enheim
Adv.
‘nach Hause’
weinende huop ez [das Kind] sich zehant / enheim,
dâ ez sîn muoter vant HundesNot
114
MWB 1 1647,17; Bearbeiter: Runow
enhein
→
nehein
MWB 1 1647,20;
enhende
Adv.
→
enhant
MWB 1 1647,21;
enhitzen
swV.
→
enthitzen
MWB 1 1647,22;
enhundert
Adv.
in der Wendung
~ teil
‘hundertfach’
swer sîn guot mit friunden zert / und gote sînen teil beschert, / der mac niht
gar verliesen, / so er den tôt muoz kiesen: / ez giltet im got enhundert teil
Bîspel (Pf)
39,33
MWB 1 1647,23; Bearbeiter: Runow
enîdrus
M.
→
elider
MWB 1 1647,28;
enigen
swV.
→
ænigen
MWB 1 1647,29;
eninkel
stM.
auch enikel.
‘Enkelkind’
eninkil, daz sint kindeskint StRFreiberg
66,19;
die hab, die Meynhart lassen het auf Meynhartz chint, auf drey svn vnd auf zwo
tochter, vnd auf sein eninchel Duringn UrkCorp (WMU)
2694,21;
geswisterde kind das sind die ander sipp. geswistrid enenckel das sind die
dritte; und enenkel kind die sind bêdenthalb ze der vierden sipp SchwSp (W)
345,42;
StrKD
75,23;
UrkAltenb
112
(a. 1306).
– als Namensbestandteil:
Johans [...] der Jansen enikel sô hiez
er EnikWchr
87.
– Lit.: Müller, Großvater, S. 71-119
MWB 1 1647,30; Bearbeiter: Runow
eninkelach
stN.
‘Gesamtheit der Enkel’
wa ain person hie ze Augspurg, es sey frow oder man, die
burger oder burgerin sind geschwistergitt und enklach haut und dehain eegemächit
noch kind, so suͤllen die enklach sein guͦt erben und nicht seine geschwistergitt
StRAugsb
142,9
MWB 1 1647,42; Bearbeiter: Runow
eninklîn
stN.
auch enkelin.
Dimin. zu eninkel
‘Enkelkind’
swa zwai gemaechide sterbent die elute sint, lazent diu
chint, [...] unde stirbet der
geswistergide [Geschwister] einez oder zwai, so erbent
diu andern geswistergide unde diu enkelin niht StRAugsb
142,2;
die [
gulte
] sol ich [...] im [dem
Schwiegersohn] vnd seinen chinden, meinen enenchlein, erstatten
UrkCorp (WMU)
3413,27;
PsWindb
104,10
MWB 1 1647,48; Bearbeiter: Runow
eninne
stF.
‘Ahnin, Vorfahrin’ (vgl.
ane
stswFM.):
dô aber Malfer bevant / daz Rennewart sîn vater was, / enîn unde anen haz /
truog er für die selben zît Reinfr
23408;
stirbet des kindes ene dar nâch, sînes sunes sun erbet den
teil den sîn vater solte hân geerbet. ditz enmac den töhter kinden niht widervarn,
daz si ir enin [Großmutter] mugen geerben, dâ sî denne
niht sunes kinde SpdtL
85,15
MWB 1 1647,57; Bearbeiter: Runow
en|innen, eninne
Adv.
1
‘innen, im Innern’
2
‘gewahr, bewusst’
2.1 in der Wendung
~ wërden
‘(etw.) merken, innewerden’
2.2 jmdn.
~ bringen , mit Gen.
1
‘innen, im Innern’
alle die hie gud schinent und uzene licht und inennen vinster, di heizent
gelichesere HlReg
28,35
2
‘gewahr, bewusst’
2.1
in der Wendung
~ wërden
‘(etw.) merken, innewerden’
tvinget uwer gemute so, / daz nieman ne werde ininnen
GrRud
I 40;
vir holne sie iz ane viengen, / daz nieman wart ininnen
ebd.
Ib 8.
– mit Gen.-Obj.:
sven er wirdet ininnen / vogele ein michel volc
GrRud
Fb 29.
– mit Obj.-Satz:
do der kunic wart in innen, / daz sie an den zinnen /
des volkes hatten also vil GrRud
Cb 10
2.2
jmdn.
~ bringen, mit Gen.:
so brechte si wol ininne, / mit welcheme hercen ich si
minne Elmend
A 457.
–
den [Bedürftigen]
beschinete men groze minne / vnde brachte sie alles godes en inne
[beschenkte sie reichlich]
Roth
1310;
ich ne wolde dich in innen / der liebe nicht
bringen [dich dazu bringen, dass du mich
liebst]
GrRud
E 26
MWB 1 1648,1; Bearbeiter: Runow
enîʒ
stN.
→
anîʒ
MWB 1 1648,19;
enk
Pron.
→
2ëʒ
MWB 1 1648,20;
en|k-
s.a. eng-
MWB 1 1648,21;
enke
swM.
‘(Acker-/ Vieh-) Knecht’
so sulin uri zu rechti volgi alli di iz gisient undi gihorin,
die ackirman mit dir ruitin, die enki mit dir geisilin, undi sulin phluic undi phert
lazi ste Mühlh
109,13;
ir bûliute unde ir enken / die hiez si vaste gâhen, / vogele
würgn und vâhen Parz
119,2;
bootes: enko SummHeinr
1:288,260
MWB 1 1648,22; Bearbeiter: Runow
enkeinest
Adv.
‘keineswegs’
frúntlich minn die hatt sy e, / die zoͤgt ir gott enkainost me KvHelmsd
4696
MWB 1 1648,29; Bearbeiter: Runow
enkel
stMN.
‘Fußknöchel’
vüeze und enkele wâren blôz Tr
2645;
er sluc dem rosse in den bug, / dem ritter in den enkel
Herb
9061;
sô dir der fuoz oder daz enchel geswelle, sô nim poleium
Barth
138,34;
so laz in zu ader nider halben an beiden vuzen under den
enkeln SalArz
54,45;
OvBaierl
121,3;
BFrau
668;
KvWSchwanr
1102
MWB 1 1648,32; Bearbeiter: Runow
enkelach
stN.
→
eninkelach
MWB 1 1648,39;
1enkelîn
stN.
Dimin. zu enkel
‘Fußknöchelchen’
ein wullîn rockelîn / kurz und daz mê dan einer hant / ob ir
enkelînen want Tr
15660;
die kunst giht an enklin slimpf [l.
slimp
‘schief’
] , / da sie [l. sî
] der unkeusch ungelimpf Physiogn
369
MWB 1 1648,40; Bearbeiter: Runow
2enkelîn
stN.
→
eninklîn
MWB 1 1648,45;
enkennen
swV.
‘etw. erkennen’
got inkennit dine mildicheit WildM
1,319;
nu in kinne got an mir armen man Roth
923;
dv inkennis daz wol, daz dv svndic bist SalHaus
37,24
MWB 1 1648,46; Bearbeiter: Runow
enker
Pron.
→
2ëʒ
MWB 1 1648,50;
enkêren
swV.
1
‘aufhören, von etw. ablassen’
1.1 mit Gen. 1.2 mit exzipierendem Satz 2 tr. ‘jmdn. verwandeln’
1
‘aufhören, von etw. ablassen’
1.1
mit Gen.:
wolt aber ir [Johannes und Paulus] des
[die Anbetung des Abgottes] entkeren / und wesen
ungehorsam, / ein sulch gebot ich von im [Kaiser
Julianus] nam, / daz ich uch sule erslahen tot Pass III
316,16.
177,34;
wolde ieman des entkeren Pass I/II
141,29
1.2
mit exzipierendem Satz:
swie ich mit kestegungen / mich vil han getwungen /
[...], / doch mac ich niht enkeren / ine werde wunt
biwilen / von der unkusche pfilen Vät
23982
2
tr. ‘jmdn. verwandeln’
do Faustinianus also wart / uz dem antlitze entkart, / daz im die erste forme
gab Pass III
656,78
MWB 1 1648,51; Bearbeiter: Runow
enkern
swV.
→
ankern
MWB 1 1649,1; |