Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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g – gâchlîchen
gâchmuot – gagen
gagen – galander
galanderisch – 1galle
2galle – galter
galtnüsse – gamerot
gamîe – gancheil
ganclîche – ganteren
ganz – gärmic
garn – gartenhuon
gartenhûs – 3garwe
garwwurz – gastmeisterin
gastnusse – gaʒʒenspringer
ge- – gebæric
gëbærin – gëbendic
gebenedîunge – gebietære
gebietærin – gebiurischlich
gebiurlich – geböume
gebôʒ – gebrëst, gebrëste, gebrësten
gebrëstelîn – gebrûchic
gebrûchlich – gebunt
gebunt – geburst
geburt – gedâht
gedâht – gedense
gederbe – gedinge
gedinge – gedrange
gedrâte – gedünste
gedurchtriben – gegate
gegatrom – gegenkouf
gegenlëder – gegensetzunge
gegensidele – gegenwertes
gegenwertic – gegihte
gegiric – gehaʒʒic
gêhe – gehëlfe
gehëlfelîche – gehilfe
gehilfic – gehœric
gehœrlich – gehügenisse
gehugesam – geifer
geifervrâʒ – geiselrieme
geiselruote – geisticlich
geistîn – geiʒhorn
geiʒhût – gejeitschuoch
gejeitvogele – gekünne
gël – gelegede
gelegelich – gelende
1gelende – gêlîche
gelîcheit – gelîchmëʒʒunge
gelîchnisgëbende – gelide
gelidemâʒe – gêlingen
gelîp – gëlm
gëlmen – geloup
geloup – gëlte
gëltel – gelückede
gelückederat – gelüstelîn
gelustic – gemahel
gemahelbettelîn – gemæʒicheit
gemæʒiclich – 2gemeine
1gemeinen – gemeinsin
gemeinunge – gemerrede
gemêrsal – 2gemüete, gemuote
gemüetic – gemutzet
gemʒe – genâdenschüʒʒel
genâdensol – genæmicheit
genamʒôn – genemede
genende – genëserinne
genetzen – genieʒen
genieʒlich (?) – genôʒen
genôʒgeselle – gensîn
gensischen – genuhtlîchen
genuhtrîch – genuʒ
genuʒt – gephrange
gephünde – 1gerat
2gerat – gerëhen
gerëht – gereisic
gereitære – gerieme
geriemen – gerihticlîche
gerihtinsigel – geriune
1geriusche – gerouche
geröufe – gerte
gerte – gerûmiclich
gerummel, gerumpel – gêrvalke
gerwære – gesaten
gesatznissede – gescheftbrief
geschefte – geschepfnisse
geschepfunge – geschiuwede
geschoc – geschrihte
geschrîp – gesëhen
gesëhenheit – geselliclîcheit
geselligen – gesihtic
gesihticlich – gesite
gesiten – geslihte
geslinge – gesnæren
gesnarren – gespenstnisse
gesper (?) – gespræchelich
gespræchetac – gespunst
gespür – gestelle
gestellet – gestifte
gestille – gestrenglîche
gestrenze – ge|stunge
gestungede – gesuoch
gesuochære – geswerme
geswërte – gesworn
gesworne – getelle
getelôs – getougen
getougen – getreigeret
getrenke – getrüese (?)
getrügede – getwædicheit
getwædigen – gëtzen
getzsal – gevalte
gevanclich – gevëderen, gevëdern
gevêhe – geverte|lehe
gevertinne (?) – gevlester
gevlitter – gevrier
gevrist – gevülle
gevuoc – gewahsenheit
gewahst – gewaltroubunge
gewaltsame – gewar
gewar – gewe
gewëbe – gewellen
geweltigen – gewërben
gewërbic – gewern
gewërn – gewiere
gewieret – gewinnen
gewinnic – gewist
gewiste – gewonunge
geworden – gewzen (?)
gezagel – gezëmelich
gezemen – gezît
gezîte – gezoc
gezogen – gezwîen
gezwîge – giefen
giege – gifticheit
gifticlich – giht
gihtboum – gimbîʒen
gimme – gippengappen
gippentuoch – giric
giricheit – gischen
gîse – gîtigære
gîtige – 1glan
2glan – glas(e)väʒʒelîn
glas(e)vënster – gleimel
gleimelîn – gleten
glêtphenninc – glipfen
glise – glocke
glockehûs – glôriôs
glôriôslich – gluothaven
gluothert – goder
goedertieren – golf
gollen – goltgesmîde
goltgesteine – goltreit
goltrîch – golttropfe
goltvar – gos (?)
got – gotesarm
gotesbeckære – gotesmordærinne
gotesphenninc – gotgeformet
gotgelâʒen – gotmeinunge
gotmensche – gouch
gouch – goukelære
goukelbilde – goukelspil
goukelsprütze – göumütte, -mutte
göu|phâwe – grabe
grabe – grâf-
graft – gramerʒîe
gramerʒîen – gransprunge
gransprunge – gras(e)phenninc
gras(e)spier – grâvenrëht
grâveschaft – grebinc
grebnisse – gremiclich
grempære – griekech
grien – griffel
griffelære – grimmetât
grimmic – grisegrammen
grîseleht – griuslich
griuwe – groppe
gros – grôʒmüetic
grôʒmuoticheit – grüenheit
grüenlich – grunderëbe
gründic – gruntübele
gruntvestære – gruon-
gruon- – grütschîn
grutte – 1gücken
2gücken – güfticheit
güfticlich – gûlen
gülle – gumpenîe
gunderam – guotdunken
guotdunkende – guotswender
guottât – gürtelgewant
gürtellîn – gymnosophiste

   geziugen - gezwei    


geziugen swV. 1 ‘erzeugen (er-)schaffen’ (s.v.a. ziugen )
2 ‘Zeugnis ablegen, bezeugen, verkünden’ (zur. differenzierten rechtl. Verwendung vgl. DRW 4,844-846)
2.1 abs.
2.2 mit präp. Erg./ Pron.-Adv.
2.3 mit Akk.
2.3.1 Akk.d.S.
2.3.2 Akk.d.P.
2.4 mit Gen. d.S.
   1 ‘erzeugen (er-)schaffen’ (s.v.a. ziugen ): wie geben oich vnseme herren deme bischoue zwei thusent marc silbers, alsogetanes silbers, des man eine lotige marc mit einer marc vnd eime lote gezvge mac UrkCorp (WMU) 1616B,22; [ich] hân daz ze liehte brâht / ze tiutsche von latîn: / als verre der sin mîn / mohte geziugen [zu Stande bringen] Ottok 21. er ist mensch an allen schach [Raub] , / den der psalm gecrönet sach / mit eren und mit czirde, / und siner hoen wirde / er geczuget undertan / alle ding di wesen han TvKulm 5037    2 ‘Zeugnis ablegen, bezeugen, verkünden’ (zur. differenzierten rechtl. Verwendung vgl. DRW 4,844-846):    2.1 abs.: der kleger mac vregen: wenne he gezugen wolle StRFreiberg 106,10. 84,22; in mac he alliz nicht burgeri gihabi, so mac he woli enin gast dazu neimi, die umi [ihm] helfi gizugi Mühlh 135,23. 164,13; dy do trinkin wyn, di vorspricht [schmäht] man unde vornichtit [missachtet] si, ouch mogin si nicht geczugin MarcoPolo 62,24; darvmb bit ich [der Reiche in der Hölle] dich vater Abraham. daz dv in [den armen Lazarus] sendest in mins vaters hus. wan ich han fünf brüeder. daz er in gezivge. daz si avch iht komen in di stat dirr tormentorum der pein EvAug 181,16    2.2 mit präp. Erg./ Pron.-Adv. – ~ ûf mit Akk.d.P. ‘gegen jmdn.’ iz inmac niemin uf in gizuigi Mühlh 102,7. 101,17; SpdtL 206,17. – ~ von mit Dat. ‘über etw./jmdn.’ der [Johannes] quam durch daz geczucnysse, daz her geczugete von dem lichte EvBerl 5,30; wen aber der troster kumt den ich uch sende, der geist der warheit der von myme vater kumt, der sal geczugen von mir ebd. 70,2. 95,2. – ~ (dar)ane ‘über etw.’ swaz unser vrowe e beiach / und klagete uber disen man, / da wolle wir ir gezugen an, / wand wir horten unde sân Pass III 476,54    2.3 mit Akk.    2.3.1 Akk.d.S.: diz gezûget diz buch der aposteln HvFritzlHl 158,32. 32,30; daz wir wizzen daz reden wir. vnd daz wir sehen daz gezivgen wir EvAug 214,14. 216,3; swaz ouch die schephenen gehalden oder geziugen, daz sal die richtere mit in halden vnde geziugen UrkCorp (WMU) 51(7),28; Mühlh 107,22. 106,2. – ~ ûf/ wider mit Akk.d.P. ‘gegen jmdn.’ horstu nicht wy vil dese uf dich geczugen? EvBerl 50,10; und antwortes du nicht zuͦ den dingen di dise wider dich gezcuͦgen? EvBeh Mt 26,62. – mit Obj.-Satz: wir geczwgen offenbar, / daz en [ihn (Jesus)] eyn reyne mayt gebar MarSp 303; EvAug 164,18; ich binß zuhant bereit zu gezugen off dinen lip das du verrettery zu mir hast gesprochen und untruwe Lanc 31,34    2.3.2 Akk.d.P.: du darfst auch nit fragen me / wo Jhesus si? und wo er ge? / bist du nit in dugenden laz, / so maht du in gezeugen [bekennen] baz / den do truͤg ein reine magt HvNstGZ 4168. – mit doppeltem Akk.: antwurtestv nihtes niht zv dem daz dise dich gezivgent? EvAug 69,15    2.4 mit Gen. d.S.: ich erziuges [La. geziuges ] nû genuoc Iw 1967

MWB 2 767,43; Bearbeiter: Richter

geziugunge stF. 1 ‘Bezeugung, Zeugnis’
2 ‘(Altes oder Neues) Testament, Bund’
   1 ‘Bezeugung, Zeugnis’ mit zwein gezûgen zem minsten sol ælluͥ gezûgunge beschæhin. die suln daz ding sagin, als es ist ergangen UrkCorp (WMU) 248A,47; dv dritte livgi ist, ob dv ie gelivge, das dv mit falscher gezivgvnge iemanne sin gvot ab gewnnest Bihteb 52; SpdtL 221,7 – ‘Verkündigung, Bekenntnis’ das alles [Vorausdeutungen auf die Jungfrau Maria] wurkte gottes gaist / mit siner gnaden vollaist / zeainer gezúgunge / dirre mægde junge, / als ir an mænigem ende me / dú schrift gicht zúge inder alten e WernhMl 1767. 6811; in der czit gap Johannes geczugunge von dem heren unde rif sprechende: dirre ist der von deme ich gesprochen han EvBerl 1,23; NvJer 1995. – ‘Bestätigung, Beweis’ das sie ze eime vrkvnde vnd zeͥ einer gezúgvnge ir ingesigele henken an disen brief UrkCorp (WMU) 1154,21; vil ander wunder me beschach / [...] umb gezúgung och da bi, / so das da mit bewæret si / das er gelúpt erfúllet het / die er den wissagen tet / so lange vor mit troste schin, / das er úns welt kúnftig sin WernhMl 2935    2 ‘(Altes oder Neues) Testament, Bund’ daz ist myn blut der nuwyn geczugunge, daz vor manchen wirt uz gegozzen EvBerl 55,27; aber wr [l. vür ] di dri lezzen ainiv von der altun gizivgunge gihugilic werde gisproc [ sed pro ipsis tribus lectionibus una de Veteri Testamento memoriter dicatur ] BrZw 10; vier lezzen von der nivwen gizivgunge ebd. 11

MWB 2 768,39; Bearbeiter: Richter

geziune stN. ‘Ein-, Umzäunung’ (Koll. zu zûn , vgl. zur Wendung gezimber 2.1 ): nâh deme herwête sal daz wîb nemen ire morgengâbe; - dar zû hôret [...] gezûne und gezimbere SSp (W) 1:24,1; gezûne und gezimbere und veltgênde vihe ebd. 1:20,1

MWB 2 769,4; Bearbeiter: Richter

gezobelet Part.-Adj. ‘mit Zobelpelz versehen’ [das Gewand] was lanc unde breit, / [...] / gezobelt breit ûf den vuoz Er 1999; ane hâte si geleit / einen mantel hermîn: / [...] / vil wol gezobelt vür die hant ebd. 8944. 1572; Ginovere diu künegîn / diu liez ir milte wesen schîn. / siu gab ze dem anpfange / mentel vil lange, / gezobelt wol unz an die hant UvZLanz 5737; PleierMel 651

MWB 2 769,9; Bearbeiterin: Baumgarte

gezoc stMN. (z.B. daz gezoc Parz 669,14; der gezoc Tr 5330 ) unterschiedliche Substantive zur Wortfamilie → ziehen 1 eine Gruppe i.d.R. von Menschen, die umherzieht, meist jmdm. folgt, ‘Gefolge, Tross, Heer’
1.1 allg. umher-, nachziehende Menschenmenge
1.2 adelige Männer und Frauen begleitendes Gefolge, Tross von Gefolgsleuten und Ausrüstung
1.3 ‘Heer’
1.4 ‘Ausrüstung, Kleidung’ (vgl. geziuge 1.2 )
2 gewaltsames Handeln
3 ‘Verzögerung, Aufschub, Zögern’
4 die gerichtliche Zuständigkeit betreffend
4.1 Gerichtszug von der landesherrlichen Gerichtsbarkeit zur höheren Instanz (der dem König unterstellten Reichsgerichte), ‘Appellation’ ( 2 HRG 1,268-271)
4.2 ‘herrschaftliche/  gerichtliche Zugehörigkeit’
5 ‘Freizügigkeit’ ( 2 HRG 1,1787-1791)
   1 eine Gruppe i.d.R. von Menschen, die umherzieht, meist jmdm. folgt, ‘Gefolge, Tross, Heer’    1.1 allg. umher-, nachziehende Menschenmenge: der den Israhêls gezoc / mit fünf brôten spîset, / der selbe mich ouch wîset Georg 3220; do sú [Maria an Lichtmess] nahte der ussren porte der stat, so fúrlúf er [lief er voraus] in sines herzen begirde sú alle, und lúf ir engegen mit dem gezoge aller gotesminnenden herzen Seuse 29,19; also beraitent sú [ die búschoff und die fúrsten gar,/ phariseser, schriber ] sich, / die vaigen morder, uf die vart [Jesus gefangen zu nehmen] , / ain gros gezog [feindlicher Mob oder zu 1.2. ?] mit inen wart WernhMl 8406. – von Hunden (hier übertr.): also [wie der der Jagdmeute entronnene Hirsch] tuͦt der mensche, also er sich mit der helffe unseres herren lidig gemachet alles dis gezoges der grossen und der kleinen hunde Tauler 53,11    1.2 adelige Männer und Frauen begleitendes Gefolge, Tross von Gefolgsleuten und Ausrüstung: manec soumær muose tragn / kappeln unde kamergewant. / manec soum mit harnasche erkant / giengen ouch dar unden, / helm oben drûf gebunden / bî manegem schilde wol getân. / manec schœne kastelân / man bî den soumen ziehen sach. / rîtr und frouwen hinden nâch / riten an ein ander vaste. / daz gezoc wol eine raste / an der lenge was gemezzen Parz 669,14; nv riten si mit meren hin / fvͥr daz gezelt, da dvͥ kvͥnegin / erbeizet vnd der froͮwen gezok TürlArabel *A 309,19 Tr 5330; RvEWchr 33267; KvWTroj 19789; WernhMl 3314; DvASchr 313,3. – mit der Erwartung eines großen, standesgemäßen Gefolges spielend: sîn harnasch gap nâch roste schîn. / dô sîn gezoc sô kleine / was, vil schiere al eine / er ân die ritter gar gestuont Wh 140,19; ir gezoges was niht mêre, / niwan diu magt hêre / und die einen zwêne man, / und daz ein soumære mit in dan / truoc: vrouwen Herrâten kleit KlageB 4213. – ‘Begleitung, Gesellschaft’ siu [ ein wîsiu merminne ] hete zehen tûsint / vrowen in ir lande, / dernkeiniu bekande / man noch mannes gezoc UvZLanz 199    1.3 ‘Heer’ do im die boten sageten welich gezoch er habete, / daz er mit uierhundirt mannen engegen im wolde gahen / Jacob daz eruorhte GenM 63,28 u.ö.; chünch Terramer / gewaltichlich fuͤr über mer / gegen Franchrich hin mit ritterschaft [...] für Orens den palas hon / zoch sin gezog wol drizig tag / gar milen breit Hirzelin 11; nu hoͤret wen der herzoge / hie fuͦrt in siner schar gezoge! / nach kayserlichen rehten / er hie da wolt vehten WhvÖst 16630. – ‘Heereszug, Aufgebot’ wenne aber der [...] von Friburg von dez lantfrides gezoge wider hein komet, dar umbe su̍llent in die von Friburg nu̍t angriffen UrkBasel 4:56,33 (a. 1326); NvJer 2653    1.4 ‘Ausrüstung, Kleidung’ (vgl. geziuge 1.2): die mæren helde küene / fuorten ritterlich gezoc. / dâ schein vil manic wâpenroc / der mit golde was durchweben KvWEngelh 2657; daz got truc priesterlichen rok, / daz dutet menschlich gezok / und des truben vleisches cleit, / daz got uber die gotheit / zoch als einen gewebenen rok HeslApk 1834    2 gewaltsames Handeln: – ‘handgreifliche Auseinandersetzung’ swelich burger gienge in eine thauerne uf ein gezok [ qui tabernam intrat propter hoc ut aliquem ibi molestet ] StRNordh 1,58; den kezzil dô man solde tragin / von eime bercvride sâ / zu dem anderin, unde dâ / nam der gezoc den urhab NvJer 12505; die da waren inne, / gerne sie vz wolden. / die dar vzze wesen solden, / die wolden gerne dar in. / des wart gezoc vnder in Herb 14452; ein ioste da geschach: / Menelaus, der stach / vf hern Parisen. / vf Vlixen den wisen / hurte Polidamas. / Menestus da bi was, / von Athene der herzoge, / der quam zv dem gezoge ebd. 12916. 11528. – ‘gewalttätiger Übergriff, Misshandlung’ ‘stet, her munch’, sprachen sie, / ‘ir sult daz pfert uns lazen hi! / wir wollen uch nicht morden; / dar an wir uwern orden / ein teil wollen eren. / ir muget von hinnen keren / gesunt, sunder valsch gezoc’ Pass I/II (HSW) 15795; di wile sie mit im in der stat / vientlich triben ir gezoc Pass I/II (HSW) 6439. – hierher oder zu 1.2 ‘(schlechte) Gesellschaft, Gefolge’ (?): nu vugete sichz uf einen tac, / daz er nach duplicher art / nach rechter schult begriffen wart / und geworfen in den stoc. / durch sin velschlich gezoc / wart im verteilt sin leben Pass I/II (HSW) 13502; du [Heidenkönig] bist des herzen leider blint / alsam die blinden gote sint, / zu den mich twinget din gezoc ebd. 29355. ze ~ kommen/ bringen ‘zu Schaden kommen/  bringen’ mit sime sper quam er gerant / vnde stach in vf des schildes rant / so vzzer mazzen sere, / daz er gefallen were / vnde komen zv gezoge, / wenne der hinder satelboge, / da er ane behafte / vnd entsaz dem schafte Herb 5166; er sprach, ez ensolde nieman zv gezoge / kvmen vmb sulche tat ebd. 17493; von Athene der herzoge. / der brachte der bruder einen zv gezoge. / er stach Odiniam, / daz er vf die erden quam ebd. 5742    3 ‘Verzögerung, Aufschub, Zögern’ nu quam er [die Grille] her gevallen / uf des guten mannes [des hl. Franziskus] roc; / sunder allez gezoc / sweic er stille unde saz Pass III 526,72; ein roc und ein kappe, / diz was allez sin gewant. / er teilte alda entzwei zu hant / die habe ane allez gezoc. / den armen gab er hin den roc / und tet die kappe an also bloz ebd. 608,95    4 die gerichtliche Zuständigkeit betreffend:    4.1 Gerichtszug von der landesherrlichen Gerichtsbarkeit zur höheren Instanz (der dem König unterstellten Reichsgerichte), ‘Appellation’ (2HRG 1,268-271): de gezuk ad regem UrkBresl 254 (a. 1261); vnd das man nach der vrteil, dú von Cume har wider gescriben ist, dem, der da gewunnen hat, ze Friburg rihten sol, vnd sol ime der gezog niht schaden, der von dem gerihte ze Cume geschehen ist UrkCorp (WMU) 2369,31; das gerihte was min, der gezog, dvͥ satzunge vnd entsatzunge vnd ellvͥ dvͥ reht, dvͥ in dem selben dorfe sint UrkRapp 222,34 (a. 1314); die banherren höret an zwing und bahn [Bann] und der gezog zu Heiterheim UrkEls 2,108 (a. 1314)    4.2 ‘herrschaftliche/  gerichtliche Zugehörigkeit’ jch spriche ouch vmbe Ansoltzheimes wip, mv́gent die von Andelahe sv́ besetzen mit dem gezoge, daz si in irn gezog hoͤret [...], dez svlnt sv́ geniessen UrkCorp (WMU) 1953,45    5 ‘Freizügigkeit’ (2HRG 1,1787-1791): der gezog ist, dc ein ieglicher mac ziehen von eime herren zv den andern UrkCorp (WMU) 645,28. 3570,15; die miszhelle, die da warent in dem lande zwu̍schent den herren umb ein gemeinen gezug UrkBasel 4:89,5 (a. 1331). – übertr. freies Umherziehen (der Biene): baide her und ouch hine / vliuget diu bine wol nútze, / úber hor und uber phfútze, / úber stain und úber stoc, / untz daz ir naturlich gezoc / si bringet uf schoͤne bluͦme Pass I/II (HSW) 42190

MWB 2 769,17; Bearbeiterin: Baumgarte

gezogen Part.-Adj. ‘(gut) erzogen, zurückhaltend, diszipliniert, sittsam’ (vgl. (ge-)ziehen, erziehen 6): der künec gedulteclîche saz. / der gezogen und der wîse / sprach zem markîse Wh 179,19; die jungen lerte er vil swigen, da von wurden si uswendig gezogen und inwendig wise Mechth 5: 24,48; alle, die iht von ir [der kellerin ] gerent, die soͤllent gezogen und genuͤgig wesen iemer ane clage ebd. 7: 36,34; so du sclafest, so soltu gezogen sin ebd. 6: 12,6 u.ö. – in der Mehrzahl der Belege mit vorangestelltem wol: duo si [Adam und Eva] nedwanch nehein ubel gedanch, / [...] si wâren wolgezogen, wes mahten si sich duo scamen? Gen 310; VRechte 421; er [Gawan] kunde ir [der beleidigenden rede ] gelten niht, / als wol gezogenem man geschiht, / dem scham versliuzet sînen munt Parz 299,16; ir sült hôchgemuot sîn under schilde, / wol gezogen, küene, blîde, milde KLD:UvL 38: 2,2; wis diemüete und wis unbetrogen, / wis wârhaft und wis wolgezogen Tr 5030; NibB 1677,1; UvZLanz 2786; Wh 109,30; Mechth 1: 4,2; auch mit baʒ: die schönsten jungfrauwen und die baß gezogesten die man da lebende wust Lanc 495,32. – übertr. auf nicht personelle Bezugswörter: si begunde im antwurtten / mit gezogen worten Wernh A 2970; si lident ir not in gezogner wisheit Mechth 5: 8,24; mit wol: dîner swester zühte unt ir wol gezogener muot NibB 730,1. 1200,1. – ‘zahm’ fihe jouch fogele, wilde jouch gezogene Gen 209

MWB 2 771,29; Bearbeiterin: Baumgarte

gezogenheit stF. ‘Höflichkeit, Anstand, Zurückhaltung’ frou Helche durch gezogenheit / vil balde von ir sedele [Sitz] stuont; / swiez küniginne niht entuont / daz si ûf gegen knehten stân, / iedoch wart ez von ir getân Bit 3340; daz was groz gezogenheit, / daz er slafen liez den degen Eilh St,7486; do begerte ich mit grosser gezogenheit, als man da ze hove pfliget, das ich moͤhte sprechen Mechth 6: 16,16. 3: 9,41; Kudr 1315,3; Eckh (J) 49,24

MWB 2 771,58; Bearbeiterin: Baumgarte

gezogenlich Adj., Adv. adv. auch -lîchen. ‘den Regeln des guten Benehmens entsprechend, höflich, anständig’ do neic her in gewisse / harte gezogenliche. / her gruzte sie geistliche: / des gnadeten ime die herren Ägidius 559; die vrowen muosten ûf stân / mit gezogenlîcher muoze. / si enpfiengen wol mit gruoze / den ritter UvZLanz 609; sîn gebærde diu was sæliclich: / die hende habte er vür sich / vil harte gezogenlîche Wig 1553; er sol sich vlizzen daz sein gedanch, siniu wort, siniu werch gezogenlich und recht sein PrOberalt 127,23; AvaJG 21,1; Kchr 4505; Parz 418,24; Mechth 5: 23,182. – in Verbindung mit gân und stân bes. auf das Erscheinungsbild (Körperhaltung und -bewegung, Kleidung) bezogen: in er [ihre] mantelin sie sich bevengin, / vor Constantine sie giengen / harde gezoginliche / mit eren [ihrem] herren Thiederiche, / silve [selbst] trogen sie die suert Roth 1096. 2005; manegen küenen degen / sah man gezogenlîche zer kirchen mit ir [Kriemhild] gân NibB 299,3; GvJudenb 3579; so wir ze chirchen gen, / daz wir gezogenlichen sten / vnde sine hershhaft / von aller vnser kraft / minnen Wernh A 4162; Thiederich gezoginliche stont / uor ime [Constantin] an den knien Roth 916. – bei Verben des Sprechens ( 2antwerten , biten u.ä., häufig sprëchen): Phariens wart zornig und unfro und antwurt im gezogenlicher dann im zu muͦt was Lanc 111,6; ir bitet mit so guten siten / vnd so gezogenliche, / ich tete bosliche, / ich enleiste uwer bete Herb 8031; Karl der riche / der manete in gezogenliche Rol 1405; dô sprach gezogenlîche / Jôsaphât der sælden rîche RvEBarl 6099; Gen 1520 u.ö.; NibB 588,1 u.ö.; Wig 269 u.ö.

MWB 2 772,4; Bearbeiterin: Baumgarte

gezôhe stN. ‘Gefolge’ in der arche hôhe was Noe unte sîn gezôhe, / er unde sîn chone, sîne snûre unde ire wine Gen 700

MWB 2 772,38; Bearbeiterin: Baumgarte

gezöugen swV. zöugen

MWB 2 772,41;

gezoume stN. auch gezöume. ‘Zaumzeug’ er fuort ein wünneclîchez cleit. / sîn gezoume daz was allez guot UvZLanz 379; diu ros mit dem gezöume glanz [glänzend] KvWTroj 34499

MWB 2 772,42; Bearbeiterin: Baumgarte

gezouwe stN. (vereinzelt stF., vgl. z.B. mit stêliner gezowe VAlex 864; mit sinre gezouwe Kchr 11898 La. ). auch gezoie ( Brun 2753 ) und geziuwe ( Hiob 15334 ). 1 ‘Werkzeug, Gerät, Vorrichtung, (Hilfs-)mittel’
1.1 allg.
1.2 bildl., bes. in myst. Texten, für den Menschen oder seine Seele als Werkzeug oder Mittel, durch das Gott wirkt
1.3 Bez. für unterschiedliche, für das jeweilige Handwerk typische Arbeitsmittel (vgl. DWB 4,1,4, 6876-85 s.v. gezähe )
2 ‘Ausrüstung, Ausstattung’
3 ‘angemessene Mittel’ (?)
   1 ‘Werkzeug, Gerät, Vorrichtung, (Hilfs-)mittel’    1.1 allg.: nû enwürket das gezöu niht, es werde danne beweget von deme, des gezöu es ist, alse der hamer. der hamer der gesleht niemer, der smit bewege in denne Vorsmak 1,437; vil vru ouch der arzte quam, / mit im sine gezouwe er nam, / daz er gemachet het scharf Vät 17420; dô liz her ime vore brengen alle di gezowe di grûwelich wâren, dô mite man di heiligen pînegete HvFritzlHl 176,20. 70,25; Pilatus 1,7; dô hîz er [Alexander] starc gewerke / machen [...] / und hîz di mûren howen / mit stehelînen gezowen SAlex 1210; Köditz 34,26; NvJer 15058. alse zuo der volheit menschlichez wesennes behöret, daz ez si etwaz zesamengesastes von libe unde von sele, unde habe alle mechte unde gezouwe der bekentnüsse unde der bewegde [ habens omnes potentias et instrumenta cognitionis et motus ] ThvASu 150,14; di sele hait zveigirleige crefte: mit den nidersten ist si geheftit in den lip und wirkit in liplichin gezowin, on di si ir werc nicht follinbrengin mac Parad 25,10. – euphemistisch für ‘Hoden’ sines geczewes oderen [l. aderen, übers. hier nervi ] / clingwerft sint [ nervi testiculorum eius perplexi (verflochten) sunt Iob 40,12] unde Hiob 14783    1.2 bildl., bes. in myst. Texten, für den Menschen oder seine Seele als Werkzeug oder Mittel, durch das Gott wirkt: unde doch so gebruchet die gotliche nature der wirkunge der menschlicher nature alse ein wurkunge sines gezouwes [ et similiter humana natura participat operationem divinae naturae, sicut intrumentum participat operationem principalis agentis ] ThvASu 104,12; der mensche ist ein gezouwe gotes Eckh 3:427,13; Parad 109,26; Tauler 312,10    1.3 Bez. für unterschiedliche, für das jeweilige Handwerk typische Arbeitsmittel (vgl. DWB 4,1,4, 6876-85 s.v. gezähe): – ‘Webstuhl, -rahmen’ ponat instrumenta texendi iuxta textores, quod wlgariter dicitur ‘gezuͦwe’ UrkBresl 68 (um 1300); bildl.: hie von ist genuk gesaget. / ich wil uf min gezouwe eber [d.i. mnd. aber ‘erneut’ ] / und wil weben also ein weber Brun 1855. – Geräte zum Fangen von Tieren und Fischen: wie ain vischære / zôch sîne segene [ ‘Zugnetz’, La. mit sinre gezouwe ] , / dô flôz im engegene / ain maget Kchr 11898; der bischof und der kunic nâmen ire knechte unde ire hunde und ir gezowe, dô man di tir phliget mite zu vâhene, und zugen in den walt unde jageten HvFritzlHl 193,27; auch sall eyn faut von Mintzenberg weren in den wassern, die jnne deme wiltbanne gelegen sint, spangetzauwe, waden vnd die kyselgarn vnd alle vnrechte stricke vnd gezauwe, damit mann fahen mag wilt vnd fogele vnd fische WeistGr 1,499 (a. 1338)    2 ‘Ausrüstung, Ausstattung’ des beginnet denne smielen / des tîvels juncfrowe. / si hât vil guot gezowe, / hemde unt röchel Priesterl 700; der ist der aller schoniste man / der ie von wibe gequam / vnde veret mit grozzer menige / ime dienint suelle [l. snelle ] helede / scal vnde vedirspil / des ist inminis herren hove vil / ros vnde iu#;cnvrowen / vnde ander ritaris gezowe Roth 301; KlageB 2835; Kudr 262,3; dî brûdre sundir beitin / begondin zu bereitin / gezouwis und gereitis gnûc NvJer 10101; do quam ein sturm mit grozer craft, der des boten schif begreif. / ir gezowe in zusleif / und dar zu alle ir wisheit. / des grozen sturmes hertekeit / treib daz schif uf dem mer Pass I/II (HSW) 30312; Pass III 11,49    3 ‘angemessene Mittel’ (?): ist di wunde schibelecht, / he mache ir ire wike [d.i. wieche ‘Reinigung mit einem getränkten Hanfbausch’ o.ä.] recht. / ist der stich adir hou / lanc, he mache ir sin gezcou PfzdHech 314,2; er wurt do ergetzet / leides unde sorgen / die naht unze an den morgen / mit guoten gezowen MinneR 302 149

MWB 2 772,46; Bearbeiterin: Baumgarte

gezouwede stN. ‘Werkzeug, Mittel zur Erreichung eines (geistlichen) Ziels’ wir haben ein eigenschaft an gote, dâ mite wir würken mügen als mit unser eigener sêle, niht alsô, daz ich würke und er nâchschüre, mêre: daz ich mite würke alse mit mînem gezowede, daz mîn ist und daz in mir ist Eckh 3:200,9; daz si [die Seele] berüeret wirt, daz ist ein werc gotes, unde diu sêle ist ein gezouwede des werkes unde daz werc ist ein crêatûre Übervart 513,6

MWB 2 773,61; Bearbeiterin: Baumgarte

gezouwelich Adj., Adv. adv. -lîchen. 1 zu gezouwe stN. ‘in der Art eines Werkzeugs wirksam, tätig’
2 zu zouwe stF. ‘dringlich, eifrig’
   1 zu gezouwe stN. ‘in der Art eines Werkzeugs wirksam, tätig’ aber in den andern sacramenten wirt gehalten etlich gezouliche craft [ virtus intrumentalis ] , die von Christo teilhaftig ist ThvASu 132,4; in dem selben nehsten gelezse [sich Lassen] iedoch sin selbs [sein Selbst] sich alwegent blibet uf siner eigen gezoͤwlicher [Gl.z.St. intrumentalis ] istikeit Seuse 335,16. aber nach dem unde die sele ist ein bewegde des libes, nach dem so dienet der lip gezoulichen der sele ThvASu 70,27    2 zu zouwe stF. ‘dringlich, eifrig’ sie sah wo er fur das crúcz knyet und bette sere gezauwelichen Lanc 326,31

MWB 2 774,7; Bearbeiterin: Baumgarte

gezöuwelîn stN. Dimin. zu gezouwe stN. ‘kleines, geringes Werkzeug’, bildl.: sist du sin armes gezoͤwelin durch das er [Gott] wrken wil MerswNF 7,18; MerswBrf 278

MWB 2 774,20; Bearbeiterin: Baumgarte

gezouwevas stN. wohl mhd.-lat. tautologische Wortbildung. ‘Hausgerät’ und dorumme so ist es besser zu sin ein konig, der do bewisit sine tuchtikeit, adir ein geczoyvas in dem huyse zu nutze [vas in domo utile] , des sich berumit der, des is is Cranc Bar 6,58

MWB 2 774,24; Bearbeiterin: Baumgarte

gezuc stM. ‘Aufschub, Verzug’ wir mvzzen lip vnd leben / lazzen ane gezucke Herb 5713

MWB 2 774,30; Bearbeiterin: Baumgarte

gezügen swV. geziugen

MWB 2 774,32;

gezühte stN. Koll. zu zuht , etw., das aufgezogen wird oder wurde ‘Brut, Gezücht’ sîn schelclîch gezühte [zwei Dracheneier, die der Bote durch eine List ins feindliche Land gebracht hat] er in den berc getruoc OrtnAW 513,3; diu si [das Vogelweibchen] lebt dar umb kürzer wan der er, daz si gekrenkt wirt unz in den tôt von irn gezüchiden [ per feturam avium ] BdN 165,19

MWB 2 774,33; Bearbeiterin: Baumgarte

gezühticlîche Adv. ‘wohlerzogen, der Etikette entsprechend, höflich’ do sprach gezúhtecliche / das kint von Francriche, / des edeln Vilippen barn RvEWh 6959; her intfinc gezuhtenclîche / den milden koninc rîche Crane 4296

MWB 2 774,41; Bearbeiterin: Baumgarte

gezunft stF. ‘Zunft’ (in Urkunden aus Speyer): wer auch vurbaz me deheine [...] gezunft gewinnet hie zu Spire, der sol sweren [...] zu haltenne alles daz, daz dirre brief besaget, demme gezunfmeistere UrkSpeyer 297,15 (a. 1327); dem rate, den gezuͤnften vnde den burgern allen geminlich zu Spire UrkRhStädteb 123 (a. 1330). 124 (a. 1330)

MWB 2 774,46; Bearbeiterin: Baumgarte

gezunfte stN. ‘Gefolge’ die herren kunege alle drî / von Sâbâ, Tars und Arabî / und allez ir gezunfte / wâren an ir kunfte / nâch dem sterren gâhende Erlös 3439. 3657; nu hiez der werde bischof [...] furen, di furstinne, / ir megde unde ir juncfrouwen, / [...] / uf eine burg iesa zu hant, / [...] / unde alles ir gezunfte, / waz an der frouwen kunfte / mit ir zu wegeverte schein Elis 5513. 1273

MWB 2 774,53; Bearbeiterin: Baumgarte

gezünge stN. Koll. zu zunge . 1 ‘Sprache, Sprachgemeinschaft’
2 ‘die Zungen an der Waage, Waage’
   1 ‘Sprache, Sprachgemeinschaft’ mit sulchir kuschmezikeit [l. kiuschmæʒecheit; dadurch, dass der Feldherr Scipio Africanus ihm seine Verlobte unberührt zurückgegeben hat] / der meide vridil was beweit [d.i. beweget ] / daz he di herrin der heidinschaft / sinis gezcungis und ire kraft / vugete zcu den Romern PfzdHech 189,34; do vil alle daz volk, geslechte, gezunge [ omnes populi et tribus et linguae ] nydir und betten an daz bilde, daz kunig Nabuchodonosor hatte gesaczt Cranc Dan 3,7. Zach 8,23; MarcoPolo 68,14    2 ‘die Zungen an der Waage, Waage’ turtinnula [l. trutinula ] : gezunge Gl 3:639,21 (BStK926)

MWB 2 774,61; Bearbeiterin: Baumgarte

gezw- s.a. getw-

MWB 2 775,10;

gezwei Adj. ‘paarweise, je zwei und zwei’ alsuz by gezwaiger schar / samnent sy sich dar / sechs aͤcht oder me Barfüsser 115

MWB 2 775,11; Bearbeiterin: Baumgarte