hâ – haber- haberlîte – hachelen hachelwërc – hage hage- – 2hagen hagen- – halbe halbe – hallergëlt hallergülte – halphimel halp|hunt – halpvaste halpvierteil – halser halsgebeine – halsveste halsvlinken – hamerslac hamerslahen – hanef hanef|âkambe – 1hansen 2hansen – hantgiften hantgiftphenninc – hantsalbe hantschmänt – hantvestlich hantvestunge – hârbendelîn hârblôʒ – hârlouf harm – harnaffe harnasch, harnas – 1harre 2harre – hartruore hartsinnic – haselbir haselbluome – hasenvleisch hasenwint – havendierne havengazzer – haʒʒiclich haʒ|zorn – heberînmelwer hebesal – 3hecken heckenjeger – hegelîn hegeln – heidenisch heidenischheit – heilalle heilant – heilige heiligeistlîcheit – heilvuorlich heilwâc – heime suochen hei|metze – heimvart heimvartlich – heitber, heidelber heiter – heiʒmuot heiʒsühtic – hëlfebære hëlfebërnde – hëlkleit helle – helleglocke hellegluot – hellemunt hellemünzer – hellerigel hellerîs – helle- hellesun – hellevreisærin hellevunke – hëllunge helm – hëlmschîn hëlmschirbe – helwërtwitze hely – hendewinden hendewringen – hennenvuoʒ hentschuocher – herbërgen herbërgerîe – hêre herebërge – hergesidele hêrgesidele – hêrischheit hërkêre – Herodære Herodiane – hêrrennôt hêrrenphruonde – herschrîære hêrschunge – hertes hërtgëlt – hërverloufen herverten – hërzeblüete hërzebluot – hërzekrachen hërzekranc (?) – hërze|nabele (?) hërzenandâht – hërzenvride hërzenvrô – hërzestôʒ hërzesüeʒe – hërzevrouwelîn hërzewaʒʒer – heselîn heselîn – hîbære hichela – hierunder hiesch – himelbalsem himelbære – himelgesanc himelgesinde – himelknabe himelknolle – himelpalas himelphat – himelschheit himelschlich – himelstîge himelstîgunge – himelval himelvane – himelvürste himelvürstin – hinde hinden – hindergêunge hindergrîfen – hindernisse hinderrât – hinderstelle hinderstellic – hinderwërtlingen hinder wîchen – hinker hinkêre – hinnëben hin nëmen – hînt hintber – hinwërt hinwësunge – hirngupfe hirnhût – hirtelîn hirtelôs – hirʒmilch hirʒ- – hiu hiubelhuot – hiuten hiutezucker – hôchgebirge hôchgebluomet – hôchgenant hôchgenende – hôchgewaltic hôchgewîht – hôchmeister hôchmësse – hôchvart hôchvart – hôchzîtkleit hôchzîtlich – hœhe hôheclich – holde hölde – hol|loch hol|louch – holzapfelîn holzban – holzheit holzhërre – holzschuoherin holzstîc – honec honec|bluome (?) – honec|tranc honec|triefende – hônheit honic – hopfenziech hopferebe – horgen horgewat – hornicsprenget (?) hornîn – horten hortgadem – hospitâl hossen – houbeten houbet|êre – houbetkleit houbetklôster – houbetman houbetman|ambet – houbetsachwaltære houbetschande – houbetsünde houbetsündic – houbetwaʒʒer houbetwëgen – höuptinc höurëht – höuwezëhende houwic – hovegeselle hovegesinde – hovelich hovelîche – hovephenninc hovephliht – hoveschar höveschære – hovestatzins hove|stetære – hovezins hovezorn – 1hûchen 2hûchen – hüenerhirne hüenerhûs – hûfeht hufel – hügenisse hügenumft – hüllenwëbære hüllenwëbærinne – humerâl hummen – hundertweide hundesber – hungergîtic hungerhâr – hunt huntaffe – huobdinc huobe – huof huofblat – huorgelust huorgelustic – huotelôs huote|strëbe (?) – hurmelen hurnaʒ
– hurticlich hurtieren – hûs|êre hûsgëlt – hûslode hûslôs – hûsvrouwe hûswer – hûwen hûwen – hy
|
hiuslinc
stM.
‘Nesthocker’
wil einer da heim verliben, / schaffen sines huses ding, / das ist ein verlegener
getteling [La. huͤßling Cpg 393,58v]
MinneR 52
38
MWB 2 1614,44; Bearbeiter: Plate
hiute
Adv.
1
‘am heutigen Tag, der gegenwärtige Tag’
2
hiute
‘an einem Tag’ so, morgen
‘am nächsten Tag’ anders 3
‘heutzutage, jetzt’
1
‘am heutigen Tag, der gegenwärtige Tag’
hivte an disem tage ReinFu
K,1804;
hiute ist kom der tac / daz du [...]
Rol
8428;
der tac der dâ hiute schein Iw
7524;
ez ist hivte eyn wunnychlicher tac TannhBu
1;
hute si min leste tac Herb
12482;
doch ist hivte niht sin tac [heute gelingt ihm
nichts]
ReinFu
K,218;
attributiv:
ez ist geschen selden, / als an disme tage hute
Herb
9101;
dâ sint tûsent jâr als der tac hiute Eckh
5: 12,2.
–
hiute ist der ahte tac / nâch den sunewenden
Iw
2940;
es sint drî tage von hiute [es war vor drei
Tagen]
Tr
9519;
ez ist hiute der dritte tac KvHeimUrst
2077;
von hiute unz an den dritten tac Tr
9969;
von hiute übern ahten tac Parz
610,19;
von hiute am sehzehenden tage ebd.
610,21.
–
hiute ê vil tages ergê KvHeimHinv
307;
hiute an dem morgen Tr
8832;
hiute morgen Parz
125,7;
hiute morgen fruo ebd.
545,25;
hiute vruo Flore (P)
5174;
Parz
755,29.
–
ob ez noch hute wesen sal Herb
5559;
swenne wir noch hiute für Prünhilde gân
NibB
385,3.
–
sol ich nv sterben [...], / so
ist mirz also mere / hute also morne Herb
9827;
besendet iuwer liute / morgen unde hiute
Iw
2150;
ich mac verliesen wol mîn lant / hiute ode morgen ebd.
2313;
hiute wider [im Vergleich zu] gester / sô stât
iuwer dinc doch ungelîch Er
6469
2
hiute
‘an einem Tag’ so, morgen
‘am nächsten Tag’ anders:
daz gras daz hiut so schoͤn ist und morgen
duͤrre ist PrOberalt
160,16;
hiute freude, morgen leit Parz
103,24;
hiute riwec, morgen vrô ebd.
548,8;
swer hiute lébet, der ist mórne tot Meissner
17:5,9;
ez ist hiute mîn, morne dîn: sô teilet man die huoben MF: Sperv
1:12,5;
hiute baz und aber danne über morgen wê MF: Mor
21: 3,7;
er lernete alle stunde / hiute diz, morgen
daz [jeden Tag etwas Neues] , / hiure wol, ze jâre baz
Tr
2101;
und beginne niht hiute einez und morgen ein anderz
Eckh
5: 286,9;
hiute hie, morn anderswan Tannh
13,19
3
‘heutzutage, jetzt’
also tuͦnt [noch] hiute /
di geistlichen livte VMos
71,8;
[das Kruzifix Karls,] daz man hiute ze Ache uindet
Rol
7483;
dez bâruc-ambet hiute stêt Parz
13,25.
–
als man noch hute phligit Herb
8121;
sîst noch hiute vor den ougen mîn, alse sî was dô
MF: Mor
12: 1,5;
dâ ich ie geminnet hân / und noch hiute minne MF:
Reinm
45: 4,4;
sî jehent er lebe noch hiute Iw
14.
–
bi der zit was ir [der
Dichter] lere / vil liep vnde ir list, / als ez hute dis tages
ist Herb
17873;
hûte des tages HvFritzlHl
71,38;
als ist daz michel unreht, / als ir noch hiutes tages
seht, / an in begangen iemer sît Tr
6286.
17965;
hæt rœmisch rîche dirre bilde noch genuoc, / des wart der werlde
nie sô nôt, sô hiuten [sc. tagen?]
Sigeher
6,13.
–
got gebe dir hiute und iemer guot Walth
49,26;
daz ist mir hute vnde immer leit Herb
10890;
UvZLanz
4085;
PrOberalt
173,24;
wol ir hiute unde iemer mê MF: Mor
24: 2,5;
MF:Reinm
13: 4,2.
27: 2,3;
Tr
1284;
als uns diu wârheit / ie [schon
immer] hât gesaget und hiute seit ebd.
6878;
weder hiute noch niemer ebd.
14081
MWB 2 1614,48; Bearbeiter: Plate
hiutelîn, hiutel
stN.
Dimin. zu → hût, ‘Häutchen’
daz man si [Wunden] niht bedecke mit
mâsen noch ain häutel dar ob lâz werden BdN
126,36;
die flügel [der Fledermaus] habent ain
häutel, daz spannt sich und streckt sich in dem flug ebd.
226,35;
und hât ietleich kern [der
Kastanienfrucht] ain besunder häutel, daz ist swarz ebd.
317,15;
daz häutel der airschaln ebd.
481,4
u.ö.
– für das Aussehen der Geliebten:
geselle, tuͤ uns entguͤrten / wie geheißen sy din
truͤtel / und wie ir mynnencliches hutel / sy gestalt und alle ir forme
Minneb
3348
MWB 2 1615,44; Bearbeiter: Plate
hiutelvase
swM.
‘Hautfaser’
der mag hât inwendig vil häutelvasen reht sam klaineu plätlein an
ainem püechlein BdN
32,7
MWB 2 1615,56; Bearbeiter: Plate
hiuten
swV.
1
‘schälen’
2
‘mit Haut, Leder überzogen’
1
‘schälen’
diu nuz hât zwô hûte. ainiu ist diu rinde diu andere ist diu
scale. [...] die nuze bezaichenent die weltlichen. siu
werdent [...] mit sêre gehûtet. daz sint die starchen wîze.
dâ mite werdent siu geschelet TrudHL
101,22
2
‘mit Haut, Leder überzogen’
vil wol daz breth gesnitten was / und ungleichen gebogen, / wol gehutet
[
behiutet BM] und wol getzogen
En (FSch)
5768
MWB 2 1615,59; Bearbeiter: Plate
hiutezucker
stM.
‘Tagedieb’ (?):
dû solt reinez gesinde hân [...] niht nescher noch
nescherin noch spiler noch nahtganger noch hiutezucker PrBerth
1:318,39
MWB 2 1616,3; Bearbeiter: Plate
hiutic
Adj.
‘heutig, jetzig’
unz an disen hiutigen tach Kchr
7895.
von angenge der welt bis an disen hútigen tag
Seuse
236,19;
Kchr
23;
in vierzehen tagen von dem hiutigen tag UrkCorp (WMU)
1390,12;
Ottok
55186;
dirri hivtigin hohzît Spec
15,5.
–
daz ich für hiutige zît / iuch sol nimmer mêr gesehen
Ottok
778;
untz an di hewtigen zeyt HvNstAp
11188.
–
sint muose den liuten von im werden / gnâden smac unde edel ruch / ûz sime
grabe [...], / daz hiuteges tages [bis
heute] ze Rôme wert AlexiusB
485
MWB 2 1616,7; Bearbeiter: Plate
hiutîn
Adj.
‘aus Haut’
[des Drachen] flügel sint häutein, reht als ain grôzeu haut
auf gespannen sei in der weis sam diu fledermaus flügel hât BdN
269,15
MWB 2 1616,18; Bearbeiter: Plate
hiutlanc
Adv.
‘im Laufe dieses Tages’
Celicon ward ungemüt: / es muß leib und güt / heut langk verzeret
sein; / du giltest mir di prüder mein HvNstAp
9353.
du solt dich lassen in freuden sehen / hewt langk, deß ist wol
zeyt ebd.
5711.
3482
MWB 2 1616,22; Bearbeiter: Plate
hiuwel
swF.
→
iuwel
MWB 2 1616,27;
hiuʒe
Adj.
‘kampflustig, kühn’
ir meister ouch von Priuzen / gewan der kecken und der hiuzen /
wol siben hundert oder mêre, / die gegen Akers teten kêre Ottok
48218.
20907.
88675;
da wart alreste gestriten / von den Hiunen vil hiuzen Dietr
9037;
nymand ouch ist so hucze / der den icht geschaden mug / di sich czin under mine
vlug TvKulm
4848.
–
‘munter, keck, frech’
ein vil hiuzer dorefknabe Neidh
WL 35:4,4;
wart ûz, / waz nu hiuzer megede hubbet ûf dem anger ebd.
SL 24:3a,2;
diu lant diu sint mir elliu kunt: / diu enhabent niht sô manegen hiuzen
dorefman / als ein kreizelîn / wol in œsterrîche hât ebd.
WL 32:6,4.
WL 26:6,7.
–
‘feurig’
ir kleine ros sint sô hiuze / und sô gar verdræt, / daz man
si erlæt / hin ziehens ûf dem acker Ottok
7221
MWB 2 1616,28; Bearbeiter: Plate
1hiuʒen
swV.
‘sich jmdm. widersetzen’
daz er sich gein im hiuzit / vnd dicke torlich striuzit / gein sinem herren sinen
kamp / als gein dem wolve tuot ein lamp Martina
2,75;
Minneb
623
MWB 2 1616,44; Bearbeiter: Plate
2hiuzen
swV.
auch hûzen.
‘hasserfüllt schreien’
schouwet alle an disen man, / dar zuo in verspîet; / hetzet
[
hutzet Hss.] unde schrîet / ûf in als ûf
einen diep Heidin IV
1432;
do wart ein hucen und ein ruf / kegen im von allen juden
Pass I/II (HSW)
13046;
vil mænig stimme da erschal, / ruͦffen, huczen
úberal WernhMl
10282.
– jmdn. ane hiuzen:
dy juden rifen mit schalle: / ‘nu hebit en uf alle /
unde henget en an eyn cruͤcze.’ / sy begonden en an czu huͤczen
EvBerl
320;
als einen gumpelman / én si alle huczten an TvKulm
4502
MWB 2 1616,48; Bearbeiter: Plate
hîwen, gehîwen
swV.
auch gehigen
Roth
35.
– frühmhd., im Obd. schon um 1200 gemieden (Ahnert, Verbreitung, S. 26-28);
danach mhd. nur selten, zur Fortsetzung im Frnhd. und Verengung ins Obszöne s. DWB
4,1,2, 2339f. s.v. geheien; belegt sind mhd. ausschließlich
ge-präfigierte Formen (bereits ahd. überwiegend).
1
‘heiraten, eine Familie, Hausgemeinschaft gründen’
2
‘sich / jmdn. verheiraten zuo jm.’
2.1 aktivisch 2.2 passivisch 3
‘jmdn. heiraten’
4 (von Tieren) ‘sich paaren’
5 Part.-Adj.
1
‘heiraten, eine Familie, Hausgemeinschaft gründen’
dô iz zuo diu chom daz Ysaac scolte gehîwen Gen
952;
dô er dô gehîte vile harte er chindôte ebd.
916;
do wolde do der guote chneht / gehiwen umbe daz reht, / daz er
einen erben verliezze Hochz
211;
sweder der bruoder ê gehîte, / dem ertailte man daz gerihte
Kchr
11375;
duo was gehîenes zît ebd.
15095;
sant Paulus sprichet [1 Cor 7,9] ,
bezzer sî gehîen danne brinnen Priesterl
175.
218.
241.
–
daz Jacob ûz deme chunne gehîte Gen
1230;
dô dei gotes chint gesâhen des tieveles chint sô
wolgetâne, / zesamene [untereinander] si gehîten,
micheliu chint gewunnen, / gîgante die mâren ebd.
678.
– von Frauen:
in den cîn iârin, / duͦ si ci dere sâzin wârin [die
Griechen vor Troja] , / sô gehîetin heimi al iri wîf
Anno
22,13
2
‘sich / jmdn. verheiraten zuo jm.’
2.1
aktivisch:
daz er niene gehîte zuo deheinem ungeslahten wîbe
Gen
1232.
– übertr.:
so lazen wir in der unde [Taufe] / des
herren Adames sunde / iemer peliben / unte gehiwen zuo den seben wiben
[den sieben Gaben] / die von deme heiligen
geist sint gesceiden ArnoltSieb
4,16;
do gihite der himel zuo der erde AvaLJ
7,3;
Wahrh
29;
MarldM
43
2.2
passivisch:
swen sîn tohter würde gehît / zeinem biderben manne
Wig
6075;
[mit Jesu Geburt] trante sih der alte strit, / der
himel was ze der erde gehit VEzzo
170
3
‘jmdn. heiraten’
daz hic kvͦninges doͮhter gehige
Roth
35
4
(von Tieren) ‘sich paaren’
so diu uippera [das Viper-Weibchen]
gihien scol zuͦ zir machide JPhys
11,4;
so si beidiu [Elefantenpaar] der
mandragoren gezzent. so gehiwent si dannen uon der wurze ebd.
8,9;
vnde so sîu after dîu gehîen, so
phaet [empfängt] sîu ÄPhys
8,6
5
Part.-Adj.:
zwene fursten do waren, [...] der was
einer gehit, er hete ein sconez wip AvaJo
20,3;
duo tet er in gihît, er gab ime ein rîche wîb
Gen
2091.
2908;
ein gehîter läie ist in dem gibot, / wil er dem gotes tische
gemäinen, / daz er sich ê sol räinen / mit sîner chiusche wol fumf tage
Priesterl
267;
gehite lûte [Eheleute]
Spec
98,1;
dehein wîp, / weder maget noh gehît Kchr
1178;
die witwen gerten sîn tag und naht, / sam tâten die gehîten
ebd.
9688;
di frowen weinten irn trût [...]. /
di man ze manne solde geben, / der leidete daz leben; / si weinte alsô sêre / alse
si gehît wêre SAlex
3369.
3363;
die gehîten frowen PrRoth
75;
ouch was der selbe verge niulîch gehît NibB
1554,1;
er giht ez sî des hûses site, / ist er êlîche gehît, / daz er
danne vür die zît / sül weder rîten noch geben: / er giht er sül dem hûse leben
Iw
2809.
2672
MWB 2 1616,59; Bearbeiter: Plate
hîwen, hîen
swN. Pl.
auch hibin, higen.
– vgl. AWB 4,1158 s.v. hiuuun.
1
‘Eheleute’
2 (zur familia , Hausgemeinschaft gehörende) ‘Angehörige,
Dienstleute, Gesinde’
1
‘Eheleute’
dei zwei hîwen [Abraham und Sarah]
begunden gote lîchen Gen
792
2
(zur familia, Hausgemeinschaft gehörende) ‘Angehörige,
Dienstleute, Gesinde’
Esau was ein rîche man in vihe jouch in hîwen
Gen
1715;
iuch unt iuriu chint [...], / jouch
iuriu hîwen ebd.
2627.
822.
1647.
2447;
Iacob kerte heimwart / er hiz sinev hiwen sin uihe mit ime
triben VMos
26,26;
sin muoter Maria unde enderiu siniu hiwen
AvaLJ
187,1;
uber drie raste / hort man si we scrigen, / des tiueles higen
[die Heidenkämpfer]
Rol
4440;
sol unsir ieglich dem andrn sine vͦzze dewâhin.
ieglich wirt unde hûsfrowe ir hibin unde andirn armin Spec
53,5.
133,2;
diz saltu inzit bewarn, / daz dir dine hien vntetliche nicht
in zuvarin Elmend
A 988.
A 952;
heien wizen herren willen wol, / da tuont si vil gerne nach
Krone
6743
MWB 2 1617,54; Bearbeiter: Plate
hîwische
stN.
vgl. AWB 4,1156f. s.v. hîuuiski stN. mit Glossenbelegen des 12. und 13.
Jh.s.
‘Geschlecht, Familie, Hausgemeinschaft, zum Haus gehörendes Gesinde’
sun des mennesscen, ich hete dich gesezzet zeinem wartmanne des
hiwissces Israhel Spec
139,9;
deme hiwiski Effraim. unt deme hiwiske Iuda JPhys
2,19.
2,20;
zwo stête sint, die habint oͮch zwene herren mislich:
einiv ist des heiligin Christes, div ander des ubeln tîefils, einiz ist div helle, daz
ander daz schone himilrîch. in der iewedir ist ein hiwisch, die guͦtin unde die
ubelin Spec
41,7;
alle, die hiwissce da heime habent, die sculen si leren ir
geloͮben ebd.
153,24;
in der grôzen marter er got erbat, / daz allez sîn hîwisc bekêret
wart, / baide wîp unde man Kchr
6360;
Wernh
420.
483
u.ö.;
sin hiwische hiez er fur sih gan, / v̄ gebot daz sie
undertan / siner froͮen wæren Wernh
D 2231
MWB 2 1618,8; Bearbeiter: Plate
hiwische(n)liute
st.Pl.
zur familia gehörende Dienstleute:
das ich han verkoͮfet [...] mine hiweschen livte
alle, die min aigon sint UrkCorp (WMU)
335,15;
cum omni familia servili meorum hominum, [...] qui
dicuntur hiebesceliute UrkWürtt
8,374*
(a. 1283)
MWB 2 1618,26; Bearbeiter: Plate
1hobel
stM.
‘Decke’, besonders ‘Wagendecke’ (vgl. DWB
4,2,1588):
suoht mir teken zeinem kobel, / daz man darüber einen hobel / mit grüenen hiuten
ziehe [Strohmatten für den Wagenkorb, darüber eine Decke aus frischen
Häuten, Komm. z. St.]
Helbl
1,627;
eins gebûren hobel ebd.
13,180;
ein kobel [La. hobel
] lanc
unde wît / muost ob dem wagen sîn / von einem guoten baldekîn EnikWchr
23240
MWB 2 1618,32; Bearbeiter: Plate
2hobel
stM.
→
hovel
MWB 2 1618,41;
hobwurz
stF.
→
holwurz
MWB 2 1618,42;
hôch, hô
Adj. , hôhe, hôch, hô
Adv.
‘hoch’
1 Adj. 1.1 räuml., Ggs. tief , nider .
1.2 bezogen auf Ton, Stimme 1.3 bezogen auf einen Betrag 1.4 bezogen auf Rang und Wert, allgem. 1.5 vom Stand und gesellschaftl. Rang 1.6 dem Ideal der höfischen Kultur entsprechend, ‘gehoben,
edel, vornehm, fein, großartig, prächtig, glanzvoll’ ; inflationär
in höfischer Epik und Lyrik des 13. Jh.s, häufig mit → minne ,
→ muot , → vröude usw. (s. dort).
1.7 verstärkend: von hohem Grad, ‘groß, stark,
schwer’
2 Adv. 2.1 räuml. 2.1.1
‘(hoch) oben’
2.1.2
‘nach oben, in die Höhe’
2.1.3
‘von oben, aus der Höhe’
2.1.4
hôher
‘weiter entfernt’ , (ûf) hôher stân
‘zurücktreten, -weichen’
2.2 vom Klang 2.3 vom Kaufpreis 2.4 übertr., in Wendungen bezogen auf 2.4.1 Tageszeit 2.4.2 geistliche Erbauung 2.4.3 Bewertung, Einschätzung:
wegen
‘großes Gewicht beilegen, hochschätzen; große Bedeutung beimessen,
schwer nehmen’
2.4.4 Rang 2.4.5 höfische Stimmung und Gesinnung 2.4.6 Kosten, Einsatz
1
Adj.
1.1
räuml., Ggs. tief, nider. –
der sne uf den hohin bergin niemer zergat
Lucid
40,7;
ein vil hoch gebirge Hochz
148;
dâ ein burc lac / ûf eim bühel niht ze hô
UvZLanz
6573;
iedoch ist diu puoch hœher wan der kestenpaum
BdN
317,9;
diu pluom hât ainen hôhen stengel ebd.
412,22;
ein vil hôch ors Tr
13370;
diu burc was michel unde hô UvZLanz
765;
hôhe pfîlære Wh
270,3;
manic hôch gezelt NibB
600,2;
Wh
197,13;
drizec maze was
ez [
gezelt
] hoh VMos
57,18;
die burc mure ist [...]
zweihundert elen hoͮch Lucid
30,7.
–
der heilige Crist under sinen engelen ist / in dem
hohisten himele AvaLJ
194,6;
so die sunne in dem winter ist so nider vnde in dem
sumer so hoch Lucid
44,15;
seind nu diu sunn verr hœher ist wan diu
wolken BdN
99,23;
ûf den hôhen alben MF: Reinm
68: 2,3;
auf ainr hôhen alben in Kärnden BdN
113,2;
ûf einime hohim sâle, da si samit warn
Spec
73,6;
der wech ist hoch vnd da von swindelt etlichen vnd
valent her abe PrBerthKl
4,11;
(wortspielend:)
swie diu küneginne ob im saz, / sîn houbet was vil
hœher baz: / daz muose von sîner grœze sîn Wh
274,16.
–
[wenn man ein Gewässer] tief wil machen vnd hoch
[es stauen]
PrBerthKl
5,72;
[die Erde ist] kugeleht unde enmitten hoch
[gewölbt]
MNat
1,8;
ein haubet hoch, flach obene Physiogn
135;
ain hohez antlütz BdN
237,1;
ir brust ze nider
[flach] noch ze hôch Wh
155,7.
– bezogen auf Nomina actionis:
der von dem hôhen valle [Fall aus großer
Höhe] muose ligen tôt NibB
2014,3;
daz wirt der hohiste val in daz tieffiste tal
AvaLJ
221,5;
so hohe sprvnge [einer
Katze]
ReinFu
K,341;
hôher sprüng ist er ûf anger [beim
Tanz] wîse SM: Go
2a: 7,11;
[der Bienenkönig] hât
[...] aufgerihteu pain und ist sein ganch
hœher wan der andern [Bienen]
BdN
288,26
1.2
bezogen auf Ton, Stimme:
vnde erhvben einen hohen sanc ReinFu
K,1501;
sie sprach nicht uil hôs lûtis Athis
F 133
1.3
bezogen auf einen Betrag:
‘swerz choͧfen sol, / der muͦz mirz
gelten harte wol. / ez ist wol hohes geldes wert StrKD
54,19;
er enmac dehein hœher gelt gevodern an in wan sîne
buoze SpdtL
205,7;
dâ man hôrte bieten alsô hôhen solt NibB
2026,3
1.4
bezogen auf Rang und Wert, allgem.:
sît si nu niht ze rehte wil / ir hôhez ambet üeben, / sô
müeze kumbers harte vil / ir dienestman betrüeben KvWKlage
28,2;
diu hohen gebot PrOberalt
138,28;
der hœhste list, / der von erzenîe ist
RvEBarl
7483;
he wart ouch geuraget welchiz di hoste ercenie were
SalArz
48,23;
mester Ypocras, der hogeste artz OvBaierl
67,1;
auz der geschrift der hôhen maister, die haizent
Aristotiles, Plinius [...]
BdN
494,6;
dekein pfaffe sol zu hôher schûlen varen âne des hôen
meisteres urlop StatDtOrd
64,10;
als die hohen herren iriv chint sendent ze hohen schvln,
daz si hoch chunst lernen PrBerthKl
3,19;
der, der die hôhesten stat in der ecclesien hat
StatDtOrd
23,21
1.5
vom Stand und gesellschaftl. Rang:
bist aber dû hôher denne ich bin, / sô trag ich dir
dienstlîchen sin Wh
331,9;
so der man gert daz er hoͤher si und geweltiger
danne ander luͤte PrOberalt
59,21;
er wolte / der hôiste sîn ûf der erde VAlex
1173;
von hôher fürsten künne NibB
1236,4;
vürsten wert und hôch Wh
173,9;
den herzogen Friderîchen von Swâben unde andere hôhe hêrren
StatDtOrd
22,23;
daz er vil hoher herren hat in sinem hove, chvnige vnd
herzogen PrBerthKl
3,14;
die vürsten und ir hôhen man Wh
452,1;
zwêne hôhe werde man KvHeimUrst
639;
die erzebischove unde die hôhen lûte desselben rîches
StatDtOrd
22,30;
ich hân vil hôher mâge NibB
1403,2;
alsô hôher gîsel gewan nie künec mêr ebd.
250,2;
man bôt im grôzen dienest; irn kômen hôher boten nie
ebd.
1226,4;
den edelen hôhen wol geborn Wh
276,14;
vil hôher ebbete KvWHvK
29;
der hôhe meister disses ordenes StatDtOrd
90,6;
von den hôhen gescheffeden der ecclesien ebd.
96,8;
von swelcher hôher hant daz gerihte ist, dâ mac man eine
urteile ane ziehen. diu diu êrste hant des gerihtes ist daz ist der künic
SpdtL
197,15;
mit mînen hôhen eiden NibB
858,4;
ebd.
13,1.
– subst.:
die hôhen [...] der vürste,
der grâve, der barûn Wh
451,6;
der marhcrâve nam die hœhsten dan ebd.
331,23;
die bitet al gelîche, / die hôhen unt die nideren, /
daz si mîn gebot niht wideren ebd.
211,15;
in was ir gesidele allen wol bereit, / den
hœhsten und den besten NibB
266,2;
diu kerge [Habsucht]
[...] hôch und nider entwirdet unde unêret
KLD: Kzl
16: 19,10
1.6
dem Ideal der höfischen Kultur entsprechend, ‘gehoben,
edel, vornehm, fein, großartig, prächtig, glanzvoll’; inflationär
in höfischer Epik und Lyrik des 13. Jh.s, häufig mit → minne,
→ muot, → vröude usw. (s. dort). –
man sach in hôhen zühten manec hêrlîchez wîp
NibB
287,4;
den edeln juncvrouwen was vil hôher freuden bî ebd.
576,4;
er het ûf hôhe minne sîne sinne gewant ebd.
131,4;
liebe diu gît mir / hôhen muot, dar zuo vreude unde wunne
MF: Mor
11a: 3,6;
hôher wunne hât uns got gedâht / an den reinen wîben
ebd.
12: 4,1;
ich wil immer singen / dîne hôhen wirdekeit ebd.
33b: 1,2;
hôhen lôn hânt werdiu wîp Wh
6,2;
do si in ir hôhen êren sâzen NibB
712,1;
vil selten ist vernomen / von alsô hôhem
gruoze [Begrüßung, Empfang] , als er die helde
enpfie ebd.
1816,3;
manec vürste, der zimierte / mit hôher koste
[prächtigem Aufwand] sînen lîp Wh
97,25;
daz man in sneit / von hôher koste rîchiu cleit
UvZLanz
8838;
daz sie klein gethrahte zvͦ hoher spise machen
BvgSp
Vorrede,16
1.7
verstärkend: von hohem Grad, ‘groß, stark,
schwer’
strît den aller hœhsten, der inder dâ gescach
NibB
236,1;
mîn hoehste klage MF: Mor
29: 1,3;
hôhe pîne Wh
361,14;
hôhiu nôt ebd.
6,12;
in der hœhsten armuot RvEBarl
5590;
in hôhen sünden ebd.
9635;
daz hôher siechtuom dicke rât / von kleiner erzenîe hât
ebd.
5827;
ir scif mit dem segele daz ruort^$’ ein hôher
[kräftiger] wint NibB
377,2
(vgl. Heinzle, Komm.
z.St.);
2
Adv.
2.1
räuml.
2.1.1
‘(hoch) oben’
in der arche hôhe was Noe unte sîn gezôhe
Gen
700;
hôhe ob dem tal UvZLanz
4100;
vil hôhe an dem swerte einen bouc er im bôt
NibB
1553,1.
–
daz der selbe sterne so vnmazen hoch an dem himel
ge Lucid
48,10;
[das Paradies] stât sô hôhe daz ime bî gât der
mâne Gen
257;
[das ewige Leben,] daz uns hôhe ist
obe [im Himmel]
Wh
420,18;
der fogel nevliege nie sô hôhe, swener ime ruoffe,
/ er nechome sciere Gen
98;
hohe sweiben als ein ar Tannh
10,25;
ReinFu
K,200;
[ein Rabe,] der hôch ûf einem boume saz
KLD: Kzl
16: 13,2;
si truoc mich z^$’einem nagele unt hie mich
hôhe an die want NibB
649,4;
daz Tristan [...] den
schilt [...] ze hôhe truoc Tr
6923;
dô geriet der stich alsô, / daz er in ze hôhe
stach UvZLanz
6431;
der vürste [...] sîn hâr
vil hôhe vürder schriet [schnitt es hoch oben weg, schnitt
es sehr kurz]
RvEBarl
693;
wenn die spinnen ireu netzel hœher
ziehent, daz ist ain zaichen, daz ez regenen wil BdN
295,11
2.1.2
‘nach oben, in die Höhe’
dur die wolken sach ich hô MF: Mor
29: 2,3;
nemest du denne einen stein, unde wurfest in hohe uf
MNat
3,20;
er zôch hôher sînen roc Tr
2846;
daz dez viuwer ûz der siule spranc / hôhe ûf gein dem
dache Wh
276,29;
dô kôs man hôhe stouben von den Kriemhilde scharn
NibB
1860,4;
Esêalt der lange [...] was
gewahsen alsô hôch, / daz er verre langer schein / danne türne dehein
UvZLanz
7548;
der paum wechset niht hôch BdN
316,24;
ouch was im der munt sîn / gemaht daz er ginte hô
[weit offenstand]
UvZLanz
4793;
die türne hôhe
ûferhaben [errichtet]
RvEBarl
12402.
13511
2.1.3
‘von oben, aus der Höhe’
daz himeltrôr [Tau] vellt
auch nider sam daz hongtrôr, dann daz ez ain wênich hœher vellt
BdN
89,1
2.1.4
hôher
‘weiter entfernt’, (ûf) hôher stân
‘zurücktreten, -weichen’
done wolden dise zwêne doch niht hôher stân / zweier
hande breite NibB
1866,2.
2207,1;
daz Etzeln gesinde er hôher wîchen bat ebd.
1951,2;
nu lât daz dreuwen unde wîchet hôher baz ebd.
1943,1;
stet hoher, lat slichen / die schoenen! der sol man ze
rehte entwichen Tannh
11,45;
den Etzelen man / gab er herberge hôher von dem sal
NibB
2018,3
(iron., sie mussten vor ihm zurückweichen);
dô gie er bî dem wazzer hôher an den
sant [an eine weiter flußaufwärts gelegene Stelle am
Ufer]
ebd.
1549,3.
–
die si da bechandin, daz si ein sundic wip was,
die hiezzin sî ûf hohir stên Spec
87,19;
der jeger stuont ûf hôher dô Tr
2796;
NibB
1950,3.
2029,2.
2208,3
2.2
vom Klang:
swer in [den Edelstein
Calcofon
] rehte erkennen sol, / der slahe dar ûf
lîse: / sô liut er in der wîse / alsô hô und alsô helle / rehte als ez sî ein
schelle Volmar
503;
vür die nahtegal wolte ich hôhe singen MF:
Mor
12: 2,5;
nagel unde seiten zôher, / dise niderer, jene hôher
Tr
3560
2.3
vom Kaufpreis:
wer auch sin saltz oder mel hoͤher gebe
WüP
102,2.
77,10;
wer aber sin broͤt hoher verkauffet ebd.
89,17;
ez ist ein schande, / [...] der
sînen kouf ze hôhe biutet Eracl
764.
3392;
ez sol in geriuwen selten, / ob er mich sô hôhe koufet
ebd.
785;
dekein brûder sal koufen erbe hôher dan umbe eine marc
silberes StatDtOrd
57,24
2.4
übertr., in Wendungen bezogen auf
2.4.1
Tageszeit:
nû het der tac sich hôhe erhaben Wh
138,23
2.4.2
geistliche Erbauung:
so sin wir der forhte entrunnen. / so sten wir vil
hohe, so mege wir got phlegen AvaLJ
221,1;
dine guldine zunge hat mich erhabin hóher
denne dehein berc si Lucid
145,14.
146,5;
der zuhet unsere gehuht uile hohe VMos
3,12
2.4.3
Bewertung, Einschätzung: ~
wegen
‘großes Gewicht beilegen, hochschätzen; große Bedeutung beimessen,
schwer nehmen’
dô wart des küneges koste vil harte hôhe gewegen
NibB
686,4;
wan erz [kostbare
Geschenke] niht sô hôhe wac / als vil doch tiure dran lac
UvZLanz
6503;
wê dem manne der niht hôhe wîbes güete wiget
KvWLd
12,22;
daz urloup [Abschied] er sô
hôhe wac, / daz er [...] weinen began
RvEBarl
7256;
diz mære er alsô hôhe wac, / daz im sîn vreude gar
zersleif ebd.
860
2.4.4
Rang:
wie treit et alsô hôhe vrou Kriemhilt den lîp?
NibB
724,2;
du ziuhest dich ze hôhe ebd.
826,1;
diu den man vil hôhe setzet [einen
Ehrenplatz bei Tisch anweist] , / wol enphât und schône
letzet Eracl
189;
diz lop beginnet vil vrouwen versmân, / daz ich die mîne
vür alle andriu wîp / hân zeiner krône gesetzet sô hô MF: Mor
1: 2,3;
die hât nû vil hôhe enbor / über al der engel stat /
diu gotes menscheit gesat RvEBarl
12908;
der mensch sol sich niht hoher ahten denne einen mist
vnd einen stovp PrBerthKl
1,34;
Dauit, der het sich niht hoher denne einen stinchvnden
toten hvnt ebd.
1,36
2.4.5
höfische Stimmung und Gesinnung:
durch daz michil guot / er cheret hohe sinen muot
VRechte
107;
Gunther unt Prünhilt: ir dinc in beiden hôhe stât
NibB
546,4;
des stuont in hôhe der muot ebd.
164,4;
sô stuont ir daz herze hô MF: Mor
12: 1,4;
MF:Reinm
27: 1,6;
hôh alsam diu sunne stêt daz herze mîn ebd.
32: 1,1;
MF:Mor
22: 4,8;
trôst wil ich mir selben geben / und mîn gemüete
tragen hô MF: Reinm
36a: 3,4;
RvEBarl
8624;
den truoc sîn muot ze hôhe enbor ebd.
2354;
dîn irrekeit dich hôhe treit ebd.
12738
2.4.6
Kosten, Einsatz:
also wirt er geschert / von der himelischen porte / mit
dem gotes worte. / daz erz so verderbet hat, / hei, wie hohe ez in
gestat [das kommt ihn teuer zu stehen]
Hochz
58;
jâ hât diu küneginne sô vreislîche sit, / swer umb ir
minne wirbet, daz ez im hôhe stât NibB
330,3;
idoch muoz er / beidiu wîp unde lant / sô tiure
koufen, daz sîn pfant / dar umbe hôhe stênde wirt UvZLanz
4517;
dô der künec von Engellant / wart gevangen, als got
wolde, / von dem herzogen Liupolde, / und er in hôhe schatzte ebd.
9329;
wie hôhe ez mir umbe ir hulde stât [wie
sehr mir daran gelegen ist]
MF: Reinm
23:
4,5
MWB 2 1618,43; Bearbeiter: Plate
hôchbekant
Part.-Adj.
‘sehr bekannt’
da von din nam ist hochbekant Frl
8:20,10
MWB 2 1622,23; Bearbeiter: Plate
hôchbeschorn
Part.-Adj.
‘kurzgeschoren’
waz wil dû Pôlân hôchbeschorn? den Ungern wære daz vil zorn, / der ir langem hâr
erkür / die hôhen pôlânischen schüer Helbl
3,225;
und die dâ als die tôrn / wâren hôchbeschorn, / die man Pôlân
nant Ottok
16208;
manc hô beschoren wint [Windhund]
KLD: Alex
2:16,11
MWB 2 1622,25; Bearbeiter: Plate
hôchedel
Adj.
‘von hohem Adel, sehr edel, hochangesehen’
hoch edel man, du scham dich valscher tücken, / [...] du
solt den lip ze tugenden stete twingen JMeissn
A2:2,3;
hoch edels kuͣnigs kind Dietr
300
MWB 2 1622,32; Bearbeiter: Plate
hôchengel
stM.
‘Erzengel’
dô hiez er engil werden: / zehen chôre er bestifte
[...] er gab iegelichem [der
zehn] chôre sînen namen: / einen namete er engele, den anderen
hôchengele [...]
Gen
9
MWB 2 1622,37; Bearbeiter: Plate |