g – gâchlîchen gâchmuot – gagen gagen – galander galanderisch – 1galle 2galle – galter galtnüsse – gamerot gamîe – gancheil ganclîche – ganteren ganz – gärmic garn – gartenhuon gartenhûs – 3garwe garwwurz – gastmeisterin gastnusse – gaʒʒenspringer ge- – gebæric gëbærin – gëbendic gebenedîunge – gebietære gebietærin – gebiurischlich gebiurlich – geböume gebôʒ – gebrëst, gebrëste, gebrësten gebrëstelîn – gebrûchic gebrûchlich – gebunt gebunt – geburst geburt – gedâht gedâht – gedense gederbe – gedinge gedinge – gedrange gedrâte – gedünste gedurchtriben – gegate gegatrom – gegenkouf gegenlëder – gegensetzunge gegensidele – gegenwertes gegenwertic – gegihte gegiric – gehaʒʒic gêhe – gehëlfe gehëlfelîche – gehilfe gehilfic – gehœric gehœrlich – gehügenisse gehugesam – geifer geifervrâʒ – geiselrieme geiselruote – geisticlich geistîn – geiʒhorn geiʒhût – gejeitschuoch gejeitvogele – gekünne gël – gelegede gelegelich – gelende 1gelende – gêlîche gelîcheit – gelîchmëʒʒunge gelîchnisgëbende – gelide gelidemâʒe – gêlingen gelîp – gëlm gëlmen – geloup geloup – gëlte gëltel – gelückede gelückederat – gelüstelîn gelustic – gemahel gemahelbettelîn – gemæʒicheit gemæʒiclich – 2gemeine 1gemeinen – gemeinsin gemeinunge – gemerrede gemêrsal – 2gemüete, gemuote gemüetic – gemutzet gemʒe – genâdenschüʒʒel genâdensol – genæmicheit genamʒôn – genemede genende – genëserinne genetzen – genieʒen genieʒlich (?) – genôʒen genôʒgeselle – gensîn gensischen – genuhtlîchen genuhtrîch – genuʒ genuʒt – gephrange gephünde – 1gerat 2gerat – gerëhen gerëht – gereisic gereitære – gerieme geriemen – gerihticlîche gerihtinsigel – geriune 1geriusche – gerouche geröufe – gerte gerte – gerûmiclich gerummel, gerumpel – gêrvalke gerwære – gesaten gesatznissede – gescheftbrief geschefte – geschepfnisse geschepfunge – geschiuwede geschoc – geschrihte geschrîp – gesëhen gesëhenheit – geselliclîcheit geselligen – gesihtic gesihticlich – gesite gesiten – geslihte geslinge – gesnæren gesnarren – gespenstnisse gesper (?) – gespræchelich gespræchetac – gespunst gespür – gestelle gestellet – gestifte gestille – gestrenglîche gestrenze – ge|stunge gestungede – gesuoch gesuochære – geswerme geswërte – gesworn gesworne – getelle getelôs – getougen getougen – getreigeret getrenke – getrüese (?) getrügede – getwædicheit getwædigen – gëtzen getzsal – gevalte gevanclich – gevëderen, gevëdern gevêhe – geverte|lehe gevertinne (?) – gevlester gevlitter – gevrier gevrist – gevülle gevuoc – gewahsenheit gewahst – gewaltroubunge gewaltsame – gewar gewar – gewe gewëbe – gewellen geweltigen – gewërben gewërbic – gewern gewërn – gewiere gewieret – gewinnen gewinnic – gewist gewiste – gewonunge geworden – gewzen (?) gezagel – gezëmelich gezemen – gezît gezîte – gezoc gezogen – gezwîen gezwîge – giefen giege – gifticheit gifticlich – giht gihtboum – gimbîʒen gimme – gippengappen gippentuoch – giric giricheit – gischen gîse – gîtigære gîtige – 1glan 2glan – glas(e)väʒʒelîn glas(e)vënster – gleimel gleimelîn – gleten glêtphenninc – glipfen glise – glocke glockehûs – glôriôs glôriôslich – gluothaven gluothert – goder goedertieren – golf gollen – goltgesmîde goltgesteine – goltreit goltrîch – golttropfe goltvar – gos (?) got – gotesarm gotesbeckære – gotesmordærinne gotesphenninc – gotgeformet gotgelâʒen – gotmeinunge gotmensche – gouch gouch – goukelære goukelbilde – goukelspil goukelsprütze – göumütte, -mutte göu|phâwe – grabe grabe – grâf- graft – gramerʒîe gramerʒîen – gransprunge gransprunge – gras(e)phenninc gras(e)spier – grâvenrëht grâveschaft – grebinc grebnisse – gremiclich grempære – griekech grien – griffel griffelære – grimmetât grimmic – grisegrammen grîseleht – griuslich griuwe – groppe gros – grôʒmüetic grôʒmuoticheit – grüenheit grüenlich – grunderëbe gründic – gruntübele gruntvestære – gruon- gruon- – grütschîn grutte – 1gücken 2gücken – güfticheit güfticlich – gûlen gülle – gumpenîe gunderam – guotdunken guotdunkende – guotswender guottât – gürtelgewant gürtellîn – gymnosophiste
|
grîfelîn
stN.
Dimin. zu
grîfe
.
‘Greifenjunges, kleiner Greif’
in ir [der Greifen] geniste und in
ir zuht / steic er ûf daz gebirge hôch. / dâ brach er von in unde zôch / diu wilden
cleinen grîfelîn KvWTroj
6153
MWB 2 922,1; Bearbeiterin: Baumgarte
grîfen
stV. (Ia)
zum Gebrauch in Rechtstexten vgl. auch WMU 1,760.
1
‘jmdn./etw. (er)greifen, anfassen, berühren’ ; der Übergang zu 2
ist fließend 1.1 mit Akk. 1.2 mit präp. Obj. (mit an , în , nâch ,
zuo ; vereinzelt ûf , umbe , under ) oder Pron.-Adv. 1.3 mit Richtungsadv. oder anderen Richtungsangaben 2
‘(forschend) tasten, (er-, be-)fühlen’
3
‘sich jmdm./etw. zuwenden’ ; der Übergang zu 4 ist fließend 3.1 mit Akk. 3.2 mit Richtungsadv. (hier im vorausweisenden auktorialen Kommentar) 3.3 mit präp. Obj. (mit an , zuo ; vereinzelt in ,
nâch ; wider
3.3.1 ) oder Pron.-Adv. 3.3.1 mit wider 4
‘etw. beginnen’
1
‘jmdn./etw. (er)greifen, anfassen, berühren’; der Übergang zu 2
ist fließend
1.1
mit Akk.:
sâ bî dem worte gegreif er
[Abraham] in
[Isaak] vile harte. / [...] /
ûf den altâre er in warf Gen
930;
dô greif er einen stecken KvWHvK
144;
da greiff er syns meysters pfert und reyt heinwert
Lanc
40,18;
KvWTurn
825;
er greif in bî dem barte lanc KvWHvK
264;
Roth
2173;
Lanc
478,10;
wen der engel ist ungriflich, / der mensche tut wol
grifen sich [läßt sich anfassen] , / und sint doch
beide gliche / mechtic in gotes riche HeslApk
22618.
–
‘jmdn. gefangen nehmen’
[sie zogen dorthin] da sy den greven wisten, / den
sy wainden [l. wanden
] gryffen myt
listen HagenChr
4555.
–
‘ein Saiteninstrument spielen’
der sluͦc die drumen, dirre peif, / der ander suͤze wise
greif Elis
172;
PrHess
4,355
1.2
mit präp. Obj. (mit an, în, nâch,
zuo; vereinzelt ûf, umbe, under)
oder Pron.-Adv.:
die herren griffen an die swert Herb
4983;
frou Cunnewâre de Lâlant / greif an die gîserten hant
Parz
218,14.
–
ich sach / in ir swert zwên dorper grîffen junge
SM:Had
15: 1,2;
diu maget in ir teschen greif UvZLanz
6050.
–
si griffen nach den swerten Rol
4717;
dô greif nâch einem gürtel diu hêrlîche meit
NibB
636,2.
–
dô griffen si zô den swerten SAlex
1732;
vil dicker greif zem gabilôt Parz
153,18.
– erweitert um einen Dat.d.P.:
[Gott] greif im
[Adam] an sinen lip / unde hiez im werden ein wip
/ uzzir einem sinem rippe VRechte
383;
swenn er im [dem Pferd] ûf
den rücke / durch versuochen vaste greif, / sô seig ez nider
KvWSchwanr
993;
er greif ir undern mantel dar: / ich wæne, er ruort
irz hüffelîn Parz
407,2.
154,24;
UvZLanz
3387.
– auch mit dem Finger, dem Fuß ~ :
vater Abraham, erbarm dich uͤber mich und sent
Lazarum zuͦ mir, daz er mit sinem vinger in ein wazzer greif und mir
mein zunge erchuͤl PrOberalt
117,26;
sîn [Parzivals] fuoz
dernâch nie gegreif, / er spranc drûf [auf sein
Pferd] âne stegreif Parz
215,21.
– bildl.:
ouch grîfet sîn [des
Geistlichen] gewîhtiu hant / an daz hœheste pfant /
daz ie für schult gesetzet wart Parz
502,17;
alrerst wirt offenlich bekant / swer hie heizer ist
gewesen [in der Minne zu Gott entbrannt] , /
wan er mac luterlicher lesen / unde tiefer grifen an den grunt, / daz im got
billich machet kunt Vät
15305.
– phras.: jmdm. in die hant ~
‘jmdm. in die Hand versichern’
vnd hat dar vmb mein bruder der Marquard meinem herren dem apt in sein
hant gegrifen UrkCorp (WMU)
2194,27.
923,15.
– jmdm. næher ~
als einem anderen:
die all mitsamtt vns auf dem guet gewesen sind vnd iz peschaut vnd
pesehen habent, haben wiͤr den arm læuten nechner gegriffen denn den
erbern vorgenanten herren vnd haben peschaiden den arm læuten, von dem guet
[...] alle jar ze dienen vierczich mecczzen
charnes [l. kornes
]
UrkStVeit
62
(a. 1345).
–
um den hals ~
‘jmdn. umarmen’ (mit Akk. oder Dat.d.P.):
da greiff yn Hestor mit beiden synen armen umb synen
hals und hieß yn wilkuͦm syn Lanc
436,4.
89,3.
130,35
1.3
mit Richtungsadv. oder anderen Richtungsangaben:
do er dez schuzzes [der ihn getroffen
hatte] war [l.
wart
] gewar, / do greif er mit der hant dar: / den phil
er vz zvchte Herb
7090;
Tr
15880;
mit der hant sô greif er nider, / den helm den nam er
aber wider ebd.
7031.
16057;
er greif dâ sîn harnasch lac Parz
733,21;
– mit Richtungsadv. und präp. Erg.:
dô greif si hin z’ir sîten NibB
677,1;
nider greif er ûf daz gras Wig
5850
2
‘(forschend) tasten, (er-, be-)fühlen’
wie scharpfe sinne der mensche hat, er kan unsinnelicher
dingen nit begriffen denne mit dem geloͮben und greiffit als ein blinde in
der vinsternisse Mechth
6: 31,8;
swer birget sô diu ougen sîn, / daz er sich von im
[dem Licht der Sonne] kêret /
[...], / der muoz grîfende gân RvEBarl
5419;
dô greif ich [Thomas] , dâ im
[Christus] mit dem sper / diu sîte was durchstochen,
/ mit nageln durchbrochen / hende und füeze KvHeimHinv
1112;
PrOberalt
89,33;
Seuse
468,16.
– im Rahmen med. Untersuchungen:
swenne si [
di
geswer
] oben an sin, so grifit man eine geswulst uffe
der leber SalArz
54,57
u.ö.;
wen de arczede wel gryfen den pulz OvBaierl
55,4
u.ö.;
owê, owê, frouwe Minne, / mir ist wê. / nû grîf her wie
sêre ich brinne KLD:UvL
7: 4,3;
Eracl
3208;
ReinFu
K,2018.
– beim Kauf von Schlachtvieh die Qualität/ den Fettgehalt erfühlen;
hier als Part.-Adj., das eine gute Qualität ausdrückt (vgl.
grif
3):
pulpa: wolgriffendes fleisch VocOpt
1.224.
– auf der Jagd (vgl. Dalby, Mediaeval Hunt, 70a):
wie dicke ich ûf die herte / greif mit mîner hande, / wie ez
[das Wild] die erden berte / und wie siu sich von
sîner schal entrande Hadam
77,2.
66,2.
– subst.:
sensibilis haist di kraft, da die sel mit erchent mitsambt dem leib, was
die aussern sinn begreiffent, als sehen, hoͤren, kosten, smekchen vnd mit
anruͤrung, das greiffen haist, vnd auch die jnner erkantnüsse derselben
sach KvMSel
506
3
‘sich jmdm./etw. zuwenden’; der Übergang zu 4 ist fließend
3.1
mit Akk.:
[die ältere Schwester] kam ze hove vor ir sô vruo /
daz ir mîn her Gâwein wart. / diu junger greif die nâchvart [wandte
sich dem Hinterreisen zu, kam hinterher; falls phras. zu 1: hatte
das Nachsehen (?)]
Iw
5670
3.2
mit Richtungsadv. (hier im vorausweisenden auktorialen Kommentar):
mich dunkchet czeit und gut / das ich furbas greiffen
sulle; / ich sol richten mein mule, / ein ander untugent umb treiben
HvBurg
277
3.3
mit präp. Obj. (mit an, zuo; vereinzelt in,
nâch; wider
3.3.1) oder Pron.-Adv.:
daz er ze diner antwerte / mit gevaztem swerte / greif an
sine were Rol
2139;
er [Gott] worhte in uzzir nihte,
/ [...] / do greif er an die ubirmuot, / daz was ze
niht guot VRechte
203;
Tr
15020;
do Antonius vernumen / hete ein sulch mere, / swie er
alte were / an dem libe und cranc, / doch greif er vroliche an den
ganc [brach er auf] / durch vrumen suchen disen
man Vät
1910.
–
da graif er do von [nachdem er die
Schriftgelehrten übertrumpft hatte] erst in d%>i
bvͦch vnde in die heilige schrift Konr
2 W1,101;
nu grîfit in iwer herze unde sehit, ob ir got minnit
Spec
74,12.
–
sîns herzen gir nâch prîse greif Parz
15,25.
–
zv strite sie griffen Herb
9548;
nvͦ sult ir widir grifen / zvͦ uwirme
schepfere TrSilv
430;
swen die rîfen / twungen und darzuo der snê, / der sol
nû ze fröiden grîfen, / sît man siht den klê SM:KvL
10: 2,3;
Parz
488,23;
si suln ouch schaden erzeigen nuo. / dâ greif mit
sîner stangen zuo / mit grôzen slegen Rennewart Wh
398,4.
– in wieder aufgreifenden auktorialen Kommentaren:
nû lâze wir die rede hie / und grîfen wider an die /
dâ wir si liezen ê KvHeimHinv
1010;
die rede lassint! griffen zuͦ / der rehten
aventure hie RvEWh
2332;
UvZLanz
4609;
Wh
7,13;
Tr
3752.
7231;
Wig
8095;
Herb
16916;
Tauler
189,10.
– phras.: ze (der) ê ~
‘heiraten’
die kur [Wahl] an zweine er
[der Vater] mir do bot: / eintweder
lesterlichen tot / oder grifen zu der e Vät
15989;
den ensol man deheinen vormunt geben âne die ze ê
gegrifen habent SpdtL
139,1;
StRAugsb
6,11
3.3.1
mit wider:
daz der sun ie wider dem vater
gegraif [sich gegen den Vater wandte] , / daz
was gaistlîchen hêrren lait Kchr
16936
4
‘etw. beginnen’
zwei geruowetiu râvît / diu lîhe ich dir an dîne var / und
einen ritter der dich dar / zuo dem kampfe bringet alsô fruo, / ê man grîfe dar zuo
UvZLanz
5108;
wan er greif in ein ander leben; / ein niuwe leben wart ime
gegeben: / er verwandelte dâ mite / al sîne sinne und sîne site / und wart mitalle
ein ander man Tr
937
MWB 2 922,6; Bearbeiterin: Baumgarte
grîfengevidere
stN.
unklar, ob Syntagma oder Gen.-Kompositum.
‘Federn oder Fittiche von Greifen’
dô hiez si im bereiten einen kiel [Schiff] wunnesam
/ mit guotem grifengevidere, der was wol getan WolfdB
348,4
(vgl.
WolfdB (K)
350,4;
WolfdD (H)
569,4
)
MWB 2 924,30; Bearbeiterin: Baumgarte
grîfenklâ
stF.
unklar, ob Syntagma oder Gen.-Kompositum.
‘Greifenklaue’
[das Gold] ab einem velse zarten / grîfen klâ, diez dâ
bewarten Parz
71,20;
ich sach den unsuessen / an henden und an fuessen / haben
starcke greyffen cla. / als di porsten sind sein pra. / teuvelisch ist sein gestalt
HvNstAp
4471;
die erste [Hand der Habgier
(personif.)] , die gewappent ist, / griffen clae sij genant ist, /
raub, der sich edel machet / und sprichet in sinen sachen / er muße sine weyde
suͤchen / und nemen wo er is findet, aen ruͤchen, / es sij yme alles
wiltfang Pilgerf
9509.
9135;
Rennew
30863
MWB 2 924,36; Bearbeiterin: Baumgarte
griffel
stM.
Schreibwerkzeug zum Ritzen in Wachstafeln ‘Griffel’
ain tevelein, / da schreybt man mit dem griffel ein
HvNstAp
16652;
ir tavelen sie nam / und einen griffel von golde, / dar an si scrîben wolde
En
10619;
Renner
17392;
scharpf als ein grifel Seuse
43,6;
– übers. lat. graffium, pugillaris, stilus vgl.
VocClos
Gr12.
Pu24.
St51.
–
daz ander [zweite] teil hie ende hât: / mîn griffel
an daz dritte gât WälGa
2528.
– missbraucht als Waffe:
er wolte hân erstochen sich; / wan diu künigîn den stich / underfuor daz er
niht vollekam, / und im den griffel genam Flore (S)
2394;
als die kinder diz ersan / ir leit si an im [dem hl. Felix, der
als Lehrer sehr hart zu seinen Schülern gewesen war] rachen, /
wand si in in stachen / mit griffeln also lange, / unz er von dem getwange / under
ir handen tot gelac Pass III
97,24;
ReinFu
K,2152;
Seuse
16,9;
WolfdD
2193,1
MWB 2 924,49; Bearbeiterin: Baumgarte
griffelære
stM.
Bed. unklar; möglich wäre in der Reihe der sonst genannten Schimpfwörter eine Bez.
für jmdn., der stichelt, ‘Sticheler, Störenfried’ (anders Lexer: jmd., der tief
eingreift, die Wahrheit aufdeckt):
sag ich in hofelicher mêre, / sô bin ich ein sloterêre
[Plappermaul, Schwätzer] ; / swîge ich mit zühten âne
gevêre, / sô bin ich ein glîchsenêre [Heuchler] ; /
spriche ich die wârheit nâch der swêre, / sô bin ich ein striffelêre
[La. griffelere
]
Renner
16178
MWB 2 925,3; Bearbeiterin: Baumgarte
griffelîn, griffelî
stN.
auch grüffelîn.
Dimin. zu
griffel
:
schœniu griffelîn von golde Flore (S)
829;
dô nâmen sie ir grifellî, / beidiu er unde sî, / und gap er ir daz sîne; /
‘nû nement ouch daz mîne’ / sprach diu vil getriuwe ebd.
1321;
dô zôch sî ûz ir griffelîn / ûz ir griffelfuoter.
[...] sî wolte sich erstechen ebd.
1244;
nâch dem grüffelîne muose ich senden Neidh
WL 9:4,7
MWB 2 925,13; Bearbeiterin: Baumgarte
griffelvuoter
stN.
‘Futteral für Griffel’
dô zôch sî ûz ir griffelîn / ûz ir griffelfuoter Flore (S)
1245
MWB 2 925,21; Bearbeiterin: Baumgarte
griffic
Adj.
→
gripfic
MWB 2 925,23;
grîfhaft
Adj.
‘berührbar, anfassbar’
der teuffel ist nicht greiffhaft / und hat doch von got dw
chraft / daz er nympt den leib an sich / als ein vogel und ein vich, / daz man
waͤnt er sey ein tyr / oder ein mensch Teichn
336,83
MWB 2 925,24; Bearbeiterin: Baumgarte
grîfic
Adj.
1
‘(nach etw.) greifend, die Klauen in etw. schlagend,’
2
‘berührbar, anfassbar’ (vgl.
grîfhaft
)
1
‘(nach etw.) greifend, die Klauen in etw. schlagend,’
wie durchvert die vogel grîfic
are [Adler]
Kreuzf
7674.
– mit Gen.d.S.:
daz mich die dörper mînes lônes iht verstiezen. / des ist Uoze grîfic
Neidh
WL 13:2,9
2
‘berührbar, anfassbar’ (vgl.
grîfhaft
):
[das Feuer] vngreiffig / an im selben hat den sig, / daz
ez toͤt und macht zuͦ mist / daz greiffig oder sichtig ist
Teichn
325,194.
325,241
MWB 2 925,29; Bearbeiterin: Baumgarte
griflich
Adj.
‘berührbar, anfassbar’
nu sich, ich bin ein menscheit, / griflich vleisch und bein
Vät
34315;
wir sullen irsten alle / (daz en ist kein lougen) / vor
unses herren ougen / griflich und entsebelich [sinnlich
wahrnehmbar]
HeslApk
20233.
18110
MWB 2 925,38; Bearbeiterin: Baumgarte
grift
stF.
Wort der Deutschordenslit.
1
‘Zugriff, Greifen’ (vgl.
grif
1 ) 2 übertr. auf das Verständnis der christl. Glaubenswahrheiten oder das Bemühen
darum 2.1 verstandesmäßiger oder inspirierter, ungelehrter Zugriff auf das Verstehen
oder eine Einsicht (meist des hërzen oder dessen
wîsheit ) 2.2 das Bemühen um christl.-religiöse Einsicht und Verständnis (mit
wërfen oder Bildern/ Verben der Bewegung)
1
‘Zugriff, Greifen’ (vgl.
grif
1):
mit vil semfteclicher grift / gewunnen sie her uz den dorn
Vät
27210
2
übertr. auf das Verständnis der christl. Glaubenswahrheiten oder das Bemühen
darum
2.1
verstandesmäßiger oder inspirierter, ungelehrter Zugriff auf das Verstehen
oder eine Einsicht (meist des hërzen oder dessen
wîsheit):
di Prûzin nicht irkantin got / noch diwedir sîn gebot; / tum und einveldic
was ir sin, / des inmochtin sî nicht in / bevân mit der vornumfte grift
[
cum ratione comprehendere non
potuerunt
]
NvJer
3987;
dirre gûten lêre wort / und der noch vil vorgît dî schrift, / nâmen in des
herzen grift / der meister und dî brûdre dô ebd.
27134;
di wisheit sines herzen sin / was mit meisterlicher grift / wol kumen in
di alden schrift, / doch blozlich als die andern. / wi man aber wandern / mit
vernumft solde uffen grunt, / daz was im dannoch unkunt, / daran man Cristum
solde spurn Pass I/II (HSW)
21351;
swie vil er doch enttecte / mit siner scharfen sinne grift / die valscheit
an irre schrift, / so wolden si doch blint sin Pass III
435,43;
sus samte si in ir gehuge / beide an herze und an schrift, / an vrage
manige tiefe grift [Erkenntnis, Einsicht] / und quam
in Salomonis lant ebd.
267,88.
– mit besonderer Betonung des Zupackens (im Bild der Klaue oder eines
Greiforgans, vgl.
grif
4):
swem diz buͦch wirt gesaget / und gelesen an siner schrift, /
der slet ie sines hertzen grift / dar an, als in geleret / diu art, diu an
in keret Pass I/II (HSW)
42216;
idoch hete er [der blinde Jude] von kindes
jugent / - als noch die blinden vil wol mugent - / gelernet uzen di schrift.
/ sines herzen wise grift / in den grunt so verre brach, / daz er
offenlichen sprach, / als di schrift hat gesaget, / Maria were ein kusche
maget ebd.
13036
2.2
das Bemühen um christl.-religiöse Einsicht und Verständnis (mit
wërfen oder Bildern/ Verben der Bewegung):
alle sines herzen grift / warf er an gotes gelouben / und liez an im
betouben / allen ungelouben do Pass III
423,78;
Pass I/II (HSW)
15940;
Vät
24007;
den guten sal man schriben / in allen zungen die schrift, / wan ires
herzen wise grift / dabi sal der rechten wec / wandern ane sunden vlec
Hester
56
MWB 2 925,44; Bearbeiterin: Baumgarte
grifticlich
Adj.
‘räuberisch’ (vgl. gripfic
1):
dar vmme sint sie vil wol glich / hie deme walfische, sprechen ich, / dvrch
ieren grifteclichen nit PrHess
8,459
MWB 2 926,25; Bearbeiterin: Baumgarte
grîfvalke
swM.
übers. lat. herodius ( →
grîfant
):
grifalcus haizt ain greiffalk und haizt auch herodius, sam
diu glôs sagt über daz puoch Leviticum an der stat, dâ Moyses die unrainen vogel
verpeut. der vogel ist der aller edlist under allen vogeln.
[...] der vogel ist sô starch und sô grôz,
[...], daz er den adlarn væht und im angesigt
BdN
185,26;
die alsô sprechent die wænent, daz herodius ain gemainer valk
haiz, und daz ist niht wâr, als wir hie vor gesagt haben von dem greiffalken ebd.
207,31
u.ö.
MWB 2 926,29; Bearbeiterin: Baumgarte
grîfzan
stM.
in der Wendung jmdm. einen ~ ougen
‘jmdm. einen Greifzahn zeigen, jmdm. schaden’ ( ‘jmdm. die Zähne zeigen’
?):
ist daz mir niht geswichet / min gewalt noch entwichet / vnd sol ich daz lebin
han / ich ovge ir einen grifzan / und tuon si frovden ane Martina
161,46
(vgl. jmdm. einen
→
wolfzan
ougen
ebd.
215,9 )
MWB 2 926,40; Bearbeiterin: Baumgarte
grille
swM.
‘Grille’ (zu lat. gryllus, vgl. DWB 4,1,6,315):
cicada: grille Gl
4:213,46
(BStK926);
der stolze grille niht anders gert / denne daz er loufe und springe snelle /
[...] und lûte grelle Renner
5572
u.ö.;
wer kan dirre werlte nâch ir willen / nû wol sprechen,
[...], wes / müggen sûsent, schrîent ouch die grillen:
/ wer kann dirre tumben diet ir muot erwern Marner
6,20
MWB 2 926,47; Bearbeiterin: Baumgarte
grillen
V.
wie
grëllen
stV. (Anm.z.St.), hier von Hunden bei der
Jagd ‘anschlagen, angriffslustig bellen’
Mâze, Lust, Gird, Willen [alleg. Jagdhunde] /
gerehtez jagen machet. / für si ich hôrte grillen [vorne/ voraus
hörte ich sie bellen (?)] , / ob si mit mezzen wæren nicht besachet
[als ob sie nicht mit Zurückhaltung ausgestattet
waren]
Hadam
323,3
MWB 2 926,55; Bearbeiterin: Baumgarte
grim
Adj., Adv.
auch krim.
1
‘zornig, wütend, kampfeswütig’
2
‘wild, unbändig, grausam’
2.1 von Personen(gruppen) 2.2 von Tieren 2.3 als Attribut zu ende oder tôt 2.4
grimme geisel ein Folterinstrument 3
‘schmerzerfüllt, verzweifelt, voll Jammers’
4 adv. auch intensivierend ‘in besonderem Maße, außerordentlich’
1
‘zornig, wütend, kampfeswütig’
die helde treip der grimme zorn / zem strîte
Wig
10942;
dâ wart vil grimme gestriten NibB
1608,4
u.ö.;
herre [...], / sint
[seid] niht sô grimmes muotes / noch al sô zornic
wider mich! KvWSchwanr
1486;
dâvon sol ich krimmer / nimmer gegen iu werden gesehen
Ottok
6955;
der [Christus] was zornig und
grimm, ê er mensch würd, wider die hôchvart der engel und wider die ungehôrsam der
läut auf erden BdN
161,31;
Mechth
3: 21,53;
Elmend
A 985.
– von der Stimme:
Polidamas sin zeichen schrei / lute vnd grimme
Herb
5248;
lûte âne mâze / hôrter [Iwein]
eine stimme / clägelich und doch grimme Iw
3830;
EnikWchr
19614;
Tr
9050;
HvNstAp
2979
2
‘wild, unbändig, grausam’
der sturm was grimme unde hart SAlex
3286;
vil sere si in villent [quälen] , si
marterent in vil grimme AvaLJ
62,5;
ouch sluog im her Liudegast vil manegen grimmen
[heftigen] slac NibB
187,1;
in die grimmen helle LvRegSyon
1293;
Mügeln
36,4
2.1
von Personen(gruppen):
dehein man wær sô grimme / des muotes noch des herzen, /
hêt er ir jâmers smerzen / und ir grôze klage ersehen, / im wær ze weinen
geschehen Wig
7685;
also loben wir dih [Christus]
geborne / uze der grimmen judescefte Litan
253;
Konr
19,62;
sin [Cernubiles] lant daz was
fraissam, / daz liut daz ist grimme Rol
3767;
der kaiser ist also grimme: / erne gefluhet nimer hinne /
durh dehainer slachte not. / ia suchet er den tot / unt alle di sine ebd.
8387;
Iw
696.
–
goͮte unde ubele sît Adames cîten sint alle
tôt [...] unde erstent iedoch alle gemeinlichen, so
der grimme [strenge] rihtare an der iungesten
urteile zornlichen chumet Spec
128,11;
alsus vert der grimme gottes vient vnd aller der cristenheite mit
zorne vnd mit grozeme vbermvͦt UrkCorp (WMU)
93,40.
– subst.:
die vorvluchten und die grimmen, / die diser werlde
walden HeslApk
22694;
ÄJud
30
2.2
von Tieren:
swenne in sin zorn ane quam, / als ein grimmer ber er
bram Herb
2990;
er [Isidor] spricht auch, daz
der veigenpaum sô grôzer kreft sei, pinde man ainen gar wilden grimmen ochsen
dar an, er werd zam und sänftig BdN
322,19.
132,4
u.ö.;
Mügeln
214,3;
Schrätel
234;
Wh
317,6.
– von Greifvögeln (vgl.
krimvogel
und
gramvogel
):
iedoch geschiht daz oft, daz diu üppigen hüendl
vliehent auz den getrewen flügeln der muoter alsô verr, daz si die grimmen
vogel hin füerent BdN
193,9.
200,15
2.3
als Attribut zu ende oder tôt:
im hete der recke Hagene den grimmen ende getân
NibB
2064,4;
dînes [Christi] grimmen endes
KvWLd
1,124;
ir mûzit alle den grimmin tôt kiesin PrMd
(J)
344,26;
wol ahzec sîner degene beliben dâ zestunt / mit dem
grimmen tôde NibB
1615,3;
der liebe herre sîn / leit des grimmen tôdes pîn
KvWHerzm
348;
unz an den grimmen tôt BdN
308,1;
Wahrh
76;
Wig
6965;
Mügeln
166,6
2.4
grimme geisel ein Folterinstrument:
anguilla: grimme geisel VocOpt
30.024;
scorpio: grimme geisel ebd.
30.025;
scorpio: grime geischel oder geluppet [giftig]
schos oder tarant VocClos
Sc 108
3
‘schmerzerfüllt, verzweifelt, voll Jammers’
diz ist ein grimmiu nôt, / daz alle
mîne [Etzels] recken suln vor in [den
Burgunden] ligen tôt NibB
2000,3;
des grimmen herzeleides
phnehen [Schluchzen]
KvHeimHinv
187;
si wainten uil grimme Rol
5620.
6745;
swie sie vor leide wæren grimme LvRegFr
4346;
KvWSchwanr
874;
KlageB
1481
4
adv. auch intensivierend ‘in besonderem Maße, außerordentlich’
Adam sin wip erchande so noch sit ist in dem lande; / ich mein ez an die minne
der man noch phlegit grimme GenM
21,5;
den von Tenemarke was vil grimme leit, / ir herre was gevangen
NibB
192,1;
ouch ist sô grimme stark der wundernküene man ebd.
872,3
u.ö.;
wan im [Jesus] so grimme we
beschach WernhMl
9361
MWB 2 926,63; Bearbeiter: Richter
grim
stM. , grimme
stF.
selten Pl. (
Gauriel
1894.
1982;
Kchr
7090
).
1 von heftiger Erregung und rohem, ungestümem Verhalten, nicht immer
klar zwischen den Bedeutungen zu unterscheiden 1.1
‘Zorn, Wut, Angriffslust’
1.2
‘Wildheit, Heftigkeit, Ungestüm’
1.3
‘Leid, Verzweiflung, Not’
2
‘Bosheit, Grausamkeit’
1
von heftiger Erregung und rohem, ungestümem Verhalten, nicht immer
klar zwischen den Bedeutungen zu unterscheiden
1.1
‘Zorn, Wut, Angriffslust’
dô der künic hôrte daz, / er begreif sô grôzen haz, / daz
sîn gemüete in zorne bran / und er grisgramen began. / von zorne wart er
missevar: / er sach vil zornlîche dar. / mit grimme er zürnende sprach
RvEBarl
8423;
in grimme wart gewâfent dô der helt guot
NibB
2325,2;
[des] kampfes grimme / verwandelt ir stimme, / daz sî
dâ wâren unerkant Iw
7519;
dô Gêrfridolt, dem enen sîn [dem Schwiegervater des
Gefallenen] , / wart gesagt, in het gevalt der Antschouvîn, /
man iach, daz er vor grimme wol îsen vraeze [zum ‘Eisen
fressen’ s. TPMA 2,449]
Loheng
5726;
Rol
8975.
5713;
EnikWchr
24579;
StrKD
58,I 113.
–
~
ûf/ zuo etw.:
er [der fromme Mensch] hat
oͮch enkeinen grim, wan alleine uf die súnde und uf gottes
smacheit [Entehrung]
Mechth
4: 18,63;
was hilfet liebin zuͦ gotte und
[gleichzeitig] grimmi zuͦ
guͦten lúten? ebd.
6: 30,9
1.2
‘Wildheit, Heftigkeit, Ungestüm’
hie liez er [der Löwe] sîne
grimme / und erzeict im [Iwein] sîne minne
Iw
3872;
si [das Volk des
Zernubele
] ezzent diu ros, / si lebent mit grimme. /
der tuuil wont dar inne Rol
2691;
sô möhte boum unde gras / und swaz ie grüenes bî mir was / dorren von der
grimme / mîner [Gregorius’] unreinen stimme
Greg
3525;
dâ man ê hôrt vogellîn sang: / der klang in tal, in lüften
erschal, / süezze stimme – / winters
grimme [Härte] / tuot siu swîgen überal SM:
WvH
7: 1,8;
KLD:Kzl
12: 1,9;
ez kumt ein wint, [...] / der sol mit grimme
ervarn elliu künicrîche Walth
13,14;
RvEBarl
15086.
– hierher oder anzusetzen als krim
‘Klammergriff’ zu
krimmen
stV. (zur Vermischung der Wortstämme s.
DWB 5,2307-2310):
ez tut mir not / daz ich so in jamer
lymme [schreie] , / wann mich hat in starkem
grymme / in sinen clowen ein mechtig ar. / der drucket zu so vestlich gar, /
daz ich den adem koume / gevahen mag Minneb
5072;
sag an: wie ist ez kumen dar / daz dich in sin cloen
ein ar / mit grymme hat derwischet? ebd.
5093
(vgl.
waz arn ez sy, der mich da grymme, / daz saltu hie
verhorn von mir ebd.
5104
);
sine spilende vreude was so starc / daz er mit
vreuden uf spranc, / als in diu gotes liebe ouch twanc, / die in hete in ir
grimme Vät
3247
1.3
‘Leid, Verzweiflung, Not’
sus wart ir nôt sô rehte starc / daz si von herzenleide /
ir blanken hende beide / mit grimme zuo einander vielt. / daz herze ir in dem
lîbe spielt / von sender jâmerunge KvWHerzm
519;
die vrouwe [Maxilla] erschrac,
dô siez [ihre brennenden Kleider] ersach; / sie rief
in grôzem grimme / mit wîssagender stimme: / ‘Jesûs, mîn got und hêrre
mîn!’ HvFreibKr
755;
diu bitter leides grimme UvZLanz
5261;
mit grimme unde mit sere AvaA
2,5;
Iw
1324;
EnikWchr
282;
WhvÖst
19066
2
‘Bosheit, Grausamkeit’
ich [Susanna] nie der dinge dort /
begienc, die sie [die beiden Alten] han geseit / uf mich
und uz geleit / boslich in irme grimme Daniel
7697;
alsô wurden si [die Römer] innen /
des kuniges ubele unt sîner grimme Kchr
7583.
1077
MWB 2 928,12; Bearbeiter: Richter
grimel (?)
Subst.
Bed. unklar, vgl. Anm.z.St.:
guldîn was sîn gügerel [Kopfschmuck des Pferdes] , /
ein boum mit löubern niht ze breit. / ein grimel was dar an bereit / mit sîdînen
weifieren [Spitzen]
UvZLanz (K)
4440
MWB 2 929,12; Bearbeiter: Richter
grimheit
stF.
‘Grausamkeit’
die ebdisse [...] bekenne daz daz sie sorge intfangen
hat der sicher selen und ubir die gesunden keine grimheit [
non
super sanas tyrannidem
]
BrEb
27
MWB 2 929,17; Bearbeiter: Richter
grimme
Adv.
→
grim
Adj., Adv.
MWB 2 929,21;
grimme
stF.
→
grim
stM.
MWB 2 929,22;
grimme
swM.
→
krimme
MWB 2 929,23; |