hâ – haber- haberlîte – hachelen hachelwërc – hage hage- – 2hagen hagen- – halbe halbe – hallergëlt hallergülte – halphimel halp|hunt – halpvaste halpvierteil – halser halsgebeine – halsveste halsvlinken – hamerslac hamerslahen – hanef hanef|âkambe – 1hansen 2hansen – hantgiften hantgiftphenninc – hantsalbe hantschmänt – hantvestlich hantvestunge – hârbendelîn hârblôʒ – hârlouf harm – harnaffe harnasch, harnas – 1harre 2harre – hartruore hartsinnic – haselbir haselbluome – hasenvleisch hasenwint – havendierne havengazzer – haʒʒiclich haʒ|zorn – heberînmelwer hebesal – 3hecken heckenjeger – hegelîn hegeln – heidenisch heidenischheit – heilalle heilant – heilige heiligeistlîcheit – heilvuorlich heilwâc – heime suochen hei|metze – heimvart heimvartlich – heitber, heidelber heiter – heiʒmuot heiʒsühtic – hëlfebære hëlfebërnde – hëlkleit helle – helleglocke hellegluot – hellemunt hellemünzer – hellerigel hellerîs – helle- hellesun – hellevreisærin hellevunke – hëllunge helm – hëlmschîn hëlmschirbe – helwërtwitze hely – hendewinden hendewringen – hennenvuoʒ hentschuocher – herbërgen herbërgerîe – hêre herebërge – hergesidele hêrgesidele – hêrischheit hërkêre – Herodære Herodiane – hêrrennôt hêrrenphruonde – herschrîære hêrschunge – hertes hërtgëlt – hërverloufen herverten – hërzeblüete hërzebluot – hërzekrachen hërzekranc (?) – hërze|nabele (?) hërzenandâht – hërzenvride hërzenvrô – hërzestôʒ hërzesüeʒe – hërzevrouwelîn hërzewaʒʒer – heselîn heselîn – hîbære hichela – hierunder hiesch – himelbalsem himelbære – himelgesanc himelgesinde – himelknabe himelknolle – himelpalas himelphat – himelschheit himelschlich – himelstîge himelstîgunge – himelval himelvane – himelvürste himelvürstin – hinde hinden – hindergêunge hindergrîfen – hindernisse hinderrât – hinderstelle hinderstellic – hinderwërtlingen hinder wîchen – hinker hinkêre – hinnëben hin nëmen – hînt hintber – hinwërt hinwësunge – hirngupfe hirnhût – hirtelîn hirtelôs – hirʒmilch hirʒ- – hiu hiubelhuot – hiuten hiutezucker – hôchgebirge hôchgebluomet – hôchgenant hôchgenende – hôchgewaltic hôchgewîht – hôchmeister hôchmësse – hôchvart hôchvart – hôchzîtkleit hôchzîtlich – hœhe hôheclich – holde hölde – hol|loch hol|louch – holzapfelîn holzban – holzheit holzhërre – holzschuoherin holzstîc – honec honec|bluome (?) – honec|tranc honec|triefende – hônheit honic – hopfenziech hopferebe – horgen horgewat – hornicsprenget (?) hornîn – horten hortgadem – hospitâl hossen – houbeten houbet|êre – houbetkleit houbetklôster – houbetman houbetman|ambet – houbetsachwaltære houbetschande – houbetsünde houbetsündic – houbetwaʒʒer houbetwëgen – höuptinc höurëht – höuwezëhende houwic – hovegeselle hovegesinde – hovelich hovelîche – hovephenninc hovephliht – hoveschar höveschære – hovestatzins hove|stetære – hovezins hovezorn – 1hûchen 2hûchen – hüenerhirne hüenerhûs – hûfeht hufel – hügenisse hügenumft – hüllenwëbære hüllenwëbærinne – humerâl hummen – hundertweide hundesber – hungergîtic hungerhâr – hunt huntaffe – huobdinc huobe – huof huofblat – huorgelust huorgelustic – huotelôs huote|strëbe (?) – hurmelen hurnaʒ
– hurticlich hurtieren – hûs|êre hûsgëlt – hûslode hûslôs – hûsvrouwe hûswer – hûwen hûwen – hy
|
hergewæte, herwæte
stN.
‘Kriegsausrüstung’
so spricht Isâias: / ‘ [...] der
gerechte was / mit eime halsberg an geleit / und mit der gerechtikeit / und ûf sîme
houbte stûnt / der helm des heilis [...].’ / ô wî sichir
macht dû stân, / in strîte, ob dû angetân / mit disem hergewête bist
NvJer
3002;
dî brûdre in ir hergewête ebd.
3585.
– als erbrechtliches Sondervermögen (vgl. LexMA 4,2007):
sô sal die vrowe zu herwête ires mannes [nach seinem
Tod] gebn ein swert, und daz beste ors oder pfert gesatelt, und daz
beste harnasch [...]; dar nâh sal sie gebn einen herphule,
daz ist ein bette und ein kussen und ein lînlachen, und ein tischlachen, zwei
beckene unde twêlen: diz ist ein gemeine herwête zu gebene und recht SSp
(W)
1:22,4;
swâr die sune binnen iren jâren sin, ir eldere ebeneburtige swertmâc nimt daz
herwête alleine, und ist der kindere vormunde dar an ebd.
1:23,1.
1:22,5.
1:27,2;
UrkCorp (WMU)
51(3),15,19,30;
StRNaumb
310;
hergewete StRGörlitz
458
(a. 1304);
weitere Belege s. DRW 5, 520-523 und 537f.
MWB 2 1391,38; Bearbeiter: Tao
hërgezogen
Part.-Adj.
von einem Wort, ‘entlehnt’
apocalipsis ist ein wort / uz krichischen worten her gezogen
HeslApk
341
MWB 2 1391,59; Bearbeiter: Tao
hergot
stM.
→
hêrregot
MWB 2 1391,62;
hergrâve
swM.
1
‘Heerführer, Feldherr’
2
‘Scharfrichter im Heer’
1
‘Heerführer, Feldherr’
Joab was [...] / hergreve der ritterschaft
HistAE
2234;
David nam / zu hergreven Amasam ebd.
2238;
daz in der keiser [...] vor allen
herren uz las / und machte zu hergreven in Vät
36721;
unde hatten [...] / einin vrechin
jungelinc / zu hergrêvin irlesin, / der dâ solde vorwesin / mit urloige ir rote
NvJer
20642.
20561.
6949.
26885;
Macc
13840.
13019;
Pass III
247,70.
592,12.
681,10;
MarcoPolo
42,17
2
‘Scharfrichter im Heer’
sime hergreven er do gebot, / daz er sie ime alle vinge / unde
vil redelichen hinge GrRud
Cb 31
MWB 2 1391,63; Bearbeiter: Tao
herhaft
Adj., Adv.
1
‘als Heer, bewaffnet und scharenweise’
2
‘in Scharen’
3
‘groß, zahlreich (wie ein Heer)’
1
‘als Heer, bewaffnet und scharenweise’
die moͤre von Etiopia / bestuͦnden mit urlúge sa / die von
Egipte mit kraft / und rittens an herhaft / untz an Menphin die stat
RvEWchr
9193;
als er die sinen wichen sach / allenthalben herhaft / von der
Franzoser úberkraft RvEWh
1325.
9104;
sie drungen ie dar und dar / mêre und mêre herhaft / ie mit
wahsender kraft / mit stolzen helden jungen / biz sie sie [die
Verteidiger] überdrungen RvEAlex
9281.
13840.
– in geistl. Sinne:
ich nehan necheine craft / wider die mich herehaft / ane
vehtent tegelichen / unde mich des ewigen riches / vil gerne bestiezen
SüklV
801
2
‘in Scharen’
hie mite kam al diu ritterschaft / zuo gedrungen herhaft /
und gruozten die geste Tr
11168.
4024;
KvWTroj
18246;
RvEWh
6148;
sus gâhten [...] herhaft unde in
maneger schar / die armen und die rîchen dar [in die
Kirche]
RvEBarl
13593;
KvFuss
1054;
Brandan
1064.
– hierher oder zu
heithaft
:
daz lantvolc zoch dar [zum Leichnam des hl.
Servatius] herhaft [Anm.z.St.: „viell. ist
hæithaft, d.h. in geistlicher Weise, in Prozession, zu lesen,
vgl. Vers 460”]
Serv
1680
3
‘groß, zahlreich (wie ein Heer)’
ir zweier geselleschaft / diu was in zwein
[Tristan und Isolde] sô herehaft, / daz der sælige
Artûs / nie in dekeinem sînem hûs / sô grôze hôhgezît gewan Tr
16860
MWB 2 1392,10; Bearbeiter: Tao
hërheim
Adv.
‘hierher nach Hause, in die Heimat’
als ich si [...] brâhte dan / ûf diz selbe hûs her
heim Er
9482;
daz Heinrich unsir eldeste son, der iczunt ussewendig landis ist, wanne der
her heim zu lande komt, daz her [...] in die stad zu
Erforte komen sal UrkErf
2,185
(a. 1343);
UvZLanz
7255;
NüP
143.
–
her- bezieht sich auf den Standpunkt, den der Erzähler einnimmt:
dô starp her an dem mer in einer stat di heizet Prandîs. sîn gebeine wart her
heim gefurt und liget zu sancte Geôrgental HvFritzlHl
244,9;
bruoder Egen der fruot / brâht hantveste guot, / die die
[...] Bêheim / alle heten her heim / dem fursten ze
lant / bî im gesant Ottok
93468.
2813.
85397.
– übertr.:
[Brünhild über Kriemhild:] daz ir vreude ir wart benomen,
/ daz ist mir nû her heim komen [hat nun mich selbst
getroffen]
KlageB
3984
MWB 2 1392,37; Bearbeiter: Bohnert
hêrheit
stF.
auch hereit.
1
‘Herausgehobenheit, Erhabenheit, Herrlichkeit’
1.1 bezogen auf weltl. und geistl. Herrscher 1.2 bezogen auf Gott, Engel 2 als Ausdruck der herausgehobenen gesellschaftlichen Stellung: ‘Pracht, Pomp,
Üppigkeit’
1
‘Herausgehobenheit, Erhabenheit, Herrlichkeit’
1.1
bezogen auf weltl. und geistl. Herrscher:
ouh wâren kuninge creftich / hêr unde mehtih / ubir manige
diet gwaldich, / ir hêrheit manicfaldich SAlex
56;
daz es mengem hohen wirdigen menschen alle sin herheit
hat ab geleit Seuse
363,12;
kint mins, so stant húte uf, und gib uf din herheit und
den verborgnen úbermuͦt diner liplichen edli und herheit diner frúnden ebd.
421,8.
– Ggs. ôtmüeticheit (‘Niedrigkeit’), niderkeit,
verworfenheit:
[Gott,] de dich hat gemachet beide her inde
otmuͦdich! / an diner selen liget dine hereit, / an deme lichamen dine
otmuͦdicheit. / du in mohtes nimer baz geschaffen sin Lilie
25,27;
na dissen dingen in sal man nit mirken der herheit noch der niderkeit
von ir ielicher crankkeit BrEb
34;
diser minne [= der minne der ewigen
wîsheit
] trunckenheit hat an allen userwelten menschen alle herheit,
edelkeit, zartheit, frúnd und guͦt verkeret in ein verworfenheit
Seuse
421,2.
– moralisierend im Wortspiel mit hêre, herre:
swâ abe untugent herren muot versêret, / dâ hât herren lîp den herren
namen gunêret. / unhêr sî herre des hêrheit man nû siht / ûf schanden phat
in laster wîchen Sigeher
13,7
1.2
bezogen auf Gott, Engel:
Jêsus sprach: wir wonten in der hêrheit / ünser drîvaltecheit, / in der
wir iez sîn wonhaft / in götlîcher magenkraft WvRh
6888.
11025;
daz du [Gott] nieman nút
schuldig noch gebunden siest von diner grossen herheit Seuse
84,20;
want da [bei Gott] sal du vinden die overste
hereit, / die suͦziste walegelust, die uncegencliche richeit
Lilie
48,15;
dâ mite ich enbreche niht ienen [Engeln] ir
hêrheit; / sie haben vil grôze werdicheit Kröllwitz
1439
2
als Ausdruck der herausgehobenen gesellschaftlichen Stellung: ‘Pracht, Pomp,
Üppigkeit’
das pavilune was so herlich [...].
[...] des wundert sich des koniges volck fast sere,
wann sie nye me so groß herheit gesehen hetten Lanc
288,2;
wenn denn sîn [des siegreichen, heimkehrenden
Konsuls] kunft wart Roͤmern kunt, / si huoben sich ûf sâ ze stunt
/ und zogten im engegen mit hêrheit / und wârn ze empfâhen in bereit / mit
lobelichem schalle Ammenh
9599;
[der Engel zum Christenkaiser: ] du kumest her geritten
mit hoher herheit mit dem crúce, und der hie an starp, der wart mit grosser
smocheit und lastere hinnan us getriben und truͦg es uf sime rúggen barfuͦs
Tauler
353,19;
vor dem herren Tytô wart bereit / ein tisch mit grôsser hêrheit
Ammenh
15176.
16565
MWB 2 1392,54; Bearbeiter: Tao
hërhinder
Adv.
1 den nachgeordneten Rang bezeichnend ‘nach hinten, danach’ ,
~ setzen
‘hintansetzen, aufschieben’
2 das Unterschreiten einer bestimmten Menge bezeichnend: ‘darunter’
1
den nachgeordneten Rang bezeichnend ‘nach hinten, danach’,
~ setzen
‘hintansetzen, aufschieben’
swelich auch er vnder den vorgenanten sachen vor oder nach wil verrihten od
hin fuͤr od herhinder setzen, dez hat er gantzen gwalt UrkCorp (WMU)
1693,28
2
das Unterschreiten einer bestimmten Menge bezeichnend: ‘darunter’
wir sprechen, daz ein man wol nôtwer
pringen [beweisen] mach, er selb dritte und herhinter
nicht RbRupr
14
MWB 2 1393,40; Bearbeiter: Tao
herholt
stM.
→
herolt
MWB 2 1393,50;
herhorn
stN.
→
herehorn
MWB 2 1393,51;
herhornblaser
stM.
‘jmd., der ein herhorn bläst’
tubicen: herhornblaser VocOpt
35.032
MWB 2 1393,52; Bearbeiter: Tao
hërîn, hërînhër
Adv.
s.a. →
înhër
.
‘herein’
1 als (Teil einer) Adv.-Bestimmung 1.1 allg. 1.2 in engerer Verbindung mit phenden swV.: „des auswärtigen Schuldners
Pfand zur Sicherstellung in die Stadt herein verbringen”
( StRMünch , Register, S. 708) 1.3 mit Verschiebung der Perspektive, bezogen auf den Standort des Angesprochenen 2 als Attr. zu einem Verbalsubst.
1
als (Teil einer) Adv.-Bestimmung
1.1
allg.:
ich newil nieht langer bîten, / ir sult in here înleiten. / ir îlet in
here ze mir laden; / wir suln ime wole mite uaren. / unser brôtz sol er ezzen
Exod
384
(vgl. Ex 2,20);
ich hân daz wol bedâht / daz ich iuch hân her
in [d.h. in die Burg] brâht: / ahtet selbe umb die
ûzvart Iw
6180;
die [zwei Ritter] wârn hin ûz
gevangen, / und kômn her în [d.h. zu dem Heer in der
Stadt] gegangen Parz
85,8
(vâhen mit Zielangaben in der Bedeutung ‘gefangen
irgendwohin bringen’ ist für Wolfram charakteristisch, vgl. Wiessner,
Richtungsconstr. 2,11f.);
ie mitten kam Brangæne / [...]
aldort her în geslichen Tr
10362;
ir sult her in gân / und sult die ritter dâ ûze lân
StrAmis
613;
incumit abir die selpgeldi [der
Selbstschuldner] nicht herinher [d.h. in die
Stadt herein]
Mühlh
125,18.
125,22;
WüP
89,48;
der har in [
in Gotz wonunge
] gelangen koͤnde, der fúnde do werlichen got und fúnde sich in
gotte einvelteklich Tauler
331,9;
und also dicke also der mensche herin [
in den wunnenclichen grunt
] loget mit dem liehte der redelicheit und hie zuͦ gotte keret,
also [...]
ebd.
92,28.
– in Distanzstellung:
ich quam her durch gut in [in den
Tempel] , / vm daz ich hie verraten bin Herb
13641;
die [
veste Ylion
] hant die Crichen zvfurt. / quemen her morder in gerurt, /
ich enkvnde deheiner note / in disme einote / entsitzen; des wil ich varn
ebd.
16947.
– mit vorgesetztem dâ:
vür eine verrâtærinne / bin ich dâ her
in [hier in dieses Gefängnis] geleit
Iw
4049.
4171.
6255;
iren komt tâlanc dâ her în [in mein
Haus]
Parz
142,28.
414,26.
536,1;
ein kus erwarp mir iwern gruoz, / ouch but ir dienst
dâ her în [oder abhängig von dienst? dann zu
2
] : / sus sagte ein juncfrouwe mîn ebd.
189,9.
– eine Präp.-Gruppe im selben Satz vorwegnehmend:
wil in abir iemin vordiri bin demi iari, die sal herin
cume in dis richis stad vur dis richteris stul Mühlh
161,2
1.2
in engerer Verbindung mit phenden swV.: „des auswärtigen Schuldners
Pfand zur Sicherstellung in die Stadt herein verbringen”
(StRMünch , Register, S. 708):
swer auf dem Yserrain sitzet ein [=
în
‘in’
] der piet dez gotzhaus ze Freysing, dem mag noch sol nieman ein
der stat verpieten noch hereinpfenten umb chain schuld StRMünch
366,4;
swer hereinpfenten wil ab dem
land [Überschrift]
ebd.
371,1;
swelich purger hereinpfentet, der sol warten der pfantung
die zeit als der stat recht ist, ob der gast seinen pfanten nachvolgt ebd.
373,4.
183,17
u.ö.
1.3
mit Verschiebung der Perspektive, bezogen auf den Standort des Angesprochenen:
[der Wolf Isengrin (oben am Brunnen) fragt den Fuchs Reinhart
(unten im Brunnen)] wie ist ver
[Frau] Hersant her in [in den Brunnen;
La. dar
] kvmen? ReinFu
K,903
2
als Attr. zu einem Verbalsubst.:
du [Maria] bist diu bislozniu borte, /
[...]her in sol werden unde hin uz / unserm herren ein
frigiu vart Litan (M)
G,138
MWB 2 1393,54; Bearbeiter: Tao
herinc, hærinc
stM.
zum Stammvokal vgl. EWA 4,831f.
‘Hering’, im Einzelfall (Helbl ) könnte auch eine andere Fischart
gemeint sein:
bringet ein burger haeringe her, mag er in samptkaufes niht
verkaufen, so hat er des gewalt daz er sinen haerinch wol verkaufet in sime huse bi
fiunfzigen unde niht drunder StRAugsb
40,4.
40,7.
69,21;
jst aber, daz niht heringe in daz lant kumt, so sul wir
[...] wr [= vür
] die heringe fissche oder swaz er retet, daz vmbe zwa phunt Auspurger
herrengulte mach gekaufet werden, vnserre samenunge geben in der vasten UrkCorp
(WMU)
354,32;
her wirt, ich muoz iuch rœsten / als einen herinc ûf der gluot
Helbl
1,706;
die pesten häring gênt pei Schottenlant und die aller pœsten pei
däutschen landen BdN
245,18;
Stolle (Z)
121:n.3,1;
Kettenreime
1148,26;
Köditz
9,4;
StRMeran
419.
– als Zoll:
ein wagen mit haeringen git zwene phenninge
StRAugsb
30,28;
UrkCorp (WMU)
548A,25,26;
weitere Belege DRW 5,770.
– als Lebewesen im Element Wasser:
wazzers lebt der hærinc; / ouch spîset sich daz ander / mit fiure, salamander;
/ talpâ sich der erde nert: / [...] gamâleôn des luftes
lebt Georg
3902;
diu ander creatuͤre ist niht wan wazzers lebende. /
[...] daz ist der hærinc JTit
2810,3;
allec haizt ain härinch. der visch hât allain die art vil
nâhen under allen andern vischen, daz er neur des wazzers lebt und mag auz dem
wazzer ain stunt niht geleben BdN
245,9;
Frl
3:18,7
MWB 2 1394,50; Bearbeiter: Tao
herincvanc
stM.
‘Heringsfang’
in des selbin jâres swanc / vorgînc vil gar der herincvanc / zu
Prûzin in dem lande / von der gotis ande, / der vor î was dâ vruchtic / gewesin und
genuchtic NvJer
25455
MWB 2 1395,15; Bearbeiter: Tao
heringære
stM.
‘Heringsverkäufer’
dy da haben heringe veyle, der gebit iclicher LX heringe. so gebin dye
heringere gemeyne eynen lachzen an deme palmobynde [= -âbende
] ader da vor eyn unde zcwenzig sol. WeistErf
138
(1. H. 14. Jh.)
MWB 2 1395,19; Bearbeiter: Tao
hërînhër
Adv.
→
hërîn
MWB 2 1395,24;
hêrînkappe
swstF.
zu hêrîn, einer Var. von hærîn Adj.: ‘Wollkappe’ oder
‘Wollmantel’ (vgl. SchwäbWB 3,1172 s.v. hären, zu anderen
Deutungsmöglichkeiten ‘Herrenkappe’ oder ‘Kappe aus Hermelin’ s.
Nölle-Hornkamp, Handwerkerbez., S. 392f.); nur als Bestandteil eines PN:
Fridrich Herinkappe UrkCorp (WMU)
1859BA,2,19
MWB 2 1395,25; Bearbeiter: Tao
hêrisch, hërrisch
Adj.
1 semantisch durch
hêr
Adj. bestimmt 1.1
‘erhaben, herrlich’
1.2
‘fromm; heilig’
1.3
‘stolz’
2 semantisch durch
hêrre
swM. beeinflusst 2.1
‘die Stellung eines Herren innehabend’
2.2
‘einem Herren gemäß, entsprechend’
2.3
‘gebieterisch, herrisch’
1
semantisch durch →
hêr
Adj. bestimmt
1.1
‘erhaben, herrlich’
waz mohte ûf erden hêrscher sîn / dan keiser unde keiserîn
EbvErf
67;
wir hôhen sînen [Gottes] hêrschen namen: / er is
hêre grôz unt lobelich ebd.
1792;
daz hersch getregede / der irwelten megede, / die zu den
selden waz irkorn / daz got hir wart von ir geborn HeslApk
9313;
mit herschen sigenumften ebd.
17744
1.2
‘fromm; heilig’
dô du kûscheit hielde / und iedoch brûte wielde. / wie mohte ein leben
hêrscher wesen? EbvErf
3055.
3149;
diz was ein hêrsch apostolus, / der die lant bekarte alsus ebd.
2121;
sie suechen gnade / [...] an die
starken / propheten, patriarken, / apostolen, mertereren
[...], / daz sie mit ir herschen gebeten / vor irn
schepfer sie vortreten, / daz sie nicht envallen / in der sunden gallen
HeslApk
12265;
mit den herschen worten / die dar zu [zu der
Konsekration der Hostie] sint bescheiden ebd.
13050
(oder hêrschiu wort
‘Herrenworte, Worte Christi’? dann zu 1);
daz [das Wunder der Inkarnation] was ein hersch
gemenge / und ein edele gewerb, / daz der
deisme [Sauerteig] was so derb [
‘ungesäuert’, hier ‘fest’? vgl. Anm. und Glossar
z.St.] , / der uch zwei zusamene wal / dine stete und des
menschen val, / daz ez ware brot wart so los HeslNic
3364
1.3
‘stolz’
swâ ich niht erwerben kan / einen gruoz mit mîme sange, / dar wend ich vil
hêrscher man / mînen nac oder ein mîn wange Walth
49,18
2
semantisch durch →
hêrre
swM. beeinflusst
2.1
‘die Stellung eines Herren innehabend’
unde der unsir herischer geist / so da bi daz diuliche
vleisch, / daz siu beidiu sament negerent / des du si niht schulest wern
Vateruns
119
2.2
‘einem Herren gemäß, entsprechend’
die herren solten herrisch [halbpräd. oder adv.]
leben / an lib, an art, mit stetem weben / nach wirden streben
Frl
5:68,13;
der [Teufel] blindet uns die
gesicht, / daz wir in die sunne nicht / gesen mugen die richte / mit des sinnes
gesichte. / [...] mit dem herschen gemache, / mit dem
samften slafe, / [...] mit dem girlichen obertrite, /
mit uppichlichem rume, / mit valschem irretume [...]
HeslApk
7124
2.3
‘gebieterisch, herrisch’
er begunde boten ze senden / ze allen landen, /
[...] daz sî im den zins gêben / unde sîn ze hêrren
jêhen. / hêrisch was daz sîn gebot: / er wolde daz sî in ane beten alse erz wêre
got JJud
137;
nû was dy brût ein edel wîf, / hersch unde stolz, dat al ir lîf / zuͦr
wereltvrôide herze druͦch: / der suster wort sy widersluͦch
Yolande
4770
MWB 2 1395,32; Bearbeiter: Tao
hêrischen
Adv.
‘wie ein Herr’
nû tuot is goume wie mir chom in troume, / daz wir alle
giengen, garbe an deme akchere zesamene truogen. / dô gestuont diu mîn vil hêrisken.
/ die iuweren si umbestuonten, zuo der mînen sich neigten Gen
1752
(vgl. Gn 37,7)
MWB 2 1396,18; Bearbeiter: Tao
hêrischheit
stF.
‘Herausgehobenheit’?
swer aber den stein hât / dâ ein man an ergraben stât / der
ein palmen hât in der hant, / der sol sîn dâ bî bekant: / daz bediutet hêrscheit. /
im mac nieman getuon leit / und muoz den [La. dem
] herren behagen, / die wîle er den stein wil tragen
Volmar
881
MWB 2 1396,24; Bearbeiter: Tao
hërkêre
stF.
‘das Hierherkommen’
und danke got der êre / von dis ritters herkêre, / wan du an
im funden hâst / dâ mite du lange umbe gâst UvZLanz
1816
MWB 2 1396,30; Bearbeiter: Tao
hër komen
stV.
1
‘hierher kommen’ (vom freien Syntagma nicht zu unterscheiden, s.a.
her Adv. und komen stV.), von Personen 2
‘von auswärts, aus der Fremde hierher kommen, zuziehen, -wandern’
3 mit persönl. Subj. ‘von wo herkommen, stammen; von jmdm. abstammen’ , mit
sachl. Subj. ‘von jmdm. herrühren, seinen Ursprung, Grund in etw. haben’ ; Die
Belege sind nicht eindeutig, her kann als Verbpartikel, freies Adv. oder
im Falle mit wâ, dâ als diskontinuierliches Element einer Zusammensetzung aufgefasst werden 4
herkomen sîn
‘(von alters her) bis jetzt überkommen, gültig sein, üblich gewesen sein’ ; meist von ununterbrochen geübtem Recht und Brauch
1
‘hierher kommen’ (vom freien Syntagma nicht zu unterscheiden, s.a.
her Adv. und komen stV.), von Personen:
unze er [der himmlische König]
selbe her quam unde ime [dem Teufel] den roup angewann
AvaLJ
193,5;
ir kumt her ze vruo: / man hete iuwer hie wol rât
Iw
6094;
so sal un di richteri heri ladi, unde di man demi he gidrowit
heit· unde sini naciburin· unde sulin umi gutin vridi gebi, heri unde widir zu
cumini· Mühlh
172,17;
Part.Präs.:
wol dem wart / sîner her komenden vart Wh
320,30.
– subst. Inf.:
dô ich her komens phlac Ottok
5016;
daz lan ich nu [...] und nim
daz dirte stucke, daz ist ein ende sines herkomens [daz Ziel des
Kommens (Christi) auf die Erde, der Menschwerdung] , daz sint
alle die guͦten gemuͤte, die in gotte eweclich gestanden sint, daz er die lere,
wie sú wider zuͦ ime kummen súllent Seuse
473,7.
– vereinzelt übertr., von Sachen: ‘hierher gebracht werden’
und auch swelhe zit am tage saltz herkumt, daz sol sten
zu markte uf den andern tag zer glocken ane furkauf WüP
101,9.
–
‘ablaufen, verlaufen’
nu hæte ir muoter ouch gesaget / ir vater umbe den
koufman / al von ende her dan, / [...] diz dinc wiez
allez her ist komen Tr
10038
2
‘von auswärts, aus der Fremde hierher kommen, zuziehen, -wandern’
choment auch mer jvden, vnserre genozze, her, die svllen vns auch zvͦ dem baͤw
hælfen UrkCorp (WMU)
3056,10.
– meist als adj. Part.Prät.:
advena: herchomener PsM
38,13;
incola: ein hercumener PsTr
118,19;
enpfâhet ir iuwer geste / alle sament alse mich, / daz
ist untrœstlich / einem her komen man Iw
6123;
ist he ein herkumen man [...] unde setzet sich in
die stat wonehaft, he muz schozzen unde wachen mit den burgeren
StRFreiberg
233,4;
wart [...] erteilt, daz einem lantgrawen
[...] zuͦgehören: [...]
alle herkommen lúte UrkBern
5,314
(a. 1323);
StRBrünn
403;
RvEWchr
26871
3
mit persönl. Subj. ‘von wo herkommen, stammen; von jmdm. abstammen’, mit
sachl. Subj. ‘von jmdm. herrühren, seinen Ursprung, Grund in etw. haben’; Die
Belege sind nicht eindeutig, her kann als Verbpartikel, freies Adv. oder
im Falle mit wâ, dâ als diskontinuierliches Element einer Zusammensetzung
aufgefasst werden:
wærstu von Gylstram geborn / oder komen her von Ranculat
Parz
9,13;
von zwein geswesteren sin wir sus / die ersten kint her kvmen
Herb
5951;
daz ander daz heyratguͦt, daz von dem toten her komen ist
OberBairLdr
106.
–
wan si [die Gnade] von einem götlîchen wesene
her kumet Eckh
4:215,33;
ein ieglich ding wo es herkome Tauler
35,29;
lere liden was úber dich kunt inwendig und uswendig, wo
es her kunt ebd.
206,32;
fliehent alle die ursachen da dis schaden her komet
ebd.
233,16
4
herkomen sîn
‘(von alters her) bis jetzt überkommen, gültig sein, üblich gewesen sein’;
meist von ununterbrochen geübtem Recht und Brauch:
künges wort sül wesen sleht. / [...] also ist iz her
chomen Krone
1649;
ez ist sô komen her, / daz uns got leides ouch gewer, / swenn
er uns liebes vil getuot Ottok
18891.
–
vnd dar vmbe wan daz vorgenante dorf ane [ohne]
rehten herren her komen ist so haben wir [...] Rvbin
[...] daz [...] dorf
gelihen ze rehtem lehen UrkCorp (WMU)
3424AB,34,35;
deu reht, dev zeitleich vnd gewoͤnleich her chomen sint ebd.
3068,1;
vnd sullent si vns daz selb marschalch ampt verdienen, als ez mit alter
her ist chomen ebd.
2999,45;
alle vnser reht vn̄ gerihte [...], als sie von
alter her sin komen ebd.
2550,9;
WüP
34,2;
ez ist ouch von alter gewonhait her komen, daz
[...]
UrkCorp (WMU)
3435,27;
RbHohenlohe
26
(a. 1333);
dienst zwürent in dem iar als es har komen wer DRW
5,776
(Geschfrd. der 5 Orte; a. 1284);
mit allem rehte als mügelich vnd harkomen UrkBergh
27
(a. 1328)
MWB 2 1396,34; Bearbeiter: Tao
herkraft, hereskraft
stF.
‘Heeresmacht, Streitmacht’
er furet so getane herescraft, / div unter disem himele / chom îe
zesamene Rol
7638;
Alexandris herescraft, / di in lange hête belaht
SAlex
2936;
ich wæne nie gefüere / sô wol ze wunsche ein rîterschaft / als
diu selbe heres kraft UvZLanz
9091.
–
mit her-, hereskraft (s. a. unten):
wenne du dich denne bereiten macht, / sone sume nicht mit der
heriscraft Elmend
A 768;
gewaldiclîche verwan er den / [...] mit
sîner hercrafte SAlex
106;
die dar quamen mit herescrefte Roth
2876;
Köditz
50,17.
– oft mit michel, grôz, starc als Attr. oder Prädikativ:
dû vil michel herchraft / dû chêrte an alle dî lantschaft JJud
302.
813;
wîten ginc der gwalt sîn, / michil was sîn heriscraft
SAlex
101;
di heriscraft sagetin si so groz, / daz der kunic wenit sin
der gote gnoz Elmend
A 203;
mit grozer herescraft Roth
3817;
UvZLanz
9254;
KarlGalie
7092.
7153;
mit sô starker herescraft KvWSchwanr
161
MWB 2 1397,45; Bearbeiter: Tao
hêrlich
Adj. , hêrlîche,
hêrlîchen
Adv.
vgl. →
hêrrenlich
.
1
‘vornehm, dem vornehmen Stand gemäß’ , davon ausgehend je nach Kontext auch
‘ausgezeichnet, schön, prächtig, herrlich’ usw., vereinzelt
‘berüchtigt’
1.1 Adj. 1.1.1 vom Menschen und seinen Gliedern 1.1.2 von Tieren 1.1.3 von Sachen 1.1.4 von anderen Bezugsgrößen 1.2 Adv. 1.2.1 mit intr. Verben 1.2.2 mit tr. Verben 1.2.3 mit präd. Adj.:
~ gar/ gereite
‘prächtig gerüstet’
2 in deutlichem Bezug auf die Stellung eines Herrn, eines Gebieters ‘nach Art
eines Herren, Gebieters, wie es einem Herren gemäß ist’
2.1 Adj. 2.2 Adv.
1
‘vornehm, dem vornehmen Stand gemäß’, davon ausgehend je nach Kontext auch
‘ausgezeichnet, schön, prächtig, herrlich’ usw., vereinzelt
‘berüchtigt’
1.1
Adj.
1.1.1
vom Menschen und seinen Gliedern:
sîn geslehte was hêrlîch, / ubir al Kriechlant gwaldich
SAlex
93;
her hete bî sînem wîbe / zwêne sune hêrlîche En
4575;
mit vil hêrlîchen scharen ebd.
1225;
diu hêrliche meit NibB
456,1;
dirre hêrlîche man Tr
10014;
sîn brust, sîn arme und sîniu bein / diu wâren
hêrlîch unde rîch, / wol gestalt und edelîch ebd.
6655;
der ewig vater, der geschuf den menschen vil herlichen
und satzt in in die micheln wunne des paradises PrOberalt
3,13.
170,39;
vereinzelt pejorativ:
und her hatte dô einen hêrlîchen [
insignem ‘berüchtigten’] gevangen der geheizen
was Barrabas EvBeh
Mt 27,16.
– von Verhalten, Benehmen, Handlungen:
sîn gebærde was vil hêrlîch, / einem edeln manne gelîch
Er
288;
nu daz diu schœne, guote / sîne geschepfede sô
rîch / und sîne site sô hêrlîch / sunder bespehete unde besach
Tr
10006;
schœne unde hêrlîch was sîn ganc ebd.
4038;
si tâten in dem sturme diu vil hêrlîchen werch
NibB
2210,4;
in umschreibendem Ausdruck:
rîche wât und rîche cleit / wart in nâch hêrlîchen
siten / gein der hôchzît gesniten HvFreibTr
549.
– von einer Festveranstaltung:
sô gebietet eine hôhgezît / wol hêrlîch unde rîche
Tr
1627
1.1.2
von Tieren:
[
die hinde
] was daz herlichiste tier / daz die iegire iemer / in
dicheinen walde ie gesahen Ägidius
357;
Ênêase her sande / zeheniu vil hêrlîche [erg.:
ros
] / Latînûs der rîche En
3935;
nu sich wie die
tumben [vernunftlosen] vich herlicher sint in
ir nature, und wachsent ir kleider, do in mit genuͤget, ist warn, ist kalt;
und du muͦst von in lehenen din kleit Tauler
198,12
1.1.3
von Sachen:
her sazze einen tisch herlich Roth
1613;
unt möcht iemen mit hêrlîcher spîse / daz himelrîch
beherten Erinn
220;
man gesach an helden nie sô hêrlîch gewant
NibB
72,4;
ein pavilûne, diu was rîch, / wol schœne unde hêrlîch
Tr
13268;
dô mohte man schouwen ûf der plân / vil manic hêrlîch
gezelt Wig
9255;
da man ir brachte sa zu hande / so herlichen prisant
Elis
1448;
min schönne burg ward verbrantt, / dar zü ain
herliches land GTroj
11462.
–
dar ûfe lâgen lîsten, die gâben hêrlîchen schîn
NibB
1825,4
1.1.4
von anderen Bezugsgrößen:
zuo der selben scone so gibet uns got ze lone / eine
vil statige jugende unde manige herliche tugende AvaJG
30,7;
Rome [...], / dú mit
herlichim werde / wart sit uf al der erde / der kúnigriche ubir aldú lant
/ krone und houbitstat genant RvEWchr
26595;
do unser herre [...]
menschlich gebilde an sich nam [...], do eroffent
er sich an disem hiligen tag mit drin vil herlichen sachen
PrOberalt
30,6;
daz selb opfer hat herlich bezaichenunge ebd.
30,38;
wa wart iͤ creature so erhaven, / dat si den
herlichen namen muͦst haven, / dat si godes muͦder hiͤz ind were / ind doch
des magtduͦms niͤt enbere? MarlbRh
60,34;
do sach ich die herliche warheit in der ewigen
wirdekeit Mechth
2: 26,42
1.2
Adv.
1.2.1
mit intr. Verben:
– Bewegungsverben:
nu seht, wie hêrlîche er gât Tr
4087;
er kam dar hêrlîchen. / sîn geselleschaft was grôz
Er
2107;
Kudr
333,4;
dô reit diu küneginne vil hêrlîche dan
NibB
786,3.
– andere Verben:
den unkunden gesten man diente hêrlîche sît
NibB
1671,4;
daz er vor manegem helde sô rehte hêrlîchen
streit ebd.
302,4;
di swert herlichen chlungen Rol
4835
1.2.2
mit tr. Verben:
hêrlîch er ez [das Fest] ane vienk
En
6068;
das men iemer me unser iargezit sol began andehtelich und
herliche [feierlich] mit singende und mit
lesende UrkCorp (WMU)
N384,26;
in den selben stunden / bestatten si hêrlîchen /
Porum den rîchen SAlex
4748;
Herb
18433;
der guote Marke [...]
enpfieng in / hêrlîche und alse im wol gezam Tr
4325;
si nâmen si ze handen / die geverten beide, si und
in, / und condewiertens under in / schône unde hêrlîche / hin vür daz
künicrîche ebd.
11157;
dâ nâch gruozten si drîe / Tristandes cumpanîe /
hêrlîche und alsô wol, / als man von rehte hêrren sol ebd.
11165;
daz was hêrlîch getân Wig
208;
die vürsten ûf den palas / giengen, dâ verdecket was
/ manec tavel hêrlîche Wh
311,9
1.2.3
mit präd. Adj.:
~ gar/ gereite
‘prächtig gerüstet’
do warin sie dar herliche gare / vffe rossen sne
blanken Roth
2638;
der chunc was herlichen gâr Rol
4379.
4772;
NibB
196,4;
riter gemeite, / herlich gereite Hochz
304
2
in deutlichem Bezug auf die Stellung eines Herrn, eines Gebieters ‘nach Art
eines Herren, Gebieters, wie es einem Herren gemäß ist’
2.1
Adj.:
ir sult mir gebieten mit hêrlîchen siten
NibB
356,2.
319,2.
913,1;
er was an rehter hêrschaft / aller keiser genôz. / sîn
stimme alsam ein horn dôz, / sîn rede diu was vil wol besniten. / man sahen mit
hêrlîchen siten / vor aller der hêrschefte stân Tr
4048;
swâ der hêrre gar vertuot, / daz ist niht hêrlîcher muot
Parz
171,10;
wil din mutwille herlich sin, / hil dich [gemeint: entziehe
dich dem muotwillen (FrlWB, S. 150)] und twing in
wider in Frl
11:4,11;
ez was ein herre zu einer zit, / des lop was lanch und
wit. / daz schuf sin herlichez leben Erz III
174,3
(vgl.
sin herreliches leben StrKD
57,3
).
2.2
Adv.:
daz er uor dinem chuͦninclichen stuͦle / dir also
herlichen gedrot hat Rol
2147;
unde ob mich mîne mâge nâch tôde wellen klagen, /
[...] daz ist âne nôt. / vor eines küneges handen
lige ich hie hêrlîchen tôt NibB
2302,4;
man tete in alsô rîche / daz er sich hêrlîche / mit in begân mohte, / als
sînem adel tohte Er
1835;
der herre hêrlichen lac Iw
6448;
herlich er sich underwant / diz riches an aller stat
Daniel
4758;
do sitzet der ewige kúnig herlichen in sinem trone und
gebútet und regniert in dem menschen Tauler
363,4
MWB 2 1398,1; Bearbeiter: Tao
herlîche
Adv.
‘mit einem Heer’
das dú selbú stat / von im wart herlich besat
RvEWchr
494.
2118;
nieman sol / herliche varn durh min lant! ebd.
14196;
er was ûf einen grimmen strît / gewarnet herlîch unde wol
KvWTroj
25229.
–
‘als Schar’
die sih gesamint haten dar / zer hohgezit mit grozer schar, /
da si herliche lagin RvEWchr
19048
MWB 2 1399,53; Bearbeiter: Tao |