g – gâchlîchen gâchmuot – gagen gagen – galander galanderisch – 1galle 2galle – galter galtnüsse – gamerot gamîe – gancheil ganclîche – ganteren ganz – gärmic garn – gartenhuon gartenhûs – 3garwe garwwurz – gastmeisterin gastnusse – gaʒʒenspringer ge- – gebæric gëbærin – gëbendic gebenedîunge – gebietære gebietærin – gebiurischlich gebiurlich – geböume gebôʒ – gebrëst, gebrëste, gebrësten gebrëstelîn – gebrûchic gebrûchlich – gebunt gebunt – geburst geburt – gedâht gedâht – gedense gederbe – gedinge gedinge – gedrange gedrâte – gedünste gedurchtriben – gegate gegatrom – gegenkouf gegenlëder – gegensetzunge gegensidele – gegenwertes gegenwertic – gegihte gegiric – gehaʒʒic gêhe – gehëlfe gehëlfelîche – gehilfe gehilfic – gehœric gehœrlich – gehügenisse gehugesam – geifer geifervrâʒ – geiselrieme geiselruote – geisticlich geistîn – geiʒhorn geiʒhût – gejeitschuoch gejeitvogele – gekünne gël – gelegede gelegelich – gelende 1gelende – gêlîche gelîcheit – gelîchmëʒʒunge gelîchnisgëbende – gelide gelidemâʒe – gêlingen gelîp – gëlm gëlmen – geloup geloup – gëlte gëltel – gelückede gelückederat – gelüstelîn gelustic – gemahel gemahelbettelîn – gemæʒicheit gemæʒiclich – 2gemeine 1gemeinen – gemeinsin gemeinunge – gemerrede gemêrsal – 2gemüete, gemuote gemüetic – gemutzet gemʒe – genâdenschüʒʒel genâdensol – genæmicheit genamʒôn – genemede genende – genëserinne genetzen – genieʒen genieʒlich (?) – genôʒen genôʒgeselle – gensîn gensischen – genuhtlîchen genuhtrîch – genuʒ genuʒt – gephrange gephünde – 1gerat 2gerat – gerëhen gerëht – gereisic gereitære – gerieme geriemen – gerihticlîche gerihtinsigel – geriune 1geriusche – gerouche geröufe – gerte gerte – gerûmiclich gerummel, gerumpel – gêrvalke gerwære – gesaten gesatznissede – gescheftbrief geschefte – geschepfnisse geschepfunge – geschiuwede geschoc – geschrihte geschrîp – gesëhen gesëhenheit – geselliclîcheit geselligen – gesihtic gesihticlich – gesite gesiten – geslihte geslinge – gesnæren gesnarren – gespenstnisse gesper (?) – gespræchelich gespræchetac – gespunst gespür – gestelle gestellet – gestifte gestille – gestrenglîche gestrenze – ge|stunge gestungede – gesuoch gesuochære – geswerme geswërte – gesworn gesworne – getelle getelôs – getougen getougen – getreigeret getrenke – getrüese (?) getrügede – getwædicheit getwædigen – gëtzen getzsal – gevalte gevanclich – gevëderen, gevëdern gevêhe – geverte|lehe gevertinne (?) – gevlester gevlitter – gevrier gevrist – gevülle gevuoc – gewahsenheit gewahst – gewaltroubunge gewaltsame – gewar gewar – gewe gewëbe – gewellen geweltigen – gewërben gewërbic – gewern gewërn – gewiere gewieret – gewinnen gewinnic – gewist gewiste – gewonunge geworden – gewzen (?) gezagel – gezëmelich gezemen – gezît gezîte – gezoc gezogen – gezwîen gezwîge – giefen giege – gifticheit gifticlich – giht gihtboum – gimbîʒen gimme – gippengappen gippentuoch – giric giricheit – gischen gîse – gîtigære gîtige – 1glan 2glan – glas(e)väʒʒelîn glas(e)vënster – gleimel gleimelîn – gleten glêtphenninc – glipfen glise – glocke glockehûs – glôriôs glôriôslich – gluothaven gluothert – goder goedertieren – golf gollen – goltgesmîde goltgesteine – goltreit goltrîch – golttropfe goltvar – gos (?) got – gotesarm gotesbeckære – gotesmordærinne gotesphenninc – gotgeformet gotgelâʒen – gotmeinunge gotmensche – gouch gouch – goukelære goukelbilde – goukelspil goukelsprütze – göumütte, -mutte göu|phâwe – grabe grabe – grâf- graft – gramerʒîe gramerʒîen – gransprunge gransprunge – gras(e)phenninc gras(e)spier – grâvenrëht grâveschaft – grebinc grebnisse – gremiclich grempære – griekech grien – griffel griffelære – grimmetât grimmic – grisegrammen grîseleht – griuslich griuwe – groppe gros – grôʒmüetic grôʒmuoticheit – grüenheit grüenlich – grunderëbe gründic – gruntübele gruntvestære – gruon- gruon- – grütschîn grutte – 1gücken 2gücken – güfticheit güfticlich – gûlen gülle – gumpenîe gunderam – guotdunken guotdunkende – guotswender guottât – gürtelgewant gürtellîn – gymnosophiste
|
gemeine
stF.
vgl. auch
gemeinde
.
‘Gemeinschaft, Gesellschaft’
1 allg. 2 in Rechtstexten 2.1 ein gebietsgebundener Personenverband mit Befugnissen der Selbstregelung (z.B.
Stadt- und Dorf-, aber auch Kirchen- und Ordensgemeinschaften, vgl. LexMa
4,1209ff., 2 HRG 2,47ff.) 2.2
‘Allmende, Gemeinbesitz’
1
allg.:
sô ist er unreine, sô nehât er gemeine / mit hêligen chinden
Gen
425;
si wurden gelæubige und chomen zuͦ der gemein der
heiligen christenheit PrOberalt
148,35;
ich giebe ir mine gemeine / vnde allez, daz ich ie gwan /
vnde swaz ich geleisten kan, / vnde wil sie haben zv einer e Herb
11296;
der sun, der vater sint in ein, / der heilige geist in der
gemein. / in drin personen ein vater got HvNstGZ
4782.
– euphemistisch für Geschlechtsverkehr:
sint du daz kint gebære, / bit alle du wære / luter unde
reine / van mannes gemeine MarldA
15.
–
‘Gesamtheit’
diu gemæine der pfafhait vnd der dienstman vnd alles getygens
[d.i. gedigene Bürgerschaft] von
Salzbvrch UrkCorp (WMU)
1377,41;
die selben leut sehend die stern ze aller zeit, der gemain
wir die perinne haizzen oder den himelwagen KvMSph
14,27;
die gemain der leute ebd.
50,28.
BdN
242,21.
–
~ hân mit präp. Erg. ‘mit jmdm. (gemeinschaftlich)
verbunden sein, teilhaben an etw.’
an allen guoten dingen hân ich wol gemeine Walth
70,33;
habt ouch ir mit mir gemeine: / fröide ensol niht wesen
eine, / man sol friunden fröide geben KLD:BvH
6: 3,9;
ein kinne an gruben kleine, / daz hat mit hazze gemeine
Physiogn
272;
diu kirche solte niht mit sîmônîe / gemeine hân noch mit der hêresîe
RvZw
128,8.
–
in einer ~
‘als Gesamtheit, gemeinsam’
wir schüllen nu sagen von den slangen und des êrsten in
ainer gemain BdN
259,26.
– als adv. Gen. gemeines
‘insgesamt’
ir [der Bienen] aller arbait
ist gemaines nütz in allen. ir nutz und ir fruht ist in allen gemain
BdN
287,32
2
in Rechtstexten
2.1
ein gebietsgebundener Personenverband mit Befugnissen der Selbstregelung (z.B.
Stadt- und Dorf-, aber auch Kirchen- und Ordensgemeinschaften, vgl. LexMa
4,1209ff., 2HRG 2,47ff.):
daz wir der gemain vnser lieben burgær von Nappurch gestætiget haben
[...] ir burchreht UrkCorp (WMU)
2383,41;
die zwelif gesworne und die gemain der purger UrkPölt
223
(a. 1308);
und sin vͤberein chomen mit dem grozzem rate, mit
dem chlainem rate und mit der gemaine der stat uͤberal
StRAugsb
58,17;
hantvest di man steten geit oder einer gemain
[...], di sint ewich StRBrünn
400;
wir Cvͦnzo der schultheize [...] vnde die
gemeine des dorfes von Greswilr UrkCorp (WMU)
N177,17;
die gemaine der juden MGHConst
8:416,12
(a. 1347)
2.2
‘Allmende, Gemeinbesitz’
swer in der [...] stat einen turnen inne hat
[...] oder ein hofstat uf der gemein in der strazze
StRMünch
253,24;
chain person sol nicht kraut noch hew nemen in einer fremden wiss, es sey
dan auff der gemain [
super pratis
communis
]
StatTrient
154.
–
‘Anteil’
swa aber der vater vnd dvͥ kint eine gemeine vnd eine geliche
gewer hant an dem guͦte SchwSp
191a
MWB 2 416,32; Bearbeiter: Diehl
gemeine
swM.
‘Mittelsmann, Schiedsmann’ (vgl.
gemeine1
5.3
):
dien gap min herre, der abbit von Oͮwe, zwene gimaine man
[...] die vor ginanten schidelivte vnd die gimainen,
die kamen vber ain mit ain ander gimainlichen vf ir ait UrkCorp (WMU)
1293,24;
so sun sie einen gemeinen nemen, ald der rat sol inen einen geben uf ir eit,
das si uber ein komen, wie dem burger sin schade gebessert werde StRZürich(B)
168,29
u.ö.
MWB 2 417,25; Bearbeiter: Diehl
gemeine
stN.
‘Sinnen, Trachten’ (zu →
2gemeinen, vgl.
gemeine2
):
in godes namen si daz det, / wande alles ir gemeine / was edele und reine, /
zu gode wol gerichtet Elis
761.
1365.
1539;
swer dich [Maria] hie lobet, der êret in / und
sînen hôhen gotes sîn; / êst ein gewin, / ein minne und ein gemeine, / ein stæter
wille und ein gewalt LobGesMar
38,8
MWB 2 417,34; Bearbeiter: Diehl
1gemeine
Adj., Adv.
selten gemeinde, auch verstärkt durch al-.
1
‘gemeinsam’ (überw. präd.) 2
‘zusammen, (ins-)gesamt’
3
‘allgemein, verbreitet’
4
‘üblich, gewöhnlich’
5 in rechtl. Zusammenhängen (vgl. lat. ius commune ) 5.1 in Bezug auf Besitz und Rechte ‘allgemein, alle
betreffend’
5.2 bei Münzen, Maßen u.ä. ‘ortsüblich, gängig’
5.3
gemeiner man
‘unparteiischer Dritter, Schiedsmann’ (vgl.
7
und
gemeine
swM.) 6
~ vrouwe, gemeineʒ wîp u.ä. ‘liederliche Frau,
Prostitutierte’
7
‘von niedrigem Stand, arm’
1
‘gemeinsam’ (überw. präd.):
al daz wir eigin daz sî gemeine Gen
1615;
Hochz
391;
es wundert mich cleine, / was ir nôt gemeine / und ir leit
ungescheiden Tr
14326.
13474;
nieman enmac auch sunderlîchen hirten haben dâ er dem
gemeinen hirten sîn lôn mit geminder SpdtL
209,12;
die koste vnd den schaden sv́ln si gemeine tragen UrkCorp (WMU)
1648,28.
1954,1;
geist vater sun gemeine KLD:Kzl
2: 17,8.
–
und jach ir aller gmeiner munt, / in wurd nie bezzer
ritter kunt UvZLanz
2259;
Wig
9924;
si da sprachin alle / mit gemeinem schalle
RvEWchr
23528.
– in der Wendung
~ wërden
‘übereinkommen’
des wurden arm unde rîch / alle samt in ein, / si wurden
alle gemein, / ez wær der stat, den liuten guot EnikWchr
20224.
3135.
– in der Wendung jmdm. ~ sîn
‘jmds. Besitz, Fähigkeit sein’
zuht und êre ist ir gemeine KLD:MvH
2,8;
diu kunst von astromy ist dir gemeine Loheng
103.
– in Verbindung mit rât:
mite gemeinem rate / giengen si uf einen buͦhel
gruͦne Rol
1167;
NibB
218,1;
Wh
452,3;
dar zvͦ so binden wir vns vnd vnsir nachkomin mit gemainime rate
vnd vnsir gotteshus ewecliche UrkCorp (WMU)
325,27;
UrkWürzb
40,191
(a. 1338)
2
‘zusammen, (ins-)gesamt’
der patriarche do gebot / grozen unde cleinen / allen gemeinen
GrRud
D 51;
Herb
18359;
des in der künec gewerte, / unt daz volc al gemeine
Parz
430,23;
Rol
7744;
bruͦder Anshelm inde der gemeine convent van Covelenze
UrkCorp (WMU)
N223,12;
wan die gemeinde stat von Frankenvord uz sal faren UrkFrankf
2,151
(a. 1321);
daz sach er algelîche / von edelem golde rîche, / von silber
und von gesteine / ervüllet algemeine RvEBarl
6042
3
‘allgemein, verbreitet’
der almehtige got durch die gemeinen svnde der werlte
Konr
1,27;
sünde ist sô gemeine, daz lützel ieman lebt gar sünden vrî RvZw
88,3;
epidemia: gemeinre dot VocClos
Ep16;
nim saf uon den cruten di da gemeine sint
SalArz
81,6;
der stain wær löbleicher, wær er sô gemain niht, aber man
vindet sein gar vil BdN
432,4;
serpens vulgaris haizt ain gemaineu slang, die wir oft sehen
ebd.
281,5
u.ö.
daz wart ein gemeiniu sage / von al der mässenîe
Parz
668,28;
diz mære wart gemeine / über al die stat ze Develîn
Tr
7692.
– in Verbindung mit spruch
‘Sprichwort’
von dem spricht der gemain spruch: junger engel, alter
tiefel BdN
231,28
4
‘üblich, gewöhnlich’
czu dem erstin von eppil vnd von birboum noch der gemeynen
seczunge vnd gewonheit Pelzb
117,13;
iz daz ein armer um ein gemaineu [nicht näher
spezifizierte] wunten uwerwunden wiert StRBrünn
363.
– adv.:
der brunne was gemeine bedecket mit eineme steine
Gen
1267;
so get gemayne di sage HvNstAp
14858
5
in rechtl. Zusammenhängen (vgl. lat. ius commune)
5.1
in Bezug auf Besitz und Rechte ‘allgemein, alle
betreffend’
die keiser und die künige die habent ditz ze gemeinem
rehte gemachet SpdtL
124,7;
nach dem alten vnd den gemainen rechten, daz vnser bvrgær vnd die stat hat
UrkCorp (WMU)
1975A13,11.
–
der vurweser ist dez volches [...], schol
weisleich wetrachten und besargen allez daz, daz seinen undertanen czu
gemeinem und auch czu aigem nucz chomen mag StRBrünn
377;
durch gemein frumen nutz richer und armer luͦte
WüP
89,4.
11,5;
StatDtOrd
46,11;
HvHürnh
11,5.
–
vergenglich ist ein ieglich rich / und herschaft, die
gemeines gut nicht schirmet Mügeln
23,8;
UrkCorp (WMU)
346,17;
wir vergehen [l. verjehen
] ,
[...] daz der selbe sê v́nser vnd der
vorgenanten stifte ain gemain aigen ist UrkFürstenb
2,94
(a. 1326);
vmb den gmeinen holzhow sol man zuͦerst den meyer, darnach die
gnossen bitten WeistGr
1,168
(a. 1303? kopial).
–
wir han im oͮch das selbe guͦt mit gemeiner hant vf
geben vnd geuertigot UrkCorp (WMU)
1031,29;
UrkBasel
3:45,7
(a. 1292).
– phras.:
swelch wise ist gemeine, / der gras ist gerne kleine Freid
120,27
5.2
bei Münzen, Maßen u.ä. ‘ortsüblich, gängig’
achtodhalbs vnd sehzig pfunt pfenningen gemeiner mv́nze
UrkCorp (WMU)
1645,25;
umb fuͤmphe und trizzeich phunt Auspurger phenninge, die do gemain
waren ebd.
3556,12;
30 pfennig, also der gemein louff ist DRW
4,117
(HagenauStatB.; a. 1348);
auch sol man das korn [...] offenleich auf dem
marke verkauffen mit dem gemeinen maz RbHohenlohe
26;
geschet iz [der Totschlag] ane vorrathe he
schal halden eine gemeyne buze vor sich vnd eine gemeyne buze vor den gast
StRNordh
1,72
5.3
gemeiner man
‘unparteiischer Dritter, Schiedsmann’ (vgl.
7
und
gemeine
swM.):
der rihter sol vrâgen umb ein ieglîch sache gemeine
liute. daz mein ich alsô, daz er niht bî dem êrsten vrâge der liute mâge oder ir
vriunde SpdtL
168,15;
jch, her Vͦlrich von Klingenberg, der vorgenande, gemeiner schidman
beidenthalb genomen UrkCorp (WMU)
3272,7;
vnd sol ich einen man oder zwene kiesen vnd die vorgenanten von Winsperch
oͮch einen oder zwene, vnd suln die einen gemenen man weln ebd.
N733,42
6
~ vrouwe, gemeineʒ wîp u.ä. ‘liederliche Frau,
Prostitutierte’
er sprach daz si [Maria
Magdalena] ware ein gemeiniu sundare AvaLJ
80,5;
ir tragt fail ewrn leib / als ain gemaines freuwelein
HvNstAp
215;
da was si vierczehen iar ein gemæines wiͤp allen den,
die si wolten Konr
9,4;
ez sol kein gemeine fröuwele keinen frouwenmantel noch kursen niht tragen noch
an keinen tanz gên dâ bürgerîn oder ander êrbare frouwen sint StRMeran
425;
StRAugsb
190,24;
frevelen mit slahenne [...] an den gemainen frowen in
dem gemainen huse DRW
4,93
(DiessenhofenStR.; a. 1350).
– präd.:
hat aber ein varndez frewelin, diu allen luten gemein
ist, ein chint StRAugsb
190,21
7
‘von niedrigem Stand, arm’
ist er edel, so sol man ym abschlahen daz hauptt
[...]; jst er aber ein gemainer man, so sol man in
verprennen StatTrient
124;
aber gemain läut, die wênik wizzent, slahent manger langen
wârhait ainen snellen kahtz [Lachen]
BdN
106,15.
107,17;
KvMSph
36,16;
alsó, dc vnser gemeinen burgere niht da mitte wurdent gearmert vnd die
gewaltigen gerichert UrkCorp (WMU)
N2A,12;
das saget uns die hystory das yn das gesinde und das gemeyn
volck hieß der schön jungling Lanc
34,12.
246,11;
Tr
15636;
sô gebe man in gemeiner knehte spîse StatDtOrd
81,28;
allen menschen, nút allein den guͦten, sunder den gemeinen armen
Tauler
223,6.
223,10.
– subst.:
der rich und der gemeine Mügeln
324,14
MWB 2 417,42; Bearbeiter: Diehl
2gemeine
Adj.
‘geschätzt, geliebt’ (zu
meinen
swV., vgl. auch
gemeinen / noch geminnen Tr
13915.
1111):
ein zwelf jâr alter jungelinc, / stille, zühtic, dienesthaft, daz sint driu
houbetdinc, / diu des urkünde gebent, daz man sich vürbaz mac an im versehen, / ob
er kome an diu zwênzic jâr / daz er gemeine unt ouch geminne werde RvZw
200,5;
sus schieden sich diu zwei gemeinen / mit bescheidenlichen
sitten, / doch muoston siu sich ê vereinen, / daz si sich nit lange mitten
SM:Te
7: 3,7
MWB 2 419,44; Bearbeiter: Diehl
1gemeinen
swV.
selten gemeinden.
1
‘teilhaben an etw., Gemeinschaft haben mit jmdm.’
(intr.) 1.1 mit Dat. 1.2 mit Gen. 1.3 mit Präp. 2
‘jmdn./ etw. zusammenbringen, etw. mit jmdm. teilen, jmdm.
mitteilen’
2.1 tr. 2.2 refl.
1
‘teilhaben an etw., Gemeinschaft haben mit jmdm.’
(intr.)
1.1
mit Dat.:
ein gehîter [verheirateter] läie
ist in dem gibot, / wil er dem gotes tische gemäinen, / daz er sich ê sol räinen
/ mit sîner chiusche wol fumf tage Priesterl
268
1.2
mit Gen.:
daz hivte [am Gründonnerstag]
dehein cristen mennische si, iz gemeine hiute des heiligen vlêisches unde
bluͦtis unsirs herrin Spec
51,17;
daz sich got dar inne [im Gralstempel] wil
gemeinen / des menschen sele zu werdem hus genoze JTit
528,2
1.3
mit Präp.:
daz sie wole mochten gemeinen / in der hiemilischen schare
Ägidius
1017;
also sere / bat er in durch sin ere / ime sine not erscheinen, / er wolte
dar an gemeinen TristMönch
790.
– überw. mit:
si waren unreine / njeman ne solde mit in gemeinen Glaub
1400;
mit den guten und mit den reinen / mit den mac ich
wol gemeinen HeslApk
7374;
di ivden gemainent niht mit den samaritanys
EvAug
216,21;
DvAOff
31.
– bezogen auf Geschlechtsverkehr:
der nezzel same mit wine getrunken hilfet den man, der
mit sinem wibe nicht wol mac gemeinen Macer
4,18
2
‘jmdn./ etw. zusammenbringen, etw. mit jmdm. teilen, jmdm.
mitteilen’
2.1
tr.:
wolt si mir gemeinen / ir werden gruozes meinen KLD:Namenlos
a,46,120;
si gemeindin / ir sinne und vireindin / ir rat
gemeinlich daran RvEWchr
26461;
daz uns geoffinbarit worde fon gode, daz solde wir fort gemenin den di ez
nicht blozlich inphahin und di doch der selbin nature sint Parad
66,15;
sît dir got hât witze und kunst gemeinet, / sô loese der âventiure haft
Loheng
1063
2.2
refl.:
glichü dinge, wan si sich gemeinent
[
communicant
] in einer formen unde
nach einer rede ThvASu
232,4;
dû bist daz edeliste guot, daz sich alsô gemeinen mac und mite geteilen
den dû wilt, daz dû doch in dir selben belîbest ungeminnert unde gänzlîchen
unverwandelt DvASchr
366,36;
daz ist och verborgen allem dem, daz er selber nit ist,
denn allein dien, den er sich wil gemeinden Seuse
189,4;
nu vernement, hoͤrent wie / diu rede
sig [l. sich
]
gemainet [verbreitet]
RvEWh
9757
MWB 2 419,55; Bearbeiter: Diehl
2gemeinen
swV.
→
meinen
MWB 2 420,34;
gemeiner, gemeinder
stM.
Ableitung zu ahd. gimeinî bzw. gimeinida.
‘Teilhaber, Mitberechtigter, Mitglied einer rechtl. begründeten
Vereinigung (Schwurgemeinschaft)’ (zur Sache vgl. 2HRG
2,54f.)
1 allg. 2 in Rechtstexten
1
allg.:
gîtekeit gemeinder hât / in burg, ze dorf und in der stat. / der vogt, der
schultheiz und der rât / [...] / si lebent alle in gîtekeit
Boner
9,35.
45,30;
ein geziuc und ein gemeinder / des hôhen zeichens heilecheit / der vereinten
gotheit WvRh
3327.
–
in dez mittel ist ain puncte, davon alle lengen
gefuͤrt an dem umbkraizze geleich lank sint. und der punct haizzet
centrum oder der lengen gemainer KvMSph
7,4
2
in Rechtstexten:
quilibet socius operis, qui vulgariter gmainer dicitur UrkPrüf
245
(a. 1290);
swer hintz Lantzsperch [...] vert
[...] mit saltz, der sol ze Muͤnichen, er
selber, sein geselln noch sein gemainer oder diener [...]
chain saltz chauffen StRMünch
229,7;
SchwSpM
328;
an dem brif, [...] dar inne ich zuͦ einem
selbscholen vnd gemeiner [Mitschuldner] des geltes, daz
an demselben brif stat, geschriben bin UrkHohenz
3,120
(a. 1344);
wir Johan der Ringreve, Endres [...], Wernhere,
Sifrid und Gyselbret [...], gemeinere [in
Bezug auf Burgeigentum ‘Ganerbe’] , die zu dem ubersten
hus horen des Ringrevenstein UrkWorms
2:158,28
(a. 1328);
MGHConst
8:495,14
(a. 1348)
MWB 2 420,35; Bearbeiter: Diehl
gemeines
Adv. Gen.
→
gemeine
stF.
MWB 2 420,62;
gemeinheit
stF.
1
‘Allgemeinheit, Gesamtheit’
2
‘Gemeinde, Bürgerschaft’ (vgl. DRW 4,182f. mit zahlreichen nd. Belegen)
1
‘Allgemeinheit, Gesamtheit’
daz wir daz werke der fürbereitunge mügen betrahten in zweier
hande wis. ein wis: in einer teillichi [
in
particulari
] . [...]. in einer
andern wis so mag betrahtet werden daz werk der fürbereitunge in einer gemeinheit
[
in communi
]
ThvASu
286,4;
aber die minne sieht an daz guot in der gemeinheit, ez si daz
man ez habe oder niht enhabe ebd.
272,18;
Eckh
2:386,1
2
‘Gemeinde, Bürgerschaft’ (vgl. DRW 4,182f. mit zahlreichen nd.
Belegen):
wyr [...] syn eyntrechtig worden
[...], mit rade der gemeynheit, mit rade der hantwerkin
meistirn StRHeiligenst
21
MWB 2 420,63; Bearbeiter: Diehl
gemeinhûs
stN.
‘Herberge, Absteige’
[Maria] neiget in nider in div chrippe. wan im enwas chain
stat niht dan daz gemeinhus in diversorio EvAug
127,16;
hospitale: gemeinhus VocOpt
5.011;
pandochium: gemeinhus ebd.
5.012
MWB 2 421,12; Bearbeiter: Diehl
gemeinic
Adj.
‘gemeinsam, gemeinschaftlich’
mit gemeinigeme rahte vnd mit vnser aller willen UrkCorp (WMU)
2730,4
MWB 2 421,17; Bearbeiter: Diehl
gemeinicheit
stF.
‘Gesellschaft, Gemeinschaft’ oder bereits pejorativ
‘Gewöhnlichkeit, Gemeinheit’ (vgl.
gemeine1
a
6
: gemeine vrouwe im Kontext der Prostitution):
o milder kunec, nicht neige dich / zu der wibe gemeinekeit, / wen ich spreche
unkuscheit / ist der swine eigenschaft Secret
819
MWB 2 421,20; Bearbeiter: Diehl
gemeiniclich
Adj., Adv.
adv. auch -lîchen, auch verstärkt mit al-, (vgl. auch
gemeinlich
).
1
‘gemeinsam, zusammen’
2
‘insgesamt’
3
‘im allgemeinen, gewöhnlich’
1
‘gemeinsam, zusammen’
gemainklich sind si über ain chömen HvHürnh
27,12;
nach gemainchlicher vnd williger bete bischolf Chvnratz von Chiemse, des
tvmbrobst Heinrichs vnd des capitels von Salzbvrch UrkCorp (WMU)
1377,1;
unser herre der hat uͤch alle gemeinclich arme und
ryͤche her auff heizzen komen als gewoͤnlich ist WüP
106,5.
–
du [Frau Minne] füege, daz der
lieben werde mir gelîche wê / und uns gemeineklîche twinge dîn getwang
SM:Te
8: 2,10;
ieglich pharvolc samte sich / unde giengen gemeiniclich,
/ die man sunder geschart Ottok
9435;
sie liefen unde drungen / algemeiniclichen dar / dâ der
keiser tôtgevar / lag KvWHvK
303;
UrkCorp (WMU)
3527,13;
HvBurg
5821
2
‘insgesamt’
lâ dir gekleit sîn, / got von himelrîche, / mîn nôt
gemeineclîche EnikWchr
3914;
nu wartet im das reiche / und die leutt gemaincleiche
HvNstAp
2286;
dar nach die fuersten all fuern / all gemainklich / yeslicher in sein
chunigreich Seifrit
8922
3
‘im allgemeinen, gewöhnlich’
daz ist doch gemeiniclich / lasterbær und schemelich / nâch
dem gewonlichen sit, / der der werlde wonet mit Ottok
45671;
dürrein schat den vischen sêr, wan si werdent gemaincleich
vaizt wenn regenzeit ist BdN
243,31.
214,6
u.ö.
–
‘alltäglich’
als noch dick geschiht / und man gemeiniclîch ouch siht HvBer
7375
MWB 2 421,26; Bearbeiter: Diehl
gemeinlich
Adj., Adv.
adv. auch -lîchen, (vgl. auch
gemeiniclich
).
1
‘gemeinsam, zusammen’
2
‘gleichermaßen’
3
‘insgesamt, in seiner/ihrer Gesamheit’
4
‘allgemein, herkömmlich, üblicherweise’
1
‘gemeinsam, zusammen’
pfaffin unt muniche sprâchin alle gemeinlîche: herre vatir,
weme leizist dû uns? PrMd(J)
340,34;
wand unses hern barmherzicheit / üver si al gemeinlich geit /
al van angin bitz an ’t ende MarlbRh
76,2;
den sol unser schultheize, [...], der
rat und die gemeinde gemeinliche ane grifen WüP
7f,11;
waz och gemein march heisset oder almeinde, súllent si gemeinlich niessen
UrkCorp (WMU)
327,15.
1797A, 16.
–
‘einhellig, einstimmig, einträchtig’
wand arme unde riche / jahin gemeinliche / das solih
umbilde davor ê / geschehe in Israhel nie me RvEWchr
21303;
sô sulen alle [...] sweren, daz
sie wirdeclîche zu einem meistere den brûder nemen, den die welere gemeinlîche
oder daz mêr teil hat StatDtOrd
94,11;
als sie des wâren zu râte nu / die dûtschen worden
gmeinlich [waren überein gekommen] , / bi den
herren sie leiten sich Kreuzf
1145;
swez sie giemainlichen uber ain kemint UrkWürtt
9,371
(a. 1290)
2
‘gleichermaßen’
so getan genad tuͦt
er [Gott] uͤbeln und guten gemeinlich
PrOberalt
127,12;
der [...] / siner knechten aim gab zechen mark, / den
andern gab er gmainlich KvHelmsd
3639;
wir [...] gebietens [...]
beidiu den burchmannen und den burgern gemainlichen UrkFriedb
114
(a. 1331)
3
‘insgesamt, in seiner/ihrer Gesamheit’
wier [...], burgermeister, der alte
und der nue rat zu Wirzeburg, und die burger gemeinlich bekennen offinlich
WüP
9,4;
ir thut wiedder die cristenheit gemeinlichen und wiedder
gottes gebott Lanc
541,34;
StatDtOrd
26,18;
wir abbet Herman von Wingarten vnd gemanlich der conuente des selben closters
UrkCorp (WMU)
1705,11
4
‘allgemein, herkömmlich, üblicherweise’
vermis haizt gemainleich ain iegleich wurm BdN
310,3;
daz ist aber ain ander tier, daz wir gemainleich ain merswein
haizen ebd.
141,30.
25,13;
Pelzb
133,32;
daz enist niht aleine ein gebot, als man gemeinlîche sprichet
und wænet Eckh
5: 45,23
MWB 2 421,55; Bearbeiter: Diehl
gemeinman
stM.
nur alem.; unklar, ob Kompositum oder Syntagma (vgl.
gemeine1
5.3
).
‘Schiedsmann’
vnd svlnt die schidlvte older der gimein man, ob die schidlvte zirhellint
[uneinig sind]
[...],
gebvnden sin, min herrin die hertzogin vnd in [den
Kontrahenten] zi scheidinne nah minnen ald nah rehte
UrkCorp (WMU)
920,28;
das suͥllen sú uf einen biderben man setzen und ich uf einen, und sol
gemein man sin min oheim UrkZürich
7,5
(a. 1297)
MWB 2 422,32; Bearbeiter: Diehl
gemeinmarke
stF.
unklar, ob Syntagma oder Kompositum.
‘Gemeinbesitz, Allmende’
waz och gemein march heisset oder almeinde, súllent si gemeinlich niessen an
dem, daz wunne vnd weide genemmet ist UrkCorp (WMU)
327,14
MWB 2 422,42; Bearbeiter: Diehl
gemeinmerke
stN.
selten stF.
‘Gemeinbesitz, Allmende’
ad quam pertinet illa giemeinmerchi, que in monte sita est UrkSchaffh
131
(a. 1150);
vnde sol man oͮch inkein holz vzzer dem gemeinmerche geben wan mit der
gemeinde willen UrkCorp (WMU)
49,15;
das wir an dem genanden gvͦte ze Brvgtal nit enhein, vnd nit svllen
han, kein ansprache ze holz, old ze velde, vmb gemeinmerche, vmb ezweide old vmb
kein nvz UrkEidgen
201
(a. 1314);
DRW
4,251
(SchwyzLB.; a. 1339).
– ein auf die Allmende bezogenes Nutzungsrecht:
vmme die ansprache, die Reinher [...] hette
[...] an dem Tuzhebuͦche, in dem er sprach, er
heite ain gemainmerke UrkCorp (WMU)
2437,14
MWB 2 422,47; Bearbeiter: Diehl
gemeinmüetic
Adj.
‘einmütig, übereinstimmenden Sinnes’
omnes unanimes in oratione estote. min lieben, sprichet er, s. Petrus, west
gemæinmoͮtich unde ze allen citen geræit ze dem heiligem gebet PrHoff
125,30
MWB 2 422,61; Bearbeiter: Diehl
gemeinmüeticlich
Adj.
‘einmütig, einhellig’
es ist ouch zwischen uns baidenthalb also getaidinget, ob wir unde si
gemainmüteclich an ainen herren wolten komen unde guͦt. were aber das wir uns
des niht moͤhten verainen baidenthalb [...]
MGHConst
5:4,19
(a. 1313)
MWB 2 423,1; Bearbeiter: Diehl
gemeinsagunge
stF.
‘Kommunion’
nach der messe vnd nach der heiligen gemäinsagung gotez
leichnam [
post ... communionem
]
BrAlt
38
MWB 2 423,7; Bearbeiter: Diehl
gemeinsam
Adj.
‘gemeinsam, gemeinschaftlich’
bisz das der bùrgere / jn dem hofe da vernam / mit gewapenter hant gemeinsam /
sinen herren vnd die sinen Krone
17952;
cze den êrsten muz man uns abprechen auz den garten dirr werlt, daz wir chain
gemainsam frewntschaft noch minne czu ir haben MvHeilFr
36
MWB 2 423,10; Bearbeiter: Diehl
gemeinsame
stF.
‘Gemeinschaft’ (überw. im alem. Raum, vgl. jüngeres
gemeinsamicheit
):
die gemeinsame aller heiligen PrBerth
2:241,11;
diu hailige cristenhait, swenne man die mit gitekait und mit missehellungen
anvihtet, und dc si da von zertailet wiert von ain ander an dem fride und an der
gemainsaime PrSchw
2,32;
ander gemeinsami ensol noh enmag ich niemer me von ú noh mit
ú gehaben Seuse
73,3
u.ö.;
daz der gebannet wirt [...] daz man im gemeinsamy
[Umgang] verbüt DRW
4,189
(DiessenhofenStR.; a. 1350).
– in Rechtstexten bezogen auf die Teilhabe an einer rechtl. begründeten
Vereinigung (s.a.
gemeinde
stF. und
gemeine
stF., vgl. LexMa 4,1209ff., 2HRG
2,47ff.):
des rates vnd der gemeinsami der burger von Lv́cerren UrkCorp (WMU)
507,16;
daz dv̂ swester sol han verlorn v̂nser geselleschaft vnde v̂nser gemeinsami
ebd.
N373A,13.
671,32.
1408,2.
–
‘Rechte einer Gemeinschaft’
mit allir ehaftigi, mit allir frîheit [...] vnd mit
allir rehtir gemeinsamj des dorfis ze Nacche UrkCorp (WMU)
1449,27;
wir hein [...] den Bremgarten [einen
Wald]
[...] ze almend gegebenn und geben och vͥch
gemeinsami und ehaftigi [
communitatem et vsufructum, quod dicitur
ehafti
] in den forst StRBern
1:5,36;
als man ze Baden ein gemeinsami [Gütergemeinschaft]
und erbschaft durch recht vertigen sol UrkBaden
20
(a. 1349)
MWB 2 423,17; Bearbeiter: Diehl
gemeinsamede
stF.
‘Gemeinschaft’
[ich] gelob gemeinsamede der heiligon StGallGlBII
343,30
MWB 2 423,45; Bearbeiter: Diehl
gemeinsamen
swV.
1
‘Gemeinschaft haben mit jmdm.’
1.1 mit Dat. 1.2 mit präp. Erg. 1.3 mit Refl.-Pron. 2
‘jmdn. an einer Sache teilhaben lassen’ (mit Akk.d.P.)
1
‘Gemeinschaft haben mit jmdm.’
1.1
mit Dat.:
so ein mensche ze banne wirt getan, swer daz weiz vnde im dar nach
gemeinsampte, der ist ovch in dem banne SchwSp
153b;
UrkCorp (WMU)
93,23.
– und zusätzl. präp. Erg.:
bennigen lûten, unde die offenlîche zu banne gekundet
sint, den sal dekein brûder gemeinsamen geturren an den dingen, die
unreloubet sint StatDtOrd
50,46
1.2
mit präp. Erg.:
do der grâve Diepolt dar quam, / do verwandelt er ir beider namen / und
enwolde doch gemeinsamen / mit der heidenschefte nie, / daz er geloubet als sie
StrKarl
202;
daz er gemeinsamete mit vnrechten luͦten PrLeys
63,12
1.3
mit Refl.-Pron.:
do der vatter gebirt sinen sun in der ewikeit,
[...] so enmoͤhte er sich nút inne enthalten
er muͤste sich uzgiessen und gemeinsamen Tauler
8,21;
si [die toren] lebent vil nahen als ein vihe: /
[...] / sich ensol ir leben noch ir namen / dem
leben niht gemeinsamen / daz manige tugent behaltet StrFra
998
2
‘jmdn. an einer Sache teilhaben lassen’ (mit Akk.d.P.):
cze dem drittenmâl gemainsamt uns dise heilichait geselleschaft aller engel
MvHeilFr
27.
26.
–
‘jmdm. Teilhabe an etw. gewähren’ (mit Akk.d.S.):
ich haisse und gebúte daz ir die gnade gemainsamint enandren
PrGeorg
66,4.
66,38;
ein frunt ofnot vnd gemeinsamet sinem fru̍nt sin heimlichi
RvBib
101,10;
bisz danckber bisz an dinen tod des minniclichen liebes
und guͦtes, das er dir gemeinsamt hat Seuse
482,17
MWB 2 423,47; Bearbeiter: Diehl |