ëtewie, ëteswie
Adv.
auch ettewie, etswie, etwê.
1
‘auf irgendeine Weise, irgendwie’
2 vor Adj. und Adv. ‘ziemlich, sehr’
1
‘auf irgendeine Weise, irgendwie’
er bat sînen vater vile gnôte / daz er ettewie des gedâhte
daz er in gesâligôte Gen
1211;
Himmelr
11,19;
KvWTroj
49427;
nû flêge wir got dar umbe, / daz er uns ettewie eroffen die
sache, / zewiu er den mennisken habe gescaffen Kchr
1994.
13183;
etewie ernert ich den lîp, / wan daz ich sorge um mîn wîp
Iw
2835;
si dâhten sâ, daz Marke / eteswie wære komen dar
Tr
17649;
VRechte
159;
KvWTroj
5817.
15831;
gein dem bade er trûrec gie / an einem stabe eteswie LvRegFr
4516;
ich genæse etewie PrBerth
1:10,4;
daz si ân underlâz / etwê gefüegten daz Ottok
87447.
–
er ervorhte den mort / und was in den sorgen ie, / dazs
eteswenne und eteswie / den rât in ein getrüegen, / daz sin mortlîche slüegen
Tr
8376;
[sie] vorhten, alse ez ouch ergie, / daz eteswer und
eteswie / dar von den hunden kæme ebd.
17400;
dat wir dat groze mere, den richen schaz diner gude, ezwie ezlicher mazen
gesin muzen Lilie
6,9.
–
der sal si [
citrini
] zu triben in einem ciginem kesewazzer
[...] oder in etwi anders daz da gut si
SalArz
82,56
2
vor Adj. und Adv. ‘ziemlich, sehr’
etwie dicke Tauler
11,28;
etwie lange MNat
17,17;
Eckh
2:579,4;
PrSchw
2,61;
BdN
242,3
u.ö.;
etwie lange stunde Elis
8771;
etswie manigen dag EvStPaul
12901;
WernhMl
7742;
etwie [
etwe Hs.] mænig jar ebd.
12624;
etswe verre EvStPaul
3024;
HvHürnh
11,4.
–
eteswie vil häufig im BdN (s. a. ëtewie
2):
etswie vil rôt BdN
161,15
u.ö.;
in etswe vil jaren EvStPaul
10362;
in etswie vil tagen BdN
8,13;
etewie vil riuwe PrBerth
1:343,34;
etswie vil der wibe EvStPaul
7116
MWB 1 2222,33; Bearbeiter: Gärtner
êther
M.
zu gr.-lat. aether.
‘Äther’, im Lucid als Bezeichnung für die obere, feurige
Luftregion, den supralunaren Bereich zwischen Mond und Sternen (Hamm, Lucid., S.
104):
der himele sint drie. der eine ist uon der erde vnz an den
manen. der andere ist uon dem manen vnz an daz gestirne. der dritte ist vnz obe dem
firmamento, da got selbe inne ist vnde sine lieben. [...]
von dem manen biz an daz gestirne ist der ether fúrin Lucid
12,7.
39,10
MWB 1 2223,3; Bearbeiter: Tao
êtherrîche
stN.
‘der ätherische Bereich des Kosmos, Äthersphären’
daz gantz werk oder daz gepeu aller diser werlde wirt in zwai
reich gestuͤkt. daz erst ist daz elementisch oder daz matergleich reich; daz ander
ist daz himelisch reich [La. etherreich
]
KvMSph
9,16
MWB 1 2223,13; Bearbeiter: Tao
etica
F.
Akk. auch lat. flektiert.
‘Schwindsucht’
si [die Arznei] kreftiget den magen
vnde ist gut fur di gelsucht vnde ist gut fur daz fiuer, daz da heizet etica
SalArz
107,30;
harn der der uarbe ist, bezeichent di ethicam oder daz reuma
oder di guttam oder di harnwinden ebd.
115,16;
das sy wol ain halb jar vor irem tod an etica lag mit als grossem ser
Stagel
52,20;
ich bin auch mynnen suchtig / und han die swinden etica: / da
von waz alle min freude gra / in miner jugent worden Minneb
2629;
Reinfr
23259;
ab donen, nâch verwesen / der etica gelîche / bin ich vil dick gewesen, / kein
erzenîe wart nie alsô rîche, / diu mir ze helfe kæme an krefte laben Hadam
471,2
MWB 1 2223,19; Bearbeiter: Tao
ê|tisch
stM.
‘berechtigter Verkaufstisch’
man sol auh wizzen daz chein becke mit veilem brote niendert sol stan wan uf
den etischen oben unde nieden in der stat StRAugsb
197,22
MWB 1 2223,33; Bearbeiter: Gärtner
etîte
Subst.
→
echîtes
M.
MWB 1 2223,37;
ê|touf
stM. , ê|toufe
stF.
‘Taufe nach kirchlich vorgeschriebenem Ritus’ (im Ggs. zur Nottaufe, vgl.
gâchtouf
):
ir sult weder êtouf bîten noch gevetrîden PrBerth
1:127,10;
sô rætet er [der Teufel beim drohenden Tod eines
Neugeborenen] daz man den touf ûf schiebe, sô durch gevetrîde sô
durch êtouf ebd.
2:57,13;
sô rætet er [der Teufel] daz man ez ûf schiebe biz
zuo einer êtoufe PrBerth
2:57,19;
diu muoter [...] pewar iz [
chindelin
] spate unte vruo [...], / unz iz den
heiligen geist gewinne / ze siner e toufe, unte e iz der tot pegrife
ArnoltSieb
36,13
MWB 1 2223,38; Bearbeiter: Gärtner
ê|tragære
stM.
Übers. von lat. legislator.
‘Gesetzeshüter’
constitue domine legislatorem super eos, ut sciant gentes quoniam homines
sunt: setzze herre einen ê tragære uber siv, daz wizzen die diete daz si mennisken
sin PsM
9,21;
etenim benedictiones dabit legislator: want segen git der ê tragær ebd.
83,8;
PsWindb
83,8
MWB 1 2224,4; Bearbeiter: Gärtner
ê|tranc
stN.
‘Ehetrank’
dâ daz tranc [La. daz e tr. Hss. BE
für den Minnetrank] und daz glas / verborgen unde behalten was
Tr
11679
MWB 1 2224,11; Bearbeiter: Gärtner
ëtt-
→
ëte-
MWB 1 2224,14;
ette
swM.
→
atte
MWB 1 2224,15;
etter
stM.
aus atte, ette swM., zur Wortbildung vgl. SchweizId 1.386.
‘Oheim’
nun hat sy ain ainiges tochterly, das hat sy got geopfret, und also tett es
sin etter wider iren willen zuͦ der welt Stagel
30,16
MWB 1 2224,16; Bearbeiter: Gärtner
ëtter
stM. →
ëter
MWB 1 2224,20;
ettinne
stF.
→
attinne
MWB 1 2224,21;
ëtw-
→ ëtew-
MWB 1 2224,22;
etz-
→ atz-
MWB 1 2224,23;
etze
stF.
→
æʒe
MWB 1 2224,24;
etzen
swV.
→
atzen
MWB 1 2224,25;
etzunge
stF.
→
atzunge
MWB 1 2224,26;
etzweide
stF.
‘Weiderecht, Weideplatz’
jus pascendi quod ethzweyda appellatur UrkBern
2,447
(a. 1257);
[...] und den achra ze achtodhalbem mút samen usserhalb
dien boͮmen, mit wasser, weida, etzweida, wasserrúnsen, wegen und abwegen, holtz und
velt, [...]
ebd.
5,372
(a. 1323)
MWB 1 2224,27; Bearbeiter: Gärtner
etzwise
F.
‘Weide’
jtem pratum dictum die Etzwise UrkWürzb
40,496
(a. 1343)
MWB 1 2224,33; Bearbeiter: Plate
eufrate|isch
Adj.
‘zum Eufrates gehörig’
si schiffeten ubir di eufrateischen flût [über den
Eufrates]
SAlex
1686
MWB 1 2224,35; Bearbeiter: Plate
êven
swV.
‘nach der Art Evas, wie Eva geraten’
sus sint ez allez Êven kint, / die nâch der Êven gêvet sint
Tr
17962
MWB 1 2224,38; Bearbeiter: Plate
evenmânôt
stM.
‘September’, aus mnl. evenmaent
‘Hafermonat’ (vgl. MNW 2,753 und RheinWB 2,219):
jn deme evenmainde an des heiligen cruͦces avende UrkCorp (WMU)
44,15
MWB 1 2224,41; Bearbeiter: Gärtner
evern
swV.
→ avern
MWB 1 2224,45; |