endehaft
Adj., Adv.
auch anthaft.
1 Adj. 1.1
‘endgültig, unumstößlich’
1.2
‘abschließend, zu (einem guten) Ende kommend, wahrhaftig’
2 Adv. ‘endgültig, abschließend, nachdrücklich’
1
Adj.
1.1
‘endgültig, unumstößlich’
daz er mit sîme sinne / sô
endehafte [vollkommene] minne / bî sînen zîten nie
vernam Parz
714,28;
nû sich, wâ dir bewæret sint / mit endehafter wârheit /
diu wort, diu ich dir hân geseit RvEBarl
15749;
vnd wart der widerwechsil paidenthalben bestet mit endhaften priefen vnd
insigiln UrkCorp (WMU)
2905,1;
SchwSp
14b.
– rechtsspr. in der Verbindung
~ tac/ reht
‘Abschlusstermin (für eine Gerichtsverhandlung)’
vnd wart im vmbe sinen gezivͤk ein endehaffter tack geben
[...] an den mantack ze ouzzgender
phinchstwochen UrkCorp (WMU)
1270,36;
so mac sich dirre vermezzen zu sime rechten endehaften tage uber ein
unde zwenzic nacht oder darunder StRFreiberg
84,25;
unde sol man im danne den dritten tak geben ze
endehaften rehte StRAugsb
205,11.
1.2
‘abschließend, zu (einem guten) Ende kommend, wahrhaftig’
so du zuͦ ime sendest, / so wirt din botschapht / lobsam
unde enthapht Rol
2100;
sæligiu künigîn, / lât aller slahte sorge sîn / und râtet
mir ze mîner craft, / sô ist ez allez endehaft Tr
9612;
mit endehaftem muote [fest
entschlossen]
Parz
816,12;
dar an [in dem Brief] vindent ir geschriben /
endehaftiu mære Reinfr
5797;
do man dem keisere gewuch / der anthaften mere Pass I/II
45,12;
KvWWelt
261.
– in umschreibenden Wendungen:
mit endehaften sachen Pass I/II
106,6;
in endehafter kür [klar überlegt]
Frl
5:46,5;
immer an endhafte frist Warnung
2414
2
Adv. ‘endgültig, abschließend, nachdrücklich’
swaz er gebôt oder bat, / endehaft ez wart getân
Parz
39,9.
786,1;
do gebot der helt von Berne, / daz sich ieman ruͦrte / noch die schar iht
zefurte. / si gewerten in des endehaft Dietr
8270;
ûfstuont diu maget rîche. / vil gezogenlîche / neic si des
herren botschaft / und antwurt ir vil endehaft Wig
8785;
der weis pot Columban / gie fur Pilatum stan / unt warp des
chaisers potschaft / redlich und vil endhaft GvJudenb
4494.
3514;
vil endhaft er [Gott] vns sæit, / waz im sei liep
oder læit Warnung
671;
Wh
163,14
MWB 1 1617,56; Bearbeiter: Runow
endekrist
stM.
→
antichrist
MWB 1 1618,34;
endel
Adj.
‘entlegen, entfernt’, superl. ‘äußerste, letzte’ (zur Bildungsweise vgl.
Etymol.Wb.d.Ahd. 2,1085; Henzen, Wortbildung § 127):
longaon: endilsterdarm SummHeinr
1:135,265;
minne ist getriben unde gejaget / in den endelesten ort
Tr
12281
MWB 1 1618,35; Bearbeiter: Runow
endelich
Adj., Adv.
adv. auch -lîchen.
1
‘endgültig, unwiderruflich’
1.1
‘entschlossen, beharrlich’
1.2
‘schließlich, zuletzt, am Ende’
2
‘begrenzt’
3
‘jmdm. gewachsen, ebenbürtig’
1
‘endgültig, unwiderruflich’
ob ir nv frides gert / [...], / so
sprechet endeliche, / wie getane svne man neme, / daz ez beidersit gezeme
Herb
15294;
es ist oͮch verbotten mit endelicher vrteil, dc dehein mensche
[...] sin guͦt [...] gebe eim
anderm ze widemen UrkCorp (WMU)
N238B,30;
ich [...] henke ovch dar min ynsigel
[...] zv einer endelichen gezivcnusse ebd.
2797,2;
daz mensche wirt in driu geteilt, / swenn ez von hinnen vert: / die sele zu
dem himelrich [...]; / daz fleisch den würmen endelich
Frl
9:20,17.
–
‘letztgültig’
inwendigk [
ditz puechs
] wirt funden die endlich sach [
causa finalis
] darnach da getrachtet wirt; da wirt fundenn der anegentlich
fürsatz und der endlich HvHürnh
3,23.
–
‘gewiss, sicher’
her wande endicliche wesen tod GrRud
Hb 29;
Tristan die wîle er leben sol, / sô wizzet endelîche wol,
/ sôn sol niemer künigîn / noch vrouwe hie ze hove gesîn Tr
8362.
13400;
endelîch / sunder wîch / aller wunne ist uberrîch / wîbes
name und wîbes lîp KLD:Kzl
10: 3,11;
Wernh
A 2745.
–
‘wahrhaft’
enist aber dîn gebet niht endelich und âne ernst, sô
enwil dir got niht nû versagen, wan er hât dir in sîner êwicheit versaget
Eckh
5: 416,1.
–
‘vollständig, umfassend’
der juncherre im do sagen bat / die endelichen warhait
RvEWh
2853;
sîn [des Klingenbergers] helfe,
sîn rât, sîn kunst sint endelich SM:Had
2: 13,5.
–
‘deutlich’
mit endelichen buochstaben / schreip er alliu sîniu dinc KvWAlex
752;
ein wârez lieht dâ liuhte / und ein gar endelicher schîn KvWTroj
161
1.1
‘entschlossen, beharrlich’
so wil ich endeliche uore gan Roth
3953;
nû lâze ein teil ir zornes abe, / wan endelîchen ir gnâden
bit ich iemer MF:Reinm
15: 3,4;
der Manesse rank darnâch endelîche, / des er diu
liederbuoch nu hât SM:Had
8: 1,5
1.2
‘schließlich, zuletzt, am Ende’
gnâde ist endelîchen dâ MF:Reinm
9: 4,1;
dirre welde gît der tôt / nâch liebe ein endelîchez leit!
/ diu welt ist gar ein üppekeit RvEBarl
1323.
–
‘ewig, bis ans Ende’
wie der hûse an der Tuonouwe grunde / lebt des trôres
süeze gar. / alsô lebte ich wol des luftes von ir munde / endelîchen mîniu
jâr KLD:UvL
55: 7,4;
hierher oder zu 1.1:
diu liehten ougen dîn / eine strâle hânt geschozzen / in daz herze
mîn; / des muoz ich vil unverdrozzen / dîn endelîcher dienest sîn
KLD:WvM
4:1,9.
– umschreibend:
swer daz niht gelouben wil, / der muoz ân endelîchez
zil [für immer] / iemer mêre sîn verlorn
RvEBarl
12926
2
‘begrenzt’
sit er [Gott] unentlich ist, so
wirt er von dekeim entlichen begriffen [
nullo infinito includi potest
]
ThvASu
240,5.
64,20.
–
‘vergänglich’
daz man mit shrift bestete, swas man endelicher dinge in disen tagen ze
shaffen hat UrkCorp (WMU)
506,42.
N601,2
3
‘jmdm. gewachsen, ebenbürtig’
sô swingt er [der greiffalk
] sich auz und schawet, ob er im [der
Beute] eben sei und gevellig, und ist er im sô endleich [
apta
] , sô væht er in BdN
186,8
MWB 1 1618,40; Bearbeiter: Runow
endelicheit
stF.
‘Begriff, Definition’ (s.a.
endenunge
,
endunge
2
):
sit daz denne die forme des menschen si etwaz natürliches
dinges, so suochet si ein beterminierte materie, daz ist fleische unde gebein, dü
man setzen muos in die entlicheit [
definitione
] des menschen ThvASu
48,7
MWB 1 1619,35; Bearbeiter: Runow
endelist
stM.
‘letzte, äußerste Weisheit’
ich wil mich rehte an ir genâde lân: jâ, / daz ist mîn enderât und ouch mîn
endelist Walth
189,8
MWB 1 1619,41; Bearbeiter: Runow
endelôs
Adj.
1
‘kein Ende habend, endlos, unendlich’
2
‘nicht begrenzt, unbefestigt’
3
‘ungültig, nicht rechtskräftig’
4
‘untätig, unentschlossen’
1
‘kein Ende habend, endlos, unendlich’
sît man leit nâch liebe hât, / sô sol ouch liep nâch leide
ergân. / mîn lîp noch in leide stât: des ist mir endelôs mîn wân KLD:
UvL
5: 4,4;
min not hat endelosen grunt Mügeln
216,12.
149,7.
– oft auf Gott und Jenseits bezogen:
du [Gott] bist endelôser tiefi
ein stam SM:JvR
1: 3,4;
[Jesu] ginade ie was endelos MarseqM
39;
wie got wil den rehten geben / ze himel ein endelôsez
leben RvEBarl
7156
u.ö.;
Brun
46;
Mechth
7: 1,12
2
‘nicht begrenzt, unbefestigt’
vnd zv́het sin [dez aggkerz] ein ende in den endelosen bah vnd dez ander ende
an den vrlofen weg UrkCorp (WMU)
2260,1
3
‘ungültig, nicht rechtskräftig’
vnd sullen die selben briefe endelos vnd kraftlos sin UrkCorp
(WMU)
506,26
4
‘untätig, unentschlossen’
were aber daz, das die selben vrowin so svmich werin vnd als endelos, das si
die selbvn hofstat ze Nv́wenkilch liezin olt das si sich dar nut enmachten als
endelich UrkCorp (WMU)
506,20
MWB 1 1619,44; Bearbeiter: Runow
enden
swV.
Prät. auch ante, Part. Prät. geant ( Tr
5715; Mügeln
216,11; RbMagdeb
255,50); mit Präfix ge- synkopiert auch genden (
GTroj
14999).
‘enden, beenden’
1 tr. 1.1
‘etw. zu Ende bringen, beenden, vollbringen’
1.2
‘(eine Rechtssache) abschließen, beilegen’
1.3
‘etw. begrenzen, das Ende von etw. bilden’
2
‘zu Ende gehen, an ein Ende kommen, aufhören’
2.1 intr. 2.1.1
‘sterben’
2.1.2 subst. in der Wendung sunder ~
‘endlos, für immer’
2.2 refl.
1
tr.
1.1
‘etw. zu Ende bringen, beenden, vollbringen’
dise rede die huop Tristan / rîche unde willeclîchen an /
und antes ouch mit sinnen Tr
5715;
dise reise wil ich enden Wig
1116;
nieman kan ünser ungemach / genden GTroj
14999;
sin [Paris’] not doch sterben
ante, / min not hat endelosen grunt Mügeln
216,11;
SM:Had
31: 5,6;
UvEtzAlex
25003.
–
‘etw. vollbringen, vollführen’
unde alsô daz was gendet, / dô wart ein bote gesendet
VAlex
441.
1207;
daz wir ez beginnen, / als wir ez mvgen geenden
Herb
2140;
man sach si wunder enden / mit strîte ûf der plâniure
KvWSchwanr
1138;
das nie kein man geenden kund das ir zu ende hant
bracht Lanc
635,32.
130,30;
Tr
8534
1.2
‘(eine Rechtssache) abschließen, beilegen’
daz al sach, krieg, klag vnd furgab [...] sollen
fur gemärt werden vnd kunt gethon, gevrtailt vnd geendet
[...] in dem palast zw Trint StatTrient
131;
daz daz getædinget vnd geendet werde mit dem rechte, als ez begriffen ist
an den vordern hantfesten UrkCorp (WMU)
1038,30.
3413,28;
man sal nuchtern richten, unde daz gericht sal ouch nuchtern geant werdin
RbMagdeb
255,50
1.3
‘etw. begrenzen, das Ende von etw. bilden’
die creature ihht [hat] ein
substancien, die gemezzen ist unde geendet [
modificatam et finitam
]
ThvASu
260,21.
64,22;
der zwaier himelspitzzen, die des himels ahsen enden,
daruͤmb der werlde lauf ist, sei wir ain alle zeit ansehend
KvMSph
22,8.
–
‘etw. festlegen, bestimmen’
alse den andern formen von der gotlichen wisheit
geendet [
determinata
] ist ein eigen mazze also ist ouch der gnade geendet ein eigen
maz ThvASu
66,15.
44,23
2
‘zu Ende gehen, an ein Ende kommen, aufhören’
2.1
intr.:
hie endet ditz mere ReinFu
K,2251;
im endet ie ze vuoz ein tac / daz einer in zwein gerîten
mac Iw
2133;
hie muoz in eime ringe / der kamph benamen enden / mit
swerten und mit henden KvWSchwanr
777;
Roth
3524
2.1.1
‘sterben’
dannin [von Rom aus] santir
[sandte er, St. Peter] drî heilige man, / ci
predigene den Vrankan: / Eucharium unti Valêrium, / der dritti geinti ûffin
leige [starb auf dem Felsen (s. Anm.z.St.)]
Anno
32,8.
– in der Wendung von diser werlde ~
:
iz stan den gotin knectin / inir aldere rechte /
daz sie mit gote uirdieneten / so sie uon diser werlde endin
Roth
5127
2.1.2
subst. in der Wendung sunder ~
‘endlos, für immer’
ein wib zu einem steine wart / vor Sodoma und heldet
sunder enden / in menschen forme felses art Mügeln
15,12
2.2
refl.:
an dem dage so endit sich die unfróde vnde engegent vns
die froide Lucid
115,2;
alsus endet sich diz liet Herb
18458;
daz sich mîn lîp sol enden Iw
4173;
diu nacht, diu wil sich enden SM:Te
7: 2,12;
MF:Reinm
19: 1,4;
StatDtOrd
125,36.
–
emoroides, daz sint die âdern, die sich zuo dem
aftern endent an dem menschen BdN
272,28
MWB 1 1620,1; Bearbeiter: Runow
endenôt
stF.
‘höchste Not, äußerste Gefahr’
diu küniginne Îsôt / Brangænen in der endenôt / getriuwe unde
stæte / und an ir muote hæte / durnehte in alle wîs bekant Tr
12936
MWB 1 1620,62; Bearbeiter: Runow
endenunge
stF.
‘Begriff, Definition’ (s.a.
endelîcheit
,
endunge
2
):
wan die nature bezeichent die wesung des gesteltnüsses, welche
wesunge bezeichent die endenunge [
definitio
]
ThvASu
22,15
MWB 1 1621,1; Bearbeiter: Runow
enderât
stM.
‘letzter Rat, letzte Überlegung’
ich wil mich rehte an ir genâde lân: jâ, / daz ist mîn enderât und ouch mîn
endelist Walth
189,8
MWB 1 1621,5; Bearbeiter: Runow
endermen
swV.
tr. ‘jmdm. die Gedärme herausreißen’
etslîche in vorebbele [d.i. vrevel
] / intlôstin sî dî nebbele [Bauchnabel]
und boume niddirbukten, / dî spîldin unde drukten / darîn der nable zipfle / lâzende
sneln dî wipfle / und sî alsô intdermeten NvJer
26500
MWB 1 1621,8; Bearbeiter: Runow
endern
swV.
→ andern
MWB 1 1621,14;
enderunge
stF.
→
anderunge
MWB 1 1621,15;
endeschaft
stF.
‘Intensität’
der sunne hitz [...] git / den creaturen ze aller zit
/ jr macht vnd jr craft / mit grozzer staͤt vnd endschafft / alsuz kann vnd mag si
geben / wem si wil der minne segen MinneR 276
242
MWB 1 1621,16; Bearbeiter: Runow
endeslac
stM.
‘gewaltiger Schlag, Rundumschlag’
ieslich prediger [...] wunden
heilet, wunden slet / mit siben valden endeslegen, / swenne die predigere legen /
daz gotes wort dem volke vor HeslApk
20639;
da slet der tuvel sinen slac / mit siben valden ende slegen
ebd.
20659
MWB 1 1621,21; Bearbeiter: Runow
endespil
stN.
‘Entscheidung (im Spiel oder Wettkampf)’ (hier für den Geschlechtsakt):
er [Gregorius] was starc und si [seine
Schwester] ze kranc, / daz erz âne der guoten danc / brâhte ûf ein
endespil. / dâ was der triuwen alze vil Greg
395
MWB 1 1621,27; Bearbeiter: Runow
endes|tac
stM.
→
endetac
MWB 1 1621,32;
endestrît
stM.
‘letzter Kampf’
der strit wirt der endestrit, / swenne so der strit geschet /
daz Crist Antecristen slet / [...] / vor dem jungesten tage
HeslApk
17746
MWB 1 1621,33; Bearbeiter: Runow
endetac, endestac
stM.
‘letzter Tag’
1
‘Ende, Tod’
2 rechtsspr. ‘letzter Termin’
1
‘Ende, Tod’
der engel zuht einen ast, / daz er alsô lûte brast; / dâ von Jôsêp erschrac, /
er wânde ez wær sîn endetac KvFuss
1502;
noch was diu kristenheit ze wer / sô daz man von ir tât / den
endes tac [noch am jüngsten Tag] ze sprechen hât
Wh
404,30;
dar nâch wirt iu von mir genant / der, der daz spil von êrst ervant
[...], / geleb ich des buoches endestac HvBer
90;
Parz
337,14;
HeslApk
3872.
– hierher oder zu 2:
swer aber sæjet in daz leben, / dem wirt ein leben dort
gegeben, / daz niemer mêre ersterben mac. / ouch hât der tôt niht endes tac. /
diz ist der guoten zuoversiht RvEBarl
3314
2
rechtsspr. ‘letzter Termin’
daz die noder [Notare] von gewer oder enttagen, wie
lang oder wie gros die sindt, zu verschreiben sollen nicht mer nemen
[...] dan xii den. StatTrient
134
MWB 1 1621,37; Bearbeiter: Runow
endezil
stN.
‘Ziel, Erfüllung’
diu [Isolde] sleich
[...] / lîse unde stætelîche
[...], / suoze gebildet über al
[...], / als si diu Minne dræte / ir selber zeinem
vederspil, / dem wunsche zeinem endezil Tr
10898.
–
‘Ende’
winter hât ein endezil KvWLd
29,11;
der rehte Crist [...], / den got her
abe senden wil / an der werlte ende zil HvNstGZ
5311;
stete vruntschaft [...] / biz an des libis endezcil
PfzdHech
228,30;
WernhMl
915
MWB 1 1621,54; Bearbeiter: Runow
endezît
stF.
‘letzter Abschnitt, Ende (einer Zeitspanne)’
ûf des tages endezît Demantin
10257;
sô müezen wir daz rîche lân, / wan des tôdes endezît / uns
den burgæren [den Teufeln] gît RvEBarl
5173
MWB 1 1621,63; Bearbeiter: Runow
endieʒen
stV.
‘erschallen, ertönen’
daz andre teil sich gar irwûc / der vlucht [...] /
mit geschreie harte grôz, / daz ouch in daz her irdôz [La.
indoz
] , / und der zegelîche schal / daz grôze her intherzte al, / daz sî
griffin an dî vlucht NvJer
8980
MWB 1 1622,3; Bearbeiter: Runow
en|dinnen
Adv.
‘drinnen’
nu prüeve man unde wîp, / wie rehte unreine sî der lîp / des menschen dâ
endinnen. / swaz wir sehen rinnen / ûz uns, deist niht wan unflât LvRegFr
195
MWB 1 1622,8; Bearbeiter: Runow
endivia
F.
‘Endivie’ (Cichorium Endivia, vgl. Marzell 1,988):
gip im [dem Fiebrigen] purzel
zezzen. vnde endiuiam SalArz
67,57
MWB 1 1622,12; Bearbeiter: Runow |