buochkamere
F.
‘Bibliothek; Archiv’
jn den tagin der uastun si nemen alle sunderlichiv
bvͦc von der buͦckamer div nah antraiti ganzlic si lesin
BrZw
48;
BrAsb
48;
biblioteca: buͦchkamera, item archivum dicitur SummHeinr
2:83,120
MWB 1 1109,28; Bearbeiter: Tao
buochlîte
swF.
‘mit Buchen bewachsener Bergabhang’
daz wier [...] den [...]
chlostervrowen dacz sant Bernhart geben haben zv irem chloster vnd geben ovch mit
disem prief die pvechleiten, di da stozzet an Geveller wald StiftStBernh
287
(a. 1340 kopial).
289
(a. 1341 kopial)
MWB 1 1109,33; Bearbeiter: Tao
buochmachære
stM.
‘Schriftsteller’
daz giht der wîse Jôsephus, / der rehte und der gewære / und ander
buochmachære / der iegelîches wârheit / von im grôziu wunder seit RvEAlex
12886
MWB 1 1109,39; Bearbeiter: Tao
buochmeister
stM.
‘(Schrift-)Gelehrter’
dannen ist uns ouch iris in chriechisker zungen / diche von
den alten buochmeisteren vore gesungen; / daz iz si geheizzen name des regenbogen
Himmelr
4,26;
das seit und hat gescribin also / der buͦch meister Plato
RvEWchr
3017.
1186.
20123;
also stuͦnt ain buͦchmaister ûf und wolt unsern herren
versuͦchen PrSchw
1,94.
1,114;
bi der stette porte sas ein alte bvͦchmeister VitasPatr
227,5.
239,21
MWB 1 1109,43; Bearbeiter: Tao
buochmeisterinne
stF.
‘Beauftragte für die Bücher (im Frauenkloster)’
unde dar nach schol der zins der vorgenanten samnunge dine zu den gemeynen
buchern ewiclich, unde swelch vrowe in deme clostere darzu gesazt wirt, daz si
buchmeisterin sie, di schol den zins inneme unde schol der samnunge gemeyne buchere
da mite bezzere ewiclich UrkWeida
273
(a. 1324)
MWB 1 1109,52; Bearbeiter: Tao
buochsac
stM.
‘Buchbeutel’
er hat einen grossen buͦchsak Seuse
76,2
MWB 1 1109,60; Bearbeiter: Tao
buochsagære
stM.
‘der aus einem Buch vorliest’
ein buochsagær trunken Helbl
2,1447
MWB 1 1109,62; Bearbeiter: Tao
buochspëht
M.
‘Buchenspecht’, wohl für den Schwarzspecht (Suolahti,
Vogelnamen, S. 30):
picus vel merops vel gaulus martius: buͦchspeht SummHeinr
1:163,714
MWB 1 1110,1; Bearbeiter: Tao
buochstaben
swV.
1
‘Buchstaben (Namen, Inschrift) in etw. (Metall, Edelsteine) eingravieren,
einem Stoff Buchstaben, Namen einweben’ , nur passivisch 2
‘jmdm. etw. eindringlich ins Bewusstsein bringen’
3
‘(ein Wort) buchstabieren’
1
‘Buchstaben (Namen, Inschrift) in etw. (Metall, Edelsteine) eingravieren,
einem Stoff Buchstaben, Namen einweben’, nur passivisch:
dar stunt gebochstavet ane [an dem
Fingerring] / des richen koningis name Roth
3878;
Dulcifl(N)
159;
diu kurzen wort [...], / diu gebuochstabet stênt an
den vil swêren / silberînen turneisêren [alte frz. Münzen]
Renner
18657;
abe dem borten gâben schîn / vil der edeln steine, / gebuochstabet cleine. /
dâ was gebuochstabet an, / alsô ich vernomen hân, / ‘mannes langer mangel
[Ermangelung] / daz ist des herzen angel’
PleierMel
686. 687.
–
gelîstet unde gebuochstabet / was ez [
daz
gewant
] von wîsen henden / an orten unde an enden / mit
hôher künste ruoche KvWTroj
20126;
swer dô gespalten hæte enzwei / ir beider herzen als ein ei, / ez wære bî
den stunden / in iegelichem funden / des anderen figûre / mit golde und mit
lasûre / gebildet und gebuochstabet [abgebildet und mit dem Namen
versehen ]
KvWEngelh
3465
2
‘jmdm. etw. eindringlich ins Bewusstsein bringen’
das man geschribne recht solt haben, / das wil ich euch nu puechstaben
Teichn
641,108
3
‘(ein Wort) buchstabieren’
ditz wort spricht Cupido, / der ez reht wil
buͦchstaben WhvÖst
3975
MWB 1 1110,5; Bearbeiter: Tao
buochstap
stswM.
1
‘Buchstabe’
2
‘Geschriebenes, (In-)Schrift, Schriftwerk’ 3 Pl., ‘Wissenschaften, Gelehrsamkeit’
4 Pl., ‘Sprache’
1
‘Buchstabe’
wer waz der erste man, der die buͦchstaben
vant [erfand] ? Lucid
16,1;
EnikWchr
1410;
des [Latinus’] muͦter hiez Nicostrata,
/ dú vant latinische buͦchstabin RvEWchr
20078;
E was der êrste bûchstab [von dem Namen Eneas]
En
10624;
nu geviel si an die buochstabe, / dâ man si [die
Namen Tantris und Tristan
] beide
schepfet [zusammensetzt] abe, / und vant in disem al
zehant / die selben, die’s in jenem vant Tr
10111;
mit guldinen buͦchstaben / was an der
listen [Verstärkung des Helmblechs] ergraben: /
‘elliu werlt wafen / di muzen mich maget lazen. / wilt du mich gewinnen, / du
furest scaden hinnen.’ Rol
3295;
[er] sach das heilige cruce an dem himele
[...] vnd sach puͦstaben darobe gescriben, die
sprachen: an disem czeichen gesigestu Konr
10,12;
in sînen helm, den adamas, / ein epitafum ergraben was
[...] / sus sagent die buochstabe: / durch disen helm
ein tjoste sluoc / den werden der ellen truoc [...]
Parz
108,2
(oder unten zu 2?);
ein kriuze mit drîen orten, / geschaffen sô der
buochstap [Tau = T] / den got den Israhêlen gap / mit
dem lambe bluote / ze schrîben durh die huote / an bîstal und an übertür
Wh
406,21;
biz der himel und erde vorgêt, abir ein bûchstabe odir ein kritz insal nicht
vorgên von der êe, biz alle dinc geschên EvBeh
Mt 5,18.
– in magischem Gebrauch:
wellestû machen, daz dich dîne vînde müezen vermîden, sô
scrîp an ein plîge oder an eine zinîne tavel sînen namen unde dise buochstabe:
h. h. s. it. ł. v. p. unde trach den brief under dînem fuoze
Barth
148,12.
– Wendungen mit Verben:
ib nit er kan di buͦstabin [
si
non scit litteras, wenn er nicht lesen und schreiben
kann]
BrZw
58;
ine kan decheinen buochstap Parz
115,27;
uz dem vischære der nie von menschen lere puchstab
gelerent, auz dem machet er einen edeln predigær PrOberalt
113,20;
gramatica die lert / buchstaben, silben
Mügeln
281,2;
HvNstGZ
802;
Eracl
398;
wer daz [Neue] bringt ze
buchstaben [niederschreibt] , / daz sol man
fuͤr ticht haben Teichn
589,37.
–
‘Sprachlaut’
vocales in latine / sint genennet vumf buchstabe, / dar
die wort alle lut abe / nemen die man gesprechen mac HeslApk
1365.
1374;
sie sazten vor uns, die alten, / gerecht tichtene in der
wegene [in der Weise? (vgl. Anm. z.St.)] /
daz kein buchstab begegene / der vumfer an deme worte, / daz einer an dem borte,
/ der ander an dem ende ste ebd.
1400.
–
‘Wortlaut, buchstäblicher Sinn’
sô volge wir dem buochstabe [der Bibel] , / der
ez sus her brâht habe Aneg
1205;
dô wâren buochstap unde sin [der beiden
schriftlichen Berichte] / sô gar gelîch daz mê noch min /
wider einen puncten nieman vant / und ir deweders hant / dem andern sîn wârheit
brach KvHeimUrst
1687;
die juden, die neur dem puochstaben volgent
BdN
318,15
2
‘Geschriebenes, (In-)Schrift, Schriftwerk’:
– im Sg.:
dar auff [Grab] was
haydenischen geschriben / wie Tarsia da was peliben. / di geschrifft sprach
also: / ‘zu eren Appolonio.’ / do sprach der ander puchstabe /
‘gemachet ist das grabe / zu lieb und zu mynne. / da ligt pegraben inne /
sein liebes kint Tarsia, / die dulce amur amia’ HvNstAp
15520;
diu tür was ein guldîn gater. / dâ stuonden buochstaben
[mehrere Inschriften] an, / der ich gemerken
niene kan, / wan einer sprach dâ bevor / ‘quid non audet âmor: / waz getar
diu minne niht bestân?’ / der ander sprach, daz ist mîn wân, /
‘minne ist ein wernder unsin’ UvZLanz
4849;
daz hât nû dirre buochstap [die Quelle] , / daz
Adâm vil manigen tac / after diu, wære / mit leide und mit sêre / sô harte
bevangen, / daz er von dannen / alzogis sîne chonen meit Aneg
1660.
– Pl. in singularischer oder pluralischer Bed. (auf eine oder mehrere
Schriften usw. bezogen; Pl. in pluralischer Bed. auch oben in
UvZLanz
4849):
daz hât uns geschriben dâ / Mathêus êwangelistâ / an sînen heiligen
buochstaben [in seinem Evangelium]
Aneg
2583.
ob ir aber sinen buchstaben [Moses’
Schriften] niht gelavbet, wie gelavbet ir dann minen worten?
EvAug
223,11
(Io 5,47);
ez liegen denn die buochstaben [die Quelle] , /
sô hât der vout [= voget
] von Berne / nie
hertern strît gehaben JSigen
37,11.
85,5
(Laa.);
die gerechtichait aufhaben / nach den alten puechstaben,
/ das man die geschriben recht liess gan Teichn
641,100
3
Pl., ‘Wissenschaften, Gelehrsamkeit’
sie [Logik] ist ein wec zu aller
kunst [...]. / an werltlichem prise / wirt man von ir wise
/ unde ein meister genant [...]. /
[...]
[die Demut] ist ein gewerlich pfat / zu aller geistlicher
kunst: / swer ouch darbet der begunst / an ir kunstlichem vrumen, / der sal kum
werden vollen kumen / unde eines meisters stat haben / an der tugende buchstaben
Vät
22652;
aver nach den puechstaben / pin ich aller chuͤnst
beschaben Teichn
442,211
4
Pl., ‘Sprache’
von Pazzouwe der bischof Pilgrîn / [...] hiez
schrîben diz maere, / wie ez ergangen waere, / in latînischen buochstaben
KlageB
4299;
swaz so von der nuwen e / die apostelen geschriben haben, / daz schriben sie
in krieschen buchstaben, / sunder Matheus und Paul HeslApk
19394
MWB 1 1110,31; Bearbeiter: Tao
buochswam
stM.
‘an Buchen wachsender Schwammpilz’ (vgl. Marzell 3,954 und
960):
und welherlai swäm man kochet mit den pirn, ez sein
puochswäm oder ander, die man in mangen landen kochet und izt, die schadent dester
minner BdN
341,4
MWB 1 1112,6; Bearbeiter: Tao
buochtihtære
stM.
‘Verfasser eines Buches’
prosator: ein buͦchtichter VocOpt
39.001
MWB 1 1112,11; Bearbeiter: Tao
buochvël
stN.
‘Pergament’
swie guot buochvel ein schrîber hât / und swie snelle sîn veder gât / ûf dem
buochvel hin und her WälGa
14019;
wollær, lodnær und die tuoch verbent, / die buochvel unde leder gerbent, /
huotær, wurflær und die dâ strickent Ottok
65678
MWB 1 1112,13; Bearbeiter: Tao
buochvëllære
stM.
‘Pergamentmacher’
das sehste [die sechste Form der
Urkundenfälschung] ist das man ettwenne machet von weine und von
wazzer, daz dew schrift gar ab geet, und gibt es einem buochveller, der es mit
seiner kunst gar ab tuot, und scrîbet dann wider dar an nâch seinem willen und nâch
seinem nucze SchwSp(W)
419,24
MWB 1 1112,19; Bearbeiter: Tao
buochvinke
swM.
‘Buchfink’ (vgl. Suolahti, Vogelnamen, S.112ff.):
buchvinken, lerchen, disteltwank, / mit den so gelfent iren sank / nahtegal,
galander SHort
185.
5853;
di vogellein sungen vaste: / amselen und droschelein, /
puchvincken und lerchen und hardelen [l. cardelein
Distelfink]
HvNstAp
13146;
frigellus: buͦchauink VocOpt
44.104
MWB 1 1112,26; Bearbeiter: Tao
buochwalt
stM.
‘Buchenwald’
in dem buochwalt ze Cästres hat dú herschaft wiltbant WeistGr
1,813
(a. 1303);
kumet oder wachset aekart [Buchecker] oder atzung
in demselben büchwald ebd.
5,373
(a. 1344)
MWB 1 1112,33; Bearbeiter: Tao
buochwîse
Adj.
‘der Bücher kundig, schriftgelehrt’
die nû sîn sô buochwîse, / die widerreden ez, ob si megen! Aneg
1256
MWB 1 1112,38; Bearbeiter: Tao
buochzal
stF.
‘Bücherverzeichnis, Kanon’
dis buch, das bi dem namin Baruch bemerkit ist, habin di Hebrein nicht in irir
buchczal, sundir alleine in der gemeynin tolkunge Cranc
Vorr. Bar 170,2
MWB 1 1112,41; Bearbeiter: Tao
buode
swF.
1
‘Hütte, Zelt’
2
‘Stall’
1
‘Hütte, Zelt’
vil bluomen [...] und kriuter, / dâ mite sie ir
buoden / wolden schône zieren HvFreibTr
3406.
3391;
so kumen sie der selben vrist / zusamne in vreuden milde / machen da von loube
wilde / buden unde gezelt drate, / daz en davon werde schate Macc
4645
(Erläuterung des Laubhüttenfestes Scenophegia, vgl. 1 Mcc
10,21);
do sie vor der buden / wurden gewar der tracken / und mit welhen sachen / die
celle was vor in behuͦte Vät
7740.
5323;
MarLegPass
14,56;
Gorgias in die buden quam / der Juden [
in castra Judæ I
Mcc 4, 5] nahtis Macc
2359
u.ö.;
Cranc
Jes 37,36;
NvJer
3330
u.ö.
2
‘Stall’
die kemele sie entluden / unde brahten sie zu buden, / da sie gemach heten
Vät
27436
(=
Pass III
512,39
)
MWB 1 1112,45; Bearbeiter: Tao
buoden
swV.
‘ein Heerlager errichten’
daz lant die ûzern [Belagerer] branden, / ûf daz
velt sie vaste buodeten ErnstD
785
MWB 1 1112,60; Bearbeiter: Tao
buolære
stM.
‘Liebhaber’
ich hort ye die maister sagen / das dy myt dy pest wer. /
das pedewt ein pulaͤr, / der sol auf dy mitt stan / und sol das ze nyder lan
/ oder das im ze hoch sey Teichn
667,6
MWB 1 1112,63; Bearbeiter: Tao
buole
swF.
‘Geliebte’, als Anrede:
ey uberclerte frawe clar, / min gymme, min osterwunne, /
[...] liep, bul Minneb
4973;
liebe puel mein Suchenw
28,201
MWB 1 1113,3; Bearbeiter: Tao
buole
swM.
1
‘Geliebter, Freund’ , meist als Anrede 2
‘Bruder, Schwager, naher Verwandter’
1
‘Geliebter, Freund’, meist als Anrede:
‘viel lieber buͦl’, sprach sie
Lanc
469,1;
trvter buͦle, was mainnet daz? JvKonstanz
2308.
2371;
also half si ir amise [La. irme
puͦlen
]
RittermdN
196;
Ruschart
323.
720;
MinneR 451
126.
218.
273;
Brun
738.
546.
– an den Ehemann:
hab uf, buole, dinen kopf RittermdN
192.
– an Christus:
owi sal imer cuͦmen de selige dach, / dat ich dich, suͦze
buͦle, suͦle gesien Lilie
44,35;
Jhesus, vil lieber buͦle min, la mich in warer
rúwe und in herzelicher liebi zuͦ dir Mechth
7: 38,10;
Seuse
92,17.
– als Anrede des Dichters an die Leser oder des Lesers an den Dichter (nur
Brun ):
des wil ich bescheiden dich, / trut bule min nu sich
Brun
11638.
2364;
erunt duo in carne una / an einem vleische werden zwene. / waz ist daz
gesprochen? sprich, / trut bule, des berichte mich ebd.
1840.
7096
u.ö.
– auf eine Frau bezogen:
den bessten guͤrtel den ain man / ains mals vmb sich guͤrten
kan, / der ist von wizzen armen blanck / sines buolen ain zaͤrtlich
vmbvanck LS186
34
2
‘Bruder, Schwager, naher Verwandter’
dâ wart ez gâhes erkant / sant Georjen buolen beiden [den beiden
Brüdern des hl. Georg]
Georg
525;
wir, greue Cuͦnrat von Veihingen [...] durch
liebe vnd bieth vnsers lieben boͧlen greue Eberhartes von Tuwingen vnd unserr
lieben swester Adelhaet [Frau Eberhards]
UrkCorp (WMU)
1592,42,39.
3368,5;
Elis
6252.
6297;
vns selber vnd auch vnserm lieben bulen Kraften von Hohenloch UrkWürzb
41,248
(a. 1346).
– als Anrede:
lieber buole Georîs Georg
559.
749.
776;
lieber buͦle, siest eintrehtig mit gotte und
vroͤwe dich sines willen! Mechth
6: 42,8;
HvFritzlHl
108,25;
[Aglye zu Ryal (Wilhelm) nach dessen Adoption durch ihren Vater
Agrant: ] ‘zarter buͦle min! /
[...] du solt mir und Appollen / mit vlizze
willekomen sin!’ / ‘gnade’, sprach er,
‘swesterlin!’ WhvÖst
1374
MWB 1 1113,7; Bearbeiter: Tao
buolerîe
stF.
‘Unzucht, Hurerei’
sy [Flanea] traib groß biebery / und darzuͦ
haimliche buͦlery FrSchw
182.
6443;
der [...] was offt bey ir gelegen / unnd
buͦlery mit ir gepflegen ebd.
206
MWB 1 1113,45; Bearbeiter: Tao
buoliân
stM.
‘Kuppler, Zuhälter’
in der stat was gesessen / ain unrainer pulian
[...]. / [...] er hette vail
schone weib / und hett ain offens sunthauß HvNstAp
15544;
ich ward verchauft dem pulian ebd.
16439
u.ö.;
leno dicitur domesticus assecla, consiliator, meretricum inductor inhonestus:
puliân VocAbstr
387;
unchausch, vrashait, uͤbel sprechen, / in dem leithaus
rauffen und stechen / als puͤlian zu maniger stund Teichn
166,19.
461,146.
588,133
MWB 1 1113,49; Bearbeiter: Tao |