binde
swstF.
1
‘Band, Binde’
2
‘Verband einer Wunde’
3
‘Ring an den Hörnern (einer Kuh)’
1
‘Band, Binde’
dîne léfsa sint sámo êin rôtiv bínta unte dîn gekôse íst
sûozze Will
56,1;
alse dîu bínta zesámene duînget dîe ménige déro lókko ebd.
56,7;
Helbl
1,669;
Lanc
191,17
2
‘Verband einer Wunde’
von diu bite wir uns an den buochen / die arzat suochen, / diu
getranch, ouch die binden Wahrh
119;
Êrec eine binden brach / abe sînem wâpenrocke sâ Er
4481.
4484;
er dete ir die binde von dem heubt und zeugt yn allen die
wunden Lanc
90,24.
199,28
3
‘Ring an den Hörnern (einer Kuh)’
eine kuo / [...] von siben binden [Kuh,
die sieben Hornringe aufweist, d.h. siebenmal gekalbt hat (vgl. Anm.
z.St.)]
Helmbr
1830
MWB 1 810,45; Bearbeiter: Tao
bindelôn
stN.
‘Lohn für Auf- und Zubinden von Warenballen’
so muz der zolner daz bindelon gelden StRFreiberg
237,16.
238,10
MWB 1 810,59; Bearbeiter: Tao
binden
stV. (IIIa)
1
‘jmdn./etw. festbinden, etw. zusammenbinden’
1.1
‘jmdn./etw. (mit etw., an/auf/um etw.) festbinden’
1.2
‘etw. in etw. einwickeln’
1.3
‘etw. zusammenbinden’
1.4
vaz ~
‘ein Fass anfertigen, Reifen um ein Fass legen’
1.5 bildl. 2 jmds. zungen / jmdm. die zungen ~
‘jmdn. stumm machen’
3
‘etw. von jmdm./etw. losbinden, lösen’ , mit von 4
‘jmdm./sich einen Kopfschmuck, eine Kopfbedeckung (gebende,
schapel u.ä.) anlegen’ (von Frauen)
5
‘jmdm. eine Wunde verbinden, einen Verwundeten verbinden’
6
‘jmdn./sich zu etw. verpflichten, sich jmdm. verpflichten’
7
‘etw. verbindlich erklären, anordnen’
8 von der Schlüsselgewalt 9
gebundene tage
‘befriedete Tage’ (s.a. vridetac ; zur Sache vgl. HRG 1, 1424-1426) 10 jmdm. von/mit sippeschaft gebunden sîn u.ä. ‘mit jmdm. verwandt
sein’
1
‘jmdn./etw. festbinden, etw. zusammenbinden’
1.1
‘jmdn./etw. (mit etw., an/auf/um etw.) festbinden’
der herre wart gebunden von Dietrîches hant, / swie
künege niene solden lîden solhiu bant NibB
2361,1.
2355,4;
die vüeze wâren in unden / zesamene gebunden / und die
hende vaste / ze rücke mit baste Iw
4938;
BdN
268,28;
sîn ors daz was gebunden / vil vaste an einer linden ast
Wig
9951;
Herb
17439.
–
ir helme und ouch ir brünne si bunden ûf diu marc
NibB
891,1;
vil schilte sach man glîzen, / mangen helm wîzen /
gebunden ûf die soume Wig
10653;
sô nim chrût unde wurzen unde mule unde bint ez uber
die wunden Barth
142,31;
Parz
521,22.
– (jmdm.) den helm ûf/ze houbet ~
:
VAlex
1292;
Parz
210,21.
346,6;
UvLFrd
186,18.
–
[...] truc er [...] ein
guldin harbant / [...] / vm sin houbet gebunden
Herb
8202;
den kinden, di daz vallende ubel han, den binde man
di wurzele umme den halz: iz vergeit in Macer
60,11.
– mit Angabe des Raumes:
einen wil ich binten in den charchâre finsteren
Gen
2179.
2886;
wærer zuo den stunden / in daz bat gebunden
Tr
10234
1.2
‘etw. in etw. einwickeln’
er wart gebunden in ein / harte tiure rêgewant
KvHeimUrst
814;
nim latichen samen vnde bint in in ein tuch
SalArz
32,32
1.3
‘etw. zusammenbinden’
nu muͦssent aim jeglichen korn sechs ding e geschehen e es zuͦ brot werde.
daz erst daz man es snidet; daz ander daz man es bindet; daz dritte daz man es
droͤschet PrGeorg
29,5;
der ieslîcher fuorte her / in sîner hant driu grôziu sper, / gebunden zuo
einander wol UvLFrd
165,31;
BdN
23,30
1.4
vaz ~
‘ein Fass anfertigen, Reifen um ein Fass legen’
ich bin ein büttenære: / swer mir des gunde, / sîn vaz
i’im bunde KLD:GvN
39: 2,5;
dô si dô gebunden dem wirte sîn vaz / neben unde ouch
unden ebd.
39: 5,1
1.5
bildl.:
der [Eneas] ir herze vaste / hâte gebunden /
[...] mit der minnen stricke En
1639;
Tr
12084.
15788;
KvWHerzm
184;
vrou Minne nam die obern hant, / daz sî in vienc unde bant
Iw
1538;
minne het mich ir gebunden unde lie si bande frî
KLD:UvL
23: 5,1;
SM:Had
13:2,9;
ich bin gebunden / in ir ginâde: wil si, sô wirde ich
irlôst ebd.
25: 3,5;
die demut er an sich bant Vät
11672.
15228;
Eckh
5:237,6
2
jmds. zungen / jmdm. die zungen ~
‘jmdn. stumm machen’
[der Engel zu Zacharias:] din zunge si gebunden
AvaJo
4,4;
div zunge in deme munde / div wart ime gebunden, / daz er ne
mahte fluͦchen / den der got selbe wolte ruͦchen VMos
75,21;
di gebunden zungen / di lost er dem stummen
VEzzo
225.
–
‘seine Zunge zügeln’
din zungen zu allen ziten bint! / der worte an dime zorn irwint!
Vät
11657
3
‘etw. von jmdm./etw. losbinden, lösen’, mit von:
dô bant der wol geborne gast / der frouwen pfärt von dem ast Parz
522,18;
den verhouwen helm er von im bant Wh
61,27.
127,12;
der minnende mensche hat oͮch einen nútzen munt; er leret und
berihtet [...] und sin zunge ist von allen schedelichen
worten gezogen und gebunden Mechth
4: 18,62
4
‘jmdm./sich einen Kopfschmuck, eine Kopfbedeckung (gebende,
schapel u.ä.) anlegen’ (von Frauen)
– jmdm./sich ~
(mit Ersparung des Akk.-Obj.):
lege dich an unt bint dir schône! KvFuss
1758.
1783;
des wart ein michel strîten, / wie sî der briute bunden
SM:UvS
30: 2,4;
ir [sich] het diu reine, wol gemuot / gebunden
in ein rîsen guot UvLFrd
348,9.
–
gebunden (sîn):
magede unde frouwen, / [...] gezieret unde
gebunden En
721.
1727;
Walth
46,11;
TürlArabel
*A 298,14;
ich wolte, daz si [Homosexuelle] solten gên
gebunden / alsam die vrowen mit gebenden RvZw
183,8.
–
ir houbet ~
, eine Frau nâch der briute site ~
, als Zeichen des Verheiratetseins:
die künegîn er maget liez. / si wânde iedoch, si wær sîn wîp: / durch
sînen minneclîchen lîp / des morgens si ir houbet bant Parz
202,25;
sie nam Tristandes wânbrût / und legete ir rîche cleider an, /
[...] und bant sie nâch der briute site
HvFreibTr
853.
312
5
‘jmdm. eine Wunde verbinden, einen Verwundeten verbinden’
daz sî im sîne wunden / salbeten und bunden Iw
5616;
sîne wunden wuosch unde bant / der wirt mit sîn selbes hant Parz
165,14;
her Gâwein dô gebunden wart / und manic rîter von hôher art,
/ der rîterlîch was worden wunt Wig
11201.
11206
6
‘jmdn./sich zu etw. verpflichten, sich jmdm. verpflichten’
wen swels mensche dar zuͦ betermet oder gebunden ist, vnde
der die siben zit nith begat, der ist gote sines denestes gebrosten
Lucid
78,6;
KvWTroj
17803;
doch sint sî des niht gebunden, daz sî dise pater noster
vastende sprechen StatDtOrd
37,26.
107,24;
vnd dar uͤber geben wir vns gebunten den [...] herren
[...] des: [...]
UrkCorp (WMU)
2382,30;
wer gâbe enpfât, der bindet sich / dem, der si gît Boner
27,31;
betwungen eit sol binden nicht ebd.
35,57
7
‘etw. verbindlich erklären, anordnen’
wir binden vnd setzen ouch in disen aufsatz [...],
daz diu selben gelubde vnd dev selben bant gar ledich sein UrkCorp (WMU)
467,14
8
von der Schlüsselgewalt:
[Jesus Christus zu Petrus:] ich bevilhe dir
[...] ze losene unde ze bindene AvaLJ
76,5;
swaz du gebindist, Petir, ûf der erde, daz wirt gebundin da ze
himele, vnde swaz du zerlosest ûf der erde, daz wirt oͮch zerloset in deme himele
Spec
5,4;
daz sie [Priester] hant gewalt ze
enbindende vnde zuͦ bindende Lucid
89,2;
BdN
211,27.
214,35
9
gebundene tage
‘befriedete Tage’ (s.a. vridetac; zur Sache vgl. HRG 1,
1424-1426):
heilige tage und gebundene tage, die sint allen lûten zu vridetagin gesaczt,
dar zû in ieclîcher wochen vîr tage, der dunrestag, vrîtag, sunâbent und suntac
SSp(W)
2:66,2;
man sol in den gebunden tagen einen æhter wol ûz der æhte
lâzen, unde wære es joch in den drin heiligen tagen: wîhennahten, ôstern, pfingesten
SpdtL
189,10.
194,20;
StRFreiberg
62,15.
–
bundene zît
‘befriedete Zeit von Septuagesima bis Ostersonntag’
UrkCorp (WMU)
51,41
10
jmdm. von/mit sippeschaft gebunden sîn u.ä. ‘mit jmdm. verwandt
sein’
ez si vatter oder muter, bruder oder swester oder von swelher
sippe er im gebunden ist StRAugsb
150,21;
alsô was er in allen drîn / mit sippeschaft gebunden KvWTroj
1605;
daz si also verre zu im gebunden si an sippeteil oder an mageschaft, daz si zu
rechte vor in antwerten sulle umme di wunden oder umme den totslac
StRFreiberg
141,19.
141,23
MWB 1 810,62; Bearbeiter: Tao
bin dës
Adv.
→
bin
Präp.
MWB 1 812,60;
bîn(e), bin
stswF.
M.
PrGeorg
204,26
(La. G);
vgl. auch bîe.
‘Biene’
der bîn ir zagel Parz
297,12;
swer sich bestrichet mit papeln saffe den stechen di binen
noch di wespen nicht SalArz
75,10;
Macer
61,8;
die pijn [: hin
]
Krone
17807;
die bin [: gewin
]
Renner
19746;
so ist auch sichtig an den pein / das sy auch ein fursten hannt / der ir
weysel ist genannt Teichn
620,94;
Mügeln
261,9;
der peinen künig BdN
290,36.
– in Vergleichen:
si wârn gelîch [...], / reht als ein
bin einer geiz Wig
6339;
als gein einem helfande ist ein bin, / noch kleiner ist aller der werlde maht
/ gein im, der alliu dinc hât gemacht Renner
18714;
sam die bine verjaget der rouch, / sus jagent den heiligen
geist / übel gedanke RvEBarl
6986;
als diu bin der bluͦmen / uz suget alle ir suͤzzekait, / also het er in gelait
/ die prislichen getat WhvÖst
7268;
Teichn
668,26.
668,70
MWB 1 812,61; Bearbeiter: Tao
bînenbic
stM.
‘Stich von einer Biene’
froͤd von dem suͤssen binen bick / den mir din munt kan bicken / vil mit vil
suͤssen stricken KonstBrf
55,33
MWB 1 813,14; Bearbeiter: Tao
bîne(n)korp
stM.
‘Bienenkorb’
zu leste quam er in eine stien, / dar uz gesast waren bien, / und kroch in
einen binenkar [La. benenkorpp
]
SalMark
1205;
rehte also binnen die zuͦ iren loͤchern in iren binnekorp vs vnd in fliegende
sint MerswZM
16,32
MWB 1 813,17; Bearbeiter: Tao
bînenwurm
stM.
‘Biene’
ûf der plâniure grüene / wart von in ein gestürme, / als ob
die binenwürme / sturmten umbe ein honecvaz KvWTurn
842;
KvWTroj
34656
MWB 1 813,22; Bearbeiter: Tao
bînevluc
stM.
‘(Recht zur) Imkerei’
den bineflug vnde das geiegetze [= gejageze
‘Jagdrecht’] vnde swas ich zvͦ lehenne von deme herzogen habe
UrkCorp
N279,5
MWB 1 813,26; Bearbeiter: Tao
bineʒ, binʒ
stM., swF.
‘Binse’
ûzzer binezze si worhte / eine zeinen Exod
213;
VMos
32,12;
PrSchw
2,111;
grüene binz, von touwe naz, / dünne ûf die tepch geströut Parz
83,28.
549,13;
von der pinzen [Überschr.] .
cirpus haizt ain pinz oder in anderr däutsch ain semd und wehset gern in pfüeln und
an mosigen steten BdN
390,21.
– Phras.:
wenne gîtige liute und nîdes boten / suochent an slehten binzen knoten: / des
entuont einveltige liute niht Renner
5110
(vgl. TPMA 1,485 und nhd. Binsenwahrheit, -weisheit)
MWB 1 813,30; Bearbeiter: Tao
binide
Präp.
→
benider
MWB 1 813,41;
biniden
Adv.
→
beniden
MWB 1 813,42;
bînkar, bîenkar
stN.
‘Bienenkorb’
alvear: binikar [Laa. bigenchar, binkar
]
SummHeinr
1:346,464.
2:93,162;
diu schoz snel unde wilde / sach man dâ snurrend umbevarn, / als bî den süezen
bînekarn / vil manic tûsent bîen KvWTroj
33854
MWB 1 813,43; Bearbeiter: Tao
bînlîn
stN.
‘Bienchen’
cle, wie ist din suzekeit / vergangen, daz du bist leit / wurden deme binelin
Daniel
2641;
daz jung peindl BdN
294,8.
– in Vergleichen:
alz [= alsô
] ist gefuͤget daz pinlin zuͦ dem honge, der ysop zuͦ dem balsam, dú
nahtegal zuͦ der harpfen [so wie die Seele zu Christus]
PrGeorg
287,18
(ähnl.
294,15;
PrWack
64,73.
49,30
);
baidú spaͮt und fruͦ / luffent sú im gerne zuͦ, / alse binlú dem honege nach
WernhMl
4675;
si [
die unschuldigen und die rehten
] haftent [
an unsrem herren
] alz daz binlin an dem bluͦmen PrGeorg
325,3;
si tet als dú gewirbigú binlú, dú daz suͤss hong uss den menigvaltigen bluͦmen
in tragent Seuse
96,15
MWB 1 813,48; Bearbeiter: Tao
binnen
Adv., Präp.
aus der Zusammenrückung von bî/be und innen (Kluge, 125);
vgl.
bin
Präp. und
enbinnen
Adv., Präp.
1 Adv. ‘innen’
2 Präp., meist mit Dat.: ‘innerhalb, in, während’
1
Adv. ‘innen’
er minnite sine vrouwin / in sime herzin binnin / mit
getruwelichin minnin Athis
A 35;
diu sinewelle binnen / daz ist einvalte an minnen
Tr
16931;
als ein stat, diu bûzen beslozzen ist und binnen vereinet ist
Eckh
3:396,8;
dirre abgot ist vorwar / binnen hor, uzwendic clar / erin Daniel
7904
(Dn 14,6).
–
von ~
:
so blibit der stein dicke kalt fon binnen durch die gropheit des steines
Eckh
3:470,2;
fon binnen und nicht von busin Parad
38,33
2
Präp., meist mit Dat.: ‘innerhalb, in, während’
her [
lubestuckel
] ist gut also genutzet alle der suche, di binne dem libe ist
Macer
42,6.
81,3;
malagranata, das sint di eppil di do kernichin bynnen der
schalin han Pelzb
123,30.
126,6;
binnen den stunden Herb
7988;
binnen disen trahten gie / der kamerære einer vür die tür
Tr
18178.
– zu den Wendungen
~
jmds. brôte
‘zur Hausgemeinschaft gehörig’,
~ sînen jâren
‘vor Erreichung der Volljährigkeit’,
~ sînen weren haben
‘in Besitz, in Haus und Hof haben’,
s. WMU, 1, 257f.
– mit Akk. ‘hinein in’
[wir] suͦlen ire die [
zin marc
] antwerden binnen die stat van Colne UrkCorp
N223,14.
– mit Gen.
~ des
‘währenddessen, inzwischen’
Pass III
20,23.
39,94;
EvBerl
34,12;
binnen des und diz geschach, / do wart gebozet an ir tur Vät
7208
u.ö.;
bynnen des daz sy azen, nam Jhesus daz brot unde seinte iz EvBerl
55,24.
48,2
MWB 1 813,62; Bearbeiter: Tao
bînstoc
stM.
‘Bienenstock’
swer daz cruͦt stosset unde di binstocke mit den saffe
bestrichet, di binen blibent da gerne Macer
73,3;
in dem wasser davor / stunden dikch und grossew ror /
[...] die warn als die peinstokch gros / und lang pey
sechzig schuechen Seifrit
5336
MWB 1 814,28; Bearbeiter: Tao
bînsûge, bînsouge
Subst.
Bezeichnung für Pflanzen, deren honigtragende Blüten gern von Bienen aufgesucht
werden (Marzell 2, 1161):
apiacum vel timum: binisuga, binsoͮga SummHeinr
1:194,294.
2:52,343;
balsamita: seuiboͮm, binesuga VocBV887
3:486,7;
mellilota: binisuga ebd.
3:489,44
MWB 1 814,34; Bearbeiter: Tao
bint
stN.(?)
‘Bindung, Verknüpfung’, übertr. ‘Fessel, Gewalt’
zwei ort an dem bogen sint, / in den haftet der senewen bint LvRegSyon
3657;
und pringt den man ins teufels pint / nicht so drat sam sein chint, / daz er
gewint unrechtz guͤt Teichn
339,135
MWB 1 814,40; Bearbeiter: Tao
bintrieme
swM.
‘Riemen zum Binden (an der Rüstung oder am Pferdegeschirr)’
fisceptura: bintriemen VocBV926
3:443,54;
er nam zvene boume [...] / die bant
er an sine bintriemen GrRud
F 34;
dâ man den helm dâ knüpfet, / traf in der stolze degen zier / und schriet im
abe der collier / enzwei der bintriemen stric KvWTroj
36222;
JTit
1602,2.
– bildl. zum Ausdruck der Negation:
daz nie sô grôzer haz / noch urliuges bôr / wær gewesen hie enphor / zwischen
den Stîræren / und den Salzpurgæren, / daz von dem hûse iemen / umb einen bintriemen
/ schade wære geschehen Ottok
29441
MWB 1 814,46; Bearbeiter: Tao
bint|ürn
stF.
‘Gebinde von der Größe einer Yrn (ca. 90 Liter)’ (s. Stolz z. St. in
UrkSüdtirol
3,1:155):
utrique coloni due urne, que dicuntur pinturn UrkSüdtirol
3,2:187
(ca. 1280-90);
propsturn, saltnerurn, pinturn von untailten und gemeinem wein ebd.
3,2:203
(ca. 1340)
MWB 1 814,58; Bearbeiter: Tao
bintwide
swF.
wie
bantwide
:
aber ettwie viel achtent sij so kleine / die kleine byntwiden die sij binden
alleine Pilgerf
12809
MWB 1 815,1; Bearbeiter: Tao
binunft
stM.
→
benunft
MWB 1 815,4;
bînvaʒ, bîevaʒ
stN.
‘Bienenkorb, Bienenstock’
aluearia: peivas VocBV926
3:444,74;
der per lâget der peinväzzer durch des honigs willen, wan er
izt nihts sô gern BdN
163,8.
– bildl.:
waz wünne hât der heilige geist in dem herzen, dâ er sô stæte ruowe inne
vindet, daz in mit deheinem râcherouche ûz sînem süezen binvazze vertrîbet!
DvASchr
331,2;
Baumgart
132,18
MWB 1 815,5; Bearbeiter: Tao
bînwâʒ
stM.
‘Honigduft’
waz wuͤnne hat der heilige geist in dem hertzen, da er so stete ruwe inne
vindet, daz mit deheine rache uz sinem suͤßen bynwazze mag gegen! PrBerth(K)
106
MWB 1 815,13; Bearbeiter: Tao
bînweide
stF.
‘Bienenweide’
winter, hin ist dîn gewalt, / nû hât sumer sîn gezelt / ûf
geslagen an die pînewaide SM:Go
1a: 1,3
MWB 1 815,17; Bearbeiter: Tao |