach
Olt)]
KgvOdenw
13,98.
– übertr. ‘alte, runzlige Frau’
mit der red ich daz bestell / daz der tiuͤfel in der
hell / ist getriuͤwer mæng valt / dann die boͤsen huͤzzeln alt
Teichn
536,130.
294,30
MWB 2 1836,50; Bearbeiter: Luxner
hützen
swV.
‘schieben’
diu [
porte
] was do ze
allen orten / verrigelt und versluͤtzet: / der tiuvel het gehuͤtzet /
da fuͤr manigen rigel groz WhvÖst
4446
MWB 2 1836,58; Bearbeiter: Luxner
hûwe
stswM.
1
‘Ansturm’
2
‘Tumult, Aufruhr’ (zum folgenden Beleg vgl. auch Anm. bei Bech, Ottok., S. 30f.)
1
‘Ansturm’
zu der burc sî sundir grûwe / nâmin einen snellin hûwe / und daz tor irrantin,
/ ê denn ir kumft irkantin / dî heidin ûf der vestin NvJer
20805;
sô man sîet dî sunne ûfgân / sô loufit alle ûf mînen rât / mit eime hûwe ûz
der stat ebd.
3327.
2
‘Tumult, Aufruhr’ (zum folgenden Beleg vgl. auch Anm. bei Bech,
Ottok., S. 30f.):
wer wyder die, die von dem aldin rate also redelichin gekore sint, eyne czu
samne ladunge odir eynen huwen machte StRMühlh
89
MWB 2 1836,61; Bearbeiter: Luxner
hûwe
swM.
auch hû (
Brun
2499
).
‘Uhu’
bubo : huwo SummHeinr
1:162,705
u. ö.;
VocOpt
44.054;
nv sach er einen huwen / der obe ime saz vf einer snur Pass
I/II
159,76.
159,82;
ein hûwe zuo dem neste hin / ze sînen jungen quam KLD:
Kzl
16: 21,3;
bubo haizt ain auf oder in anderm däutsch ain haw. mit dem
vogel væht man ander vögel BdN
173,4;
Brun
2499;
KvWTroj
35522.
–
swer nu wil sîn ein frumer man, / den muoz ez gar sûr kumen an, / wenne er
muoz sîn der werlde grûwe / und muoz sich riuhen als ein hûwe Renner
5722
u.ö.
MWB 2 1837,7; Bearbeiter: Luxner
hûwen
stV.
(
Ottok
14788
) s.
houwen
stV. 2.1
MWB 2 1838,7; |