gerulle
stN.
‘Geröll’
daz sint di engel di got warf / nyder in dis gerulle scharf /
durch hochvart von dem himel hoch Hiob
10186
MWB 2 520,26; Bearbeiter: Richter
gerûme
Adj.
‘geräumig, groß’
[die Tafelrunde] ist sô breit, daz volle stat / wît und
gerûme dar an / wol vünfhundert ritter hân HvFreibTr
1335;
seht, wa die mure entzwei trat / und lie wesen als da vor / an ir ein gerumez
tor! PassIII
282,72;
in curzen stunden / quâmen si an eine flûme / grôz und
gerûme, / di was Eufrates genant SAlex
6730;
Iw
6749;
Ottok
85845.
– übertr.:
boum ol daz heilet gerne / und ist gesunt zu der brust /
brengende gerume lust / an aze und an tranken Daniel
2112
MWB 2 520,29; Bearbeiter: Richter
gerûme
stN.
‘Raum, freier Platz’
nû hiez der von Brâbant / brucken sâ zehant / über den
selben phlûm, / daz si wol mit gerûm / zuo einander riten Ottok
58488;
da von hab wiͤr all gerawm / daz wir nicht an ein
ander dringen Teichn
385,22;
sol got eigenlichen und adellichen wúrken, so ist des not das
ime ein stat und gerum gegeben werde Tauler
182,3
u.ö.
MWB 2 520,39; Bearbeiter: Richter
gerûmelîchen
Adv.
‘geräumig, weit’
uf dinem eygenen wirt an dem tage weyden das lam gerumelichen
[
spatiose
]
Cranc
Jes 30,23
MWB 2 520,47; Bearbeiter: Richter
gerûmiclich
Adj.
‘geräumig’
daz [
mære
] hât dâ
[bei dem ablehnenden Zuhörer] ninder stat, / und vil
gerûmeclîchen pfat, / zeinem ôren în, zem andern für Parz
241,24
MWB 2 520,50; Bearbeiter: Richter
gerummel, gerumpel
stN.
‘Unruhe, Durcheinander’
e man es wenet, so enwisset ir nút me darumbe
[von Gottes Wort] und [...]
ist des leiden gerummels also vil Tauler
130,3.
238,14;
an der driten nacht umbe di hanenkrat, so wart uzermazen groz gedumele und
gerumele in deme kirchofe van den dufelen HlReg
45,1;
eyn mensch, wan er noch ensehet noch enhoͤrt
uszwendich, so fint er aller leye bilte in im, [...], und
ist da vil gerumpels in Seuse
522,1;
wie were daz múglich, daz alles daz gerúnbel, daz sich
zwenzeg jar an ein stat semnot [ansammelt] , daz sich daz
als bald lass us stossen? ebd.
364,16
MWB 2 520,54; Bearbeiter: Richter
gerumpfen
Part.-Adj.
zu
rimpfen
stV.
‘runzelig, faltig’
(s.a.
gerunzelet
):
div hut ist dem alten / von alter och geualten / sin antlüt gerumpfen / sin
hut gar verkrumpfen Martina
124,91;
er was gerumpfen unde krump, / grâ und sam ein kint sô tump LBarl
1488;
swarz unde gerumphen En
2737;
RvEBarl
1235;
WhvÖst
3611;
HvNstAp
17919;
dicke man iuch trûren siht / unde sorgen alle zît: / nôte ir gerumpfen sît
Helbl
8,548;
gerumphen als ein ungers zager [wie ungarisches
Leder] / was in diu hût zuo den riben Parz
184,14.
–
‘verwelkt’
blvomen [...] werdint blint / einis tagis vnde sal /
bleich gervnpfin vnde val Martina
44,78
MWB 2 521,3; Bearbeiter: Graën
gerüne
stN.
Koll. zu
rone
swM.
Bed. unklar, wohl ‘verwüstetes Land, Einöde’ oder
‘Haufen von umgestürzten Bäumen, Verhau’
diu scham treip in in ein hol / dâ vor grôz gerüne was
Wig
5918;
von deme waren gotes sune / biz zu der hellen gerune, / da
Crist den roub inne vant HeslApk
2494.
3496.
10677
MWB 2 521,17; Bearbeiter: Graën
gerûne, geriune
stN.
auch geriume.
1
‘leises Sprechen, Geflüster, Raunen’
2
‘heimliche Beratung oder Absprache’
3
‘Gerede, Gerücht’
1
‘leises Sprechen, Geflüster, Raunen’
also demo einhurnin niman geuolgenne mag. sone mag ouh nehein
man uernemin daz gerune unsiris trotinis ÄPhys
3,11;
das senfte stille gerúne in dem der herre kam, das was der
heilig geist Tauler
228,26;
vnde sol da [während der
Tischlesung] sin grozv swichlichi daz im incheins
gervne [
mussitatio
] noh incheins stimme
hoͥrre wand des der da lisit BrEng
38;
SAlex
3161.
– Gebet des Priesters während der Messe:
dar nâch sô hebet der priester daz êrste geriume an PrBerth
1:500,1;
swenne der brîster ob dem alter stât, / under dem geriune
dâ / entsliezent sich die himel sâ Erinn
163.
–
‘Einflüsterung’
mit gerune, mit geblas [Säuseln] / senfte er
[der Teufel in Schlangengestalt]
ver [d.i. vrouwen
] Even zu / sprach
TvKulm
258;
Tauler
191,22;
Seuse
312,4
2
‘heimliche Beratung oder Absprache’
nû hât aldâ inbinnen / der beseznin houbitman / zu den brûdrin sich getân / in
tougim gerûne NvJer
5109
3
‘Gerede, Gerücht’
diekein ûbel rede an gerûne [
in
susurriis
] , an aftersprâche,
[...], an strîtworten oder îtelen worten sal gên ûz
dekeines brûderes munde StatDtOrd
48,35;
ez was noch sô niwe / daz geriun und daz gebriwe, / daz man
darumbe niht enweste / in dheiner des herzogen veste Ottok
55756;
mit warheit ane geriune Martina
292,8;
Tr
11195
MWB 2 521,24; Bearbeiter: Graën
1gërunge
stF.
‘Verlangen, Wunsch, Wille’
(vgl.
begërunge
)
1 allg. 2 in positiver Wertung ‘(inbrünstiges) Streben’
3 in negativer Wertung ‘Begierde’
1
allg.:
wat zungen möcht din gerung sagen, / wiͤ gern du heds
dat krüz gedragen MarlbRh
123,35;
Brun
8572;
Vät
25339;
die gerunge der propheten Mechth
1: 44,27;
[des Teufels] gervnge tvn EvAug
237,3;
bi der gerunge [Hungergefühl] dez
magen MNat
8,4.
– hierher auch (vgl. Anm.z.St. und AWB 4,238) zur Übers. von lat.
concupiscentia:
[der Elefant] nehebit neheina lihhamhaftiga geruma
[Verlangen nach dem Paarungsakt]
ÄPhys
8,3;
[frei] uón allen unrehlihon gérunon ebd.
8,12
2
in positiver Wertung ‘(inbrünstiges) Streben’
din reine gerung wart volbracht, / din reincheit bleif in
irer macht MarlbRh
86,25;
hab [...] gervnge nach der girde
[nach tvgenden
]
PrBerthKl
7,56;
kein creature mag vol gedenken der selen gerunge ze gotte
Mechth
5: 31,2;
in der crone siht man vier tugende: wisheit und kummer,
gerunge und behaltnisse. got gebe úns allen die krone! ebd.
1: 46,54.
1:2,7;
DvAStaff
582.
– die aus dem Verlangen resultierende innere Haltung:
[Mariens] gerung [...] was
diͤ porz [Pforte] , da
he [Gott] in giͤnc MarlbRh
6,15;
er [Gott] sach an
sines [Moses’] hercen gervnge
DvAStaff
227;
ir gêrunge nicht verdarb, / die si uz reinem herzen truc PassIII
276,20.
– mystisches Verlangen nach Gott:
die fúrige gerunge, die ich habe na dir
Mechth
7: 45,9.
3:22,12
3
in negativer Wertung ‘Begierde’
di gerungi des vlaischis BrZw
7;
di bose gerunge Brun
3269;
von irdischen gervngen vnd von vnedeln siten der erden
DvAPatern
130;
[der Teufel] machet die gerunge also wit / daz ir die sele
niht wol mac / gelosen ane schaden slac Vät
6086;
daz ich mein gerunge / also besnîden muͤz / daz mir
immer unsuͤze / allerhande unchiusche sei GvJudenb
384
MWB 2 521,52; Bearbeiter: Graën
2gërunge
stF.
zu
gërn
stV., s.a.
jësen
stV.
‘Gärung’
alse der nv́we most, der in der gervnge vs dem vasse brichet
von der hizze DvAStaff
250;
nu merke, das leym [Tonerde] , noch
der gerunge dem wyne ingegossin, reynit den wyn vnde macht den wyn clar vnd czuhit
di hevin in den grunt Pelzb
140,18
MWB 2 522,24; Bearbeiter: Graën
gerunse
stN.
‘fließendes Gewässer’
dar kam ein wurm [...] in ein gerunse, daz was tief
Virg
284,5
MWB 2 522,31; Bearbeiter: Graën
gerunst
Subst.
‘Geronnenes’
quactum: girunst, quasi coagulatum SummHeinr
2:91,91
MWB 2 522,33; Bearbeiter: Graën
gerunzelet
Part.-Adj.
‘faltig, runzelig’ (s.a.
gerumpfen
):
mine hut ist verderret, / geruntzelt und zuzerret
Hiob
2420;
welhes stirn sleht ist und niht gerunzelt, der ist kriegik
und macht gern krieg BdN
45,30.
46,1.
49,24;
sin stirne breit und gerunzelt sere SalMark
41;
dirre selben vælinne [wilden Frau] / hiengen nider
auf daz chinne / zwen gerüntzelt kinnebachen Krone
9377;
[die Meerjungfrau] hât ainen weiten gerunzelten munt sam
ain sirên BdN
241,2
MWB 2 522,35; Bearbeiter: Graën
geruoch
stM.
‘Beachtung’
da belaib es [das Holz des künftigen Kreuzes
Christi] och vil lange zit / als das unachtberklichen lit /
aͮn [ohne] aller mængkliches geruͦch
WernhMl
9595.
–
‘Bekräftigung’
amen [...] meinet also vil, / als ab
got spreche zur stunde: / ich bin desir heilikeit orkunde. / alsus ist amen ein
geruch Brun
12698
MWB 2 522,45; Bearbeiter: Graën
geruochlîche
Adv.
auch -lîchen,
s.a.
geruowelîche
,
geruowiclîche
.
‘unwidersprochen, unangefochten’ (auch rechtsspr.):
an ander not im den gedanc / vor allen sinen noͤten
twanc, / das er das junvroͮwelin / moht nie des willen sin / mit
gefuͦgen dingen / geruͦcliche innan bringen / won mit gebaͤrde
RvEWh
11768;
der kunic [...] began der widervart,
/ daz er und sîne Bêheim wîs / über der Wîzel [Weichsel]
îs / kæmen geruochlich Ottok
9736;
man müeze mich durch reht gewern, / daz man mir lâz
geruochlich, / swaz wir haben von dem rîch ebd.
4925.
17636.
37085;
sehsthalp phvnt phenninch geltes, daz wier gervechlichen in rehter gewêr
ienneher braht haben von vnsern vordern UrkCorp (WMU)
N505,12
u.ö.;
dô waren im vil tiure / schuohe unde lînwât, / und swaz geruochlîche stât
[was sich unwidersprochen gehört] , / des gienc er
alles irre HBirne
258
MWB 2 522,52; Bearbeiter: Graën
geruochunge
stF.
‘Gewogenheit, Wohlwollen’
dignatio: gnâdengunst, geruchunge VocAbstr
372
MWB 2 523,6; Bearbeiter: Graën
geruofe
stN.
1
‘Rufen, Geschrei’
2 in rechtl. Zusammenhängen ‘Gerüfte’ ; zur Sache vgl.
geruofede
2
1
‘Rufen, Geschrei’
die da vor gingen vf dem wege, / die straften yn da, daz er swige / vnd sins
gerufes sich verzige EvStPaul
9419;
bekant ane gerufe / wart under en die
sachen [Nom.Sg., vgl. Anm.z.St.]
Daniel
7488;
din vreude ist kumen in ein leit / an clegelichem gerufe PassI/II
100,42;
sô mache wir ein gewuofe, / einen schal und ein geruofe / und
rumpeln under einander gar HvFreibTr
2878;
uber ein klein wil darnach horten sie ein gerúf wol als
hundert man zumal rufften Lanc
394,17
u.ö.
– übertr.:
daz geruͤffe der súnden ist so stark daz es úberwunden het min
gebet ElsLA
110,19.
–
‘Prahlerei’
mit grozem gerufe / berumete er sich Vät
16612;
mit michelem gerufe / berumete sich genuger, / wie er als ein kluger /
ouch kluge lute ubersteic PassIII
285,4
2
in rechtl. Zusammenhängen ‘Gerüfte’; zur Sache vgl.
geruofede
2
:
wert er sich aber [...]ob ein geruffe vber in chumt,
so gib vierstunt also vill vnd sey ledig StRPrag
109;
wirt aber der Sachse [...] mit geruͦffe
vuͤr gerichte pracht SpdtL (E)
Ldr 329,2
MWB 2 523,8; Bearbeiter: Graën
geruofede, gerüefede
stN.
auch gerûfte, gerüefte.
s.a.
gerucht
.
1
‘Rufen, Lärm’
2
‘Gerüfte, Hilferuf, Alarmgeschrei’ (zur rechtl. Differenzierung mit zahlr. Belegen vgl. DRW 4,401ff., zur Sache vgl. ²HRG 2,259ff.)
1
‘Rufen, Lärm’
so manen wir des die brûdere, daz sî zu collatio ir swîgen
halden oder von êrsamen dingen âne gerûfede reden StatDtOrd
44,10;
gotes gerufte wirt gehort Hiob
5642;
do machete er ein gereize und ein geruͦfte ober sente Iohannem
PrLpz(L)
79,22;
ir horen hiezens blâsen: / grôz gerûfte dâ wart En
6325
2
‘Gerüfte, Hilferuf, Alarmgeschrei’ (zur rechtl. Differenzierung
mit zahlr. Belegen vgl. DRW 4,401ff., zur Sache vgl. ²HRG 2,259ff.):
[Jesus] brachten si da hin / mit gerufede vber in / vnde
baten da gerichtes PassI/II
63,60;
ebd.
217,7;
die sturmglocke man dô zôch. / es solt diu stat laster hân, /
daz si gein dem einen man / des gerüeftes sich enbarten Wh
114,11;
wie sich die brûdere sulen halden, ob sich ein schal erhebet
oder ein gerûfede StatDtOrd
112,20.
112,21.
114,11;
swer daz gerufte rufit nach eime luderere
[Plünderer] , deme sulin volgin alle die daz gerufte
horin RbGörlitz
131
MWB 2 523,30; Bearbeiter: Graën
geruowe
stF.
‘Ruhe, unangefochtene Stellung’ (rechtsspr.):
daz si daz selb selgeræt solt immer mer mit gerwͦe habn an allen
schaden UrkCorp (WMU)
2995,3;
wirt er dez uͤberwunden [...], so sol ener mit
geruͦ sitzzen StRMünch
341,25
MWB 2 523,51; Bearbeiter: Graën
geruowede
stN.
hier gerûde.
‘Rastplatz, (Feld-) Lager’
alsus half in [ihnen, dem Heer] dî irre, / dô sî
sint geritten vort, / daz sî dî reisinge dort / vunden nâch der mûde / dâ heim an
irm [der reisinge
] gerûde, / unde slûgen in dem
zil / dî selbin und der andren vil NvJer
23439
MWB 2 523,56; Bearbeiter: Graën
geruowelîche
Adv.
auch -lîchen, vereinzelt gerueglich;
s.a.
geruowiclîche
,
geruochlîche
.
‘ruhig, ungestört’
di sele inmac auch ume an nichte so glich werdin so an ruwe, daz si sich
geruwelichin halde Parad
112,26;
das ich gerueglich wol mag schlaffen PsMb
30(Glossar).
– rechtsspr. ‘unangefochten’
da sal de stat inde de burgere van Colne inne sitzen inde bliuen
geruͦlighe UrkCorp (WMU)
43AB,3;
vnd sol denne die Phaphenowe der phapheit giruwilich biliben ewicljch ebd.
680,40
MWB 2 523,62; Bearbeiter: Graën
geruowen
swV.
→
ruowen2
MWB 2 524,8;
geruowet
Part.-Adj.
auch gerawet, gerôet, geruebt,
geruget.
1
‘ausgeruht’
2
‘ruhig, ungestört’
1
‘ausgeruht’
do kam der Spanjol gevarn / mit geruͦweten scharn
RvEWh
9252;
RvEAlex
7381;
geruote liute riten zuo Ottok
51406.
58715;
daz sie deste geruoter quaemen zuo dem strît Loheng
4999.
– mit baʒ:
nû half niuwan sîn sterke / den baz geruoweten man / daz er den prîs dâ
gewan Er
6918;
das wißent irselb wol das er uch
[...] bestritten nit enmocht, er were dann baß
geruget Lanc
624,29
2
‘ruhig, ungestört’
ob dû geruowet gerne lebst RvEAlex
14329;
daz rvͦwe kemerlin ist daz gervͦwete herze von
allen vsseren gedenken vnde sorgen DvAStaff
377.
281;
[Hiob] vridelich geruwet saz
[...] e den er versuchet wart Hiob
594.
700;
PassIII
199,71.
–
daz muoz nu hinnenvür von mir geruowet
ligen [das werde ich von nun an unterlassen]
SM:Te
6: 3,6.
– rechtsspr. ‘unangefochten’ (vgl. DRW 4,406):
meines rechtens aigens, das ich in geruebter gewer gehabt
UrkCorp (WMU)
2085,43;
gerwͦet [...] for aller ansprache ebd.
1139,8.
3301,17;
ein geruebts aigen [...] für allen chrieg und für
all ansprach UrkEnns
6,478
(a. 1344);
swa geistlich closterleute etlich eygen heten gehabt in gewer
[...] jar und tach [...],
ob die fuͤrbaz icht pillich suͤln mit geruͦter hant sitzen
an ansprache MGHConst
5:343,7
(a. 1317).
– in paarigen Ausdrücken:
gervͦwet vnd vnbeswort UrkCorp (WMU)
2642,1;
dat [...] erve ind gût haven, halden ind besitsen
[...] gerast ind gerôet, erflichen ind êweligen
UrkPrivR
149,18
(a. 1349)
MWB 2 524,9; Bearbeiter: Graën
geruowic
Adj.
‘ruhig, sanft’
die tiufel sind fride und ruowe gram, / sô tuont ir diener reht alsam, / die
selten ieman gerüewic siht Renner
7005;
iedoch slahent die
runstâdern [Venen] niht sam die
gaistâdern [Arterien] , dar umb haizent si auch die
gerüewigen âdern BdN
36,10
u.ö.;
zuo dem bereiten tische dîner endelôsen êwikeit,
[...] zuo dem immer geruowigen gesidele DvASchr
384,4;
in got, dâ kein lancheit enist, dâ alliu dinc inne geruowic sint Eckh
2:82,3.
1:180,11.
–
‘ausgeglichen, gelassen’
ein gewis zeichin ist daz daz got in der sele alsus wone daz di sele geruwic
si Parad
112,23;
daz folg was alles in der schar / geruweg unde otmude gar Elis
3318;
rehte als ich uz wendec bin, / sus ist geruwec mir der sin
Vät
13372;
PassIII
199,61
MWB 2 524,40; Bearbeiter: Graën |