ekub
Subst.
‘kleines, primitives Zelt’ (aus afrz. aucube, vgl. Vorderstemann,
Fremdw., S. 80f.):
wol gehêret wart daz velt: / preymerûn und manc gezelt, /
ekube, treif unt tulant / man vil dâ ûf geslagen vant Wh
316,7.
197,11
MWB 1 1574,28; Bearbeiter: Diehl
ël
Adj.
‘fahlgelb, ockergelb’ (vgl. AWB 3,271):
elbidum: elwez VocBV926
3:625,35;
fulvum: rotaz elewaz brunaz SummHeinr
2:296,58
MWB 1 1574,33; Bearbeiter: Diehl
elas
Interj.
auch eylas (vgl. Suolahti 1,83).
Ausruf des Bedauerns (aus afrz. hélas):
waz han ich, herre got, getan / wider dich? sprach er, eylas!
/ daz du mich svs gevntrostet has Herb
10535;
owe, leider, elas! ebd.
11208.
10488
MWB 1 1574,36; Bearbeiter: Diehl
elbe
swM.
auch als Pl. zu →
alp
gedeutet (vgl. MF:Anm., S. 455).
‘dämonischer Elbe’
von den elben wirt entsehen [durch den Anblick
bezaubert] vil manic man MF:Mor
5: 1,1;
di sele irkennet sich ouch selben, / nu entrigen mich nicht
di elben, / di sele irkennet den engel wol, / der bi ir ist also her sol
Brun
7342;
ich wæn dich trieg der elbe Anteloye
298
MWB 1 1574,41; Bearbeiter: Diehl
elbisch
Adj.
‘dämonisch’
dich hât geriten der mar, / ein elbischez âs, / dû solt daz übele getwâs
[Gespenst] / mit dem kriuze vertrîben RvMunre
647;
nû sagâ mir, elbischez getwâs, / vil rehte dînen namen ebd.
1310.
1187.
1206.
–
‘von bösen Geistern bewirkt’
min minne ist gewisse, / als ich gesprochen han, / ein
elbisch vure vnde ein wan Herb
12836;
die vrowen raseten vor in da / in elbischer anschowe
[Betrachtung]
Pass I/II
97,15.
–
‘(durch Einwirkung von Dämonen) verwirrt, von Sinnen’
wænestu daz ich elbisch si? / mir wonent guote witze bi RittermdN
131;
si [die Arznei] ist gut fur di
uallende sucht, vnde ist gut den elbischen vnde den
uorchtlunigen [Blödsinnigen]
SalArz
104,3
MWB 1 1574,49; Bearbeiter: Diehl
elbiʒ
stM.
auch albiʒ.
‘Schwan’ (vgl.
swan
, v.a. erwähnt im Hinblick auf seine weißen Federn oder den sagenhaften
Schwanengesang vor dem erahnten Tod, vgl. LexMa 7,1611, TPMA 10,277-281, weiteres
Material Batereau, Tiere, S. 53f.):
de avibus [...] cignus a canendo, vel olor quod totus
plumis sit albus (suano vel) elbiz SummHeinr
1:161,681
u.ö.;
cignus haizt ain elbiz oder ain swan. daz ist ain weizer
vogel BdN
174,8;
der albez wîz alsam der snê, / geverwet sô daz blüende rîs
KvWSchwanr
300
u.ö.;
LBarl
11103;
wie wunderlichen tôt / der fênix und der elbiz nemen Renner
19741;
der vogel der uff dem ast sitzet, daz ist ain elbs. daz waiss von nature sin
tot vor; und so er hút sterben sol oder morn, so singet er aines tages der vor ains
froͤlichen sanges PrGeorg
265,20;
alsus klage ich mîn nôt / mit sange untz an den tôt, / alsam
der elbez tuot SM:Gl
1: 12,23.
– vereinzelt ‘Ibis’
ibis: elbiz UvLil
41re
MWB 1 1574,63;
ëlch
stM.
‘Elch’ (s.a.
elen
N.):
alx: genus bestie id est elaho SummHeinr
2:162,203;
alx vel falx: eleho VocBV926
3:443,16;
ibex ist ain tier, [...], und
sprechent etleich maister, ez sei der nâtûr und des geslähtes, des die hirz sint. dâ
von wæn ich, ez sei daz tier, daz ze däutsch älch haizt, wan daz ist grœzer dann ain
rêch und klainer dann ain hirz und hât gezinnteu hörner sam ain hirz. aber ez hât si
prait und ain hirz sinwel BdN
141,10.
– unter Betonung von Größe und Wildheit:
er tranc ûz grôzen kannen. / [...] / von ûren und von
elhen / wart solher slünde nie niht getân Weinschwelg
10;
dar nâch sluoc er schiere einen wisent und einen elch, /
starker ûre viere, und einen grimmen schelch NibB
937,1
MWB 1 1575,18; Bearbeiter: Diehl
eldergëlt
stN.
‘Erbzins’ (vgl. Anm.z.St.):
notandum, quod census hereditarius in Totelstete, qui vocatur eldergelt,
potest augmentari WeistErf
79
(a. 1332)
u.ö.
MWB 1 1575,33; Bearbeiter: Diehl
eldrize
Subst.
‘Elritze, Bitterfisch’ (Kleinfisch aus der Karpfenfamilie):
di hecht heiz in ezzen, [...], kleine vische di da
heizen eldrize; die andern verbut im alle RogerChir
89
MWB 1 1575,37; Bearbeiter: Diehl
electuarje
Subst.
→
latwârje
MWB 1 1575,41;
elefant
stM.
→
hëlfant
MWB 1 1575,42;
elefantiasis
F.
auch elefancia.
Krankheit, die (durch Schwellung der Lymphdrüsen) die Vergrößerung eines
Körperteils bewirkt:
is ist einerhande miselsucht, di heiset elephantiasis
Macer
11,8;
daz auch die ander lepra / heizit elefancia PrHess
15,316
MWB 1 1575,43; Bearbeiter: Diehl
elefantisch
Adj.
→
hëlfantisch
MWB 1 1575,49;
êleich
stM.
‘eheliches Zusammenleben’
vor elichen eleich / get kein irdisch leben, / wen daz wart
uns gegeben / dort in dem paradise HeslApk
6602
MWB 1 1575,50; Bearbeiter: Diehl
elelende
stN.
→
ellende
MWB 1 1575,53;
element
stswN.
häufig lat. Formen.
‘Element, Grundbestandteil’ (vgl. LexMA 3,1800ff., v.a. im Zusammenhang mit der
Elementenlehre der Humoralpathologie [z.B. Macer
Prosavorr. oder MNat
1,1ff.], vgl. LexMA 5,211ff.):
di wisen [...], di iehent algemeine,
daz di werlt si von vier dingen, der an ir nicht vber wirt noch gebrichet, der
nimmer me noch nimmer wirt me noch nimmer wirt min. di vier dinc heizen elementa.
daz ist vuer, luft, wazzer vnde erde SalArz
1,5;
BdN
378,12;
diu vier elementâ / stuonden schînlichen dâ / in îr sundervarwe Er
7594;
ein igelich mensch der ist geschaffen ûz den vier elementis
Barth
127,25;
got in vier elementen / sich erscheinet Rumelant
1,267b;
do der sun dot waz, / betrubt worden schiere / die elementen
viere HvNstGZ
3110;
den ursprinc und den anefanc, / und swaz die vier element gebern Frl
4:4,3;
wâ element sich ruorent, / wâ swær wâ lîht wâ heiz wâ kalt
KLD:Kzl
2: 11,15;
und ist genant nach einem vogel, / des sin und des conplexen
schin / wol eines elementen sin Minneb
3374.
1832;
ouch jên des di lêrêre / daz iz ein lûter wazzer wêre / ûz
der sîten [Christi am Kreuz] gar entrent / sam daz gemeine
element, / nicht der vûchte vluzzic vluz / der dâ heizt flegmaticus
JvFrst
10722
MWB 1 1575,54; Bearbeiter: Diehl
elementisch
Adj.
‘durch die vier Elemente bestimmt’ (bezogen auf die sublunare Welt):
daz elementisch oder daz matergleich reich [
elementarem regionem
]
KvMSph
9,15;
daz elementisch reich hat vier stukke. daz klainst ist daz
ertreich, und daz ist reht als ain gemainer mittelpunct aller werlt. uͤmb daz
ertreich ist wazzer, uͤmb daz wazzer ist luft, uͤmb den luft ist feur ebd.
9,17
MWB 1 1576,16; Bearbeiter: Diehl
elen
N.
‘Elch’ (aus litauisch elnis, vgl. 2DWB 7,1223; s.a.
ëlch
und
elent
):
du tier zesamne kamen / und wolten einen kunig weln. / eln und ûren, wisent
und helfant Marner (W)
6:13,3
MWB 1 1576,24; Bearbeiter: Diehl
elen
stswF.
→
elne
MWB 1 1576,28;
elencliche
Adv.
→
alinclîche
MWB 1 1576,29;
elent
stN.
‘Waldesel’ (vgl.
elen
):
do sahe er in wilder art / durch den walt uf ir vart / loufen
ein teil ellende [
vidit … onagros transire
] , / die liefen harte snellende Vät
9051
MWB 1 1576,30; Bearbeiter: Diehl
eleotropia
Subst.
→
eliotrop
MWB 1 1576,34;
ê|lêrære
stM.
‘Rechtskundiger’
Esdras der schriftherre und elerer [
legis doctor
]
Cranc
Vorr. Kl. Proph. 303,8
MWB 1 1576,35; Bearbeiter: Diehl
elfantîn
Adj.
→
hëlfantîn
MWB 1 1576,38;
elfenbein
stN.
→
hëlfenbein
MWB 1 1576,39; |