erbeman
stM.
‘erblicher Dienstmann, Dienstmann auf Erblehen’ (vgl.
erbeeigen
2):
er was für wâr mîn erepman, / er was mir heinlîch, ich im holt UvLFrd
537,19;
ich pint auch mich vnd mein erbn vnd all mein nachkomen zu aller der vordrung
vnd zu allem dem recht, es sey an stewr oder an wandel, der ein annder erbmann
gepuntn ist, der erb von dem gotzhaus hat UrkEnns
5,516
(a. 1328)
MWB 1 1803,4; Bearbeiter: Richter
erbemarschalk
stM.
Inhaber eines erblichen Marschallamtes:
das marschalkrecht, daz er vnser erbmarschalk ist von seiner altvordern wegen
2DWB
8:1620,75
(a. 1351)
MWB 1 1803,13; Bearbeiter: Richter
erbeminne
stF.
‘Erbminne, angestammte Liebe’
Tristan was aber mit muote komen / wider an sîn erbeminne
Tr
19179;
vgl.
Steinmetz, Tristans erbeminne, in: ZfdA 129 (2000), S.
388-408.
MWB 1 1803,17; Bearbeiter: Richter
erben
swV.
Prät. auch arpte (
UvZLanz
9376,
GTroj
2536
).
‘erben, beerben, vererben, als Erbe zufallen’ (auch übertr.)
1 vom Erben 1.1
‘(etw.) erben’
1.2
‘jmdn. beerben’
2 vom Erblasser 2.1
‘(jmdm.) etw. vererben’
2.2
‘jmdn. als Erben einsetzen, mit einem Erbe ausstatten’ (meist als Part. Prät.) 3 vom Erbgut 3.1
‘als Erbe zufallen, durch Erbschaft an jmdn. gelangen’
3.1.1 intr. 3.1.2 mit Dat.d.P. 3.1.3 mit Akk.d.P. 3.1.4 mit präp. Erg. 3.1.5 refl. 3.2 sprichwörtl. (vgl. TPMA 3,1-5): Weisheit, Kunst, Tugend vererben sich nicht 3.3 mit präp. Erg.
zuo
‘zu einem Erbe gehören’
1
vom Erben
1.1
‘(etw.) erben’
– ohne Obj.:
sô der man ie næchner sippe ist, sô er ie schierer
erbet SpdtL
85,5;
ze Künis erbent ouch diu wip und niht die man
Tannh
5,29;
man sol auch wizzen: swan chint geerbent
StRAugsb
141,8;
SchwSp
121b;
UrkCorp (WMU)
1262,31.
– mit Akk.d.S.:
das arbtte er wol von kunne GTroj
2536;
der künec giht, sîniu lant / well ich im gerbn
RvEAlex
19761;
swaz danne schaden oder laistung darauf gieng, den musest du und dein
undertan erben und gelten UrkÖsterrErbl
165,24
(a. 1315 kopial);
du maht vil prîses erben Parz
543,7.
803,13;
SM:KvL
6: 5,5;
UrkCorp (WMU)
2597,42.
– mit Gen.d.S.:
swelch man von ritters art niht enist, der hât des
herschiltes niht, der erbet doch swaz er erben sol, âne tôtleibe, der mac er
niht geerben SpdtL
109,8.
91,1.
– mit präp. Erg.:
diu vier kint mit wârheit / diu arpten, sô man uns
seit, / an ir [der Eltern] habe und an ir guote, /
an tugenden und an muote UvZLanz
9376
1.2
‘jmdn. beerben’
ditz enmac den töhter kinden niht widervarn, daz si ir
enin [Großmutter] mugen geerben SpdtL
85,15;
jn der stat ze Colmere sol ein ieglich frowe irn elichen man erben vnd der
man sin eliche husfrowe UrkCorp (WMU)
1695,16;
sî unde ir künne, / die ich erbe mit unheile Flore
1193;
GFrau
2153.
2146;
Freid
59,17
2
vom Erblasser
2.1
‘(jmdm.) etw. vererben’
– mit Akk.d.S. und Dat.d.P.:
daz rîche her uns geerbet hât Crane
2899;
mîme kinde wil ich erben dise nôt MF:
Mor
3: 3,1;
leide [...], / die du
[Minne] hast geerbet mir Frl
14:10,7;
vil schiere du irstirbis, / san daz alliz erbis / lachendigen erben
Glaub
2520;
RvEBarl
3903.
– mit Akk.d.S. und präp. Erg. ane/ûf jmdn.:
wil dû an den Troiân / dîn rîche gerben, / sô mûzestû êr sterben
En
4166.
13420;
des vater erbe ist din, / daz erbe an uns, hilf, gotes trut
[Maria] , / daz wir din erben sin Frl
9:1,21;
Tr
5195;
ich muoz doch laster erben / ûf alle mîne nâchkumn
Parz
213,18;
aller der vogetie, die er iach, div vf in geerbet were UrkCorp
(WMU)
2293,20;
Frl
14:9,2;
Lanc
28,14
2.2
‘jmdn. als Erben einsetzen, mit einem Erbe ausstatten’ (meist als Part.
Prät.):
got den tot gesterbete, / den menschen wider geerbete /
aber an den selben stam / dar in der tuvel abe nam HeslApk
17554;
der vater [...] sîn chint geerbet hât / mit
liuten und mit lande Aneg
550;
Rûal unde sîniu kint / belêhent unde gerbet sint / von ir
hêrren Tristandes hant Tr
5846;
lehen [...], die er inne hat, zu den er auch
geerbet ist, vnd zu den er reht hat UrkWürzb
41,359
(a. 1348);
her sy geerbit [erbangesessen] adir ungeerbit
DRW
3,57
(LiegnitzUB.; a. 1328);
En
4384;
Tauler
206,15
3
vom Erbgut
3.1
‘als Erbe zufallen, durch Erbschaft an jmdn. gelangen’
3.1.1
intr.:
ist das, das es [das Reich] erbt, so
tzewcht man den erben von jugent dartzwe, das er güet sey Schachzb
36,16;
[die Prussen wollten Königsberg zerstören] ûf daz
dâ nicht geerbin / gotis lob mochte an der stat [nicht ansässig
werden konnte]
NvJer
11644.
– unklar:
er [der Ritter] muoz
ouch haben rechtez adel / und lûtere triuwe sunder tadel, / die erben zu
dem schilde HvFreibTr
1373
3.1.2
mit Dat.d.P.:
daz kleit [der Schande] manigem erbet
Frl
5:47,4
3.1.3
mit Akk.d.P.:
der was von Burgonde lant / und was geheizen Ortwîn; / ez erbte in von
den mâgen sîn / daz er ouch von Metzen hiez Bit
8680;
den pfaffen [Sg.] erbet
eigen mit ander sînen geswistern SpdtL
86,14;
UrkCorp (WMU)
346,15
3.1.4
mit präp. Erg.:
–
ane jmdn. ~ :
von des rîches hant / ditze kunicrîche / erbt an
die von Ôsterrîche Ottok
90718;
swaz in borgschafte ste vnd daz der selbe schol
[Schuldner] nicht gebn hab vnd doch
burgen dar vmb laisten vnd sten [...], daz daz
ledich sei, vnd sol der schad an den erben [die Schuld auf
den übergehen] , der in dar zuͦ braht hat
UrkCorp (WMU)
935,31.
1340,41;
KLD:GvN
1: 3,11.
–
ûf jmdn. ~ :
sturbin dan demi eldirvatiri alle sine kint. so
erbiti daz gut uf di kindiskint Mühlh
148,11.
131,7;
der ist dot, so leb ich: / ditz land das erbet
auff mich HvNstAp
5602;
UrkCorp (WMU)
2715,3;
Märt
17357
3.1.5
refl.:
dô er in werdekeit erstarp, / dô erbte sich daz rîche ûf mich / mit
rehtem erbe RvEGer
3873;
[Christus] den tot da sterbete, / der sich uf uns
erbete / von Adames ubertriten HeslApk
7986
3.2
sprichwörtl. (vgl. TPMA 3,1-5): Weisheit, Kunst, Tugend vererben sich
nicht:
owê, daz wîsheit unde jugent, / des mannes schœne noch sîn tugent / niht
erben sol, sô ie der lîp erstirbet! Walth
82,26;
daz nieman wîsheit erben mac / noch kunst, daz ist ein grôzer slac
Freid
79,7;
wisheit erbet niht und edeliu tugent Stolle
41,14;
Suchenw
19,5
3.3
mit präp. Erg. ~
zuo
‘zu einem Erbe gehören’
kummet derselbe [Erbstollen] an ein
burgerlehen, das do buwehaftig ist unde nicht geerbit czu dem stollen, das
burgerlehen mag im nicht geweren BgRIglauD
22
MWB 1 1803,21; Bearbeiter: Richter
erbenëmære
stM.
‘Erbe’
das [...] meyn erbin und erbnemer sulch
[...] 30 geschock grossen
[...] nicht außrichten DRW
3,112
(WasungenUB.; a. 1343)
MWB 1 1804,57; Bearbeiter: Richter
erbenëme, erbenæme
swM.
‘Erbe’
welde en [
den dinstboten
] der erbneme des lones louken RbMagdeb
300,14;
un sal Arnolde den Schelen vorschreven un sine erfnamen in lenescher weer
halden UrkNiederrh
3,38
(a. 1317);
ich enpfilhe dir an dinen eit / Hugedieterichen, den erbenemen min
WolfdD (H)
11,1
MWB 1 1804,61; Bearbeiter: Richter
erbenisse
stN.
‘erbliche Abgabe, Erbzins’
auch sollen die vorgenanten keufer und ire erben von den vorgenanten
vierczehen huben geben ierliche [...] zu eyme rechten
erbenuͦsse ye vor die hufe sechs pfennig UrkErf
2,222
(a. 1347)
MWB 1 1805,4; Bearbeiter: Richter
erbenît
stM.
‘überkommener, ererbter Hass’
immer mêre für die zît / durch ir valscher êren gît / und ir
alten erbenît / hât ir chünne [die Juden] noch den strît,
/ daz ez sich got niht ergît KvHeimUrst
2151
MWB 1 1805,9; Bearbeiter: Richter
erbenôt
stF.
‘überkommene, ererbte Not’
ein immer wernde erbenôt / und einen endelôsen tôt / wurben
si [die Juden]
KvHeimUrst
1091;
Tristanden und die schœne Isôt / begonde twingen ir erbenôt.
/ ir nôt was die minne HvFreibTr
2718
MWB 1 1805,14; Bearbeiter: Richter
erbenôʒ
stM.
→
erbegenôʒ
MWB 1 1805,19;
erbenuz
stN.
→
erbenisse
MWB 1 1805,20;
erbephaht
stF.
‘erblicher Pachtbetrag’
item so hant beyde die heren van Monyoyen ind van Guylch erffpacht ind zynsse
ind gulde, die soelen sy halden beyde we sy de besessen hant WeistGr
2,777
(a. 1342)
MWB 1 1805,21; Bearbeiter: Richter
erbephluoc
stM.
übertr. ‘überkommene, ererbte Tätigkeit (der Liebe)’ (vgl.
phluoc
):
in streich diu liebe ir erbepfluoc / niwan an iegelîchem trite / und
z’iegelîchen stunden mite / und gab in alles des den rât, / des man ze wunschlebene
hât Tr (BG)
16846;
vgl. Komm.z.St. sowie
Steinmetz, Tristans erbeminne, in: ZfdA 129 (2000), S.
388-408.
MWB 1 1805,26; Bearbeiter: Richter
erberëht
stN.
1
‘Erbrecht’
1.1
‘Erbanspruch, Recht auf eine Erbschaft’
1.2
‘Erbteil, erbliches Eigentum’
1.3
‘Erbrecht, Rechtsnormen über die Erbfolge’
2
‘Erbleihe, Erbpacht’
3 bergm. ‘Recht des Grundherren’
1
‘Erbrecht’
1.1
‘Erbanspruch, Recht auf eine Erbschaft’
wil dû mir geben dîn erbereht sô bin ich dir is vil
gereht Gen
1093;
gein Diemuten [...] vnd gein ir chinden, diͤ
eribreht iahen auf daz selb guͦt UrkCorp (WMU)
3411,2;
dâ müest er an hân gephlegen / mit mînen kinden
erberehtes: / daz sol nû haben durchslehtes / unser gevater der bischolf
Ottok
82757
1.2
‘Erbteil, erbliches Eigentum’
daz erbereht, daz vns anerstorben ist an dem weingarten UrkEnns
5,60
(a. 1311);
si haben hiuser ze erbrehte oder niht StRMeran
413
1.3
‘Erbrecht, Rechtsnormen über die Erbfolge’
concessimus sub iure emphiteotico sive hereditario, quod vulgo dicitur
erbirecht UrkBasel
1:306,22
(a. 1262);
ælliv div guͦt, div mich angevallen sint nach erbe rehte von miner muͦter
Gerdrude UrkCorp (WMU)
2658,33;
UrkPreuss
1,172
(a. 1278)
2
‘Erbleihe, Erbpacht’
daz wir [...] vnser gvt ze Weigbotesheim
[...] ze erbe reht haben verlihen also UrkCorp
(WMU)
1129,5;
alle die wisen, die bi der selben burc ligent, die niht von alter sint
verlehent oder anders enphremedet mit erbe rehte ebd.
N572,19;
UrkStraßb
3:185,18
(a. 1308)
3
bergm. ‘Recht des Grundherren’
was aber von ackerrechte, von erberechte oder von andern dingen
[...], di zcu der urbar nicht gehorent, gevellet, das
sal uns Heinrich voyte von Plauwen Reuze genant und unsern erben zcuͦvort volgen gar
UrkFreiberg
2:8,11
(a. 1337)
MWB 1 1805,33; Bearbeiter: Richter
er|bërhten
swV.
hier Part.-Adj. ‘strahlend’
daz uone diner urstente si erliuttertiu erberhttiu erschine erglizze
[interl. zu ut tua resurrectione clarificata refulgeat
]
PsWindb
117,Oratio
MWB 1 1805,62; Bearbeiter: Richter
erberihtære
stM.
‘Erbrichter, mit einem erblichen Richteramt belehnte Person’
wir lazen ouch dem erbrechter [
iudici hereditario
] der selben stat den driten teil der bucze grozer bruche
HandfElbing
28;
is en sal keyn richter, der bie dez herczogin banne dingit, echte dink habin
ane sinen erberichter, vor deme her sich czu rechte bitin sal RbNeumarkt
145
MWB 1 1806,1; Bearbeiter: Richter
erberm-
→ erbarm-
MWB 1 1806,9; Bearbeiter: Runow
erbermnisse
stF.
‘Barmherzigkeit, Mitleid’
da inne [in dem wunderbaren
Brot] ist kein bedruͤgnisse, / sonder ist gemacht von erbermnisse
Pilgerf
2993
MWB 1 1806,10; Bearbeiter: Richter
erbërn
stV.
1
‘hervorbringen’ (meist als Part. Prät.) 1.1
‘jmdn. gebären’
1.2
‘jmdn. zeugen’ hier mit Ersparung des pron. Subj.; oder intr. ‘geboren
werden’ (?) 1.3 Part.-Adj. ‘angestammt’
1.4 übertr. 2 refl. ‘entstehen’
3 intr. ‘gelingen’
1
‘hervorbringen’ (meist als Part. Prät.)
1.1
‘jmdn. gebären’
der Franzoisinne Anpflîsen wart ein kint gelâzen, / erboren von vürsten
künne unde von art Tit (BH)
G 33,2;
die herren wâren milte, von arde hôhe erborn
NibB
5,1;
nu bin ich doch ûz minne erborn Parz
732,17;
ich bin ir ze dienst erborn SM:St
7: 1,8;
das die kint bedi von einem vattere vnd von einre muͦtere sint erborn
UrkCorp (WMU)
N238AB,16;
so vrâgt ich wannen dû wærest erborn Wh
290,21.
254,10;
Freid
111,10;
UvZLanz
4047;
UrkEls
2,167
(a. 1339)
1.2
‘jmdn. zeugen’ hier mit Ersparung des pron. Subj.; oder intr. ‘geboren
werden’ (?):
da Seth hatte hundert iar / und funf iar, Enoch erbar, / Sethis sun
HistAE
230
1.3
Part.-Adj. ‘angestammt’
daz sî der kumber wider ûf die erbornen vriunt gewande
SM:UvS
29: 1,7;
wir hân vereischet, die der wenke hânt gepflegen, / daz sî der kumber
wider ûf die erborne friunde wande Walth
30,35;
erbornen magen [Dat.]
UrkFürstenb
2,43
(a. 1311)
1.4
übertr.:
der die minne hât, der hat die diemioti. der die diemioti hat, der hat die
gehorsami. und werdent uon der minna die tugende alle erbôrn als uon êiner
muoter ein tochter PrWack
18,45.
–
ze solher vreude ist mîn [des
Dichters] sin / ze chranc, daz ich die rehte erbar
[darstellte]
KvHeimHinv
461
2
refl. ‘entstehen’
sô sich jâmir grôz irbirt NvJer
383
3
intr. ‘gelingen’
dein vart dir alle woll erpiert Seifrit
1464
MWB 1 1806,13; Bearbeiter: Richter
erbern (?)
swV.
‘jmdn./etw. schlagen, erschüttern’
do heilt [l. hielt
] mich [Hiob] angst und bibunge, und alle
mine bein die sint erbert [vgl. Iob 4,14: omnia ossa mea
perterrita sunt
] , und do der geist vor gieng in miner engegenwúrtkeit, do erbibenten
dú har mins fleisches Tauler
222,9
MWB 1 1806,42; Bearbeiter: Richter
erbesâme
swM.
‘Same, der die Erbsünde weiterträgt’ (?):
swer frevellichen sünden pfliget: da lit der erge same [La.
erbesamen
]
Frl
5:52,12
MWB 1 1806,48; Bearbeiter: Richter
erbeschaden
M.
‘Schaden am Erbgut (Liegenschaften)’
nuer um czwairlai schaden tuet man chlagern reht: daz ain haisset erbschaden
und daz ander haisset gelopter schaden [vereinbarter Schadensersatz,
Verzugszins] , der pewert ist StRBrünn
397.
77
MWB 1 1806,51; Bearbeiter: Richter
erbeschaft
stF.
1
‘Erbschaft’
1.1
‘erbliche Nutzungsrechte, Erbleihe’
1.2 in der Verbindung
jëhen/ sprëchen , mit präp. Erg. ‘Erbanspruch erheben auf etw.’
2
‘Vererbung’ (von Eigenschaften)
1
‘Erbschaft’
hie dishalp mers er sagt genuoc / daz er vür erbeschaft süle
hân Wh
221,15;
dem sin herschaft und sin lant / mit erbeschaft was gegeben
RvEWh
15099;
stirbt aber du nagent [l. nâchgênde
] frow an liberben, so valt du erbschaft wider an du vorgenden kind
WeistGr
1,314
(a. 1344);
SpdtL
112,9;
KvWSchwanr
701;
UrkCorp (WMU)
2499,8.
– übertr. auf christliche Glaubensgewissheit:
daz si daz [
himilriche
] do an den rehten gelouben unde anderiu guoten werch von rehter
erbescefte besitzen mahten Konr (Sch)
182,33
1.1
‘erbliche Nutzungsrechte, Erbleihe’
do lihen wir dem vorgenanden Johannese von Baden die erbeschaft der driier
teile der selben garten [...] vmb den vorgenanden zins
ierglich ze gebenne UrkCorp (WMU)
1858,26.
2201,18;
Elysabeth [...] hat verluwen alles das guot
[...] Heinrich Chozzin zi eime rehtin erbe. alle
die wile, das si das guot unverchoffit het, so ist sin erbeshaf stäte
[...]. ware das du vorginante Elysibethe das guot
verchoffin wolte, so ware die erbeshaft us UrkBasel
2:282,9
(a. 1285)
1.2
in der Verbindung ~
jëhen/ sprëchen, mit präp. Erg. ‘Erbanspruch erheben auf etw.’
ouch sprach der selbe wîgant / erbeschaft ze Bertâne ûfez
lant Parz
145,14;
vur ale die erben, die erbesepht avf daz vorgenant gvͦet iehent
UrkCorp (WMU)
2556,29;
nû ist iu vor wol kunt getân, / daz erbeschefte iâhen die von Affricân /
ûf roemisch rîch Loheng
7405;
ob imen nach disem guͤt spreche mit erbschapht UrkEnns
4,203
(a. 1294);
OberBairLdr
182
2
‘Vererbung’ (von Eigenschaften):
man næm einen man, / [...] / dem
solch geburt wær beschert, / daz er von erbschaft / phlæg ouch etlicher kraft
Ottok
38498
MWB 1 1806,57; Bearbeiter: Richter
erbeschillinc
stM.
‘Erbschaftssteuer’
cum omni jure quod pro curmeda et aliis emergentiis, que dicuntur
erffschillinc, de dictis bonis nobis possent emergere UrkNiederrh
2,295
(a. 1262)
MWB 1 1807,28; Bearbeiter: Richter
erbeschilt
stM.
‘vererbbares Wappen (hier als Erblehen)’ (vgl.
erbezeichen
):
[wir haben] den erbern knechten
[...] geligen und gegeben
[...] zcu rechteme lehene und allern iren erben unsern
rechten erbschilt, der an uns ist gevallen von todes hant von den von Stenberc, wen
wir och di nesten ganerben dar zcu sin DRW
3,134
(BlDLG.; a. 1337)
MWB 1 1807,32; Bearbeiter: Richter |