gevêhe
Adj.
→
gevêch
MWB 2 662,60;
gevêhede
stF.
‘Feindseligkeit, Streit’
du [die Schlange] jouch daz wîb
trîbet iemer zeinanderen nît, / noch unter iureme chunne niemer gefehede zerinne
Gen
410
MWB 2 662,61; Bearbeiterin: Czajkowski
geveht
Subst.
eine Maßeinheit:
4 pullos et 5 geveht voitfuter DRW
3,14
(GöttweigUrb.; a. 1322)
MWB 2 663,1; Bearbeiterin: Czajkowski
gevëhte
stN.
auch gevaht (
WhvÖst
4758
).
‘Gefecht, Kampf’ (auch übertr.):
dô huop sich der turnei. / man sach dâ grôz gevehte Heidin IV
339;
wer czu gevecht lauft mit gespannen pogen oder mit armwrust StRBrünn
348;
SchöffIglau
103;
WhvÖst
17718;
getruwe sint die knechte [Schadrach, Meschach und
Abed-Nego] , / sie quamen zu
gevechte [Bedrängnis] / durch sins gelouben zierheit
Daniel
1592;
in disem gevehte [innerer Widerstreit,
Anfechtung] waz er neiswi lang; ze jungst gewan er ein
getúrstekeit und kerte sich vermúgentlich von den sachen
Seuse
9,23.
371,15
MWB 2 663,3; Bearbeiterin: Czajkowski
gevelgen
swV.
‘sich aneignen, beanspruchen’ (zahlreiche ahd. Belege s. AWB 3,721f.):
daz er [...] ime mêre mazzes
nebevalgte [La. negeualchte
] / newane daz
turre brôt Gen
1864
MWB 2 663,15; Bearbeiter: Graën
gevelle
stN.
1
‘Fall, Sturz’
2
‘Töten, Getötetwerden, Fällen’
3
‘Abhang, Abgrund’
4
‘Schicksal’
5
‘Gefälle, Abgabe, Ertrag’
6
‘Gefallen, Belieben, Verlangen’ (s.a.
geval
1
)
1
‘Fall, Sturz’
Damascus wirt nymme sin eyne stat und wirt ein steinhufe in
gevelle Cranc
Jes 17,1.
Jes 61,4;
der sele gevelle / ist unrecht gewunnen gût
GvJudenb
2574;
ez wart ein ertbibunge / also groz, daz si genuc / derselben stat nidersluc /
darinne man die iuncvrowe briet. / daz gevelle [Einsturz]
ouch verschriet [erschlug] / deme herren zwene ratgeben
Pass III
183,7.
562,21.
588,31;
hi von [wegen seiner Sünden] ist sin gevelle / von
rechte untz in di helle Pass I/II (HSW)
13915;
Er
5519;
Daniel
8256;
Pass III
540,45.
423,55.
– in den Wendungen (ein)
~
nëmen,
~ s phlëgen
‘fallen’
min hertze wil in bitterkait / nemen ain gevelle
WhvÖst
5437;
der junge Lysavander / hinderm orse ûf den bluomen lac, /
wan er von tjost gevelles pflac Parz
381,2.
60,20;
Wh
118,11
2
‘Töten, Getötetwerden, Fällen’
der haiden wart ain michel ual, / si waren gerne uon dem wal,
/ uon dem grozen geuelle Rol
6420;
margrâve Cunrât / vil ouch ir [der
Sarazenen] gefrumet hât / mit des tôdes gevelle / menlich zû der
helle Kreuzf
3023.
– metonym. für im Kampf Gefallene:
ain geuelle hiwer umbe sich / daz er selbe chume uz
gebrach Rol
5920.
– jägersprachl.:
dô erliefen in [den Hirsch] die
hunde. / und an der selben stunde / kam Marke und sîn Tristan / und mit in zwein
manc hoveman / gerant ze dem gevelle Tr
3453;
nu wâren ouch die jegere komen / mit michelem geschelle /
hürnende zuo gevelle ebd.
2772;
vgl.
haiden di gesellen / pliesen ze geuelle, / sam si tiêr
iageten Rol
4104;
StrKarl
5084
3
‘Abhang, Abgrund’
daz selbe tal was alsô tief, / swer ûf die zinnen sitzen gie / und er ze tal
diu ougen lie, / den dûhte daz gevelle / sam er sæhe in die helle Er
7880;
seht ir daz gevelle / und die steinwende? Wig
606;
dû bist hie in ainem gevelle, / du nehâst niht wan gebirge
unt enge Kchr
13971;
Renner
5953;
EbvErf
589;
NibB
948,3;
die [
sarrazînen
] er
[Landgraf Ludwig] warf an daz gevelle / der
bitterlîchen helle Kreuzf
643;
HeslApk
4237.
9119;
HeslNic
3224.
3463.
4104
4
‘Schicksal’
die unverzagten ritter zartt / [...]
warend ires gevelles do / alle unmessenklichen fro GTroj
15393;
[Hiob] spricht als eyn gernder man:
[...] wer gibt mir alsuch gevelle / so dastu mich inder
helle [...] oder in Abrahamis schoz
[...] beschirmes sichirlich Hiob
5585.
– in der Wendung guot
~
‘Gelingen, Erfolg’
gut gevelle geb dir got HvNstAp
8132;
daz spil hât guot gevelle Tr
9924;
he, he, lieber geselle, / wirf her din gut gevelle / und teile mit mir den
gewin Pass III
407,80.
–
‘Zufall’
soliche lúte [...] gebent
dise ussewendigen gevelle dem gelúcke und unglúcke, und meinent
als sú soltent die liden bas bewart han Tauler
19,20
5
‘Gefälle, Abgabe, Ertrag’
vgl. differenzierter DRW 3,1397ff. (s.a.
anegevelle
):
von den buͦzen und gevellen, die in dem ampte von gerichtes wegen
vallen UrkMoselQ
181,28
(a. 1341);
mit allen den rechtin, frieheytin, gewonheytin, ludin, gudin, gefellin,
zollin, waszerin, weydin UrkDuderstadt
49
(a. 1342);
das der vorgenant [...] und sine erben daz halb
ungelt [...] inne habent und niessen mit allen nutzen,
rechten, eren und gevellen, die da von gevallen sullent StRSchlettst
34;
UrkFriedb
178
(a. 1349);
UrkCorp (WMU)
2746,10.
2746,19
6
‘Gefallen, Belieben, Verlangen’ (s.a.
geval
1
):
wir [die Teufel] haben uber dich gewalt, / daz wir
nach gevelle / dich pinigen in der helle Pass III
34,89.
–
‘Wohlwollen, Gewähren’
erbútt dich nieman ze vil: da aller maist
erbietens ist, da ist etwen aller minst gevelles Seuse
167,1
MWB 2 663,19; Bearbeiter: Graën
1gevellen
swV.
→
vellen
MWB 2 664,26;
2gevellen
swV.
‘jmdm. gefallen’ (vgl. gevallen
3):
nu lâts die vrowen walten / und gebe siu swem siu welle / sô
vil als ir gevelle UvZLanz
8652;
gebt dar swie iu gevelle! Rennew
3039
MWB 2 664,27; Bearbeiter: Graën
gevellic, gevel|lich (?)
Adj., Adv.
‘passend’
die lanthêrren sprâchen dô, / daz diu suone wære / gevellic
unde gebære Tr
11384.
5416;
wil dû in bî vreuden hân, / sô soltû die rede lân, / biz dir
ein gevellic zît / der sage rehte vuoge gît RvEBarl
7235;
entphâhe gevelliche bûze StatDtOrd
77,41;
unde wan dîn güete diu oberste sache ist, diu dich bewegete den menschen ze
machenne, sô ist daz gevellic, daz si sich ouch ze förderst üebe den menschen ze
behaltenne [retten]
DvAOff
17;
DvASchr
333,20;
ThvASu
40,25;
sô diuhte mich / gevellic unde mügelich, / daz guot getihte wære / ze hove
niht unmære KvWTroj
28;
sô ez den meister unde sînen rât gevellich dunket
StatDtOrd
98,4;
als ez bedenthalben gevellich vnd bescheidenliche tvnket UrkCorp (WMU)
331,31.
–
aller gevellichest Tauler
280,19.
46,16.
– mit Dat. d.P.:
wizzet ir iender hie bî / ein stat diu mir gevellic sî Greg
2972;
herr, gip mir ein leben, daz dir gevellig si
Seuse
320,12;
[wenn der Falke] den raup siht den er vâhen wil, sô swingt
er sich auz und schawet, ob er im eben sei und gevellig BdN
186,8;
da es mir gelegen si geuelliche UrkCorp (WMU)
1577,32
MWB 2 664,31; Bearbeiter: Graën
gevellicheit
stF.
1
‘Würde, Ernst’
2
‘Gelegenheit, Möglichkeit’
1
‘Würde, Ernst’
[Jesus] was wunneclich mit behaldener geuellikeit
EvBeh
Einl. 15;
liplich strenkeit git zuͦ den dingen vil gevellikeit,
der es tuͦt mit bescheidenheit Seuse
469,25.
373,9
2
‘Gelegenheit, Möglichkeit’
[Judas] svchet di gevellicheit wi er in
[Jesus] verchavft EvAug
114,3.
197,15
MWB 2 664,55; Bearbeiter: Graën
gevelliclich
Adj., Adv.
adv. auch -lîchen.
‘passend, angemessen’
sine sun er fur sich chomen hiez, einen iegelichem er liez ein geuellichlichen
segen des wert was der degen GenM
106,31;
die juden funden / ein gevelleclîchen rât
KvHeimUrst
1227;
Spec
42,5.
42,13;
zu gevelliclicher zît StatDtOrd
32,27;
biz ime nach der gevelliclichir buͦze [
congrua
satisfactione
] gnade volge BrHoh
24.
58;
so ist daz michels gevellichlicher daz ich den menschen
[...] erheile an dem samtztage PrOberalt
165,13.
– Adv.:
dei wort chomin gevelliclichen der hern hoczit ditzes tages
Spec
85,2;
dâvon [von der Anbetung] gevelliclîchen sprach /
ein man LBarl
16550;
mag der sun daz ampt old daz lehen gevellekliche [convenienter] verdienen von
sinem herren [...] so sol enhein ander v́nser burger
dc ampt noch dc lehen enphahen UrkCorp (WMU)
26AB,25
MWB 2 664,62; Bearbeiter: Graën
gevelliclîche
stF.
zur Wiedergabe von lat. opportunitas
‘Gelegenheit’, hier eher ‘Zufall, Wechselfall’
vnde worden ist der herro ein zuofluht dem armen. ein helfære in den
gezimelichen. geuellichlichen. in dem tribesale. in der note [interl.
zu et factus est dominus refugium pauperi! adiutor in oportunitatibus. in
tribulatione
]
PsWindb
9,10
MWB 2 665,16; Bearbeiter: Graën
gevellige
stF.
‘Eignung, Angemessenheit’ (zur Übers. von lat. aptitudo, congruitas,
congruentia):
die unredelich creature dü enhat niht die gevelligi der
wurdikeit, aber der engelscher nature der gebristet der vor gesagter gevelligi der
notdurft ThvASu
42,7.
40,26
u.ö.
MWB 2 665,23; Bearbeiter: Graën
gevelligen
swV.
1
‘sich etw. gefällig machen’
2 refl. ‘sich vorbereiten, angemessen verhalten’ (als Übers. für lat.
habilitare )
1
‘sich etw. gefällig machen’
wir suln diz buoch bewaeren mit der alten ê und mit der niuwen ê. daz tuon wir
dar umbe daz ez die velligen liute und die ungetriuwen liute deste minner gevelligen
und verkeren mügen BuchdKg (M)
33,6
2
refl. ‘sich vorbereiten, angemessen verhalten’ (als Übers. für lat.
habilitare):
wan wie daz ist, daz der frie wille nit moge gewerken die gnade in dem
menschen, so mag er sich doch dar zuͦ geuellichen und bereiten, daz er si
habe Gnadenl
3:O1,93.
3:O1,138
MWB 2 665,29; Bearbeiter: Graën
gevelse
stN.
Koll. zu
vels
.
‘Fels’
do mein hertze stuend in deinem gefels, do hulfst du mir [
dum
anxiaretur cor meum, in petra exaltasti me Ps 60,3]
PsMb
30(Glossar);
got hieß Moysen den stein des gefels mit seiner ruten
schlan [
percutiendo petram Ps 105,32]
ebd.
30(Glossar)
MWB 2 665,40; Bearbeiter: Graën
gevelze
stN.
Koll. zu
valz
.
‘Einlegearbeit’
sin schaft von golde manigen
fuͦg [Verzierung] / mit geveltz hete
WhvÖst
10175
MWB 2 665,46; Bearbeiter: Graën
gevenge
Adj.
‘umfassend’
an tage nu dem vierden was ir gebit [Verweilen]
nicht lenger. / wie sich die nu rottierden
[versammelten] , so wurdens an der irre wit
gevenger [ihre Verirrung wurde größer]
JTit
3880,2
MWB 2 665,49; Bearbeiter: Graën
gevengede
stF.
‘Gefangenschaft’
dirre selbe sich vorbant [verpflichtete sich] / den
brûdren bî des houbtis pfant, / daz er in wolde zu der hant / dî burc zu Gartin
schicken, / ob sî in ûz den stricken / der gevengde lîzen NvJer
23968
MWB 2 665,54; Bearbeiter: Graën
gevenre (?)
stM.
→ gewinnære
MWB 2 665,59;
gevënsteret
Part.-Adj.
‘mit Fenstern versehen’
gefenstert vnd gewelbt was / vmb vnd vmb ein palas Krone
20131
MWB 2 665,60; Bearbeiter: Graën
gever
stM.
→
gëbære
MWB 2 665,63;
gevërret
Part.-Adj.
‘entfernt’
dirre ûzbruch [des Verstandes aus der Vernunft] ist
sô verre dâ von geverret, als der himel ist über die erde Eckh
3:261,10.
3:336,8
MWB 2 666,1; Bearbeiter: Graën
geverte
swM.
‘Gefährte, Begleiter’
di chuͦnen Almanne / sin ir geuerten
Rol
7829;
dô dise slege herte / der lewe sîn geverte / beide gehôrte
unde gesach, / dô muot in sîn ungemach Iw
6738;
NibB
507,2;
gegen Troye, liber maister min, / dar soltu min gevertte sin
GTroj
16504;
Herb
12491.
– auch ‘Gefährtin’
do oͮz getriben wart Adam und sin geverte, der engil stuͦnd fur
daz paradis mit einem viurim swerte GenM
20,9;
si sprach: ‘ rît und ervar / wer der ritter müge sîn / und sîn geverte,
daz magedîn.’ Er
27;
der chæiser do gechrönet gie / unde truoc die chünicgerte. / diu chæiserin was
sein geverte Serv
2744;
Tr
11155.
–
‘Beistand’
der heilige engel muͦze din geuerte sin / unde beleite
dich her widere gesunt Rol
1535;
zu svlher vorderunge / si din geverte / der gute sancte Martin
Litan
716;
Tr
2365;
Christ der gemahel min [...] ist
mein gevert HvBurg
1915.
– bezogen auf Gegenstände:
der helm, von arde ein adamas / dicke unde herte, / ame strîte
ein guot geverte Parz
53,6;
nû sî ouch mîn geverte / diz swert Wh
296,10
MWB 2 666,5; Bearbeiter: Graën
geverte
stN.
auch gevert; Koll. zu vart.
1
‘Bewegung, Weg’
1.1
‘Reise, Fahrt, Verlauf’
1.2
‘Ziel, Absicht’
1.3
‘Lage, Zustand’
1.4
‘Angriff, Wucht’
2
‘Gefolge’
3
‘Ausstattung’
4
‘Gebaren, Auftreten’
1
‘Bewegung, Weg’
ûfreht sol er [der Mensch] gên, an
zwein beinen stên, / daz er ze himele warte, merche der sternen geverte
Gen
106;
uber velt snellich / der herre sîn geverte nam
Kreuzf
5947;
Er
5357;
sîn ros under im mit sprüngen dâ / snelles gevertes schône
pflac HvFreibTr
1699;
Wig
8461.
– übertr.:
ich seite harte gerne mêre / der künste geverte und ir lêre WälGa
9182.
– jägerspr. ‘Spur, Fährte’
wie ein jagender hunt, / dem niwe geverte ist vor im kunt, / der ûf der
verte jagt entwer UvEtzAlex
10018;
ich wil der minne geverte jagen / fuͤrbaz mit dem
getiht WhvÖst
7276.
– Zugregel beim Schach:
ich well iu daz geverte sagen, / des ieder stein
[...] phlegen sol HvBer
9483
u.ö.
1.1
‘Reise, Fahrt, Verlauf’
ich wil iuch rehte wizzen lân / wie mîn geverte ist getân. / dô ich von
mînem lande schiet, / in mînem muote ich mich beriet / daz ich von rîcheit grôze
kraft / mit mir in die heidenschaft / wolte füeren durch gewin RvEGer
2016;
er fragt in der märe / wie sein geverte wäre. / do sagt
er im di rayse HvNstAp
10343;
eines gevertes ez geschach Kreuzf
6697.
–
‘Ereignis’
nu horet ein wundirlich geferte, wi sich der togenthaftige furste
ebrechins mit wisheit irwerte Köditz
21,24
1.2
‘Ziel, Absicht’
der ritter sprach: wol sult ir / ûwer geverte sagen mir
Kreuzf
5812;
dâ was der wîse Barlââm / lange, daz er niemen vant, / dem
sîn geverte wurde erkant RvEBarl
1444
1.3
‘Lage, Zustand’
dô er [der Arzt] dô sîn gevert
/ vernam, wie im was, / dô hiez er im reichen daz glas EnikWchr
14962;
duo îlten si ze dem kunige, / si sprâchen: hêrre, unser
geverte daz ist ubele Kchr
6557;
er gap umb sîn geverte / niht ein hâr, ist uns geseit
UvZLanz
7102
1.4
‘Angriff, Wucht’
der kampf wart in beiden hert; / Hector hêt ein starkz
gevert. / gegen dem bruoder er dô gie EnikWchr
13724;
sich huob ein iostiern / [...] / der zweier
geverte / was von erst so starch, / daz sich ietweders march / auf paug von den
stichen Krone
786;
ReinFu
K,344
2
‘Gefolge’
daz swert si umbe gurten, / daz chrûce dar an vuorten /
besigelt an dem swerte, / wider des tieveles geverte / die christenhait ze bescirmen
und ze bevogeten Kchr
8109;
TrSilv
400;
er gehiezze auch in, er choͤm mit grozzem gevert, so er
sein gemæheln haim wolt fuͤren von diser Babylonia hintz Jerusalem
PrOberalt
16,11;
Roth
981;
Walberan (L)
2620
3
‘Ausstattung’
ir geverte was ze roube guot. / schilt, banier, îsenhuot, /
cleiniu wambasch, snelliu ros, / daz si berc unde mos / deste schierre mohten
überkomen UvZLanz
3809.
6831;
Tr
11143;
dar nâch reit diu künigîn; / an der geverte was wol schîn /
daz ir des wunsches niht gebrast Wig
10509;
der grâve wol torste tragen kost, / daz man an sînem geverte
sach Kreuzf
1453.
– hierher oder zu 2.?:
[zur Zunge schuf Gott dem Menschen] einen
chinnebachen, / zane zwei geverte [Zahnreihen] , beinîn
vile herte, / daz si daz ezzen brechen unt daz diu zunge spreche
Gen
126
4
‘Gebaren, Auftreten’
wol behagte im [Hagen] ir geverte
und ouch ir gewant NibB
84,3;
mîn gebærde und mîn geverte / diu werdent iu sô herte, / daz
ich binamen wizzen wil / iuwer geverte unz ûf ein zil [den Zweck eurer
Reise]
Tr
8783;
daz ir mîn vart geviele wol: / des wart ich aller freuden vol. / alzehant
bereit ich dô / mich unde was von herzen vrô, / daz mîn geverte si dûhte guot: / dâ
von was ich vil hôchgemuot UvLFrd
160,7
MWB 2 666,26; Bearbeiter: Graën
geverte|lehe
stN.
‘Habe, Gepäck’
da [...] vant er einen man, / der
hete bose phlacken [schlechte Kleider] an / vnde
gevertelee / cranc vnde vnwehe Herb
17924
MWB 2 667,32; Bearbeiter: Graën |