g – gâchlîchen gâchmuot – gagen gagen – galander galanderisch – 1galle 2galle – galter galtnüsse – gamerot gamîe – gancheil ganclîche – ganteren ganz – gärmic garn – gartenhuon gartenhûs – 3garwe garwwurz – gastmeisterin gastnusse – gaʒʒenspringer ge- – gebæric gëbærin – gëbendic gebenedîunge – gebietære gebietærin – gebiurischlich gebiurlich – geböume gebôʒ – gebrëst, gebrëste, gebrësten gebrëstelîn – gebrûchic gebrûchlich – gebunt gebunt – geburst geburt – gedâht gedâht – gedense gederbe – gedinge gedinge – gedrange gedrâte – gedünste gedurchtriben – gegate gegatrom – gegenkouf gegenlëder – gegensetzunge gegensidele – gegenwertes gegenwertic – gegihte gegiric – gehaʒʒic gêhe – gehëlfe gehëlfelîche – gehilfe gehilfic – gehœric gehœrlich – gehügenisse gehugesam – geifer geifervrâʒ – geiselrieme geiselruote – geisticlich geistîn – geiʒhorn geiʒhût – gejeitschuoch gejeitvogele – gekünne gël – gelegede gelegelich – gelende 1gelende – gêlîche gelîcheit – gelîchmëʒʒunge gelîchnisgëbende – gelide gelidemâʒe – gêlingen gelîp – gëlm gëlmen – geloup geloup – gëlte gëltel – gelückede gelückederat – gelüstelîn gelustic – gemahel gemahelbettelîn – gemæʒicheit gemæʒiclich – 2gemeine 1gemeinen – gemeinsin gemeinunge – gemerrede gemêrsal – 2gemüete, gemuote gemüetic – gemutzet gemʒe – genâdenschüʒʒel genâdensol – genæmicheit genamʒôn – genemede genende – genëserinne genetzen – genieʒen genieʒlich (?) – genôʒen genôʒgeselle – gensîn gensischen – genuhtlîchen genuhtrîch – genuʒ genuʒt – gephrange gephünde – 1gerat 2gerat – gerëhen gerëht – gereisic gereitære – gerieme geriemen – gerihticlîche gerihtinsigel – geriune 1geriusche – gerouche geröufe – gerte gerte – gerûmiclich gerummel, gerumpel – gêrvalke gerwære – gesaten gesatznissede – gescheftbrief geschefte – geschepfnisse geschepfunge – geschiuwede geschoc – geschrihte geschrîp – gesëhen gesëhenheit – geselliclîcheit geselligen – gesihtic gesihticlich – gesite gesiten – geslihte geslinge – gesnæren gesnarren – gespenstnisse gesper (?) – gespræchelich gespræchetac – gespunst gespür – gestelle gestellet – gestifte gestille – gestrenglîche gestrenze – ge|stunge gestungede – gesuoch gesuochære – geswerme geswërte – gesworn gesworne – getelle getelôs – getougen getougen – getreigeret getrenke – getrüese (?) getrügede – getwædicheit getwædigen – gëtzen getzsal – gevalte gevanclich – gevëderen, gevëdern gevêhe – geverte|lehe gevertinne (?) – gevlester gevlitter – gevrier gevrist – gevülle gevuoc – gewahsenheit gewahst – gewaltroubunge gewaltsame – gewar gewar – gewe gewëbe – gewellen geweltigen – gewërben gewërbic – gewern gewërn – gewiere gewieret – gewinnen gewinnic – gewist gewiste – gewonunge geworden – gewzen (?) gezagel – gezëmelich gezemen – gezît gezîte – gezoc gezogen – gezwîen gezwîge – giefen giege – gifticheit gifticlich – giht gihtboum – gimbîʒen gimme – gippengappen gippentuoch – giric giricheit – gischen gîse – gîtigære gîtige – 1glan 2glan – glas(e)väʒʒelîn glas(e)vënster – gleimel gleimelîn – gleten glêtphenninc – glipfen glise – glocke glockehûs – glôriôs glôriôslich – gluothaven gluothert – goder goedertieren – golf gollen – goltgesmîde goltgesteine – goltreit goltrîch – golttropfe goltvar – gos (?) got – gotesarm gotesbeckære – gotesmordærinne gotesphenninc – gotgeformet gotgelâʒen – gotmeinunge gotmensche – gouch gouch – goukelære goukelbilde – goukelspil goukelsprütze – göumütte, -mutte göu|phâwe – grabe grabe – grâf- graft – gramerʒîe gramerʒîen – gransprunge gransprunge – gras(e)phenninc gras(e)spier – grâvenrëht grâveschaft – grebinc grebnisse – gremiclich grempære – griekech grien – griffel griffelære – grimmetât grimmic – grisegrammen grîseleht – griuslich griuwe – groppe gros – grôʒmüetic grôʒmuoticheit – grüenheit grüenlich – grunderëbe gründic – gruntübele gruntvestære – gruon- gruon- – grütschîn grutte – 1gücken 2gücken – güfticheit güfticlich – gûlen gülle – gumpenîe gunderam – guotdunken guotdunkende – guotswender guottât – gürtelgewant gürtellîn – gymnosophiste
|
gesellenschaft
stF.
→
geselleschaft
MWB 2 558,12;
gesellenwîse (?)
Adv.
Ansatz fraglich (vgl. Anm.z.St.) ‘als Gesellen,
Gefährten’
dû solt der ritter pflegen / unde lîhen unde geben. / dû solt haben gesellen
wîs [Hs. solt sy haben gesellen weyß
] / dâ von
gewinnestû hôhen prîs Wigam(B)
4319
MWB 2 558,13; Bearbeiter: Diehl
geselleschaft
stF.
selten gesellenschaft ( SHort ).
Zusammensein von Personen (meist unter Gleichberechtigten)
1
‘Gemeinschaft, Gesellschaft’
1.1 allg. 1.2 als Freundschaft 1.3 bezogen auf Minne und Ehe 1.4
‘Komplizenschaft’
1.5
‘Zusammenkunft’
2
‘Gruppe, Gemeinschaft, Vereinigung’
2.1 allg. 2.2 näher bestimmt durch den Kontext 2.2.1 auf Reisen ‘Begleitung’
2.2.2 in Krieg und Kampf ‘Gefolge, Kriegerschar’
2.2.3 unter Tieren 2.2.4 durch rechtl. Zusammenhänge definierte Gemeinschaften (weitere
Differenzierungen und Belege vgl. DRW 4,503-511) 2.2.4.1 wirtschaftliche Teilhaberschaft 2.2.4.2 gewerbliche Zusammenschlüsse wie Zünfte, Gilden u.ä. 2.2.4.3 geistliche Gemeinschaften, Kongregationen 2.2.4.4 als Bündnis, Eidgenossenschaft, Schwurgemeinschaft 2.2.4.5 städtische Kollegien 3 übertr./ bildl. 4 sprichw.
1
‘Gemeinschaft, Gesellschaft’
1.1
allg.:
diu swert si in die scheide / mit ganzem vride stiezen; /
mit triuwen si gehiezen / ein ander rehte geselleschaft Wig
7203;
der junge süeze Lîfrenîs / mit aller tât, in alle wîs / er
im geselleschaft erbôt HvFreibTr
95;
di zwen ritter tugenthafft / schwuren da gesellschaft
HvNstAp
17757;
wie salic div sele ist, div daz garnet, daz si dort der
heiligen engele gesellescaft besizzet Spec
140,6;
kan ich [meinem werden
swestersuon
] manlîch dienst tuon, / durch sippe und
durch geselleschaft [als Genosse der Tafelrunde]
Parz
649,15;
künec unde gesinde hæten
in [Tristan] / in guoter geselleschaft
Tr
3489;
sins wirtes zwen sún die machten im gesellschafft die
nacht Lanc
632,26.
595,28;
so ist er schuldig, [...] mit allen den, die in
mit herberge oder mit wielicher geselleschaft inpfahint UrkCorp (WMU)
1653,13;
Plinius spricht, des adelarn federn gemischt mit anderr
vogel federn unwirdischent von nâtûr dar ab und frezzent si und leident ir
gesellschaft niht BdN
167,12.
–
‘Anteil, Beteiligung’ (vgl.
2.2.4.1
):
er ervolget sie ußen der stat und schwur
gesellschafft an der suchung Lanc
589,24;
[die Ratsleute] gebieten, setzen und machen, daz
kein kieser keinen boͤsen heller wehseln sol oder kauffen noch daran
geselleschaft oder gemeinschaft haben sol WüP
63,4.
32,4;
wan der etwaz sieht, der hat geselleschaft
[
consortium
] mit dem, daz er
sicht ThvASu
320,31
1.2
als Freundschaft:
ez was ie under in zwein / ein
geselleschaft [Freundschaft] âne haz
Iw
2621;
daz er daz durch geselleschaft / unsers niwen herren /
und dem lande zêren / geruoche wider geben Ottok
43360
1.3
bezogen auf Minne und Ehe:
dô het der helt unverzaget / enpfangen durch liebe kraft /
unt durch wîplîch geselleschaft / kleinœtes tûsent marke wert
Parz
12,6;
er leistir geselleschaft, / er kürzet ir die stunde /
etswenne mit dem munde / und underwîlen mit der hant Tr
19192.
–
mannes ~
u.ä., ‘Beischlaf’
das si von mannes geselleschaft / niht moͤhtin
werden berhaft RvEWchr
4922;
do twang er si mit sinir kraft / der súntlichin
geselleschaft, / wan er notzogte si / und lag ir an ir willin bi ebd.
29156;
min swester sin gesellenschaft / nit inder e
versmahen sol SHort
6904;
StatDtOrd
80,15;
dâ von wirst dû swanger ân mänleich gesellschaft
BdN
61,5;
swanger [...] ân des mannes
gesellschaft ebd.
150,25
1.4
‘Komplizenschaft’
ob ein brûder engegen den meister oder sînen obersten
geselleschaft oder bôsen rât gehabet hat [
contra
[...] superiorem
conspirasse
] unde darane er wirt funden
StatDtOrd
83,24
1.5
‘Zusammenkunft’
zu brûtloften unde zu rittersamnungen unde zu anderen
gesellescheften unde zu cafspilen [Schauspielen]
StatDtOrd
50,33;
gienge der selbe uf eine geselleschaff, di der gemeine und dem rathe wolde
widersetzig si, dar umme gibt he und ein ieclich sin kumpan sechs phunt
DRW
4,510
(NMittThürSächs.; a. 1300)
2
‘Gruppe, Gemeinschaft, Vereinigung’
2.1
allg.:
da ist div heilige gesellischaft der himelischin burgâre
Spec
77,16;
von frouwen grôz geselleschaft Parz
581,6;
ein groß geselschafft von mönchen Lanc
618,1;
des wazzers natûre / vergaz der vliezenden kraft, / unde
wart der geselleschaft [die Juden beim Zug durch das Rote
Meer] / ein mûre an beiden sîten RvEBarl
2218;
Jacob von Vlme vnd Juͤtlin sin elich wirtin, gesezzene juden ze
Wirtzburk, [...] bekanten da vor vns mit gesampter hant
[...] fuͤr sich vnd alle ir geselleschaft
[Anhang]
UrkWürzb
45,154
(a. 1346);
daz iht angenomen werde die geselleschafte
[
consortium
] der drier
personen [in der Trinität]
ThvASu
316,3
2.2
näher bestimmt durch den Kontext
2.2.1
auf Reisen ‘Begleitung’
do daz schif bereit wart, / do hette sich Iason zv der
fart / vnde Ercules der helt gemeit / mit guter geselleschaft bereit, / so
sie sie beste funden / vnde erkisen kvnden Herb
308.
18310;
der wirt sprach das vierczig ritter mit im riten
musten die mit im aldar komen waren, und musten im geselschafft thun
Lanc
627,24.
280,31;
man solde yn gebin di kost alle den wek us mit ir geselschaft
MarcoPolo
2,21
2.2.2
in Krieg und Kampf ‘Gefolge, Kriegerschar’
nu was Artûs der künic hêr /
[...] / mit aller der geselleschaft / und mit
der grôzen heres kraft / ze Dôdône UvZLanz
9253;
waz er [der Anführer] der
vînde rûrte / und erreit, die mûsten nider, / niht was, daz ouch wider /
mohte wesen sîner geselleschaft Kreuzf
7509;
daz sie [die vom Kampf
Ermüdeten] möhten ruowe hân / unz
[während] ein geselleschaft gestrite, / diu
ander aber ûz gerite RvEAlex
6979;
her Mathis myt synre geselschaff, / die eme got zo helpen gaff, /
saich men vromelichen stryden HagenChr(G)
4760;
UrkEnns
6,57
(a. 1332)
2.2.3
unter Tieren:
ez [das Wild] mac sich küelen in
geselleschefte Hadam
223,5;
tauben habent auch die art, wenn si ain irrvliegend
tauben vindent, die nement si in ir gesellschaft BdN
181,6
2.2.4
durch rechtl. Zusammenhänge definierte Gemeinschaften (weitere
Differenzierungen und Belege vgl. DRW 4,503-511)
2.2.4.1
wirtschaftliche Teilhaberschaft:
ez sol auch nieman kein geselleschaft uzwart han
WüP
25,8;
van Wilhelme van Huͦntzgassen inde Hermanne deme Vieschere
inde iere geselleschaf sal vͦnse here duͦen, alse de
suͦne brief spricht UrkCorp (WMU)
83,17;
ez schol ouͤch dhein flaschawer [Fleischhauer,
Schlachter] mit dheinem rindertryber geschelleschaft
haben, und schullen zu dheinez mannez chauffe gen noch reden
StRRegensb
9;
dat eynich unser borgere von Andernache geselschop hette mit eyme
vremden koufmann DRW
4,508
(CDRhMos; a. 1346);
PrBerth
1:216,26;
wa fuͤr ist denn geselschaft swern? / ez
ist nun ain wider tailn. / wo sich zwen ze ain ander sailn, / daß muß
dick der drit bewain Teichn
579,26
2.2.4.2
gewerbliche Zusammenschlüsse wie Zünfte, Gilden u.ä.:
swer an offenrre bewertir bozheît schuldic ist und îme dar umbe
sin zunft genomen wirt, daz gebieten wir inen uffen ir eît, daz si in
nîemer zir gîselleschefte lazen komen UrkBasel
1:316,11
(a. 1264);
wir geben in [den Münzern] auch dheinen
gewalt, daz sie iemant zu ir gesellschaft zu dem muͤnssampt welen
und nemen, dann di es durch recht an erbet StRRegensb
122;
wer ouch, daz ein man [im Bergbau]
buwete mit eynre gesellschaft, is were eyn herre, eyn ritter, eyn knecht
UrkSchles
20,30
(a. 1342)
2.2.4.3
geistliche Gemeinschaften, Kongregationen:
Annun mine tohter, die śu zuͦ ir geselleschaft ir ordens
enphangen habent UrkCorp (WMU)
2316,20;
der zu dirre êrsamen brûderschefte geselleschaft
wirt entphangen, dem sol man die billichen cît der probacione verlîhen
StatDtOrd
51,7;
BrHoh
61;
man sol auch wizzen, daz sich ain
bruͦderschaft und ain gesellschaft gesaemnot het zuͦ sant
Jacobs capell StRAugsb
249,8
2.2.4.4
als Bündnis, Eidgenossenschaft, Schwurgemeinschaft:
das wir [...] lütte und gȗt des benempten
gotzhuses in unsren schirm und geselschafft unsers burgrechts hand
enphangen UrkBern
2,628
(a. 1265);
auch der warhæit geleich ist, daz ir geselleschaft den landen ze
Bairen vnd ze Swaben an dem fride schedelich sei UrkCorp (WMU)
2829,10;
die burger gemeinlich bekennen offinlich an disem
brieve, daz wir mit rate, willin und guͦnste aller
geselleschefte, die bi uns geseszin sint, armer und richir, den satz und
daz gebot gesetzit habin WüP
9,5;
allen andern stetten, irrnn aytgnossen und diͤ mit in
geselleschaft haben MGHConst
8:418,12
(a. 1347)
2.2.4.5
städtische Kollegien:
der dheine gabe nymet von gerichts wegen
[...] der sol ußgeworfen werden von irer
geselschaft [der Ratsherren] und ewiclich in
derselben stett rete nyemermer kummen StRSchlettst
42
3
übertr./ bildl.:
zvͦ wem dv dich mit minne twingest, in des gelichniste
wirst dv zehant von der minnen geselleschaft verwandelt DvAStaff
159;
jeht Rennewart al balde / als guoter schœne, als guoter
kraft, / und der tumpheit geselleschaft Wh
271,24;
si [die wahre Minne] git staͤtekait der
tugend, ewiges leben, ewig saͤlikait, ewig vroͤde, rihtuͦm âne
gebresten, minneklich geselleschaft PrGeorg
143,4;
so sprichit sant Augustinus: ‘vride ist ain lutirkait der sinnen, ain
senftkait des muͦtis, ain ainualtkait der minne, ain bant der minne, ain
geselleschaft der liebi.’ PrGeorg(Sch)
8,32
4
sprichw.:
guotiu geselleschaft bringet frumen, / von bœser siht man schaden kumen
Renner
15747;
ein spruch was bi den alten: / geselleschaft, die bosheit kan, / von der wirt
houbetsiech ein man Frl
7:33,17
MWB 2 558,18; Bearbeiter: Diehl
geselleschaftswern
stN.
→
geselleschaft
2.2.4.1
MWB 2 561,1;
geselleslich
Adj.
‘freundschaftlich, verbunden wie ‘Gesellen’
tuͦ wol, ruͤme dich des niht! / habe
gesellesliche pfliht / mit den die getrúwe sin! RvEWh
3422
MWB 2 561,2; Bearbeiter: Diehl
gesellic
Adj.
‘verbunden, zugetan’
si wâren aller sache / gesellic und gemeine Greg
287;
den armen milde unde gutig, rittern unde rittirmezigin lutin gesellig unde
hogelich Köditz
19,18;
Elis
3260;
sîn wîb, dî im was wordin / an der ê gesellic NvJer
8550;
KvWEngelh
797;
her nach so wirt der mensche [...]
von minsamer [liebevoller] wandelunge mit allen menschen
gemein und gesellig Tauler
176,14;
hierher (Ausfall von ge- häufiger im Text, vgl.
Glossar):
das löblich volk ze inndia gehorsames unnd selliges
[
unanimen ‘einmütig’]
HvHürnh
11,7.
–
‘gesellig, lebenslustig’ (?):
des man in [den verlorenen Sohn]
hin und her zoch / zuͦ dirr und derr geselleschaft. / wie gesellig und wie
tugenhaft / er wær, so daz da wirt gesait, / so wart von im ez gar berait / swaz da
was ze gebende SHort
4016
MWB 2 561,6; Bearbeiter: Diehl
gesellich
Adj., Adv.
adv. -lîchen.
‘gemeinsam, gemeinschaftlich, freundschaftlich’
1 Adj. 2 Adv.
1
Adj.:
ie lieber dir, ie leider mir! / din geselliche gunst / ist mir ein ungemaches
brunst, / und din vientlicher zorn / ist mir zu eime troste erkorn PassIII
123,17;
ane geselliche pflicht / gienc er alleine hinden na MarLegPass
22,56.
–
‘gesellig, lebenslustig’
nach mime rate gevellich / sal er [der Sohn]
uch sin vil gesellich Macc
9572
2
Adv.:
Ortwîn der küene bî vrou Uoten reit / vil geselleclîchen
[La. gesellichen
]
NibB
583,2;
wenne [...] der valken zwên
sint [bei der Jagd] , sô vliegent si geselleich, ainer
auf, der ander nider pei der erd BdN
188,13
MWB 2 561,23; Bearbeiter: Diehl
gesellicheit
stF.
1 Verbundenheit, Gemeinschaft (als Bestandteil adelig-höfischen Lebens das Teilen
einer Lebensweise, Handlung oder Haltung; aber auch freundschaftlich) 1.1 allg. 1.2 direkt bezogen auf das Beizusammensein mit anderen,
‘Gesellschaft’
1.3 rechtl. ‘Teilhaberschaft’
2
‘gesellschaftsfähiges Benehmen, Höflichkeit’ (vor dem
Hintergrund von 1 )
1
Verbundenheit, Gemeinschaft (als Bestandteil adelig-höfischen Lebens das Teilen
einer Lebensweise, Handlung oder Haltung; aber auch freundschaftlich)
1.1
allg.:
daz er gelobte sunder / den von der tavelrunder / sîn
rîterlîch gesellekeit Parz
308,29;
dô weinden durch gesellekeit / mit ir manc juncfrouwe
clâr ebd.
431,20;
mit ganczer gar ainhellikait / und guͦter
gesellekait WernhMl
6062;
da rittent do die ritter nach, / der was zwai hundert
nach der zal. / die hatent sich oͮch úber al / gezwaiget mit gesellechait
[paarweise verbunden]
RvEWh
6025
1.2
direkt bezogen auf das Beizusammensein mit anderen,
‘Gesellschaft’
daz sim êre bæren / mit rede und mit gesellekeit
Tr
3391;
Gyburc diu künegîn / bat al diu juncvrouwelîn, / daz si
in næmen in ir gesellekeit, / und daz si im semften gar sîn leit
Wh
296,17;
diu künegîn in dem venster lac, / diu der gesellekeite
phlac ebd.
243,18;
magez mit iweren hulden sîn, / ich priche iu nu
gesellekeit [lasse euch allein]
Parz
402,11;
er bat den wirt gesellekeit, / "lât mit mir ezzen dise
magt." ebd.
550,14.
784,25;
hern Adam [...] / und ain weib
aus ertreich / aͮn natürleich gesellchait Teichn
464,813.
–
die unervorhten / [...],
dies marcrâven leit / sô truogen mit gesellekeit, / daz si nâmen gelîche
phliht / der vlüstebæren geschiht Wh
235,10;
der vürste et selbe vierde reit: / niht mêre was ir
gesellekeit ebd.
246,4;
der gesellikeit / und der grôzen triwe / danct im
der soldan niwe Ottok
47654;
friuntschaft und gesellikeit / erbôt in der soldan
ebd.
47990.
–
~ leisten, tuon
‘Gesellschaft leisten’
Artûs bat sîner swester suon / gesellekeit dem künege
tuon Parz
221,8;
der von Salzpurc selbe wart / zuo der reis bereit. /
dem teten gesellikeit / von Gurke bischolf Johan
[...]
Ottok
17398;
er leiste ir wol gesellekeit; / wan er nam sich ir
senede leit / vil inneclîche mit ir an Tr
1433;
ich gevolg iu wol ze vuoz, / gesellekeit ich leisten
muoz Wh
131,30
1.3
rechtl. ‘Teilhaberschaft’
sal der R., sine erben [...] in der stat alle
burgerliche rechte haben, beyde an koufen vnd verkoufen vnd an ander gesellikeit
DRW
4,503
(CDWarm; a. 1348)
2
‘gesellschaftsfähiges Benehmen, Höflichkeit’ (vor dem
Hintergrund von 1):
Heimrîch durh gesellekeit / bat Rennewarten sitzen dort / ûf
den teppich an der tavelen ort Wh
274,2;
mir wære gesellekeit unkunt, / soldet ir mîn garzûn sîn
ebd.
131,26;
ir enwedriu dâ niht vergaz, / ir gesellekeite / wârns ein
ander vil bereite Parz
763,3;
manger in der schuzzel wandelt / und smucket daz beste in sinen munt: / dem
ist gesellikeit unkunt, / der sinen genozen uberizzet Jüngl
572
MWB 2 561,36; Bearbeiter: Diehl
geselliclich
Adj., Adv.
adv. auch -lichen; auch gesellencliche.
‘wie unter Gefährten üblich, freundschaftlich verbunden’
nû wil ich in niht eine lân / und wil im geselleschaft / mit
geselleclîcher kraft / leisten RvEBarl
14948;
daz ich iu gerne leiste / gesellenclîche stæte
UvZLanz
2717;
do die getrúwen baide / mit geselleclichem sitten / als bi an
ander rittent RvEWh
7035;
SM:UvS
34:1,4;
do bat in der geselle durch geselleklich trúwe
Seuse
143,21;
er nam geselliclîche / den herren Gâwein bî der hant
Wig
685;
Tr
6959;
sie [Maria und Joseph] wonten sament, daz ist wâr,
/ geselleclîchen manec jâr, / daz dar under disiu meit / nie verlôs ir kiuschecheit
WvRh
7549;
wann ein ainvaltiger man / guͤt gesellen wil pey im
han, / so nem nur ein schon weib / dw da hab ein tumen leib / und geselchleich
[umgänglich] ist und chlug: / so gewint er gesellen
genueg Teichn
432,75.
– in der Minne,
~ ligen u.ä. für den Beischlaf:
sôn sulet ir der künigîn / ze bette noch ze tische sîn /
geselleclîch Tr
15391;
sus kunden sî dô vlehten / ir munde, ir bruste, ir arme, ir
blankiu bein. / [...], / geselleclîche als si lâgen
MF:Wolfr
1: 3,8;
geselliclicher umbevanc / mit blanken armen sunder wân tuot
senede herze hôhgemuot SM:UvS
7: 2,1.
–
‘gemeinsam, zusammen’
zwêne ûz erwelte man, / die sach man geselleclîchen bî den
künegen gân NibB
1807,2;
Parzivâl niht eine [allein] lac: /
geselleclîche unz an den tac / was bî im strengiu arbeit Parz
245,2;
ain iegleich visch, der des raubs lebt, der swimt
gesellicleich, sam der hecht BdN
243,8
MWB 2 562,25; Bearbeiter: Diehl
geselliclîcheit
stF.
‘Gemeinschaft’
bœse wort und freidikeit / ist [gilt als]
schimpflich gesellikeit [La. geselliclicheit
]
Renner
17090
MWB 2 562,57; Bearbeiter: Diehl
geselligen
swV.
tr. ‘zum Gesellen machen, vereinigen’ (mit Dat.):
[er] sol niht geselliget werden
[
sociari
] den die in dem chore singent
BrAlt
43.
53.
– mit präp. Erg.:
jst daz auch ieman pfaffen [
si quis
clericorum
] mit sämlicher begird gesellegt wil werden zü
dem kloster BrAlt
60;
daz si [die Gerechtigkeit] fureint vnd geselligot
ist mit dem obrosten goͤtlichen gemvͤte vnd mit im ewig frvntschaft
het RvBib
175,24.
176,7.
– refl.:
also süllen si [die Gäste] sich
geselligen in dem fride [
socientur in pace (im
Friedenskuss)]
BrAlt
53;
wie die minnende sele sich geselleget gotte und sinen
userwelten lieben Mechth
2: Reg. 37
MWB 2 562,60; Bearbeiter: Diehl
geselligunge
stF.
‘Gesamtheit, Vereinigung’
so sol er [der fremde Mönch] niht
allein enpfangen werden zü der geselligung der sämenung
[
congregationi sociandus
]
BrAlt
61
MWB 2 563,9; Bearbeiter: Diehl
gesellinne
stF.
‘Gefährtin, Begleiterin’
er vorte ouch mit minnen / ir gesellinnen, / die wichaften
amazones Herb
14592;
sîn gesellîn diu hæt ime benomen / beidiu zwîvel unde wân
Tr
14012;
SM:Wi
1:4,7;
Vät
29321;
ich gruͤsse dich vroͮwe, liebú Maria, / das du
bist ein gesellin der heligen engelen hie und in gottes riche Mechth
7: 19,7;
des landes frowe mit ir gesellin oder dv́ kvnigin oder ir tohter och mit ir
gesellin UrkCorp (WMU)
287,5.
– Inhaberin eines bestimmten Klosteramtes (vgl. SchweizId 7,730, nur
Stagel ):
sy was fil jar gesellin ze dem fenster und so sy denn erst in den crútzgang
kam, so hat sy vergessen was sy gesechen ald gehoͤrt hat Stagel
61,21.
40,32.
62,8
MWB 2 563,13; Bearbeiter: Diehl
gesemede
stN.
‘Versammlung, Menge, Gruppe’ (vgl.
gesamene
):
in mitten dirre menige / so was groz gesemede / di hizen
leuite VMos
78,17;
alle dî dî imme rîche wâren / unde ander manige helde / dî quâmen ze dem
gesemde JJud
192.
– von Geistlichen:
clerum: gisemidi Gl
1:784,47
(BStK632);
ebd.
1:784,47
(BStK558)
MWB 2 563,27; Bearbeiter: Diehl
gesemene
stN.
→
gesamene
MWB 2 563,34;
gesende
stN.
‘Besendung, Einladung’
ein teidinch sie gelobeten; / sie gebutten ein gesende
Wernh
D 1607
MWB 2 563,35; Bearbeiter: Diehl
gesengelîn
stN.
Dimin. zu gesanc
‘kleines Lied’
der jungling vie an ein froͤlichez gesengeli von dem
kindlin Jesus, daz sprichet also: in dulci jubilo Seuse
21,18
MWB 2 563,38; Bearbeiter: Diehl
gesêr
Adj.
‘betrübt, von Schmerz erfüllt’
amaricati: giseri Gl
2:283,17
(BStK637)
MWB 2 563,42; Bearbeiter: Helmich
gesêrde
stF.
zu
sêrde
.
‘Verletzung, Schmerz’
des liezen sie en [Timotheus] ledic do / ane geserde
unde vro, / uf daz ir brudre dort irlost / wurden mit heile wol getrost Macc
10332
MWB 2 563,44; Bearbeiter: Helmich
geserwe
stN.
zu
sarwe
.
‘Rüstung’
arma: gisarewe SummHeinr
1:351,59;
er brâhte im fiunfzich tûsent helede / mit guotem geserwe
Kchr
7309.
6539;
ia lucht ir geserwe / uon schilten unt uon helmen
Rol
4492;
Amelung [...] sluog ime durch den helm
[...] daz ime daz bluot mit kreften durch daz geserwe
ran RosengC
1631;
Roth
4933;
WhvÖst
8027.
– hierher oder geswërbe (zu
swërben
) ‘Chaos, Wildnis’ (?):
do zôch er [Wolfdietrich] ab die brünne und warfs
ûf einen ron. / mit trûriclîchem muote sô schiet er dar von. /
[...] harte barmiclîche er von dem geserwe
[Hs. geswerbe
] flôch / über ronen und über
steine WolfdA
459,1
MWB 2 563,48; Bearbeiter: Helmich
gesetze
stN.
‘Gesetz, Regelung’ (vgl. 2HRG 2,294f., LexMA
4,1388ff., LThK 4,579ff., s.a.
gesetzede
)
1 auf der Autorität einer übergeordneten Instanz beruhende Verhaltensnorm;
Vereinbarung 1.1 als eine göttlich gesetzte Regel 1.1.1 allg. 1.1.2
‘Schicksal, Bestimmung’
1.2 als eine vom Menschen gesetzte Regel, i. d. R. schriftlich niedergelegtes
Recht, ‘Rechtsordnung, Statut, vertragliche Vereinbarung, Artikel einer
Rechtsordnung’
1.2.1 für eine geistliche Gemeinschaft 1.2.2 für ein Land, eine Stadt 2
‘Textabschnitt, Absatz’
1
auf der Autorität einer übergeordneten Instanz beruhende Verhaltensnorm;
Vereinbarung
1.1
als eine göttlich gesetzte Regel
1.1.1
allg.:
daz wort genzlîchen / ouch nicht dar zû gehôrt durch
nôt, / dan von gesetze und von gebot / der kristenheit JvFrst
2112;
der ê gesetze und ir recht ebd.
6306.
–
das alte ~
‘Bund im Alten Testament’
[
Moyses
] wolde fleisch han genuge
/ zu syme essen und auch blut, / da mit zu underdun das alde gesetze
Pilgerf
1352.
–
warumme ubirgên dîne jungeren di gesetze
[
traditio
] der alden
EvBeh
Mt 15,2;
EvAug
35,2.
1.1.2
‘Schicksal, Bestimmung’
dô nâhte ir werdekeit gewin: / wand ez was ir
gesetze. / dô riten se in ir letze Parz
378,27
1.2
als eine vom Menschen gesetzte Regel, i. d. R. schriftlich niedergelegtes
Recht, ‘Rechtsordnung, Statut, vertragliche Vereinbarung, Artikel einer
Rechtsordnung’
1.2.1
für eine geistliche Gemeinschaft:
wî iz ergîng, des sagen si nicht. / sô was des ordens
nâch gesetze JvFrst
1867;
sol ime fuͤrlegen div gesetz der brvder vnd die
gewonaiht des spitals SpitEich
5,14
1.2.2
für ein Land, eine Stadt:
von dir burgere gisezzi, da ein man burgeri werdi sal
Mühlh
162,15;
SpitEich
14,35.
24,6;
StRAugsb
74,9;
wiͤr Otte von gotes gnaden bischof
[...] haben gesetzt die gesetze, die hernach
geschriben sint WüP
11,7;
dise vorgenanten gesetze suͦln halten arm unde
riche in der stat zu Wirzebuͦrg ebd.
7k,2.
7a,4.
11,8;
StRAugsb
131,11.
2
‘Textabschnitt, Absatz’
dis ist das andir gesecze der vorrede Pelzb
118,20
MWB 2 563,61; Bearbeiter: Helmich
gesetzede
stFN.
‘Gesetz, Regelung’ (vgl. 2HRG 2,294f., LexMA
4,1388ff., LThK 4,579ff., s.a.
gesetze
)
1 auf der Autorität einer übergeordneten Instanz beruhende Verhaltensnorm;
Vereinbarung 1.1 als eine göttlich gesetzte Regel 1.1.1 allg. 1.1.2
‘Schicksal, Bestimmung’
1.2 als eine vom Menschen gesetzte Regel, i. d. R. schriftlich niedergelegtes
Recht, ‘Rechtsordnung, Statut, vertragliche Vereinbarung, Artikel einer
Rechtsordnung’
1.2.1 für eine geistliche Gemeinschaft 1.2.2 für ein Land, eine Stadt
1
auf der Autorität einer übergeordneten Instanz beruhende Verhaltensnorm;
Vereinbarung
1.1
als eine göttlich gesetzte Regel
1.1.1
allg.:
vnde gedenche an elliu werch diniu vnde an den geseceden
dinen [interl. zu in adinventionibus
tuis
] ich flize mich PsM
76,13;
gesecede [
propositiones
]
ebd.
77,2;
des moͤchtist du
[Maria] zelaide komen / und wider gottes
hulden / der geseczden fluͦch verschulden, / als es geschriben ist
von gotte / inher Moyses gebotte WernhMl
1484;
Seuse
243,21;
Teichn
568,106.
–
‘das Alte Testament’, ‘das Neue
Testament’
die eine das waz die alte e, das alte gesetzede;
das ander die nuwe e, das nuwe gesetzede. das alte gesetzede die
muͤstent alle menschen halten [...]
bitze daz Cristus geborn wart Tauler
395,7.
– Ordnung der Schöpfung:
in alle wis die stæte behabent des gesuntes / nach
dinere gesezzede in die tieffe allere dinge gruntes
Himmelr
5,20
1.1.2
‘Schicksal, Bestimmung’
der meister sprach: ein iegelich dinc het sine
gesezede Lucid
106,11;
ich nihabo réhte biháltin daz ambat nóh den líb
[...] noh réht êra, nóh rein herza
[...], mîn reht gisézzide, noch mîn guot
bimeinida BambGlB
147,38
1.2
als eine vom Menschen gesetzte Regel, i. d. R. schriftlich niedergelegtes
Recht, ‘Rechtsordnung, Statut, vertragliche Vereinbarung, Artikel einer
Rechtsordnung’
1.2.1
für eine geistliche Gemeinschaft:
ez ist ein heilsam gesetzede
[
consilium
] disses ordenes
StatDtOrd
42,18;
in allen disen vorgenanten
gesetzeden [
institutio
]
[...]
habe der meister des gewalt ebd.
55,32;
brûdere [...], dî dâ wider
ires ordenes gesezzede [
statutum
] sich
anderswâr berûfent ebd.
61,10;
sal man die regele unde die gesetzede
[
regula
] geschriben hân ebd.
71,14;
sô sal man die regelen lesen unde die gesetzede
[
constitutum
]
ebd.
92,12
1.2.2
für ein Land, eine Stadt:
dis sint uͥnser gesezte und unser alte gewonhait
UrkZürich
7,1
(a. 1297);
disiu gesetzed satzet der guot sanctus Silvester der pâbest unde der
künic Constantinus von Rôme SchwSp(W)
320,4;
nu wizzent ir wol die gesetzet und och gebot, die wir iuch darûber
gesetzet, gebotten und gemachet haben UrkFriedb
117
(a. 1332);
setzen in bedenthalben von unserm cheiserlichen gewalt die gesetzt,
stuck und artikel StRLauda
131.
– mit Präp.:
daz sint diu gesetzede von dem korn StRMeran
414;
daz ist daz gesetzede über das fleisch ebd.
417;
daz ist daz gesetzede umbe den wec ebd.
425
MWB 2 564,30; Bearbeiter: Helmich
gesetzedemeister
stM.
‘Verfasser von schriftlich niedergelegtem Recht,
Schriftgelehrter’
legisperitus: gesezde meister EvAlem
51(L 11,45);
scriba: gesezde meister ebd.
65(Mt 16,21)
MWB 2 565,18; Bearbeiter: Helmich
gesetzunge
stF.
vgl.
gesatzunge
.
‘Satzung, Gesetz, Festsetzung’
wol habet ir [
di pharisei vnd alle
ivden
] irrgemachet di gepot gotes. daz ir ivr
gesetzvnge [
traditionem hominum
Mc 7,8
] haltet EvAug
93,15;
ir zereizzet daz wort gotes dvrch ivr
gesetzvnge. [
traditionem vestram
Mc 7,13
] di ir gegeben habt ebd.
93,21.
[
traditiones seniorum
Mc 7,3
]
ebd.
93,2;
vnt binden vns [...], stete zv́ hebenne dv gvdinge
vnt diͤ gesezvnga, diͤ hiͤ vor geschriben sint
UrkCorp (WMU)
890,8
MWB 2 565,22; Bearbeiter: Helmich
gesëʒ
stN.
→
gesæʒe
stN.
MWB 2 565,32; |