ërtber
stN.
‘Erdbeere’
dô lief wir [Kinder] ertber suochen / von der tannen
zuo der buochen / über stoc und über stein / der wîl daz diu sunne schein KLD:
Alex
5:3,1.
5:4,2;
der [...] knab
[...] bot dem jungling ein húbsches
zeinli [Körbchen] , daz waz vol roter frúhten, und die
waren glich roten zitigen erdbern, und waren gross umb sich Seuse
31,31.
– Bezeichnung für etw. Geringes:
wenne altiu wîp und kleiniu kint / sô gar getürstic worden sint, / daz si gein
Rôme oder über mer / getürren sich heben üm drî erper Renner
8166
MWB 1 2110,20; Bearbeiter: Plate
ërtberblat
stN.
‘Erdbeerblatt’, Glossenbelege des 11. bis 14. Jahrhunderts (zu
fra[ge]folium) mit den Formen hertheres- (verschrieben),
ertebere-, erber-, ertbern-blat AWB 1,374.431
MWB 1 2110,31; Bearbeiter: Plate
ërtberloup
stN.
‘Erdbeerkraut, Blattwerk der Erdbeeren’
frafolium: erdbersloͮb SummHeinr
2:299, 107.1
MWB 1 2110,35; Bearbeiter: Plate
ërtbewëgunge
stF.
‘Erdbeben’
vnd werdent erdebewegvnge dvrch di stete vnd hvnger [
et erunt terraemotus per loca et fames Mc 13,8]
EvAug
111,4;
groz ertbewegunge auch geschehen, / und wirt an steden vil gesehen / groz sterben.
und hunger man / beschauwent auch [
terraemotus magni erunt per loca et pestilentiae et fames Lc
21,11]
EvStPaul
9896
MWB 1 2110,38; Bearbeiter: Plate
ërtbibe, ertbîbe
stF.
auch sw.
(
Martina
171,96 );
zu -bîbe vgl. MSD 32, S. 160f.; Leitzmann, Lexik. Probl., S.
28.
‘Erdbeben’
von donre unt von ertbibe [
: beliben Inf.] / diu stat alliu irwagit LAntichr
598;
so starc werdint die ertbibe / sam niht sul belibin ebd.
919;
under diu wart ain ertbîbe, / daz si harte begunden zwîvelen: /
diu stainhûs erwageten, / die liute verzageten Kchr
16232;
sa nach der wile / chom ain michel ertpibe Rol
6927;
Messgebr
411;
alsam ein ertbibede [Konjektur, La. ertbibe
] erwegt sich Floritschanze. / von spornder orse tribede
[Konjektur, La. tribe
] / sach man da niwer schilte lutzel ganze JTit
1713,1.
–
zeiungist sændet er dahin / und heizet daz hus brechen. /
[...] da ist des herren gwalt / zu der ertpibe gezalt
StrKD
36,42.
36,44;
dô wurden ertbibe grôz, / manic grap sich ûf slôz
RvEBarl
2937.
RvEWchr
22515;
RvEAlex
1240;
von der ertbibe [: blibe
Konj.] / viel daz zende teil der stat HeslApk
16120.
12054.
16108
u.ö.;
ich han mit Cristes creften / vnd engelslicher ritterscheften / die bi mir hie
beliben [Prät.] / und mit grozer ertbiben / uwirn got
Appollen / verderbit gar zevollen Martina
171,96;
berg und walt erwagete alumb zwo tagereise / der wise, als man ie sagete von
ertbiben sorcliche vreise JTit
4062,2
MWB 1 2110,46; Bearbeiter: Plate
ërtbibede, ertbîde
stF.
‘Erdbeben’
er bowete da ein veste, / so ers aller beste / druffe machen
chunde. / in einer churcen stunde / warf si diu ertpide [La. die
ertpibede
Erz III 150,9] nider StrKD
36,9;
diu ertpibe [La. ertbide
Erz III 150,44]
ebd.
36,44
MWB 1 2111,8; Bearbeiter: Plate
ërtbiben
stN., auch stM.
‘Erdbeben’
hindir in huͦp sih sa zehant / ein so groz ertbiben ubirs lant, /
das nah der israhelschen schar / ir bethus zervielen gar RvEWchr
10663;
daz ertbyben da verhert / dy erde und alumme kert
Hiob
10705;
di werden zu stunden / von dem ertbyben verslunden / und
verdrucket, daz sy sterben / und gar lesterlich verterben ebd.
14230;
daz ungevuge ertbiben / und die vinsternisse dic / brachte im do vil harten schric
Pass III
215,40.
183,16.
–
ez wart ein ertbibin sa / mit einim grozen suse / die des
geslehtes huse / gezelt, herbergin, húten brah RvEWchr
13865.
–
wenne die wint in das ertriche koment [...], so
erschüttent si das ertrich das es alles erbybonet. [...]
diser erdbybon [...]
PrEngelb
188,240
MWB 1 2111,14; Bearbeiter: Plate
ërtbibôt
stM.
‘Erdbeben’
dvo was unsir herre irstandin vnde was ein michil ertbíbot wordin PrWack
12,49
MWB 1 2111,29; Bearbeiter: Plate
ërtbibunge
stF.
‘Erdbeben’
dô si begondin nâhe dar, dô quam ein ertbibunge unt die stat, dâ
diz heliige crûce lac, die wart alle irwegit PrMd (J)
345,17;
dat wart och offenbare an der ert bivungen, / inde an den steinen, die alze
stucken sprungen Lilie
37,15;
und wen dy odern werden / intzundet inder erden, / von dem dunste
her geschozzen, / byn der erden da beslozzen, / wirt da eyn ertbybunge
Hiob
10703.
14216.
14223;
mit donre und mit ertbebunge und mit grosem lute sturmis Cranc
Jes 29,6;
Daniel
6532;
EvBerl
52,10;
ez wart ein ertbibunge / also groz, daz si genuc / derselben stat nidersluc
Pass III
183,3;
NvJer
1442.
22740.
26867;
HvFritzlHl
128,36.
136,4.
156,16;
so hebt sich jamer und clage: / ez wirt ein ertbibunge
HvNstGZ
6116;
an dem nuͦnden tage so wirt groz erdbibuͦnge vnd suͦlich gevelle. daz nie wart von
angenge PrLpz (L)
61,30;
EvStPaul
2141.
1208.
4684
MWB 1 2111,32; Bearbeiter: Plate
ërtbidem, ërtbideme
stMF.
auch erdebidem(e)
(
PrSchw
1,152;
EvAug
16,17
),
erpidem
(
Wernh
A 4595;
PrOberalt
10,8.
10,2
).
‘Erdbeben’
wa von cumet der ertbideme? Lucid
42,7;
in dem êrsten jâr des grôzen ertpidems was der jâmer sô grôz, daz
der pâbst Clemens der sehst ain new mess machte BdN
109,36;
so wirt ain gemainer erdebideme uͥber alle die welte PrSchw
1,152;
ein grozzer erdepidem oder wegvnge ist gemachet in dem mire also, daz daz
schiflein wart bedecket mit den flüzzen EvAug
16,17.
–
diu ertpidem dâ / sô ungefüege wart, / daz si zefuorte und
zezart / kastell und burge hôch Ottok
33845.
9424;
EnikWchr
546 Prosa 9,25;
wie Hercules wer chomen dar / und wolt den stain gewunnen han, / den traib die
erttpidm davon Seifrit
6036
MWB 1 2111,51; Bearbeiter: Plate
ertbidemen
swV.
daz schüteln ist zwairlai. daz ain ist, daz daz ertreich gêt
wackelnd sam ain schef lanksam, und daz ertpidmen ist den vesten und den gepäwen minner
schad BdN
108,8
MWB 1 2112,3; Bearbeiter: Plate
ërtbidemende
Subst.
‘Erdbeben’
un̄ zerraiz sich der umbehanch, der in dem tempel hiench, un̄ kom ain ertbimende
PrSchw
1,64
MWB 1 2112,7; Bearbeiter: Plate
ërtbidemunge
stF.
‘Erdbeben’
reht als ain ertbidemunge / vellet tuͤrn, muren, / sus valten si
die suren / ungetauften Sarracin WhvÖst
17646;
urliuge, hunger, ertbidemunge Renner
22089;
ertpidmung wart in allen landen, / dô von dem tôt was Christ erstanden
Philipp
7972.
MWB 1 2112,10; Bearbeiter: Plate
ërtbodem
stM.
auch erden- ( Daniel ).
1
‘Erdoberfläche’
2
‘Erde, irdische Welt’
1
‘Erdoberfläche’
swaz chreset oder lebet / ûf dem ertpodeme / oder in den
luften obene Wernh
1185;
ir sinne wart sich leinen / niderwert und ir ougen / uf den
ertbodim bougen Daniel
7458
2
‘Erde, irdische Welt’
si sint vil guote cnehte [...]. /
unser vehten daz entouc: / swaz in disem ertpodeme / mac komen zesamene, / di
nedurfen si niemer bestân Kchr
14975;
betrubnis kan er osen, / wunder wirken mechteclich; / erden
bodim, himelrich / stet im des zu gebote Daniel
8166.
3582.
7891
MWB 1 2112,16; Bearbeiter: Plate
ertboum
stM.
→
ebboum
MWB 1 2112,27;
ërtbruochech
stN.
‘Sumpfloch’
vliet, machit uch snelle weg, sitzit in den ertbruchychin [
in voraginibus sedete
]
Cranc
Jer 49,30
MWB 1 2112,28; Bearbeiter: Plate
erteben
swV.
Bedeutung unklar (vgl. Rückert, Loheng. z.St.):
man iach, daz er vor grimme wol îsen vraeze / alsô wart sîn herze ertebt, ersiuret
und erzürnet Loheng
5727;
l. ertobt?
MWB 1 2112,31; Bearbeiter: Plate
ertec
Adj.
→
artec
MWB 1 2112,35;
ertecheit
stF.
→
artecheit
MWB 1 2112,36;
êrtegic
Adj.
‘früh, morgendlich, vor Tagesanbruch’, Interpretament zu antelucanus in
Glossenhss. des 12. Jh.s, s. AWB 3,431 s.v. êrtagîg
MWB 1 2112,37; Bearbeiter: Plate
erteilære
stM.
‘Richter’
daz er [Gott] uns nith slehet unz an
die stât, da wir uor ime verroͮget werden uon den roͮgenten engelen, da ze antwrte sint
getriwe erteilære Spec
110,9;
daz si [die Apostel] iwer genædege rihtære unde
ertailær sin [beim Jüngsten Gericht]
Konr (Sch)
235,21;
censor: erteiler VocOpt
41.064
MWB 1 2112,40; Bearbeiter: Plate
erteilen
1
‘Recht weisen, Urteil sprechen, richten, entscheiden’
1.1 intr. 1.1.1 ohne Obj. 1.1.2 mit über / umbe jmdn./etw. 1.2 tr. 1.2.1 mit Akk.d.P. ‘über jmdn. Urteil sprechen, jmdn. richten’
1.2.2 mit Akk.d.S. oder Obj.-Satz zur Angabe des Inhalts des Urteils, der Weisung, Entscheidung 2
‘jmdm. etw. bescheiden, jmdm. etw. zusprechen, auferlegen’ , mit Dat.d.P. und
Akk.d.S. (auch Gen.d.S., Inf.-Konstr.) 2.1 allgem. 2.2 durch gerichtl. Urteil 2.2.1 ein Recht, Eigentum 2.2.2 eine Strafe
1
‘Recht weisen, Urteil sprechen, richten, entscheiden’
1.1
intr.
1.1.1
ohne Obj.:
swelch rihter rât und fürsprech ist / und selbe
erteilen wil, / wil der niht rehte rihten / [...],
/ erteilet der durch argen list / ze lützel und ze vil [nicht im
rechten Maß] , / wê dem der dâ ze rehte stât KLD:
Kzl
2: 7,5;
da sitzet er an daz geriht, unser herre, der himlisch
cheiser, und hat sinen hof, die besten sines liutes, alle heiligen, die
richtent und erteilent PrOberalt
172,31;
sô sol der rihter vrâgen, ob ez wol an der zît sî,
swer ze dem dinge niht komen sî ze der zît, ob er im büezen sulle. des sol
er noch alles den vrônboten vrâgen; der sol erteilen SpdtL
166,5
1.1.2
mit über / umbe jmdn./etw.:
der kaiser [...] sprach: wir
sculen in anderes zuchtigen: / ich wil hernach uber in richten. / also uber
in ertailet wirdet, / ich wan er wirs erstirbet Rol
6112;
in der er noch chuͤnftich ist ze ertailen uͤber alle
diz werlt PrOberalt
88,8.
–
umb so getane suͤnde muͤgen die wol erteilen den
diu christenheit enpholhen ist PrOberalt
127,38.
127,34.
128,1;
noch ensol nieman vmb enkein ligent guͦt an dem gerichte erteilen,
wan frien alder v́nsers gotzhus lúte UrkCorp (WMU)
5C,33
1.2
tr.
1.2.1
mit Akk.d.P. ‘über jmdn. Urteil sprechen, jmdn. richten’
die sint alle geheiligot, die wirseren sint erteilot
AvaJG
20,8;
zerteilin die lebintigin vnde die tôtin
Spec
1,14.
10,18;
ich hore mangen gvten kneht / erteilen, daz mich
dvnket vnrecht ReinFu
K,1444;
SuTheol
293;
Spec
10,14;
wen der zvͦ deme iungisten tage / irteilit wip vnd man
Ägidius
616.
– mit präd. Adj. ‘als, zu etw. erklären’
die auch jâr und tac in des rîches æhte sint, die
erteilet man alle rehtlôs; man verteilet in eigen unde lêhen
SpdtL
119,5.
– übertr., mit Dat.d.S. (einer Strafart):
swo wir biz her boͤslich gelebt haben, swo wir
biz her daz unchraut sin gewesen daz dem feur ertailt ist, daz prennen
selb ab uns mit rewe, mit chlage, mit emtzichlichem weinen unser suͤnde
PrOberalt
46,36
1.2.2
mit Akk.d.S. oder Obj.-Satz zur Angabe des Inhalts des Urteils, der
Weisung, Entscheidung:
bi dem eide ich ditz erteilet han
ReinFu
K,1452;
so han ich erteilet vf minen eit, das die burger von Zúrich
gemeinliche ir eides ledig sin UrkCorp (WMU)
1725A,33;
ich wil erteilen, daz er / gunêret sî immer mê, / swer des strîtes abe
gê UvZLanz (K)
2524;
gibet einer sîn eigen wider sîner erben willen
[...], si sullen für den rihter varn unde
sullen ez versprechen, und der rihter sol ez antwurten den erben. etwâ
erteilet man, ez sulle der rihter in sîner gewalt hân SpdtL
143,13;
swer den sichtum
[Aussatz] het, daz man den sant hintz den ewarten,
daz die dar umb erteilten, ob man in solt meiden oder nicht
PrOberalt
157,11.
– mit über / umbe zur Angabe der Person / Angelegenheit,
über die geurteilt wird:
vnd swaz denne vber in erteilit wurt, daz sol er liden
UrkCorp (WMU)
372,16;
swaz iwer hof hie vber erteile, daz ir daz geruͦchet mir heizen
schriben ebd.
536,41;
vmb Arnolten von Smidinng hab wir ertailt
[...], daz er des alten Walhers si ebd.
491,24;
swaz die vorgenanten sehs ratgeben dar vmb ertailent ebd.
1699,32.
– mit Dat.d.P. zur Angabe desjenigen, dem etw. gewiesen, eine
Entscheidung vorgelegt wird:
mit allem dem rehte, alse mir des landes gewonheit
erteilet oder die schepfen SSpAug
172,18;
der rihter rihtet als im erteilet wirt
SpdtL
195,21;
der kaiser gesaz an daz gerichte: / do ertailten
im di sentphlichte, / daz riche scolte werden gerainet
Rol
8994;
nû müezt ir mîn rihtære sîn: / nu erteilet mir
(ir sît ein wîp), / swâ zwêne vehtent umbe den lîp, / weder tiurre sî
der dâ gesige / od der dâ sigelôs gelige Iw
1955
2
‘jmdm. etw. bescheiden, jmdm. etw. zusprechen, auferlegen’, mit Dat.d.P. und
Akk.d.S. (auch Gen.d.S., Inf.-Konstr.)
2.1
allgem.:
si [die Söhne Jakobs an seinem
Sterbebett] sprâchen dâ wâren, gerne sîni segene firnâmin, /
waz in got irteilit hâte, zuo wiu er ire ruohte Gen
2703;
vn̄ gedenchet ir
[Marias] geburtte / div ir wart ertailet
Wernh
A 4897;
Dêcîus der grimmige man, / durh daz er den kunic hête
erslagen, / sprah diu haidenscaft algemaine, / si wolten im ertailen, / daz er
ze dem rîche wol gezæme, / want er guot rihtêre wære Kchr
6154;
Rol
2438;
ir wart erteilet und gelân, / daz siu wære ein wurm unz
an die stunt, / daz si des besten ritters munt / von alder welte kuste
UvZLanz
8018.
7919;
in mîner jugent kund ich den lîp / wol zimieren durh diu
wîp: / daz erteil ich noch den jungen Wh
338,11;
dem erteile ich maget unde lant Wig
7970.
– übertr.:
nu hân wir iemer wunnen vil, / erwerben wir daz beste
wîb. / nu seht, wie ich danne teilen wil: / dem herzen herze, dem lîbe lîb,
/ ir sinne erteile ich mînen sinnen, / ir ougen mînen ougen al ze minnen
SM:UvS
26a: 3,5
2.2
durch gerichtl. Urteil:
wie wirt ubir sie gerihtet? do sprach der meister: men
irteilit in, daz si gotes riches wol wert sint Lucid
141,6;
darumb wil ich thun alles das man mir mit rechtem urteil
erteilet Lanc
72,3;
swaz ime erteilent ûf den eit / die fürsten alle umb iuwer
clage, / daz sol er [...] stæte lân
KvWSchwanr
646;
(mit Ersparung des Akk.d.S.:)
die jungisten urtail da einem ieglichem menschen nach
sinen werchen erteilt wirt PrOberalt
71,28
2.2.1
ein Recht, Eigentum:
sîns slages [das
Züchtigungsrecht] wær im erteilet niht / vorem rîche ûf
dise magt Parz
152,14;
so erteilich in iares viercehen naht zuͦ houwenne UrkCorp (WMU)
360,14;
vnd [
wir
] ertailin mit rechtter vrtaile die vorginanton wise dem
vorginantem spittale vir ain recht ledig aigen ebd.
1778,42;
do wart ir erteilt der dritte teil der zvenzeg phvnde ebd.
270,37
2.2.2
eine Strafe:
da wil ich mir selbe umbe irteilen / den dinen
michelen gerich / in diseme libe uber mich SüklV
353;
ir [Susanna] wart erteilet
der tot ebd.
691;
nieman sol den liuten gelîche buoze erteilen, daz man
dem knehte büeze alse dem herren SpdtL
190,11;
daz in daz gerihte gemêine / ertæilte die stêine / v̄
den swæren tot mit schanden Wernh
D 3246.
D 3377.
D 4374
MWB 1 2112,47; Bearbeiter: Plate
ërtgalle
swF.
‘Erdgalle, Tausendgüldenkraut’ (vgl. AWB 3,377f. mit Literatur und zahlreichen mhd.
Glossenbelegen für centauria):
centaurea haizt erdgall, und etleich haizent daz kraut
fieberkraut und haizt auch ze latein fel terre, daz spricht erdgall, wand ez ist gar
pitter und ist haiz und trucken, sam Platearius spricht BdN
397,5
MWB 1 2114,40; Bearbeiter: Plate
ërtgeborn
Part.-Adj.
subst. ‘Erdgeborene(r), Erdenkind’
quique terrigenae: ein iegliche erd geborne PsWindb
48,3
MWB 1 2114,47; Bearbeiter: Plate
ërtgerüste
stN.
‘das Erdgebäude, die Erde’
den dort der himel niht begreif noch hie daz ertgerüste, / der
wolte dîn [Marias] gevangen sîn mit frîer muotgelüste
KvWLd
32,50;
almähtiger got, / sît daz dîn wille und dîn gebot / aller dinge waltet / und
rihtet und behaltet / himel unt ertgerüste / nâch dîner muotgelüste WvRh
485;
wan siv [die Sünder] ir füeze truogen / ze mengen
vnfuogen / vnd nach ir willen giengin / uil menic sünde enpfiengen / nach ir frien muot
gelusten / vf disen wilden ertgerusten Martina
62,4.
205,27;
der speren cirkel und ir mez, / der planeten umb sez, / daz ert
geruste und ir grunt / waz dir alles baz kunt / dan den bi den du seze
HvNstGZ
2157
MWB 1 2114,50; Bearbeiter: Plate |