hiurlinc
stM.
‘junger Fisch, Fisch von diesem Jahr’
vnde sol da von deme vogete einen dienest geben [...]:
ein zitig swin [...] vnde ein zwiligen wider oder zwene
huͤrlinge UrkCorp (WMU)
244AB,47,2
MWB 2 1613,41; Bearbeiter: Plate
hiurunge
stF.
‘Miet-, Pachtgeld’ (vgl. mnd. hû̈ringe
Schiller/ Lübben 2,391):
eidem de hurengen sui equi 2 m. StRechAachen
182,32.
182,30
MWB 2 1613,45; Bearbeiter: Plate
hiusechîn
stN.
Dimin. zu
hûs
.
‘kleine, geringe Behausung’
dô machte her ein hûsichîn verre von den lûten, und grup ein grap in sîner zellen,
alse der klûsenêr gewonheit ist HvFritzlHl
60,34;
dô vorstizen si si von deme hûse zu Warpberg [...] si
miette ein bôse hûsichîn mit iren zwein megeden ebd.
244,16
MWB 2 1613,48; Bearbeiter: Plate
hiuselîn
stN.
auch hiuselî, hiusel.
Dimin. zu hûs
1
‘Häuschen, Wohnung’
2 Wohnung von Tieren, für Haustiere 3
‘Gehäuse’
1
‘Häuschen, Wohnung’
fürste Friderîch umbe ein kleinez hiuselîn wil ich dich biten
Neidh
WL 35:7,3;
mir wirt gebiuwen etewâ / vor sîner bürge ein hiuselîn
KvWEngelh
5649;
der [Einsiedler] vlôch
[...] dâ bî in sîn hiuselîn Iw
3291;
[ein] wildenære, der hete ein hiuselîn, / sô sîne jegere
dicke daz gejeit ze lange triben / und in dem walde benahten, daz si danne dâ
beliben WolfdA
115,2;
daz hv́sili daz [...] bi vnserme garten lag
UrkCorp (WMU)
2736,29;
bi sine kirche er machte / ein huselîn, darinne er bleib Pass
III
598,85;
als diu küniginne ze dem hiuselîne gienc, / der selbe klûsenære si minniclîche
enphienc WolfdA
25,3;
auf dem Schiff:
dô wart er, als ich vernime / in daz hiuselîn geleit, / daz in dem schiffe
wart bereit KvWPart
11981;
im Kinderspiel:
rite ein grâ man ûf und abe / mit kleinen kinden ûf ein stabe / und spilte
gerade und ungerade / und gienge mit in ze wazzerbade / und hülfe in machen hiuselîn
Renner
2697
2
Wohnung von Tieren, für Haustiere:
testudo haizt ain snek, dar umb, sam Isidorus spricht, daz er
mit ainr schaln bedecket ist, als er in ainem häusel sitz BdN
258,24;
wenn die sneken diu häusel auf tuont durch des sänftigen
weters willen ebd.
256,9.
–
dy myle [Motte] in gewande fin
/ nagende macht ir huselin Hiob
10470.
–
die bâre was gezieret gnuoc, / die daz hunthiusel truoc.
/ daz hiusel daz was guldîn, / dar inne was daz hundelîn / Petitcriu
HvFreibTr
4455;
diu wîse künegîn [...] hæte im
heizen machen [...] ein wunneclîchez hûselîn
Tr
16341.
–
ein swalwe klent [schmiert] von leime / ein
hiuselîn, / dâs inne ist / des sumers ein vil kurze vrist Neidh
SL 26:7,4;
wenne man in [den Vogel
Galander] gevæht und in besleuzt in ainem häusel, sô vergizt
er seinr vanknüss und seins leidens und ist nümmer ain stunt des tages
ungesungen BdN
176,8;
den vogel, den her dâ hangent fant, / dar zô sîn rîche hûselîn
Crane
3248
3
‘Gehäuse’
di staine waren dar ein gesatzt, / alle in heußlein gevaßt
HvNstAp
18163;
ein crucifixus, daz waz mit einem húslin umbmachet,
als etwa gewonheit ist Seuse
66,4.
– übertr.:
ieglich gesteine und krût ist ein hiuselîn der sternen, daz in im
beslozzen hât eine himelische kraft Eckh
2:555,3
MWB 2 1613,55; Bearbeiter: Plate
hiuslîche, -lîchen
Adv.
~
sitzen, gesezzen sîn
‘hausangesessen sein’
wir haben ouch gesetzet, swer hûslîchen vierzehen tage oder mêr hie sitzet, der
sol unde muoz swern die stiure unde dienen als ander burger StRDinkelsb
99;
der da nicht aus der stat oder gepiet zw Trint purtig oder hauslich da ist
gesessen StatTrient
192
MWB 2 1614,37; Bearbeiter: Plate
hiuslinc
stM.
‘Nesthocker’
wil einer da heim verliben, / schaffen sines huses ding, / das ist ein verlegener
getteling [La. huͤßling Cpg 393,58v]
MinneR 52
38
MWB 2 1614,44; Bearbeiter: Plate
hiute
Adv.
1
‘am heutigen Tag, der gegenwärtige Tag’
2
hiute
‘an einem Tag’ so, morgen
‘am nächsten Tag’ anders 3
‘heutzutage, jetzt’
1
‘am heutigen Tag, der gegenwärtige Tag’
hivte an disem tage ReinFu
K,1804;
hiute ist kom der tac / daz du [...]
Rol
8428;
der tac der dâ hiute schein Iw
7524;
ez ist hivte eyn wunnychlicher tac TannhBu
1;
hute si min leste tac Herb
12482;
doch ist hivte niht sin tac [heute gelingt ihm
nichts]
ReinFu
K,218;
attributiv:
ez ist geschen selden, / als an disme tage hute
Herb
9101;
dâ sint tûsent jâr als der tac hiute Eckh
5: 12,2.
–
hiute ist der ahte tac / nâch den sunewenden
Iw
2940;
es sint drî tage von hiute [es war vor drei
Tagen]
Tr
9519;
ez ist hiute der dritte tac KvHeimUrst
2077;
von hiute unz an den dritten tac Tr
9969;
von hiute übern ahten tac Parz
610,19;
von hiute am sehzehenden tage ebd.
610,21.
–
hiute ê vil tages ergê KvHeimHinv
307;
hiute an dem morgen Tr
8832;
hiute morgen Parz
125,7;
hiute morgen fruo ebd.
545,25;
hiute vruo Flore (P)
5174;
Parz
755,29.
–
ob ez noch hute wesen sal Herb
5559;
swenne wir noch hiute für Prünhilde gân
NibB
385,3.
–
sol ich nv sterben [...], / so
ist mirz also mere / hute also morne Herb
9827;
besendet iuwer liute / morgen unde hiute
Iw
2150;
ich mac verliesen wol mîn lant / hiute ode morgen ebd.
2313;
hiute wider [im Vergleich zu] gester / sô stât
iuwer dinc doch ungelîch Er
6469
2
hiute
‘an einem Tag’ so, morgen
‘am nächsten Tag’ anders:
daz gras daz hiut so schoͤn ist und morgen
duͤrre ist PrOberalt
160,16;
hiute freude, morgen leit Parz
103,24;
hiute riwec, morgen vrô ebd.
548,8;
swer hiute lébet, der ist mórne tot Meissner
17:5,9;
ez ist hiute mîn, morne dîn: sô teilet man die huoben MF: Sperv
1:12,5;
hiute baz und aber danne über morgen wê MF: Mor
21: 3,7;
er lernete alle stunde / hiute diz, morgen
daz [jeden Tag etwas Neues] , / hiure wol, ze jâre baz
Tr
2101;
und beginne niht hiute einez und morgen ein anderz
Eckh
5: 286,9;
hiute hie, morn anderswan Tannh
13,19
3
‘heutzutage, jetzt’
also tuͦnt [noch] hiute /
di geistlichen livte VMos
71,8;
[das Kruzifix Karls,] daz man hiute ze Ache uindet
Rol
7483;
dez bâruc-ambet hiute stêt Parz
13,25.
–
als man noch hute phligit Herb
8121;
sîst noch hiute vor den ougen mîn, alse sî was dô
MF: Mor
12: 1,5;
dâ ich ie geminnet hân / und noch hiute minne MF:
Reinm
45: 4,4;
sî jehent er lebe noch hiute Iw
14.
–
bi der zit was ir [der
Dichter] lere / vil liep vnde ir list, / als ez hute dis tages
ist Herb
17873;
hûte des tages HvFritzlHl
71,38;
als ist daz michel unreht, / als ir noch hiutes tages
seht, / an in begangen iemer sît Tr
6286.
17965;
hæt rœmisch rîche dirre bilde noch genuoc, / des wart der werlde
nie sô nôt, sô hiuten [sc. tagen?]
Sigeher
6,13.
–
got gebe dir hiute und iemer guot Walth
49,26;
daz ist mir hute vnde immer leit Herb
10890;
UvZLanz
4085;
PrOberalt
173,24;
wol ir hiute unde iemer mê MF: Mor
24: 2,5;
MF:Reinm
13: 4,2.
27: 2,3;
Tr
1284;
als uns diu wârheit / ie [schon
immer] hât gesaget und hiute seit ebd.
6878;
weder hiute noch niemer ebd.
14081
MWB 2 1614,48; Bearbeiter: Plate
hiutelîn, hiutel
stN.
Dimin. zu → hût, ‘Häutchen’
daz man si [Wunden] niht bedecke mit
mâsen noch ain häutel dar ob lâz werden BdN
126,36;
die flügel [der Fledermaus] habent ain
häutel, daz spannt sich und streckt sich in dem flug ebd.
226,35;
und hât ietleich kern [der
Kastanienfrucht] ain besunder häutel, daz ist swarz ebd.
317,15;
daz häutel der airschaln ebd.
481,4
u.ö.
– für das Aussehen der Geliebten:
geselle, tuͤ uns entguͤrten / wie geheißen sy din
truͤtel / und wie ir mynnencliches hutel / sy gestalt und alle ir forme
Minneb
3348
MWB 2 1615,44; Bearbeiter: Plate
hiutelvase
swM.
‘Hautfaser’
der mag hât inwendig vil häutelvasen reht sam klaineu plätlein an
ainem püechlein BdN
32,7
MWB 2 1615,56; Bearbeiter: Plate
hiuten
swV.
1
‘schälen’
2
‘mit Haut, Leder überzogen’
1
‘schälen’
diu nuz hât zwô hûte. ainiu ist diu rinde diu andere ist diu
scale. [...] die nuze bezaichenent die weltlichen. siu
werdent [...] mit sêre gehûtet. daz sint die starchen wîze.
dâ mite werdent siu geschelet TrudHL
101,22
2
‘mit Haut, Leder überzogen’
vil wol daz breth gesnitten was / und ungleichen gebogen, / wol gehutet
[
behiutet BM] und wol getzogen
En (FSch)
5768
MWB 2 1615,59; Bearbeiter: Plate
hiutezucker
stM.
‘Tagedieb’ (?):
dû solt reinez gesinde hân [...] niht nescher noch
nescherin noch spiler noch nahtganger noch hiutezucker PrBerth
1:318,39
MWB 2 1616,3; Bearbeiter: Plate
hiutic
Adj.
‘heutig, jetzig’
unz an disen hiutigen tach Kchr
7895.
von angenge der welt bis an disen hútigen tag
Seuse
236,19;
Kchr
23;
in vierzehen tagen von dem hiutigen tag UrkCorp (WMU)
1390,12;
Ottok
55186;
dirri hivtigin hohzît Spec
15,5.
–
daz ich für hiutige zît / iuch sol nimmer mêr gesehen
Ottok
778;
untz an di hewtigen zeyt HvNstAp
11188.
–
sint muose den liuten von im werden / gnâden smac unde edel ruch / ûz sime
grabe [...], / daz hiuteges tages [bis
heute] ze Rôme wert AlexiusB
485
MWB 2 1616,7; Bearbeiter: Plate
hiutîn
Adj.
‘aus Haut’
[des Drachen] flügel sint häutein, reht als ain grôzeu haut
auf gespannen sei in der weis sam diu fledermaus flügel hât BdN
269,15
MWB 2 1616,18; Bearbeiter: Plate
hiutlanc
Adv.
‘im Laufe dieses Tages’
Celicon ward ungemüt: / es muß leib und güt / heut langk verzeret
sein; / du giltest mir di prüder mein HvNstAp
9353.
du solt dich lassen in freuden sehen / hewt langk, deß ist wol
zeyt ebd.
5711.
3482
MWB 2 1616,22; Bearbeiter: Plate
hiuwel
swF.
→
iuwel
MWB 2 1616,27;
hiuʒe
Adj.
‘kampflustig, kühn’
ir meister ouch von Priuzen / gewan der kecken und der hiuzen /
wol siben hundert oder mêre, / die gegen Akers teten kêre Ottok
48218.
20907.
88675;
da wart alreste gestriten / von den Hiunen vil hiuzen Dietr
9037;
nymand ouch ist so hucze / der den icht geschaden mug / di sich czin under mine
vlug TvKulm
4848.
–
‘munter, keck, frech’
ein vil hiuzer dorefknabe Neidh
WL 35:4,4;
wart ûz, / waz nu hiuzer megede hubbet ûf dem anger ebd.
SL 24:3a,2;
diu lant diu sint mir elliu kunt: / diu enhabent niht sô manegen hiuzen
dorefman / als ein kreizelîn / wol in œsterrîche hât ebd.
WL 32:6,4.
WL 26:6,7.
–
‘feurig’
ir kleine ros sint sô hiuze / und sô gar verdræt, / daz man
si erlæt / hin ziehens ûf dem acker Ottok
7221
MWB 2 1616,28; Bearbeiter: Plate
1hiuʒen
swV.
‘sich jmdm. widersetzen’
daz er sich gein im hiuzit / vnd dicke torlich striuzit / gein sinem herren sinen
kamp / als gein dem wolve tuot ein lamp Martina
2,75;
Minneb
623
MWB 2 1616,44; Bearbeiter: Plate
2hiuzen
swV.
auch hûzen.
‘hasserfüllt schreien’
schouwet alle an disen man, / dar zuo in verspîet; / hetzet
[
hutzet Hss.] unde schrîet / ûf in als ûf
einen diep Heidin IV
1432;
do wart ein hucen und ein ruf / kegen im von allen juden
Pass I/II (HSW)
13046;
vil mænig stimme da erschal, / ruͦffen, huczen
úberal WernhMl
10282.
– jmdn. ane hiuzen:
dy juden rifen mit schalle: / ‘nu hebit en uf alle /
unde henget en an eyn cruͤcze.’ / sy begonden en an czu huͤczen
EvBerl
320;
als einen gumpelman / én si alle huczten an TvKulm
4502
MWB 2 1616,48; Bearbeiter: Plate
hîwen, gehîwen
swV.
auch gehigen
Roth
35.
– frühmhd., im Obd. schon um 1200 gemieden (Ahnert, Verbreitung, S. 26-28);
danach mhd. nur selten, zur Fortsetzung im Frnhd. und Verengung ins Obszöne s. DWB
4,1,2, 2339f. s.v. geheien; belegt sind mhd. ausschließlich
ge-präfigierte Formen (bereits ahd. überwiegend).
1
‘heiraten, eine Familie, Hausgemeinschaft gründen’
2
‘sich / jmdn. verheiraten zuo jm.’
2.1 aktivisch 2.2 passivisch 3
‘jmdn. heiraten’
4 (von Tieren) ‘sich paaren’
5 Part.-Adj.
1
‘heiraten, eine Familie, Hausgemeinschaft gründen’
dô iz zuo diu chom daz Ysaac scolte gehîwen Gen
952;
dô er dô gehîte vile harte er chindôte ebd.
916;
do wolde do der guote chneht / gehiwen umbe daz reht, / daz er
einen erben verliezze Hochz
211;
sweder der bruoder ê gehîte, / dem ertailte man daz gerihte
Kchr
11375;
duo was gehîenes zît ebd.
15095;
sant Paulus sprichet [1 Cor 7,9] ,
bezzer sî gehîen danne brinnen Priesterl
175.
218.
241.
–
daz Jacob ûz deme chunne gehîte Gen
1230;
dô dei gotes chint gesâhen des tieveles chint sô
wolgetâne, / zesamene [untereinander] si gehîten,
micheliu chint gewunnen, / gîgante die mâren ebd.
678.
– von Frauen:
in den cîn iârin, / duͦ si ci dere sâzin wârin [die
Griechen vor Troja] , / sô gehîetin heimi al iri wîf
Anno
22,13
2
‘sich / jmdn. verheiraten zuo jm.’
2.1
aktivisch:
daz er niene gehîte zuo deheinem ungeslahten wîbe
Gen
1232.
– übertr.:
so lazen wir in der unde [Taufe] / des
herren Adames sunde / iemer peliben / unte gehiwen zuo den seben wiben
[den sieben Gaben] / die von deme heiligen
geist sint gesceiden ArnoltSieb
4,16;
do gihite der himel zuo der erde AvaLJ
7,3;
Wahrh
29;
MarldM
43
2.2
passivisch:
swen sîn tohter würde gehît / zeinem biderben manne
Wig
6075;
[mit Jesu Geburt] trante sih der alte strit, / der
himel was ze der erde gehit VEzzo
170
3
‘jmdn. heiraten’
daz hic kvͦninges doͮhter gehige
Roth
35
4
(von Tieren) ‘sich paaren’
so diu uippera [das Viper-Weibchen]
gihien scol zuͦ zir machide JPhys
11,4;
so si beidiu [Elefantenpaar] der
mandragoren gezzent. so gehiwent si dannen uon der wurze ebd.
8,9;
vnde so sîu after dîu gehîen, so
phaet [empfängt] sîu ÄPhys
8,6
5
Part.-Adj.:
zwene fursten do waren, [...] der was
einer gehit, er hete ein sconez wip AvaJo
20,3;
duo tet er in gihît, er gab ime ein rîche wîb
Gen
2091.
2908;
ein gehîter läie ist in dem gibot, / wil er dem gotes tische
gemäinen, / daz er sich ê sol räinen / mit sîner chiusche wol fumf tage
Priesterl
267;
gehite lûte [Eheleute]
Spec
98,1;
dehein wîp, / weder maget noh gehît Kchr
1178;
die witwen gerten sîn tag und naht, / sam tâten die gehîten
ebd.
9688;
di frowen weinten irn trût [...]. /
di man ze manne solde geben, / der leidete daz leben; / si weinte alsô sêre / alse
si gehît wêre SAlex
3369.
3363;
die gehîten frowen PrRoth
75;
ouch was der selbe verge niulîch gehît NibB
1554,1;
er giht ez sî des hûses site, / ist er êlîche gehît, / daz er
danne vür die zît / sül weder rîten noch geben: / er giht er sül dem hûse leben
Iw
2809.
2672
MWB 2 1616,59; Bearbeiter: Plate
hîwen, hîen
swN. Pl.
auch hibin, higen.
– vgl. AWB 4,1158 s.v. hiuuun.
1
‘Eheleute’
2 (zur familia , Hausgemeinschaft gehörende) ‘Angehörige,
Dienstleute, Gesinde’
1
‘Eheleute’
dei zwei hîwen [Abraham und Sarah]
begunden gote lîchen Gen
792
2
(zur familia, Hausgemeinschaft gehörende) ‘Angehörige,
Dienstleute, Gesinde’
Esau was ein rîche man in vihe jouch in hîwen
Gen
1715;
iuch unt iuriu chint [...], / jouch
iuriu hîwen ebd.
2627.
822.
1647.
2447;
Iacob kerte heimwart / er hiz sinev hiwen sin uihe mit ime
triben VMos
26,26;
sin muoter Maria unde enderiu siniu hiwen
AvaLJ
187,1;
uber drie raste / hort man si we scrigen, / des tiueles higen
[die Heidenkämpfer]
Rol
4440;
sol unsir ieglich dem andrn sine vͦzze dewâhin.
ieglich wirt unde hûsfrowe ir hibin unde andirn armin Spec
53,5.
133,2;
diz saltu inzit bewarn, / daz dir dine hien vntetliche nicht
in zuvarin Elmend
A 988.
A 952;
heien wizen herren willen wol, / da tuont si vil gerne nach
Krone
6743
MWB 2 1617,54; Bearbeiter: Plate
hîwische
stN.
vgl. AWB 4,1156f. s.v. hîuuiski stN. mit Glossenbelegen des 12. und 13.
Jh.s.
‘Geschlecht, Familie, Hausgemeinschaft, zum Haus gehörendes Gesinde’
sun des mennesscen, ich hete dich gesezzet zeinem wartmanne des
hiwissces Israhel Spec
139,9;
deme hiwiski Effraim. unt deme hiwiske Iuda JPhys
2,19.
2,20;
zwo stête sint, die habint oͮch zwene herren mislich:
einiv ist des heiligin Christes, div ander des ubeln tîefils, einiz ist div helle, daz
ander daz schone himilrîch. in der iewedir ist ein hiwisch, die guͦtin unde die
ubelin Spec
41,7;
alle, die hiwissce da heime habent, die sculen si leren ir
geloͮben ebd.
153,24;
in der grôzen marter er got erbat, / daz allez sîn hîwisc bekêret
wart, / baide wîp unde man Kchr
6360;
Wernh
420.
483
u.ö.;
sin hiwische hiez er fur sih gan, / v̄ gebot daz sie
undertan / siner froͮen wæren Wernh
D 2231
MWB 2 1618,8; Bearbeiter: Plate
hiwische(n)liute
st.Pl.
zur familia gehörende Dienstleute:
das ich han verkoͮfet [...] mine hiweschen livte
alle, die min aigon sint UrkCorp (WMU)
335,15;
cum omni familia servili meorum hominum, [...] qui
dicuntur hiebesceliute UrkWürtt
8,374*
(a. 1283)
MWB 2 1618,26; Bearbeiter: Plate
1hobel
stM.
‘Decke’, besonders ‘Wagendecke’ (vgl. DWB
4,2,1588):
suoht mir teken zeinem kobel, / daz man darüber einen hobel / mit grüenen hiuten
ziehe [Strohmatten für den Wagenkorb, darüber eine Decke aus frischen
Häuten, Komm. z. St.]
Helbl
1,627;
eins gebûren hobel ebd.
13,180;
ein kobel [La. hobel
] lanc
unde wît / muost ob dem wagen sîn / von einem guoten baldekîn EnikWchr
23240
MWB 2 1618,32; Bearbeiter: Plate
2hobel
stM.
→
hovel
MWB 2 1618,41;
hobwurz
stF.
→
holwurz
MWB 2 1618,42; |