en
Negationspartikel
→
ne
MWB 1 1590,25;
en
Präp.
→
in
MWB 1 1590,26;
en-
→ ent-
MWB 1 1590,27;
en|a-
s.a. enta-
MWB 1 1590,28;
enalgerihte
Adv.
‘sogleich’
dû salt ez [den Zweig] ûz der erden / geziehen vile
lîhte, / sô sal enalgerihte / rehte ein alsô getân / an der selben stat stân
En
2818;
do chom der spiritus sanctus / [...] / in einer tuben
pilde / von himele nal grihte / ze der liute gesihte ArnoltSieb
1,5;
er machte enalgerihte / undern frouwen einen grôzen schal
Eracl
2152.
3891;
Kchr
1338;
PrLpz (L)
70,25
MWB 1 1590,29; Bearbeiter: Runow
enallengâhes
Adv.
‘unversehens, plötzlich’
daz vaz [...] zerais dem havenaere
[Töpfer] en allen gahes under den handen Konr
(Sch)
179,26;
vgl. die häufige Wendung in allen gâhen ( →
gâhe
swF.) sowie mit al (aller/ allen/ alles) verstärktes →
gâhes
Adv.
MWB 1 1590,37; Bearbeiter: Runow
enallenthalben
Adv., Präp.
‘auf allen Seiten, überall’
1 Adv. 2 Präp. mit Gen.
1
Adv.:
dô besanter sîne man / in allenthalben bî dem mere. / er hête
gerne ein grôz here SAlex
2189.
2441;
[Jesus] geruͦch min dürre herze salven, / dat ich ouch
entgruͦn in allen halven! MarlbRh
2,8;
in allenthalben hie und dar Brun
1715.
–
‘genau, aufmerksam’
waz diu buhse bedûte, / [...] / merke in
allenthalben: / sie bezeichent die salben, / die diu minne ie hât gereit
En
9941.
– wohl hierher:
den heln er im do ab gebrach. / [...] / das bluͦt
begunde rinnen / an allenthalben durch das golt EckenlE2
140,7
2
Präp. mit Gen.:
di toten lagen in allenthalben sin Rol
4146
MWB 1 1590,43; Bearbeiter: Runow
enallezît
Adv.
‘zu jeder Zeit, immer’
si [Rolands Krieger] furten uaile
den lip. / si gerechten sich in alle zit / durch den heiligen gelouben ersterben
Rol
3252;
do uachten wol des kaiseres man /
[...]. / ir herze stunt in alle zít / also in da uon
gehaizen was [danach, was ihnen dafür verheißen war]
ebd.
4520
MWB 1 1590,56; Bearbeiter: Runow
enalmitten
Adv.
auch nalmitten
Rol
4803,
(vgl.
enmitten
).
‘ganz in der Mitte, mitten’
1 lokal 2 direktional
1
lokal:
do gesach ich sitzen einen man / in almitten under in
Iw
419;
Genelun gestunt in almittin Rol
1194;
ûf ainer brucken / da gesamenten si sich in almitten
Kchr
11273
2
direktional:
er stach Oliuirin [...] in nalmitten
durch den lip Rol
6376.
5181;
alsô er kom in almitten Kchr
5670;
dô kom Lanzelet geriten / durch daz volc in almiten
UvZLanz
5188;
En
7779;
StrKarl
626;
Eracl
1268
MWB 1 1590,63; Bearbeiter: Runow
enalrihte
Adv.
‘geradewegs, mitten’
durch schilt unt durch satelpogen, / durch den lip nal richte
/ den spiez zuchter uf mit chrefte Rol
4415
MWB 1 1591,9; Bearbeiter: Runow
enalverte
Adv.
‘geradewegs’
si fuoren enalverte / daz mos joch die herte, / beidiu berc
unde tal Wernh
933
MWB 1 1591,12; Bearbeiter: Runow
enanderhalp
Adv.
‘auf der anderen Seite’
daz sie bewarten die tor. / einenthalben saz Antenor, / in
anderthalp Troylus, / andersit Deiphebus, / einsit Polidamas, / andersit Eneas. /
alsus teilten sie sich Herb
4099
MWB 1 1591,15; Bearbeiter: Runow
enandersîte
Adv.
auch -sîten.
‘auf der anderen Seite’
er het inandir sit irkorn / den helit Dionisin
Athis
B 108;
Aimon in ander sitin / ge varin quam ebd.
A** 53
MWB 1 1591,20; Bearbeiter: Runow
enantworten
swV.
→ în antwürten
MWB 1 1591,24; Bearbeiter: Runow
ê|narre
swM.
jmd., der sich in Bezug auf das Gebot der Unauflöslichkeit der Ehe töricht verhält
(und Ehebruch begeht):
got wolde des niht günnen / sant Pêtern und der pfaffheit, / daz diu ê würd
abgeleit, / wand er sie ze triuwen bant / mit sîner götlîcher hant: / ich mein die
kristenlîchen ê / [...]. / nû ist manic ênarre, / der in
sîner pharre / um strîchet nach wîben Helbl
2,995
MWB 1 1591,25; Bearbeiter: Runow
enbarmen
swV.
‘sich erbarmen, Mitleid haben’
inbarmet uch alle die oren havent Lilie
19,29
MWB 1 1591,33; Bearbeiter: Runow
enbarn
swV.
1 tr. 1.1
‘etw. entblößen, zeigen, zu erkennen geben’
1.2
‘(jmdm.) etw. kundtun, offenbaren, anvertrauen’
2 refl. 2.1
‘sich (jmdm.) zeigen, zu erkennen geben’
2.2 mit Gen.-Obj. 2.2.1
‘jmdm. etw. zeigen, zu erkennen geben, an den Tag legen’
2.2.2
‘etw. loswerden, ablegen’
1
tr.
1.1
‘etw. entblößen, zeigen, zu erkennen geben’
manig mundel rosenvar / sin wizze zende enbarte
WhvÖst
2409;
Brandan so lange mvoste varn, / vnz daz ym got syne hohen guote wolte
vmbarn Wartb
Rs 50,5;
wa ich in die welt var / und mein chunst also enpar /
schon gen aller menschen sin Teichn
183,18.
– in der Verbindung daz swërt ~
‘zücken’
div swert si enbarten, / den herten tot si garten
Wernh
A 4279;
daz swert von siner siten wart do schier enbart WolfdD
484,1;
GTroj
6522
u.ö.
1.2
‘(jmdm.) etw. kundtun, offenbaren, anvertrauen’
swie ungerne duz enbarest, / und swie dû lougenende varest, / dû minnest
einen man iedoch En
10567.
4510;
ich lîde sanfter vil den tôt / dan ich die sache dir enbar
KvWEngelh
5971;
der wil und kan [...] die
warhait wol enbarn WernhMl
8747;
KvWTroj
5244.
1875;
LobGesMar
12,3.
– mit Präp.-Obj. umbe/ von:
dannoch hete er [der Abt] im
[Gregorius] niht enbart / umbe sîn tavel und
umbe sîn golt Greg
1650;
dô ich daz mære enbarte / von dem guoten Gêrharte
RvEBarl
16131.
– mit Obj.-Satz:
ir sult iuch wider si [
die iuwers landes walten
] enbarn / daz ir zehant wellet varn / durch got ze dem
heiligen grabe Greg
571;
Wâlwein [...] begunde
Lanzelete enbarn, / wie ez umb den mantel was gevarn UvZLanz
6621.
– mit Ersparung des Obj.:
ez stêt dâ von geschriben dort, / als ein prophête
hât enbart: / [...]
RvEBarl
2683;
Marien vnde daz kint er nam / vnd machte sich vil drate also / vf den
wech gen Egypto / als im der engel hete enpart Pass I/II
28,42
2
refl.
2.1
‘sich (jmdm.) zeigen, zu erkennen geben’
an daz mere sluͦc er [Moses] di
ruten / der grunt sich inbarte [wurde sichtbar]
VMos
46,12.
68,6;
der gottes lerëre, / [...], /
fuer durch ler in Venedi, / da pede ene, dis und dy / gemain haydenn warn: / er
torst sich nicht wol enparn Märt
5572;
lat iuwer singen varn, / ir gugelgiegen
[Narren] , sinnes arn! / gat iuch enbarn / der
künste scharn [zeigt euch in eurer Blöße vor den künsten
(FrlWB 79)] / und sitzet an die sunnen warn Frl
5:118G,15.
–
‘sich jmdm. anvertrauen, seine Liebe gestehen’
die sich helent under in, / sît daz si sich enbârent
/ und danne ir schame vârent / und gestent sich an [Abstand
nehmen von] liebe, / die sint ir selber diebe
Tr
12381;
sî hât herze und al die sinne, / der muoz ich mich gar enbarn
KLD:SvL
3:1,6
2.2
mit Gen.-Obj.
2.2.1
‘jmdm. etw. zeigen, zu erkennen geben, an den Tag legen’
er hât sich zuht gein mir enbart Parz
189,3;
wilt dû dichs gegen mir niht enbarn, / Nasion der tiufel muoz ez mir
ervarn Wartb
Rs 14,4;
und wær mir daz hertz unwis, / sit sich diu raine hat
enbart / gein mir so suͤzzer wort zart? WhvÖst
2059;
nieman sich enbart / sins wapens daz er fuͦrt ebd.
14462.
1318;
Wh
114,11
2.2.2
‘etw. loswerden, ablegen’
es hant vil frowen och den muͦt / zesamende sich
gesellen, / Marien gesechen wellen / und alle warhait selb ervarn, / da
mitte zwivels sich enbarn WernhMl
13368
MWB 1 1591,35; Bearbeiter: Runow
enbeidenthalben
Adv.
→
beide
Num. 1.1.1
MWB 1 1592,31;
enbeinzen
Adv.
‘einzeln’ (aus en bî einzen, vgl.
einez
):
diu [Messer] mag er wol verkaufen
enbeinzen unde sament StRAugsb
42,34
MWB 1 1592,32; Bearbeiter: Runow
enbeiten
swV.
1
‘auf jmdn./ etw. warten, jmdn./etw. erwarten’
1.1 mit Akk. 1.2 mit Gen. 1.3 mit Ersparung des Obj. 2 unklar ob hierher oder zum Simplex mit proklitischer Negationspartikel
1
‘auf jmdn./ etw. warten, jmdn./etw. erwarten’
1.1
mit Akk.:
ich [David] inbeitote minen
trehtin. unt er anscǒwote mich JPhys
8,24;
in allen unseren arbeiten sculn wir in demo gedingen gotes helfe enbeiten
Alkuin
68
1.2
mit Gen.:
si enbaite sîn [
ir lieben hêrren
]
[...], / unz in ir got sande ze lande
Kchr
11673;
do ouch wier des iungisten tages enpeiten wellen UrkAltenb
71
(a. 1293);
dw solt ir nicht enpeiten HvBurg
3343
1.3
mit Ersparung des Obj.:
daz tuͦt allez Roͮlant, [...]
enbeitet uile chume [kann es kaum erwarten]
Rol
2266
2
unklar ob hierher oder zum Simplex mit proklitischer Negationspartikel:
den guten Durndarten [Rolands
Schwert] , / den uorchten si harte, / daz sin da niemen enbaite
Rol
6597.
7738;
ich enbeite ir vil chawme! / ich vircht das sy sich sawme
HvBurg
1229
– ohne Obj. ‘warten, zögern’
[Gurmûn] enbeite ouch dô niemêre: / er vuor mit eime
starken her / über lant und über mer, / biz daz er zÎrlande kam
Tr
5912.
7732
MWB 1 1592,35; Bearbeiter: Runow
enbellec
Adj.
‘schräg, quer hindurch’ (Terminus der Heraldik, s.a.
bellunge
,
billungs
; vgl.
enbellen
):
Lancelot, der sich in den walt verborgen hett, sah sie komen vnd hett ein
roten schilt vmb sin hals mit einr wißen barren in bellig [afrz.
de bellinc
]
LancKarr
210
MWB 1 1592,56; Bearbeiter: Runow
enbellen
Adv.
‘quer über, quer hindurch’ (Terminus der Heraldik; wohl zu afrz. en
belin(e), vgl. Rosenqvist 2,230f.; s.a.
enbellec
); nur WhvÖst in Beschreibungen von Wappen:
von siden riche swengel / sah man da dem banier bi; / silber
wizzer lewen dri / da durch gestrecket warn / enbellen WhvÖst
16824;
ain banier [...], / durch daz sich
ain wurm bog / in bellen nach des wapens kri ebd.
14571
u.ö.
MWB 1 1592,62; Bearbeiter: Runow
enbërn
stV.
1
‘nicht oder zu wenig haben, ohne etw./ jmdn. sein’ , meist mit Gen., vereinzelt
mit Akk. ( PrBerthKl ; Mechth ) 1.1 von Sachen und Abstrakta 1.2 auf Personen bezogen 2
‘verzichten (können) auf, (gut) auskommen ohne’
2.1 von Sachen und Abstrakta 2.2 von Personen 3
‘etw. nicht tun, unterlassen; von etw. abstehen’
3.1 unverneint 3.1.1 mit Gen. 3.1.2 mit negiertem Obj.-Satz. ‘auf etw. verzichten’
3.2
niht/ niene ~ wellen/ mügen
‘nicht auf etw. verzichten, etw. unbedingt wollen’
3.2.1 mit Gen. 3.2.2 mit Akk. 3.2.3 mit Obj.-Satz 3.2.4 ohne Obj.
1
‘nicht oder zu wenig haben, ohne etw./ jmdn. sein’, meist mit Gen., vereinzelt
mit Akk. ( PrBerthKl ; Mechth )
1.1
von Sachen und Abstrakta:
swie gar ich nû ir hulde enbir, /
[...], / sî müese ir zorn allen lân / und mich in
ir herze legen Iw
1634.
6811;
swelich man dar quam / vnd die spil vernam, / mochte man
der stat enporn han, / er hette immer da gestan Herb
9320;
wa wart iͤ creature so erhaven, /
[...], / dat si godes muͦder hiͤz ind were / ind
doch des magtduͦms niͤt enbere? MarlbRh
60,36;
der enbirt / des gelouben, der ist verlorn / und zuo der
helle geborn KvHeimUrst
1156;
div chleinen chindelin, div vntauft von hinnan schæident,
div mvzzen gotes antlutz enbern PrBerthKl
3,44;
Tr
19371;
Eracl
1705;
EbnerMargBr
63,17.
– mit Ersparung des Obj.:
eigenlîcher nimet man got enbernde dan nemende
Eckh
5: 23,8
1.2
auf Personen bezogen:
waz sol ich, swenne ich dîn enbir? Iw
1466;
ei wiͤ arm is he, de sin
[Gott] enbirt! MarlbRh
103,14.
121,10;
wie sol ich dich, lieb, alsus lange enberen?
Mechth
7: 31,10;
ReinFu
K,431.
–
‘jmdn. vermissen’
morgine, so man sin inbirt / vnd bi mir vundin wirt, /
so sprech ich daz ich in hab irslagin / vnd zuͦ mir in daz hol getragin
Athis
A 81;
der wirt [...] hiez si [seine
Frau] her zuo mir gân, / [...] /
swie er ir dort enbære Craun
1224
2
‘verzichten (können) auf, (gut) auskommen ohne’
2.1
von Sachen und Abstrakta:
der prister [...] wolte der habe
niht enpern Herb
15871;
Wig
3239;
liep haet ich gerne, leides enbaere ich wol MF:
Mor
11a: 3,4;
swanne min herre [...] vnsers dienstes enberen
wolt UrkCorp (WMU)
2180,35;
der ist vil sæliger, der aller dinge mac enbern und ir
niht enbedarf, dan der alliu dinc besezzen hât mit nôtdurft Eckh
5: 300,6;
Parz
521,7;
UvZLanz
7776.
–
der werlde und ir wunne enpir [entsage] , /
daz ist dir êwiclîche guot LvRegSyon
346
2.2
von Personen:
ich wil aller der enbern, die mîn enbernt MF:
Reinm
17: 3,1.
25: 5,7;
der tumben man dâ wol enbirt KvHeimUrst
1328;
du solt mir des gelouben, / daz ich kûme dîn enbir
[es kaum ohne dich aushalte]
KvWLd
15,58;
dis ertrich mag din
[Maria] noch nit enbern Mechth
3: 23,15;
Tr
19545;
UvZLanz
2771
3
‘etw. nicht tun, unterlassen; von etw. abstehen’
3.1
unverneint
3.1.1
mit Gen.:
iwers diens wil ich enbern: / ich ensol niwan hulde
gern Parz
554,15;
mir entouc niht zenberne / swes ir an mich gesinnent
UvZLanz
516;
wachter, dîns sangis imbir, / unz daz âne zwîvel komn
sül der tag SM:Had
33: 2,9;
so twinget liebe mîn gemüete, / sô daz ich des niht
enber, / ich enhabe vür guot, swaz si mag an mir begên SM:
UvS
15a: 3,4;
vil dicke von heimlîch geschiht / daz [d.i. daz,
des
] man vil wol enbære, / ob diu heimlîch niht enwære
PleierTand
3303;
Lanc
361,20.
–
welt ir uns iuwerr helfe wern, / so muge wir
trûrens wol enbern [sein lassen]
Wh
247,22
3.1.2
mit negiertem Obj.-Satz. ‘auf etw. verzichten’
vrischez obez enbere / wol, daz ein obez von vuler art bi im nicht
enwere Frl
5:35,10
3.2
niht/ niene ~ wellen/ mügen
‘nicht auf etw. verzichten, etw. unbedingt wollen’
3.2.1
mit Gen.:
nv er es niht wil enpern, / so svllen wir in des
gewern Herb
12309;
dû solt mich einer bete gewern, / dern wil ich niht
von dir enbern Tr
3368;
ich mohte niht der rede enbern RvEBarl
11870;
Eracl
1819;
Iw
4444
3.2.2
mit Akk.:
ab he iz nichit inperi wil Mühlh
99,21.
174,10;
wil ez der voget niht enbern UrkCorp (WMU)
1953,31
3.2.3
mit Obj.-Satz:
daz her doch niene wolde intberen / daz her sine
brudere bete / daz sie die gnade teten / mit ir gebete ingegin gote
Ägidius
1614.
– mit konjunktionslosem konjunktivischen Satz (mit oder ohne
Negation, vgl. 2
5Mhd. Gr. § S 147,3):
do enwolt vrowe Ade niht enbern, / siu enfüer mit
ir gesellen UvZLanz
2812;
vnd [der vitztum
] wolt niht enbern, man solt daz reht des ersten dar vmb
sprechen UrkCorp (WMU)
2284,18;
PrStPaul
106,5
3.2.4
ohne Obj.:
vindet ein man urteile, unde wirt si im widerworfen,
unde si ist niht reht, wil der rihter niht enbern unde
ener [jener] dem diu urteile schade was, si
sprechent in wol dar umbe an SpdtL
199,6
MWB 1 1593,7; Bearbeiter: Runow
enbesten
swV.
1
‘etw. abstreifen, entblättern’
1.1 mit Gen.-Obj. 1.2 refl. 2 jägerspr. ‘enthäuten, abziehen’ (vgl.
bast
3
)
1
‘etw. abstreifen, entblättern’
1.1
mit Gen.-Obj.:
sin herze was versnitten / mit des zornis strale / und hiez alda zemale /
die heren maget engesten [entkleiden] / ir cleider
vnd enbesten / ir reines libes gewande [Gen. Pl.]
Martina
108,108
1.2
refl.:
so wart daz grune loub / in kurzen ziten also toub, / daz ez sich von den
esten / zumale muste enbesten HeinzelRitt
16
2
jägerspr. ‘enthäuten, abziehen’ (vgl.
bast
3
):
man enbestet dâ den hirz Tr
2813;
vil kündeclîche enbaste er / beidiu sîniu hufbein ebd.
2898
u.ö.;
ich tuon ein hût von einem rinde enbesten Kolm (B)
119,13
(¹KonrW/7/509)
MWB 1 1594,26; Bearbeiter: Runow
enbicobe
stSubst.
eine Stoffart (s.a.
cambicolor
):
hutten und gezelt, / di waren reich von samitt, / enbicobe
und capit HvNstAp
3630
MWB 1 1594,39; Bearbeiter: Runow |