Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
  Ansicht: Standard Gliederung    |     Zusatzinformationen   Links      |     Portion: Artikel pro Seite

g – gâchlîchen
gâchmuot – gagen
gagen – galander
galanderisch – 1galle
2galle – galter
galtnüsse – gamerot
gamîe – gancheil
ganclîche – ganteren
ganz – gärmic
garn – gartenhuon
gartenhûs – 3garwe
garwwurz – gastmeisterin
gastnusse – gaʒʒenspringer
ge- – gebæric
gëbærin – gëbendic
gebenedîunge – gebietære
gebietærin – gebiurischlich
gebiurlich – geböume
gebôʒ – gebrëst, gebrëste, gebrësten
gebrëstelîn – gebrûchic
gebrûchlich – gebunt
gebunt – geburst
geburt – gedâht
gedâht – gedense
gederbe – gedinge
gedinge – gedrange
gedrâte – gedünste
gedurchtriben – gegate
gegatrom – gegenkouf
gegenlëder – gegensetzunge
gegensidele – gegenwertes
gegenwertic – gegihte
gegiric – gehaʒʒic
gêhe – gehëlfe
gehëlfelîche – gehilfe
gehilfic – gehœric
gehœrlich – gehügenisse
gehugesam – geifer
geifervrâʒ – geiselrieme
geiselruote – geisticlich
geistîn – geiʒhorn
geiʒhût – gejeitschuoch
gejeitvogele – gekünne
gël – gelegede
gelegelich – gelende
1gelende – gêlîche
gelîcheit – gelîchmëʒʒunge
gelîchnisgëbende – gelide
gelidemâʒe – gêlingen
gelîp – gëlm
gëlmen – geloup
geloup – gëlte
gëltel – gelückede
gelückederat – gelüstelîn
gelustic – gemahel
gemahelbettelîn – gemæʒicheit
gemæʒiclich – 2gemeine
1gemeinen – gemeinsin
gemeinunge – gemerrede
gemêrsal – 2gemüete, gemuote
gemüetic – gemutzet
gemʒe – genâdenschüʒʒel
genâdensol – genæmicheit
genamʒôn – genemede
genende – genëserinne
genetzen – genieʒen
genieʒlich (?) – genôʒen
genôʒgeselle – gensîn
gensischen – genuhtlîchen
genuhtrîch – genuʒ
genuʒt – gephrange
gephünde – 1gerat
2gerat – gerëhen
gerëht – gereisic
gereitære – gerieme
geriemen – gerihticlîche
gerihtinsigel – geriune
1geriusche – gerouche
geröufe – gerte
gerte – gerûmiclich
gerummel, gerumpel – gêrvalke
gerwære – gesaten
gesatznissede – gescheftbrief
geschefte – geschepfnisse
geschepfunge – geschiuwede
geschoc – geschrihte
geschrîp – gesëhen
gesëhenheit – geselliclîcheit
geselligen – gesihtic
gesihticlich – gesite
gesiten – geslihte
geslinge – gesnæren
gesnarren – gespenstnisse
gesper (?) – gespræchelich
gespræchetac – gespunst
gespür – gestelle
gestellet – gestifte
gestille – gestrenglîche
gestrenze – ge|stunge
gestungede – gesuoch
gesuochære – geswerme
geswërte – gesworn
gesworne – getelle
getelôs – getougen
getougen – getreigeret
getrenke – getrüese (?)
getrügede – getwædicheit
getwædigen – gëtzen
getzsal – gevalte
gevanclich – gevëderen, gevëdern
gevêhe – geverte|lehe
gevertinne (?) – gevlester
gevlitter – gevrier
gevrist – gevülle
gevuoc – gewahsenheit
gewahst – gewaltroubunge
gewaltsame – gewar
gewar – gewe
gewëbe – gewellen
geweltigen – gewërben
gewërbic – gewern
gewërn – gewiere
gewieret – gewinnen
gewinnic – gewist
gewiste – gewonunge
geworden – gewzen (?)
gezagel – gezëmelich
gezemen – gezît
gezîte – gezoc
gezogen – gezwîen
gezwîge – giefen
giege – gifticheit
gifticlich – giht
gihtboum – gimbîʒen
gimme – gippengappen
gippentuoch – giric
giricheit – gischen
gîse – gîtigære
gîtige – 1glan
2glan – glas(e)väʒʒelîn
glas(e)vënster – gleimel
gleimelîn – gleten
glêtphenninc – glipfen
glise – glocke
glockehûs – glôriôs
glôriôslich – gluothaven
gluothert – goder
goedertieren – golf
gollen – goltgesmîde
goltgesteine – goltreit
goltrîch – golttropfe
goltvar – gos (?)
got – gotesarm
gotesbeckære – gotesmordærinne
gotesphenninc – gotgeformet
gotgelâʒen – gotmeinunge
gotmensche – gouch
gouch – goukelære
goukelbilde – goukelspil
goukelsprütze – göumütte, -mutte
göu|phâwe – grabe
grabe – grâf-
graft – gramerʒîe
gramerʒîen – gransprunge
gransprunge – gras(e)phenninc
gras(e)spier – grâvenrëht
grâveschaft – grebinc
grebnisse – gremiclich
grempære – griekech
grien – griffel
griffelære – grimmetât
grimmic – grisegrammen
grîseleht – griuslich
griuwe – groppe
gros – grôʒmüetic
grôʒmuoticheit – grüenheit
grüenlich – grunderëbe
gründic – gruntübele
      gründic Adj.
      grunt stM.
      gruntâder F.
      gruntbœse Adj.
      gruntbœsewiht stM.
      gruntboum stM.
      grunteffin stF.
      grunthaft stM.
      grunthêrre swM.
      gruntîs stN.
      gruntlich Adj., Adv.
      gruntlieplîche Adv.
      gruntneigen stN.
      gruntnîdic Adj.
      gruntrëht stN.
      gruntrüerunge stF.
      gruntruore stF.
      gruntsant stM.
      gruntsê stM.
      gruntsippic Adj.
      grunt|sopfe swF.
      gruntstein stM.
      grunttœrin stF.
      grunttôt Adj.
      gruntübele Adv.
gruntvestære – gruon-
gruon- – grütschîn
grutte – 1gücken
2gücken – güfticheit
güfticlich – gûlen
gülle – gumpenîe
gunderam – guotdunken
guotdunkende – guotswender
guottât – gürtelgewant
gürtellîn – gymnosophiste

   gründic - gruntübele    


gründic Adj. ‘auf den Grund, in die Tiefe gehend’ so grundec und so vollen tief / was von gotelicher gift / sin [Augustinus’] wise herze in der schrift Pass III 438,81

MWB 2 973,57; Bearbeiter: Tao

grunt stM. selten stF. ( Rumelant (R) 6:3,5; Vät 37206; LivlChr 9483; NvJer 24220; s.a. hellegrunt), vgl. mnd. grunt F., auch M. (MNDWB 2,178). 1 ‘Grund, Boden, unterer Bereich eines Gewässers, Gefäßes, Hohlraumes’
1.1 bezogen auf Gewässer o.ä., bes. das Meer
1.1.1 allg.
1.1.2 als Ankergrund
1.1.3 als trockengefallener Flussgrund, ‘Sandbank, Strand’
1.2 bezogen auf Gefäße
1.3 bezogen auf ein Grab, die Hölle
1.4 bezogen auf den Magen, den Bauch
1.5 bezogen auf Wunden, auch bildl.
1.6 ‘Grundfläche, Basis (eines Kegels, einer Pyramide)’
2 ‘Grund (des Herzens)’ , bezogen auf das Herz als Sitz der Gefühle, des Willens, Quelle der Tränen
3 ‘Tal, Niederung, Schlucht’
4 ‘Erdboden’
5 ‘Grundstück’
6 ‘Grundfeste, Fundament’
6.1 eigentl.
6.2 übertr., ‘Ursprung, Ursache’
7 ‘Tiefe, Abgrund’
8 als zentrales Wort der Mystik Meister Eckharts und seiner Nachfolger, ‘das Tiefste, Innerste’
9 in speziellen adv. Präpositionalausdrücken
9.1 von grunde (ûf) , (hin) ze grunde u.ä. ‘gründlich; ganz und gar, durch und durch’
9.2 etw. unz ûf den grunt, von/  ze grunde ‘gründlich, vollständig’ erzählen, wissen u.ä.
   1 ‘Grund, Boden, unterer Bereich eines Gewässers, Gefäßes, Hohlraumes’    1.1 bezogen auf Gewässer o.ä., bes. das Meer    1.1.1 allg.: tief ist des wilden meres grunt LobGesMar 65,1; an daz mere sluͦc er [Moses] di ruten. / der grunt sich inbarte VMos 46,12. 68,7; [...] gedruket in einen grundelosen sumpf, da vinde ich keinen grunt Mechth 6: 19,9; der schiffe slûch er [Wind] ze grunde / vile, daz si versunken SAlex 1064; diu [ bruke ] versanc [...] in des Rînes grunde Kchr 391; slahem wir den selben hunt [Joseph] und werfen in in dirre zisternen grunt! Gen 1793; der wág vûrt in [Alexander in dem Glasgefäß] in demo grunte [des Meeres] Anno 15,3. 14,16; dû weist daz mer unz ûf den grunt LobGesMar 56,11; daz sich beweget der grunt / [...] und hebet sich ûf von grunde ein wint HartmKlage 357; Herb 2884; NibB 1562,3. 1578,4; KLD:UvL 55: 7,1; BdN 113,18. – bildl.: ir schœne was sô bodenlôs, / daz man niht grundes drinne sach KvWTroj 19721    1.1.2 als Ankergrund: swâ der rotte anker hêten grunt, / daz tet ir banier schône kunt Wh 438,9. – bildl.: z’eim endelôsen pflûme, / dar inne ein berc versünke wol, / gelîchen man diz mære sol, / des ich mit rede beginne. / wil ich den grunt dar inne / mit worten undergrîfen, / sô muoz ich balde slîfen / hie mîner zungen enker KvWTroj 226; trûren mit gewalte hât gankert in mîns herzen grunt KLD:BvH 9: 3,2; Parz 461,15    1.1.3 als trockengefallener Flussgrund, ‘Sandbank, Strand’ die [...] vischwaid mit allem das sich darinn machet und von newn dingen erhebt, es sein awn, grünt, schüt oder newschut WeistÖ 7,968(Anm.) (a. 1306); dî brûdre [auf dem gestrandeten Schiff] von der grunt / sich intbrâchin NvJer 24220    1.2 bezogen auf Gefäße: köpfe und schüzzel wirt von mir untz an den grunt erlochen [geleert] SM:St 1: 3,8; ist daz harn an dem grunde lieht unde louter [...] unde ist obernthalbe dicke unde truobe Barth 130,1. 131,11; so bestrichet er [Giftmischer] daz vaz ze oberist mit dem hoͤnig, ze niderist da giuzzet er daz toͤtlich eitter in den grunt PrOberalt 139,28; rure is [den Inhalt eines Kessels] stetlichin vs deme grunde, das is icht an burne Pelzb 133,17; Kchr 7511; Pass III 156,64; Pelzb 137,16. 140,32 u.ö.    1.3 bezogen auf ein Grab, die Hölle: ein lilie wuchs uz sime grabe, [...]. / des nam die bruder wunder / und gruben alhin under. / do sie quamen uf den grunt, [...] Pass I/II (HSW) 14663. hat die helle grunt? Lucid 7,14; dú helle hat weder grunt noch ende Mechth 3: 21,62; Lucifer [...] ist gar an dem grunde der helle PrBerth 1:203,27    1.4 bezogen auf den Magen, den Bauch: der grunt des magens ist haisser unnd stercker ze däenn [= döuwen ] HvHürnh 31,4. 31,4; swenne der mage di spie uon grunde uf wirfet [...] da uon daz sin nider teil kreftiger ist denne daz ober SalArz 48,58; das buch wirt, so du iz vrisses, [...] / bitter in des buches grunde HeslApk 15388    1.5 bezogen auf Wunden, auch bildl.: ouch inist nicht kein salbe besser zu trockene trorige wunden unde ouch zu heilen von grunde [von unten auf (und nicht nur oberflächlich)] Macer 16,9; daz niemer sêle wirt gesunt, / diu mit der sünden swert ist wunt, / sin habe von grunde heiles funt Walth 6,16. 74,17; Segremors 7,110; daz er [ wolves zant ] mich iht verwunde: / sîn bîzen swirt von grunde KLD:Namenlos h 11,9    1.6 ‘Grundfläche, Basis (eines Kegels, einer Pyramide)’ alles, daz wir sehen, daz sehe wir in ainer form aines kegels, dez spitz in unser aug ruͤrt und dez grunt ruͤrt an daz dinch, daz wir sehen KvMSph 14,1. 26,3    2 ‘Grund (des Herzens)’, bezogen auf das Herz als Sitz der Gefühle, des Willens, Quelle der Tränen: so nimit er [reuiger Sünder] von des herzzen grunde daz soͮften mit dem munde GenM 17,14; ich [...] siufte ûf von grunde / [...] und truobent mir diu ougen. / [...] wan deiz unmanlich wære, / weinen ich niht verbære HartmKlage 371; swaz er in dâ spiles getete [...], / dazn gie niht von grunde: / daz herze dazn was niht dermite Tr 7528; got enheine sünde lât, / die niht geriuwent [...] / hin abe unz ûf des herzen grunt Walth 6,12; Litan 1166. ir ougen [...] dringent in mîns herzen grunt MF:Wolfr 8: 4,7; Walth 27,26; swenne sî ûz herzen grunde [...] ein lieblich lachen tuot ebd. 27,36; sie zerstâchen manegen schaft. / ieder man ûz herzen grunde versuochte sîne kraft RosengD 619,2. – ähnl.: diu mir daz herze hat verwunt / vaste unz uf der minne grunt Tannh 3,125; Virg 972,11    3 ‘Tal, Niederung, Schlucht’ in einem grunde vil tief, / da ein bach lief Pilatus 2,89; dâ zwischen was ein cleiner grunt LivlChr 9985. 5086. 9483; die crichen [...] hetten vur die stat bracht / an den grunden vnde an der hoe / mangen vnde ebenhoe [Belagerungswaffen] Herb 14137; sus reit der werde degen [...] durch einen grunt Parz 339,17; rît ze einer lîten, dâbî in einen grunt RosengD 478,3. 481,4; wer in di grunde sewet [sät] , / der snidet unde mewet / daz da mit vollen dihet Elis 3099; Kchr 13303; Helbl 4,437; HvNstAp 19583. – formelhaft ~ und grât, auch Pl., ‘Niederung(en) und Höhe(n)’, daher übertr. ‘der gesamte Grundbesitz’ min huobe, min schuopose, [...], getwing und ban und grund und grete DRW 4,1157 (Geschfrd.; a. 1306); grund und grad, lib und gut, lebend und tod ist des gotzhus WeistGr 1,311 (a. 1344). 1,166 (a. 1303?); verkouffend [...] unseren hoff ze Genines mit grund und mit grate [in ganzer Ausdehnung] , mit wunne und mit waide UrkGraub (M) 2,169 (a. 1301); UrkBern 5,156 (a. 1320)    4 ‘Erdboden’ getriben ûf von grunde / ûz eines lewen munde / fliuzet der brunne in ein vaz UvZLanz 3893. die bvrc er an den grvnt brach ReinFu K,1264; wann Tyrum die gross stat / er in den grundt zestoret hat Seifrit 2246; LivlChr 11074. 11340; übertr.: nym eyn gloyndich ysern vnde berne se [die Hämorrhoiden] vf den grunt OvBaierl 121,8    5 ‘Grundstück’ [...] haben wir [...] demselben gotzhaus [...] geben vnd geaygent den grunt, da ez stat, vnd darzü des vvaldes mit dem grunt UrkNAltaich 1,289 (a. 1241); daz Johans Herweger [und Angehörige] [...] daz holz in Oͤtersberch [...] ze koͧffen hant gegeben mit grunde und mit allem dem, so derzuͦ gehoͤrt UrkZürich 8,253 (a. 1309); weitere Belege s. WMU 1,763f. und DRW 4,1161    6 ‘Grundfeste, Fundament’    6.1 eigentl.: ich sach under Lucifer der helle grunt, das ist ein hart swarz vlinsstein; der sol tragen das werk iemer mere Mechth 3: 21,61; firmamentum, daz ist der vest himel, dar umb, daz er ain vest und ain grunt ist aller gesteckten stern BdN 55,22; daz [Messopfer (Akk.)] sal itenuwe [erneuern] / mit geistlicheme gebuwe / alle tage di cristenheit, / di wile daz di werlt steit [...], / gefundet in den vesten grunt. / Crist er ist der vullemunt Glaub 1059; Pass I/II (HSW) 10716; TvKulm 6164    6.2 übertr., ‘Ursprung, Ursache’ du [Gott] bist der elementen gruͦnt HvNstGZ 11; [jmd. ist] ain wirt in der helle [...], / ain grunt aller ubele Rol 5861; daz diu leber ain grunt ist und ain ursprinch des pluotes BdN 37,5; diu versuochende kraft der sêl [d.h. der Geschmackssinn] und daz gerüerd habent irn grunt in dem herzen; aber die andern drei sinn sitzent in dem haupt ebd. 13,6    7 ‘Tiefe, Abgrund’ ie der grunt tiefer ist [...], ie ouch diu erhœhunge und diu hœhe hœher [...] ist Eckh 5: 293,6; nv vindest dv die hoehe vnd ouch die grúnde Wartb Rs 85,6; des abysses ~ , der grundelôse ~ ‘die Hölle’ HeslApk 6895. 15282. 19306. – bes. der helle ~ u.ä. (vgl. hellegrunt): der tiefen helle grunt Kchr 2033; in der helle gründen / muoz ich ân ende quelnde sîn KvWLd 32,269; [Christus] lost uns von der helle grunt Wahrh 34; Spec 60,32; MF:Mor 27: 2,9; WälGa 11867; RvEBarl 3538    8 als zentrales Wort der Mystik Meister Eckharts und seiner Nachfolger, ‘das Tiefste, Innerste’ (vgl. McGinn, Mysticism 4,86-90 mit Lit.): daz der mensche durchgange und übergange alle geschaffenheit und alle zîtlicheit und allez wesen und gange in den grunt, der gruntlôs ist Eckh 2:309,5; Tauler 370,6; dy sele wil er versencken in den grunt ane grunt PBB 114(1992),S. 494; dû geluogtest nie in disen einvaltigen grunt einen ougenblik Eckh 1:88,4; ie man die wurzel und den kernen und den grunt der gotheit mê erkennet ein, ie man mê erkennet alliu dinc ebd. 2:560,6; suln wir iemer komen in den grunt gotes und in sîn innerstez, sô müezen wir ze dem êrsten komen in unsern eigenen grunt und in unser innerstez ebd. 2:551,1; in dem grund der sele, da gottes grund vnd der sele grund ain grund ist ebd. 1:253,5; Katrei 375,20; Eckh 1:90,8.11; Seuse 124,24. 157,24. 165,25; Tauler 39,33. 149,34    9 in speziellen adv. Präpositionalausdrücken    9.1 von grunde (ûf), (hin) ze grunde u.ä. ‘gründlich; ganz und gar, durch und durch’ uͥr herzen suln van grund erbiven! MarlbRh 34,26; dur waz hâst du die sêle mîn / betrübet hin ze grunde KvWAlex 1049; HartmKlage 1658; KvWPart 3209. des herzen schrîn / wirt vreuden vol von grunde LobGesMar 63,14; dâ von fröit ez mich von grunde KLD: UvL 48: 3,3; des vröuwe ich mich ze grunde Virg 747,3. 199,10; KLD:Rub 14:1,2. er was uon grunde vf geborin / zo deme aller truvistin man, / den ie sichein kuninc gewan Roth 5087; diu schœne diu bran unde wiel / von minnen gar ze grunde KvWTroj 22917; die bôsen unde die ungeloubigen lûte [...] vertiligeten sî biz ûf von grunde [ funditus exterminaverunt ] StatDtOrd 24,19    9.2 etw. unz ûf den grunt, von/  ze grunde ‘gründlich, vollständig’ erzählen, wissen u.ä.: er seit ime daz mære / von obene hin ze grunde [bis zu Ende, gründlich] Tr 8235; Îsôt tet ouch Brangænen kunt / ir beider rede unz ûf den grunt ebd. 14148; [Christi] marterlichen tôt / entsliuz [...] von grunde mir KvWSilv 4335; daz wizze wir of von grunde HeslApk 3418; Walth 13,1; Tr 14017. 10743; HvFritzlHl 44,16. – einer Sache (Gen.) ze grunde komen ‘etw. gründlich, vollständig verstehen’ daz ich mit dem gedanke mîn / der reinen gotheite [...] / ze grunde und zeinem ende kome KvWSilv 2653

MWB 2 973,61; Bearbeiter: Bohnert

gruntâder F. ein bestimmtes Blutgefäß: diu ander [Ader kommt] von der leber, deu haizt ze latein epatica. aber als daz puoch spricht haizet si basilica, daz ist gesprochen diu gruntâder, dar umb, daz diu leber ain grunt ist und ain ursprinch des pluotes BdN 37,5

MWB 2 977,10; Bearbeiter: Tao

gruntbœse Adj. ‘von Grund auf schlecht, sehr schlecht’ [ein] schefman, / der nie tugent gewan / und sprichet grundbœser wart [= wort ] / vil ûf sîner nouvart [Fahrt stromabwärts] Helbl 7,811; welhes augen an der rœten dem feur geleichent, daz ist ain gruntpœsez mensch und gar widerprüchig oder ungevölgig BdN 44,5. 44,17

MWB 2 977,16; Bearbeiter: Tao

gruntbœsewiht stM. ‘Erzbösewicht’ [diese Strafe] hat der grundboͤswicht wol verschuldet Seuse 77,23

MWB 2 977,23; Bearbeiter: Tao

gruntboum stM. 1 Wehr- oder Fachbaum einer Wassermühle (vgl. DWB 4,1,6,756 und DRW 4,1172)
2 in den Flussgrund eingerammter Pfeiler einer Jochbrücke (vgl. H. v. Voltelini, Die Bozner Eisakbrücke, in: Fs. v. Ottenthal, Innsbruck 1925, S. 164-169, hier S. 167)
   1 Wehr- oder Fachbaum einer Wassermühle (vgl. DWB 4,1,6,756 und DRW 4,1172): durfen aber die vrauhen [= vrouwen ] eines gruntbaumis ader eins melbaumis [l. welboum? (vgl. Anm. z.St.)] [...] zu ere molen UrkDOHess 2:369,26 (a. 1326)    2 in den Flussgrund eingerammter Pfeiler einer Jochbrücke (vgl. H. v. Voltelini, Die Bozner Eisakbrücke, in: Fs. v. Ottenthal, Innsbruck 1925, S. 164-169, hier S. 167): gruntpome et panwerch et panpome et ligamina et omnia necessaria pontis UrkTirol 1:3,142 (a. 1239). 1:3,141. 1:3,143

MWB 2 977,26; Bearbeiter: Tao

grunteffin stF. verstärktes effin, Schimpfwort für eine Frau: [ihr Ehemann] waz bose [...] und sluch si bitterliche und hild si wuͦr ein dorin und wuͦr eine grunteffin HlReg 87,12

MWB 2 977,37; Bearbeiter: Tao

grunthaft stM. ‘was die Meerestiefe stützend festhält, Meeresboden’ (Neumann, Teichn., S. 163): wer got sey mit seiner chraft, / daz ist aller maisterschaft / gar zu vremd und unbechant. / wa der himel widerwant / und alter [l. aller?] wazzer grunthaft, / daz hat man mit maisterschaft / wol begriffen und aus genomen Teichn 448,5

MWB 2 977,41; Bearbeiter: Tao

grunthêrre, -hërre swM. ‘Grundbesitzer, -eigentümer’ mit des ersamen aptes hern Wilhalmes insigel [...], der avch der vorgenanten bastvben rehter grvntherre ist UrkCorp (WMU) 1618,10; aber um alles gruntrecht, das man versitzet und gelegen ist in disem purkfrid, sullen die gruntherrn clagen vor dem statrichter StRWien 126; ir hous [...], [...] des wir rechter gruntherre sein, [...] vnd man vns von dem selben grunde dienen sol alle iar ze gruntreht vierzich phennige Wienner ebd. B 136 (a. 1303); UrkKlostern 1,276 (a. 1340); UrkWSchott 247 (a. 1344); UrkEnns 7,61 (a. 1348). – auch für den Stellvertreter des grunthêrren: der ich an meines herren stat des aptes [...] stifter vnd storer vnd auch gruntherre pin UrkWSchott 265 (a. 1350). – als Bestandteil eines Personennamen: her Wernher der Grvͦntherre, purger von Nvrenberch UrkCorp (WMU) 3185,1

MWB 2 977,48; Bearbeiter: Tao

gruntîs stN. ‘Grundeis’ glich dem kristallen stain / wart sin hertze uf tugenden balt, / wider der untugende kalt / reht alsam ein grunt ys WhvÖst 631

MWB 2 978,1; Bearbeiter: Tao

gruntlich Adj., Adv. , -lîchen Adv. 1 ‘im Grunde des Herzens, der Seele, im Innern, innerlich’
2 ‘bis in den Grund des Herzens, der Seele hinein, bis in die Tiefe reichend, ins Innerste gehend’
3 ‘aus dem Grunde des Herzens, der Seele kommend’
4 ‘gründlich, vollständig, gänzlich’
5 ‘bis auf den Grund, bis ins Letzte, genau’
6 ‘grundlegend, wesentlich’
7 ‘ergründbar’
8 ‘bodenlos, tief’ , übertr.
   1 ‘im Grunde des Herzens, der Seele, im Innern, innerlich’ der sich echt gruntlichen zuͦ ime [Gott] innerlichen kerte Tauler 210,7; ich [...] bitte úch das ir lerent gotte innerlichen und luterlichen bichten alle úwer gebresten, und lerent ime úch gruntlichen schuldig geben ebd. 274,23; got versteet hertzen sprach und seelen meinung, eyn gruntlich, innerlich und wesenlich ansprechen Seuse 520,33    2 ‘bis in den Grund des Herzens, der Seele hinein, bis in die Tiefe reichend, ins Innerste gehend’ das die klaren goͤtlichen oͮgen uns als gruntlichen an sehent und durch sehent in unsern grunt Tauler 215,20. 347,31; daz ist so tief und so gruntlichen gevestent in die nature [des Menschen] ebd. 48,13; und dis was ain als gar gemerliche gesicht das es ir als gruntlich ze hertzen gieng das sy fúr die stund nie wolt geslafen Stagel 26,22; wie múgen wir des so gruntlichen uns schamen Tauler 215,23; sin [Christi] heilige menschheit die enwart im nie so gruntlichen lieb ebd. 251,34. – in Verbindung mit (sich) lâzen, übergehend zu 4: wie gruntlichen man sich ze grunde lossen muͦs Tauler 356,31; eime einvaltigen gruntlich uf got sich lossen [subst. Inf.] ebd. 87,9; hie myt synt alle menschen also gefangen und gebunden, das sich nyemant lassen enwil; ime were lichter zehen wercke dann eyn gruntlich lassen Seuse 511,5; Jesu Cristi, des laszen mer und gruntlicher was dan alles das laszen zu samen were, das alle menschen in der zyt sich ye gelieszen ebd. 517,15    3 ‘aus dem Grunde des Herzens, der Seele kommend’ das ist ein war verloucken der mensche sin selbes und ein luter gruntlich blos meinen und minnen got Tauler 48,32; also das er in ime vinde ein gruntlich getrúwelich mitliden mit sinem nechsten ebd. 148,4; luͦg, mit welen gruntlichen súfzen und bitterlichen trehen sú sprechent Seuse 287,18; also süllent wir auch tün, [...] das wir habent grüntliche diemut, götliche mynne, gedult und ander tugent pis in den tod Stagel 121,17    4 ‘gründlich, vollständig, gänzlich’ und sloͤiffest du dich in der worheit nút [wie die sich häutende Schlange] alzuͦmole grúntlich durch disen stein Tauler 95,33; [die Speise] muͦs so gruntlich verderben und verwerden an ime selber e denne es in den magen kumme ebd. 121,16; er sol zuͦ dem ersten abehoͮwen und uzrúten die súben hoͮbtsúnde gruntlichen und weckerlichen ebd. 97,27; tuͦnt oder hant geton einen waren gruntlichen abker von allem dem das got nút luter und blos enist ebd. 138,29; gentzlichen und grúntlichen ebd. 38,13; RvBib 69,23. 87,27    5 ‘bis auf den Grund, bis ins Letzte, genau’ nün west er ir meinung nit grüntlichen Stagel 4,31    6 ‘grundlegend, wesentlich’ und merke, daz alle kreaturen ewklich in gotte sint got und hein da enkeinen gruntlichen underscheit gehebt, denn als gesprochen ist Seuse 331,23    7 ‘ergründbar’ in disem wilden gebirge des úbergoͤtlichen wa ist ein enpfintlichú vorspilendú allen reinen geisten abgrúntlichkeit [...]. und daz ist daz grundlos tiefes abgrúnd allen creaturen und im [sich] selber grúntlich Seuse 189,3    8 ‘bodenlos, tief’, übertr.: gruntlichen [schwer (profunde)] haben sie gesundegit Cranc Os 9,9

MWB 2 978,4; Bearbeiter: Tao

gruntlieplîche Adv. ‘auf sehr liebevolle Weise’ wie gruntlieplich ich [Maria] in mit minen armen [...] umbvieng Seuse 275,13

MWB 2 979,5; Bearbeiter: Bohnert

gruntneigen stN. ‘das Neigen zum grunt 9 ’ (vgl. Wyser, Seelengrund S. 235f.): das gemuͤte [d.h. der menschliche Geist] , der grunt, der hat ein ewig neigen, ein gruntneigen wider in den ursprung Tauler 350,28

MWB 2 979,8; Bearbeiter: Bohnert

gruntnîdic Adj. ‘sehr feindselig, sehr missgünstig’, wortspielend mit grunt ‘Meeresboden’ mine valschen vründe [...] hoffen, daz ich sinken zuo dem grunt beginne: / min heilschif gestozen hat uf ir gruntnidik stein Rumelant 3,61b

MWB 2 979,13; Bearbeiter: Bohnert

gruntrëht stN. 1 ‘Grundzins, Abgabe an den Grundherrn’
2 ‘grundherrliches Recht’ (?)
3 ‘ursprüngliches Recht’
   1 ‘Grundzins, Abgabe an den Grundherrn’ daz man daz vorgenant grvntreht dem chloster hintze den Schotten immer ze seiner zeit vor dienen sol UrkCorp (WMU) 1618,45; daz ich vnd mein erben ze rechtem gruntrechte haben [...] ein satelgadem, [...] da wir [...] von dienen suln zwelif schilling Wienner phenning ze rechtem gruntrechte alle jar [...], als man ander gruntrechte ze Wienne dienet UrkKlostern 1,148 (a. 1315); als gruntrechtes recht ist vnd der stat recht ze Wienn UrkWSchott 240 (a. 1342); weitere Belege s. DRW 4,1207. – auf den abgabepflichtigen Hof übertr.: vnd derselbe hof ist auch gruntrecht von den gaestleichen pruͤdern datz dem Teutschen haus datz der Newenstat UrkHeil 2,204 (a. 1348)    2 ‘grundherrliches Recht’ (?): daz si ir gruntrecht ovf ir vischwaidt mit ganczem gewalt also haben daz niemant vischen oder aericht [Fischfang mittels Reuse (vgl. → arke stswF. 2.4)] haben sol UrkHerzogenb 67 (a. 1318) (anders DRW 4,1209: ‘fundamentales Recht, Privileg’)    3 ‘ursprüngliches Recht’ din wille, herre, himelischer vater, ist daz ewige grvnt reht, von dem allev rehticheit flivzzet [...]. swaz nach disem willen gerihtet ist, daz ist gereht; swaz aber da von gechert ist, daz ist chrvmp vnd schedelich DvAPatern 117

MWB 2 979,18; Bearbeiter: Bohnert

gruntrüerunge stF. 1 ‘Recht auf Strandgut bzw. Loskaufsumme dafür’
2 ‘Berührung des Grundes’ , übertr.
   1 ‘Recht auf Strandgut bzw. Loskaufsumme dafür’ et quia naufragia, que vulgariter gruntroringe dicuntur, a nostris predecessoribus [...] sunt dampnata, per nostram maiestatem regalem ab ipsis ciuibus [...] naufragia de personis seu rebus suis [...] recipi vel exigi [...] inhibemus UrkNiederrh 3,106 (a. 1314)    2 ‘Berührung des Grundes’, übertr.: swelch mensche alsust gebunden wirt mit der gruntruͤrunge [durch die innerste Berührung (Vollmann-Profe)] der kreftigen minne, dem kan ich enkeinen val zuͦ den hoͮbtsúnden vinden, wan dú sele ist gebunden, si muͦs ie minnen Mechth 2: 24,85

MWB 2 979,45; Bearbeiter: Bohnert

gruntruore stF. auch -rüere ( Seuse ). 1 ‘Recht auf Strandgut bzw. Loskaufsumme dafür’
2 ‘Stelle, wo man den Boden berührt’ , übertr.
   1 ‘Recht auf Strandgut bzw. Loskaufsumme dafür’ also swenn ein schef den grunt ruͤret, daz man dann von iedem fuͦder weins dem herren, des diu gruntruͦr ist, nicht mer geben sol, dann zwelf haller UrkFrankf 2,428 (a. 1336); wir wollen, daz nieman von der gruntruͤre, die in unserm lande auf der Isere geschiet, dhain schaden oder beswerde nemen von uns [...], und [ daz ] dazselbe reht, daz billicher unreht haizzet, iemer mere abe si und von dhaim man genomen werde auf der Isere StRMünch 86,26; sub pretextu iuris, quod gruntrure dicitur UrkStVerf 196 (a. 1207); daz wir von keime burgere von Strazburg [...] niemer zol noch gruntruͦre suͤlent genemen uf dem Rine UrkStraßb 2:256,24 (a. 1313); vnd der gruntruͦre sollent si lidig sin gentzliche, wande si vnreht ist UrkCorp (WMU) 2785AB,24,23; UrkNiederrh 2,351 (a. 1270); StRSchlettst 27 (a. 1330); UrkMosel 2:293,1 (a. 1342)    2 ‘Stelle, wo man den Boden berührt’, übertr.: ich merk wol, daz ich bin komen uf die gruntruͤri [den tiefsten Grund] der nehsten einveltikeit, fúr die nieman inbaz mag kommen, der warheit wil fuͤren Seuse 331,11

MWB 2 979,58; Bearbeiter: Bohnert

gruntsant stM. ‘Sandboden’, im Flurnamen hortus qui dicitur Gruntsant: UrkHess 2,168 (a. 1239) (= WeistGr 3,344 )

MWB 2 980,18; Bearbeiter: Bohnert

gruntsê stM. ‘tiefer See’ [Maria ist] der gnâde ein grundelôser sê [La. grunt se ] LobGesMar 21,12

MWB 2 980,21; Bearbeiter: Bohnert

gruntsippic Adj. ‘durch und durch verwandt’ (FrlWB): spiegel sehender kunft / gruntsippic blic [gemeint wohl die Menschwerdung Christi, s.a. Anm. z.St.] Frl 2:1,6

MWB 2 980,23; Bearbeiter: Bohnert

grunt|sopfe swF. vgl. suppe und ûzsupfen; zum o-Vokalismus s. DWB 10,4,1215 unter Supfe. ‘Bodensatz’, hier im Pl. für die Reste im Weinfass: [Servatius] gemerte die lützeln trophen. / do wuochsen die gruntsophen; / ie baz unde baz si erspruzzen Serv 3072

MWB 2 980,27; Bearbeiter: Bohnert

gruntstein stM. Stein im Fundament, ‘Grundstein’, auch für das Fundament selbst, eigentl. und übertr.: ich [...] wil nicht nemin von dir [der zerstörten Stadt Babylon] noch gruntsteine noch ecsteyne [ lapidem in angulum et lapidem in fundamenta ] , spricht der herre Cranc Jer 51,26; so ist dw chausch ein grunt stain / aller guten werch Teichn 218,13

MWB 2 980,33; Bearbeiter: Bohnert

grunttœrin stF. ‘Erztörin’ di anderen vrowen hetten si wuͦr eine gruntdorin HlReg 60,28

MWB 2 980,41; Bearbeiter: Bohnert

grunttôt Adj. in geistl. Sinne, ‘bis auf den Grund tot’ (vgl. grunt stM. 9): man sol grunttôt sîn, daz uns berüere weder liep noch leit Eckh 1:135,4; sant Gregorius sprichet, daz gotes nieman enmüge vil hân, wan der grunttôt ist dirre werlt ebd. 1:128,11

MWB 2 980,43; Bearbeiter: Bohnert

gruntübele Adv. 1 ‘sehr bösartig’ oder ‘sehr schlimm’
2 ‘sehr, in hohem Maße’
   1 ‘sehr bösartig’ oder ‘sehr schlimm’ sô sleht sî mir slege vil / ûf hende und ûf die knübele / sô reht gruntübele BFrau 150    2 ‘sehr, in hohem Maße’ ach herceliep mins, wie erbarmet mich dis so gruͦnt uebele! MerswNF 67,9. 95,14. 100,28. – hierher? das ich [...] minen lichomen [...] also gar zuͦ grunt uebele hassende wart MerswVierJ 8,7 (oder ze grunt ‘ganz und gar’, vgl. grunt 9.1)

MWB 2 980,48; Bearbeiter: Bohnert