holzman
stM.
1 Holz verarbeitender Handwerker (s.a.
holzwërcman
) 2 als Bestandteil von Personennamen
1
Holz verarbeitender Handwerker (s.a.
holzwërcman
):
carpentarius ‘lignorum seccione peritus’ waginari vel holzwerhman
/ holzman SummHeinr
2:220,193;
lignarius: holzman Gl
1:621,15;
[beim Echo:] alsô siht man diu kindleu schreien vor den
wälden, wan die wænent, ain holtzman antwürt in auz dem wald BdN
16,20
2
als Bestandteil von Personennamen:
her Chunrat holceman UrkCorp (WMU)
1722,6;
der holczman ebd.
2160,27;
Hainrich der holtzman, Chventzel der holtzman ebd.
2839(2),13;
Chvnrat holtzman UrkCorp
3591,3
MWB 2 1672,63; Bearbeiterin: Herbers
holzmarke
stF.
1
‘Wald, Waldstück’
2
‘Waldnutzungsrecht’
1
‘Wald, Waldstück’
ez sî viheweide [...], ez sî holzmarke, ez sî golt,
[...] swer daz mit gewalte oder mit unrehte an sich
ziuhet, über den wirt allez daz schrîende an dem jungesten tage
PrBerth
2:217,3;
ez ensol avh der vorgenant Reinbot kein holtzmarc, die zve dem gvet
gehoͤrent, verkaufen UrkCorp (WMU)
1910,18.
N272,2(2), 38,31;
die holtzmarch die da heizzt Stangachhawe UrkHohenz
3,231
(a. 1351).
3,25
(a. 1335);
UrkFrankf (B)
357
(a. 1303)
2
‘Waldnutzungsrecht’
so sol daz vorgenante guͦt [...] rehte
holzmarke han vz v́nseren gvͤtern UrkCorp (WMU)
1688,43;
wir [...] tün chunt [...]
daz wier [...] gegeben haben vnsern hof
[...] ze velde, ze dorfe. mit holtzmarch vnd mit allem
dem reht UrkIndersd
54
(a. 1313)
MWB 2 1673,11; Bearbeiterin: Herbers
holzmarket
stM.
1
‘Holzstapelplatz’
2
‘Holzmarktrecht’ (?)
1
‘Holzstapelplatz’
[die] mul, di do leit ze Wilhalmespurch an dem
holtzmarchet UrkCorp (WMU)
2631,5
2
‘Holzmarktrecht’ (?):
concedimus [...] nostris civibus, ut iura sua
vulgariter dicta ir holtzmarket teneant et habeant ea forma, qua illa hactenus
tenuntur DRW
5,1498
(Böhmer-Ficker; a. 1316)
MWB 2 1673,26; Bearbeiterin: Herbers
holzmatte
swF.
‘Waldwiese’
anderhalbe juchert mattan, ligent ze den holzmattan UrkCorp (WMU)
2733,22.
N705,24
MWB 2 1673,33; Bearbeiterin: Herbers
holzmül
stF.
‘Holzmühle’ (am/ im Wald gelegene Mühle oder
Sägemühle?):
ein halb manwerch matten an der holzmúli UrkCorp (WMU)
2099,2;
inter molendina dicta dye holtzmuͤl vnd dye walkmuͤl
UrkWürzb
41,207
(a. 1345)
MWB 2 1673,36; Bearbeiterin: Herbers
holzmuoje, -muowe
F.
zu Etymologie und Bildung s. AWB 4,1224; EWA 4,1124.
Feen- oder Hexengestalt (s.a.
holzvrouwe
,
holzwîp
):
lamia: holzmvia / holzvrowe SummHeinr
2:124,26;
lamia quoddam monstrum mulieri simile id est holzmuwa / holzvrowe / holzwib
ebd.
2:348,70;
lamia: holzmuuua Gl
4:205,4
MWB 2 1673,41; Bearbeiterin: Herbers
holzphenninc
stN.
‘Holzpfennig’, Abgabe für Holznutzung:
der vorster hat in dem amptte lxxx. holtzphenning, di sint sein
UrbBayS
1,43.
7,104;
summa: vi solidi et holtzpfenneng xxx denarii UrbNAlteich
250 Anm.
MWB 2 1673,47; Bearbeiterin: Herbers
holzphorte
swF.
Tor vor dem Holzmarkt (in Würzburg):
an der holtzphorten uber den furkauf an holtze WüP
25,2
MWB 2 1673,52; Bearbeiterin: Herbers
holzrëht
stN.
‘Anteil an der Waldnutzung’
anderhalp holczrecht in dein walt zu Arbetzhein ZGO
2 (1851), S. 271
(a. 1336)
MWB 2 1673,55; Bearbeiterin: Herbers
Holzsæʒe
swM.
Bewohner von Holstein (eig. ‘Waldbewohner’):
her Irolt, [...] / er bringet vil der Friesen
[...] / und ouch der Holzsæzen: daz sint ziere helde
Kudr
1374,3.
1415,1;
SSp (W)
3:64,3
MWB 2 1673,58; Bearbeiterin: Herbers
holzscheffel
stM.
‘Holzscheffel’ (ein Maß):
triginta octo mensuris auene, que volgariter dicuntur holczschephel
UrkHenneb
4:5,14
(a. 1299)
MWB 2 1673,62; Bearbeiterin: Herbers
holzschif
stN.
‘Lastenschiff’
calonis: holtzschif VocOpt
28.037
MWB 2 1674,1; Bearbeiterin: Herbers
holzschuoch
stM.
‘Holzschuh’
wer do uffrucket [als Waffe erhebt] in heistem
[heißem] mude eynen hulczschu,
[...], eynen stul [...], der sal
der stat geben czehin schillinge phenge StRHeiligenst
33
MWB 2 1674,3; Bearbeiterin: Herbers
holzschuoher
stM.
‘Holzschuhmacher’, als Name der Nürnberger
Patrizierfamilie:
daz geschach von hern Herdegens gademe des Holtschuhers UrkCorp
(WMU)
1313,22;
her Heinrich der holtschuher UrkCorp
2923,4.
1099,9.
2895,20
u.ö.
MWB 2 1674,7; Bearbeiterin: Herbers
holzschuoherin
stF.
als Bestandteil eines Personennamens:
jch Elzbet diu holzschvͦherin UrkCorp (WMU)
3580,6
MWB 2 1674,12; Bearbeiterin: Herbers
holzstîc
stM.
Waldweg für die Holzabfuhr (vgl.
holzwëc
):
nu kam jm [dem Bauern] in sinen mut / daz er die
rechten strassen lie / vnd ainen holtz stig gevie / durch spechen vnd durch schowen
/ ob da icht waͤr gehowen. / dez nam er guten woͤne /
[...] / vnd gieng nach dem holtz weg
EppesAxt
24
MWB 2 1674,15; Bearbeiter: Hansen
holztragære
stM.
jmd., der Holz (herbei)trägt:
calo: eins holcztrager VocOpt
15.003
MWB 2 1674,21; Bearbeiter: Hansen
holztûbe
swF.
eine Taubenart, ‘Ringeltaube’
palumbes: holztube GlZfdW
5,20
(BStK324e);
palumbes: holztuben quod pabulo sint fartę SummHeinr
1:164,731;
palumbes: holzduba ebd.
2:66,259.
–
kleine ~
als Bez. einer anderen Art, wohl der Hohltaube:
di cleine holztuben machent bose blut SalArz
17,43
MWB 2 1674,23; Bearbeiter: Hansen
holztür
stF.
‘Holztür’
der holtz tur / lege wir niht grozen vliz an / wie sie blibe
zu stan: / des mundes und der zungen tur / stoze wir die rigele vur / durch des
herzen raste Vät
21478
MWB 2 1674,30; Bearbeiter: Hansen
holzvart
stF.
Ausfahrt zum Holzholen:
vart, bringet uns holtzez genuc, / daz wir zu sumer den pfluc
/ nicht soumen durch die holtz vart! StrKD
58,II 159
MWB 2 1674,34; Bearbeiter: Hansen
holzvrouwe
swF.
eine Feen- oder Hexengestalt (vgl. C. Lecouteux, in: Euphorion 75 [1981], S.
360ff.; vgl. auch
holzmuoje
und
holzwîp
):
lamia quoddam monstrum mulieri simile id est: holzmuwa, holzvrowe, holzwib
SummHeinr
2:348,70;
lamia: holzmvia, holzvrowe ebd.
2:124,26
MWB 2 1674,38; Bearbeiter: Hansen
holzwagen
stM.
Wagen zum Transport von Holz:
irs herren holzwagen / het vil lützel dar getragen: / er was zesamgerefft mit
widen Helbl
1,632
MWB 2 1674,44; Bearbeiter: Hansen
holzwarte
swM.
‘Forstaufseher, Waldhüter’
dort kumt der holtzwarte Rennew
34049.
– als Bestandteil von Personennamen:
sunder mit der hofstat Cuͦnzen des Holtzwarten da der uffe sitzet
UrkHeiligkreuztal
179,27
(a. 1333);
wir, Chunrat vnd Livtfrit, Chunrates sæligen des holtzwarten svͤn, vnd
Mæhthilt, sin tohter UrkCorp (WMU)
3105,38
MWB 2 1674,47; Bearbeiter: Hansen
holzwëc
stM.
Waldweg für die Holzabfuhr (vgl.
holzstîc
):
nu kam jm [dem Bauern] in sinen mut / daz er die
rechten strassen lie / vnd ainen holtz stig gevie / durch spechen vnd durch schowen
/ ob da icht waͤr gehowen. / dez nam er guten woͤne /
[...] / vnd gieng nach dem holtz weg
EppesAxt
30;
zwene schaze an hohen berge bi dem oberen holzwege UrkCorp
(WMU)
1050,11
u.ö.
– als Nebenweg:
Kurvenâl, nû solt du gân, / niht langer ich dich hie lâze, / mît
[meide] die rehten strâze / und ganc die holzwege hin
UvTürhTr
1393.
– bildl. als ins Nirgendwo, in die Irre führender Weg (vgl. Friedrich,
PhrasWB, S. 224f.):
des hilft im zuht und kunst, / da mit er dienet der besten gunst. / dar an
sich manger verschriet, / der einen holtzweck geriet Jüngl
1034
MWB 2 1674,54; Bearbeiter: Hansen
holzweiʒe
swstM.
Getreideabgabe für Waldnutzung:
de frumento, quod dicitur holtzweitz UrbGörz
14
(a. 1299)
MWB 2 1675,6; Bearbeiter: Hansen |