e – ëbenbürtecheit ëbendol – ëbenguot ëbenheilec (?) – ebenisch ëbenjunc – ëbenmenden ëbenmensche – ëbenstrenge ëbensuoʒe – ëbenwette ëbenwîch – êbrëchærinne êbrëchec – eckerich eckerlîn – edelkeit edelkint – effede effelîn – ege|sam eges|bærec – êhaftec, ehtec êhafteclîche – ehten ehter – eichermel eichgrabe – eidigen eierære – eigenerge eigengeborn – eigenschaft eigenschaftlich – einbærkeit einbærunge – einent einenthalp, einenthalben – einhalp, einhalben einhël – einlift einlifthalp – einöuge einöugec – einstirn einstrîtec – einvach einvalt – einworhte einwort, einwürte – eischtac eischunge – eiterbluome eiterbrâme – eitertrache eitervar – êkonvrouwe ekub – elfenbein elfenbeinîn – ellendeclich ellenden – elmëʒ
elne, elle – emb- ember – emʒlîche en – enbicobe enbieten – enbore enbœrec – ende endeblat – endeschaft endeslac – enein hëllen enein komen – engegenen engegengân – engelkeiserinne engelkôr – engelvürste engelwësen – englîmen englimmen – enhundert enîdrus – enklieben enklœʒen – enmitten enmittenzwei – enphrüenden enphüelen – ensîten enslîbe (?) – ent- ent|ænegen – enthalben enthalt – enthitzen enthiuten – entlegen entlêhenen – entliutern entlocken – en|toben (?) ent|ordenen – ent|rigeln ent|rîhen – entsagen entsagunge – entschîben entschicken – entsebelich entseben – entslîchen entsliefen – entspitzen entsprëchen – entsüenen entsunkenheit – entvëlhen entvëlhigen – entvliehen entvlieʒen – entwachen entwâfenen – en|twelmen en|tweln – entwësenen entwëten – envalten envar – ênzeclich enzeichenen – enzückunge enzündærinne – ephichwurz ephimera – erargen erarmen – erbarmen erbarmhërze – erbeclîche erbedienest – erbe|insigel 1erbeiten – erbelôsunge erbeman – erbeschilt erbeschrîn – erbeveste erbevîent – erbieten erbietunge – erblœʒen erblüejen – erbrogen erbrüeten – ërden-, ërtmëʒʒer ërden-, ërtvruht – erdiuten erdoln – êregîtec êregîtikeit – êrenhüetære êrenhüge – êrenvest êrenvrëch – ergëben ergëbenheit – ergetzen ergëtzen – erglitzen erglîʒen – ergrisgramen ergriulen – erharn erharten – erhogen erhœhen – eringrieʒ
erinnern – erkennelich erkennen – erklepfen erklîben – erkræjen erkrallen – erkuolen erkuolunge – erlegen erlêhenen – êrlich erlîden – ér|lôn erlônen – erlusten erlustigen – ermelzipf ermen – ernacken ernaʒʒen – ërnesthaftic ërnesthafticheit – erqueln erqueschen – errîhen erringen – erscheinunge erschellen – erschrîben erschricken – ersîhen ersiht – ersnellen ersnîden – erstandunge erstarken – erstieben erstîgen – ersuochære ersuochærinne – ërtbærec ërtber – ërtgerüste ërtgruft – ertougen ertouwen – ertücken ertumben – ervære ervâren – erviselunge erviuhten – ervreisen ervriesen – erwahsen erwæjen – erwëgen erwëgen – erwermen erwern – erwîtern erwîʒen – erzeigen erzeigunge – erziugen erziugunge – eschenbürnen ê|schillinc – esellîp eselmære – esser estel, estelîn – ëtevil ëtewâ – etzweide etzwise – êwelich ê|wëlten – ê|wise ê|worhte – ëʒʒesac ëʒʒic – eʒʒisch|türlîn
|
epgrunde
stN.
→ abegründe
MWB 1 1772,48;
epfel-
→ apfel-
MWB 1 1772,49;
êphenninc
stM.
‘Gerichtspfennig’
omnes illi, qui dant epfeninge, debent dare annuatim panwerch
UrkTirol
1:3,143
(a. 1239);
omnes homines qui de iure dare debent epfenninge de bonis eorum
UrkÖsterrM
131
(a. 1272)
MWB 1 1772,50; Bearbeiter: Runow
ephich
stMN.
auch eppe, ephe, epf.
‘Sellerie’ (Apium graveolens; vgl. Marzell 1,345f.):
apium vel selino: ephe / ephich SummHeinr
1:204,434;
ephih ist goͮt den zornegen liuten PrüllK
24;
der eppe ro gessen oder getrunken: das saf hilfet den, der mit
arbeiten pisset Macer
9,6;
fenichel und epich Barth
158,2;
apium haizt epf. daz kraut ist haiz und trucken
BdN
382,14;
petersil hât vil der kreft, die der epfeich hât ebd.
413,33;
Gen
251;
SalArz
11,51
MWB 1 1772,55; Bearbeiter: Runow
ephichblat
stN.
‘Sellerieblatt’
zu den sichen ougen. nim eppes bletere vnde rip si mit
gruneme kese. vnde lege daz uf di ougin SalArz
36,45
MWB 1 1773,1; Bearbeiter: Runow
ephichrinde
F.
‘(abgeschälte) Sellerierinde’
gip im [dem Fieberkranken] uenchel
rinde. oder eppen rinde di gesoten sin mit oximel SalArz
72,33
MWB 1 1773,4; Bearbeiter: Runow
ephichsaf
stN.
‘Selleriesaft’
so sal man dem siechen geben scariole saf. vnde eppe saf
SalArz
71,54;
salbe dich mit eppe saffe ebd.
78,9
u.ö.
MWB 1 1773,7; Bearbeiter: Runow
ephichsâme
swM.
‘Selleriesame’
man sal im [der am Blasenstein
leidet] ouch gebin alle di dinc di den harn machen uaste gen. daz
is [...] eppesame. petirsilge same SalArz
59,8
u.ö.;
der eppe same mit wassere unde mit ezzege genutzet verstophet
den buch Macer
9,12;
Ipocr
222
MWB 1 1773,10; Bearbeiter: Runow
ephichsouc
stM.
‘Selleriesaft’
nim wermuotsouch unde ephichsouch unde maratrisouch unde
mische die alle under einander Barth
143,15;
swer di [
hitzeblatern
] hat. der sal [...] ofte baden. vnde sal
sich bestrichen [...] mit eppe suge so er uz dem bade ge
SalArz
78,54.
65,16
MWB 1 1773,16; Bearbeiter: Runow
ephichwurz
stF.
‘Selleriewurzel’
diptamnum: ephiwrz VocBV67
3:498,6;
nim venichlwurz und epfeichwurz und petersilwurz und seut
die in erdgallensaf [...] und gib ez dem ze trinken, der
krankeu gelider hât BdN
397,26
MWB 1 1773,22; Bearbeiter: Runow
ephimera
F.
eine (kurze) fiebrige Erkrankung:
effimera daz ist ein swer. vnde
[...] geschit etwenne uon der sunnen hitze. so wirt daz
houbit heizer denne ander teil des libes. vnde tut uil we SalArz
66,53;
swenne di effimera ist uon der sunnen hitze ebd.
67,16.
67,27
MWB 1 1773,27; Bearbeiter: Runow
ephot
Subst.
(hebr., vgl. Glr.z.St.) ‘Gewand des Hohepriesters’
Jeronimus heizzet die alben [weißes liturgisches
Gewand] ephot Lucid
87,7
MWB 1 1773,33; Bearbeiter: Runow
ephöu
stN.
auch ebehou; zu ahd. ebah, mit pseudoetymol. Anlehnung an
ahd. howi
‘Heu’ (vgl. 2DWB 7,90 (s.a. AWB 3,1).
‘Efeu’
edera quod arboribus reptando hereat: ephoͮ SummHeinr
1:191,269
u.ö.;
ad capitis dolorem. nim wormatun. rutam. ebehoͮe. daz an der
erde wahsset Ipocr
7.
15.
52;
mule daz ephoͮwe cum uino InnsbArz
5
MWB 1 1773,36; Bearbeiter: Runow
epiphanie
F.
‘Epiphanias, Tauffest Christi; Dreikönigstag’
dis beschach [...] an dem fritage nach der epiphanie
UrkCorp (WMU)
503,4;
dur daz began wir des in epiphania niht. der toͮf, den wir ze
osteren begant, der ist vnsers herren Ihesu Cristi Lucid
115,13;
[Überschrift:] in epyphania. an dem zwolften tage
Tauler
16,20
MWB 1 1773,43; Bearbeiter: Runow
epistelære
stM.
Bez. für den Kleriker, der in der Liturgie die erste Lesung (aus den
Apostelbriefen) abhält:
[Bildüberschrift:] accolite episteler vnd ewangilier
Pilgerf
814 (App.)
MWB 1 1773,50; Bearbeiter: Runow
epistele
swF.
1
‘Brief’
2 bezogen auf die apostolischen Briefe der Bibel
1
‘Brief’
da von so sprichet St. Augustinus in einer epistelen ‘zuo
Volysianum.’ ThvASu
38,15.
52,25;
[Kapitelüberschrift:] von der episteln Aristotilis, die
gesantt ward ze der pet [auf Ersuchen] des grossen
chüniges Alexannders von Macedony HvHürnh
Reg. 3.
1,11
2
bezogen auf die apostolischen Briefe der Bibel:
also leret uns sant Paulus in der selben epistel wie wir uns beklaident mit
tugenden PrGeorg
241,5;
alliz daz geschribin stat [...] in einir epistiln zcu
den Romer PfzdHech
161,3;
sancte Peters epistole Tauler
91,2;
Seuse
347,27;
Eckh
1:161,3
u.ö.;
mit lat. Flexionsendung:
er hiez machen alle stunt / die wîsen prophêten kunt, / diu
vünf buoch von Moysê, / die alten und die niuwen ê, / die boten, die epistolas, /
den salter RvEBarl
13585.
– in der Liturgie ‘erste Lesung’ (aus den Apostelbriefen, vgl. LexMA
3,2069f.):
an den sunnetagen sal man in die epistelen unde daz
ewangelium lesen StatDtOrd
32,29;
Sente Stephan und Sente Laurentius lasen das ewangelium und di epistelen
HlReg
67,6
MWB 1 1773,54; Bearbeiter: Runow
epistîtes
Subst.
ein Edelstein:
karfunkl unt silenîtes, / [...]
cerâuns unt epistîtes Parz
791,6;
epistutes ist ain scheinent stain rôtvar. der den pei dem
herzen tregt, den macht er sicher und senftigt urleug oder krieg BdN
446,8
MWB 1 1774,11; Bearbeiter: Runow
epistrates
Subst.
ein Edelstein:
crisopassus und cristall, [...]
epistrates, galactide HvNstAp
18156
MWB 1 1774,16; Bearbeiter: Runow
epitafum
stN.
auch epitafium.
‘Grabschrift’
dar an [am Grabstein] stunt
[...] / sîn [Pallas]
epitaphium gescriben / und wie her tôt was gebliben / und wie her hiez und wer her
was En
8333;
ich vant drî und zweinzec bâre, / alsô manegen tôten künec dâ
ligen / gekrœnt. ir namen sint unverswigen: / ze ende ieslîcher bâre drum / hât ir
eppitafîum / an breiten tavelen Wh
464,20;
dar zu, du werde frawe, kum / und schrib daz epitaphum: /
‘hie ligt tot durch mynne / und von getruwem synne / mines diners freude selig’!
Minneb
2638;
Parz
107,30;
Wig
8256;
UvEtzAlex
4936.
– allg. ‘Inschrift’
die aber zem grâle sint benant, / hœrt wie die werdent
bekant. / zende an des steines drum / von karacten ein epitafum / sagt sînen namen
und sînen art Parz
470,24.
781,15
MWB 1 1774,18; Bearbeiter: Runow
epizikel
stM.
‘Epizykel’ (kleinere Kreisbahn, auf der sich die Planeten innerhalb ihres
Umlaufs um die Erde scheinbar bewegen; zur Erklärung der Unregelmäßigkeit der
Planetenbewegung innerhalb des geozentrischen Weltbildes; vgl. LexMa
6,2202):
ez hat auch ein igleich planet an dy sunne einen chraizz, der haist
‘epiciclus’. und ‘epiciclus’ ist ein chlainer zirchel, durich dez selben umbchraizz
wirt des mones leichnam gefueret, und dez epycikels center alle zeit wirt gefuret in
dem umbchraizz deferenter Sphera
93,33
MWB 1 1774,34; Bearbeiter: Runow
eppe
→
ephich
MWB 1 1774,45;
ëppen
swV.
‘wegströmen, absinken’ (vom Meer in Bezug auf die Gezeiten):
daz lant [Galiläa] vmme vehit ein sêe den heizit
daz heilige ewangelium ein mere. wan er breit vnd lanch ist.
[...] vnd vndit vnd eppit [hat Flut und
Ebbe] sere als daz mer tuͦt PrLpz (L)
68,18
MWB 1 1774,46; Bearbeiter: Runow
eppurlis
M.
→
aberëlle
MWB 1 1774,52;
eptissin, ebbetissinne
stF.
auch abtisse, abtissin, ep-/ebetischin; selten
eppetisse.
‘Äbtissin, Vorsteherin einer klösterlichen oder klosterähnlichen Gemeinschaft’
so man den [Nonnen] git ain
maisterin, / ain priolin, ain abtissen SHort
4924;
ain aptie, der pflac / schon und gewaltecliche / ain
fúrstinne riche, / der stift, der richen oͮwe / æpitischen RvEWh
11800;
ein ebtißinne und zwo nuͦnnen Lanc
14,34;
wir Elizabeth von Wezinkon ebetischin des gotteshuses der heiligen martirer
Felicis vnd Regule ze Zúrich in Konstenzer bischtome UrkCorp (WMU)
1068,7
u.ö.;
der eppetissen bruͦder / unde der furstinne muͦder Elis
5389;
ReinFu
K,2130;
PrBerthKl
3,124;
SpdtL
83,17.
– bildl.:
hie nach sach ich ein geistlich closter, das was mit tugenden
gebuwen. die eptischin ist die ware minne Mechth
7: 36,10
MWB 1 1774,53; Bearbeiter: Runow
ër
Pron.
‘er’ Das Pers.-Pron. weist ein heteroklitisches Deklinationsparadigma auf; im
Folgenden werden nur der Sg. Mask. ër und die zugehörigen Formen behandelt,
vgl. →
sie
und →
1ëʒ
. Die vom Refl.-Pron. übernommene Form sîn im Gen. ist nicht immer vom
Poss.-Pron. zu scheiden, zur Formüberschneidung vgl. 2
5Mhd. Gr. § M 41-43.
1 Formales 1.1 der einzelne Kasus (zur sprachlandschaftlichen Verteilung der Varianten vgl.
WMU 1,482f. und 2
5 Mhd. Gr. § M 41 mit Anm. und Lit.) 1.1.1 Nom. 1.1.2 Gen. 1.1.3 Dat. 1.1.4 Akk. 1.2 Abschwächung unter satzphonetischen Bedingungen 1.2.1 Enklise 1.2.2 Krasis 2 Besonderheiten der Verwendung 2.1 innerhalb komplexer Sätze kann das Pron. seinen Bezug auf verschiedene
Personen (mehrfach) wechseln (vgl. 2
5 Mhd. Gr. § S 111) 2.2 ein folgendes Subst. vorwegnehmend 2.3 ein vorausgehendes, freistehendes Subst. im Nom. (Nominativus pendens, vgl.
2
5 Mhd. Gr. § S 56) aufnehmend 2.4 an die Stelle eines nach der Konj. und zu wiederholenden Rel.-Pron.
tretend (vgl. 2
3 Mhd. Gr. § 496) 2.5 deiktische Bedeutung annehmend (vgl. 2
5 Mhd. Gr. § S 112) 2.5.1 mit präd. Nomen 2.5.2 mit präd. Nomen und Rel.-Satz 2.5.3 mit explizierendem Rel.-Satz, der auf das Pers.-Pron. bezogen ist 2.6 durch Modalsatz mit daʒ expliziert (vgl. 2
5 Mhd. Gr. § S 178) 2.7 neben Antwortpartikel (ohne verbale Aussage, vgl. 2
5 Mhd. Gr. § S 116) 2.8 subst. (stswM.) zur Bezeichnung eines männlichen Exemplars einer Gattung (auch
von Pflanzen) ‘Er, Mann, Männchen’
3 im Dat. das Refl.-Pron. vertretend (vgl. 2
5 Mhd. Gr. § M 42) 4 im Gen. das Poss.-Pron. vertretend oder zum Poss.-Pron. übergehend (vgl.
sîn
Pron.)
1
Formales
1.1
der einzelne Kasus (zur sprachlandschaftlichen Verteilung der Varianten vgl.
WMU 1,482f. und 2
5Mhd. Gr. § M 41 mit Anm. und Lit.)
1.1.1
Nom.:
–
er:
Tr
5649;
Lanc
67,3;
Vateruns
176.
–
ir:
SpJesu
526;
EngelbGeb
58;
UrkCorp
892,45.
–
ier:
PrSchw
1,52.
–
he:
Macer
96,3;
MarldA
321;
Roth
3143;
Mühlh
100,5.
–
her(e):
Herb
12577;
Macer
50,6;
Roth
1704.
–
hei:
UrkNiederrh
3,34
(a. 1306);
UrkCorp
1913,20.
–
hie:
MinneR 484
86;
Tobias
17,4;
UrkKöln
3,475
(a. 1300);
UrkNiederrh
2,236
(a. 1257).
–
er auf langen Vokal reimend:
er [: gêr
]
Rol
870.
8194;
er [: hêr
]
Wig
11239;
er [: mêr
]
Athis
E 15;
er [: mær
]
HvFreibTr
3594.
3984.
–
he auf langen Vokal reimend:
he [: nimme = nie mê] Schampiflor
173;
he [: ieman me] ebd.
194.
– mit graphemischer Längung:
hee UrkMeissen
1,306
(a. 1319)
1.1.2
Gen.:
–
ës (selten klar vom Gen.N. zu trennen):
Iw
2105.
5246.
6004;
UrkCorp
35,21.
–
sîn:
Herb
3912;
Eckh
5: 113,9;
Konr
2 O,207.
–
sien:
Mühlh
122,13.
–
sîner:
EvBerl
10,2;
JenMartyr
6
1.1.3
Dat.:
–
im:
Roth
4710;
Iw
110;
PrBerthKl
5,47.
–
ime:
Roth
2697;
SiebenZ
3;
Tr
2335.
–
imo:
Rol
617.
704;
Gen
848;
LobSal
89;
MemMori
98.
–
imu:
UrkCorp
2433,7.
–
himo:
UrkCorp
9,7.
–
imn:
UrkCorp
345,22.
–
imme:
Roth
4795;
MarldM
39;
SM:EvS
1: 14,3.
–
imi:
Spec
59,5.
73,19.
–
em(e):
SalArz
50,39;
Roth
903;
Athis
Ae 12.
–
ieme:
Herb
4262;
Macer
32,15;
UrkCorp
1616B,16.
–
hieme:
UrkCorp
N536,25.
–
iemj:
UrkCorp
N53,12.
–
iheme:
UrkCorp
N817,35.
– reimend auf langes -æme:
eme [: bequeme] Karlmeinet
295,53;
eme [: vngezeme] ebd.
317,16.
–
om(e):
Köditz
2,5;
EbvErf
2835(La.);
Schampiflor
360.
–
(h)ume:
Roth
1052.
1107;
Mühlh
141,7;
JenMartyr
36.
–
umi:
Mühlh
101,3.
140,19.
–
am(e):
UrkMühlh
307
(a. 1314)
1.1.4
Akk.:
–
in:
VAlex
1375;
KLD:BvH
10: 3,9;
HimmlJer
353.
–
ine:
Roth
1171.
904;
Lanc
93,9.
–
inen:
Gen
577.
2649;
JPhys
13,5;
UvZLanz
4244.
–
ien(e):
Lanc
634,12.
157,28.
–
inn:
SM:Tu
1: 1,4.
–
en(e):
SalArz
23,43.
71,31;
Roth
1150;
UrkCorp
962,11.
–
ein:
UrkErf
1,418
(a. 1316);
UrkCorp
N548,37.
–
ien:
UrkHenneb
1:101,34
(a. 1325).
2:8,14
(a. 1333).
– reimend auf langen Vokal:
in [: sîn] NibA
1191,4.
–
on:
Mühlh
102,9;
Köditz
5,4;
UrkCorp
21A,47.
–
(h)un:
Anno
2,14.
4,2.
41,13;
Mühlh
113,21.
132,10;
UrkCorp
54,22
1.2
Abschwächung unter satzphonetischen Bedingungen
1.2.1
Enklise:
Tristan begunde wenken; / und iedoch wancter niht
alsô Tr
16025;
er hetem den schilt nâch genomn Parz
571,23;
da uon der tuujl muze clagen, / swenner dih den vanen
sehet tragen Litan
799;
dazn kunderm [
kunde er im
] anders niht gesagen Iw
3890;
wandern [
wande er in
] ouch dernider stach ebd.
4690;
swenners gerte Wh
429,13;
ir frô herze missewende, diu ’m niht mag genâhen,
niender hât berüeret KLD:BvH
5: 3,9
1.2.2
Krasis:
est [
er ist
] überladen / mit tummer liute raten / der
[...] / sin törschez singen üben wil Frl
5:118G,8;
dô gedâhten si [...] deir [
daʒ er
] komen waere / umb ander boese maere Vät (K)
544;
ez wart jenen swære, / an den si daz erkanten, dêr [
daʒ er
] in schedelîch in strîte wære Kudr
1122,4
2
Besonderheiten der Verwendung
2.1
innerhalb komplexer Sätze kann das Pron. seinen Bezug auf verschiedene
Personen (mehrfach) wechseln (vgl. 2
5Mhd. Gr. § S 111):
duo negetorst er [der Teufel] den man
[Adam] an chomen, forht daz er
[A.] in [T.]
negeruochte fernemen, / ob er [T.] im
[A.] ieht geriete daz er
[A.] is niene tâte Gen
319-20;
nû was der lewe sô starke wunt / daz er [Iwein]
michel arbeit / ûf dem wege mit im [dem Löwen] leit.
/ dô er [L.] niht mêre mohte gân, / dô muoser
[I.] von dem orse stân, / und las zesamne mit der
hant / mies und swaz er lindes vant: / daz leiter allez under in
[L.] / in sînen schilt und huop in hin / ûf daz
ors Iw
5564-73;
dô er [Heinrich] si [das
Mädchen] volbrâhte / hin als er gedâhte / dâ er sînen meister
vant, / dô wart ime [dem Arzt] dâ zehant / wærlîchen
gesaget, / er [H.] hete brâht eine maget / die er
[A.] in [H.] gewinnen
hiez. / dar zuo er [H.] in
[A.] si sehen liez AHeinr
1055-64
2.2
ein folgendes Subst. vorwegnehmend:
mit hurte vlouger under sie, / der valke
Parz
282,15.
382,6;
sîn houbet her ûf rihte / der wol gelobete wîgant En
226;
nu was er komen über mêr / der grôze künec von Persiâ StrKarl
8604;
ErnstD
1394;
UvZLanz
2213
2.3
ein vorausgehendes, freistehendes Subst. im Nom. (Nominativus pendens, vgl.
2
5Mhd. Gr. § S 56) aufnehmend:
der tûrlîche wîgant / under sîn here er dô spranc
SAlex
4521;
unser vater Adâm, / die kunst er von gote nam
Parz
518,2;
VMos
79,28;
StrKarl
9316;
Neidh
WL 31:4,8(La.).
– das Pers.-Pron. steht in einem anderen Kasus (vgl. 2
5Mhd. Gr. § S 114):
Noę der guͦte / got ime offenote / wi sin sun Cham /
wider ime hete getan VMos
14,14.
der hêrre des landes, ir fröude dûht in niht ze guot NibA
593,4;
der junge wirt der lande, / der degen Hartmuot, die rede was im ande
Kudr
992,1
2.4
an die Stelle eines nach der Konj. und zu wiederholenden Rel.-Pron.
tretend (vgl. 2
3Mhd. Gr. § 496):
swem er daz swert undergienc / unt in mit armen zim
gevienc, / den twanger swes er wolde Parz
538,12;
diz bîspel ûf den menschen gât, / der keine witze z’êren hât, / und aber
ze bœser kündekeit / im al die sinne sint bereit Freid
144,8;
den sî ze gesellen kiesent / unde in ze liebe erwelent HartmKlage
1577
2.5
deiktische Bedeutung annehmend (vgl. 2
5Mhd. Gr. § S 112)
2.5.1
mit präd. Nomen:
er bluome an mannes schœne! Parz
39,22;
er tôre, er dunket mich niht wîse Walth
22,28;
daz kom von im, er hellehunt Georg
5199
2.5.2
mit präd. Nomen und Rel.-Satz:
er gouch, swer für die zwei [
gotes hulde und êre
] ein anderz kiese, / der ist an rehten witzen blint
Walth
22,31;
er sælic man, der iuwer lêre hât! ebd.
46,34.
28,21;
er zage, der hie den rücke vlühtic wende Loheng
120
2.5.3
mit explizierendem Rel.-Satz, der auf das Pers.-Pron. bezogen ist:
er was ir noch vil vremde, dem si wart sider undertân
NibB
46,4;
man giht, er sî sîn selbes bote / [...], /
swer vür des andern schulde bite AHeinr
26
2.6
durch Modalsatz mit daʒ expliziert (vgl. 2
5Mhd. Gr. § S 178):
si funden in, daz er slief Serv
3106;
man solt in wol erkennen, / daz er den prîs übr manegiu
lant / hete Parz
21,30
2.7
neben Antwortpartikel (ohne verbale Aussage, vgl. 2
5Mhd. Gr. § S 116):
‘hat er ein wunde, herre?’ sprach sie. ‘ja er, ein vil
groß’, sprach er Lanc
514,27
u.ö.;
Eracl
441;
ein klôsenære, ob erz vertrüege? ich wæne, er nein Walth
62,10;
der künic sprach: ‘ [...] / ouch
ist sô grimme stark der wundernküene man [Siegfried] :
/ ob er sîn innen wurde, sô torste in niemen bestân.’ / ‘nein er’, sprach dô
Hagene NibB
873,1;
Tr
6247.
–
‘ist doch Claudas dot?’ ‘nein er nicht’, sprach
Lyonel, ‘aber ich wil wenen das der suͦne dot sy’ Lanc
84,16
2.8
subst. (stswM.) zur Bezeichnung eines männlichen Exemplars einer Gattung (auch
von Pflanzen) ‘Er, Mann, Männchen’
si sâhen, daz ez [das Neugeborene] was ein er
Mai
190,20;
ist minne ein si oder ein er? Tit (BH)
H 65,1;
er spricht auch, daz kain ai perhaft sei denn der
gevogelten sien [Gen. Pl. des subst. Pron. sie
] air, dâ des ern [Gen. Sg.] sâm zuo
gemischet ist BdN
195,10;
der sien [des weiblichen
Palmbaums] zwên este druckent sich zesamen und umbvâhent des
ers ainen ast ebd.
337,14.
182,33;
RvEWchr
745;
JPhys
6,6;
Exod
2460
3
im Dat. das Refl.-Pron. vertretend (vgl. 2
5Mhd. Gr. § M 42):
swer daz nû vür ein wunder / ime selbem saget
Iw
6575;
ter leo hebit triu dinc ann imo ÄPhys
1,6;
daz er uz minen cleidern sneit im cleider an Frl
1:14,9
4
im Gen. das Poss.-Pron. vertretend oder zum Poss.-Pron. übergehend (vgl. →
sîn
Pron.):
ein sîn lantman Tr
3935;
daz sin hus VEzzo
306;
der uader sin Roth
3619
MWB 1 1775,6; Bearbeiter: Richter |