gartebrunne
swM.
→
gartbrunne
MWB 2 108,10;
gartenære
stM.
auch gert-;
sw. flekt.
UrkCorp
1672,45.
‘Gärtner’
er was ein gertener gereht / der dem garten rehte dut. / er
pflantzet manig kruͦdelin guͤt / und sewet vil guͤten samen
HvNstGZ
4112;
als ein gartenære, der einen garten pflanzen sölte und danne die böume
ûzriutete und wölte danne lôn haben Eckh
2:255,3;
si wand das er [Christus]
waͤr / ain armer gartenáre [vgl. Io
20,15
]
SHort
9786;
Kchr
6868;
Albert
1023;
StrKD
68,1
u.ö.;
EnikWchr
A II,744;
Pelzb
123,17.
123,26.
124,16;
Teichn
339,1;
ich bin gewesen wol ein jâr / alhie gartenære [Wächter des
Ziergartens]
[...], / daz nieman des geruohte, / daz er die bluomen
suohte / durch höbescheit noch durch prîs PleierGar
3253.
– in Rechtstexten:
vnd der garte hat sogetan reht, daz nieman dekeinen crutdisch
[Gemüsestand] setzen sol an den market an des
gerteners willen UrkCorp (WMU)
29,16;
das wir [...] irloͮben dien gartnern, dien
obzern vnd dien menkellern [Händlern] ein zvnft ebd.
80,21;
meister Egelolf der garteneren zvnftmeister UrkCorp
1672,45;
UrkFriedb
74
(a. 1306);
UrkSpeyer
297,1
(a. 1327).
– als Bestandteil von Pers.-Namen:
Marquart der Gartnær UrkCorp (WMU)
1209,43
u.ö.
– Gott als Gärtner:
der gartinâre [des verschlossenen Gartens,
Ct 4,12
] daz was der heilige gaist, der dâ
zuͦch in ire [Maria] alle die gruͦne unde
allen den wuͦcher, dâ got mitte gewenet wart TrudHL
57,2;
er [Christus] was sun des alden gerteneres, / der
gebelzet het in sinem garten [Paradies] / den boum, dar
an er selber sit des todes wolde warten [d.h. das Kreuz]
Frl
1:19,2;
der gartener got selber ist, / der peltzet wochen, tag, und vrist; / er gibt
auch leben und genist Suchenw
27,43.10.46.;
HvNstGZ
4126
MWB 2 108,11; Bearbeiter: Bohnert
gartenbrunne
swM.
→
gartbrunne
MWB 2 108,45;
gartenhalp
Adv.
‘auf der Gartenseite’
so sol man vber den kelre gartenhalp nit fv́ror v̂sschiesen denne drie
vuͤsse UrkCorp (WMU)
550,29
MWB 2 108,46; Bearbeiter: Bohnert
gartenhuon
stN.
als Abgabe:
item xxxvi pullos, qui vulgariter vocantur gartenhuͤner
UrkThurgau
3,836
(a. 1293)
MWB 2 108,49; Bearbeiter: Bohnert
gartenhûs
stN.
‘Gartenhaus’
tugurium: gartenhus VocOpt
5.008;
mappale: gartenhus ebd.
5.009;
[Übertragung der Gülte] , die ich hatte uff dem huse
[...], dz do lit [...] eynunt
nebent Ruͦdolfes garten hus, anderunt nebent Cuͦnrates Froheskun huse
UrkBeuggen
29,216
(a. 1314, kopial)
MWB 2 108,52; Bearbeiter: Bohnert
gartenkrësse
F.
→
gartkrësse
MWB 2 108,58;
gartenlêhen
stN.
‘Gartenlehen, verlehnter Garten’
die hovestete, die in den kelnhof hoͤrint ald in den vorsthof, ald
vnsers herrin spizlen ald vnsers herrin gartinlen, die svln von dem gvͦte
enkein stivre gebin UrkCorp (WMU)
33AB,31,30;
item iiii hube excoluntur [...] cum gartenlehen quod
soluebat hactenus vi solidos UrkFreisÖst
3,563
(a. 1296).
3,566
(a. 1296)
MWB 2 108,59; Bearbeiter: Bohnert
gartenlouch
stM.
‘Lauch, der im Garten gepflanzt wird’
nu gedenchen wir wie wol / úns was, do wir dort sazen / in Egipte
[...], / wie kúrbiz, bebin, garten louh, / knoblouh,
zibel, krútir vil / úns irvrischsten [l.
irvrischten
] ellú zil RvEWchr
13343
MWB 2 109,3; Bearbeiter: Bohnert
gartenman
stM.
‘Gärtner’
sie [Maria Magdalena] wande, er
[Jesus] were ein gartenman [
Io 20,15
]
EvStPaul
14532
MWB 2 109,8; Bearbeiter: Bohnert
gartenrëht
stN.
ein acker ist jmds. ~ : wohl ‘jmd. besitzt das Recht, den
Acker als Gartenland zu nutzen und dementsprechende Abgaben zu
leisten’ (vgl. 2HRG 1,1386f.; Kroeschell, Garten S.
101f.):
daz wir uf den akker, der lit under der kilchen ze Frowenvelt
[...], der u̍nser gartenreht ist, hain gesezzet
ierglich vier schilling phenning UrkThurgau
4,250
(a. 1312).
4,695
(a. 1336)
MWB 2 109,11; Bearbeiter: Bohnert
gartenstückelîn
stN.
‘kleines Gartenstück’
das gartenstúckeli bi der bach bi meier Burkarte dem zimberman
UrkCorp (WMU)
3018,30
MWB 2 109,19; Bearbeiter: Bohnert
gartenzëhende
swM.
‘aus den Gartenerträgen zu entrichtender Zins’
ein ander stözze [Streitigkeit] waz vmb den garten
zehenden. da sprachen wir vmb, swaz in den garten gewehset daz man daz zehenden sol
UrkTüb
131
(a. 1335)
MWB 2 109,22; Bearbeiter: Bohnert
gartenzins
stM.
‘Abgabe von einem Garten’
daz vorwerk Thomicz [...] mit czehn hufen,
[...] mit der mol, mit deme cretschem, mit
gartenczinse, mit aller fruchberkeyt UrkSchles(B)
154,6
(a. 1350)
MWB 2 109,27; Bearbeiter: Bohnert
gartgabele
stF.
‘Gabel, Heugabel’
furcula: gartgabele Gl
3:649,45;
furca: garcabile ebd.
3:678,42
(dazu s. AWB 4,120 s.v. gartgabala)
MWB 2 109,32; Bearbeiter: Bohnert
garthagen, -hagel
stM. , -hage
swM.
zu etymol. Anknüpfungsmöglichkeiten an
gart
und
garte
swM.
vgl. Etymol.Wb.d.Ahd. 4,94 und DWB
4,1,1,1417. –
Bezeichnung verschiedener Sträucher (vgl. Marzell 1,414 s.v. Eberreis und 3,526
s.v. Christusdorn):
ob du wellest, daz ein phil oder ein dorn, der in den menschen
si, uz ge, so nim garthagen und hasensmalz [...] und mach
ein phlaster BenRez
9;
mhd. Glossenbelege s. AWB 4,121 s.v. garthagal,
garthagan und garthago
MWB 2 109,35; Bearbeiter: Bohnert
gartîsen
stN.
auch gert-. – zu
gart
.
1
‘Sichelmesser, Rebmesser, Hippe, Haue’
2
‘eiserne Spitze des Stachelstocks’ zum Antreiben von Zugtieren
1
‘Sichelmesser, Rebmesser, Hippe, Haue’
falcastrum: gertysen VocOpt
13.073;
aenia: gartysen ebd.
13.062;
piduuium: kartisin Gl
3:678,5;
wohl hierher (s. AWB 4,122):
sarculum: kertheisin SummHeinr
2:469,219(La.)
2
‘eiserne Spitze des Stachelstocks’ zum Antreiben von
Zugtieren:
der [Ochsen hütender Knecht] soll haben einen molen
[= menel
] , der jedweder site ein spitz
gartisen habe WeistGr
4,155.
1,360;
do nam er schiere sinen gart / und stipfete vrou Liugart; / zelten wolt ers
wisen / mit einem gartisen Widersp
116;
stimulus: gartysen VocOpt
13.042
MWB 2 109,45; Bearbeiter: Bohnert
gartkolle
F.
vgl.
gartquënel
.
‘Bohnenkraut’ (vgl. Marzell 4,128f.):
satureia heiset zu duͦte gartcolle Macer
18,1.
18,4;
satureia: garttole [l. gartcole
]
Gl
3:597,21
mit Anm. z.St.
MWB 2 109,58; Bearbeiter: Bohnert
gart-, gartenkrësse
F.
‘Gartenkresse’ (vgl. Marzell 2,1251):
nasturtium heizet gartcresse. di ist heiz unde trocken in dem
driten grade Macer
44,1;
nasturcium ortense: gartenkresse VocOpt
50.215;
weitere mhd. Glossenbelege s. AWB 4,122 s.v.
gartkresso
MWB 2 109,62; Bearbeiter: Bohnert
gart-, gartenkrût
stN.
‘Gartengemüse, -kraut, Kohl’
sie âzen niht wan gartenkrût, / daz Barlââm
[...] / in sînem gärtelîne zôch RvEBarl
15389;
dô liefen sî mir beide durch mîn gartenkrût Neidh
WL 34:9d,4;
olus: gartcrut Gl
3:351,41;
weitere mhd. Glossenbelege s. AWB 4,122
MWB 2 110,4; Bearbeiter: Bohnert
gartkrûtelehe
stN.
‘im Garten gewachsenes (frisches) Gemüse’
durch daz gnuge allin den bruderin svei [=
zwei
] gesotene mus. ist dar ubir obiz oder gart
crutelee [
poma aut nascentia leguminum
] , daz
werde daz drite BrHoh
39
MWB 2 110,10; Bearbeiter: Bohnert
gartkümen
stM.
zu lat. cuminum.
‘Gartenkümmel’ (vgl. Marzell 1,1267):
carvi: gartkoͤmen DWB
4,1,1,1409
(Mones anz.)
MWB 2 110,15; Bearbeiter: Bohnert
gartlant
stN.
‘Gartenland, Garten’
eyn phunt Wienner phenning gelts, des eyn halb phunt leit auf vron Wendeln der
vragnerin [...] haus vnd auch auf gartlant, daz dar
zuͤ gehort UrkHeil
2,170
(a. 1337).
2,69
(a. 1321)
MWB 2 110,18; Bearbeiter: Bohnert
gartquënel
F.
zu lat. cunila, conila (vgl.
quënel
,
gartkolle
).
‘Bohnenkraut’ (vgl. Marzell 4,128f.),
Glossenbelege gartkunile, gartconel, gartquuendel in Hss. des 12.
bis 14. Jh.s s. AWB 4,124
MWB 2 110,23; Bearbeiter: Bohnert
gartwurz
stF. , -wurze
swF.
zu
gart
und
gerte
(s. Etymol.Wb.d.Ahd. 4,97).
‘Eberreis’ (vgl. Marzell 1,416):
abrotanum: gartwrz SummHeinr
2:173,282.2;
Gl
3:580,42;
abrotanum: gartwrze ebd.
3:584,10;
weitere mhd. Glossenbelege s. AWB 4,125 s.v. gartuuurz und
-uuurza
MWB 2 110,27; Bearbeiter: Bohnert |