g – gâchlîchen gâchmuot – gagen gagen – galander galanderisch – 1galle 2galle – galter galtnüsse – gamerot gamîe – gancheil ganclîche – ganteren ganz – gärmic garn – gartenhuon gartenhûs – 3garwe garwwurz – gastmeisterin gastnusse – gaʒʒenspringer ge- – gebæric gëbærin – gëbendic gebenedîunge – gebietære gebietærin – gebiurischlich gebiurlich – geböume gebôʒ – gebrëst, gebrëste, gebrësten gebrëstelîn – gebrûchic gebrûchlich – gebunt gebunt – geburst geburt – gedâht gedâht – gedense gederbe – gedinge gedinge – gedrange gedrâte – gedünste gedurchtriben – gegate gegatrom – gegenkouf gegenlëder – gegensetzunge gegensidele – gegenwertes gegenwertic – gegihte gegiric – gehaʒʒic gêhe – gehëlfe gehëlfelîche – gehilfe gehilfic – gehœric gehœrlich – gehügenisse gehugesam – geifer geifervrâʒ – geiselrieme geiselruote – geisticlich geistîn – geiʒhorn geiʒhût – gejeitschuoch gejeitvogele – gekünne gël – gelegede gelegelich – gelende 1gelende – gêlîche gelîcheit – gelîchmëʒʒunge gelîchnisgëbende – gelide gelidemâʒe – gêlingen gelîp – gëlm gëlmen – geloup geloup – gëlte gëltel – gelückede gelückederat – gelüstelîn gelustic – gemahel gemahelbettelîn – gemæʒicheit gemæʒiclich – 2gemeine 1gemeinen – gemeinsin gemeinunge – gemerrede gemêrsal – 2gemüete, gemuote gemüetic – gemutzet gemʒe – genâdenschüʒʒel genâdensol – genæmicheit genamʒôn – genemede genende – genëserinne genetzen – genieʒen genieʒlich (?) – genôʒen genôʒgeselle – gensîn gensischen – genuhtlîchen genuhtrîch – genuʒ genuʒt – gephrange gephünde – 1gerat 2gerat – gerëhen gerëht – gereisic gereitære – gerieme geriemen – gerihticlîche gerihtinsigel – geriune 1geriusche – gerouche geröufe – gerte gerte – gerûmiclich gerummel, gerumpel – gêrvalke gerwære – gesaten gesatznissede – gescheftbrief geschefte – geschepfnisse geschepfunge – geschiuwede geschoc – geschrihte geschrîp – gesëhen gesëhenheit – geselliclîcheit geselligen – gesihtic gesihticlich – gesite gesiten – geslihte geslinge – gesnæren gesnarren – gespenstnisse gesper (?) – gespræchelich gespræchetac – gespunst gespür – gestelle gestellet – gestifte gestille – gestrenglîche gestrenze – ge|stunge gestungede – gesuoch gesuochære – geswerme geswërte – gesworn gesworne – getelle getelôs – getougen getougen – getreigeret getrenke – getrüese (?) getrügede – getwædicheit getwædigen – gëtzen getzsal – gevalte gevanclich – gevëderen, gevëdern gevêhe – geverte|lehe gevertinne (?) – gevlester gevlitter – gevrier gevrist – gevülle gevuoc – gewahsenheit gewahst – gewaltroubunge gewaltsame – gewar gewar – gewe gewëbe – gewellen geweltigen – gewërben gewërbic – gewern gewërn – gewiere gewieret – gewinnen gewinnic – gewist gewiste – gewonunge geworden – gewzen (?) gezagel – gezëmelich gezemen – gezît gezîte – gezoc gezogen – gezwîen gezwîge – giefen giege – gifticheit gifticlich – giht gihtboum – gimbîʒen gimme – gippengappen gippentuoch – giric giricheit – gischen gîse – gîtigære gîtige – 1glan 2glan – glas(e)väʒʒelîn glas(e)vënster – gleimel gleimelîn – gleten glêtphenninc – glipfen glise – glocke glockehûs – glôriôs glôriôslich – gluothaven gluothert – goder goedertieren – golf gollen – goltgesmîde goltgesteine – goltreit goltrîch – golttropfe goltvar – gos (?) got – gotesarm gotesbeckære – gotesmordærinne gotesphenninc – gotgeformet gotgelâʒen – gotmeinunge gotmensche – gouch gouch – goukelære goukelbilde – goukelspil goukelsprütze – göumütte, -mutte göu|phâwe – grabe grabe – grâf- graft – gramerʒîe gramerʒîen – gransprunge gransprunge – gras(e)phenninc gras(e)spier – grâvenrëht grâveschaft – grebinc grebnisse – gremiclich grempære – griekech grien – griffel griffelære – grimmetât grimmic – grisegrammen grîseleht – griuslich griuwe – groppe gros – grôʒmüetic grôʒmuoticheit – grüenheit grüenlich – grunderëbe gründic – gruntübele gruntvestære – gruon- gruon- – grütschîn grutte – 1gücken 2gücken – güfticheit güfticlich – gûlen gülle – gumpenîe gunderam – guotdunken guotdunkende – guotswender guottât – gürtelgewant gürtellîn – gymnosophiste
|
geleite
swF.(?)
nicht sicher von
geleite
swM. oder persönl. gebrauchtem
geleite
stN. abzugrenzen.
‘Geleiterin, Führerin’
ich [
Obilôt
] pin für
ungevelle / iwer geleite und iwer geselle Parz
371,6;
Cundrîe ir geleite / schiet si von arbeite ebd.
792,17;
MarlbRh
2,22.
82,8.
– mit Richtungsangabe:
[Maria ist] der uerleiten geleite / wider an di hulde /
unde uon der sculde / wider an daz rehte Pilatus
1,104;
it envuͦr niͤ mensch van god so verre
[...], / schön muͦder, du würds sin geleide /
zuͦ dines kindes mildicheide MarlbRh
17,1;
Wig
3159.
– von minne, sælde, schœne:
diu sælde was sîn geleite dar Wig
8389;
ir schœne was der minne / geleite und ir krône ebd.
11428;
Krone
23855
MWB 2 321,30; Bearbeiter: Bohnert
geleite
swM.
teilw. kann auch persönl. gebrauchtes
geleite
stN. vorliegen; s.a.
geleite
swF.
1
‘Führer’
2
‘der jmdm. das geleite stN. gibt, jmds. Schutz
gewährleistet’
3
‘Begleiter, Gefährte’
1
‘Führer’
di geleiten wiseten sie dare, / die den wec kunden En(FSch)
4558;
wie sol der blinde sich bewarn, / wil sîn geleite unrehte varn? Freid
55,8;
siht der geleite bœslîchen, / er wîst uns alle angestlîchen WälGa
1721;
JJud
1178;
Wig
7270;
Eracl
66;
HvFreibTr
4474;
WvRh
12835;
WhvÖst
478;
du suzer leidesterre / dins volkes [...], / ein
liecht unde ein geleide / unser walleferte Elis
4728.
– mit Richtungsangabe:
wis vnser geleite / in die stat: wir wollen dar in
Herb
8026.
14438
u.ö.;
got hêrre, dû solt mich bewarn / und mîn geverte hinnen
sîn! [...] / wis mîn geleite hinnen! Tr
2368;
ich wil iu geben durch daz lant / Gamisen ze einem
gelaiten WhvÖst
469.
– übertr.:
der wint [...] ist den
schifliuten beschert / ze geleiten ûf dem mer RvEBarl
9553;
zwischen den [...]
sinnen [Sprachen, in denen der trojanische Krieg bisher erzählt
wurde] zwein / nim ich nv den dritten / vnde folge im so
mitten, / daz er min rechte geleite ist / an des tutschen buches list
Herb
69;
WälGa
749
2
‘der jmdm. das geleite stN. gibt, jmds. Schutz
gewährleistet’
dô wart er ir geleite NibB
1897,2;
jâ was ich ir geleite in mînes herren lant ebd.
2144,3;
jâ wil der stat meister unser geleite selbe sîn OrtnAW
258,4
3
‘Begleiter, Gefährte’
der rotten meister David / unde mit im die geleiten /
griffen an die seiten Vät
26137
MWB 2 321,44; Bearbeiter: Bohnert
geleite
stN.
1
‘Begleitung’
1.1
‘Leitung, Führung’
1.2 mit dem Nebensinn des Schutzes: ‘Geleit’
1.2.1 eigentl. 1.2.2 bildl. 2 deutlich im Hinblick auf rechtliche Verhältnisse spezialisiert:
‘landesherrlicher Rechtsschutz’ gegen Gewalttätigkeiten und
Überfälle (vgl. 2 HRG 1,1481-1489; LexMA 4,1204f.; s.a. DWB
4,1,2,2982-2997; DRW 3,1581-1588; WMU 1,612f. mit zahlreichen weiteren mhd.
Belegen) 2.1 eigentl. 2.1.1 für Gesandte, Unterhändler, Fürsten 2.1.2 für Straftäter, Angeklagte, Zeugen; Besiegte 2.1.3 zur Sicherung des Handelsverkehrs, auch der Reisenden, häufig verbunden
vride/ schirm/ sicherheit und ~
2.2 übertr. 2.2.1
‘Geleitgeld, Straßenzoll’
2.2.2
‘Geleitgebiet, Geleitstrecke’
2.2.3
‘Recht auf Geleitausübung’
2.3 Verbindungen; 3 für Maßeinheiten (vgl.
leite
stswF.);
1
‘Begleitung’
1.1
‘Leitung, Führung’
swâ ein blinde dem anderm gît
geläite [
ducatum praestet
] , / dâ
vallent si bêde in die grûbe [
Mt 15,14
]
Erinn
256;
si hânt ir schildes breite / nâch jâmers geleite / zer
erden gekêret: / grôz trûren si daz lêret Parz
92,2;
Gen
113;
HartmKlage
1044;
Tr
70.
293.
– von einer Sache:
ein geleite an den wec des ewigen heiles / si din
biscoflich gerte / zu unsir jungistin hineuerte Litan
795
1.2
mit dem Nebensinn des Schutzes: ‘Geleit’
1.2.1
eigentl.:
[
Sibille zu Ênêas:] ich wil
mit dir dâ hin varen / unde wil dich wol bewaren / unde wider bringen
[...]. / ich tûn dir gût geleite En
2776;
man gît iu guot geleite (ich heiz’ iuch wol
bewarn) / zuo Sigemundes lande NibB
1090,2.
1098,1;
ich [Artus] wil im guot
geleite tuon: / Bêâkurs mîner swester suon / nimt in dort an halbem wege. /
er sol varn in mîns geleites pflege Parz
720,15;
ich hôrte ie sagen, der niht hât / geleites, der mac missevarn
Bit
7887.
– von Gott:
du hast sie [bekehrte
Heiden] , herre, an dich gezogen
[...]; / des wis er [=
ir
] geleite, / in deme sie sicherliche
/ wandern zu dime riche Vät
31714
1.2.2
bildl.:
minne ist ze himel sô gefüege, / daz ich si dar geleites bite
Walth
82,9;
er was gar aller sælde vol, / wan daz im brast an guote, / daz edeles
herzen muote / bieten muoz geleite / ze hôher werdekeite KvWEngelh
267;
dô trater in daz geleite / betwungenlîcher sorgen
Tr
2070.
–
Minne, hôhe sinne solten dîn geleite sîn Neidh
WL 34:8,3;
si [
die vrouwen
] sint ein
sul der vrümikeit / und der eren ein geleit StrFra
444
2
deutlich im Hinblick auf rechtliche Verhältnisse spezialisiert:
‘landesherrlicher Rechtsschutz’ gegen Gewalttätigkeiten und
Überfälle (vgl. 2HRG 1,1481-1489; LexMA 4,1204f.; s.a. DWB
4,1,2,2982-2997; DRW 3,1581-1588; WMU 1,612f. mit zahlreichen weiteren mhd.
Belegen)
2.1
eigentl.
2.1.1
für Gesandte, Unterhändler, Fürsten:
dô bôt in [
boten
]
rîche gâbe Gunther der künec guot, / und scuof in sîn geleite
NibB
164,4;
der künic hiez mit geleite die boten vlîzeclîche
bewarn ebd.
738,4;
geleit gap er
[Kaiser] im [Herzog]
sicherlîch / in daz lant ze Œsterrîch EnikWchr
27711.
27693
2.1.2
für Straftäter, Angeklagte, Zeugen; Besiegte:
jst, daz ein rovbær [...] wil in div stat vnd
bitt den rihtær vmb glaitt, der rihtær sol im dehainz geben
UrkCorp (WMU)
3452,27.
3452,30;
der rihtær [...] sol in fvr laden zedrin
tagedingen; vnd kvmt er fvr ane gelaite, so riht ez nah rehte SchwSp
69a;
frid unde guot geleite / gap im der künic umb daz
leben KvWTroj
5266;
Mühlh
173,2.
– mit Richtungsangabe:
[die Gegner] twungen in daz er die stat / gap
und sie geleites bat / in Imbrun daz einlant RvEAlex
9648
2.1.3
zur Sicherung des Handelsverkehrs, auch der Reisenden, häufig verbunden
vride/ schirm/ sicherheit und ~
:
mîn geleite unde mînen fride / den wil ich in enbieten. er büezet mit
der wide, / der an iht beswæret die unkunden herren. / des sîn âne sorge; in
sol in mînem lande niht gewerren Kudr
296,1;
dar zv nemen wir die burger von Colmer allesamet in vnseren vnd des
riches schirm vnd geleite, daz si frideliche vnd sicherliche varen
mvͦgen vmbe ir geschefde als verre, so des riches gewalt reichet
UrkCorp (WMU)
372,36;
swer auch reitet, get oder vert auf vnserr stat jarmarcht, der hat
vnser gelaitte vor dreyͤ tag ebd.
N763,4;
StRSchlettst
45.
–
da mit wil ich dir geleite geben, / ware du wilt in dem lande varn
SalMor
229,4.
654,4;
bildl.:
untriuwe ist in der sâze, / gewalt vert ûf der strâze: / fride und
reht sint sêre wunt. / diu driu [nämlich êre,
varnde guot, gotes hulde
]
enhabent geleites niht, diu zwei enwerden ê gesunt Walth
8,27.
– für Sachen:
der selb wein hat auch vnser gelaitt vnd sol auch freilich
fuͤr gen an zol vnd an all mavtt UrkWittelsb
2,174
(a. 1311);
dekein brûder sal iemannen oder iemannes gût nemen
in sîn geleite StatDtOrd
58,5.
–
geleites biten, gern, muoten u.ä.:
ist aber vnvride in dem lande vnde mvͦtet ein koufman
geleites, daz mag im ein herre [der
Gebietsherr] wol geben SchwSp
91a;
ist ez ein koufman, / sô möht er wol geleites
gern / und dar umbe sîner miete wern Wh
115,29;
OrtnAW
255,4;
RvEGer
1338;
SalMor
671,5;
Ortn
267,4
2.2
übertr.
2.2.1
‘Geleitgeld, Straßenzoll’
so sol man ouch von vnsern wegen daz gelait nicht vordern noch nemen,
wan von den, die ez ze recht suͤln geben UrkCorp (WMU)
2290,41;
wir [...] lazzen auch ab alle die
zoͤlle vnd div geleit, die [...] niwes auf
gesetzet waren UrkCorp
1539,4;
ir man, der wære belegen tôt / ‘von eime der ân
geleite vert [...] ’ [ohne G.
bezahlt zu haben]
Wh
115,19;
SSp(W)
2:27,2;
UrkFreiburg
1:176,36
(a. 1265);
StRPrag
33.
– i.S.v. ‘Geleitamt, -erhebungsstelle’
her giͤbet uns ouch thusend mark loͤtiges sylbers an
sime geleyte, daz in der stad zuͦ Erforte itzunt lyͤgit
UrkJena
123
(a. 1331)
2.2.2
‘Geleitgebiet, Geleitstrecke’
wirt abir ieman berovbet in eines herren gerihte oder geleite vnd daz
nit geschehe von sinem gesinde [...], dem sol der
lantfride beholfen sin, daz wider zu dune UrkCorp (WMU)
879W,25;
vomme zolle sol der bischof vride bern menlickeme in dem sime geleite
oder der banmile. daz geleite gat also verre: vomme spital in der
Cruͦtenouwe vnz an Creften [...]
UrkBasel(S)
9,21
(um 1270);
SSp(W)
2:27,2;
SchwSp(W)
167,3;
WeistGr
1,534
(a. 1324)
2.2.3
‘Recht auf Geleitausübung’
nu was ein gewaltic man / in der stat dâ vür bekant /
daz imz geleite was benant: / von dem künege het er daz Wh
112,24;
wir uerbiten [...], daz niman den anderen
durch taz lant geleite umbe iechein guͦt, er enhabe daz geleite von
deme riche UrkCorp (WMU)
494,5;
den selben marcht mit den vriheiten, geleitten und eren
[...] bestetigen wir UrkHeilbr
61,32
(a. 1333);
UrkÖsterrErbl
161,34
(a. 1307);
UrkLpz
1,26
(a. 1346)
2.3
Verbindungen;
jmdn./ etw. in sîn ~ nemen:
swelich herre den andern in sîn geleite nimt, er gebe im drumbe oder
niht, er sol im ze rehte gelten swaz im genomen wirt in sînem geleite
SchwSp(W)
167,2;
got in in sîn geleite nam LivlChr
846;
UrkCorp (WMU)
372,36;
StatDtOrd
58,5.
– jmdm. sîn ~ brechen :
Kyngrimursel och verkôs / ûf den künec
[...], / daz er im sîn geleite [das
K. Gawan zugesichert hatte] brach Parz
428,29;
geschæh aber, daz ein herre dem andern [...]
sin geleite bræch, so sol der herre, in des land ez geschehen ist, schaffen,
daz ez in vierzehen tagen widergetan werd UrkCorp (WMU)
1800A,20.
–
guotez ~
:
wilt he kuͦmen in die stat van Kolne bit guͦdeme
geleide, dat man jeme beszerin sal na der stede rehte UrkCorp (WMU)
83,23;
En
2776;
Herb
5968;
Parz
720,15;
NibB
1090,2.
1098,1;
KvWTroj
5266
3
für Maßeinheiten (vgl.
leite
stswF.);
‘Wagenladung’
pheodum seu piscariam [...], vulgariter dictam
ain ahtentail ainer traht, et quartam partem unius gelaites pertinens predicto
pheodo dicto traht [...] vendidit UrkSalem
2,424
(a. 1292).
–
‘(auf dem Wagen mitgeführtes) Transportbehältnis; Maßgefäß’
wir [...] veriehen offenbar mit dem prief, daz
wier [...] dy aygenschaft der zwayer glayt dez zehentz
pey dem Nevnmarkcht [...] geben hann Christann dem
Gugelein UrkEnns
7,250
(a. 1351)
MWB 2 322,9; Bearbeiter: Bohnert
geleiter
stM.
‘Führer, Begleiter, Beschützer’
wie mohte ich noch gereichen dar / ane uwer helfe beider [Maria
und Johannes Ev.] , / ir enwoldent dan geleider / min willig sin an
dirre fart EvStPaul
10881.
1045
(duces);
dar umb wartent si [Wachteln] danne
irr gelaiter, daz sint die kræen, der vliegent vil mit in und behüetent si vor den
häbichen BdN
182,25;
sô scholt dû [Mensch] dich vor
gewarnt haben gewisser gelaiter [...], die dich
sicherleichen füeren ebd.
182,30
MWB 2 324,25; Bearbeiter: Bohnert
geleitesman
stM.
Pl. -liute (nur MGHConst ).
1
‘der Reisenden das geleite stN. gibt, ihren Schutz
gewährleistet’
2
‘Beamter des Geleitamtes, Verwalter des Geleitgeldes’
3
‘Führer, Heerführer’ , als alternative Übers. von lat.
dux neben herzoge
1
‘der Reisenden das geleite stN. gibt, ihren Schutz
gewährleistet’
fure imant durch unse lant unde gebe sin geleite unde kundegte unsin
ammechtmannin unde unsin geleitslutin, daz her in unseme geleite fuͤre
MGHConst
4:1234,37
(a. 1311);
nu gebent rât, her Hildebrant, / gênt uns ein geleitesman: / sô rîten vor hin
in daz lant Virg
658,12.
–
Karlle bat sante Dionisye, / dat hey syn geleytzman were KarlGalie
8595
2
‘Beamter des Geleitamtes, Verwalter des Geleitgeldes’
her giͤbet uns ouch thusend mark loͤtiges sylbers an sime
geleyte, daz in der stad zuͦ Erforte itzunt lyͤgit
[...]; daran sulle wie von stade itzunt treten und
sullen eyn geleytsman setzen UrkJena
123
(a. 1331)
3
‘Führer, Heerführer’, als alternative Übers. von lat.
dux neben herzoge:
die fuͥrsten Iuda sint ir hertzogen ir geleites manne PsAlem
67,28;
ein geleites man ein hertzoge dez weges bist du in siner angesihte gewesen
ebd.
79,10
MWB 2 324,35; Bearbeiter: Bohnert
geleitgëlt
stN.
nur geleite-, -de(s)-.
‘Geleitgeld, Schutz-, Straßenzoll’
daz wir die lantstrazen alle [...] und ouch alle
kouflude schuͦren und beschirmen sullen [...],
vormitz doch deme geleidesgelde, daz man uns davon schuldig ist UrkMosel
2:291,2
(a. 1334);
und hat auch binnen dem genanten geleyde [Geleitgebiet, s.
geleite stN. 2.2.2
] nieman kein
geleyde zu geben oder kein geleydegeld zu nemen, denn unser herr von Menze
WeistGr
1,534
(a. 1324);
als er sin geleydegeld syme zolner zuͦ Dilnheim gegebin hatte
UrkWetzl
1,664
(a. 1349);
den zol und das geleitegeld DRW
3,1596
(Würdtwein, Subs. IV 284; a. 1337);
UrkFriedb
214
(a. 1357)
MWB 2 324,55; Bearbeiter: Bohnert
geleithaft
Adj.
‘Geleitgeld (geleite
2.2.1) betreffend’
ist aber, daz ein gast verzollet ein geleitehaft gut [ein Gut,
von dem Geleitgeld zu zahlen ist]
StRFreiberg
237,28
MWB 2 325,5; Bearbeiter: Bohnert
geleitic
Adj.
‘gelenkig, geschmeidig’
sîn [Jesus] ganc was nit unstaete / noch
ungestüemer taete / und was geleitec doch genuoc WvRh
6412;
sîn vinger wâren [...] / geleitec ebd.
6382;
ir wâren driu hundert, / der ros geleitic [leicht
zu lenken] unde snel UvZLanz
645
MWB 2 325,9; Bearbeiter: Bohnert
gelême
Adj.
‘bieg-, schmiegsam’ wie Lehm (leim; vgl. PfälzWB
3,174 gelehm); übertr. ‘zahm’
sus wart der arge lewe guͦt, / geleme sam ein junges [La.
junger
] wider: / er stracte sich vor ime nider, /
weibezelen [schweifwedeln] er began Elis
3229
MWB 2 325,15; Bearbeiter: Bohnert
gelende
stF.
(oder stN.?)
Koll. zu
lende
F.
‘Nieren(gegend)’
got durch svchit din [l. diu
] hercin vnd
di gelende [
scrutans corda et renes
Ps 7,10
]
BrHoh
7
MWB 2 325,20; Bearbeiter: Bohnert
1gelende
stN.
Koll. zu lant.
‘Land, Gefilde’
er wolde / in dem heiligen gelende / hie sînes lebens ein
ende / haben Kreuzf
8013;
[die Schnabelmenschen waren] so schnell und so behende /
das sy uff dem geleinde / erluffen [...] alls, daz da
loffes pflag GTroj
15990;
Hätzl
1:20,6
MWB 2 325,24; Bearbeiter: Bohnert
2gelende
stN.
zu
lenden
swV.
‘Landung’,
gelende nemen
‘landen’
ein koufschif [...] sîn gelende dâ
genam Tr
2154;
dô si zÎrlande kâmen, / ir gelende dâ genâmen, /
[...] Tristan den anker werfen bat ebd.
8676.
15566;
KvWPart
3010.
12785;
KvWTroj
7248
u.ö.
–
vil maniger vf dem griesz / von Gaweins henden / nam vnselig gelende. / hie
hatt der turnoy ein ende Krone
18584
MWB 2 325,30; Bearbeiter: Bohnert
gelender
stN.
Koll. zu
lander
.
‘Stangenzaun, Geländer’
swer gen dem chorn gelanter, tulle oder zaun hat, der sol daz
chorn da mit befriden StRMünch
285,13;
Hätzl
2:33,38
MWB 2 325,38; Bearbeiter: Bohnert
gelenke
Adj.
‘gelenkig, biegsam, geschickt’
gelenke reht als einem kinde / wâren im [dem toten hl.
Franziskus] der glider bein LvRegFr
4081;
ein wîbel vil gelenke / nam mîn dâ [in der
Badstube] mit dienste war Helbl
3,30.
1,1252;
ich gevriesch nie kunder / sô starc noch sô gelenke Schrätel
107;
die [
wizen beine
] lagen so gelenke ufem
ors zebeiden siten JTit
5449,1;
PrLpz(L)
36,5;
PassI/II
367,19.
225,69;
Freudenl
152.
– übertr.:
dri ecke sint der sele bi, / snel und gelenke, behende, die sint tiur
Frl
7:9,12.
– mit Dat. ‘folgsam’
diu Êre [...] was den rehten vuogen zam, / gelenke
guoten dingen unt missewende widerbrühtec ie RvZw
77,6;
Frl
5:10,3;
FrlSuppl
12:206,59
MWB 2 325,42; Bearbeiter: Bohnert
gelenke
stN.
Koll. zu
lanke
.
1
‘Lendengegend, Taille’
2
‘Gelenk’
3
‘Gewandtheit’
4
‘Wendung, Verlauf’
1
‘Lendengegend, Taille’
si [Röcke der Frauen] wâren
gefischieret vil / mit zwein gürteln an der krenke, / ob der hüffe ame gelenke
Parz
232,30;
irn gesâht nie âmeizen, / diu bezzers gelenkes pflac, / dan
si was dâ der gürtel lac ebd.
410,3;
KLD:BvH
1:3,4
2
‘Gelenk’
der ander [
arzet
] diu gelenke, / diu
sêric werdent oder wunt, / mit ander künste macht gesunt HvBer
7227;
diu wât zuo den gelenken / stuont wol nâch im geschræmet
KvWTroj
2980;
gezieret wol zen orten / und mit gesteinten borten / an den
gelenken umbenât ebd.
7485;
Brun
4372
(iunctura femorum
Ct 7,1).
5379;
Minneb
195
3
‘Gewandtheit’
ir sult [...] der vetre werc gedenken, / die sie
taten mit gelenken Macc
1940.
– bildl.:
waz er [Dichter] dines
[Maria] lobes grueze / schone mit gelenke /
[...] kunde schallen Rumelant
3,53b;
[Hochmeister Karl von Trier] konde mit gelenkis bunt
/ sô wol sîn rede machin, / daz sîne widdirsachin / in joch gerne hôrten
NvJer
24095
4
‘Wendung, Verlauf’
diz habe ouch ein gelenke / daz sich unser prîs iht krenke UvEtzWh
1995;
des endes ouch gedenke / und suech ein gut gelenke, / daz der arme mensch zu
ruͤ / kume uz der sunden dru TvKulm
652;
Hiob
1311
MWB 2 325,56; Bearbeiter: Bohnert
gelenket
Adj.
‘mit einem gelenke (Taille) versehen’
von Tenabroc [...] / stuont dâ
Clârischanze ein süeziu magt, [...] / als ein âmeize
gelenket Parz
806,26
MWB 2 326,18; Bearbeiter: Bohnert
gelenklîche
Adv.
‘gelenkig, mit Leichtigkeit’
die [Reiter] sach man
[...] / uͤberwerfen unde wenden, / die orss
gelenchleich prauchen Suchenw
8,105
MWB 2 326,22; Bearbeiter: Bohnert
gelenze
stNM.
überw. glenz(e).
‘Frühling’
ver: glentz VocOpt
56.034;
wenne die zit des gelenczes aller krefteklichest die natur des menschen
zuͦ vnkúschekeit beweget ElsLA
178,7;
wenne der glencze ist warm vnd fúhte ebd.
178,24.
180,1.
– bildl.:
von dem hilmenschen [himmlischen] glenze
Martina
Überschr. vor 249,69;
daz glenze in glanzer wete / wirt zehimel iemer stete / fri vor allem
vngewitter ebd.
250,51
u.ö.
MWB 2 326,26; Bearbeiter: Bohnert
gelenzezît
stN.
‘Frühlingszeit’
diz kvrze glenze zit / hie der welte frode git Martina
250,43
MWB 2 326,35; Bearbeiter: Bohnert
gelërnic
Adj.
‘gelehrig, leicht und eifrig lernend’
wol gelernic und vernünftic / was der süeze fürste junge. / arâbischer zunge /
mit lêre gie er vaste nâch UvEtzWh
3680;
der jung herr gar gelernig was: / alles das man vor im loss, / das chund er
pas alczu handt / denn dye andern alsandt Seifrit
601;
WernhMl
827;
sîn sin was âne zil / gelernic unde verstanden AristPhyll
79.
– von Tieren:
under den vierfüezigen tiern ist daz fräwel vil gelerniger
wann daz mändel BdN
116,9;
daz die hund gelernigiu tier sein zuo allen spiln ebd.
125,3.
3,10
MWB 2 326,37; Bearbeiter: Bohnert
gelëse
stN.
‘Text’
die grossen buch und ir geles / tunt rehte meister schriben
Physiogn
38;
di wort und ir geles [Einsetzungsworte der
Eucharistie]
JvFrst
2086;
Jesus weste al geles [auf ihn bezügliche
Schriftstellen] / und swaz im zûkunftic was ebd.
3928
MWB 2 326,48; Bearbeiter: Bohnert
gelest
Part.-Adj.
→
glesten
MWB 2 326,54;
gëlf, gëlpf
Adj.
Adv.
auch gelp
MarHimmelf .
1
‘helltönend, laut’
2
‘glänzend, strahlend’
3
‘gelb’
4
‘munter, fröhlich’
5
‘übermütig’
1
‘helltönend, laut’
diu [...] vogellin / uͦbeten also gelpfen
braht [...], / daz holz berck unde tal / in geliche gegen
gal Ainune
84
2
‘glänzend, strahlend’
diu sunne liehter unde gelpfer ist danne wir dâ sehen PrBerth
1:391,26;
MarHimmelf
1165;
ein pfelle, gelpfer danne ein gluot Wig
10544;
NibB
798,2(La.);
JTit
990,2;
ûz iegelîchem orte schein / ein alsô gelpfer rubîn
Iw
625;
Er
1562;
Hawich
4334;
ê wâren im vür wâr / diu ougen gelph unde klâr Greg
3436.
3391.
– von Blüten, Blumen:
in [den anger
] hete
wol des meigen schîn / mit gelpfer bluot geschœnet KvWTroj
9613.
16223;
vil bluomen blâ und gelfe Loheng
5680;
KvWLd
7,3;
TvKulm
34.
–
liehte bluomen unde gras / hânt ir gelfen unde ir
wünneclichen schîn verlorn KvWLd
12,3.
7,47;
des vil liehten meigen bluot / gelpf in dîn herze glîzet
KvWTroj
15697;
MarHimmelf
1173;
– von Farben:
grüener danne ein gras / oder iht daz gelfe grüene hât
KvHeimHinv
393;
in gelpfer wîze Helbl
7,449;
ieslich varwe ist gelfer in ir blüenden niuwe Marner
5,33;
KvWTroj
10486.
–
diu welt was gelf [lag in glänzendem Licht] ,
rôt unde blâ Walth
75,25
3
‘gelb’
daz har [...] / noh gelpfer vil danne wahs
Martina
219,26;
der groze lowe gelf [: welf
]
[...] mit der megde spilte ebd.
177,73
4
‘munter, fröhlich’
gelpher tumber liute reit mit ir genuoc Kudr
12,1;
vil manic gelfer man Bit
8789.
2447;
subst.:
vil gelfer fuor dar under Kudr
673,4.
–
wie dû dînen gelphen muot / mit leide verkiusest Er
8105;
daz dû dînen gelphen lîp / solt als unlange hân ebd.
8167;
unheil was mir gevære. / des habe ich selten gelfen sanc HartmKlage
1713;
iron.:
gelphez lop RvZw
74,12
5
‘übermütig’
haiden di gelfen / habent uns scaden getan Rol
6536;
Teichn
521,40;
sô mugen elliu wîp / [...] tragen
gelpfen muot / gegen ir manne NibB
673,3;
dû muost [...] wider mich sô gelfer worte enkelden
Neidh
SL 20:6,2;
Ottok
76879
MWB 2 326,55; Bearbeiter: Bohnert
gëlf, gëlpf
stM.
Pl.
Kchr
16265.
1
‘Brüllen, Bellen’
2
‘Geschrei; Tumult, Lärm’
3
‘Ausgelassenheit, Fröhlichkeit’
4
‘Verwegenheit, Kühnheit, Übermut’
4.1 allg. 4.2 übertr.;
1
‘Brüllen, Bellen’
der [
lewe
] sinen toten
welffe / mit sinem luten gelffe / lebendig machet Minneb
3488;
Frl
3:17,1;
der hunt, / des gelff kan wilt erkriegen FrlSuppl
11:208,4;
Mügeln
381,8
2
‘Geschrei; Tumult, Lärm’
michel wart ir gelpf, / von bûhurt und von springen, / von
tanzen und von singen Kchr
180.
10054;
vil michel wart der ir gelpf; / diu ougen si in ûz prâchen
ebd.
14273;
jener vûr mit gelfe / und hâte ein mehtigez her Eilh(L)
66;
in disme schalles gelfe RvMunre
624;
ir gelf, ir lut ist: ‘crona, künig, cröne’ Frl
1:8,5;
Herb
1575.
5327;
EbvErf
592;
Rab
507,6.
–
‘Kampfgeschrei, Schlachtruf’
ouch huoben di juden ir gelpf, / si bliesen ir wîchorn
Kchr
10061;
mit freyden vnd mit gelffe / ben ich kommen dy czuͦ hilffe
KarlElegast
1482;
GTroj
18444.
13617.
19015;
SAlex
1434;
GrRud
Cb 19;
UvZLanz
8349;
Alph
1339
3
‘Ausgelassenheit, Fröhlichkeit’
unz wir von schimpfes gelfe / hin zu dem ernste kumen PassIII
25,31;
Vät
15648.
4452;
daz si [gemarterte Heilige] gar zu gelfe / alle
dise not vertruc. / swie vil man iren lib gesluc, / daz duchte sie ein gelucke
PassIII
342,96.
–
sint waren mit gelfe / die burgere vomme troste
GrRud
F 49;
dô er was mit gelfe LBarl
15620.
–
‘Spott, Hohn’
als si [Götzenpriester] zu ubeleme gelfe /
[...] sin [hl.
Dionysius] wolden ramen PassIII
551,10;
so sul wir [...] / den licham
[...] / schenden lesterlich genuc / und werfen in
ein vuwer. / da sal im werden tuwer / allerhande helfe, / untz er nach unsem
gelfe / verbrinnet PassI/II(HSW)
11580
4
‘Verwegenheit, Kühnheit, Übermut’
4.1
allg.:
haiden uermezen / ilten zu irn rossen [...]. /
Roͮlant sach si zu uarn; / er sprach: ir gelph ist inoch so groz
Rol
5241;
die zît [unterdessen] wart
disen recken in gelfe vil gedreut NibB
430,1;
Terramêr [sein Heer zum Kampf
aufrufend] mit gelpfe sprach Wh
44,1;
HBirne
414;
do nach valschem gelfe / der ungetruwen iuden diet / unseren herren
verriet PassIII
215,4.
502,34;
Kchr
16265;
UvZLanz
3769;
des wart Wellis benomen / der hoemoet mit dem gelpe Karlmeinet
494,23;
auf ein Tier bezogen:
in [Jäger] zerreiß der ber in
zornes gelfe Mügeln
59,10.
–
wa nu di mir [König
Marsilie] heluen wellen, / daz wir die
gesellen [Roland und seine Kampfgefährten] /
ir gelphes widerprengen [davon abbringen]
Rol
5701;
StrKarl
6755;
des [eines im Zweikampf besiegten Gegners]
gelf der wart von im gesant / vil verre Bit
2550.
– unsicher, ob hierher:
ir [Maria] lîbes
burde [d.h. Leibesfrucht] / nie bekuchet wurde
/ von deheines mannes gelphe Wernh
3683
4.2
übertr.;
‘übermütige Tat’
daz [Siegfried anzugreifen] was ein grôz
übermuot [...]. / ez ist mir immer swære / daz ir
den gelf habet begân Bit
12885.
–
‘übermütige Worte, Reden’
[Rüdiger kommentiert die kampflustigen Reden der Berater
Gunthers, dem er als Bote Krieg angekündigt hat:] möht ich
dem gelfe entwîchen, / daz tæte ich [...]. / swie
vil ich hœre der übermuot, [...] sô sol iu wesen
widerseit Bit
6646.
–
‘übermütiger Mensch’
man list von einem grozzen gelf [l.
graffen gelf? vgl. Teichn 158,40. 603,32
(App.)] , / der waz ungerecht von jugent
Teichn
158,32
MWB 2 327,31; Bearbeiter: Bohnert
gëlfe, gëlpfe
stF.
1
‘Glanz’
2
‘Anmaßung, Übermut’
1
‘Glanz’
zuo der lûterkeit unde zuo der schônheit noch zuo der gelpfe die diu sunne
hât, dâ kan sich niht zuo genôzen hie in dirre werlte PrBerth
1:539,29;
von golde glîzet dîn wât, / diu maniger gelfe varwe hât
KvHeimHinv
266
2
‘Anmaßung, Übermut’
in übermuotiger gelfe / von Francrîch Philip sprach
Ottok
32755.
47374;
in maniger gelfe / der burgære jach, / swaz im der tiuvel
vor sprach, / daz lobt er unde swuor ebd.
33589;
ich bite dich sundir gelfe Brun
6968
MWB 2 328,31; Bearbeiter: Bohnert |