els
swF.
→
erle
MWB 1 1586,39;
elseʒʒer
stM.
‘Wein aus dem Elsass’
von welischem wine, elsezzer, neckerwin oder byer
WüP
14,1.
14,4
MWB 1 1586,40; Bearbeiter: Diehl
elster
stF.
→
agelster
MWB 1 1586,42;
elte
stF.
‘Alter’
die gotes muͦre zimberte er wider / vnd der stete die geuallen
nider / waren von des fivers kraft / und uon der elte Albert
359;
wande aber nv der briefe eiltvͥ dv́ schrift, dv́ dar stat, verboͤst, da von
sint disiv selben reht an disen nv́wen brief geschriben UrkCorp (WMU)
1797AB,3;
anilitas altin ab anu dicta SummHeinr
2:8,163
MWB 1 1586,43; Bearbeiter: Diehl
elten
swV.
→
alten
MWB 1 1586,50;
elter
stswM.
‘Elternteil’ (vgl.
altern
):
vnd dar vmb sol ein herr von in nemen die gewondleich schatzung vnd stewer,
die sein vorvar und sein elter genomen habent RechtssA
I6,12;
wer seinez eltern spott, oder einen schimpf von im macht ebd.
S47,18
u.ö.
MWB 1 1586,51; Bearbeiter: Diehl
eltere
swM.
→
alt
1.2
MWB 1 1586,57;
eltermuoter
stF.
→
altermuoter
MWB 1 1586,58;
eltervater
stM.
→
altervater
MWB 1 1586,59;
ëltes
stM.
→
iltis
MWB 1 1586,60;
elteste
swM.
→
alteste
MWB 1 1586,61;
eltisch
Adj.
→
altisch
MWB 1 1586,62;
elwer
Subst.
→
erle
MWB 1 1586,63;
êly
Interj.
auch hely.
hebr. ‘mein Gott’ (Ruf Christi am Kreuz):
an dem heren criuze fron: / ely, den jamerlichen don, / sang er des males
KvWGS
980;
‘heli!’ was sin krîe MarGr 10
32,14;
der an dem cruͤce lute shre / das reine wort hely, hely, /
des gnade wese dir bi Rennew
15373
MWB 1 1587,1; Bearbeiter: Diehl
êmâle
Adv.
‘ehemals, vorher’
er ahte harte kleine / der gelubde, diu ê mâle / geschehen
wâren âne twâle / zwischen dem kunic rîchen / und herzog Uolrichen
Ottok
10184;
vmb alle sache als si êmal verschriben sint zwischen vns vnd dem pischtum von
Gurk UrkCorp
3369,33
MWB 1 1587,7; Bearbeiter: Diehl
êmâlen
Adv., Konj.
auch êrmalen.
1 Adv. ‘ehemals, vorher’
2 in Verbindung mit denne als Konj. ‘bevor’
1
Adv. ‘ehemals, vorher’
solhe untât, / die man niemer hât / ê mâlen gesehen
Ottok
84375;
vmb den hove [...], den emaln vor vier iarn Vlreich
vnd Regenbart [...] verchouft heten UrkCorp (WMU)
2827,25;
die suͦne diu zwischen vnserem vorvaren [...] vnd im
ermalen ist verschriben UrkCorp
854A,19
2
in Verbindung mit denne als Konj. ‘bevor’
furevah unsih herro mit gnade diner ermalen denne [prius quam] der ante des
zornes wuote PsWindb
78,Oratio
MWB 1 1587,13; Bearbeiter: Diehl
êmâles
Adv., Konj.
auch errenmals.
1 Adv. ‘ehemals, vorher’
2 in Verbindung mit ê als Konj. ‘bevor’
1
Adv. ‘ehemals, vorher’
nein, ez wart engestlîcher sît, / dan ez ê mâles wære
Tr
9007;
alse ich dir / nu unde ê mâles hân getân ebd.
9511
u.ö.;
ez si der zins, den siv emals vf deme hove hettent oder den siv nu næhest
gekoͮffet hant UrkCorp (WMU)
3407,10;
ane minivͤ manlehen divͤ ich errenmals verlihen han UrkCorp
1363,10
2
in Verbindung mit ê als Konj. ‘bevor’
daz uͥnser herre got allez daz hiez werden, daz der ist, ê mals ê er den
menschen geschuͤffe Konr (Sch)
114,35
MWB 1 1587,24; Bearbeiter: Diehl
êman
stM.
‘Ehemann’
nimt si einen êman wider ir vater willen SpdtL
123,2;
swer dâ sprichet, ez müge dehein êman bî sîner hûsfrouwen geligen âne
houbetsünde, der ist reht ein arger ketzer PrBerth
1:406,10;
also wart die fraw gefüret / für irn rechten ehenman
Teichn
565,135;
der eman rechter küscheit pflit MügelnKranz
1675.
–
‘verheirateter Mann’
hat erz [das Kind] aber bi einem ewibe oder bi einr
ledigen vnd ist er selbe ein eman, so heizet ez ein hvͦrkint SchwSp
162b;
swelhe brvder oder swester [...] mit
ainem eman oder ehavsvrawen vnkvsch tvet SpitEich
17,24
MWB 1 1587,35; Bearbeiter: Diehl
êmathîtes
M.
auch emetin.
‘Hämatit (Blutstein)’, ein Edelstein (aus afrz./lat.
haematites):
von dem emathiten. emathites ist ain stain eisenvar,
besprengt mit rôten æderleinn und kümt von der môren land oder von Arabia
BdN
444,32;
Parz
791,10;
SalArz
103,5.
– aus dem Adj. haematinus gebildet (vgl. Suolahti 1,84 und Felder,
Krone S. 427):
zwen vnglich steine, / ein emetin was der ein, / der ander ein grüner iaspis
Krone
15780
MWB 1 1587,47; Bearbeiter: Diehl
emb-
s.a. enb-
MWB 1 1587,56;
ember
stM.
→
einber
MWB 1 1587,57;
emde
swF.
‘Elend, Leid’ (vgl. zur Bildung gerig(n)de
‘Regen’, Hiob
9627,10965):
so daz mine husgenozen, / daz sint dy mir solden dinen, /
[...] hatten mich als eynen vremden / und nicht achten
myner emnden [
miseriam meam
]
Hiob
7674
MWB 1 1587,58; Bearbeiter: Diehl
emede
stN.
auch emat, emide.
‘Gras des zweiten Schnittes, Ohmet’ (vgl.
âmât
und
üemet
):
das her Cvͦnrat [...] vnd die bruͦder
[...] hant verlúhen der priolin
[...] zwo juchert mattan [...]
vmbe halbes hoͤv vnd halbes emide UrkCorp (WMU)
1648,15;
daz vôter, daz uf dem hof wahset es sige howe, emat, alder stro
UrkHohenb
240
(a. 1322);
das drittail des aemedes, das mir ewiclich solt sin wordin us ir wise
UrkBebenh
21,358
(a. 1328)
MWB 1 1587,63; Bearbeiter: Runow
êmensche
swM.
‘verheiratete Person, Ehegatte’
dis merkent, bruͦder, swester, / ementschen, witwan, rainú
magt, / und arbaiten un verzagt, / das wir got frólich vinden / mit sinen liepsten
kinden! SHort
3835
MWB 1 1588,8; Bearbeiter: Diehl
emeral
stM.
→
amiral
MWB 1 1588,13; |