eib
stM.
‘Ibis’
ibis haizt ain eib. daz ist ain vogel, der izt slangen und
slangenair BdN
201,23.
201,22
MWB 1 1510,10; Bearbeiterin: Baumgarte
eiban
stM.
‘Ebenholz’ (vgl.
ebenus
):
ebanus haizt ain eiban. [...] wenn
man den abhawet, sô wirt er hert als ain stain BdN
321,2;
der eiban, [...] der in der môrn
lant wechset, der ist pezzer, und der ist zemâl swarz ebd.
321,10
u.ö.
MWB 1 1510,12; Bearbeiterin: Baumgarte
eich
stF.
‘Eiche’
quercus haizt ain aich BdN
343,2;
Lancelot was in dem wald bliben und saß lang under eyner eych
uff eim grase, wann das wetter heiß was Lanc
117,34;
Gen
1665;
RvEWchr
30060;
daz ieman sine hant iht lêge an ein eich oder an ein buͦch, es si danne zvͦ
búwenne UrkCorp (WMU)
1653,41;
HvNstAp
16589-16632
Rätsel über die Eiche.
– in Eidesformeln:
den vride, den der keiser geboten hat, [...], daz he
den stete wolle halden, di wile eiche unde erde stet StRFreiberg
99,20;
alz lange alz wasser geyt uver steyn unde eygge in der erdin steyt
UrkDOKobl
1,404
(a. 1345)
MWB 1 1510,17; Bearbeiterin: Baumgarte
eichach
stN.
hier die Form aychech.
Kollektivbildung zu
eich
‘Eichendickicht (Lohwald?), Eichenwald’
von dem Ramensperg biz ouf daz aychech bi Nazzenvels UrkWittelsb
2,140
(a. 1305)
MWB 1 1510,30; Bearbeiterin: Baumgarte
eichamt
stN.
→
îchambet
MWB 1 1510,34;
eichapfel
stM.
auch ech- oder ek-.
‘Gallapfel’, eine runde Wucherung an der Unterseite von Eichenblättern:
swer swarcz varb machen welle, der nem aychephel vnd stozze die
wol ze puluer vnd alaun dar vnder vnd siude das BairFärb
12,1;
nym ekeppil, [...], iclikes eyn lot,
stoz ez, sut ez myd waszere vnde myt eszeke OvBaierl
131,5.
115,7;
echepfile Macer
10,3
MWB 1 1510,35; Bearbeiterin: Baumgarte
eichboum
stM.
‘Eiche’
da stund er in dem wald abe und leyt sich under ein eychbaum Lanc II
571,8;
helfe daz nicht, so mache im ein clister
[...] uon egboum, uon fioln, uon pappeln
SalArz
68,58
MWB 1 1510,43; Bearbeiterin: Baumgarte
1eichel
swF.
‘Eichel’, die Frucht der Eiche, oft in der Funktion des Schweinefutters (s.
z.B.
ackerach
und DRW 2,1297f.):
den schweynen gibt sy [die
Eiche] mit preyse / aicholen zu der speyse HvNstAp
16620;
were ouch, das der walt eicheln truͤge oder ander gewer genant eckern
UrkCorp (WMU)
1047,45;
mache ein stuppe [Pulver] uon
eicheln vnde tempir daz mit ezzege SalArz
62,6;
sie wurden pilgerîne / [...] / krût,
eicheln unde gras / in gote ir spîse lange was RvEBarl
4511;
RvEWchr
20018;
BdN
93,7
u.ö.
MWB 1 1510,48; Bearbeiterin: Baumgarte
2eichel
swF.
Dimin. (?) zu eich.
‘Eiche’
von der eicheln lostin si den herczog Dalimil
34,94. 103
MWB 1 1510,59; Bearbeiterin: Baumgarte
eichelëht
Adj.
‘wie die Borke einer Eiche, grindig’ (?):
so di miselsucht [Lepra] ist uon
dem fleumate so ist di hut wiz. vnde geblet. vnde eicheloch SalArz
77,14
MWB 1 1510,61; Bearbeiterin: Baumgarte
eichelîn
stN.
anatomisch als ein Äquivalent für lat. uvula
‘Gaumenzäpfchen’
daz aichelein oder daz weinperl ist ain klainez flaischel
hinten in dem mund und ist sinbel als ain aichel oder ain weinper. dar umb haizet ez
ze latein uvula, daz spricht weinper; aber die laien haizent ez daz plat und ist
kain ander dinch BdN
16,33
(vgl. blat 3)
MWB 1 1511,1; Bearbeiterin: Baumgarte
eichen
swV.
→
eichenen
, →
îchen
MWB 1 1511,8;
eichenboum
stM.
→
eichîn
Adj.
MWB 1 1511,9;
eichenen, eichen
swV.
‘jmdn. jmdm. überantworten’
nû wil ich haben ze zeichene, welihe
[Frau] got mir [für meinen
Herren] eichine Gen
969;
div [(die Kinder), welche] ich inen
[den Schwestern] geaichot han UrkCorp
2226,36;
damite wrde wir gote geechinot, / zo der Cristes scare gezeichenot
Glaub
9.
– mit Refl.-Pron.:
si wolte sich gote eichin Martina
110,37
MWB 1 1511,10; Bearbeiterin: Baumgarte
eichenholz
stN.
→
eichîn
Adj.
MWB 1 1511,18;
1eicher
stM.
eine Pflanze, vielleicht ‘Einkorn’ (Triticum monococcum), das obd./ alem. im
19. Jh. unter dieser Bez. belegt ist (vgl. Marzell 4,814; SchweizId 1,73;
2DWB
7,329):
das ist ainerlai kraut [eine
Pflanzenart] , das haisset eicher HvHürnh
46,3
MWB 1 1511,19; Bearbeiterin: Baumgarte
2eicher
stM.
Bed. unklar (Höhlung in einer Eiche?):
in ainen aicher erz [d.i. er ez, das eingefangene
Unglück] besloz / dez wart ze hoff sin selde grosz LS 155
31
MWB 1 1511,25; Bearbeiterin: Baumgarte
3eicher
stM.
→
eichorn
MWB 1 1511,29;
4eicher
stM.
→
îchære
MWB 1 1511,30;
eichermel
stN.
‘Eichhörnchen’
etelîch [der jungen Frauen auf den Wagen] heten
hundelîn / loufende in den gêren [zwischen den Stoffkeilen der
Kleidung] , / eichörnel [Hs. eichermel
] unde hermel fîn Virg
659,9
MWB 1 1511,31; Bearbeiterin: Baumgarte
eichgrabe
swM.
‘Graben mit Eichenbestand (Lohwald?)’
ze Wiselate [...] den walt in dem eichgraben
UrkCorp (WMU)
N157,36
MWB 1 1511,36; Bearbeiterin: Baumgarte
eichhalde
F.
Abhang mit Eichen (Lohwald ?) oder Ortsname:
daz wir mit der matten div da lit bî vnserm huse ze Syone, vnd an dez
bisschoues bovngarten stoszit vnd den wingarten an eichalden mit gemeinem rate uber
ein sint komen mit dem pfaffen Ruodolfe UrkCorp
139,28
MWB 1 1511,39; Bearbeiterin: Baumgarte
eichholzphenninc
stM.
‘Abgabe von Geld anstelle einer Abgabe von Eichenholz’
der hof [...] giltet von swinphenningen und
eichholzphenningen [...] 5 (einhalb)
[Pfund]
UrbHabsb
2,1:116,16
MWB 1 1511,45; Bearbeiterin: Baumgarte
eichîn
Adj.
‘aus Eichenholz’
daz aichein holz erfault niht gern die weil man ez trucken
helt BdN
343,7;
so hant die luͦte reht ze wittenne [schlagen] jn
den selben welden alles holz, ane funf holzer: eichen, buͤchin, tennin, birbomin
vnde affolterin UrkCorp (WMU)
255AB,5,2;
NüP
175;
mit ainer aichein wid [Strang aus gedrehten
Baumzweigen] / pint man in all ir glidt Seifrit
3920;
Walth
85,13;
SalArz
36,58;
Ottok
28724.
– attr. oder Bestimmungswort in Komposita (?):
under einem aichin bome GTroj
7973;
er furt ein eichen holcz in syner hant, das was kurcz und
groß Lanc
315,5
MWB 1 1511,49; Bearbeiterin: Baumgarte
eichmate
swF.
Wiese mit Eichen (Lohwald?) oder eine bestimmte Wiese mit einer Eiche:
jtem zvo der eich maten pratum quod est ager UrkCorp (WMU)
N230,22
MWB 1 1511,61; Bearbeiterin: Baumgarte |